Dienstag,20.Januar 2026
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Wo kann man noch Gold kaufen?

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Der deutsche Edelmetallhandel erlebt derzeit einen größeren Ansturm, als nach der Lehman-Pleite. Ausgerechnet die bekanntesten Goldhändler sind so gut wie ausverkauft.

Wer jetzt Gold kaufen will, muss sich jetzt auf lange Lieferzeiten einstellen. Die Ereignisse rund um die Euro-Krise und die daraus resultierende Berichterstattung in der Tagespresse veranlassen immer mehr Deutsche zum Goldkauf.

Was sich bereits vor einigen Wochen andeutete, ist nun Realität. Der deutsche Edelmetallhandel ist dem Kundenansturm kaum mehr gewachsen. Das Sortiment von großen Anbietern wie pro aurum ist am Dienstagmorgen auf ein Minimum zusammengeschrumpft. Der Online-Shop war nur noch mit einigen Exoten und kleingewichtigen, im Anschaffungspreis teuren Anlageprodukten bestückt. Die Firma Westgold war bis auf zwei Silber-Produkte restlos ausverkauft. Ein ähnliches Bild bietet der Shop des langjährigen Gold- und Silber-Anbieters MP Edelmetalle. Die begehrtesten Goldanlageprodukte, dazu gehören Krügerrand- und Maple-Leaf-Münzen, sowie Goldbarren aller Größen, sind nicht mehr auf Lager. Vielerorts gibt es wieder Lieferzeiten von bis zu zwei Wochen. Der Grund: Die Prägeanstalten können die große Nachfrage nicht schnell genug bedienen (Goldreporter berichtete mehrfach).

Während die bekanntesten deutschen Händler also kaum mehr liefern können, kommt die Stunde kleinerer Anbieter. Auch sie machen derzeit gute Geschäfte, sind aber vielfach noch lieferfähig. Dazu gehört unter anderem EdelmetallHouse im bayrischen Alling. Hier gibt es noch diverse Gold-Unzen und auch Gold-Barren in Größen bis 100 Gramm sind noch erhältlich. Laut Inhaber Maik Stollberg sind die meisten im Shop aufgeführten Goldanlageprodukte innerhalb von 2 bis 3 Tagen lieferbar.

Auch die Edelmetall-Shops größerer Firmen, deren Bekanntheit derzeit noch aufgebaut wird, profitieren. So etwa der TG Gold-Super-Markt, ein Ableger der Aktiengesellschaft Ex Oriente Lux. Die Firma sorgte zuletzt mit ihrem Projekt „Gold-To-Go“ und Goldautomaten am Frankfurter Hauptbahnhof und am Frankfurter Flughafen für Aufsehen. Unter www.gold-super-markt.de gibt es derzeit noch ein reichhaltiges Angebot und das auch zu vernünftigen Preisen. Selbst Krügerrand-Münzen sind noch verfügbar.

Fazit: Gold und Silber sind noch zu haben. Man muss jedoch länger suchen und im Zweifel einige Zeit geduldig darauf warten.

Krisen-Politik: Schuld sind immer die anderen (Video)

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Die Griechenland-Krise war weit im Vorfeld abzusehen. Ein ARD-TV-Beitrag verdeutlich, warum die europäischen Politiker eine wesentliche Mitschuld an dem aktuellen Finanzmarkt-Desaster tragen.

Griechenland ist bankrott und die Politik sucht wie so oft krampfhaft nach Schuldigen. Dabei sitzen die Versager in den eigenen Reihen. Ganz Europa hat über seine Verhältnisse gelebt. Und die Banken haben es den Regierungen mit ihren Krediten leicht gemacht. Jetzt droht die Schuldenblase mit einem riesigen Knall zu platzen.

„Die Finanzminister haben nichts unternommen, weil eine Krähe der anderen kein Auge aushackt. Das ist der große Schwachpunkt. Inzwischen verstoßen 14 von 16 Euro-Ländern gegen den Stabilitätspakt. Wer soll es denn durchsetzen. Jeder weiß, wenn ich darauf bestehe, bin ich als Nächster dran“, sagt Inge Gräßle, EU-Haushaltskontrollauschuss.

Der Beitrag des ARD-Magazins Panorama zeigt eine Chronologie der Griechenland-Krise und entlarvt die Schwächen der Politik.

US-Banken stemmen sich gegen Goldpreisanstieg

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Nach dem deutlichen Rückgang der Short-Positionen in den vergangenen zwei Monaten, haben US-Banken am Terminmarkt ihre Wetten auf einen fallenden Goldpreis nun wieder deutlich aufgestockt.

Der monatliche Bericht über die Banken-Beteiligung auf dem Warenterminmarkt zeigt bei Gold und Silber eine starke Veränderung der Handelspositionen. Aus dem von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) gerade veröffentlichen Bank Participation Report geht hervor, dass der Open Interest am Gold-Futures-Markt Anfang Mai auf den Rekordstand von 551.616 Kontrakten anstieg (plus 10,9 Prozent gegenüber dem Vormonat). Der Open Interest (Summe aller Terminmarkt-Verträge) sagt aus, wie stark am Terminmarkt eine Ware (in diesem Fall Gold) gehandelt wird.

Wird das Termingeschäft vom Verkäufer initiiert, dann handelt es sich um einen Short-Kontrakt („Wette auf fallenden Kurs“). Wenn der Handel von einem Käufer angestoßen wird, dann spricht man am Terminmarkt von einem Long-Kontrakt („Wette auf steigenden Kurs“).

Bei Gold besteht nach wie vor eine sehr hohe Konzentration von Short-Kontrakten in den Händen weniger US-Banken. Anfang Mai waren es 126.985 Gold-Short-Futures-Kontrakte, die von (lediglich vier) US-Banken gehalten wurden. Ein Plus von 33 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Diese Gold-Short dieser vier US-Banken repräsentieren gleichzeitig 23 Prozent des gesamten Open Interest auf Gold. Das Verhältnis von Short- zu Long-Positionen ist mit 8:1 jedoch gleichgeblieben, da die US-Banken auch ihre Long-Positionen von 11.496 Kontrakten auf 15.634 Kontrakte erhöht haben.

Abb.: Anzahl der Gold-Shorts wieder deutlich erhöht
Banken-Wetten auf fallenden Goldpreis fast wieder nahe dem Rekordhoch

Auch die Anzahl der Short-Futures auf Silber, gehalten von US-Banken, ist Anfang Mai wieder um 12,3 Prozent von 30.646 auf 34.427 Kontrakte gestiegen.

