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Euro-Dollar-Kurs: In großen Amplituden weiter seitwärts

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Der Euro schwankt gegenüber dem US-Dollar seit Wochen heftig auf und ab. Eine klare Tendenz ist kurzfristig nicht zu beobachten.

Seit Anfang Mai vollzieht der Euro-Dollar-Kurs eine hoch-volatile Kursbewegung. Von Kursen kurz oberhalb von 1,48 Dollar bis knapp 1,40 Dollar reichte die Bandbreite. Der Euro bewegt sich derzeit innerhalb eines symmetrischen Dreiecks seitwärts.

Zuletzt ging es innerhalb weniger Tage wieder deutlich nach oben. Seit dem 24. Juni stieg der Euro gegenüber dem US-Dollar um knapp 3 Cent oder 2 Prozent.

 

EUR-USD-Kurs, 6 Monate

Bei 1,449 Dollar stieß der Chart auf einen starken Widerstand, der durch das Dreier-Top von Anfang April definiert ist. Dieses Niveau war am Montagvormittag weiter umkämpft.

Mittelfristig ist der Trend weiter leicht positiv. Der Chart verläuft gut 1 Prozent höher als der 50-Tage-Schnitt und 3,9 Prozent oberhalb der 200-Tage-Linie. Auf kurze Sicht ist nach wie vor keine klare Tendenz zu erkennen. Man darf deshalb davon ausgehen, dass der Euro kurzfristig weiter launisch auf die europäische und amerikanische Tagespolitik reagiert.

Der Goldpreis wurde am Montagvormittag mit 1.495 Dollar fixiert. Das waren umgerechnet 1.029,36 Euro. Seit dem Zwischenhoch vom 25. Mai 2011 (1.086,84 Euro) hat der Euro-Goldpreis damit 5,2 Prozent nachgegeben. Alleine seit dem 23. Juni (1.081,15 Euro) verlor der Goldpreis knapp 52 Euro oder 4,7 Prozent.

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So entwickelt sich der Goldpreis im Juli

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Der Juni endete für Gold mit einem Minus von 2,01 Prozent (-2,56 % in Euro). Wie wird der kommende Monat laufen? In den vergangenen 39 Jahren schnitt der Goldpreis im Juli meist nicht sonderlich gut ab.

In den vergangenen 39 Jahren endete der Goldpreis im Juli 21-mal mit einem Kursverlust. Die Bilanz ist mit einer Quote von 54 : 46 negativ. Dennoch notierte Gold am Ende dieses Monats durchschnittlich 0,32 Prozent höher, wenn man die Kursstatistik seit 1972 betrachtet. Einige deutliche Kursgewinne Ende der 70er- und Anfang der 80er-Jahre führten dazu.

Innerhalb der vergangenen 17 Jahre machte sich die Saisonalität der Goldpreis-Entwicklung allerdings besonders deutlich bemerkbar. In diesem Zeitraum sprang im Juli nur viermal ein Gewinn heraus. Einmal markierte der Juli das Jahrestief (1999), zweimal ein Jahreshoch (1973 und 1992).

Der Juli war immer wieder auch ein Monat mit deutlichen Verlusten. Im vergangenen Jahr erlebten wir einen neuen Zugang zu den Top-5 der schlechtesten Juli-Ergebnisse seit 1972.

Die beste Juli-Performance seit 1972 (Top-5)
1982: +9,08
1978: +8,57%
1972: +7,49%
1979: +6,84%
1993: +6,52%

Die schlechteste Juli-Performance seit 1972 (Top-5)
1976: -9,21%
1984: -8,97%
1973: -6,72%
1980: -6,72%
2010: -5,84%

Eine komplette Übersicht über die Goldpreisentwicklung im Juni seit 1972 erhalten Sie in der folgenden Grafik.

Eine Tatsache geht aus der Grafik eindeutig hervor. Ob Plus oder Minus, der Kurs strebt im Juli meist eindeutig in eine Richtung.

Hinweis: Alle Daten in US-Dollar auf Basis des Londoner A.M.-Preis-Fixings.

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Goldproduktion in Südafrika sinkt im 1. Quartal um 9,3 Prozent

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Gold-Exploration in Südafrika: Keine neuen großen Goldfunde mehr (Foto: AngloGold Ashanti)

Südafrikas Bergbauunternehmen förderten im ersten Quartal 2011 deutlich weniger Gold. Auch die Vorjahreszahlen wurden nach unten revidiert.

Weniger neue Goldfunde, geringere Mineralisierung, Probleme bei der Stromversorgung, Sicherheitsmängel in den Minen: Südafrikas Goldproduzenten förderten in den ersten drei Monaten dieses Jahres 44,6827 Tonnen Gold und damit 9,3 Prozent weniger als im Vorquartal. Im Vergleich zur gleichen Vorjahresperiode stieg der Output dagegen um 3,4 Prozent.

Der südafrikanische Bergbauverband Chamber of Mines revidierte die heimischen Goldförderzahlen des vergangenen Jahres um 413 Kilogramm auf insgesamt 191,4023 Tonnen.

