Montag,02.März 2026
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„Die Finanzkrise trägt Züge von global organisierter Kriminalität“ (Video)

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Strafrechtler Professor Bernd Schünemann über die strafrechtliche Relevanz des Handelns von Banken, Hedgefonds und Rating-Agenturen im Rahmen der europäischen Schuldenkrise.

Manipulieren Großbanken und Rating-Agenturen in gemeinsamer Zusammenarbeit systematisch Finanzmärkte und Politik?

Der Verdacht besteht nicht erst seit man quasi in einer gemeinsamen Aktion schlechte Kreditrisiken zu Wertpapieren bündelte, sie mit Triple-A-Ratings versah, diese in die ganze Welt verkaufte und so entscheidend mitverantwortlich war am Ausbrechen der größten Finanzkrise aller Zeiten.

Im TV-Magazin quer diskutiert der Strafrechtler Prof. Bernd Schünemann mit Moderator Christoph Süß über die strafrechtliche Relevanz des Handelns von Banken, Hedgefonds und Rating-Agenturen im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise.

Der Beitrag stammt aus dem Jahr 2010.

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Goldreporter

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Euro/Dollar-Kurs vor möglicher Trendwende

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Nach dem zügigen Anstieg des Euro/ Dollar-Kurses seit Anfang März kam die Euro-Rally in den vergangenen Tagen ins Stocken. Der Euro befindet sich an einer möglichen Wendemarke. Neue Impulse für Goldpreis in Euro könnten sich ergeben.

Der Euro/Dollar-Kurs bewegte sich zuletzt kontinuierlich am Rand einer Aufwärtstrendlinie entlang, die ihren Ursprung Anfang Januar 2011 fand.

Wie im Rahmen unserer letzten Chartbetrachtung als wahrscheinliches Szenario erwartet, stoppte der Euro-Kurs-Anstieg nun bei Kursen um 1,421 Dollar. Das Kurshoch von November 2010 bildet hier einen bedeutenden Widerstand.

 

Euro/US-Dollar-Kurs, 1 Jahr

 

In den kommenden Tagen wird es spannend. Sollte der Euro weiter gegenüber dem US-Dollar nachgeben und auch die Unterstützung bei 1,4073 Dollar fallen, dann gerät auch der 3-Monats-Trend in Gefahr.

Bei einem Bruch der Trendlinie sollte der Euro zunächst auf Kurse von knapp 1,39 Dollar zurückfallen. Der Goldpreis in Euro würde dann entsprechende Aufwärts-Impulse erhalten.

Auf der anderen Seite würden sich neue Kurs-Perspektiven für den Euro ergeben (mit entsprechend negativen Implikationen für den Euro-Goldpreis), fiele der Widerstand bei 1,421 Dollar. In diesem Fall wäre ein zügiger Anstieg der Europäischen Gemeinschaftswährung zunächst bis in die Region um 1,44 Dollar möglich.

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Bergbau paradox: Wie der hohe Goldpreis die Goldförderung verteuert

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Der hohe Goldpreis erlaubt oft die Reaktivierung älterer Goldminen. Die Goldgehalte sind aber oft bescheiden. (Foto: Martin - Fotolia.com)

Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass Minenbetreiber mit dem steigenden Goldpreis auch mehr Geld verdienen. Das muss nicht so sein.

Es ist eine Ironie des Schicksals. Der Goldpreis steigt und trotzdem profitieren viele Minengesellschaften nicht in gleichem Maße davon. Der hohe Goldpreis führt auf ganz eigene Art dazu, dass die durchschnittlichen Abbaukosten in der Bergbauindustrie überproportional steigen.

Denn viele Gesellschaften fördern jetzt in Gebieten, die zwar leicht erreichbar sind, aber nur über eine schwache Mineralisierung  verfügen. Niedrige Kapitalkosten der Projekt-Exploration, aber hohe Förderkosten sind das Ergebnis, wie Aaron Regent, CEO des Bergbauriesen Barrick Gold zuletzt gegenüber Investoren erklärte.

Viele dieser Lagerstätten würde man in Zeiten niedriger Goldpreise gar nicht antasten. Denn pro geförderter Gold-Unze muss dort wesentlich mehr Erde bewegt werden, als in Gegenden mit höherem Goldgehalt. Die Kosten pro Unze steigen, der Gewinn für die Firmen fällt entsprechend niedriger aus.

Ändern lässt sich das kaum. Denn die börsennotierten Förderfirmen müssen immer höhere Unzen-Zahlen vorweisen, um die Erwartungen der Aktionäre zu befriedigen. Dabei geht die Menge leicht förderbarer Goldvorkommen mit hohem Gehalt seit Jahren zurück.

Erschwerend hinzu kommt der Umstand, dass die Kosten der Förderung ohnehin steigen. Dafür sorgen anziehende Preise für Geräte, Mitarbeiter und Fördermittel. Die Inflation lässt grüßen.

Was bedeutet das für Goldanleger? Das natürliche Gold-Angebot bleibt auch bei steigendem Goldpreis limitiert. Neues Gold kommt nur auf dem Markt, wenn der Abbau für die Firmen kostendeckend ist. Gold ist im Gegensatz zu Papiergeld eben nicht beliebig vermehrbar. Es besitzt einen steigenden inneren Wert.