Bei Gold werden im Rahmen eines Future-Kontraktes 100 Feinunzen gehandelt. Ein Future-Kontrakt auf Silber umfasst 5.000 Feinunzen.

Hintergrund
US-Banken spielen am Warenterminmarkt eine dominante Rolle. Mit großvolumigen Vorwärtsverkäufen (Short-Futures und -Optionen) besteht für sie die Möglichkeit, Kurse an der Warenterminbörse kurzfristig stark zu drücken. Durch Arbitrage-Geschäfte zwischen Spot- und Terminmarkt korrespondieren die Kurse auf beiden Märkten eng miteinander. Terminmarktgeschäfte haben also auch entscheidenden Einfluss auf den Preis für Gold zur sofortigen Lieferung (Spot Price).

Banken betreiben mit Warentermingeschäften Eigenhandel, bauen damit aber auch Gegenpositionen zu anderen Derivate-Geschäften auf, bei denen sie als Kontrahenten ihrer Kunden auftreten. Man spricht in diesem Zusammenhang von so genannten Bullion Banken.

Die starke Short-Konzentration bei Gold und Silber, dominiert von diesen wenigen Banken, wird von Kritikern seit langem als marktbeherrschend und manipulativ angesehen. Man geht davon aus, dass weniger große US-Häuser die Vormachtstellung am Terminmarkt nutzen, um den Gold- und Silberpreis zu drücken. Derzeit finden von Seiten der US-Kartellbehörde Untersuchungen zur Rolle der Großbank JP Morgan auf dem Terminmarkt statt. Insbesondere geht es um mögliche Marktmanipulationen auf dem Silbermarkt.

Gold- und Silbermünzen: Münze Österreich rechnet mit Lieferverzögerungen

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Wiener Philharmoniker Goldmünze (1 Unze)

Händler und Prägeanstalten haben alle Hände voll zu tun, um die aktuelle Nachfrageexplosion bei Gold- und Silberanlageprodukte zu bewältigen. Auch der Hersteller des Wiener Philharmonikers erwartet Lieferverzögerungen, sollte der Verkaufsboom anhalten.

Der Run auf Gold und Silber ist offensichtlich bereits in vollem Gange. Wie bereits in früheren Meldungen berichtet, sind die Umsätze der deutschen Edelmetallhändler in den vergangenen Tagen geradezu explodiert.

Der mögliche Flaschenhals bei der Versorgung mit Edelmetallen für Privatanleger sind die Prägeanstalten und Barrenhersteller. Einer der größten europäischen Hersteller von Gold- und Silbermünzen ist Münze Österreich. Von hier stammt der begehrte Wiener Philharmoniker, der als Gold- und Silbermünze aufgelegt wird.

Kerry R.J. Tattersall, der Marketing Direktor von Münze Österreich äußerte sich gegenüber Goldreporter zur aktuellen Nachfrage- und Liefersituation. „Die Nachfrage zur Zeit in Europa ist sehr heftig“, so der Australier. Bis jetzt habe man aber alle Bestellungen erfüllen können. Während das Unternehmen seine Anlagemünze selbst herstellt, ist man bei der Auslieferung der eigenen Barren-Kollektion von einem Schweizer Lieferanten abhängig.

„Wenn die Nachfrage so bleibt, dann könnte es zu Verzögerungen in den nächsten Tagen kommen“, so Tattersall. Er rechnet damit, dass sich Münze Österreich bei der eigenen Münz-Produktion dann auf die gängigsten Größen konzentrieren wird. Das sind seinen Angaben zufolge die Münzen zu 1 Unze und 1/10 Unze.

Die Philharmoniker-Münzen gehören neben Krügerrand (Gold) und Maple Leaf mittlerweile zu den gefragtesten Anlagemünzen. Und schon 2008 arbeiten die Maschinen der Münze Österreich auf Hochtouren. „Ende 2008 war die Münze Österreich die einzige Prägestätte, die noch Bestellungen entgegen nahm. Wir führten einen 3-Schichtbetrieb, um die Produktion zu maximieren“, schildert uns Kerry Tattersall die damalige Situation. Aber auch die Österreicher mussten teilweise Lieferverzögerungen von bis zu drei Wochen einräumen.

2010 habe eigentlich ruhig angefangen: „Business as usual“. „Die Krise um Griechenland hat die Lage komplett verändert. Ein `Run‘ auf Gold und Silber, zumindest in Europa, ist nicht auszuschließen. Die ersten Anzeichen sind bereits da“, erklärt Tattersall. Von einem Maschinenausfall bei Münze Österreich wisse man im Übrigen nichts. Im Internet waren entsprechende Gerüchte aufgekommen.

Goldreporter

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Euro und Aktien im freien Fall, Goldpreis im Steigflug, Kunden stürmen Gold-Händler

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Ausnahmezustand. Der Euro-Kurs fällt tiefer und tiefer. Die Aktienkurse brechen ein. Der Goldpreis strebt in allen Währungen neue Höchstkurse an. Und die Edelmetallnachfrage im deutschen Einzelhandel explodiert.

Die Verunsicherung über den Bestand des Euro ist groß. Am Donnerstag war dies an den Notierungen auf den internationalen Finanzmärkten deutlich abzulesen. Der Euro verlor gegenüber dem US-Dollar erneut stark an Wert. Mit Kursen unter halb von 1,27 Dollar gab es einen neues mehrmonatiges Tief zu vermelden. Die Europäische Gemeinschaftswährung droht auf ein Niveau abzurutschen, das wir seit Ende 2006 nicht mehr gesehen haben. Damals kostete der Euro rund 1,25 Dollar.

Nach dem leichten Kursknick am vergangenen Dienstag kennt der Goldpreis nun nur noch eine Richtung, nach oben! Das gilt sowohl für den Goldpreis in seiner offiziellen Handelswährung und noch deutlicher für den in Euro umgerechneten Kurs.
Eine Krügerrand-Goldmünze (1 Unze) kostete quer durch den deutschen Edelmetallhandel erstmals mehr als 1.000 Euro. Der Spotkurs in US-Dollar war am Abend mit 1.195 Dollar nur noch knapp vom Allzeithoch bei 1.218 Dollar vom 3. Dezember 2008 entfernt (London Fix).

