Start Blog Seite 553

Fed schließt QE3 offenbar nicht aus (FT)

1

Financial Times (UK/englisch): Aus dem Protokoll des letzten Fed-Meetings („Minutes“) geht hervor, dass einige Mitglieder des Federal Reserve Boards für weitere Stimulationsmaßnahmen sind (z.B. erneuter Ankauf von US-Staatsanleihen), sofern die Wirtschaftsentwicklung in den USA schwach bleibt.

Kommentar: Keine große Überraschung. QE3 wird früher oder später kommen. Staatsfinanzierung mit der Notenpresse. Darauf läuft es auch in der aktuellen Debatte um die Aufstockung der Schuldenobergrenze im US-Parlament hinaus.

 

 

„Griechen sollen Anleihen zum Dumpingpreis zurückkaufen“ (FTD)

0

FTD exklusiv: „Die Schuldenkrise in Europa zwingt die Staatschefs zum Tabubruch: Griechenland soll seine Schulden nach FTD-Informationen mit einem riesigen Anleihe-Rückkauf zum halben Preis loswerden. Der Zahlungsausfall wird dabei einkalkuliert.“

Kommentar: Nächster Tabubruch zur langfristigen Destabilisierung des Euro!

 

 

Tiefgründige Symbolik: Holland baut Euro-Brücken

6
Fantasie-Brücken auf den Euro-Banknoten: Ausdruck fehlender Identität (Foto: Goldreporter)

Auf den Euro-Banknoten sind lediglich Fantasie-Bauten abgebildet. In den Niederlanden werden sie nun Realität. Vorzeitige Denkmale eines zu scheitern drohenden Einheitswährungsprojektes?

Irgendwie sind sie Ausdruck des Einheitsbreis, der Gleichmacherei und der fehlenden nationalen Identität der Europäischen Union. Während auf dem alten nationalen Geld der Mitgliedstaaten stets der Nationalstolz in Form historischer Gebäude oder verdienstreicher Persönlichkeiten zum Ausdruck gebracht wurde, prangern auf den Euro-Scheinen nur namenlose Fantasie-Brücken, die im Kopf des österreichischen Künstlers entstanden sind. Bislang.

Denn die Niederlanden können demnächst Touristen mit einem neuen Slogan ins Land locken: „Über sieben (Euro-)Brücken kannst du gehen!“

Ein geistreicher holländischer Architekt kam nämlich auf die Idee, die sieben anonymen Brücken auf den Euro-Banknoten in seinem Heimatland nachzubauen. Diese entstehen nun in dem niederländischen Städtchen Spijkenisse. Der Bürgermeister begeisterte sich für die Idee. Und da dort ohnehin einige Krachten zur Überbrückung anstanden, werden in spätestens zwei Jahren alle „Schein-Bauten“ an diesem Ort zu besichtigen sein.

Dem Euro werden damit zugleich sieben Denkmäler gesetzt. Wenn die Europäische Gemeinschaftswährung doch zugrunde gehen sollte, wird man sich des gescheiterten Geld-Projekts dort ewig erinnern können.

Goldreporter

Immer bestens über Gold- und Silbermarkt informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!

US-Banken verkaufen wieder mehr Silber auf Termin

0

Anfang Juli hielten US-Banken am Terminmarkt Short-Positionen im Umfang von 3.589 Tonnen Silber  in Form von Futures. Ein Plus von 2 Prozent gegenüber Vormonat.

Während die Vorwärtsverkäufe bei Gold zurückgingen, haben US-Banken ihre Silber-Short-Positionen Anfang Juli leicht erhöht. Die Institute waren laut aktuellem Bericht der Terminmarktaufsicht CFTC mit 23.084 Futures-Kontrakten short. Ein Kontrakt umfasst 5.000 Silber-Unzen. Die Short-Positionen hatten damit einen Umfang von 3.589,56 Tonnen Silber. Gegenüber dem gleichen Berichtszeitpunkt im vergangenen Monat entsprach dies einem Plus von 2 Prozent.

Die Short-Positionen der US-Banken repräsentierten 20,7 Prozent des gesamten Kontrakt-Aufkommens (Open Interest) auf dem Silber-Futures-Markt der Warenterminbörse COMEX.  Anfang Juni waren es noch 18,7 Prozent. Der Open Interest ging im Betrachtungszeitraum um 8,2 Prozent auf 111.251 Kontrakte zurück.

Der Silberpreis fiel im Zeitraum von Anfang Juni bis Anfang Juli von 38,65 Dollar auf 33,85 Dollar (London Fixing) um 12,42 Prozent.

Goldreporter

Immer bestens über Gold- und Silbermarkt informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!

Steigender Goldpreis macht Goldmünzen bei Discounter zum Schnäppchen

0
Sehr begehrt und jetzt wieder besonders günstig: 100-Euro-Goldmünze "Würzburg"

Im Online-Shop des Discounters Schlecker gibt es jetzt 100-Euro-Goldmünzen mit geringem Aufgeld. Der stark gestiegene Goldpreis in Euro macht es möglich.

Mit dem zuletzt stark gestiegenen Goldpreis in Euro (1.118 Euro am Dienstagvormittag) sind die 100-Euro-Goldmünzen “Würzburger Residenz und Hofgarten” im Online-Shop des Discounters Schlecker zum günstigen Anlageobjekt gereift.

