Der World Gold Coucil rechnet für das Jahr 2010 mit indischen Goldimporten im Umfang von 800 Tonnen. So viel Gold hat Indien noch nie im Ausland gekauft.
Trotz hohem Goldpreis: Die Goldimporte Indiens haben im vergangenen Jahr voraussichtlich ein neues Rekordvolumen erreicht.
Der World Gold Council (WGC) schätzt, dass das Land 2010 rund 800 Tonnen Gold ins Land eingeführt hat. Es wären deutlich mehr als die 557 Tonnen des Vorjahres und entspreche einem neuen Allzeithoch.
“Importe auf diesem Niveau wären für Indien die höchsten ihrer Geschichte”, sagte Ajay Mitra, WGC-Geschäftsführer dieser Region gegenüber dem Wall Street Journal.
Der Dezember muss somit für indische Goldhändler gut gelaufen sein. Denn im vergangenen November hatte man beim WGC damit gerechnet, dass die Inder 2010 zwischen 700 und 750 Tonnen Gold im Ausland kaufen.
Das bestehende Importhoch stammt aus dem Jahr 2007. Seinerzeit führte Indien innerhalb eines Jahres 759 Tonnen Gold ein.
Goldreporter
Immer bestens über den Goldmarkt und Finanzkrise informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!
Indische Investoren kaufen Gold zunehmend auch über Exchange Traded Funds.
Inder kaufen traditionell Goldschmuck, Goldmünzen und Goldbarren als Altersrücklage. Nachdem sich im Land des größten Goldkonsums auch Gold-ETFs (Exchange Traded Funds) etabliert haben, steigt die Goldnachfrage in diesem Segment kontinuierlich.
Das Konzept: Die ETF-Betreiber kaufen festgelegte Mengen an Gold und lagern es für die Investoren ein, sobald diese die börsengehandelten Anteilsscheine erwerben.
Medienberichten zufolge sind die Goldbestände indischer Gold-ETFs im vergangenen Dezember um 74,3 Prozent auf insgesamt 14,4 Tonnen gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat gestiegen.
Gegenüber indischen Goldimporten im Volumen von rund 400 Tonnen jährlich, ist diese Menge aber weiterhin vergleichsweise bescheiden.
Goldreporter
Immer bestens über den Goldmarkt und Finanzkrise informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!
Ein TV-Betrag beschäftigt sich mit der kritischen Situation auf dem Markt für europäische Staatsanleihen und untersucht die mögliche Entwicklung der Euro-Krise im Jahr 2011.
“Brisante Zahlen, besorgte Banker: Euro-Schicksalsjahr 2011″ lautet der TV-Beitrag, den das ARD-Magazin report München am vergangenen Montag ausstrahlte. Die Redakteure gingen der Frage nach, wie sicher der Euro wirklich ist und wohin uns die Euro-Krise noch führen kann.
Vor allem Spanien muss in diesem Jahr enorme Summen an Staatsschulden refinanzieren.
Die Europäische Zentralbank kaufte innerhalb der vergangenen 12 Monate bereits Staatsanleihen im Volumen von mehr als 60 Milliarden Euro auf.
Ein Analyst des Nachrichtendienstes Bloomberg fürchtet, dass diese Form des Gelddruckens zur Gewohnheit werden könnte.
Ökonom Joachim Starbatty spricht in diesem Zusammenhang von der Entstehung einer gefährlichen Staatsanleihenblase. Der Chefökonom der Deutschen Bank, Thomas Mayer, fordert die schnelle Umsetzung eines Insolvenzrechts für europäische Staaten.
Mit der Euro-Einführung zum 1.Januar leistete Estland seinen satzungsgemäßen Beitrag zu den Währungsreserven der Europäischen Zentralbank.
In der Woche zum 7. Januar 2011 erhöhte sich die Position “Gold und Goldforderungen” in der konsolidierten Bilanz des Euro-Systems um 21 Millionen Euro.
Laut den Angaben der Europäischen Zentralbank spiegelt dieser Anstieg “in erster Linie” die Tatsache wider, dass die Zentralbank Estlands (Eesti Pank) Gold kaufen musste, um satzungsgemäß ihren Beitrag zu den Währungsreserven der EZB zu leisten.
Die konsolidierte Eröffnungsbilanz 2011 des Euro-Systems weist “Gold und Goldforderungen” in Höhe von 367, 41 Milliarden Euro aus. Bei einem Goldpreis von 1053,16 Euro pro Feinunze am 7. Januar (London Fix P.M.) entsprach dies einer implizierten Goldmenge von 10.849,71 Tonnen.
Goldreporter
Immer bestens über den Goldmarkt und Finanzkrise informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!
Wann wird Gold zur Blase? Eine typische Frage von Spekulanten (Foto: Daniel Nimmervoll - Fotolia.com).