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Terminmarkt: Erneute Margin-Erhöhung bei Silber angekündigt

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Goldpreis und Silberpreis fielen am Donnerstagnachmittag deutlich von ihren Tageshöchstkursen zurück .

Der Betreiber der Warenterminbörse COMEX hat am Donnerstag eine erneute Erhöhung der Sicherheitsleistungen beim Handel mit Silber-Futures angekündigt. Silberpreis und Goldpreis kamen am Abend deutlich von ihren Rekordständen zurück.

Die CME Group hat am Donnerstag bekannt gegeben, dass die Margins im Handel mit diversen Rohstoff-Futures per Handelsschluss am Freitag erhöht werden, auch bei Silber.

Laut CME-Mitteilung wird die Initial Margin für Spekulanten pro Kontrakt (5.000 Unzen) von 11.138 Dollar auf 11.745 Dollar erhöht. Die Margin für kommerzielle Händler (Hedger/Mitglieder) und die Maintenance Margin für spekulative Positionen steigt von 8.250 Dollar auf 8.700 Dollar.

Wenn an der Warenterminbörse höhere Sicherheitsleistungen beim Vertragsabschluss (Initial Margin) oder bei laufenden Verträgen (Maintenance Margin) gefordert werden, dann müssen Investoren mehr Geld hinterlegen, um den zugrunde liegenden Handel abzuschließen oder aufrechtzuerhalten.

Die Erhöhung der Maintenance Margin sorgt häufig dafür, dass Marktteilnehmer ihre Position glattstellen, weil sie die Zusatzbeträge nicht nachschießen wollen oder können.

Am Donnerstag nach 17 Uhr (MEZ) fiel der Silberpreis von seinen Tageshöchstkursen um 38,15 Dollar auf knapp unterhalb von 37 Dollar zurück. Der Goldpreis gab im gleichen Zug über 20 Dollar von seinem Tageshoch bei 1.447 Dollar ab.

Der Goldpreis hatte im Tagesverlauf ein neues Allzeithoch erreicht, Silber ein neues 31-Jahre-Hoch.

Am kommenden Montag verfallen zudem die April-Kontrakte bei Gold und Silber (Option Expiry). Kurseinbrüche vor diesem Termin waren in der Vergangenheit immer wieder zu beobachten.

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EU-Schuldenkrise: Die permanent falschen Versprechen der Kanzlerin (Video)

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In einer aktuellen Rede vor dem Deutschen Bundestag führte der ehemalige Bundesfinanzminister Per Steinbrück dem Parlament noch einmal alle Versprechen der Regierung Merkel vor Augen, die seit der ersten Rettung Griechenlands und im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise gemacht und nicht gehalten wurden.

Am heutigen Donnerstag informierte Bundeskanzlerin Angela Merkel den Deutschen Bundestag über den bevorstehenden Beschluss über den permanenten Rettungsschirm zwischen den Regierungschefs der Europäischen Union.

Der frühere Bundesfinanzminister und heutige SPD-Abgeordnete Steinbrück rief in seiner, der Regierungserklärung folgenden Rede in Erinnerung, welche Versprechen die Regierung Merkel in den vergangenen Monaten abgegeben und nicht gehalten habe.

Wir fassen seine Kritikpunkte zusammen:

  • Zunächst habe Merkel beteuert, es werde keine Haushaltsmittel für Griechenland geben. Diese Auffassung wurde bald darauf kassiert.
  • Dann sei im Mai 2010 in einer dramatischen Aktion der laufende Rettungsschirm (ESFS) verabschiedet worden.
  • Daraufhin habe die Bundesregierung erklärt, dass dieser Rettungsschirm gar nicht in Anspruch genommen werden müsste und ohnehin zeitlich bis 2013 limitiert sei.
  • Merkel habe schließlich „ganz klar“ gesagt, dass es keine Verlängerung des Rettungsfonds geben werde. Was geschieht gerade?
  • Später sei Merkel („ganz berechtigt“) für automatisierte Sanktionsmechanismen eingetreten, daraus sei nun ein „quasi-automatisierter“ Mechanismus geworden, der jederzeit wieder politisch ausgehebelt werden könne.
  • Die von der Regierung geforderte Gläubigerhaftung werde nun erst nach 2013 gelten und dann nur im Insolvenzfall, nicht aber bei Liquiditätsproblemen. Eine Staaten-Insolvenz schließe man aber in jedem Fall aus.
  • Zunächst habe man eine gemeinsame Wirtschaftsregierung der 17 Euro-Länder abgelehnt, und plötzlich sei man zum Befürworter geworden.
  • Die aktuellen Rettungsschirme wollte man nicht aufstocken, genau aber das geschehe nun unter reger finanzieller deutscher Beteiligung.
  • Die Themen „Transferunion“, „Haftungsgemeinschaft“, „Euro-Anleihen“ und „Fiskalunion“ seien für Frau Merkel immer tabu gewesen. Steinbrück erklärt, warum wir uns bereits einer Transferunion befinden.