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Griechenland hat im Mai Gold gekauft

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Griechenland hält an seinen Goldreserven fest (Foto: Fotolia)

Die griechische Zentralbank hat ihre offiziellen Goldbestände auf 3,584 Millionen Unzen Gold aufgestockt. Dabei wurde im Rahmen der aktuellen Schuldenkrise mehrfach vorgeschlagen, das Land solle seine Goldreserven verkaufen.

Griechenland muss mit dem neuen 78 Milliarden Euro umfassenden Sparprogramm auch einiges an „Tafelsilber“ veräußern. Staatliche Betriebe solle abgestoßen werden. Und immer wieder gab es auch Vorschläge, Griechenland möge Teile seiner Goldreserven auf den Markt werfen, um sich Liquidität zu verschaffen. Aber das Gegenteil ist der Fall.

Wie aus aktuellen Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF) hervorgeht, hat die griechische Zentralbank im vergangenen Mai sogar um 1.000 Unzen zugekauft. Die gesamten Goldreserven des Landes umfassen damit offiziell 3,584 Millionen Unzen (111,46 Tonnen).

Der Wert des Goldes entspricht derzeit etwa 3,7 Milliarden Euro. Der Goldanteil an den gesamten griechischen Reserven beträgt zirka 78 Prozent. Die Goldreserven Griechenlands decken allerdings lediglich rund 1 Prozent der gesamten Staatsverschuldung. Insofern hätte der Verkauf des Goldes ohnehin nur symbolischen Charakter.

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350 Jahre altes Wrack mit Gold- und Silbermünzen entdeckt (Video)

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An der Küste Floridas haben Taucher in der Nähe eines Schiffswracks sehr gut erhaltene Goldmünzen und Silbermünzen entdeckt. Es ist ein erneutes Zeugnis über die Wertbeständigkeit und Unvergänglichkeit von Gold.

Schatzsucher haben nahe an der Küste Florida, oberhalb von West Palm Beach – am sogenannten Jupiter Inlet – ein versunkenes spanisches Schiff gefunden. Nach Behördenangaben handelt es sich um die San Miquel De Arcangel (deutsch: Erzengel Michael). Sie erlitt dort im Winter 1659/1660 Schiffbruch, mit 100 Leuten an Bord.

Rund um den Fundort des Wracks haben Taucher nun eine Vielzahl kolonialer Goldmünzen und Silbermünzen aus jener Zeit entdeckt. Die Münzen wurden in einem hervorragenden Zustand geborgen, abgesehen vom Abrieb am Münzrand. Die Goldmünzen glänzen, als wären sie gerade erst geprägt worden.

Ein erneut eindrucksvolles Zeugnis der Unvergänglichkeit und Wertbeständigkeit von Gold. Denn mit diesen Münzen könnte man heute noch ordentlich shoppen gehen. Der Sammlerwert dürfte den reinen Materialwert in diesem Fall sogar noch bei weitem übersteigen.

 

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Silberpreis: Chancen auf nachhaltige Kurserholung steigen

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Der Silberchart bewegt sich seit acht Wochen in einer 5-Dollar-Bandbreite seitwärts. Ein Ausbruch aus dem kurzfristigen Negativ-Trend ist aber jederzeit möglich.

Nach dem Kurssturz Anfang Mai kam es bei Silber zu einer Bodenbildung auf dem Niveau von 33,51 Dollar. Seither bewegt sich der Kurs des Edelmetalls seitwärts in einer 5-Dollar-Bandbreite, die nach oben im Bereich von 38,48 Dollar begrenzt ist.

 

Silberpreis in US-Dollar, 6 Monate

 

Das Korrekturtief von 33,51 Dollar wurde am 27. Juni noch einmal erreicht, die Bodenbildung wurde damit bestätigt. Die daraus resultierende Unterstützung ist stark.

Der Kurs verläuft derzeit an der oberen Begrenzung eines fallenden Keils. Ein nachhaltiger Ausbruch aus dieser Formation könnte erhebliches Erholungspotenzial freisetzen.

Ausblick: Die weiteren Abwärtsrisiken haben sich aus charttechnischer Sicht verringert, die Chancen auf eine deutliche Kurserholung steigen.

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QE2 endet – Schwache Nachfrage nach US-Staatsanleihen

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US-Dollar-Note: Schulden machen dürfte für die USA demnächst wieder deutlich teurer werden.

Eine Auktion 5-jähriger US-Staatsanleihen am vergangenen Dienstag verlief enttäuschend. Die Fed zieht sich zurück. Wer finanziert jetzt den ameri-kanischen Staatshaushalt?

Eine Auktion 5-jähriger Staatsanleihen hat dem US-Finanzministerium am Dienstag 35 Milliarden Dollar in die Kassen gespült. Händler meldeten allerdings eine schwache Nachfrage nach den Schuldtiteln der Vereinigten Staaten. Die Auktion war lediglich 2,5-fach überzeichnet, die Resonanz damit so schwach wie zuletzt vor einem Jahr.

Seit November 2008 kaufte die amerikanische Notenbank US-Staatspapiere im Umfang von rund 2,6 Billionen US-Dollar auf. Alleine in den vergangenen halben Jahr waren es noch einmal 600 Milliarden US-Dollar. Diese als Quantitative Pasing (QE) bezeichneten Offenmarktgeschäfte enden in dieser Woche.

