Die russische Zentralbank will nach Angaben ihres Vize-Präsidenten ihren Goldanteil an den Währungsreserven weiter ausbauen.
Russland will weiter Gold kaufen, um seine Devisenreserven zu diversifizieren. „Gold ist ein natürlicher Teil der Reserven. Wir haben unser Investment in Gold innerhalb der vergangenen Jahre ausgebaut und werden auch in Zukunft weiter in diese Richtung marschieren“, sagte Alexei Ulyukayev, Vize-Präsident der russischen Zentralbank während eines Bloomberg-Interviews in London.
Ulyukayevs Angaben zufolge hat Russland seinen Goldanteil in den vergangenen drei bis vier Jahren fast verdoppelt. Derzeit beträgt er angeblich 8 Prozent. Laut den Zahlen des World Gold Councils waren es Ende September 2010 lediglich 5,7 Prozent (Aktuelle Goldreserven).
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Die chinesischen Neujahrsfeierlichkeiten dauern in diesem Jahr vom 3. bis zum 18. Februar (Foto: beltsazar - Fotolia.com).
Seit Jahresbeginn hat der Goldpreis rund 65 Dollar eingebüßt. Ideale Bedingungen für Chinesen, die an ihrem Neujahrsfest traditionell Gold kaufen und Geld verschenken. Und das findet in diesem Jahr Anfang Februar statt.
Der Goldpreis notierte am letzten Handelstag des vergangenen Jahres bei 1.410,25 Dollar. Seitdem ist der Preis für die Feinunze um gut 65 Dollar auf 1.345,50 Dollar gefallen (jeweils London Fix P.M.).
Asiaten sind dafür bekannt, dass sie gerne Gold kaufen, wenn der Kurs um einiges gefallen ist. Kommt ein Ereignis hinzu, das traditionell zu Goldkäufen genutzt wird, dann ist mit einer deutlichen Belebung der Goldnachfrage zu rechnen.
Die Chinesen begehen in diesem Jahr am 3. Februar ihr Neujahrsfest. Es gilt gleichzeitig als der wichtigste chinesische Feiertag. Gefeiert wird 15 Tage lang bis zum Laternenfest. „Das chinesische Neujahr ist der Zeitraum in dem sich die Chinesen beschenken, üblicherweise Geld in kleinen roten Umschlägen. Diese kleinen roten Umschläge werden dieses Jahr vermutlich etwas schwerer sein“, sagt Mark Leibovit, Chef-Marktstratege beim Handelsunternehmen VRTrader gegenüber dem Nachrichtendienst Market Watch.
Warum werden die chinesischen Konsumenten zu diesem Anlass vermehrt Gold kaufen? „Es ist ganz einfach“, meint Cary Pinkowksi, CEO des spanischen Goldproduzenten Astur Gold. „In China gab es ein Goldverbot über die meiste Zeit des 20. Jahrhunderts hinweg und das ist nun vorbei. China hat eine Sparquote von über 30 Prozent und eine offizielle Inflationsrate von 10 Prozent.“
Adrian Ash von der Goldhandelsplattform BullionVault meldet bereits eine anziehende Edelmetall-Nachfrage aus China. „Die chinesische Gold- und Silber-Nachfrage war im Vorfeld der Neujahrsfeierlichkeiten bereits phänomenal“ .
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Die offizielle Inflationsrate ist im Euroraum erstmals seit zwei Jahren wieder über 2 Prozent gestiegen. Die Europäische Zentralbank gerät in Sachen Leitzinserhöhung langsam unter Zugzwang.
Im vergangenen Dezember stiegen die Konsumentenpreise im Jahresvergleich auf 2,2 Prozent. Die Europäische Zentralbank spricht bei Inflationsraten bis 2 Prozent von Goldwertstabilität. Nach der letzten EZB-Sitzung in der vergangenen Woche war man gespannt, wie sich ihr Präsident Jean-Claude Trichet über eine mögliche Leitzinserhöhung äußern würde. Die Zinsen lässt man weiter niedrig, Aussagen über kommenden Handlungsdruck trugen zum aktuellen Anstieg des Euro-Dollar-Kurses bei. Eine Zinserhöhung würde jedoch den möglichen Aufschwung gefährden und die Finanzierung aller Euro-Staaten weiter erhöhen. Ein ZDF-Beitrag fasst die aktuelle Lage zusammen.
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Laut den Angaben der US Mint wurden im Januar bereits 4,59 Millionen Unzen der American-Eagle-Silbermünze verkauft.
Anleger weltweit kaufen weiterhin kräftig Silber. Mit 4.588.000 Silber-Unzen des American Silver Eagle hat die amerikanische Münzprägeanstalt US Mint im Januar schon jetzt die höchsten Verkaufszahlen seit 26 Jahren erzielt. Das geht aus den Angaben der Internetseite des Herstellers hervor.
Das beste Ergebnis des vergangenen Jahres wurde im November erzielt, mit 4.260.000 Eagle-Silbermünzen. Der Dezember war dagegen der schlechteste Verkaufsmonat 2010. Es wurden nur 1.772.000 Silver-Eagle-Unzen abgesetzt. Im Gesamtjahr 2010 waren es 34.662.500 Silber-Unzen.
Die Absatz der Eagle-Goldmünzen lag im Januar über alle Nominale hinweg bei 91.000 Exemplaren im Gesamtgewicht von 75.500 Unzen. Der Monatsdurchschnitt des vergangenen Jahres betrug 136.750 Eagle-Goldmünzen oder 101.708 Gold-Unzen.