Unser Kommentar: Aus der Opposition heraus und ohne Regierungsverantwortung lässt sich sicher leicht argumentieren. Aber wo er recht hat, hat er recht. Die oben genannten und weitere Vorwürfe Per Steinbrücks Richtung Bundesregierung und seine Vorschläge zur Bewältigung der EU-Schuldenkrise sehen Sie im folgenden Video.

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Silberpreis-Anstieg gewinnt erneut an Dynamik

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Der Silberpreis erreichte am Donnerstag ein neues 31-Jahre-Hoch. Weitere Kurs-Widerstände wurden überwunden.

Am Donnerstagmorgen setzte der Silberpreis im Zuge der aktuellen Edelmetall-Hausse ein neues Rekordhoch. Mit 37,78 Dollar (26,71 Euro) im Londoner Fixing stieg der Silberkurs auf ein Niveau, dass zuletzt am 18. Februar 1980 erreicht wurde.

Der seit Januar bestehende Aufwärtstrend wurde nun sogar nach oben durchbrochen. Auch von der oberen Begrenzung des 5-Monats-Trends war der Silberchart am Donnerstag nur noch rund 50 Cent entfernt.

Silberpreis in US-Dollar, 6 Monate (Deutsche-Bank-Indikation)

 

Zwischen dem aktuellen Silberkurs und der nächsten Unterstützungslinie bei 36,02 Dollar liegen allerdings mittlerweile gut 1,5 Dollar. Sollte ein nachhaltiger Ausbruch über den steigenden 3- bzw.  5-Monats-Trend  nicht gelingen, dann könnte der Silberpreis kurzfristig noch einmal auf dieses Level zurückfallen.

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Neu: Externe Artikel von Net-News-Express auf Goldreporter.de

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Ab sofort erscheinen die Meldungen des Nachrichten-Netzwerks Net-News-Express auf der Startseite von Goldreporter.de.

Um unseren Leser ein noch breiteres Themenspektrum anzubieten, veröffentlichen wir ab sofort die aktuellsten Beiträge (Links) des Nachrichten-Netzwerks Net-News-Express auf Goldreporter.de.

Der NNE-News-Feed ist zunächst rechts unten auf der Startseite zu finden. Die Meldungen werden alle 15 Minuten aktualisiert.

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Barclays Capital: „Institutionelle Investoren glauben nicht mehr an die Gold-Story“

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Barclays Investoren sind beim Goldpreis eher "bärisch" gestimmt (Foto: Gina Sanders - Fotolia.com)

Eine von dem britischen Investment-Haus im Hinblick auf 2011 durchgeführte Umfrage unter institutionellen Investoren brachte Gold angeblich schlechte Noten ein.

Kontraindikator, Eigeninteresse oder nichts als die Wahrheit? Entscheiden Sie selbst. Am gestrigen Mittwoch veröffentlichte das britische Investment-Unternehmen Barclays Capital seine jährliche Studie zu den Markt-Erwartungen institutioneller Investoren.

Aus dem Barclays Capital Annual Survey 2011 geht hervor, dass die befragten Money Manager Gold als Investment-Klasse in den kommenden Monaten keine große Bedeutung mehr beimessen.

Nicht ein einziger Proband habe Gold als den potenziell besten Performer unter den Rohstoffen im Jahr 2011 eingestuft, heißt es. „Investoren glauben nicht mehr an die Gold-Story“, erklärt Kevon Norrish, Geschäftsführer der Rohstoff-Abteilung bei Barclays Capital, laut Fox Business News.

Dennoch glaubt Norrish, dass der Goldpreis 1.500 Dollar oder 1.550 Dollar erreichen könnte. Er glaubt aber auch, dass die Inflationsängste in der zweiten Jahreshälfte abebben könnten und Gold nicht der beste Inflationsschutz sei. „Ein breitangelegtes Rohstoff-Engagement ist ein besserer Inflationsschutz als Gold“, so Norrish.

Die Mehrheit der befragten Investoren gingen davon aus, dass die Finanzmarkt-Krise, die den Goldpreis in den vergangenen zwei Jahren befeuert habe, nun abflaue. Öl sei dagegen der Rohstoff-Favorit unter den befragten Managern.

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Chinesen kaufen Gold anstatt Immobilien und Autos

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China Panda Goldmünze

Nach Ansicht des World Gold Councils kaufen die Chinesen auf deshalb mehr Gold, weil die Zentralregierung andere Privatinvestitionen erschwert.

“Investoren halten Gold weiterhin für ein attraktives Investment, weil die Regierung andere Großinvestitionen wie Immobilien und Autos beschränkt“, erklärte Wang Lixin, China-Chef des World Gold Council (WGC) am Dienstag gegenüber Bloomberg.

Hintergrund: Um eine Überhitzung der Konjunktur und des Häusermarktes zu verhindern, drosselte die People’s Bank of China zuletzt immer wieder die Kreditvergabe. In der Hauptstadt Peking verhängte die Regierung  Erwerbsbeschränkungen für PKWs, um dem rasant wachsenden Verkehrsaufkommen Herr zu werden. Damit die Kluft zwischen den Armen und Reichen des Landes nicht noch offensichtlicher wird, veranlasste Peking laut einem Bericht von China Daily zuletzt großflächige  Werbung für Luxusgüter.