Rohstoff-Analysten der Deutschen Bank erwarten, dass der Goldpreis in diesem Jahr aufgrund anhaltender Investmentnachfrage und niedrigen Zinsen weiter steigt. Und sie verraten, wann aus ihrer Sicht eine Goldblase droht.
“Unserer Einschätzung zufolge, müsste der Goldpreis über 2.000 Dollar steigen, um eine Blase darzustellen”, sagte Michael Lewis, Leiter der Rohstoff-Analyse bei der Deutschen Bank in London diese Woche gegenüber Business Week.
Lewis ist der Auffassung, dass der Goldpreis sich aufgrund der Investitionsnachfrage und der niedrigen Zinsen in den USA weiter stark entwickeln wird.
Er glaubt jedoch, eine Blase könnte sich bilden, wenn Anleger Gold kaufen, um sich sowohl gegen eine Inflation als auch eine Deflation abzusichern.
„Vor dem Hintergrund dieser Risiken, glauben wir, dass Gold aggressiv im Wettbewerb um Investmentkapital mitstreiten wird“, so Lewis.
Goldreporter
Immer bestens über den Goldmarkt und Finanzkrise informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!
"Buy the Dips": Asiaten kaufen gerne Gold, wenn der Preis fällt (Foto: rakun - Fotolia.com).
Wenn der Goldpreis fällt, kaufen die Asiaten Gold. Diese Erkenntnis bestätigt sich in diesen Tagen einmal mehr. Händler berichten über eine starke physische Goldnachfrage in den vergangenen Tagen, vor allem aus China und Indien.
„Die physische Goldnachfrage in China und Indien war während der letzten Handelstage massiv. Es gibt Anzeichen dafür, dass Käufer wieder in den Markt kommen“, so ein Sprecher des Clearing House Triland Metals gegenüber dem Wall Street Journal. Auch der Edelmetallhändler MKS Finance meldet „extrem starke“ Goldverkäufe seit der Goldpreis die Marke von 1.400 Dollar unterschritten habe.
Wie die australische Prägeanstalt Perth Mint berichtet, übersteigt die physische Goldnachfrage aus Asien derzeit sogar deren Produktionskapazität. „Der physische Markt bleibt noch für eine Weile angespannt“, so ein Sprecher des Edelmetallhändlers Mitsui Global Precious Metals.
Einer der Gründe, warum die Asiaten verstärkt Gold kaufen, ist die steigende Inflation. In China erreichte der Consumer Price Index zuletzt 5,1 Prozent. In Indien liegt die Inflation bei offiziellen 7,5 Prozent.
„Investoren in China und Indien, die sich gegen Inflation absichern wollen, könnten die Goldnachfrage weiter ankurbeln“, so Bayram Dincer, Analyst das Schweizer Vermögensberaters LGT Capital Management gegenüber Commodity Online.
Goldreporter
Immer bestens über den Goldmarkt und Finanzkrise informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!
Goldmünze Känguru: Australier wissen den Wert des Goldes zu schätzen (Foto: Goldreporter).
Genau wie Großbritannien um die Jahrtausendwende, verkaufte die Australische Zentralbank vor 23 Jahren große Teile ihrer Goldreserven. Ein nun aufgetauchtes Papier verrät mehr über die Hintergründe.
„Die Entscheidung 167 Tonnen Gold der Zentralbank-Reserven zu verkaufen kostete die Nation rund 5 Milliarden Dollar“, schreibt The Australian in der Montagsausgabe. Die australische Zeitung berichtet über ein nun aufgetauchtes Papier der Reserve Bank of Australia (RBA). Der Zentralbankvorstand empfahl im Jahr 1997 den Verkauf des Goldes.
Zwar gebe man in dem Schreiben zu, dass das Gold als Versicherung gegen den Zusammenbruch des internationalen Finanzsystems diene. Gleichzeitig stritt man aber die Notwendigkeit ab, die Goldreserven weiter halten zu müssen. Das Gold habe keine gute Performance gebracht und Australien müsse in einer wirtschaftlichen Krise nicht um den Zugang zu den Finanzmärkten fürchten.
Wörtlich heißt es in dem RBA-Papier: „Zentralbanken halten traditionell Gold, weil es im Fall einer Krise des internationalen Finanzsystems genutzt werden kann; es ist die einzige Reserve, die kein Zahlungsversprechen einer anderen Regierung, einer internationalen Institution oder Bank darstellt. Im Verlauf der letzten zwei oder drei Dekaden hat die Welt eine Reihe von Wirtschaftskrisen durchlebt, Gold spielte aber keine Rolle bei deren Bewältigung.“
Mit dem Verkauf von 167 Tonnen Gold reduzierte die RBA die damaligen Goldreserven Australiens um zwei Drittel auf lediglich 80 Tonnen.