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Aktien oder Gold? Diese Frage scheint sich derzeit einigen Fonds-Managern zu stellen (Foto: kk-artworks - Fotolia.com)
In Erwartung einer deutlich steigenden Weltkonjunktur setzen viele Fondsmanager wieder verstärkt auf Konsumgüter-Aktien statt auf Gold. Die aktuelle Goldpreis-Schwäche ist somit auch Folge von kurzfristigen Umschichtungen, mit denen Gold „aus schwachen Händen“ auf den Markt gelangt.
Im vierten Quartal 2010 hat Fondsmanager Charles Morris die Hälfte seines Goldinvestments abgestoßen. Er betreut den Investmentfonds HSBC Global Asset Management Absolute Return. Im vergangenen Jahr betrug der Goldanteil des Fonds 12 Prozent. Sein Fonds verbuchte eine Rendite von 11,7 Prozent.
Aufschwungfantasie
Da Morris den Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute und der Weltbank glaubt (Weltwirtschaftswachstum von 3,3 Prozent im Jahr 2011), hat er in Konsumgüteraktien umgeschichtet, darunter Anteile am Getränkehersteller Coca Cola.
„Mittelfristig bleiben wir bei Gold vorsichtig, solange es gegenüber Aktien keine Stärke aufbaut, was auch Dividende verspricht“, sagt Morris in einem Interview mit dem Wirtschaftsdienst Bloomberg. Er glaubt aber, dass die Gold-Rally noch nicht vorbei ist und hält mit einer langfristigen Position an Gold fest. „Da das globale Finanzsystem weiter verwundbar erscheint, sind wir sehr daran interessiert, gewisse Bestände zu halten“, so Morris.
Seine Auffassung dürfte repräsentativ sein, für die derzeitige Einstellung zahlreicher renditeorientierter Money Manager. Aktien sind in den vergangenen Monaten gut gelaufen. Viele Fondsverwalter springen nun auf den Zug auf, weil sie befürchten etwas zu verpassen. Bei Gold wird erst einmal Kasse gemacht.
Sinkende ETF-Bestände
Mit dieser Verhaltensweise lässt sich ansatzweise sicher auch die Bestandsentwicklung der größten Gold-ETFs (Exchange Traded Fonds) erklären. Diese Fonds legen für Investoren physisches Gold zur Deckung der Anteilsscheine zurück. Seit dem Hoch vom vergangenen Juli mit 1.320 Tonnen gingen die Goldbestände beim Marktführer SPDR Gold Trust um knapp 5 Prozent auf derzeit 1.256,90 Tonnen zurück.
Faktisch ist zwar kaum nachzuvollziehen, warum genau das Gold aus dem ETF abfloss. Es besteht auch die Möglichkeit, dass es von Investoren lediglich umgeschichtet wurde. Dennoch liegt man mit folgender These sich nicht allzu falsch: Die rein renditeorientierte Investitionsnachfrage bei Gold stagniert derzeit oder ist leicht rückläufig. Kurzfristig engagierte Investoren haben sich zuletzt von Gold getrennt und zunächst den weiteren Anstieg des Goldpreises verhindert. Dafür sprechen auch die rückläufigen, spekulativen Long-Positionen an der Warenterminbörse COMEX.
Die starken Hände
Langfristige Goldanleger („die starken Hände“) sind dagegen weiter investiert und bilden die Basis für den nächsten Goldpreis-Anstieg. Damit es soweit kommt, müssen die anhaltenden Probleme unsere Geldsystems inklusive der nicht aufzuhaltenden Verschuldungsspirale nur wieder deutlicher zum Vorschein kommen. Und dann springen auch die Spekulanten wieder schnell auf den Goldzug auf. Bis es soweit ist, haben vorausschauende Goldanleger gemütlich Zeit, ihren Vermögensschutz zu günstigen Preisen weiter aufzustocken.
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Die Panda-Goldmünzen erscheinen jedes Jahr mit leicht verändertem Motiv.
Während in diesem Jahr erneut 300.000 Panda-Goldmünzen zu einer Unze in Umlauf kommen, werden die Produktionszahlen der anderen 2011er Gold-Pandas zum Teil deutlich erhöht. Das Gleiche gilt für die Silbermünzen.
Auch die Europäer kaufen gerne Gold aus China. Die Prägeanstalt Chinese Mint stellt unter anderem die beliebten Panda-Goldmünzen her. Die Nachfrage ist groß. Wie die chinesische Finanzzeitung Hexun berichtet, wird die 2011er-Auflage des Gold-Pandas daher gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht.
Die Panda-Goldmünze mit einer Unze Gewicht (500 Yuan) soll wie im Jahr 2010 erneut 300.000-mal in Stempelglanz-Qualität ausgegeben werden. Größere Stückzahlen gibt es dagegen von den Gold-Pandas der anderen angebotenen Nominale.
Die Auflage der Größen 1/20 Unze (20 Yuan), 1/10 Unze (50 Yuan), ¼ Unze (100 Yuan) und ½ Unze (200 Yuan) steigt von 120.000 auf 200.000 Exemplare. Das entspricht einem Zuwachs von 36,67 Prozent.
Die Panda-Goldmünze zu 5 Unzen (2.000 Yuan) wird 2.000-mal ausgegeben (Vorjahr: 1.000 Stück). Der 2011er Kilo-Gold-Panda (10.000 Yuan) soll 300-mal geprägt werden (Vorjahr: 200 Stück).