Bereits am Dienstag war ein deutlicher Rückgang von Anleihen-Käufe institutioneller Anleger (darunter die Feld) zu erkennen. Mit einem Anteil von 37,52 Prozent war deren Engagement so schwach wie zuletzt im Februar. Im Schnitt beträgt dieser Anteil über 50 Prozent.

Wenn sich die Feld nun in den kommenden Monaten am Anleihemarkt zurückhält, dann dürften aufgrund der sinkenden Nachfrage die Zinsen steigen. Die USA müssen Anlegern dann nämlich höhere Renditen bieten, um die Attraktivität der Papiere zu steigern. Es wird für die Vereinigten Staaten also noch teurer, den ihren hoch-defizitären Haushalt zu finanzieren.

Da viele Finanzprodukte an die Renditen von US-Staatsanleihen gekoppelt sind, wird damit auch das Zinsniveau insgesamt ansteigen.

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Goldpreis: Niveau um 1.500 Dollar lockt wieder Käufer an

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Nach einem Kursrücksetzer von rund 3,5 Prozent innerhalb von 5 Tagen scheint der Boden bei Gold kurzfristig gefunden zu sein.

Nachdem der Goldpreis Mitte Juni im London Fixing neue Rekordhöhen erreichte, kam es kurz darauf zu einem deutlicheren Kurseinbruch. Die Feinunze büßte innerhalb von fünf Tagen fast 50 Dollar oder 3,5 Prozent an Wert ein. Es kam dabei zum Bruch des 4-Monats-Trends.

 

Goldpreis in US-Dollar, 6 Monate (Deutsche-Bank-Indikation)

 

Bei Kursen um 1.496 Dollar stoppte die Abwärtsbewegung. Der Kursbereich um 1.500 Dollar lockt derzeit wieder verstärkt Käufer an. Am Mittwochvormittag notierte der Goldpreis mit 1.508 Dollar (1.047 Euro) auf der Höhe des 50-Tage-Durchschnitts.

$1.496, $1.484 und $1.474 lauten die nächstgelegenen Unterstützungs-Niveaus. Die kurzfristigen Widerstände: $1.517, $1.521 und $1.538.

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Deutschland arbeitet weiter fleißig am eigenen Bankrott

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Im nächsten Jahr werden weitere 31 Milliarden Euro auf den deutschen Schuldenberg gehieft. Selbst in Phasen höherer Steuereinnahmen kann die Politik einfach nicht sparen. Somit ist auch der deutsche Staatsbankrott ist nur noch eine Frage der Zeit.

Verkauft wird es uns als Fortschritt: „Schäuble plant weniger neue Schulden“, so oder ähnlich titelt die Tagespresse am heutigen Dienstag. Mit „nur“ 31,4 Milliarden Euro soll sich der Bund im kommenden Jahr zusätzlich verschulden, wenn es nach den neuesten Plänen des Finanzministers geht. Das Bundeskabinett war im März noch von 31,5 Milliarden Euro ausgegangen. Glück auf, die Nettokreditaufnahme fällt 2012 knackige 0,3 Prozent geringer aus als geplant.

Angeblich brummt die Wirtschaft, angeblich befinden sich die Arbeitslosenzahlen kurz vor dem Allzeittief, die Krankenkassen erwirtschaften wieder Überschüsse und die Regierung denkt sogar über Steuersenkungen nach.

Aber nicht nur dass Deutschland mittlerweile offiziell 2 Billionen Euro Schulden auf dem Buckel hat. Es kommen ohne Unterlass neue dazu. Griechenland soll mal eben 78 Milliarden Euro einsparen und unsere Politiker haben weiter die Spendierhosen an.

Tatsache ist, dass sich die deutschen Staatsschulden seit 1950 (auch dank Zinseszins) durchschnittlich alle 7 Jahre (!) verdoppelt haben. Wir arbeiten damit weiter fleißig am eigenen Bankrott.

Anstieg der deutschen Staatsschulden seit 2000

  • 2000: 11,6 Mrd. Euro
  • 2001: 12,53 Mrd. Euro
  • 2002: 53,7 Mrd. Euro
  • 2003: 80,49 Mrd. Euro
  • 2004: 71,98 Mrd. Euro
  • 2005: 58,2 Mrd. Euro
  • 2006: 44,3 Mrd. Euro
  • 2007: 6,9 Mrd. Euro
  • 2008: 36,8 Mrd. Euro
  • 2009: 118,1 Mrd. Euro
  • 2010: 302,5 Mrd. Euro

Hinweis: Veränderung der deutschen Staatsschulden (Bund, Länder, Gemeinden) jeweils im Vergleich zum Vorjahr. Quelle: Statistisches Bundesamt.

Die deutsche Staatsschuldenkurve geht unübersehbar in einen exponentiellen Verlauf über. Dass heißt, der Bankrott ist mathematische Gewissheit. Aufzuhalten nur durch einen Währungsschnitt. Möglicherweise geht man in Berlin deshalb mit Geld und Zahlen so gelassen um.