Für die begehrte Goldmünze, die das Finanzministerium im vergangenen Jahr ausgegeben hat, berechnet Schlecker 599 Euro. Das Aufgeld beträgt damit rund 7 Prozent. Versandkosten fallen keine an. Die Münze wird allerdings mit der normalen Post ausgeliefert. Sie enthält eine 1/2 Unze reines Gold. Vergleichbare Anlagemünzen, wie 1/2 Unze Krügerrand, kosteten zum gleichen Zeitpunkt um 620 Euro.

Goldpreis in EuroAufgeld beim Preis von 599 Euro
1.080 Euro10,93 %
1.090 Euro9,91 %
1.100 Euro8,91 %
1.110 Euro7,93 %
1.120 Euro6,95 %
1.130 Euro6,02 %
1.140 Euro5,09 %
1.150 Euro4,17 %

Wann wird der Kauf beim Discounter zum Mega-Schnäppchen? Die Tabelle oben zeigt, wie sich das Aufgeld für die 100-Euro-Goldmünze mit dem steigenden Euro-Goldpreis und einem stabilen Preis von 599 Euro pro Münze sukzessive verringert.

Wie viele Münzen Schlecker auf Lager hat, ist nicht bekannt.

Update 14.07.11 (9 Uhr): Das Angebot ist nicht mehr erhältlich!

Goldreporter

Immer bestens über den Goldmarkt und Finanzkrise informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!

US-Regierung zieht wegen Dollar-Goldmünzen vor Gericht

5
Vor- und Rückseite der "Double Eagle" Goldmünze (Foto: National Museum of American History)

Es geht um 10 der seltenen „Double Eagles“, die 1933 im Zuge des Goldverbots in den USA konfisziert wurden.

Die Tochter eines Juweliers in Philadelphia machte 2003 den Fund. In einem Bankschließfach ihres Vaters befanden sich zehn seltene amerikanische 20-Dollar-Goldmünzen. Es handelte sich hierbei um die legendären „Double Eagle“. Unter Franklin D. Roosevelt waren diese Goldmünzen im Zuge des Goldverbots von 1933 eingezogen und eingeschmolzen worden.

Anwälte der US-Regierung fordern die Münzen nun als Staatseigentum von der Familie zurück, nachdem deren Existenz bekannt wurde.

Die „Double Eagle“ besitzen enormen Sammlerwert. Anfang des Jahres war ein Exemplar aus dem Jahr 1849 auf einen zweistelligen Millionen-Dollar-Betrag geschätzt worden: Diese US-Goldmünze kostet jetzt 20 Millionen Dollar

Angeblich gibt es inklusive der 10 nun aufgetauchten Münzen weltweit nur noch 13 Exemplare. Zwei sind in Besitz des Smithsonian‘s National Museum of American History. Ein vom ehemaligen ägyptischen König Farouk gestiftetes Exemplar ist in der Federal Reserve Bank of New York ausgestellt. Insgesamt sollen seinerzeit weniger als 500.000 „Double Eagles“ hergestellt worden sein.

Die Familie hat die Münzen inzwischen in die Obhut der amerikanischen Münzprägeanstalt U.S. Mint gegeben. Man schlägt vor, die Münzen zu verkaufen und den Erlös mit der US-Regierung zu teilen. Regierungsvertreter argumentieren dagegen, dass es sich um US-Staatseigentum handele und die Münzen große historische Bedeutung hätten.

Mehr dazu in einem aktuellen Reuters-Artikel (in Englisch).

Goldreporter

Immer bestens über Gold- und Silbermarkt informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!

Goldpreis vor großem Chartausbruch

4

Der „Italien-Schock“ zeigt Wirkung: Mit dem beschleunigten Goldpreis-Anstieg der letzten Tage, stößt das Edelmetall nun möglicherweise in neue Kursregionen vor. Sofern externe Marktkräfte dem nicht gezielt entgegen wirken.

Bekannt sind die Missstände seit Jahren, aber erst jetzt strafen die Finanzmärkte Italien ab. Ein neues Kapitel der europäischen Schuldenkrise ist aufgeschlagen. Der Goldpreis quittierte diese Entwicklung zuletzt mit deutlichen Zugewinnen.

Goldpreis in US-Dollar, 6 Monate (Deuba-Indikation)

 

Die aktuelle Chart-Darstellung zeigt, dass der Goldpreis im Begriff ist, aus einer symmetrischen Dreiecks-Formation nach oben auszubrechen. Sollte dieses Szenario eintreten, dann wäre in unserer Betrachtung Luft für einen weiteren Kursanstieg um 90 Dollar auf ein Niveau um 1.640 Dollar innerhalb der kommenden acht Wochen.

Der Chart hat sich deutlich von der 50-Tage-Linie (1.514 Dollar) entfernt. Zur 200-Tage-Linie hat der Kurs aktuell einen Abstand von mehr als 120 Dollar.

Kurzfristige Unterstützung erfährt der Goldchart bei 1.544 Dollar. Die Widerstände sind bei 1.550 Dollar und dem Allzeithoch bei 1.562 Dollar (Deuba-Indikation) aufgereiht.