Die Auflage der 1kg-Silbermünzen wurde von 4.000 auf 8.000 Exemplare verdoppelt. Ebenso wie die des 5-Unzen-Panda, mit nun 20.000 Stück. Die beliebteste Panda-Silbermünze ist die mit einer Unze Gewicht. Die 2011er-Auflage soll drei Millionen Stück betragen. Gegenüber 2010 ist das ein Plus von 175 Prozent.
Die Gold- und Silbermünzen aus China weisen gegenüber den anderen gängigen Anlagemünzen (z.B. Krügerrand, Maple Leaf, American Eagle) eine relativ geringe Auflage auf. Aus diesem Grund ist das Aufgeld für Panda-Münzen im Edelmetallhandel etwas höher.
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Platin spielte in den vergangenen Wochen seine Eigenschaft als Industriemetall aus. Der Kurs des Edelmetalls hat sich zuletzt deutlich besser entwickelt als der Goldpreis.
In der vergangenen Woche stieg der Platin-Preis erstmals seit Juli 2008 wieder über die Markte von 1.800 US-Dollar pro Feinunze. Im Zuge des Weltwirtschafts-Schocks war der Kurs des Edelmetalls von seinem Hoch bei rund 2.175 US-Dollar bis auf knapp 800 Dollar gefallen (siehe Chart unten).
Seither hat sich der Platin-Preis wieder mehr als verdoppelt. Innerhalb der ersten Wochen des neuen Jahres legte der Kurs mehr als 3 Prozent zu. Der Goldpreis gab im gleichen Zeitraum etwa den gleichen Prozentsatz ab.
Platin ist ein wichtiger Rohstoff zur Herstellung von Katalysatoren. Dessen Preis profitiert von einer florierenden Konjunktur mit gesunder Automobilnachfrage. Das Edelmetall dient Anlegern aber gleichzeitig als Inflationsschutz. Die Kombination beider Eigenschaften sorgte dafür, dass sich der Platinkurs in den vergangenen Wochen so positiv entwickelte.
Platin-Preis in US-Dollar, 9 Jahre
Nachteil beim Kauf von Platin: Es fällt der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent an, egal ob Sie Platinmünzen oder Platinbarren kaufen. Ankauf- und Verkaufspreise liegen daher sehr weit auseinander. Platinmünzen und Platinbarren kaufen, empfiehlt sich somit vor allem bei langfristigem Anlagehorizont.
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1-Kilo-Silberbarren: Die Nachfrage nach Anlageprodukten aus Silber ist weiterhin groß.
Exklusiv Vielerorts gibt es derzeit keine Silberbarren zu kaufen. Laut Edelmetallanbieter Heraeus bestehen Lieferprobleme bei einigen Silber-Anlageprodukten, weil die Hersteller ihre gedrosselte Produktion noch nicht wieder voll hochgefahren haben.
Meldungen über Silberknappheit in Europa machen die Runde. Kilo-Barren sind im Handel kaum mehr zu bekommen. Über die britische Handelsplattform BullionVault konnte man in dieser Woche kein Silber mehr kaufen. Was ist dran am Silber-Engpass in Europa? Geht dem Markt das Silber aus?
„Es ist auf gar keinen Fall eine Frage einer generellen physischen Knappheit. Silber in seiner industriellen Urform, Granalien, ist derzeit in mehr als nur ausreichender Menge verfügbar“, erklärte Wolfgang Wrzesniok-Rossbach, Leiter Marketing und Sales im Edelmetallhandel der Heraeus Metallhandelsgesellschaft, am Montag gegenüber Goldreporter. Das Unternehmen stellt die bekannten Heraeus-Gold- und Silberbarren her.
„Das Problem ist die in jüngster Zeit wieder sehr hohe Nachfrage nach Investmentbarren (und Münzen) durch private Anleger und die beschränkten Herstellungskapazitäten bei den Produzenten“, so der Manager. Und weiter: „Über den Jahreswechsel hatten die Barrenproduzenten die Vorräte aus Kapitalbindungsgründen nach unten gefahren und jetzt dauert es einfach eine Weile, bis die in der Zwischenzeit angefallenen Bestellungen abgearbeitet und danach die Vorräte wieder aufgefüllt sind.“
Einige Gattungen seien bei Heraeus aber derzeit ohne Probleme verfügbar. Man arbeite mit Hochdruck daran, dass man in Kürze von allen Gattungen wieder genügend Barren zur Verfügung stellen könne.
„Generell gilt, dass gegossene Barren, weil einfacher herzustellen, sicher eher wieder „in Massen“ verfügbar sein werden, als die kleineren geprägten“, so Wrzesniok-Rossbach.
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Rio Tinto fördert vor allem Industrie-Rohstoffe, dazu gehört auch Uran (Foto: Anthony B. Bannister, Rio Tinto)
Der Bergbauriese holte im vierten Quartal 2010 nur halb so viel Gold aus der Erde, wie in der gleichen Vorjahresperiode.
Das britisch-australische Bergbauunternehmen Rio Tinto hat die Produktionszahlen für das vierte Quartal 2010 bekannt gegeben. Während die Eisenerzförderung ein neues Rekordniveau erreichte, brach die Goldfördermenge trotz des hohen Goldpreises ein.
Von Oktober bis Dezember produzierte Rio Tinto nur 191.000 Unzen (5,9 Tonnen) Gold. Das waren 49 Prozent weniger als im gleichen Quartal des Vorjahres. Die Ausbeute des Gesamtjahres 2010 wird mit 772.000 Unzen (24 Tonnen) Gold angegeben, 30 Prozent weniger als im Vorjahr. Gegenüber dem Vorquartal sprang in Sachen Goldförderung immerhin ein Plus von 2 Prozent heraus.