Wie The Australian weiter berichtet, habe der über einen Zeitraum von sechs Monaten vollzogene Goldverkauf seinerzeit dazu beigetragen, den Goldpreis auf ein 11-Jahres-Tief zu drücken. Die gesamte Goldmenge sei damals ohne Auktion über einen einzigen Händler veräußert worden. Der Erlös: Rund 2,4 Milliarden US-Dollar. Heutiger Gegenwert: rund 7,4 Milliarden Dollar.
Zugang zum RBA-Papier hat die Zeitung über den sogenannten Freedom of Information Act erlangt. Er gewährt Bürgern eines Landes bei bestimmten Voraussetzungen und nach einem gewissen Zeitraum Zugang zu Regierungspapieren.
In Großbritannien wird der ehemalige Premier Gordon Brown von Kritikern heute noch verachtet. Als Schatzkanzler verantwortete er zwischen 1999 und 2002 umfangreiche Goldverkäufe aus den britischen Zentralbankbeständen. Damals notierte der Goldpreis auf dem niedrigem Niveau nach Ende der letzten Goldhausse. Die Briten sprechen auch gerne vom Brown-Bottom.
Goldreporter
Immer bestens über den Goldmarkt und Finanzkrise informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!
Bis zum 30. April können Interessenten die zweite Ausgabe der Goldmünzen-Serie „Deutscher Wald“ vorbestellen. Ausgabetermin ist der 23. Juni 2011.
Nach der Eiche kommt die Buche. Das Bundesfinanzministerium wird in diesem Jahr die zweite Ausgabe der Goldmünzen-Serie „Deutscher Wald“ auf den Markt bringen. Geplanter Ausgabetermin ist der 23. Juni 2011.
Wie immer wird die Nachfrage groß und das Angebot streng limitiert sein. In der Regel erhält aber jeder Besteller zumindest eine Münze zugeteilt. Der Preis der Münze orientiert sich am offiziellen Goldpreis des Londoner Fixing am Vortag der Ausgabe. Dazu kommt ein Aufschlag von voraussichtlich 25 Euro.
Nach dem Ausgabedatum gibt es die 20-Euro-Goldmünze auch im Edelmetallhandel zu kaufen, meist aber mit erheblichem Aufpreis.
Die Details zur 20-Euro-Goldmünze „Buche“:
Prägestätten: A, D, F, G, J
Gewicht: 3,89 g
Durchmesser: 17,5 mm
Material: Feingold (999,9/1000)
Münzrand: geriffelt
Auflage: 200.000 Stück
Die Ausgaben der folgenden Jahre sind: Fichte (2012), Kiefer (2013), Kastanie (2014) und Linde (2015).
Die Goldmünzen des Bundesfinanzministeriums gelten als offizielles Zahlungsmittel, auch wenn der Wert der Goldmünze natürlich deutlich über dem aufgeprägten Nominal liegt.
Goldreporter
Immer bestens über den Goldmarkt und Finanzkrise informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!
Nach dem Rücksetzer in der vergangenen Woche arbeitet der Goldpreis an einer kurzfristigen Bodenbildung. Das aktuelle Kursverlaufsmuster weist auf ein mögliches Comeback in kleinen Schritten hin.
Nach dem Erreichen des Zwischenhochs bei 1.414 Dollar, kam es in der vergangenen Woche zunächst zu einem kräftigen Rücksetzer beim Goldpreis. Dieser führte den Kurs des Edelmetalls bis unter die wichtige kurzfristige Unterstützung bei 1.380 Dollar.
Am Freitag erholte sich der Goldpreis kräftig, nachdem im Handelsverlauf bereits Tagestiefs um 1.355 Dollar erreicht worden waren. Am Montagvormittag notierte das Edelmetall wieder bei 1.372 Dollar. An dieser Marke verläuft nun auch die 50-Tagelinie.
Goldpreis ihn US-Dollar, 1 Jahr (Deutsche-Bank-Indikation)
Den wichtigsten charttechnischen Widerstand bildet auf kurze Sicht weiterhin das Niveau von 1.380 Dollar. Danach folgt eine nennenswerte Barriere bei 1.395 Dollar.
Eine erneute Abwärtsbewegung sollte wie zuletzt spätestens bei 1.355 Dollar stoppen. Hier verläuft die Trendlinie mit Ausgangspunkt Mitte November. Bis in die kritische Kursregion von 1.324 Dollar gibt es weitere Unterstützungslinien.
Betrachtet man den folgenden Kerzenchart, so wird deutlich, dass sich der Goldpreis innerhalb der vergangenen 12 Monate nach kräftigen Kurseinbrüchen (lange rote Kerzen / gelbe Kreise) in den folgenden Wochen immer wieder schrittweise erholte.