Diese Investitionsbeschränkungen eröffnen dem Goldmarkt zusätzliches Potenzial. Den Gold und Silber sollen die Menschen in China weiter kaufen.

Wang Lixin spricht von einem gesunden Wachstum des chinesischen Goldmarktes. In den ersten zwei Monaten des Jahres hat China nach Angaben der Schweizer UBS bereits 200 Tonnen Gold nachgefragt. Zum Vergleich: Die chinesischen Goldimporte umfassten im gesamten vergangenen Jahr 300 Tonnen (Goldreporter berichtete).

Der WGC erwartet nun, dass die Investment-Nachfrage in China in diesem Jahr um 40 bis 50 Prozent steigen könnte. Damit dürfte China dann Indien endgültig als weltweit größter Goldkonsument ablösen.

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Die versteckten Milliarden-Risiken der Euro-Rettung (Video)

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„Für wie viele Milliarden-Kredite müssen die Bundesbürger wirklich haften?“, fragten sich die Redakteure der ARD-Magazins Plusminus und stellten Recherchen an. Das Ergebnis: Für den deutschen Steuerzahler bestehen im Rahmen der Euro-Rettung enorme finanzielle Risiken, die nicht ohne weiteres erkennbar sind.

Bei den bereits getätigten  und noch geplanten Maßnahmen zur Euro-Rettung stoßen insbesondere Hilfen im Rahmen der so genannten Emergency Liquidity Assistance (ELA) auf Kritik. Hierbei können nationale Notenbanken den Geschäftsbanken des Landes Hilfsgelder gegen Sicherheiten zur Verfügung stellen, die von der Europäischen Zentralbank nicht mehr als „Pfand“ akzeptiert würden. So geschehen in Irland.

Weitere Risiken für deutsche Steuerzahler:  Die Kreditvergabe der Bundesbank an andere Zentralbanken des Eurosystems.

Ein TV-Beitrag des ARD-Magazins Plusminus vom 22. März beschäftigt sich mit den versteckten finanziellen Risiken der Euro-Rettung.

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Goldanteil an den internationalen Währungsreserven sinkt

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Der World Gold Council hat neue Zahlen zu den weltweiten Goldreserven veröffentlicht. Im Vergleich zu Januar gab es nur kleine Veränderungen in den Goldbeständen der in der Statistik aufgeführten Länder.

Die neuen Zahlen des World Gold Councils zu den internationalen Goldreserven offenbaren nur wenig Neues. Innerhalb der Top-40 gab es den offiziellen Zahlen zufolge folgende Änderungen:

  • Russland: +5,1 Tonnen
  • Kasachstan: +1,6 Tonnen
  • Europäische Zentralbank: +0,7 Tonnen
  • Griechenland: +0,2 Tonnen
  • Philippinen: -2,4 Tonnen
  • Internationaler Währungsfonds: -13,2 Tonnen

Innerhalb der Rangliste führten die Veränderungen der Goldbestände nur zu einem Positionswechsel. Russland steht nun vor Japan auf Platz 8 der größten Gold-Nationen.

Da die Zentralbanken der Länder sich innerhalb der letzten drei Monate  mit Goldkäufen zurückhielten, sank der Goldanteil an den Währungsreserven dieser Länder entsprechend (siehe Tabelle).

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Nigel Farage: Wir müssen aufhören, unsere eigenen Schulden aufzukaufen (Video)

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Der britische EU-Abgeordnete Nigel Farage hielt im Europäischen Parlament erneut eine flammende Rede für mehr Demokratie und für weniger geldpolitische Interventionen in der EU-Schuldenkrise.

„Im April erwarten wir eine massive portugiesische Neuverschuldung von 20 Milliarden Euro, die aufgebracht werden muss. Blicken wir auf die letzten sechs Monate zurück. 80 Prozent der Schulden Portugals wurden von der Europäischen Zentralbank aufgekauft. Wir können als Europäische Union nicht so weiter machen, unsere eigenen Schulden aufzukaufen. Falls wir das doch tun, wird die nächste Schuldenkrise nicht die eines Landes sein, sondern eine der Europäischen Zentralbank selbst“.

Mit diesen unbequemen Statements (und einigen mehr) konfrontierte der britische EU-Abgeordnete Nigel Farage (UK Independence Party) seine Kollegen kürzlich im Europäischen Parlament. Wie diese reagierten, ist im folgenden Video zu sehen (deutsche Übersetzung: http://www.youtube.com/user/Soundchiller)

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Inflation in Großbritannien steigt auf 4,4 Prozent

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Die Kerninflationsrate im Vereinigten Königreich erreichte im Februar den höchsten Wert seit 1997.

In Großbritannien sind die Konsumentenpreise im Februar um 4,4 Prozent gestiegen. Die Inflation ist damit auf ein Zwei-Jahreshoch gestiegen.

Die Kerninflationsrate, die Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak einschließt, ist mit 3,4 Prozent auf den höchsten Stand seit 1997 gestiegen. Die Daten stammen vom britischen Office for National Statistics.

Kurzfristig preistreibend wirkten nach den Angaben des Instituts die hohen Rohstoffpreise sowie die erhöhte Mehrwertsteuer.