Zum Vergleich: Im Jahr 2005 förderte Rio Tinto insgesamt noch 42,2 Tonnen Gold.
Rio Tinto zählt neben Anglo American und BHP Biliton zu den drei größten Rohstoffproduzenten der Welt. Das Unternehmen gehörte jedoch nie zu den bedeutendsten Goldproduzenten. Dieses Feld wird von Firmen wie Barrick Gold, Newport Mining oder AngloGold Shanti angeführt.
Dennoch: Die globalen Goldfördermengen stagnieren seit dem Jahr 2001. Man spricht in diesem Zusammenhang vom „Peak Gold“, also der historischen Goldförder-Spitze.Viele Experten gehen davon aus, dass die Goldproduktion – trotz des historisch hohen Goldpreises, der viele neue und ältere Minen rentabel macht – in den kommenden Jahrzehnten kontinuierlich sinken wird. Das rückläufige Angebot hätte entsprechend positive Auswirkungen auf den Goldpreis.
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Mit 37,6 Tonnen Gold gehörte die Türkei im 2. Quartal 2010 zu den 10 größten Gold-Konsumenten der Welt (Foto: Anatoliy Samara - Fotolia.com)
Die Türkei ist einer der weltweit größten Absatzmärkte für Gold. Der historisch hohe Goldpreis bescherte dem Land im vergangenen Jahr eine neue Rekordfördermenge von 17 Tonnen Gold.
Bergbau-Unternehmen in der Türkei haben im vergangenen Jahr 17 Tonnen Gold im Wert von 800 Millionen US-Dollar gefördert. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Gold Miners Association (AMD) hervor.
Die Türkei gehört zu den weltweit größten Absatzmärkten für Goldschmuck und Anlagegold. Goldförderung wird in dem Land aber erst seit dem Jahr 2001 ernsthaft betrieben. Der historisch hohe Goldpreis ist einer der wesentlichen Gründe, warum sich die Goldexploration in der Türkei lohnt.
Vor 10 Jahren startete man mit einer Jahresproduktion von 1,4 Tonnen. Im vergangenen Jahr erreichte man die bislang größte Fördermenge. Laut den Angaben des AMD entspricht die bislang in der Türkei geförderte Goldmenge von insgesamt 82 Tonnen nur etwas mehr als 10 Prozent der geschätzten Ressourcen des Landes. Diese sollen sich auf zirka 6.500 Tonnen belaufen.
Die Goldproduktion in der Türkei reicht jedoch bei weitem nicht aus, um den Bedarf der eigenen Bevölkerung zu decken. Im zweiten Quartal 2010 betrug die Goldnachfrage laut den offiziellen Daten des World Gold Council 37,6 Tonnen. 20,2 Tonnen Gold entfielen alleine auf Goldschmuck. Die Türkei muss somit weiter einiges an Gold im Ausland kaufen.
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Fonds-Manager Anthony Bolton outet sich im Telegraph als Gold-Fan.
Der britische Fondsmanager Anthony Bolton ist der Meinung, es sei zu spät, um noch in den Rohstoff-Sektor einzusteigen. Er empfiehlt aber Gold.
Anthony Bolton ist Manager der Investment-Gesellschaft mit dem Namen Fidelity China Special Situations PLC. Seine Firma investiert in Fernost. Bolton hat seine Zweifel, was die Nachhaltigkeit des aktuellen Rohstoffbooms angeht und weiß um die Geldeigenschaft des Goldes.
„Die beste Zeit für Rohstoffe war 2006, als die gesamte Weltwirtschaft überdurchschnittlich wuchs. Die westlichen Volkswirtschaften sind derzeit kraftlos und ich bin mir nicht sicher, ob das Wachstum in den Schwellenländern ausreicht, um die Rohstoffe am Laufen zu halten“, so Bolton gegenüber der britischen Tageszeitung The Telegraph.
Eigenen Angaben zufolge hält der bekannte britische Fonds-Profi einen einzigen Rohstoffwert in seinem Portfolio, eine Goldmine.
Er meint: „Gold ist mehr eine Währung als ein Rohstoff. Nur ein Bruchteil des geförderten Goldes wird verarbeitet – in Schmuck und ähnlichem. Die Art, wie es als Vermögensgegenstand von Zentralbanken gehalten wird, kennt man von anderen Rohstoffen nicht“.
Bolton weiter: „Fast jedes Land hat derzeit ein großes Haushaltsdefizit und deren Währung wertet ab. Staaten halten Gold, um sich dagegen zu schützen“. Gold sieht Bolton deshalb als gutes Investment an, wenn die Wirtschaft im Westen weiter nur mäßig wächst.
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Wer Gold hat, hat immer Geld. Manche haben es haufenweise (Foto: zentilia-Fotolia.com)
Presseberichten zufolge sind der gestürzte tunesische Präsident Ben Ali und seine Ehefrau mit 1,5 Tonnen Gold im Gepäck nach Dubai geflüchtet. Einen gewissen Sinn für’s Praktische kann man dem Clan nicht absprechen.
Wie die französische Tageszeitung „Le Monde“ berichtet, hat die Ehefrau des gestürzten tunesischen Präsidenten Zine El Abidine Ben Ali mit Hilfe ihres Ehemanns 1,5 Tonnen Gold von der tunesischen Zentralbank in Tunis abgeholt, bevor man damit per Flugzeug gemeinsam nach Dubai geflüchtet ist.