Goldpreis in US-Dollar, 1 Jahr, Tageskerzen (Deutsche-Bank-Indikation)
Man darf also gespannt sein, ob sich dieses Kursmuster auch diesmal wiederholt.
Goldreporter
Immer bestens über den Goldmarkt und Finanzkrise informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!
Bulle und Bär kennt man auch auf dem Goldmarkt (Foto: Gina Sanders - Fotolia.com)
Zu Beginn der vergangenen Woche sahen Analysten die Goldhausse schon beendet. Am Freitag fanden sie wieder viele gute Gründe, warum der Goldpreis weiter steigt.
Wer hätte das gedacht? Plötzlich sorgen die US-Konjunkturschwäche, die berauschende EFT-Nachfrage, Verlustmitnahmen und die Aussichten auf keine Leitzinserhöhung wieder für steigende Edelmetallkurse. Achja, die Euro-Krise war ja auch nie beendet und trägt nun erneut ihren Teil zur heutigen Goldpreis-Explosion bei. Ironie aus.
Die Währungshüter in den USA haben es wieder einmal geschafft. Sie wissen, dass der Goldpreis nach bestimmten geldpolitischen Richtungsentscheidungen und Verlautbarungen gerne etwas heftiger reagiert.
Aus diesem Grund drückt man die Edelmetallkurse gerne schon im Vorfeld. Sonst könnten wichtige charttechnische Marken nach oben durchbrochen werden und der Goldpreis vollends außer Kontrolle geraten. Und das wäre in den Augen der Politiker das falsche Signal.
Fed-Präsident Ben Bernanke äußerte sich am Freitag zu den wirtschaftlichen Aussichten der Vereinigten Staaten. Er machte Konjunktur-Optimisten etwas Hoffnung und brachte Niedrigzins-Liebhabern erneut Gewissheit. Die Sache mit dem Gelddrucken wird auch in diesem Jahr fleißig weitergehen.
Wichtig ist nur, dass das Geld sicherheitsbedürftiger Leute fortdauernd in Staatsanleihen fließt. Nur so funktioniert das Schuldgeldsystem. Timothy Geithner gab dafür schon gestern den Steilpass. Der US-Finanzminister bittet um eine Aufbesserung seines Taschengeldes. 14,3 Billionen US-Dollar sind bei den heutigen Rendite-Wünschen der Anleger schließlich ziemlich schnell verbraucht.
Fazit: An den fundamentalen Rahmenbedingungen hatte sich nie etwas geändert. Virtuelle Werte – die allgemeine Schuldgeldmenge – bläst man weiter künstlich auf. Reale Besitztümer wie Gold und Silber gewinnen an relativer Knappheit und damit an Wert. Der Goldpreis wird immer wieder kurzfristig gedrückt. Dessen nachhaltiger Anstieg kann aber auch durch Marktinterventionen nicht aufgehalten werden. Wer immer noch der Meinung ist, die Staaten könnten sich am eigenen Schopf aus dem Schuldensumpf ziehen, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.
Goldreporter
Immer bestens über den Goldmarkt und Finanzkrise informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!
Nach dem Kurssturz Ende vergangener Woche haben sich die kurzfristigen charttechnischen Perspektiven für den Euro-Dollar-Kurs deutlich eingetrübt. Das stützt den Goldpreis in Euro, der am Freitag nahe an seinem Rekordhoch schloss.
Der Euro-Dollar-Kurs ist in der vergangenen Woche brutal am Schnittpunkt von 50- und 200-Tage-Linie nach unten abgeprallt. An dieser Stelle hatte sich Anfang August 2010 auch ein wichtiges Zwischenhoch gebildet.
Damit läuft die Gemeinschaftswährung nun weiter in einem breiten Abwärtstrendkanal Richtung Süden. Es wurden gleich mehrere Trendlinien nach unten durchschlagen.
Auch die Marke von 1,2986 Dollar hielt am Freitag nicht. Hier vollzog der Euro-Dollar-Kurs Ende November die letzte Kehrtwende nach oben. Sollte sich der Kursverfall des EUR/USD-Pärchens in den nächsten Tagen fortsetzen und auch die letzte kurzfristige Unterstützung bei 1,2890 fallen, dann droht ein weiterer Rutsch des Euros bis auf 1,2639 Dollar.
EUR/USD-Kurs, 1 Jahr
Konsequenz für Goldbesitzer: Ein schwacher Euro verteuert hierzulande die Preise für Goldmünzen und Goldbarren. Der Goldpreis in Euro (Spot) schloss am Freitag im späten New Yorker Handel bei 1.060 Euro. Im Londoner Nachmittagsfixing wurden bereits 1.053,16 Euro erreicht (1.367 Dollar). Das Allzeithoch (London Fix) liegt bei 1.069,90 Euro. Es stammt vom 29. Dezember 2010.
Goldreporter
Immer bestens über den Goldmarkt und Finanzkrise informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!