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Inder sparen 10 Prozent in Gold

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Die Goldnachfrage in Indien ist leicht rückläufig (Foto: mdi - Fotolia)

Das Investment-Haus Morgan Stanley rechnet mit einer rückläufigen Gold-Nachfrage in Indien und macht das erwartete Wirtschaftswachstum dafür verantwortlich.

Im vergangenen Jahr importierte Indien 900 Tonnen Gold, so viel wie nie zuvor.  Die Analysten von Morgan Stanley erwarten in diesem Jahr dagegen eine um 16 Prozent geringere indische Gold-Nachfrage.

„Wir glauben, dass das Leistungsbilanzdefizit mit einem Rückgang überraschen könnte, mit positiven Auswirkungen für das Wachstum“, erklärt Ridham Desai, Leiter des indischen Research-Teams von Morgan Stanley im Rahmen eines am Dienstag veröffentlichten Reports.

Nach wie vor kaufen Inder in bedeutendem Umfang Gold zur Alterssicherung. Im Schnitt sparen Inder angeblich 10 Prozent ihres Vermögens in Form von Gold. Der Goldkonsum Indiens machte zuletzt 2,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus.

Morgans Stanley rechnet damit, dass das Zahlungsbilanzdefizit um 0,12 Prozent fallen könnte, alleine aufgrund des verhalteneren Goldkonsums der Inder.

Die Leistungsbilanz umfasst in einer Volkswirtschaft die internationalen Güterströme zwischen dem In- und Ausland. Importiert ein Land mehr als es ausführt, dann spricht man von einer negativen Leistungsbilanz oder einem Leistungsbilanzdefizit.

Die Banken in Indien haben die Habenzinsen in den vergangenen Monaten erhöht und so Sparkonten wieder attraktiver gemacht. Dennoch spricht das Zinsniveau weiter für die Goldanlage.

Negative oder niedrige Realzinsen (3-Monats-Libor minus  Inflationsrate) gelten als optimales Umfeld für steigende Goldpreise.  In Indien beträgt der Zinssatz derzeit 6 Prozent. Die Inflationsrate wird mit 9,3 Prozent beziffert.  Daraus ergibt sich ein Realzins von -3,3 Prozent.

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Bank of England: Iran hat massiv Gold gekauft

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Goldbarren: Die universelle Währung wird auch im Iran geschätzt

Laut einem Bericht von Financial Times hat der Iran innerhalb der vergangenen zehn Jahre hinter dem Rücken der internationalen Banken-Szene erhebliche Dollar-Bestände in physisches Gold umgetauscht.

Andrew Bailey, langjähriger Top-Manager der Bank of England, erklärt in einem aktuellen Artikel der Financial Times, die britische Zentralbank habe Kenntnis von „bedeutenden Anstrengungen des Iran, Gold zu kaufen“. Die Informationen entstammen angeblich einem US-Diplomaten-Bericht, der um das Jahr 2006 datiert und auch vom Enthüllungsportal Wikileaks veröffentlicht worden sei.

Als Motiv für die Goldkäufe des Iran wird unter anderem der gezielte Abbau von Dollar-Reserven genannt. Baileys Aussagen zufolge, habe der Iran einer möglichen Einfrierung von Dollar-Vermögen vorbeugen wollen.

Der Iran soll in den vergangenen Jahren neben Indien, Russland und China zu den größten Goldkäufern auf dem Markt gehört haben. Marktbeobachter schätzen die Goldreserven des Irans auf mehr als 300 Tonnen.

Die zuletzt vom Internationalen Währungsfonds für den Iran ausgewiesenen Goldbestände stammen aus dem Jahr 1996. Seinerzeit wurden dem Land 168,4 Tonnen Gold zugeordnet.

Goldreporter

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Gold online kaufen: 10 Dinge, an denen man einen guten Händler erkennt

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Gold und Silber kann man problemlos online kaufen, einige Dinge sollte man aber beachten (Foto: Pixel - Fotolia)

Mit Finanzkrise und Goldpreis-Rally sind nicht nur eine Menge neuer Edelmetall-Käufer in den Markt gelangt. Auch die Zahl der Händler, bei denen man online Gold und Silber kaufen kann, ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Darunter gibt es auch, zum Glück bislang nur wenige, schwarze Schafe. Wir erläutern, wodurch sich ein guter Händler von weniger guten Anbietern unterscheidet. Die Goldreporter-Checkliste.

1. Der erste Eindruck
Von einem qualifizierten Händler darf man auch professionelles Auftreten erwarten. Macht der Shop einen hochwertigen Eindruck? Wurde in moderne Technik und Layout investiert, so dass man auf ein langfristig angelegtes Geschäftsmodell schließen darf? Findet man auf Anhieb und mit wenigen Klicks, was man sucht?