Deutsche Goldhändler berichten von einem enormen Ansturm auf ihre Shops. Vielfach wird von Umsätzen berichtet, die die Situation vom Winter 2008/2009 noch übersteigen soll.
„ Es ist total verrückt, die Leute kaufen, was noch verfügbar ist“, berichtet uns René Lehmann von Münzland.com aus Dresden exemplarisch. „Inzwischen ist der Markt vor allem beim Silber ausgetrocknet, so dass es Lieferzeiten von ein bis zwei Wochen gibt. Wenn das Ordervolumen weiter so anhält, dann rechne ich mit weiteren Lieferproblemen seitens der Prägestätten“, so Lehmann weiter.

Es zeichnet sich somit ein ähnlicher Engpass im deutschen Edelmetallhandel ab, wie kurz nach der Lehmann-Pleite. Das Problem ist nicht die generelle Verfügbarkeit von Gold und Silber, sondern die Bereitstellung von handelbaren Produkten. Die Prägestätten kommen mit der Fertigung nicht nach. Mehr Informationen entnehmen Sie unserem Interview mit dem Hersteller Heraeus und weiteren Artikeln der vergangenen Wochen.

Unbemerkte Banken-Desaster in den USA

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Es wurde von der Finanzpresse fast vollständig ignoriert. Am vergangenen Freitag kam es in den USA zu Bankencrashs, die in ihrer nominalen Gesamtheit der IndyMac-Pleite vom Juli 2008 gleichen. Die wöchentlichen Bankrottmeldungen der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) offenbaren aber noch mehr Ungemach. Sie zeigen die deutliche Differenz zwischen den bilanzierten Werten vieler US- Banken und dem wirklichen Marktwert ihrer Assets.

Europa steht im Fokus der Finanzwelt. Doch was sich derzeit in den USA abspielt, ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Am vergangenen Freitag mussten von der amerikanischen Einlagensicherung erneut sieben Banken liquidiert werden. Das ist zunächst nichts Außergewöhnliches. Man hat sich mittlerweile an die Pleitewelle im amerikanischen Hinterland gewöhnt. Seit Jahresanfang wurden bereits wieder 64 Banken weg gespült. Die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) wickelt die Fälle routiniert ab.

Doch die Dimension der kürzlich vorgefallenen Banken-Crashs ist bemerkenswert.

Mit dem Niedergang von drei Banken auf der Insel Puerto Rico sind am vergangenen Freitag 20 Prozent der gesamten Banken-Aktiva der amerikanischen Karibik-Region untergegangen. Gemeinsam verfügten die Finanzhäuser über eine Bilanzsumme von 20,3 Milliarden US-Dollar. Die größte der drei Karibik-Banken, die Westernbank Puerto Rico, wies zuletzt alleine 11,94 Milliarden an Aktiva aus.

Die US-Einlagensicherung wird durch die drei Pleiten 5,28 Milliarden US-Dollar verlieren. Hinzu kommen noch rund 2 Milliarden Dollar an Belastung durch die vier Pleiten auf dem amerikanischen Festland. Der Event vom vergangenen Freitag hat damit in seiner Gesamtheit die Dimension der IndyMac Bank-Pleite im Juli 2008 (Bilanzsumme: $ 32 Mrd.). Der Bankrott des US-Hypotheken-Finanzierers kostete die FDIC seinerzeit 8 Milliarden Dollar.

Der genaue Blick auf die Zahlen der FDIC verrät aber ein noch weit größeres Problem. Die Daten zeigen, in welchem Ausmaß die Unternehmenswerte der US-Banken überbewertet sind. Auf diesen Umstand machte der amerikanische Rohstoff-Experte Jim Sinclair („Mr. Gold“) kürzlich in seinem Blog aufmerksam.

Jede Pressemeldung der FDIC enthält Angaben zu den Assets (Aktiva/Bilanzsumme), die die Banken zuletzt auswiesen. Aus der Differenz zwischen dem Wert der Einlagen und dem durch die Pleite entstandenen Verlust für die FDIC, lässt sich eine Zahl ermitteln, die die Überbewertung der Bankenaktiva repräsentiert.

Beispiele: Die Westernbank Puerto Rico meldete zuletzt Assets in Höhe von 11,94 Milliarden Dollar und Einlagen (Finanzaktiva = Sichteinlagen, Wertpapiere etc.) im Umfang von 8,62 Milliarden Dollar. Auf dem Papier würde man das Institut als kerngesund ansehen. Der FDIC ist durch die Schließung der Bank eigenen Angaben zufolge aber ein Verlust von 3,31 Milliarden Dollar entstanden. Diese entstehen durch die Neubewertung der Bilanzwerte. Zieht man diesen Verlust von den Finanzaktiva ab, dann verbleiben lediglich 5,31 Milliarden an wahren Asset-Werten, statt den bilanzierten 11,94 Milliarden Dollar. Das entspricht einer Überbewertung der Bilanzwerte von rund 125 Prozent.

Man kann diese Rechnung auf alle vergangenen Pleitebanken anwenden und kommt durchweg auf eine Überbewertung der Aktiva zwischen 50 und 150 Prozent.

Weitere Beispiele der vergangenen Wochen:

8. Januar 2010: Horizon Bank, Washington
Gemeldete Assets: $ 1,3 Mrd.
Einlagen: $ 1,1 Mrd.
Kosten für FDIC (Werteverlust): $ 539,1 Mio.
Marktwert der Assets: $ 560,9 Mio.
Überbewertung der gemeldeten Assets: 131 Prozent

19. Februar 2010: Jolla Bank, Kalifornien
Gemeldete Assets: $ 3,6 Mrd.
Einlagen: $ 2,8 Mrd.
Kosten für FDIC (Werteverlust): $ 829,3 Mio.
Marktwert der Assets: $ 1,97 Mrd.
Überbewertung der gemeldeten Assets: 82,7 Prozent

Anmerkung: Die von der FDIC gemeldeten Bankenpleiten waren nie von Betrugsfällen oder Unterschlagungen begleitet, die eine Neubewertung der Assets nahegelegt hätten. Die Einlagen der geschlossenen Institute wurden in der Regel von anderen Banken übernommen.

Die chronische Überbewertung von US-Finanz-Aktiva gegenüber den realen Marktwerten der Assets ist unter anderem das Resultat der nach Ausbruch der Finanzkrise eingeführten Lockerung der Bilanzierungsrichtlinien.