Bereits im Verlauf des gestrigen Handelstages kam in dieser Kursregion nach 17 Uhr zu deutlichem Druck auf den Goldpreis. Das Kursniveau ist umkämpft. Sollte der Ausbruch tatsächlich erfolgen, könnte er mit enormer Vehemenz vonstattengehen.

Goldreporter

Immer bestens über Gold- und Silbermarkt informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!

Euro-Krise erreicht Italien: Die 10 wichtigsten Links

4
Sollte Italien kippen, stürzt auch der Euro (Foto: maggiw - Fotolia)

Griechenland war gestern. Jetzt rückt die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone in den Fokus der Euro-Krise.

Am Wochenende war bekannt geworden, dass sich wichtige Vertreter von EU und EZB am Montag vor dem geplanten Treffen der EU-Finanzminister zusammenfinden. Gesprächsgegenstand sollte die finanzielle Lage Italiens sein, hieß es. Die Gerüchte bestätigten sich. Das Schuldendrama in Italien scheint sich nun dramatisch zuzuspitzen.

Quasi über Nacht gelangte damit ein großes Euroland in den Fokus der Krise. Italien stellt immerhin die drittgrößte Volkswirtschaft in der Eurozone dar. Die Aktienmärkte und der Euro stürzten am Montag ab, die Edelmetallpreise zogen deutlich an.

Wir haben 10 wichtige Links mit Informationen zur neuen Italien-Krise gesammelt.

1. „Strukturelle Probleme gefährden Italiens Kreditwürdigkeit“
Handelsblatt-Bericht über die Hintergründe der italienischen Finanzmisere

2. Rendite 10-jährige Staatsanleihen Italiens (Chart)
Am heutigen Montag stiegen die Italien-Bonds zeitweise um knapp 10 Prozent.

3. „Größerer Rettungsschirm für Italien – Schäuble dementiert Aufstockung
Die Europäische Zentralbank forderte aufgrund der Probleme in Italien eine Vergrößerung des Rettungsschirms.

4. Gold- und Silber-Preisentwicklung am Montag
Steiler Anstieg, dann Preisdrückung ab 17 Uhr.

5. „Merkel mahnt Italien zur Sparsamkeit
Artikel der Financial Times Deutschland

6. „Europas neuer Patient“
Krisen-Porträt Italiens auf Stern.de

7. „US-Hedgefonds wetten gegen Italien“
Artikel auf Spiegel-Online

8. „Italien ist größte Gefahr für den Euro“
Heise/Telepolis-Artikel vom Februar

9. „Euro-Rettung endet auf jeden Fall im Horrorszenario”
Artikel und Video von Welt-Online

10. „Italien ist auf einem guten Weg“
Reaktion der EU-Politiker auf Italiens Schuldenkrise, Beitrag von Tagesschau.de

Goldreporter

Immer bestens über Gold- und Silbermarkt informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!

US-Banken reduzieren Short-Positionen, Gold steigt

0

Anfang Juli haben die großen US-Banken 7,5 Prozent weniger Gold auf Termin verkauft. Prompt steigt der Goldpreis.

Vier US-Banken haben an der Warenterminbörse COMEX Anfang Juli 354 Tonnen Gold auf Termin verkauft. Sie reduzierten damit den Umfang ihrer Short-Positionen gegenüber Vormonat um 7,5 Prozent.

Zu Beginn dieses Monats wurde insgesamt weniger Gold auf Termin gehandelt. Der Open Interest, also die Summe aller auf Gold lautenden Terminkontrakte, ging an der COMEX um 2,5 Prozent auf 489.782 Kontrakte zurück. In einem Kontrakt werden 100 Unzen Gold gehandelt. Die Daten stammen aus dem Bank Participation Report der Terminmarkt-Aufsicht CFTC.

Seit geraumer Zeit üben die Geschäfte der US-Banken am US-Terminmarkt erheblichen Einfluss auf die Edelmetallpreise aus. Nach der aktuellen Reduzierung der Short-Positionen Anfang Juli, ist der Goldpreis bereits um 2,4 Prozent gestiegen. Im Mai und Juni herrschte hier noch Kursflaute. Die Short-Positionen von vier US-Banken repräsentierten an der COMEX zuletzt 31,5 Prozent des gesamten Open Interest.

Am Montagmorgen kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 1.545 Dollar (1.091 Euro). Die Kurse liegen damit nur knapp unter und im Fall des Euro-Goldpreises sogar über dem bisherigen Allzeithoch. Auch der Goldpreis gemessen in Britischen Pfund hat am Vormittag mit 968,93 Pfund einen neuen Rekordstand erreicht.

Goldreporter

Immer bestens über Gold- und Silbermarkt informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!

20-Euro-Goldmünze „Buche“: Marktpreis pendelt sich ein

0
Ausgegeben am 23. Juni für € 184,23: 20-Euro-Goldmünze "Buche" (Foto: BMF /VfS)

Ausgegeben wurde die 20-Euro-Goldmünze „Buche“ aus der Reihe „Deutscher Wald“ zu einem Preis von 184,23 Euro. Von Sammlern werden derzeit um 250 Euro gezahlt.