Aber alleine die nun erneut aufflammende Diskussion über Steuersenkungen ist fatal. Steuersenkungen suggerieren den Bürgern, dass nun alles überstanden ist. Im aktuellen Fall zielt die Regierung mit entsprechenden Bekundungen aber alleine darauf ab, den Koalitionspartner FDP aus seinem Umfragetief zu holen.

Dabei ist sonnenklar: Steuerzahler und Sparer werden früher oder später für die politische Misswirtschaft (Wahlgeschenke, Aufschwung auf Pump, EU-Rettungsgeld) ganz gewaltig zur Kasse gebeten. Beim Staatsbankrott geht nicht etwa der Staat pleite, sondern dessen Bürger.

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US-Banken besitzen „Wettscheine“ im Rekordwert von 244 Billionen Dollar

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Der unregulierte amerikanische Markt für Finanzderivate stieg im ersten Quartal um 12,7 Prozent. Er erreichte damit ein neues Rekordniveau.

Es sind vor allem Zinswetten und Devisen-Spekulationen, aber auch auf die Entwicklung von Kredit-Papieren, Aktien und Rohstoffen setzen die großen US-Banken Billionen-Beträge. Diese Geschäfte werden „Over the Counter“ („über den Ladentisch“) abgeschlossen. Es sind also Verträge zwischen zwei Parteien, die nicht über die Börse und damit an den Regulierungsbehörden vorbei laufen.

Einmal im Quartal geben die US-Geschäftsbanken allerdings im Rahmen des sogenannten OCC-Berichts (Office of the Comptroller of the Currency) Auskunft über ihr Engagement im Handel mit Derivaten. Und das nimmt mittlerweile eine unvorstellbare Größenordnung an.

Derivate-Volumens seit 1996 (US-Geschäftsbanken)
Entwicklung des nominalen Derivate-Volumens seit 1996 (US-Geschäftsbanken); Quelle: OCC.

 

Im ersten Quartal 2011 stieg der Nominalwert aller von US-Banken gehaltenen Finanzderivate auf ein neues Rekordhoch von 244 Billionen US-Dollar (+10 Prozent gegenüber Q1 2010 und +5,5 Prozent gegenüber Q4 2010; amerk.: Trillions!). Nicht in diesen Zahlen enthalten sind die Derivate-Geschäfte der US-Notenbank.

Die am stärksten vertretenen Basiswerte (Anteil In Klammern)

Zinsderivate: 199,53 Billionen US-Dollar (81,7%)
Devisen: 26,71 Billionen US-Dollar (10,9%)
Kreditderivate: 14,89 Billionen US-Dollar (6,11%)
Aktien: 1,47 Billionen US-Dollar (0,60%)
Rohstoffe: 1,37 Billionen US-Dollar (0,56%)

Die am stärksten vertretenen Derivate-Instrumente (Anteil in Klammern)
Swaps: 152,74 Billionen US-Dollar (62,6%)
Futures + Forwards: 39,08 Billionen US-Dollar (16%)
Optionen: 37,27 Billionen US-Dollar (15,3%)
Kreditderivate: 14,89 Billionen US-Dollar (6,1%)

Vereinfachtes Beispiel für ein (Gold-)Swap-Geschäft: Bank A vereinbart mit Bank B, dass A heute eine Million Unzen Gold an B zu einem Preis von 1.500 Dollar pro Unze überträgt und diese Menge in einem Monat zum Preis von 1.450 Dollar von B zurückkauft. Es handelt sich also um ein Art Verleih-Geschäft. Der Nominalwert beträgt 1,5 Milliarden Dollar. Der Ertrag für den „Verleiher“ beträgt 50 Millionen Dollar. Ob sich das Geschäft für den „Leihenden“ lohnt, hängt vom Goldpreis am Ende der Vertragslaufzeit ab. Hierin besteht das vornehmliche Risiko bei diesem Geschäft. Es kann beträchtlich sein. Bank A setzt sich dagegen ebenfalls einem Risiko aus.  Bank B könnte nicht in der Lage sein, das Gold am Laufzeitende zu liefern (z.B. wegen Pleite).

Interessant in diesem Zusammenhang ist die sogenannte „Credit Exposure“, also das Kreditrisiko der US-Geschäftsbanken im  Zusammenhang mit Derivate-Geschäften. Es betrug im ersten Quartal angeblich 353 Milliarden US-Dollar (-6% gegenüber Vorquartal).

Die von US-Geschäftsbanken im ersten Quartal 2011 erzielten Erlöse aus dem Derivate-Geschäft  werden mit 7,4 Milliarden Dollar beziffert. Das waren 10 Prozent weniger als im ersten Quartal 2010 aber 113 Prozent mehr als im Vorquartal.

Bemerkenswert ist weiterhin auch die Marktkonzentration. Die vier größten US-Geschäftsbanken teilen diesen Markt zu 94 Prozent unter sich auf.