Fazit: In den USA besteht weiterhin eine gefährliche Schieflage zwischen geschönten Buchwerten und realen Asset-Preisen. Die FDIC-Daten sind nur ein Anhaltspunkt. Das Abschreibungspotenzial bei den Finanzinstituten erscheint weiter gewaltig. Das wird zu neuen Bankenpleiten führen und auch das bereits ausufernde amerikanische Staatsdefizit weiter belasten. Denn die US-Einlagensicherung ist durch die massive Zunahme der Bankrotts vergangenes Jahr tief in den roten Zahlen gerutscht. Auch die interne Mittelaufstockung in Höhe von 45 Milliarden Dollar, die bis 2012 geplant ist, dürfte den Schaden nicht decken. Das riecht nach erneutem Bail-out durch den amerikanischen Steuerzahler.

Braucht Spanien 280 Milliarden Euro? Premier Zapatero dementiert!

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Die Europäische Gemeinschaftswährung ist im Verlauf des heutigen Dienstags auf ein 12-Monats-Tief gegenüber dem US-Dollar gefallen. Es kursierte das Gerücht, Spanien werde die EU-Partner um Finanzhilfe in Höhe von 280 Milliarden Euro bitten. Aktienkurse und Edelmetallpreise stark gedrückt.

Die Beruhigungspillen der Euro-Retter zeigen eine immer kürzere Wirkungsdauer. Nur ein Tag nachdem man sich auf das Rettungspaket für Griechenland geeinigt hat und die Märkte sich zu beruhigen schienen, ist die Europäische Gemeinschaftswährung erneut massiv unter Druck.

Am späten Dienstagnachmittag kostete der Euro nur noch 1,3030 Dollar (-1,24%). Ein neues 12-Monatstief. Händler machten für den Abwärtsschub unter anderem ein Gerücht verantwortlich, nachdem Spanien um finanzielle Hilfe in Höhe von 280 Milliarden Euro bitte.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters hat der spanische Premierminister Jose Luis Rodriguez Zapatero die Gerüchte sofort dementiert und als „komplett verrückt“ bezeichnet.

Die Anleihen-Renditen der europäischen Problemstaaten zogen dennoch wieder deutlich an. 10-jährige griechische Staatanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren rentieren erneut bei 9,2 Prozent, nachdem sie an den Vortagen bereits auf 8,5 Prozent gesunken waren.

Portugal-Papiere notierten bei 5,48 Prozent, spanische 10-Jahres-Anleihen stiegen auf über 4,1 Prozent.

Nachdem der Goldpreis am Vormittag deutlich bis auf 1.192 Dollar angestiegen war (911 Euro), folgte nach 16 Uhr starker Verkaufsdruck aus den USA. Der Kurs rutschte zeitweise bis auf 1.168 Dollar (898 Euro) ab. Noch stärker traf es Silber. Vom Tageshoch bei 18,82 Dollar rutschte der Preis des weißen Metalls um 80 Cent nach unten. Ein Verlust von 4,2 Prozent.

Auch an den Aktienmärkten ging es turbulent zu. Der Dax unterschritt am Abend zeitweise die Marke von 6.000 Euro. Und auch der Dow Jones Index zeigte sich mit weniger als 11.000 Punkten und einem Verlust von etwas mehr als 2 Prozent unterhalb eines wichtigen Chartniveaus.

Griechenland-Krise: Wieder nur die Banken gerettet (Video)

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Die Professoren Henrik Enderlein und Joachim Starbatty diskutierten am vergangenen Montag in der ARD über die Problematik des aktuellen Hilfspaktes für Griechenland. Ihre Standpunkte: Die Hilfe kommt viel zu spät und es profitieren erneut nur die Banken.

„Bisher sind die Hilfen an Griechenland keine Hilfe für die Griechen, sondern Hilfe für die Banken, die das Geld sofort wieder abholen. Das wird an der Vordertür eingezahlt und an der Hintertür wird es sofort wieder abgeholt“, sagt Professor Joachim Starbatty in der ARD-Sondersendung – „Euro-Angst – Wie sicher ist unser Geld“ am vergangenen Montag. Er ist der Meinung, Griechenland kann nur durch eine Umschuldung wieder Fuß fassen.

„Man muss sich das vorstellen. Das Land ist in einer Rezession. Und es soll das schärfste Programm zur Kürzung von Einkommen durchführen, was jemals in der modernen Wirtschaftsgeschichte da war. Wir alle wissen, man muss in dieser Situation das Gegenteil machen“, so Starbatty weiter.

Prof. Hendrik Enderlein befürwortet die aktuelle Griechenland-Hilfe. Er ist jedoch der Meinung, sie kommt viel zu spät.

Der folgende Ausschnitt zeigt die Diskussion der beiden Finanzwissenschaftler.

Goldpreis erstmals über 900 Euro

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Die anhaltende Unsicherheit über den Bestand unseres Währungssystems beflügelt die Edelmetallnachfrage. Gold und Silber erreichen hierzulande neue Rekordstände.

Am Montag stieg der Goldpreis zeitweise auf mehr als 900 Euro. Die Feinunze Silber kostete hierzulande 14,30 Euro. So viel, wie noch nie zuvor.

Die anhaltende Euro-Schwäche gepaart mit einer weiter steigenden Investmentnachfrage lassen die Edelmetallpreise in diesen Tagen kontinuierlich klettern. Aufgrund eines Feiertages in Großbritannien, fand heute kein Preisfixing am Londoner Bullion Market statt. Am Freitag notierte der dortige Goldkurs nachmittags bei 1.179,25 Dollar, umgerechnet 887,38 Euro. Rekord!

Die Entwicklung des Euro-Goldpreises seit 2007 zeigt der nachfolgende Chart.

Die chattechnischen Aussichten? Es kam in der vergangenen Woche zu einem Ausbruch aus einer steigenden Dreieckformation nach oben. Eine gute Voraussetzung für weiter anziehende Goldnotierungen. Denn auch in US-Dollar hat der Goldpreis mit Kursen oberhalb von 1.178 Dollar einen wichtigen Widerstand hinter sich gelassen. Aktueller Stand am Montag um 18 Uhr: 1.185,40 Dollar. Der Kurs liegt damit nur 2,8 Prozent unterhalb des Allzeithochs von 1.218,25 Dollar (London A.M.) am 3. Dezember 2009.