Diejenigen, die die neue 20-Euro-Goldmünze „Buche“ bei der Verkaufsstelle für Sammlermünzen der Bundesrepublik Deutschland (VfS) vorbestellt hatten, werden in diesen Tagen ein Schreiben mit einer Zahlungsaufforderung bekommen. Aus dem Brief geht auch hervor, wie viele Münzen Ihnen zugeteilt wurden, sollten Sie mehr als eine bestellt haben. In der Regel wird jeder Vorbesteller aber aufgrund der sehr limitierten Auflage nur eine Münze erhalten.

Trotz der Zahlungsaufforderung können Sie zum jetzigen Zeitpunkt immer noch auf die Abnahme der Münze verzichten. Wir raten jedoch, die Münze zu kaufen.

Denn obwohl der reine Materialwert aufgrund des erhöhten Ausgabeaufschlags deutlich unter dem Ausgabepreis liegt, werden bereits wieder höhere Sammlerpreise für die Münze bezahlt. Die Sammlermünzen-Händler tragen mit ihrer Preispolitik aktiv dazu bei.

Uns liegen Beispiele vor, in dem der Anbieter die „Buche“ für 395 Euro verkauft wird. Der Marktpreis scheint sich jedoch bei 250 Euro einzupendeln. Bei einigen Händlern ist die Münze zu diesem Preis  erhältlich. Und auch auf der Auktionsplattform eBay, die bereits mit Angeboten übersät ist, werden für das 20-Euro-Stück Preise um 250 Euro erzielt.

Zur Erinnerung: Der Ausgabepreis beträgt 184,23 Euro (plus Versandkosten von 6,39 Euro)! Beim Discounter Lidl gibt es die erste Ausgabe der Serie „Deutscher Wald“ („Eiche“) jetzt übrigens zum Preis von 369 Euro, und das inklusive der Original-Münzkassette für alle Münzen der Reihe!

Vorbestellern kann man derzeit raten, die Münze zu kaufen. Denn mehr als ein Stück haben vermutlich nur wenige Privatleute erhalten. Somit kann man die „Buche“ entweder in die eigene Sammlung aufnehmen oder mit Gewinn (z.B. über eBay) wieder veräußern.

Wer sich ein Bild von der realen Kursentwicklung der bisherigen Euro-Goldmünzen machen möchte, dem empfehlen wir „Lohnendes Investment? Der Wertzuwachs der bisherigen Euro-Goldmünzen“. Beachten Sie aber: Die Zahlen im Artikel beziehen sich auf die Edelmetallpreise vom 5. Juli.

Aktuell hat die 20-Euro-Goldmünze „Buche“ (1/8 Unze Feingold) übrigens einen Materialwert von 135 Euro (Goldpreis am Freitag: 1.081 Euro pro Feinunze).

Goldreporter

Immer bestens über Gold- und Silbermarkt informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!

Wie die Geldwirtschaft Europa zugrunde richtet

4
EZB in Frankfurt: Kauft Staatsanleihen, akzeptiert "Junk"-Papiere als Sicherheiten, lehnt eine Bankenbeteiligung am Schuldendilemma vehement ab (Foto: Goldreporter).

Um die Existenz der eigenen Banken-Zunft zu wahren, werden Regulierungsmechanismen weiter Schritt für Schritt abgebaut. Und die Politik schaut hilf- und tatenlos zu.

Die Herabstufung der Bonität Portugals durch die Ratingagentur Moody’s hat ihre Spuren hinterlassen. Die Angst vor einer Zuspitzung der Euro-Schuldenkrise ist an den Anleihe-Renditen abzulesen.

Neben Portugal mussten in dieser Woche auch Irland und vor allem Italien und Spanien deutlich mehr Zinsen zahlen, wollten sie sich über den Kapitalmarkt finanzieren.

Die Krise nimmt ihren Lauf. Daran wird sich nichts ändern, selbst wenn die EZB – wie nun geschehen – die Ratings der US-Agenturen einfach ignoriert und die auf „Junk“ („Müll“) degradierten portugiesischen Anleihen weiter als „Sicherheit“ für Zentralbankgeld akzeptiert.

Man mag über das System der privaten Ratingagenturen denken was man will („von den Interessen privater US-Geldinstitute geleitet“), die EZB bricht erneut ein Tabu. Sie ignoriert zum wiederholten Male selbst auferlegte Stabilitätskriterien, um nicht den Euro sondern vor allem die Existenz der eigenen Zunft zu verteidigen.

Erst wenn die Politik in einigen Jahren oder Jahrzehnten auf diese Schuldenkrise zurückblickt, wird man zugeben, dass reihenweise gravierende Fehler gemacht wurden. Man wird erkennen, dass man sich über den Tisch ziehen und erpressen ließ, dass man tatenlos dabei zusah, wie ein Regulierungsmechanismus nach dem anderen ausgehebelt wurde und die Geldwirtschaft Europa Schritt für Schritt zugrunde gerichtet hat.

Goldreporter

Immer bestens über Gold- und Silbermarkt informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!

US-Banken heben Goldpreis-Prognosen an

1
Der Goldpreis steigt wieder und auch die Analysten legen nach (Foto: Fotolia.com)

Bank of America und Goldman Sachs haben ihre Kursziele für den Goldpreis erneut nach oben revidiert.

Zwei große US-Bankhäuser haben in dieser Woche ihre Prognosen für die Entwicklung des Goldpreises angehoben.