Wer glaubt, die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung der großen Exportnationen sei substanziell, nachhaltig und von einer selbsttragenden Güternachfrage gekennzeichnet, der verkennt die Lage möglicherweise gewaltig.
Für Krisenbewältigung und Konjunkturbelebung haben sich die Staaten weltweit mit rund 8,4 Billionen Dollar zusätzlich verschuldet. Deutliche Zeichen der auslaufenden Konjunkturprogramme gibt es bereits. Als Frühindikator der Weltwirtschaft gilt der Baltic Dry Index. Hierbei handelt es sich um eine Kennzahl, die die Preisentwicklung für die Verschiffung von Hauptfrachtgütern (vor allem Kohle, Eisenerz, Getreide) abbildet.
Wie die nachfolgende Abbildung zeigt, hat sich der Chart in den vergangenen Monaten deutlich nach unten geneigt. Alleine seit Anfang September 2010 ist der Index um 48 Prozent gefallen. Im Vergleich zu seinem Höchststand im Sommer 2007 steht der Baltic Dry Index heute 87 Prozent niedriger.
Aus der Datenanalyse geht unter anderem hervor, dass die industriellen Auslandsbestellungen im November trotz der positiven Agenturmeldungen (+5,2 %) kaum mehr höher waren als im August. Eine deutliche Verlangsamung des Wachstums wird beobachtet.
Deutschlands Exporte gehen nach wie vor zu 40 Prozent ins EU-Ausland. Laut FTD-Angaben sind diese Ausfuhren seit August um 28,8 Prozent im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum gesunken.
Wie kommt FTD zu diesen, dem allgemeinen Tenor widersprechenden Ergebnissen?
Financial Times hat zur Analyse Dreimonatsvergleiche auf der Basis gleitender Durchschnitte verwendet. Dadurch werden Effekte von Großaufträgen nivelliert, die im Zeitverlauf mit unterschiedlicher Häufigkeit auftreten und oft Gegenstand von Konjunkturmaßnahmen sind, zum Beispiel staatlich geförderte Infrastrukturprojekte (auch aus China).
Auch nach den offiziellen Angaben gingen die EU-Bestellungen im November um 1,4 Prozent zurück. Der „Aufschwung“ kommt also weiterhin aus Nicht-EU-Ländern.
Wie schnell die Auslandsnachfrage abbrechen kann, haben wir 2008 gesehen. Werfen Sie dazu noch einmal einen Blick auf den Baltic Dry Index.
Enttäuschend waren zuletzt die EU-Einzelhandelsumsätze mit -0,8 Prozent im November. Das Konjunkturklima in der Euro-Zone spricht eine ähnliche Sprache. Auch in Deutschland war die Verbraucherstimmung im November wieder gesunken. Und nach der „hemmungslosen Kauflust“ im Dezember, droht nun erst einmal ein Kater, wie Meldungen über die aktuelle Geschäftsentwicklung im Online-Handel nahelegen („Etailer in Katerstimmung“).
Fazit
Die positive Stimmung, die derzeit in Deutschland verbreitet wird, spiegelt sich in wichtigen Konjunkturdaten nicht wieder. Zumindest wird sie vielerorts missinterpretiert. Der propagierte „Aufschwung XXL“ steht nicht auf soliden Füßen, sondern wird weiter im Wesentlichen durch staatliche Ausgabenprogramme und neue Schulden finanziert. Das sollte man nach wie vor im Hinterkopf behalten. Eine Verschärfung der Schuldenproblematik steht in direktem Zusammenhang mit weiter schwindender Staatenbonität und der nachlassenden Werthaltigkeit von Geld und Währung.
Goldreporter
Immer bestens über den Goldmarkt und Finanzkrise informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!
Timothy Geithner stimmt den US-Kongress auf die schon bald erforderliche Erhöhung der Schuldenobergrenze von derzeit 14,3 Billionen US-Dollar ein.
Um die Kongressabgeordneten auf eine notwendige Erhöhung der bestehenden Schuldenobergrenze einzustimmen, greift US-Finanzminister Timothy Geithner zu drastischen Worten. Wie Spiegel Online berichtet, hat Geithner die Volksvertreter seiner Heimat vor einem US-Staatsbankrott gewarnt.
Zahlungsunfähigkeit bestehe seiner Ansicht nach möglicherweise bereits vor dem 31. März. Dann nämlich, wenn die USA die gesetzlich festgelegte (offizielle) Schuldenobergrenze von derzeit 14,3 Billionen US-Dollar erreiche.
Goldreporter
Immer bestens über den Goldmarkt und Finanzkrise informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!
Der Goldpreis notiert in Indien auf dem niedrigsten Niveau seit einem Monat. Die Konsumenten nutzen diese Möglichkeit, um wieder mehr Gold zu kaufen. Und es gibt Lieferengpässe.