Der Wert der Barren beim aktuellen Goldpreis von 1.023 Euro: Rund 49 Millionen Euro.
Der Goldklau dokumentiert natürlich in erster Linie die Geldgier des Ben-Ali-Clans. Die Aktion veranschaulicht jedoch gleichzeitig die Bedeutung von Gold als mobiler Wertspeicher und universelles Zahlungsmittel. Mit Gold kann man schließlich in jeder Region der Welt bezahlen. Und der Goldspeicher im eigenen Haus ist gleichzeitig ein Konto, das man nicht sperren kann.
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Der hohe Goldpreis lässt weltweit Goldankauf-Stellen entstehen.
Justizminister Dermot Ahern verdächtigt irische Goldankaufstellen, in organisiertes Verbrechen verwickelt zu sein. Ähnliche Meldungen kamen zuletzt aus den USA und Großbritannien.
Die irische Polizei hat den Auftrag vom Justizministerium erhalten, Goldankäufer in Irland genauer unter die Lupe zu nehmen. Es soll untersucht werden, ob Teile der Branche von organisierten Verbrecherbanden betrieben werden. Das berichtet die Irish Times.
Zudem will Justizminister Dermot Ahern laut Zeitungsbericht von den Polizeibehörden wissen, ob die Existenz von Goldankäufern („Cash-for-Gold“) zu einem Anstieg von Diebstahldelikten beigetragen hat. Den Politiker beunruhigt die zunehmende Verbreitung von Gold(schmuck)ankäufern in Irland.
„Viele Ankaufstellen befinden sich in Hotels und Shopping-Centern und werden von Individuen betrieben, die wiederum bei Firmen angestellt sind, die Gold gegen Bargeld ankaufen“, so Ahern. „Ich weiß, dass Gemeinden zunehmend beunruhigt darüber sind, dass Straftaten im Zusammenhang mit diesem Cash-for-Gold-Handel stehen könnten“, erklärt der Minister weiter.
Ahern will auch untersuchen lassen, ob bestehende Gesetze reformiert werden müssten, um mögliche Straftaten im Zusammenhang mit diesen Geschäften zu adressieren.
Auch von amerikanischen Polizeibehörden wurden Goldankäufer zuletzt mittel- oder unmittelbar mit dem organisierten Verbrechen in Verbindung gebracht (Goldreporter berichtete).
Unser Kommentar: Demnächst werden sicher auch alle Pfandleiher, Juweliere, Edelmetallhändler und Regionalbanken dicht gemacht. Dort bekommt man schließlich auch Geld für Gold!
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Der ehemalige BDI-Präsident Hans-Olaf Henkel erklärt in einem TV-Beitrag, warum er zehn Jahre nach seinem einstigen Liebesbekenntnis gegenüber der Europäischen Gemeinschaftswährung nun zum Gegner des Euro geworden ist.
Ein TV-Beitrag des Südwestrundfunks beschäftigt sich mit Euro-Krise und D-Mark-Nostalgie. Der ehemalige BDI-Präsident und Buchautor („Rettet unser Geld“) Hans-Olaf Henkel war einst ein glühender Verfechter des Euro. Heute ist er gegen dessen Rettung in seiner heutigen Form. Alle Versprechen der Politik, die zu einem stabilen Euro hätten beitragen sollen, seien gebrochen worden. Er ist für eine Aufspaltung des Euros und argumentiert, dass gerade der Euro zur aktuellen Krise beigetragen habe.
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Die Erlöse des im Dezember abgeschlossenen IWF-Goldverkaufsprogramms liegen 20 Prozent unter dem aktuellen Marktwert.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die Erlöse aus dem 403,3 Tonnen umfassenden Goldverkaufsprogramm in einer aktuellen Meldung auf insgesamt 14,76 Milliarden Dollar beziffert.
Die Verkäufe, die offiziellen Angaben zufolge einkommensschwachen Ländern in Form günstiger Kredite zukommen sollen, wurden im vergangenen Monat abgeschlossen.
Der Marktwert dieses Goldes beläuft sich bei einem aktuellen Goldpreis von 1.367 US-Dollar pro Feinunze (London Fix P.M. vom Freitag) auf 17,73 Milliarden US-Dollar. Das sind 20 Prozent oder 2,97 Milliarden Dollar mehr, als die vom IWF durch das Goldverkaufsprogramm erzielten Erlöse.
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Mit dem deutlich steigenden Euro-Dollar-Kurs kam der Euro-Goldpreis am Donnerstag und Freitag stark unter Druck. Wie sind nun die weiteren charttechnischen Aussichten für die Europäische Gemeinschaftswährung und den Goldpreis in Euro?
Heftige Kehrtwende beim Euro-Dollar-Kurs. Am vergangenen Donnerstag und am Freitagvormittag schneller der Euro gegenüber dem US-Dollar rasant nach oben. Diverse Widerstandslinien wurden in einem Rutsch passiert. Zahlreiche Spekulanten setzten zuletzt auf fallende Euro-Kurse und wurden in den vergangenen Tagen aus ihren Short-Positionen gedrängt. Ähnliches haben wir am 30. November bereits erlebt.