Die größten US-Derivate-Händler (Anteil in Klammern)
JP Morgan Chase: 79,46 Billionen US-Dollar (32,6%)
Citibank: 54,12 Billionen US-Dollar (22,2%)
Bank of America: 52,50 Billionen US-Dollar (21,5%)
Goldman Sachs: 44,87 Billionen US-Dollar (18,3%)

Gold-Derivate
Im Segment der Gold-Derivate ist JP Morgan weiterhin der mit Abstand größte Akteur. Im 1. Quartal reduzierte der Bankenriese sein Papier-Gold-Engagement aber deutlich um 32 Prozent oder 52,17 Milliarden auf 111,66 Milliarden Dollar. Die US-Tochter der britischen Investment-Bank HSBC ist mit einem Nominalwert von 24,34 Milliarden US-Dollar auf Platz zwei unter den amerikanischen Haltern von Gold-Derivaten. Anders als in einem separat von uns veröffentlichten  Bericht dargestellt, war HSBC auch schon im vierten Quartal mit einem Milliarden-Betrag in diesem Markt involviert. Genaue Daten gehen aus dem OCC-Bericht allerdings nicht hervor, da nur die nur größten fünf US-Geschäftsbanken (gemessen am Nominalvolumen aller gehaltenen Derivate) namentlich genannt werden. Im 4. Quartal 2010 fiel HSBC nicht unter die Top-5.

Der Nominalwert aller von US-Banken gehaltenen Gold-Derivate (Futures, Optionen, Swaps) fiel im 1. Quartal um 29 Prozent auf 137,08 Milliarden Dollar. Die Top-5-Banken verringerten ihr Engagement um 17 Prozent.

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Aktueller Filmtipp: Inside Job

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Inside Job ist jetzt auf DVD und Blu-ray erhältlich.

„Inside Job“ ist das vermutlich wichtigste dokumentarische Werk im Zusammenhang mit der aktuellen Weltfinanzkrise. Der Film wurde in diesem Jahr mit dem Oscar in der Kategorie „Beste Dokumentation“ ausgezeichnet! Seit kurzer Zeit sind nun DVD und Blu-ray in Deutschland erhältlich.

„Inside Job“ schildert unmissverständlich den Aufstieg einer skrupellosen Bankenbranche, die ihren unmittelbaren Machteinfluss in den vergangenen Jahrzehnten Schritt für Schritt bis in die Spitzen von Politik und wirtschaftswissenschaftlicher Lehre hinein ausgedehnt hat. Die Folge: Politiker, Regulierungsbehörden und Universitätsprofessoren wurden zu Marionetten amerikanischer Finanz-Riesen.

„Inside Job“ ist ein dokumentarischer Wirtschaftskrimi (Original mit Untertiteln), in dem zahlreiche bekannte Politiker, Ökonomen und Bankenvertreter zu Wort kommen. Einige von ihnen haben ihre Aussagen gegenüber den Filmemachern nachträglich sicher bereut.

Der Film ist eine Bestätigung für alle, die im Grunde schon immer wussten, dass unsere Welt von einer Geld-Mafia regiert wird. Aber nie wurde dieser Umstand so ausführlich und mit solcher Klarheit vorgebracht.

DVD und Blu-ray (mit zahlreichen Extras) sind beim Online-Händler Amazon jetzt für jeweils knapp 18 Euro erhältlich.

Tipp: Leihen Sie den Film günstig online bei LOVEFILM.de!

Wir wünschen spannende Unterhaltung.

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BIZ erweitert Gold-Swap-Geschäfte auf 409 Tonnen

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Der BIZ-Tower in Basel (Bild: BIZ)

Im vergangenen Jahr sorgte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) für Aufsehen, mit umfangreichen Gold-Swap-Geschäften, deren Hintergrund unklar blieb. Seither hat sich das Volumen dieser Gold-Derivate in der BIZ-Bilanz um weitere 18 Prozent erhöht.

Swaps sind Handelsverträge die eine Rückkaufvereinbarung beinhalten. Sie werden zu den Finanzderivaten gezählt. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hatte Ende März 2011 Gold-Swaps im Umfang von 409 Tonnen in ihren Büchern. Das waren 18 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Das geht aus dem Jahresbericht des Instituts hervor, das auch als Zentralbank der Zentralbanken bezeichnet wird.

Im vergangenen Jahr war bekannt geworden, dass die BIZ umfangreiche Gold-Swap-Geschäfte im Umfang von 346 Tonnen abgeschlossen hatte, deren Hintergrund unklar blieb. Lesen Sie dazu unseren umfangreichen Artikel Die mysteriösen Gold-Swap-Geschäfte der BIZ.

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Euro-Krise: Die Chronologie eines Lügenmärchens (Video)

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Ein TV-Beitrag zeichnet nach, wie seit Einführung der Europäischen Gemeinschaftswährung ein politisches Versprechen nach dem anderen gebrochen wurde.

Im Januar 2002 wird das Euro-Bargeld eingeführt. Griechenland ist dabei. Ende 2004 wird bekannt, dass das Land sich den Euro-Beitritt mit geschönten Zahlen erschummelt hat. Deutschland und Frankreich sind die ersten Euro-Staaten, die die Maastricht-Regeln zu den Schuldenobergrenzen brechen und einfach ignorieren. Mit der Griechenland-Krise werden dann die nächsten Sicherheitszäune überrannt, die die Gründerväter zur Stabilisierung des Euro aufgestellt hatten.