2. Artikel-Auswahl
Am wichtigsten: Sind es wirklich Anlageprodukte, die im Shop angeboten werden oder handelt es sich um den Anbieter überteuerter Sammlermünzen? Ein guter Händler verfügt über ein vernünftiges Angebot an Münzen und Barren zur Kapitalanlage (siehe unsere Rubrik „Gold kaufen“). Dies bezieht sich sowohl auf die Sortimentsbreite (Münz- und Barren verschiedener Anbieter, ggf. auch Platin und Palladium) als auch auf die Sortimentstiefe (Vielfalt an Münz- und Barren-Größen). Von der Sortimentsgröße kann man zwar nicht unmittelbar auf die Qualität des Angebots schließen. Ein ernstzunehmender Händler hält für seine Kunden aber eine ausreichende Produktauswahl vor, zumindest die wichtigsten Anlage-Goldmünzen.

3. Vertrauenswürdigkeit
Welche Informationen gibt der Händler über sich und sein Geschäft preis? Positiv zu bewerten:

  • Detaillierte Informationen über den Betreiber und seinen Shop
  • Der Händler ist schon länger am Markt
  • Der Händler betreibt auch ein stationäres Einzelhandelsgeschäft
  • Der Shop ist zertifiziert oder besitzt es Verbraucherschutz-Signets
    (z.B. Trusted Shops, eKomi)
  • Der Händler ist in einem Berufsverband organisiert (z.B. Berufsverband des deutschen Münzenfachhandels)
  • Eine direkte Kontaktaufnahme mit dem Händler ist schnell über Telefon möglich (s.o.)

4. Lieferanten des Händlers
Kann der Händler direkte Geschäftsbeziehungen zu den bedeutendsten Produzenten von Gold- und Silber-Anlageprodukten nachweisen? Das heißt, ist der Händler offizieller Distributor/Vertriebspartner einer oder mehrerer großer Prägeanstalten? Hierzu gehören beispielsweise U.S. Mint (American Eagle), Royal Canadian Mint (Maple Leaf), Perth Mint (Känguru), Münze Österreich (Wiener Philharmoniker), Umicore bzw. Heraeus (Goldbarren/Silberbarren).
Daraus lassen sich Schlüsse ziehen …

  • auf das Renommee des Händlers (bei den Herstellern)
  • auf dessen Preisgestaltung (kein Zwischen- bzw. Großhändler dazwischen, die mitverdienen)
  • auf die potenzielle Lieferfähigkeit („sitzt an der Quelle“)

5. Preise
Ein guter Edelmetallhändler bietet auch faire Preise. Preise für Goldbarren/Silberbarren und Goldmünzen/Silbermünzen sind fair, wenn …

  • sie in kurzen Abständen aktualisiert werden (z.B. alle 10 Minuten) und sich somit ständig an den aktuellen Marktkursen für Gold und Silber orientieren
  • sie sich nah am reinen Material-/Metallwert der Anlageprodukte bewegen

Wichtig: DEN günstigsten Händler gibt es nicht. Alle arbeiten mit einer Mischkalkulation (einige Angebot günstig, dafür andere teurer). Im Internet lassen sich Preise leicht vergleichen. Achten Sie auf offizielle Distributoren (siehe Punkt 4 „Lieferanten“), wenn Sie auf der Suche nach bestimmten Produkten sind.

6. Kundenservice
Wird der Kundenservice (z.B. Service-Hotline/telefonische Beratung) prominent auf der Startseite hervorgehoben? Gut! Oder muss man nach der Service-Nummer lange suchen? Gibt es überhaupt eine Telefon-Hotline? Rufen Sie dort an und finden Sie heraus, ob sich Mitarbeiter schnell und freundlich um ihre Anfrage kümmern, bevor sie dort etwas bestellen. Fragen Sie zum Beispiel nach den Lieferzeiten für die von Ihnen gesuchten Produkte. Wie konkret sind die Aussagen?

7. Lieferfähigkeit
Achten Sie darauf, wie konkret in der Produktansicht des Shops die Angaben zur Lieferzeit der jeweiligen Ware sind. Gute Händler machen genaue Angaben. Allzu oft geben unfaire oder sogar unseriöse Händler vor, sofort lieferfähig zu sein. Aber anstatt die Ware innerhalb weniger Tage oder zumindest innerhalb einer Woche geliefert zu bekommen, wartet der Kunde teilweise mehrere Monate. Der Grund: Diese Händler sammeln über Wochen Kundenaufträge, um eine kritische Masse zu erreichen, die erforderlich ist, um Ware von großen Zwischenhändlern oder bei Prägeanstalten bestellen zu dürfen (Mindestbestellmenge). Im Zweifel immer kurz vor der Bestellung anrufen und nachfragen.

8. Auftragsmanagement
Der Kunde sollte ausgehend vom Absenden der Bestellung im Shop per E-Mail schrittweise über den Status der Bestellung informiert werden: Auftragsbestätigung, Zahlungseingang, Versandmitteilung. Moderne Shop-Systeme verfügen über ein solches Kunden-Informationssystem. Zugegeben, das Vorhandensein stellt man erst bei der Bestellung fest.