„Theoretisch ist ein erneuter Engpass nicht auszuschließen“

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Goldreporter sprach am vergangenen Freitag mit Wolfgang Wrzesniok-Rossbach, Chefhändler beim Barrenhersteller Heraeus. Das Thema: Der dramatische Angebotsengpass bei Gold und Silber im Winter 2008/2009 und die Möglichkeit erneuter Lieferprobleme bei Anlageprodukten in Deutschland.


Herr Wrzesniok-Rossbach, Ende 2008/Anfang 2009 kam es in Deutschland zu einem ernsten Lieferengpass bei Gold- und Silber-Anlageprodukten. Die Scheideanstalten konnten die Nachfrage nur mit großer zeitlicher Verzögerung bedienen. Wie hat Heraeus hinsichtlich zukünftiger Produktionsengpässe z.B. in Sachen Kapazitätsausbau reagiert? Sind neue Produktionslinien eingerichtet worden?
Es gab bei uns keinen Kapazitätsausbau. Wir stellen die Barren in einem Ein-Schicht-Betrieb her. Damals haben wir in unserer Scheideanstalt teilweise mit einem Drei-Schicht-Betrieb reagiert. Diese Option steht uns jederzeit wieder offen. Zuletzt waren wir wieder bei einem Ein-Schicht-Betrieb und selbst dieser war nicht ganz ausgelastet.

Haben Sie jemals über den Ausbau von Produktionslinien nachgedacht? Das hätten sich seinerzeit viele Händler gewünscht, weil es trotzdem zu sehr langen Lieferzeiten kam. Oder lohnt es sich aus Ihrer Sicht schlichtweg nicht Kapazitäten nur für Stoßzeiten auszubauen?
Ja, genau. Das ist die andere Sichtweise. Dieser schließt sich Heraeus auch an. Soweit wir zurückdenken können, war das damals eine einmalige Situation. Wir haben auch jetzt anders reagiert. In der letzten und vorletzten Woche haben wir schon unsere Vorräte aufgebaut. Zufall oder Ahnung, was auch immer. Im Moment sind wir deshalb lieferfähig. Das ist eine Variante, wie man reagieren kann, ohne gleich in Produktionskapazitäten zu investieren. Außerdem stellen wir auch in Hongkong Barren her. Auch vor zwei Jahren haben wir Kilobarren von den Kollegen hier nach Europa geholt. Das ist normalerweise nicht der Fall. Wir stellen die Barren, die wir hier verkaufen, auch in Europa her.

Wo beziehen Sie Ihre Rohstoffe her?
Wir legen bei Heraeus keinen großen Fokus auf Silber. Was das Gold angeht, so haben wir schon ein erhebliches Aufkommen an Altmetall. Das können Münzen, alter Schmuck oder auch Barren sein, die man nicht mehr verkaufen kann. Traditionell spielt auch das Material das aus Minen kommt eine große Rolle.

Von einem konkreten Händler wissen wir, dass es kürzlich zu Verzögerungen bei der Auslieferung von Silberbarren seitens Heraeus kam. Die Barren sollten aus Scheidgut hergestellt werden. Kennen Sie die Ursache für verlängerten Lieferzeiten?

Mit der Frage des Scheidgutes hat das sicher nichts zu tun. Das Scheidgut muss aufgearbeitet werden. Das dauert relativ lange, aber eher Tage, als Wochen. Wenn es jetzt dringend wäre, Material in Rohform zu bekommen, dann würde man Granalien oder große Barren kaufen und die entsprechend umwandeln. Es gab aber bei den Silberbarren keine größeren Verzögerungen. Wir sind die ganze Zeit lieferfähig. Zu ihrem konkreten Beispiel kann nichts sagen. Da ist so viel Metall in der Pipeline. Es kann sein, dass dieser Händler mit einer unserer Scheideanstalten direkt in Kontakt steht. Wir vertreiben die Anlagebarren in den üblichen Größen von 100 Gramm bis 5 Kilogramm. Da sind wir voll lieferfähig. Bei uns war zuletzt ohnehin vor allem Gold gefragt. Bei Silber gibt es nicht die geringsten Probleme. Wenn Sie 20 Tonnen Granalien brauchen, um diese vielleicht in Anlagebarren umzuschmelzen, dann wäre das schon eine erhebliche Menge. Die bekommen Sie aber ohne Probleme.

Kann ein Engpass wie im Winter 2008/2009 wieder vorkommen?
Das ist immer eine Frage, wie abrupt die Nachfragespitze kommt und wie intensiv sie ist. Rein theoretisch ist es nicht auszuschließen, dass es dann erneut zu Verzögerungen kommt. Es ist an dieser Stelle aber wichtig darauf hinzuweisen, dass dies kein Anzeichen für die Knappheit an Gold und Silber ist. Es liegt lediglich nicht in der gewünschten Form, nämlich nicht in den nachgefragten Anlagebarren vor. Es muss einfach erst einmal umgeschmolzen werden und wird dann auch ausgeliefert. Wenn Sie so wollen, dann ist das eine rein logistische Frage, nicht eine Frage der Verfügbarkeit des Rohstoffs an sich.

Zuletzt war von einer stark anziehenden Industrienachfrage bei Silber zu hören. Wie sind Ihre Erfahrungen?
Auf der Industrieseite haben wir in den letzten Monaten schon eine massive Nachfragebelebung. Das muss man ganz klar sagen. Investmentbarren waren bei uns gar nicht so gefragt. Zum Teil natürlich auch, weil an dieser Stelle eher Münzen gekauft werden. Nach dem Ausbruch der Finanzkrise und auch im ersten Halbjahr 2009 hatten wir noch eine langsame Nachfrage. Im zweiten Halbjahr und gerade auch in den letzten vier Monaten hat sich das noch einmal deutlich beschleunigt.

(Interview vom 3. Mai 2010)

Goldreporter

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So entwickelt sich der Goldpreis im Mai

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Im vergangenen April stieg der Goldpreis um 5,9 Prozent. In Euro gerechnet sprang sogar ein Plus von 7,2 Prozent heraus. Wie geht es im Mai mit dem Kursverlauf weiter? Goldreporter wirft einen Blick auf die 38-jährige Goldpreis-Statistik.