Zunächst schnürt man ein Rettungspaket für Athen, dann folgt der große Euro-Rettungsschirm. Es ist der Beginn einer Reihe von Rechtsbrüchen gegen die Verträge von Lissabon. Es geht um eigentlich verbotene Finanzhilfen für Mitgliedsstaaten und gleich mehrere Tabu-Brüche durch die Europäische Zentralbank (Aufkauf von europäischen Staatsanleihen, Junk-Papiere als Sicherheiten für EZB-Geld).

Das TV-Magazin Frontal 21 zeichnet die Chronologie der Euro-Krise in bewegten Bildern nach.

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Bundesbank zeigt D-Mark-Notscheine

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Eine Übersicht über die verschiedenen Scheine des D-Mark-Notgeldes gibt es bei FTD.

Bereits in den 60er-Jahren traf die Deutsche Bundesbank Vorkehrungen, um das deutsche Geld im Notfall komplett austauschen zu können. Die Scheine sind jetzt im Geldmuseum der Deutschen Bundesbank zu sehen.

Um im Krisenfall die umlaufenden D-Mark-Scheine vollständig durch neue Banknoten ersetzen zu können, ließ die Bundesbank in den 60er-Jahren Ersatzscheine drucken. Dieses Notgeld ist jetzt im Geldmuseum in Frankfurt zu sehen.

Es handelt sich dabei um alle D-Mark-Scheine von 5 D-Mark bis 1.000 D-Mark, die den Originalen zwar ähnlich sahen, grafisch aber doch so abgewandelt wurden, dass eine Verwechslung ausgeschlossen war. Eine Übersicht der Scheine hat Financial Times veröffentlicht.

In den 70er-Jahren befürchtete man unter anderem, dass sich im Zuge des RAF-Terrorismus ein größerer Bankraub ereignet oder eine gigantische Lösegeldzahlung erforderlich wird. Mit neuen Geldscheinen hätte man die Gefahr über Nacht bannen können.

Eine aktuelle Frage stellt sich im Rahmen dieser Veröffentlichung: Hat die Bundesbank immer noch aktuelles Notgeld in ihren Tresoren? Gibt es auch einen Ersatz-Euro?

Einen virtuellen Rundgang durch das Geldmuseum können Sie hier vornehmen: http://www.frankfurt360.de/geldmuseum.html

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Gold, Silber, Öl: Markt-Interventionen immer deutlicher

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Unsichtbare Strippenzieher manipulieren die Preise (Foto: AGphotographer - Fotolia)

Die Edelmetallpreise fielen im gestrigen Tagesverlauf so stark wie seit 6 Wochen nicht mehr. Der Goldkurs „drohte“ auszubrechen. Konkrete Interventionen auf Schlüsselmärkten werden immer offensichtlicher. Die Investoren reagieren nervös.

Die schlechten Nachrichten aus den USA halten an: Weder der Hausmarkt (weiter fallende Preise) noch der Arbeitsmarkt (erneut mehr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe) erholen sich. Die Parlamentarier in den Vereinigten Staaten müssen sich bald auf die Anhebung der staatlichen Schuldenobergrenze einigen. Sonst droht der Staatsbankrott. Die amerikanische Notenbank hat in dieser Woche zudem die US-Wachstumsprognose für das kommende Jahr gesenkt. Dennoch wird die Fed in wenigen Tagen den Aufkauf von US-Staatsanleihen (QE2) beenden.

Seltsame Ölschwemme
In diesem Umfeld kam es am gestrigen Donnerstag zu überraschenden Ereignissen auf den Finanzmärkten. Die Internationale Energieagentur (IEA) hat angekündigt, Ölreserven ihrer Mitgliedstaaten teilweise auf den Markt zu werfen. Beobachter sahen diese Maßnahme mit Verwunderung, denn von Ölknappheit kann derzeit kaum die Rede sein. Die verhaltenen Konjunkturprognosen für die USA und auch China deuten ohnehin auf eine geringere Nachfrage hin. Der Ölpreis ging nach Bekanntwerden der Meldung auf Tauchkurs und auch die Edelmetallpreise kamen stark unter Druck.

Kaschierte Inflation?
Immer deutlicher wird, dass staatliche oder halbstaatliche Marktinterventionen, die auf dem Devisenmarkt von jeher üblich sind, nun immer offener auch auf andere Schlüsselmärkte ausgedehnt werden. Da die Energiepreise bedeutenden Einfluss auf die offiziellen Inflationsraten haben, hilft ein deutlich sinkender Ölpreis den Geldpolitikern und Regierungen dabei, die weltweit fortschreitende Geldwertvernichtung zu kaschieren. Eine Folge der ausufernden Defizit-Politik.