Goldman Sachs erwartet nun laut Nachrichtendienst Barron’s 1.565 Dollar pro Feinunze innerhalb der kommenden drei Monate. Im März lautete das Drei-Monats-Ziel noch 1.480 Dollar. Es wurde sogar übertroffen.

Deutlich zurückhaltender sind die Analysten von Bank of America Merrill Lynch. Obwohl man die Vorhersage für 2011 laut MarketWatch um 5,3 Prozent auf 1.498 Dollar anhebt, liegt dieses Niveau derzeit unter dem aktuellen Marktpreis. Für 2012 lautet die BoA-Prognose 1.550 Dollar. Zuvor war man von 1.500 Dollar ausgegangen.

Als Gründe werden die Aussichten auf anhaltend niedrige Zinsen und die bleibenden Unsicherheiten bezüglich der weltwirtschaftlichen Entwicklung genannt.

Goldreporter

Immer bestens über Gold- und Silbermarkt informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!

Trotz Zinserhöhung: Gold und Silber feiern Comeback

1
In dieser Woche wieder deutlich teurer: Wiener Philharmoniker, Goldmünze und Silbermünze (Foto: Goldreporter)

Der Euro-Leitzins wurde am Donnerstag auf 1,5 Prozent angehoben. Die Edelmetall-Preise blieben von dieser Entscheidung unbeeindruckt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag wie erwartet den Zeitzins um 0,25 Prozentpunkte auf nun 1,5 Prozent angehoben. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hatte diesen Zinsschritt bereits vor einigen Wochen angedeutet. Über die weitere geldpolitische Richtung hielt sich die EZB bedeckt. Man will sich offensichtlich in den kommenden Monaten alle Möglichkeiten offen halten.

Die Preise für Gold und Silber reagierten in diesem Umfeld kaum verändert. Im gestrigen Nachmittags-Fixing einigte man sich auf einen Goldpreis von 1.527,50 Dollar (1.066,62 Euro). Der Preis für die Feinunze Silber war am Mittag auf 35,86 Dollar (25,10 Euro) festgelegt worden.

Der Spotpreis notierte am heutigen Freitagvormittag (10 Uhr) bei 36,13 Dollar (25,22 Euro). Gold bewegte sich auf dem Niveau des letzten Fixings (1.527 Dollar / 1.065 Euro).

Die Woche ist für Edelmetallbesitzer bislang gut gelaufen. Gold hat bereits 2,9 Prozent zugelegt (+3,9 % in Euro). Silber konnte sich auf Basis des gestrigen Fixings um 5,9 Prozent verbessern. In Euro gerechnet sprang sogar ein Plus von 7,4 Prozent heraus.

Goldreporter

Immer bestens über Gold- und Silbermarkt informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!

U.S. Mint verkaufte im Juni 42 Prozent weniger Gold

0

Die amerikanische Prägeanstalt hat im Vergleich zum Vormonat deutlich weniger Goldmünzen ausgeliefert. Die Silberverkäufe waren nur leicht rückläufig.

61.500 Unzen Gold in Form von Goldmünzen hat der amerikanische Münzhersteller U.S. Mint im vergangenen Juni abgesetzt. Im Vormonat waren es noch 107.000 Unzen. Somit wurde gegenüber dem Mai 42,5 Prozent weniger Gold ausgeliefert. Das geht aus den Angaben auf der Internetseite der Prägeanstalt hervor.

Januar war der bislang beste Monate des Jahres mit 133.500 Unzen. Die U.S. Mint stellt die American Eagles her. Seit Jahresanfang wurden über alle Nominale hinweg 579.500 Unzen Gold verkauft (siehe Tabelle).

Der Verkauf von American-Eagle-Silbermünzen (1 Unze) war im Juni nur leicht rückläufig. 3.402.000 Exemplare verließen das Firmengelände. Im Mai waren es 3.653.000 Unzen und damit  7,3 Prozent mehr.

Goldreporter

Immer bestens über Gold- und Silbermarkt informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!

Neuer Gesetzes-Entwurf: Anonymer Goldkauf adé?

26
Wenn die Gesetzesänderung durchgeht, dann kann man beim Edelmetallhändler nicht einmal mehr eine Unze Gold kaufen, ohne Ausweisdaten zu hinterlassen (Foto: Goldreporter)

Die Bundesregierung plant die Herabsetzung der Freigrenze für identitätsnachweispflichtige Transaktionen von derzeit 15.000 Euro auf nur noch 1.000 Euro.

Am 11. Mai 2011 hat das Bundesfinanzministerium einen „Regierungsentwurf für ein Gesetz zur Optimierung der Geldwäscheprävention“ vorgelegt. In Rahmen dieses Entwurfes sollen einmal mehr – vor dem Hintergrund der Terrorismus- und Verbrechensbekämpfung – die Bürgerrechte eingeschränkt werden.

Die Bundesregierung plant nämlich die Herabsetzung der Freigrenze für identitätsnachweispflichtige Transaktionen von derzeit 15.000 auf nur noch 1.000 Euro. Und das schon ab 2012.