EUR-USD-Kurs, 1 Jahr (RBS-Indikation)
Der Chart befindet sich nun wieder auf dem Niveau von 50- und 200-Tage-Linie. Auf der Höhe von 1,3407 Dollar stößt der Euro auf einen starken Widerstandsbereich. Die nächsten Handelstage müssen zeigen, ob die Gemeinschaftswährung tatsächlich zu einem Trendwechsel in der Lage ist. Denn wie wir ebenfalls Ende November gesehen haben, kann sich das Blatt jederzeit wieder kurzfristig wenden. An der Marke von 1,34 Dollar ist der Euro Ende letzten Jahres mehrfach gescheitert.
Goldpreis in Euro , 1 Jahr (BullionVault)
Der Euro-Goldpreis notiert mit 1.017 Dollar auf dem Zwischenhoch von Anfang November. Bei 1.010 Euro folgt eine weitere, sehr wichtige Unterstützung (Hoch von Mitte Mai 2010). Hier verläuft auch die Aufwärtstrendlinie mit Ausgangspunkt Februar 2010.
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Bei Goldsparen hat man das Gold nicht in der eigenen Hand, sondern als Buchwert auf dem Konto.
Ein Jahr nach der Einführung freut sich die Industrial and Commercial Bank of China über mehr als eine Millionen Kunden, die über Onlinekonten Gold kaufen.
Mit einem Goldspar-Konto können Kunden Gold ab 5 Gramm online kaufen. Die Bestände werden dem Konto gutgeschrieben. Monatlich fallen Lagergebühren an.
Vor einem Jahr führte die Industrial and Commercial Bank of China solche Gold-Sparkonten ein, die ähnlich aufgebaut sind wie jene der auch hierzulande bekannten Goldhandelsplattform BullionVault.
Innerhalb dieses Zeitraums konnte die chinesische Bank mehr als eine Million Kunden für das Angebot gewinnen. Das erstaunt auch Jeff Toshima, der Geschäftsführer des World Gold Council in Japan.
„Hier in Japan hat es über 10 Jahre gedauert, bevor die gesamte Goldsparbranche 700.000 Konten erreicht hat. Es ist beeindruckend, dass eine einzige chinesische Bank dieses Niveau so einfach innerhalb eines Jahres ohne PR oder aktives Marketing übertrifft”, so Toshima gegenüber dem Nachrichtendienst Nikkei Money.
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Augen zu und durch? Die Politiker sagen uns nicht die Wahrheit (Foto: MP2 - Fotolia.com).
Die EU-Politiker tun weiter alles, um Euro und Union zu retten. Am Ende bleibt aber keine andere Wahl, als dem Bürger ganz offiziell und besonders tief in die Tasche zu greifen. In der Zwischenzeit druckt man weiter Geld, um die Öffentlichkeit so lange wie möglich von den wahren Problemen abzulenken.
Es war sehr ungewöhnlich, was heute Vormittag passierte. Der Euro-Dollar-Kurs schoss senkrecht in die Höhe. Gleichzeitig fiel der Goldpreis auf Dollar-Basis. Resultat: Der Euro-Goldpreis knickte in kurzer Zeit so stark ein, wie lange nicht mehr. Zeitweise kostete die Feinunze am Spotmarkt umgerechnet weniger als 1.020 Euro. Am Tag zuvor waren es noch 1.050 Euro gewesen. Ein Rückgang um fast 3 Prozent.
Euro-Kurssprung
Der stark steigende Euro-Kurs (gut 4 Prozent in nur zwei Tagen) war letztlich eine Folge verschiedener Umstände. Das Portugal, Spanien und Italien erfolgreich Anleihen platzierten war die eine Sache. Man darf darauf wetten, dass die Europäische Zentralbank direkt oder indirekt als Nachfrager agierte. Hinzu kamen Gerüchte, der EU-Rettungsfonds werde im Februar auf das doppelte Volumen aufgestockt.
Dass der Euro-Kurs so extrem anzog, kann man letztlich auf einen kurzzeitigen Short-Squeeze zurückführen. Investoren, die auf einen weiter fallenden Euro gewettet hatten, wurden auf dem falschen Fuß erwischt und mussten ihre Positionen glattstellen.
Wir gehen davon aus, dass dieser Effekt nur von kurzer Dauer ist. Die steigende Schwankungsbreite von Aktienindizes und Rohstoffpreisen dokumentiert aber auch die Unsicherheit an den Märkten.
Vieles ist fraglich
Sind wir schon in einer beschleunigten Aufschwungphase? Muss man nun mit stark ansteigender Inflation rechnen? Wird die EZB demnächst den Leitzins erhöhen? Diesbezügliche Andeutungen hatte EZB-Chef Trichet diese Woche bereits gemacht. Wie ist eine mögliche Aufstockung des europäischen Rettungsfonds zu werten? Ja, sie zeigt die unendliche Entschlossenheit der EU-Politiker, den Euro mit allen Mitteln zu retten. Aber ist es wirklich positiv zu werten, wenn man sich auf noch schlimmere Zeiten vorbereitet und das aktuelle Rettungspaket offiziell nicht einmal ansatzweise ausgeschöpft ist?
Weitere Frage: Was wird mit dem Anleihenmarkt passieren, wenn die Zinsen steigen? Es dürfte die lange erwartete Flucht aus dem Rentenmarkt einsetzen. Denn der höhere Marktzins macht die bestehenden Festgeldpapiere unattraktiver. Deren Kurse werden sinken. Gleichzeitig steigen die Kosten der Verschuldung. Und das gilt nicht nur für die Staaten sondern auch für alle Unternehmen.
Das bittere Ende kommt bestimmt
Als regelmäßiger Goldreporter-Leser wissen Sie, wie wir über die gesamte Sache denken. Am Ende lässt es sich mit wenigen Worten auf den Punkt bringen. Alles was die Politik unternimmt (nun wird eine europäische Wirtschaftsregierung konkret diskutiert), ändert nichts an der Tatsache, dass die gesamten Schulden weiter steigen und steigen.