Gold und Silber gedrückt
Dass im gleichen Zuge Goldpreis und Silberpreis sinken, erscheint nur allzu logisch. Zufall, dass der Goldpreis gerade vor dem Ausbruch stand? (Goldreporter berichtete). Hinweise auf eine direkte Manipulation der Edelmetallpreise sind vor diesem Hintergrund nicht nur wahrscheinlich. Sie können im Umfeld horrender Staatsdefizite mittlerweile als bedeutendes politisches Instrument zur kurzfristigen „Marktberuhigung“ angesehen werden. So fiel der Goldpreis gestern am Terminmarkt (Lieferung im August) um 32,90 Dollar auf 1.520,50 Dollar. Ein Minus von 2,1 Prozent. Das war der größte Tagesverlust seit sechs Wochen. Silber gab 4,9 Prozent nach und sank auf 34,96 Dollar. Der größte Kurssturz seit dem 16 Mai 2011. Dem Abwärtstrend folgten zudem sämtliche Industriemetalle.

Märkte nervös
Die aktuelle Situation auf den Finanzmärkten dokumentiert eine große Verunsicherung der Akteure. Das zeigt sich auch im Euro-Dollar-Verhältnis.  Je nach Nachrichtenlage kommt es kurzfristig immer wieder zu erheblichen Kursschwankungen. Der wahre Wert der beiden „Weltleitwährungen“ lässt sich dagegen an den Kosten für reale Güter ablesen: Gold, Silber, Industriemetalle und natürlich Öl sind die offensichtlichsten Indikatoren dafür, dass es dem rein auf Vertrauen basierenden Papiergeldsystem langsam an den Kragen geht.

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China: Jährliche Verdoppelung der privaten Gold-Nachfrage erwartet

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Auch in China sichern sich die Menschen mit Gold gegen die Geldentwertung ab.

Auch in den kommenden zwei Jahren erwartet die China Gold Association ein explosives Wachstum der Nachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren in China.

Im vergangenen Jahr übernahm China von Indien die Rolle des größten Gold-Konsumenten der Welt. Experten rechnen damit, dass die Menschen in China weiterhin deutlich mehr Gold kaufen werden, als jene in anderen Ländern der Welt.

Zhang Bingnan, Chef-Sekretär der China Gold Association erklärte nun gegenüber China Daily, dass die Goldverkäufe in China seiner Einschätzung zufolge auch in den kommenden zwei Jahren mehr als 20 Prozent jährlich wachsen werden.

Den Angaben seiner Organisation zufolge haben die Chinesen im vergangenen Jahr 571,51 Tonnen Gold gekauft, 21,26 Prozent mehr als im Vorjahr.

Laut den Angaben des World Gold Council kauften Chinesen von Januar bis März dieses Jahres 93,5 Tonnen Gold in Form von Goldbarren, Goldmünzen und Goldmedaillons. Das war mehr als doppelt so viel, wie im gleichen Vorjahreszeitraum und 55 Prozent mehr als im Quartal davor.

„Der durchschnittliche Goldbesitz von Privatpersonen ist immer noch gering und das schnelle Wachstum der chinesischen Wirtschaft wird die Konsum- und Investment-Nachfrage weiter stimulieren“, meint Zhang. Private Investitionen hält er für den größten Wachstumsmotor bei der Goldnachfrage. Sie sollen diesem Jahr um mindestens 20 Prozent steigen.

Seit 2008 sind die Verkäufe von Anlagegold (Goldbarren, Goldmünzen) in China um jährlich 100 Prozent gestiegen. Gold-Konsum wird sogar von staatlicher Seite propagiert (Chinesische Zentralbank empfiehlt Bürgern Gold zu kaufen).  „Der Begeisterung für Gold als Investment wird noch größer werden und die inländischen Goldverkäufe in diesem Segment werden in den kommenden zwei Jahren weiter verdoppeln“, prognostiziert Zhang.

Die Inflation im Land, also die sinkende Kaufkraft der eigenen Landeswährung Yuan, wird dabei zu den treibenden Faktoren zählen. Für Juni wird eine offizielle Inflationsrate von mehr als 6 Prozent erwartet. Das wäre ein neues 34-Monats-Hoch.

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PIMCO erwartet QE3 und Griechenland-Bankrott

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PIMCO-Chef Mohamed Aly El-Erian
PIMCO-Chef Mohamed Aly El-Erian

Die weltgrößte Fondsgesellschaft bereitet sich auf den GAU in Griechenland und auf eine Fortführung der ultralockeren Geldpolitik in den USA vor.

Vor nicht allzu langer Zeit sorgte die weltgrößte Fondsgesellschaft Pacific Investment Management Company, LLC (PIMCO) für Aufsehen. Man gab bekannt, sich komplett aus US-Staatsanleihen zurückzuziehen. Die PIMCO-Manager signalisierten damit deutlich ihre Bedenken bezüglich der wirtschaftlichen und fiskalischen Entwicklung in den USA. Und man erwartet weiteres Ungemach.

„In den kommenden drei Jahren werden wir verschiedene Volkswirtschaften sehen, die verschiedene Probleme zu bewältigen haben. Für die europäischen Volkswirtschaften, insbesondere Griechenland, ist es die Zahlungsunfähigkeit“, erklärte PIMCO-Chef Mohamed Aly El-Erian jetzt gegenüber Reporter in Taipeh. „Nichts wurde unternommen, um das Wachstum zu fördern. Kein einziger Indikator in Griechenland zeigt Stärke. Man hat Angst, dass eine Restrukturierung den europäischen Banken schaden könnte“, so El-Erian weiter.