Die Goldhändler in Indien verzeichnen derzeit wieder eine steigende Goldnachfrage. Der gesunkene Goldpreis – 1-Monats-Tief – und das in der kommenden Woche anstehende Ernte-Festival animieren wieder mehr Inder, Gold zu kaufen.
Indische Bauern fahren in diesen Tagen die zweite Jahresernte ein und investieren von den Erlösen traditionell einen Teil in Gold (Goldschmuck, Goldmünzen, Goldbarren).
„Händler kommen in regelmäßigen Abständen, um Gold zu kaufen“, so ein Goldimporteur aus Mumbai gegenüber Reuters India. Er habe zuletzt 45 Kilogramm Gold zu Preisen zwischen 1.367 und 1.371 Dollar pro Unze verkauft.
Derzeit sprechen indische Händler sogar von Lieferengpässen. „Nach der Holiday Season gibt es Versorgungsprobleme, da die Raffinerien nicht voll arbeiten. Aus diesem Grund verlangen sie ein zusätzliches Aufgeld von 20 bis 25 Cents [pro 10 g Gold, Anm. d. Red.]“, so ein indischer Händler.
Goldreporter
Immer bestens über den Goldmarkt und Finanzkrise informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!
Wer hätte das gedacht. Auch die EZB-Bilanz profitiert vom steigenden Goldpreis (Foto: Arahan - Fotolia.com).
Der steigende Goldpreis hat auch positive Effekte auf die EZB-Bilanz. Die Neubewertung der Position „Gold und Goldforderungen“ führte zu einem kräftigen Aufschlag bei den „Goldreserven“ des Euro-Systems.
Nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) hat sich der Wert der Position „Gold und Goldforderungen“ in der konsolidierten Bilanz des Euro-Systems zum 31. Dezember 2010 um 33 Milliarden Euro auf nun insgesamt 334,384 Milliarden Euro erhöht.
Die Veränderung ist laut EZB-Angaben das Resultat der vierteljährlichen Neubewertung. Der steigende Goldpreis führte zu einer entsprechenden Aufwertung der europäischen „Goldreserven“.
Am 30. September (Ende des Vorquartals) stand der Goldpreis bei umgerechnet 958,35 Euro (London Fix P.M.). Der Schlusskurs des Jahres 2010 lautete 1.055,10 Euro (1.410,25 Dollar). Ein Plus von genau 10 Prozent.
Goldreporter
Immer bestens über den Goldmarkt und Finanzkrise informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!
Der Präsident der Federal Reserve Bank of Kansas City ist offensichtlich ein Befürworter goldgedeckter Währungen. In einem aktuellen Statement gegenüber dem Nachrichtendienst Reuters erörtert er den Goldstandard.
Ein Goldstandard, der Staaten dazu zwinge, ihre Währung mit Gold zu decken, sei ein „legitimes Geldsystem“. Es könne aber keine Finanzkrisen verhindern. Dieser Meinung ist Thomas M. Hoenig, Präsident der Federal Reserve Bank of Kansas City und Mitglied des Federal Open Market Committee (FOMC) des Federal Reserve Systems der Vereinigten Staaten.
„Es wird nicht zwangsläufig weniger Krisen geben. Man wird einen längeren Zeitraum Preisstabilität oder Preisniveaustabilität haben. Aber ich weiß nicht, ob man niedrigere Arbeitslosenzahlen erzielen wird. Ich weiß nicht, ob es dann weniger Bankenpleiten gibt“, so Hoenig am Mittwoch gegenüber dem Nachrichtendienst Reuters.
Der Fed-Mann aus Kasas City fiel in der Vergangenheit schon mehrfach mit Äußerungen und Ansichten auf, die der vom FOMC offiziell vertretenen US-Geldpolitik entgegen stehen.
Goldreporter
Immer bestens über den Goldmarkt und Finanzkrise informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!
Am gestrigen Dienstag gab der Goldpreis erstmals seit dem 2. Juli 2010 wieder mehr als 3 Prozent im Verlauf eines Tages ab. Heute setzte sich die Konsolidierung bei Gold und Silver fort.Etwas hilflos versucht die Finanzpresse, den Kurssturz mit allem Möglichen zu begründen.
Echte fundamentale Gründe gab es für die aktuellen Rücksetzer beim Goldpreis und Silberpreis nicht. Dennoch wurden von der Finanzpresse viele blumige Erklärungen abgegeben, warum die Edelmetalle an den letzten beiden Handelstagen Schwäche zeigten.
1. „Große Investoren haben sich von ETF-Anteilen getrennt“
Der größte Gold-ETF (SPDR Gold Trust) hat aber seit Ende Dezember gerade einmal 3,5 Tonnen (-0,3 %) an Goldbeständen abgegeben. Das reicht nicht aus, um einen größeren Goldpreisrückgang auszulösen.