Konkret heißt es im Gesetzentwurf auf den Seiten 7 und 8 („Änderung des Geldwäschegesetzes“):

§ 3 wird wie folgt geändert:
a) Absatz 2 wird wie folgt geändert:
aa) In Satz 1 Nummer 2 wird nach dem Satz 1 das Komma durch einen Punkt
ersetzt und folgender Satz eingefügt:

„Die Sorgfaltspflichten nach Absatz 1 gelten auch für einen Geldtransfer im Sinne des Artikels 2 Nummer 7 der Verordnung (EG) Nr. 1781/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. November 2006 über die Übermittlung von Angaben zum Auftraggeber bei Geldtransfers (ABl. EU L 345 vom 8.12.2006, S. 1), soweit dieser außerhalb einer bestehenden Geschäftsbeziehung einen Betrag im Wert von 1 000 Euro oder mehr ausmacht,“.

Zum Vergleich der entsprechende Absatz des aktuellen Geldwäschegesetzes (GWG) „Abschnitt 2 – Sorgfaltspflichten und interne Sicherungsmaßnahmen:

(2) Die Sorgfaltspflichten nach Absatz 1 [Gemeint ist eine Identitätsfeststellung, Anm. d. Red] sind zu erfüllen:
1.  im Falle der Begründung einer Geschäftsbeziehung,

2.  im Falle der Durchführung einer außerhalb einer bestehenden Geschäftsbeziehung anfallenden Transaktion im Wert von 15.000 Euro oder mehr; dies gilt auch, wenn mehrere Transaktionen durchgeführt werden, die zusammen einen Betrag im Wert von 15.000 Euro oder mehr ausmachen, sofern Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass zwischen ihnen eine Verbindung besteht, […]

Als Transaktion definiert das Gesetz übrigens „jede Handlung, die eine Geldbewegung oder eine sonstige Vermögensverschiebung bezweckt oder bewirkt.“

Es gibt eine klare gesetzliche Definition, welche Personen zur Aufnahme der Identität im Falle einer solchen Transaktion verpflichtetet  sind. Dazu gehören unter anderem Kreditinstitute, Finanzdienstleister, Versicherungsunternehmen und Versicherungsvermittler, Investmentgesellschaften, Treuhänder, bestimmte Rechtsanwälte, Immobilienmakler/-verkäufer, Spielbanken und „Personen, die mit gewerblichen Gütern handeln“.

Update (08.07.): Der im Gesetzesänderungstext genannte Verweis (Artikels 2 Nummer 7 der Verordnung (EG) Nr. 1781/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates) bezieht sich auf: „Geldtransfer“: jede Transaktion, die im Namen eines Auftraggebers über einen Zahlungsverkehrsdienstleister auf elektronischem Wege mit dem Ziel abgewickelt wird, einem Begünstigten bei einem Zahlungsverkehrsdienstleister einen Geldbetrag zur Verfügung zu stellen, unabhängig davon, ob Auftraggeber und Begünstigter dieselbe Person sind;

Die Folge: Die vorgesehene Gesetzesänderung bezieht sich damit zunächst explizit auf den elektronischen Geldtransfer. Sollte die Gesetzesänderung auch für den Bargeldverkehr gelten, dann sind anonyme Edelmetallkäufe beim Händler vor Ort – Geld gegen Gold, ohne Hinterlassen der Personalien – künftig fast unmöglich. Man bekäme nicht einmal mehr eine Unze Gold (kostet mehr als 1.000 Euro) ausgehändigt, ohne als potenzieller Geldwäscher registriert zu werden.

Links:

Aktuelles Geldwäschegesetz

Entwurf eines Gesetzes zur Optimierung der Geldwäscheprävention

Goldreporter

Immer bestens über Gold- und Silbermarkt informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!

„Goldreserven“ der Euro-Zentralbanken steigen auf 363,25 Mrd. Euro

0
Bundesbank-Gold: Die Goldreserven der Zentralbanken beinhalten auch "Goldforderungen" (Foto: Bundesbank)

Die Position „Gold und Goldforderungen“ in der konsolidierten Bilanz des Euro-Bankensystems vergrößerte sich per Ende Juni aufgrund einer Neubewertung um 3,5 Prozent.

Der Wert der „Goldreserven“ im konsolidierten Ausweis des Eurosystems ist per Ende Juni um 12,6 Milliarden Euro auf insgesamt 363,251 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht einer Aufwertung um 3,5 Prozent. Die als „Gold und Goldforderungen“ bezeichnete Bilanzposition wurde mit einem Goldpreis von 1.043,382 Euro pro Feinunze bewertet.

Im Londoner Fixing beendete der Goldpreis den Juni (Quartalsende) mit 1.040,07 Euro. Ende März, dem Zeitpunkt der letzten Neubewertung der europäischen Zentralbankbestände, kostete die Feinunze 1.014,52 Euro. Im Zeitraum der aktuellen Neubewertung stieg der Goldpreis in London somit um lediglich 2,52 Prozent.

Goldreporter

Immer bestens über Gold- und Silbermarkt informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!

Goldpreis: Größter Tagesgewinn seit acht Monaten

2
Gold kann auch in Sommermonaten glänzen (Foto: Fotolia)

Die Preise für Gold und Silber stiegen am gestrigen Dienstag deutlich an. Die Euro-Krise wendet sich nun erneut Richtung Portugal.