Per Kurzmitteilungsdienst Twitter äußerten sich El-Erian und Kollege William Gross diese Woche über ihren gemeinsamen Account zu einer möglichen Fortsetzung des Ende Juni offiziell auslaufenden Programms zum Aufkauf von US-Staatsanleihen (QE2) durch die amerikanische Notenbank. „Nächstes Jackson-Hole-Treffen im August wird wahrscheinlich QE3 bringen“, hieß es da gestern. Im Berg-Resorts Jackson Hole (Wyoming) findet einmal jährlich ein wichtiges Zentralbank-Treffen unter Leitung der Fed statt.

In weiteren „tweets“ spekulieren die Manager, QE3 könne informell in Form der Sprachregelung „für ausgedehnte Zeit“ und in Form gedeckelter Leitzinsen über weitere 2 bis 3 Jahre Gestalt annehmen.

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Dokumente einer Hyperinflation (Video)

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Zwischen 2008 und 2009 erlebte Simbabwe eine Hyperinflation. Gold wurde zum ultimativen Zahlungsmittel. Ein Video zeigt eindrucksvoll, wie in kürzester Zeit Geldscheine mit immer größeren Zahlen in Umlauf kamen.

Am Ende der Hyperinflation in Simbabwe wurden vom deutschen Hersteller Giesecke & Devrient Banknoten im Nominalwert von 1 Billion (Trillion) Simbabwe-Dollar gedruckt. Sie kamen aber angeblich nie in Umlauf, weil der Materialwert der Scheine die Kaufkraft des Zettels bereits überstieg, als das Geld zur Auslieferung kommen sollte. Das folgende Video dokumentiert, wie rasend schnell und geldwertvernichtend eine Hyperinflation vonstatten geht.

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Goldpreis in London erreicht neues Allzeithoch

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Steigender Goldpreis: Langsam aber sicher (Foto: Fotolia)

Am Mittwoch wurde die Feinunze Gold im Nachmittags-Fixing auf einen neuen Rekordpreis von 1.552,50 Dollar festgesetzt. Die Fed beschloss keine Änderung der US-Geldpolitik.

Ungelöste Schulden-Krise in Europa, schwache Wirtschaftsentwicklung und keine Aussicht auf Zinserhöhungen in den USA: Der Goldpreis erreichte am Mittwoch im Londoner Nachmittags-Fixing ein neues Allzeithoch.

Auf 1.552,50 Dollar (1.077,38 Euro) wurde der Kurs für die Feinunze festgesetzt. Das letzte Goldpreis-Hoch stammt vom 6. Juni. Seinerzeit waren es 1.549 Dollar (1.059,36 Euro).

Am Abend vermeldete Fed-President Ben Bernanke wie erwartet keine Änderungen der aktuellen US-Geldpolitik. Die Zinsen werde man weiter für „ausgedehnte Zeit“ nahe Null halten. Das 600 Milliarden Dollar umfassende Aufkaufprogramm für US-Staatsanleihen (QE2) soll wie geplant Ende Juni auslaufen. Obwohl die Wirtschaft weniger stark wachse als erwartet, wolle man keine zusätzlichen Anstrengungen unternehmen, diese zu stimulieren.

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Ausgabepreis für 20-Euro-Goldmünze „Buche“ festgelegt

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Ausgabe am 23. Juni: 20-Euro-Goldmünze "Buche" (Foto: BMF /VfS)

Die zweite Ausgabe der Goldmünzen-Serie „Deutscher Wald“ wird mit einem Aufgeld von satten 37 Prozent ausgegeben.

Das Bundesfinanzministerium hat heute den Ausgabepreis für die am 23. Juni offiziell erscheinende 20-Euro-Goldmünze „Buche“ aus der Serie „Deutscher Wald“ bekannt gegeben. Inklusive dem neuen Ausgabeaufschlag von 50 Euro müssen Vorbesteller 184,23 Euro bezahlen. Dazu hätte man die Münze allerdings bis zum 30. April bei der Verkaufsstelle für Sammlermünzen der Bundesrepublik Deutschland (VfS) vorbestellen müssen.

Der Ausgabepreis liegt zum aktuellen Goldkurs von 1.070 Euro 36,9 Prozent über dem reinen Goldwert. Zu diesen Konditionen kann man Vorbestellern aus reinen Anlagegesichtspunkten nicht empfehlen, die Goldmünze zu kaufen. Die Goldmünze besitzt ein Feingewicht von 3,89 Gramm. Zum Vergleich: 1/10 Unze Krügerrand (3,11 Gramm Feingewicht) erhält man derzeit für rund 125 Euro. Das entspricht einem Aufgeld von lediglich 17 Prozent.

Vorbesteller sollten jedoch abwarten, wie sich die Handelspreise für die „Buche“ entwickeln. Für den Vorgänger „Eiche“ wurden von Sammlern seinerzeit enorme Aufschläge gezahlt (siehe Artikel vom 22.12.10 20: Euro-Goldmünze „Eiche“: Preise weiter hoch). Möglicherweise lässt sich die Münze auch dieses Mal kurzfristig mit Gewinn verkaufen.

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