2. „Gewinnmitnahmen“
Werden immer gerne als Argument vorgebracht, wenn den Redakteuren nichts anderes einfällt.
3. „Positive Wirtschaftszahlen aus den USA / Entspannung in Korea / Abebbende Euro-Krise“
Alles was zuvor dazu diente, den Goldpreisanstieg zu erklären, wurde nun inhaltlich umgekehrt, um den Goldpreisrückgang zu kommentieren.
4. „Aussicht auf Leitzinserhöhung in Europa“
Dass die offizielle Euro-Inflationsrate im Dezember auf mehr als 2 Prozent angestiegen ist, sahen einige Analysten als Auslöser für den Preisrutsch bei den Edelmetallen. Die Zeit für Zinserhöhungen in Euroland könne gekommen sein, hieß es. Logik: Höhere Zinsen = geringere Attraktivität von Gold-Investments.
Hätte der Markt gestern eine kommende Zinssenkung antizipiert, dann wäre der Euro gegenüber dem Dollar gestiegen. Er fiel jedoch und tat es heute weiter. Wir sind der Meinung, dass eine Leitzinserhöhung in Europa nicht so bald kommen wird. Denn das wäre der Sargnagel für die Euro-Konjunktur und einige PIGS-Staaten.
Tatsachen
Der Goldpreis (und mit ihm der Silberkurs) fiel am Dienstag direkt nach der Eröffnung des US-Terminmarktes (um 14:20 Uhr) wie ein Stein. Der Kursrückgang wurde also erneut durch Vorwärtsverkäufe großer Bullion-Banken ausgelöst. Das übliche Szenario, das wir seit Jahren kennen. Spekulative Investoren wurden in diesem Zuge aus ihren Positionen gedrängt. Das beschleunigte die Abwärtsbewegung.
Wie von uns erwartet, machte der Goldpreisrutsch aber zunächst bei 1.380 Dollar halt. Auf diesem Niveau besteht eine wichtige charttechnische Unterstützung. Markiert wird sie vom Zwischenhoch Anfang Oktober 2010. Bei 1.373 Dollar verläuft die 50-Tagelinie (aktueller Goldchart).
Fazit
Goldpreis-Einbrüche ohne klare und logische Ursachen sind oft gute Nachkaufgelegenheiten. Der Markt wird bereinigt, die Asiaten greifen dankbar zu und stützen den Kurs. In den Folgewochen sehen wir oft wieder deutlich höhere Kurse. Ein weiterer Goldpreisrückgang bis auf 1.350 Dollar ist dennoch nicht auszuschließen, auch vor dem Hintergrund der allgemeinen Marktschwäche (Aktien). An den fundamentalen Rahmenbedingungen für einen mittel- und langfristig weiter steigenden Goldpreis hat sich jedoch nichts geändert.
Wir sind schon sehr gespannt, welche Argumente die Finanzpresse aus dem Redaktionshut zieht, wenn die Edelmetallkurse in den kommenden Tagen wieder kerzengerade nach oben ziehen.
Goldreporter
Immer bestens über den Goldmarkt und Finanzkrise informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!
Das "Washington Goldnugget" wiegt knapp 100 Unzen. (Foto: holabirdamericana.com)
Möchten Sie etwas Gold kaufen? Das größte noch existierende kalifornische Goldnugget wird im kommenden März versteigert.
Es wiegt gut 3 Kilogramm (rund 100 Unzen) und wurde erst im vergangenen Jahr in Washington, Nevada County (USA) gefunden. Es handelt sich laut dem amerikanischen Geologen Fred Holabird (http://holabirdamericana.com) um das größte noch existierende kalifornische Goldnugget. Alle anderen vergleichbaren Stücke seien eingeschmolzen worden.
Der reine Goldwert wird bei einem aktuellen Goldpreis von rund 1.380 Dollar pro Unze auf 135.000 US-Dollar geschätzt (ca. 102.000 Euro). Holabrid taxiert den Sammlerwert des Goldklumpen allerdings auf 400.000 Dollar.
Am 15. März wird sich herausstellen, was Liebhaber bereit sind zu zahlen. Dann kommt das „Washington—Nugget“ im Rahmen einer Auktion unter den Hammer.
Das erste kalifornische Goldnugget wurde übrigens im Jahr 1848 gefunden, vom Schweizer Johann August Sutter.
Goldreporter
Immer bestens über den Goldmarkt und Finanzkrise informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!
Laut aktuellem OCC-Bericht war JP Morgan im dritten Quartal 2010 mit gleichbleibendem Investitionsvolumen weiter der größte amerikanische Papiergold-Händler. Andere große Player bauten in diesem Markt deutlich Positionen ab.