Der Mai ist historisch gesehen ein guter Monat für Gold. Im Durchschnitt der vergangenen 38 Jahre endete er mit einem Plus von 1,81 Prozent.

22 Mal schloss der Goldpreis im Mai höher als am Ende des Vormonats, 16 Mal notierte er niedriger. Der Wonnemonat ist traditionell eine „Durchgangsstation“ in Sachen Goldpreisentwicklung. Nur einmal in den vergangenen 38 Jahren wurde in einem Mai ein Jahreshöchstkurs erreicht (2006), aber auch nur einmal (2004) fiel das Jahrestief auf einen Tag im Mai.

Die beste Mai-Performance (Top-5)
1973: +26,24%
1972: +19,80%
1979: +13,84%
2009: +9,34%
2003: +8,87%

Die schlechteste Mai-Performance (Top 5):
1982: -8,76%
1974: -7,12%
1998: -5,89%
1999: -5,18%
1989: -4,67%

In den letzten zehn Jahren entwickelte sich der Goldpreis im Mai überdurchschnittlich gut. Seit dem Jahr 2000 sprang im Mittel ein Gewinn von 2,23 Prozent heraus.

Eine komplette Übersicht über die Goldpreisentwicklung im Mai seit 1972 erhalten Sie in der folgenden Grafik.

Zur Erinnerung: Für den April spuckte die Statistik ein durchschnittliches Minus von 0,03 Prozent aus. Der aktuelle April endete mit einem satten Plus von 5,9 Prozent.

Hinweis: Alle Daten beziehen sich auf den Goldpreis des Londoner Vormittags-Fixings.

Silbermarkt: US-Justiz untersucht Manipulationsvorwürfe gegen JP Morgan

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Das US-Justizministerium erwägt die genauere Untersuchung von Manipulationsvorwürfen auf dem Silbermarkt, die gegen JP Morgan und andere große Trader vorgebracht werden. Dies geht aus einem Bericht des amerikanischen Online-Service King World News hervor.

Dem amerikanischen Onlineservice King World News liegt eine brisante E-Mail des US-Justizministeriums vor. Aus dem Schreiben geht hervor, dass die amerikanische Kartellbehörde konkrete Schritte zur Untersuchung von Manipulationsvorwürfen auf dem Silbermarkt unternehmen will.

Insbesondere die US-Großbank JP Morgan soll dabei im Fokus möglicher Ermittlungen stehen. Bei der E-Mail handelt es sich um die Antwort des U.S. Department of Justice (DOJ) auf eine Anfrage des Marktanalysten Ted Butler.

In dem Schreiben heißt es: „Generell untersucht die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) Marktmanipulationen dieser Art. Allerdings rechtfertig die Vermutung, dass JP Morgan Chase Einfluss auf andere Trader nahm, weitergehende Untersuchungen. Das Justizministerium wird den Sachverhalt, den Sie vorgebracht haben, genau prüfen. Und sie können versichert sein, dass wir angemessene rechtliche Schritte unternehmen werden, sollten wir zu dem Schluss kommen, dass sich Silberhändler wettbewerbswidrig verhalten haben.“ (Übersetzung: Goldreporter.de).

Ted Butler, der seit Jahren Bedenken über Manipulationen auf dem Silbermarkt gegenüber staatlichen Behörden vorbringt, ist sehr erfreut über die Reaktion des DOJ. „Es ist endlich Zeit, dass eine bedeutende Regierungsorganisation aktiv wird, um einem sehr ernsten Verbrechen ein Ende zu setzen, das seit zwei Jahrzehnten betrieben wird. Es ist Zeit, dass die Regierung einen genauen Blick auf die Sache wirft. Wenn man herausfindet, dass hier nichts falsch läuft, okay. Aber zumindest wird man uns erklären, warum bei einer solchen Marktkonzentration von Manipulation keine Rede sein kann“, erklärt Butler in einem Interview mit King World News.

Wie von Goldreporter mehrfach berichtet, ist JP Morgan der weltweit größte Player auf dem Derivatemarkt und spätestens seit der Übernahme von Bear Stearns im Jahr 2008 auch der mit Abstand bedeutendste Händler auf dem amerikanischen Warenterminmarkt. Das Ausmaß, in dem JP Morgan mit Silber-Futures auf fallende Kurse wettet, wird von Kritikern als monopolistisch charakterisiert.

Im Rahmen einer kürzlichen Anhörung vor dem Ausschuss der U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) wurde JP Morgan von verschiedenen Seiten gezielte Manipulation insbesondere des Silberpreises vorgeworfen.

Goldreporter
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Hamburger Bank zahlt Zinsen in Gold aus

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Die Sparda-Bank Hamburg will ihre Kunden mit der Aktion für Sachwerte sensibilisieren. Bei 62.000 Euro Sparguthaben gibt es nach einem Jahr einen Krügerrand.

Die Hamburger Sparda-Bank zahlt ihren Kunden Zinsen auf Wunsch in Form echten Goldes und nennt das Gold-Konto. Das ist nicht mehr als ein Marketing-Gag. Zumindest muss man Bank-Chef Heinz Wings aber bescheinigen, dass er die Zeichen der Zeit erkannt hat.

„Wir wollen gerade auch Kleinsparern bewusst machen, wie wichtig eine sachwertorientierte Anlage in Zeiten ist, in denen die ausufernde Staatsverschuldung vermutlich nicht mehr durch eisernen Sparwillen beherrscht werden kann”, so Wings.

Doch welcher finanzielle Vorteil ergibt sich wirklich für den Kunden? Kaum einer. Schließlich könnte man den Zinsbetrag nach einem Jahr auch selbst in Gold umtauschen.

Damit die Sache auch nur ansatzweise einen Sinn ergibt, sollte das Aufgeld beim „Ummünzen“ möglichst gering bleiben. Also muss zumindest eine Unze Gold bei der Geldanlage herausspringen – zum Beispiel in Form eines Krügerrands. Aktueller Preis: rund 930 Euro.

Bei Sparzinsen in Höhe von derzeit 1,5 Prozent muss man 62.000 Euro für 12 Monate deponieren, um sich das gute Stück zu „verdienen“.

Immerhin, die Spada Bank Hamburg bietet ihren Gold-Konto-Kunden zumindest an, den “Gold-Ertrag” kostenlos zu lagern.