9. Lieferservice
Wie wird die Ware geliefert und was kostet es? Der Händler sollte mehrere Lieferarten zur Auswahl stellen. Unverzichtbar bei größerem Bestellwert ist eine versicherte Lieferung per Kurier (z.B. DHL, UPS) oder über die etwas teurere Variante per Wertelogistik (z.B. DWL). In jedem Fall muss die Ware anonym geliefert werden. Das heißt, sie möchten keinen Geldtransporter vorfahren sehen und auch keine eindeutigen, für jeden Paketboten erkennbare Hinweise auf den Absender und Inhalt („Goldbarren-Müller“) auf dem Päckchen lesen. Im Zweifel also vorher beim Händler erkundigen, mit welchem Absender das Paket versendet wird.

10. Extras
Einige Händler bieten zusätzliche Leistungen beim Online-Kauf an, die für Kunden allerdings unterschiedlich wichtig sind. Sie zeugen dennoch von Leidenschaft für das Edelmetall-Geschäft. Pluspunkte sind zum Beispiel:

  • regionale Abholstellen für die Ware
  • Zahlung (bis zu bestimmten Grenzen) per Nachnahme möglich
  • Keine Mindestbestellmenge
  • besondere Online-Tools zur Produktfindung/Produktauswahl
  • Bestellung ohne das Anlegen eines Kundenkontos möglich

Schlussbemerkung: Damit man von einem ausgezeichneten Online-Anbieter sprechen kann, muss der Händler natürlich nicht jede einzelne der oben genannten Anforderungen erfüllen. Aber je mehr er diesem Profil entspricht, desto besser. Zum Thema Online Gold kaufen empfehlen wir außerdem unseren ständig aktualisierten Artikel Dringende Warnung vor diesen „Goldhändlern“

Goldreporter

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Goldpreis: Neuer Angriff auf alten Höchststand

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Nach der Schwächephase im Umfeld der Japan-Krise ist der Goldpreis zuletzt wieder deutlich gestiegen. Eine erneute Kurs-Offensive in Richtung des Allzeithochs kann nun erfolgen.

Der Kursrutsch an den Börsen hatte vor zwei Wochen auch zu einem Rücksetzer bei den Edelmetallpreisen geführt. Der Goldpreis bröckelte zeitweise bis knapp unter die Marke von 1.400 US-Dollar ab. In den Folgetagen kam es dann zu einer deutlichen Erholung des Goldkurses.

Am heutigen Montagvormittag (10 Uhr) notierte der Goldpreis bei 1.426 Dollar (1.006 Euro). Charttechnisch betrachtet, befand sich die Notierung damit an der oberen Kante des kurzfristigen Abwärtstrendkanals, der sich seit dem letzten Erreichen des Allzeithochs bei 1.435 Dollar (Deuba-Indikation) am 1. März gebildet hatte.

 

Goldpreis in US-Dollar, 3 Monate (Deutsche-Bank-Indikation)

 

Ein Überschreiten dieses Niveaus auf Tagesschlussbasis ließe einen schnellen Angriff auf diese Bestmarke erwarten.

Technische Unterstützung erhält der Goldchart bei Kursen von 1.425, 1.415 und 1.409 Dollar.

Goldreporter

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US-Staatsanwältin: Gold als Geld zu benutzen, ist Terrorismus

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Liberty Dollar: Goldmünze, Silbermünze, Geldscheine (Bild: Wikipedia)

In einigen US-Bundesstaaten gibt es  mittelweile parlamentarische Initiativen zur Wiederzulassung von Gold- und Silbermünzen als offizielles Zahlungsmittel. In North-Carolina kam es jetzt zu einem Urteil, dass die Gesetzeswidrigkeit einer alternativen Währung zum US-Dollar unterstreichen soll. Das Urteil zum so genannten Liberty Dollar wurde gesprochen.

Die US-Medien schenkten dem Fall nur wenig Aufmerksamkeit. Im Jahr 1998 setzte der Amerikaner Bernard von NotHaus, heute 67 Jahre, eine alte Idee neu in die Tat um. Er führte eine alternative Währung zum US-Dollar ein, die an Gold und Silber gebunden war:  Den sogenannten Liberty Dollar.

Bei dieser privat ausgegebenen Währung handelte es sich um Besitzscheine (auch elektronisch) für echtes Gold und Silber, das man bis 2007 in einem Depot in Coeur d’Alene, Idaho aufbewahrte. Auch brachte man Goldmünzen und Silbermünzen in Umlauf (siehe Artikelbild).

Das Prinzip entsprach damit dem ursprünglichen Wesen von Edelmetallwährungen. Seinerzeit bewahrten Schmiede Gold und Silber für Privatpersonen auf und gaben dafür Quittungsscheine aus. Das war die Frühform von Geldscheinen oder Banknoten, die heute noch Bestandteil unseres (mittlerweile deckungslosen) Geldsystems sind.

Liberty Gold Dollar: Ähnlichkeit mit dem US-Dollar vorhanden

Offiziell ausgegeben wurde der Liberty Dollar von der durch NotHaus gegründeten National Organization for the Repeal of the Federal Reserve and the Internal Revenue Code (NORFED).

Schon bald nach der Einführung des Liberty Dollars sah sich die NORFED mit einem Rechtsstreit konfrontiert. Einerseits ging es um die Frage, ob es sich beim Liberty Dollar um Falschgeld handele (§ 514 des 18. U.S.-Codes -> Bundesrecht der USA) und zum anderen um die grundsätzliche Zulässigkeit von Silber und Gold als Geld (§ 514 des 18. U.S.-Codes).