Die Politiker versuchen nichts anderes, als den Zeitpunkt des totalen Crashs auf ein Datum zu verschieben, das nicht mehr in ihre Amtsperiode fällt. Denn der Tag wird kommen, an dem die Politik durch Überschuldung komplett handlungsunfähig wird. Spätestens dann holt sich der Staat das Geld beim Bürger. Sei es durch horrende Inflation, Vermögensabgaben oder Währungsschnitt. Vermutlich genau in dieser Reihenfolge.
Einfach konsequent bleiben
Nur wer sich rechtzeitig und regelmäßig mit physischem Gold und Silber absichert, hat eine Chance, dieses Desaster finanziell einigermaßen unbeschadet zu überleben. An Tagen wie diesen kommt man für kurze Zeit wieder günstiger an Münzen und Barren heran. Dann nämlich, wenn die Währungshüter versuchen, Anleger erneut mit gezielten Eingriffen aus diesem Markt zu drängen.
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Die amerikanischen Großbanken haben ihre Termingeschäfte mit Gold Anfang Januar erneut reduziert. Besteht ein Zusammenhang mit dem zuletzt relativ stabilen Goldpreis?
Im vergangenen Jahr wurde über den Warenterminmarkt immer wieder deutlich Druck auf den Goldpreis ausgeübt. Wenige US-Banken, allen voran JP Morgan Chase & Co., dominieren dort das Termingeschäft mit Gold und Silber.
Es kam in den Folgewochen immer wieder zu einem stark sinkenden Goldpreis, wenn US-Banken ihre Short-Positionen auf Gold besonders stark ausgebaut hatten. Seit August 2010 haben die Institute ihre Short-Wetten nicht mehr wesentlich ausgebaut. Im Gegenteil.
Gold
Anfang Januar 2011 hielten vier US-Banken an amerikanischen Warenterminbörse COMEX noch Short-Positionen auf Gold im Umfang von 126.893 Kontrakten. Ein Kontrakt umfasst 100 Unzen Gold. Somit repräsentierten die Terminverkäufe 394,6 Tonnen Gold. Gegenüber dem Vormonat entsprach dies einem Rückgang um 6,4 Prozent.
Der Open Interest, also die Summe aller an der COMEX gehaltenen Gold-Futures (auch von Nichtbanken) betrug zum gleichen Zeitpunkt 592.613 Kontrakte. Im Vormonat waren es mit 603.632 Kontrakten noch 1,8 Prozent mehr. Es wurde an der COMEX also insgesamt entsprechend weniger Gold auf Termin gehandelt.
Silber
Bei Silber hatten die Short-Positionen der US-Banken im vergangenen Monat stark um 14,4 Prozent abgenommen. Anfang Januar waren es mit 22.658 Kontrakten noch einmal 13,9 Prozent weniger. Da auch der Open Interest erneut rückläufig ist (-0,54 %), kann man davon ausgehen, dass JP Morgan weiter Short-Positionen bei Silber eingedeckt hat. Der anhaltend hohe Silberpreis widerspricht dieser These nicht.
Die Short-Positionen der US-Banken (weniger als 4) repräsentierten zuletzt immer noch 19,1 Prozent des gesamten Terminhandels bei Silber. Dieser Wert lag im vergangenen Jahr allerdings regelmäßig um 30 Prozent.
Fazit
Die US-Banken halten sich auf dem Terminmarkt bei Gold weiter dezent zurück. Bei Silber werden weiter Short-Positionen abgebaut. Ob es an den Manipulations-Vorwürfen und anhängigen Klagen gegen JP Morgan und HSBC liegt, bleibt dabei Spekulation.
Hinweis: Alle Angaben stammen aus dem aktuellen Bank Participation Report der US-Börsenaufsicht CFTC und beziehen sich auf Daten vom 4. Januar 2011.
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Anleger, die etwas aktiver mit Gold handeln möchten, können dies schnell und kostengünstig über die Handelsplattorm BullionVault tun. Mit wenigen Clicks kann man beliebige Mengen Gold ab einem Gramm kaufen und verkaufen und so vom steigenden Goldpreis profitieren.
Auf Goldreporter.de geht es in erster Linie um Vermögenssicherung. Goldmünzen und Goldbarren in der eigenen Hand sind als Inflations- und Krisenschutz sowie zur Alterssicherung unentbehrlich. Dennoch gibt es zahlreiche Investoren, die zusätzlich zum privaten Gold-Depot Geld gerne in Gold investieren wollen, um kurz- oder mittelfristig Profit zu erzielen. Wir zeigen Ihnen, wie man das besonders schnell, preiswert und sicher tun kann.
Gold-Handelsplattform BullionVault Wir haben vor längerer Zeit schon einmal auf BullionVault hingewiesen. Auch in unserem Spezial-Report, den jeder Goldreporter-Abonnent bei der Newsletter-Registrierung als PDF erhält, findet die Gold-Handelsplattform Erwähnung. Es handelt sich bei dem Betreiber um ein britisches Unternehmen mit Sitz in London. Über die lokalisierte Internetseite von BullionVault können auch deutschsprachige Privatkunden schnell, einfach und vor allem günstig mit Gold handeln.