„Die Wette läuft längst gegen Deutschland“ (Video)

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In der ARD-Sendung hart aber fair diskutierten Politiker und Journalisten über die Kosten der Griechenland-Rettung, deren Folgen für die beteiligten Staaten und die Bedeutung der Rating-Agenturen in der aktuellen Krise. Auch das Thema Gold kam kurz zur Sprache.

„Wie oft springt die Bundesregierung ein? Das ist die Wette, die die Märkte gerade spielen“, sagt Nikolaus Blome, Leiter des Hauptstadtbüros der BILD-Zeitung am vergangenen Mittwoch in der ARD-Sendung hart aber fair. Er schlägt deshalb vor, die Griechen zeitweilig aus dem Euro herauszunehmen. Mit ihm Studio: Jorgo Chatzimarkakis (FDP), CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe, Oskar Lafontaine (Die Linke), Michel Friedman (Publizist und TV-Moderator) und Schauspieler Kostas Papanastasiou. Ein Ausschnitt der Sendung ist unten verlinkt.

American Gold Buffalo: Begehrte Goldmünze wieder zu kaufen

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Goldmünze American Buffalo (1 Unze)

Die Prägeanstalt U.S. Mint gibt die 2010er-Ausgabe der amerikanischen Goldanlagemünze am heutigen Donnerstag in den Verkauf. Der Vorgänger war 2009 innerhalb von sechs Wochen ausverkauft.

Ab dem heutigen Donnerstag ist die aktuelle Ausgabe (2010) der beliebten amerikanischen Goldanlagemünze American Buffalo im Vorverkauf. Amerikaner können die Münze jetzt direkt bei der U.S. Mint ordern und auch in Deutschland kann sie bestellt werden. Die 2009er Ausgabe des Buffalo, mit einer Gesamtauflage von 200.000 Exemplaren, war im vergangenen Jahr innerhalb von nur sechs Wochen vergriffen.

Die wunderschön gestaltete Münze wird ausschließlich im Gewicht von einer Unze angeboten und besitzt den höchsten Goldgehalt von 999,9.

Aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit wird der Buffalo hierzulande gegenüber anderen Goldunzen mit einem deutlichen Aufschlag gehandelt. Deutscher Direktimporteur ist unter anderem Anlagegold24.

Vor der Bestellung sollte man allerdings nach dem verfügbaren Jahrgang fragen. Derzeit werden noch die 2009er-Ausgaben ausgeliefert. Wann der 2010er Buffalo hierzulande tatsächlich verfügbar ist, konnte man uns auf Anfrage noch nicht sagen.

Mehr Informationen zum American Gold Buffalo und eine hochauflösende Detailansicht finden Sie unter Münzengold.de.

Jetzt 120 Mrd. Euro: Griechenland-Rettung wird immer teurer (Video)

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Es ist das befürchtete Fass ohne Boden. Griechenland braucht noch mehr Geld. Neuesten Schätzungen zufolge benötigt das Land nun 120 Milliarden Euro innerhalb der kommenden drei Jahre. Auf Deutschland könnte ein Anteil von 25 Milliarden Euro entfallen.

Mit der Herabstufung der griechischen Bonität durch die Ratingagentur Standard & Poor’s werden griechische Staatsanleihen von der Europäischen Zentralbank nicht mehr als Sicherheiten für die Bereitstellung von Liquidität akzeptiert.

Die Rendite 2-jähriger Staatsanleihen ist auf über 25 Prozent gestiegen. Doch das hat jedoch nur noch dokumentarischen Wert, denn zu diesen Zinsen kommt kein Handel zustande.

Griechische Staatsanleihen sind praktisch wertlos. Das Land kann sich am Kapitalmarkt nicht mehr finanzieren.

Nach der heutigen Sitzung des Bundesfinanzministeriums mit dem EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet sind neue Zahlen zum Kapitalbedarf Griechenlands bekannt geworden. Angeblich braucht Griechenland in den kommenden drei Jahren Kredite im Umfang von bis zu 120 Milliarden Euro.

Ein aktueller n-tv-Beitrag fasst die aktuelle Entwicklung zusammen.

Gold kaufen als Vermögensschutz: Die Zeit wird knapp

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Die Euro-Krise nimmt ihren Lauf. Am gestrigen Dienstag kam es zum Abverkauf an den internationalen Börsen, aber der Goldpreis stieg. Das Edelmetall als ultimative Fluchtwährung. Wenn das die breite Masse erkennt und Gold kaufen will, dann dürfte es für diese Vermögensschutz-Maßnahme bereits zu spät sein.

Am gestrigen Dienstag gingen die Aktienindizes weltweit mit deutlichen Verlusten aus dem Handel. Der Dow Jones verlor knapp 2 Prozent. Der DAX brach um 2,7 Prozent ein.

Das alles passierte nachdem die amerikanische Rating-Agentur Standard & Poor’s Griechenland-Anleihen als „Junk“ (BB+) einstufte und auch Portugals Bonitätsnote von A+ auf A- degradierte. Die Euro-Krise nimmt ihren Lauf. Wundern sollte das niemanden. Denn diese Entwicklung war lange Zeit vorherzusehen.

Interessant sind die Nebenschauplätze am gestrigen Handelstag. Während die fallenden Börsenkurse Gold in der vergangenen Woche noch mit nach unten zogen, stieg der Preis des Edelmetalls gestern deutlich an. Silber, das in der aktuellen Krise von vielen Investoren fälschlicherweise immer noch vorwiegend als Industriemetall gesehen wird, knickte mit dem Aktienkurse auch etwas ein.

Ein erneuter Run auf Gold und Silber scheint aber nur noch eine Frage der Zeit. Die Griechen transferieren ihre Ersparnisse ins Ausland. Die Angst vor einer Bankenpleitewelle geht um. Wenn aber das Vertrauen in das europäische Zahlungsmittel als Ganzes schwindet, dann ist die Flucht in Gold und Silber die logische Konsequenz.

Clevere Anleger haben sich bereits vor Monaten mit Edelmetall abgesichert. Für alle anderen wird die Zeit nun langsam knapp.

Was unweigerlich passieren wird, haben die Ereignisse rund um die Lehman-Pleite ab Ende 2008 gezeigt. Die Edelmetallshops in Deutschland waren leergekauft.

Und dieses Mal dürfte der Run auf Gold und Silber noch viel stärker sein. Denn nicht mehr nur Banken sind jetzt in Gefahr. Die Staaten, die die Geldhäuser zuletzt noch vor dem Untergang bewahren konnten, stehen nun reihenweise selber vor dem Bankrott.