Die Edelmetalle trotzen der vermeintlichen Sommerflaute. Der Goldpreis verzeichnete erstmals seit 8 Monaten wieder einen Tagesgewinn von 2 Prozent. Am New Yorker Terminmarkt stieg der Preis für eine Gold-Lieferung im August (meist gehandelter Kontrakt) auf 1.513,79 Dollar pro Feinunze. Der Silber-Preis (September-Kontrakt) legte sogar 5,1 Prozent auf 35,41 Dollar zu.

Auch die Euro-Preise für Gold und Silber zogen wieder deutlich an. Ende vergangener Woche wurden die Edelmetalle am Spotmarkt noch zu Kursen um 1.025 Euro (Gold) und 23,50 Euro (Silber) gehandelt.

Am heutigen Mittwochvormittag kostete die Feinunze Gold wieder mehr als 1.050 Euro. Silber notierte umgerechnet bei knapp 25 Euro.

Am Dienstagabend war unterdessen bekannt geworden, dass die Rating Agentur Moody’s Portugals Bonitätsnote gleich um vier Stufen auf Ramschniveau „Ba2“ herabstuft. Nachdem Griechenland bereits seit geraumer Zeit keine Finanzierung mehr zu Marktpreisen vornehmen kann – die Renditen 10-jähriger Griechenland-Anleihen notieren bei über 16 Prozent – wird es nun auch für Portugal schwieriger, an günstiges Geld zu kommen. Die 10-jährigen Portugal-Papiere stiegen über Nacht um 6,6 Prozent auf 11,75 Prozent.

Interessant zu beobachten: Die von der privaten US-Geldwirtschaft finanzierten Ratingagenturen senkten die Bonitätsnoten zuletzt immer wieder unmittelbar vor wichtigen Anleihe-Auktionen europäischer Problemstaaten. Denn heute sollen unter anderem 3-monatige portugiesische Anleihen im Volumen von mindestens 1 Milliarde Euro zur Auktion kommen. Banken, die in diese Papiere einsteigen, dürften damit in den Genuss deutlich höherer Zinsen kommen, als vor Tagen noch hätte erwartet werden können. Ein gutes Geschäft. Denn wie wir wissen, blecht bei einem Zahlungsausfall eines Euro-Landes am Ende der europäische Steuerzahler.

Goldreporter

Immer bestens über Gold- und Silbermarkt informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!

Lohnendes Investment? Der Wertzuwachs der bisherigen Euro-Goldmünzen

3
100-Euro-Goldmünze "Trier" im Etui und mit Echtheitszertifikat

Die neuen Euro-Goldmünzen des Finanzministeriums sind aufgrund des erhöhten Ausgabeaufschlags für Geldanleger mittlerweile uninteressant. Glücklich sind jedoch jene, die die vorherigen Ausgaben bezogen haben.

Am 23. Juni war der Ausgabetag der aktuellen 20-Euro-Goldmünze „Buche“. Mit einem Ausgabepreis von 184,23 Euro lag das Aufgeld an diesem Tag bei 37 Prozent (Ausgabepreis für 20-Euro-Goldmünze “Buche” festgelegt).

Damit war die deutsche Goldmünze aus der Reihe „Deutscher Wald“ für Goldanleger uninteressant. Für handelsübliche Goldmünzen dieser Gewichtsklasse (1/8 Unze; 3,89 Gramm Feingewicht) zahlt man üblicherweise Preise, die nicht viel höher als 15 Prozent über dem aktuellen Goldwert liegen.

Im Januar hatte das Bundesfinanzministerium bekannt gegeben, dass der Ausgabeausschlag der goldenen Gedenkmünzen von vormals 25 Euro auf 50 Euro angehoben wird (Finanzministerium verdoppelt Ausgabe-Aufschlag für Euro-Goldmünzen).

Jedes Jahr erscheinen mittlerweile zwei Goldmünzen, die von der Verkaufsstelle für Sammlermünzen der Bundesrepublik Deutschland (VfS) vertrieben werden: Die 20-Euro-Goldmünzen der Reihe „Deutscher Wald“ sowie die 100-Euro-Goldmünzen in der Serie „Unesco Welterbe“.

Wer die Münzen vor 2011 zum Ausgabepreis erhalten hat (nur per Vorbestellung und Zuteilung über die VfS), kann mittlerweile allerdings ordentliche Buchgewinne vorweisen. Hier eine Übersicht über die Wertentwicklung der bisherigen Euro-Goldmünzen der Bundesrepublik Deutschland (Basis: London Fixing A.M. vom 05.07.11; Goldpreis = 1.035,76 Euro pro Feinunze):