Der US-Bankenriese JP Morgan hielt im dritten Quartal 2010 Gold-Derivate im Umfang von nominal 98,9 Milliarden Dollar. Das entspricht beim aktuellen Goldpreis von 1.380 Dollar pro Feinunze einer implizierten Menge von 2.229 Tonnen Gold.
74 Prozent dieser Papiere hatten eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Gleichzeitig repräsentierte die Derivat-Position von JP Morgan 75 Prozent der gesamten von amerikanischen Geschäftsbanken und Handelshäusern gehaltenen Gold-Derivate.
Das geht aus dem aktuellen Report des Office of the Comptroller of the Currency (OCC) für das dritte Quartal 2010 hervor.
Auffällig ist, dass Bank of America fast ganz aus dem Gold-Derivat-Geschäft ausstieg. Im zweiten Quartal meldete das Institut noch Gold-Derivate im Nominalumfang von 226 Millionen Dollar. Zuletzt waren es nur noch 29 Millionen Dollar. Das entspricht einem Rückgang von 87 Prozent. Und auch Citibank schraubte ihr Engagement in diesem Segment deutlich zurück (-17,9 %).
Die logische Erkenntnis: Eine Vielzahl kleinerer Banken (nur die fünf größten Derivat-Händler werden im dreimonatigen OCC-Bericht aufgelistet) füllte die entstandenen Lücken auf dem Markt für Gold-Derivate. Denn die Gesamtheit allen von US-Banken im dritten Quartal 2010 gehaltenen Papier-Goldes betrug nominal 131,91 Milliarden US-Dollar. Gegenüber dem Vorquartal erhöhte sich dieser Betrag damit nur minimal um 0,19 Prozent.
Die größten amerikanischen Halter von Gold-Derivaten in Q3 2010:
1. JP Morgan 98,903 Mrd. Dollar (+0,9 % gegenüber Q2/2010)
2. HSBC USA 32,151 Mrd. Dollar (-1,1 %)
3. Citibank 665 Mio. Dollar (-17,9 %)
4. Bank of America 29 Mio. Dollar (-87 %)
Goldman Sachs wird im OC-Report mit keinerlei Beständen an Gold-Derivaten ausgewiesen.
Entwicklung des Gold-Derivat-Volumens amerikanischer Geschäftsbanken und Handelshäuser seit 2004. Unten (grün): andere Edelmetalle. (Quelle: OCC)
Aus dem OCC-Bericht geht auch hervor, dass Citibank mit Rohstoff-Derivaten einen Verlust von 87 Millionen Dollar einfuhr. JP Morgan nahm in diesem Bereich dagegen 123 Millionen Dollar ein. Die größten Erlöse erzielte man allerdings mit Währungs-Derivaten. JP Morgan verdiente damit von Juli bis September 463 Millionen Dollar. Zu den Derivaten werden Swaps (Kaufverträge mit Rückkaufvereinbarung) sowie Futures und Optionen gezählt.
Goldreporter
Immer bestens über den Goldmarkt und Finanzkrise informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!
Goldankäufer sind der US-Polizei ein Dorn im Auge (Foto: Goldreporter).
Für den Ankauf von Gold benötigt man in Pasadena eine staatliche Lizenz. Die Zwangsmaßnahme soll der Diebstahlbekämpfung dienen. Faktisch ist es in der kalifornischen Großstadt nun unmöglich, anonym und dabei legal Gold zu kaufen.
„Das Pasadena Police Department möchte die Öffentlichkeit darüber informieren, dass der Goldankauf gegen das Gesetz verstößt, wenn Sie keine Lizenz des kalifornischen Justizministeriums besitzen“, lautet das Statement der Polizeibehörde (PPD).
Das klingt wie Goldverbot. Laut den Beamten der kalifornischen Großstadt dient die Verordnung aber lediglich der Diebstahlbekämpfung.
„Wir möchten die Menschen darauf hinweisen, beim Kauf vorsichtig zu sein und nur an lizensierte Second-Hand-Händler zu verkaufen. Das hilft uns, Verbrechen zu verhindern und bewahrt die Leute davor, unwissentlich gestohlene Ware zu kaufen“, erklärt Polizeichef Philip Sanchez laut Pasadena Star-News.
Faktisch schränkt die Justiz damit den Handel mit Gold deutlich ein. Denn es heißt in der polizeilichen Erklärung weiter, dass Goldkäufer gesetzlich verpflichtet seien, Personalien aufzunehmen, von wem auch immer sie Gold kaufen. Zudem müsse der Käufer eine Beschreibung der gekauften Gegenstände vorhalten.
Händlern, die Gold ohne Lizenz kaufen oder verkaufen, droht laut PPD eine Geldstrafe in Höhe von 1.500 US-Dollar und Arrest.
Goldreporter
Immer bestens über den Goldmarkt und Finanzkrise informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!