IWF verkauft heimlich 5,62 Tonnen Gold

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Laut Angaben des World Gold Council hat der Internationale Währungsfonds im Februar seine Goldbestände ohne Ankündigung reduziert.

5,62 Tonnen Gold soll der Internationale Währungsfonds (IWF) im Februar abgestoßen haben. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters in Berufung auf Angaben des World Gold Council (WGC). „Bis heute hat der IWF 212 Tonnen Gold verkauft und die April-Ausgabe der IWF-Finanzstatistik zeigt eine Reduktion der IWF-Bestände um 5,62 Tonnen“, zitiert Reuters einen WGC-Report.

Der Verkauf dieser 5,62 Tonnen Gold soll unter der Maßgabe des Central Bank Gold Agreement (CBGA) erfolgt sein, das den Unterzeichnern erlaubt, innerhalb von fünf Jahren gemeinschaftlich 400 Tonnen Gold jährlich zu verkaufen. Weitere Angaben zum IWF-Goldverkauf wurden nicht gemacht.

Im Februar hatte der IWF angekündigt, man wolle die restlichen 191,3 Tonnen Gold aus dem 2009 aufgelegten Verkaufsprogramm „marktschonend“ verkaufen.

Im Rahmen der diesjährigen CBGA-Verkaufsmengen wurden vom WGC außerdem folgende Transaktionen genannt: Deutschland setzte 0,9 Tonnen ab, Malta verkaufte 0,3 Tonnen und insgesamt 0,4 Tonnen wurden von nicht genannten Ländern veräußert.

Insgesamt sind damit per Ende April insgesamt 7,22 Tonnen Gold im Rahmen des CGBA verkauft worden.

Anzeichen für Silberverknappung im deutschen Handel

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Die Preise für Silberbarren sind in den vergangenen vier Wochen deutlich stärker gestiegen als der Silber-Spotpreis. Scheideanstalten halten Ware zurück.

Der Spotkurs für die Feinunze Silber ist innerhalb der vergangenen vier Wochen um 2,1 Prozent gestiegen. Die Preise für verarbeitetes Silber haben im gleichen Zeitraum allerdings um fast vier Prozent zugelegt. Dies geht aus der wöchentlichen Erhebung im Rahmen des Goldreporter-Newsletters hervor.

Goldreporter vergleicht einmal pro Woche die Preisveränderungen für vier bedeutende Anlageprodukte: 1 Unze Philharmoniker, 1kg-Silberbarren, 1 Unze Krügerrand und 100g Goldbarren.

Am 1. April kostete ein 1kg-Feinsilberbarren in Deutschland durchschnittlich 539,76 Euro. Ende vergangener Woche zahlte man für den Kilobarren Silber im Mittel 560,73. Das waren 3,9 Prozent mehr.

Der Spread, also der Unterschied zwischen Verkaufs- und Ankaufpreis, ist bei den Silberbarren von 27,37 Prozent auf aktuell 31,43 Prozent angestiegen. Das Aufgeld, der Verkaufspreis über den reinen Silberwert hinaus, legte von 27,37 Prozent auf 29,56 Prozent zu.

Für die Marktbetrachtung zieht Goldreporter Preise von drei großen deutschen Edelmetall-Händlern heran.

Ein hoher Spread deutet mitunter auf eine schwache Marktliquidität hin. Im Falle des Edelmetallmarktes heißt dies meist, dass Lieferengpässe bestehen. Auch ein steigendes Aufgeld kann auf diesen Umstand hinweisen.

Tatsächlich kommt es in Deutschland derzeit zu Lieferverzögerungen bei Silberbarren. Wie Edelmetallhändler gegenüber Goldreporter berichten, wird bereits bestellte und preislich fixierte Ware aktuell einige Zeit von den Scheidereien zurückgehalten. Dies betrifft auch Händler die ein Edelmetallkonto bei den Scheideanstalten führen und deren Scheidgut nachweislich bei den Produktionsstätten eingeliefert wurde. Eine Erklärung für diese Lieferverzögerungen steht noch aus.

Grundsätzlich sind Spread und Aufgeld bei Anlagesilber deutlich höher als bei Goldprodukten. Grund ist die beim Kauf von Silber anfallende Mehrwertsteuer (19% für Barren, 7% für Münzen; 0% für Anlagegold).

Griechenland-Krise schlägt auf Bankenbonität durch

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Die Credit Spreads der Finanzinstitute sind in den vergangenen Tagen auf breiter Front deutlich gestiegen. Die nun erfolgte Anforderung der EU-Nothilfe durch den griechischen Premier Giorgos Papandreou, dürfte nur kurzfristig Erleichterung bringen.

Nicht nur Griechenland wurde an den Finanzmärkten zuletzt wegen des Schulden-Debakels abgestraft. Gestern erreichte die Rendite 10-jähriger Griechenland-Anleihen mit 9 Prozent ein neues Rekordhoch. Das Szenario eines griechischen Zahlungsausfalls machte sich auch in den Credit Spreads vieler Banken bemerkbar.

Im Vergleich zur Vorwoche sind die Versicherungsprämien für einen Zahlungsausfall der Finanzinstitute auf breiter Front deutlich angestiegen. Die größte Bonitätsverschlechterung haben die US-Großbank Goldman Sachs und die Schweizer UBS zu verkraften.

Wer sich gegen eine Goldman-Pleite versichern will, musste am gestrigen Donnerstag eine Prämie zahlen, die um 50 Prozent höher lag, als noch vor sieben Tagen. Dies ist sicherlich auch auf die Klage der US-Börsenaufsicht SEC gegen das Geldhaus zurückzuführen (Goldreporter berichtete), deren mögliche Folgen für den Bankensektor noch völlig offen sind.

Auch das Vertrauen der Finanzmärkte in die Zahlungsfähigkeit der Bundesrepublik Deutschland hat etwas gelitten, wenn auch auf niedrigem Niveau.

Da Griechenland am heutigen Freitag die EU-Hilfe angefordert hat, dürften sich die CDS-Werte in den nächsten Tagen wieder etwas erholen. Fragt sich nur für wie lange?

Eine Übersicht über die aktuellen Credit Spreads ausgewählter Wertpapier-Emittenten entnehmen Sie der folgenden Tabelle.

BankenCDS230410