200-Euro-Goldmünze
NameErstausgabeAusgabepreisWertentwicklung seit Ausgabe
Übergang zur Währungsunion – Einführung des Euro09.09.2002371 Euro+179,18 %
100-Euro-Goldmünzen
NameErstausgabeAusgabepreisWertentwicklung seit Ausgabe
Übergang zur Währungsunion – Einführung des Euro09.05.2002193 Euro+168,33 %
UNESCO – Weltkulturerbestadt Quedlinburg01.11.2003190 Euro+172,57 %
UNESCO – Weltkulturerbestadt Bamberg01.10.2004191 Euro+171,14 %
FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland 200604.10.2005
222 Euro+133,28 %
UNESCO Welterbe – Klassisches Weimar02.10.2006263 Euro+96,91 %
UNESCO Welterbe – Hansestadt Lübeck01.10.2007285 Euro+81,71 %
UNESCO Welterbe – Altstadt · Bergwerk Rammelsberg in Goslar01.10.2008339 Euro+52,77 %
UNESCO Welterbe Römische Baudenkmäler - Dom und Liebfrauenkirche in Trier01.10.2009367 Euro+41,11 %
UNESCO Welterbe – Würzburger Residenz und Hofgarten01.10.2010505 Euro+2,55%
20-Euro-Goldmünzen
NameErstausgabeAusgabepreisWertentwicklung seit Ausgabe
Eiche ("Deutscher Wald")23.06.2010151 Euro-14,26 %
Buche ("Deutscher Wald")23.06.2011184,23 Euro-29,72 %

Ergebnis:  Alle bisher erschienenen 100-Euro-Goldmünzen sind bis heute im Plus, die letzte („Würzburg“) allerdings nur knapp mit 2,55 Prozent. Rein am Materialwert gemessen, hat bislang keine 20-Euro-Goldmünze einen „Gewinn“ abgeworfen, auch wenn diese Goldmünzen im Handel zu deutlich höheren „Sammlerpreisen“ gehandelt werden.

Goldreporter

Immer bestens über Gold- und Silbermarkt informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!

Klage gegen EU-Rettungsschirm: Die 10 wichtigsten Links

0
Dürfen die Euro-Länder klammen Mitgliedsstaaten finanziell unter die Arme greifen? (Foto: Fotolia)

Am heutigen Dienstag findet die mündliche Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht über die Klage gegen die deutsche Beteiligung am EU-Rettungsschirm statt. Wir liefern die interessantesten im Web verfügbaren Informationen.

Am heutigen Dienstag kommt es vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe zur mündlichen Verhandlung im Zusammenhang mit der Verfassungsbeschwerde einer Gruppe deutscher Staatsrechtler, Politiker und Ökonomen, die die Beteiligung Deutschlands an der Griechenlandrettung für verfassungswidrig halten. Die fünf Kläger wenden sich gegen die Schaffung eines „Euro-Stabilisierungs-Mechanismus“ (EMS). Für das endgültige Urteil wird das Gericht einige Monate benötigen. Wir haben die wichtigsten Links zu diesem Event gesammelt.

1. „Rettungsschirm, Fass ohne Boden?“
Aktueller ZDF-Videobeitrag zur Klage

2.  Sie wollen die Griechen-Retter in die Knie zwingen
Porträts der Kläger (Handelsblatt)

3.  Mündliche Verhandlung in Sachen „Griechenland-Hilfe / Euro-Rettungsschirm
Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts zur heutigen Sitzung, inklusive Verhandlungsgliederung

4. „Ich bin Euro-Gegner. Voll und ganz“
FAZ-Interview mit Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider (einer der Kläger)

5. „Wir werden regelrecht hinters Licht geführt“
Tagesschau-Interview Prof. Wilhelm Nölling (einer der Kläger)

6. „Erstmals steht eine Währung vor Gericht“
Welt-Interview mit Prof. Dr. Joachim Starbatty (einer der Kläger)

7. „Die Euro-Rettung ist zulässig“
TAZ-Interview mit Dr. Jürgen Bast (Europa-Rechtler)

8. Die Richterinnen und Richter des  Bundesverfassungsgerichtes
Porträts der BVG-Richter(innen)

9. Was im „Vertrag von Lissabon“ steht
Übersicht von RP Online

10. Der Vertragsentwurf zur Einrichtung des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM)
PDF des Vertragsentwurfs zum permanenten Rettungsschirm

Goldreporter

Immer bestens über Gold- und Silbermarkt informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!

„Man kann den Griechen nicht zumuten, sich selber umzubringen“ (Video)

0

In einem Interview mit dem ARD Nachtmagazin erklärt Professor Joachim Starbatty in blumigen Worten, warum er gegen die eingeschlagene EU-Rettungspolitik und für den Euro-Austritt Griechenlands plädiert.

„In Tübingen gibt es einen schwäbischen Bauern, der hat seiner Ziege das Fressen abgewöhnt. 29 Tage hat das Tier durchgehalten. Am 30. Tage war es tot“, mit dieser blumigen Metapher erklärt Ökonom Joachim Starbatty, was seiner Meinung nach nun mit Griechenland passieren wird.

„Man kann den Griechen nicht zumuten, sich selber umzubringen, in dem die Löhne gekürzt werden, die Ausgaben runter gehen und die Steuern erhöht werden“,  sagt er gegenüber dem ARD Nachtmagazin.

Starbatty ist bekannter Kritiker der EU-Rettungsmaßnahmen für angeschlagene Euro-Länder. Der geht davon aus, dass Griechenland mit dem auferlegten Sparpaket in eine Depression gestoßen wird und so keinesfalls wieder auf die Beine kommt. Starbatty plädiert für einen deutlichen Schuldenschnitt und den Euro-Ausstieg Griechenlands.

http://www.youtube.com/watch?v=HfQ2lGpKeaY

Goldreporter

Immer bestens über Gold- und Silbermarkt informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!