In der vergangenen Woche wurde Bernhard von NotHaus nun von einem Gericht in Statesville, North-Carolina in beiden Sachen verurteilt. Die Jury hielt ihn in folgenden Anlagepunkten für schuldig:

  • Herstellung, Besitz und Verkauf von Münzen, die den Münzen der Vereinigten Staaten ähneln
  • Ausgabe, Verbreitung, Verkauf und Besitz von Liberty Dollar-Münzen
  • Ausgabe und Verbreitung von Liberty-Dollar-Münzen, gedacht zur Benutzung als Umlaufgeld
  • Verschwörung gegen die Vereinigten Staaten von Amerika

“Versuche, die gesetzliche Währung eines Landes zu unterlaufen sind schlichtweg eine Form nationalen Terrorismus‘ “, kommentierte Staatsanwältin Tompkins das Urteil.

Umgerechnet 7 Millionen US-Dollar in Form des Liberty Dollars sollen seit der Einführung ausgegeben worden sein.

NotHaus bleibt zunächst frei gegen Kaution. Das endgültige Strafmaß ist noch nicht festgesetzt.  Ihn erwarten angeblich bis zu fünfzehn Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von bis zu 250.000 US-Dollar.

Die ehemalige Internetseite www.libertydollar.org wurde auf gerichtliche Anweisung hin dicht gemacht.

Mehr zum Liberty Dollar gibt es in der englischen Ausgabe von Wikipedia (Liberty Dollar bei Wikipedia). Mehr zu dem Fall ist auf der amerikanischen Internetseite Mountain Xpress zu lesen.

Wie Goldreporter berichtete, gibt es mittlerweile in mehreren US-Bundesstaaten, unter anderem in Utah und Montana,  politische Initiativen für die Wiederzulassung von Gold und Silber als gesetzliches Zahlungsmittel.

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Armenier klagen gegen US-Notenbank – Es geht um Gold

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Armenisches Gold in den Fed-Tresoren in New York? (Foto: topone - Fotolia.com)

Das Center for Armenian Remembrance hat Klage gegen die Fed eingereicht. Es geht um Gold, das dem Armenischen Volk von der Türkei geraubt und später in die USA gelangt sei.

Die Sache reicht weit zurück bis ins Jahr 1915. Und es geht um Gold, das dem Armenischen Volk  nach Darstellung des Center for Armenian Remembrance (CAR) zur Zeit des Osmanischen Reiches im Zuge der Unterdrückung armenischer Unabhängigkeits-bestrebungen von den Türken geraubt wurde (siehe „Völkermord an den Armeniern“ bei Wikipedia).

Die Non-Profit-Organisation argumentiert in ihrer am 4. März eingereichten Klage, das Gold sei später zur Deutsche Reichsbank gelangt, die es für das einstige Osmanische Reich aufbewahrt hätte. Als die Alliierten nach Ende des Ersten Weltkriegs Reparationszahlungen von Deutschland und den Osmanischen Türken verlangten, sei das Edelmetall 1921 nach Frankreich und Großbritannien transportiert und später an die Vereinigten Staaten gegen US-Staatsanleihen verkauft worden. Von der Fed – von der das CAR annimt, sie habe das Gold heute in Verwahrung –  verlangt man nun die Herausgabe.

Der ursprüngliche Wert der Barren wird auf 5 Millionen Tückische Lire bzw. 22 Millionen US-Dollar beziffert. Heute belaufe sich die Summe auf mehrere Hundert Millionen Dollar.

Das Board of Governors des Federal Reserve Systems und die Federal Reserve Bank of New York erklärten laut Presseberichten, man habe keine Aufzeichnungen über Armenisches Gold in ihrem Besitz.

Link: Artikel der armenischen Zeitung The Armenian Weekly

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Goldman Sachs erwartet kurzfristige Goldpreis-Rally

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Kurzfristiges Goldpreis-Ziel der "Goldmänner": 1.480 Dollar (Foto:Spectral-Design - Fotolia)

Analysten des amerikanischen Geldhauses erklären, die kürzliche Kursschwäche im Umfeld der Japan-Krise sei eine gute Gelegenheit gewesen, Gold zu kaufen.

In einer aktuellen Notiz an Investoren des Hauses äußern sich Analysten des Banken-Riesen Goldman Sachs optimistisch über die kurzfristigen Aussichten für den Goldpreis. Sie warnen aber vor schwächeren Kursen im kommenden Jahr.

„Wir erwarten einen starken Anstieg des Goldpreises in naher Zukunft, rechnen aber weiterhin mit steigenden Realzinsen in den USA und einem Kursgipfel in 2012“, heißt es laut Market Watch in der Research Note vom Freitag.

Die kürzliche Schwäche des Goldpreises nach dem Erdbeben in Japan sei eine gute Kaufgelegenheit gewesen, heißt es weiter.

Das Goldkurs-Ziel von Goldman Sachs: 1,480 Dollar innerhalb der kommenden drei Monate.

Der Goldpreis ging am Freitag mit 1.419 Dollar aus dem späten New Yorker Handel. Das waren umgerechnet 1.000 Euro.

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