Wie wird gehandelt? Der Goldhandel erfolgt auf die gleiche einfache Weise wie bei jedem Online-Broker oder beim Online-Banking. Sobald man Geld auf sein BullionVault-Konto eingezahlt hat, wählt man aus, an welchem Ort man das Gold erwerben möchte (New York, London oder Zürich), ggf. in welcher Währung man kaufen möchte und wie viel Gold es sein soll.
Kaufen und verkaufen kann man Gold bereits ab einer Menge von 1 Gramm. Das Ganze erfolgt mit wenigen Clicks und ist im Grunde selbsterklärend. Sie erhalten für jede Handelsaktion eine E-Mail-Bestätigung. Die Kontobewegungen werden wie bei einem normalen Geldkonto dokumentiert.
Was wird gehandelt? Wenn Sie Gold bei BullionVault kaufen, wird es dort auf dem eigenen Konto gutgeschrieben. Man besitzt damit einen Anteil an einem so genannten Good-Delivery-Barren. Dabei handelt es sich um einen Standard-Investmentbarren, der in Sachen Reinheit und Herkunft internationalen Vorschriften unterliegt.
Diese Goldbarren werden im Auftrag von BullionVault an den genannten Standorten in Hochsicherheitstresoren gelagert.
Wichtig: Sie handeln zunächst mit „Buchgold“, sie besitzen also eine Forderung auf Gold! Sie können sich das Gold aber ab einer bestimmten Menge physisch ausliefern lassen (siehe weiter unten)!
Was kostet der Handel? Bei jeder Transaktion (Kauf oder Verkauf) zahlt man maximal 0,8 Prozent Kommission. Der Prozentsatz sinkt mit steigender Investitionssumme bis auf 0,02 Prozent.
Beispiel: Beim Kauf von 100 Gramm Gold fällt bei einem Goldpreis von 1.050 Euro (Goldwert: 3.376,20 Euro) eine Kommission von lediglich 27 Euro an. Zum Vergleich: Das Aufgeld beim Kauf eines 100-Gramm-Goldbarrens im Edelmetallhandel beträgt rund 3 Prozent, also umgerechnet 101 Euro.
Für die Goldlagerung zahlen Sie dann zusätzlich Verwahrungskosten (Lagerkosten inkl. Versicherung) von 0,01% im Monat (0,12 % im Jahr), bei einem monatlichen Mindestbetrag von 4 US-Dollar. Für 100 Gramm Gold, die Sie bei BullionVault lagern, wäre das (bei konstantem Goldpreis) der jährliche Mindestbetrag von 48 US-Dollar (12x 4 Dollar).
Achtung Steuerpflicht: Beachten Sie die Spekulationsfristen. Der Goldhandel bei BullionVault ist abgeltungssteuerfrei. Das erworbene Gold kann also nach einer Haltedauer von einem Jahr wieder steuerfrei veräußert werden. Die Freigrenze für spekulativen Goldhandel bei einer Behaltensfrist von unter einem Jahr beträgt 600 Euro (alles laut aktueller Gesetzeslage).
Was kostet die Auslieferung? BullionVault ist vor allem eine Handelsplattform. Für die tatsächliche physische Inbesitznahme des Goldes zahlt man Geld. Und diese Kosten übersteigen in der Regel das Aufgeld, dass man sich beim Kauf über BullionVault spart (siehe oben).
Grundsätzlich können alle glatten Mengen ausgeliefert werden, die den Größen offiziell anerkannter Goldbarren und Goldmünzen entsprechen. Die Kosten der Auslieferung betragen zwischen 2,5 Prozent und 7,5 Prozent des Goldwertes. Der Prozentsatz nimmt mit steigender Goldmenge ab.
Risiken
Es bestehen die gleichen Risiken wie beim Kauf und Verkauf von Aktien. Man kann sich schlichtweg verspekulieren und damit Geld verlieren. Das eingebuchte Gold gilt als Sondervermögen. Auch bei einer möglichen Pleite von BullionVault bleibt es Ihr Eigentum. Noch einmal grundsätzlich: Wer jegliches Besitzrisiko ausschließen will, kauft lieber Goldmünzen und Goldbarren beim Edelmetallhändler.
Wie startet man? Einfach die Internetseite aufrufen und registrieren. Danach müssen Sie Ihre Identität bestätigen. Das ist auch online möglich: Ausweis (z.B. Personalausweis, Führerschein) und einen Kontoauszug Ihres Referenz-Bankkontos einscannen und einreichen/uploaden.
Neukunden erhalten bei der Anmeldung 1 Gramm Gold gutgeschrieben. Mit diesem Gold kann man die Handelsplattform unverbindlich und risikofrei testen. Die Anmeldung ist kostenlos. Wenn man nichts handelt oder kein Gold auf dem Konto hat, entstehen auch keine Kosten. Es empfiehlt sich, die Informationen zum Handel auf BullionVault auf der Internetseite gut durchzulesen.
Fazit Anmelden und kostenlos ausprobieren! Der Gold-Handel über das Goldkonto hat gegenüber alternativen Papiergold-Anlagen wie Zertifikaten, Optionscheinen und anderen Index-Papieren zahlreiche Vorteile. Der Handel über BullionVault ist schnell, transparent, günstig und vor allem abgeltungssteuerfrei.
Wichtig:Das Angebot ist nicht geeignet für risikoscheue Investoren, die prinzipiell Gold kaufen, um es dauerhaft als Vermögensschutz zu halten!
Hinweis: Alle Angaben zu den Kosten sind ohne Gewähr, da diese Änderungen unterliegen können. Disclaimer: Die oben aufgeführten Informationen stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten dar.
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