Montag,02.März 2026
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So entwickelt sich der Goldpreis im Februar

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Der Januar endete für den Goldpreis mit einem Minus von 5,4 Prozent. Wie wird sich der Kurs des Edelmetalls im Februar entwickeln? Goldreporter hat die Goldpreis-Entwicklung im Februar innerhalb der vergangenen 38 Jahre untersucht.

Der vergangene Januar brachte für den Goldpreis das gleiche Ergebnis wie im Jahr zuvor, zumindest was die Richtung der Kursentwicklung anging. Mit einem Minus von 5,4 Prozent startete der Goldpreis im letzten Monat so schwach ins neue Jahr, wie seit Januar 1997 nicht mehr (-6,64 Prozent). Im Vorjahr ergab sich ein Januar-Verlust von 1,92 Prozent.

Wie wird sich der Goldpreis im Februar entwickeln? Das weiß niemand. Dennoch möchten wir erneut einen Blick auf die Statistik der letzten 38 Jahre werfen, um saisonale Muster zu analysieren.

In den Jahren nach der Freigabe des Goldpreises – im Jahr 1971 – stieg der Kurs kontinuierlich an. Siebenmal in Folge bescherte der Goldpreis Anlegern im Februar ein Plus. Mit 29,24 Prozent und 27,20 Prozent fiel es in den Jahren 1973 und 1974 besonders kräftig aus.

Der größte Goldpreis-Rückgang ereignete sich im Februar 1983 mit -16,55 Prozent. Das war innerhalb der vergangenen 39 Jahre auch der einzige Februar mit zweistelligem Kursverlust.

18-mal sprang im Februar ein Plus heraus, 20-mal endete er rot.

Von1985 bis 1993 war der Februar neun Jahre hintereinander für Gold ein Verlustmonat.

Das Jahreshoch wurde seit 1973 viermal im Februar erreicht (1985, 1987, 2001, 2005). Fünfmal fiel das Jahrstief auf einen Tag im Februar (1975, 1983, 1990, 1996, 2000).

Im 38-Jahre-Durchschnitt endete der Februar mit einem Kursgewinn von 1,34 Prozent.

In den vergangenen vier Jahren schloss der Goldpreis im Februar jeweils mit positivem Vorzeichen.

Die beste Februar-Performance seit 1973 (Top-5)
1973: +29,24 %
1974: +27,20 %
1979:   +7,66 %
1977:   +7,52 %
1984:   +6,64 %

Die schlechteste Februar-Performance seit 1973 (Top-5)
1983: -16,55 %
1988:   -8,92 %
1982:   -6,44 %
2003:   -6,13 %
1985:   -4,72 %

Eine grafische Übersicht über die Goldpreisentwicklung im Februar seit 1973 erhalten Sie in der folgenden Abbildung. Hinweis: Alle Goldpreise in US-Dollar, London Fix A.M.

Fazit: Der Februar verspricht vor allem in Boom-Phasen Kursgewinne für den Goldpreis.

Goldreporter

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Finanzministerium verdoppelt Ausgabe-Aufschlag für Euro-Goldmünzen

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100-Euro-Goldmünze "Wartburg": BMF verteuert seine Goldmünzen (Foto: BMF)

Die Erhöhung des Ausgabepreises betrifft 20-Euro-Goldmünzen und 100-Euro-Goldmünzen gleichermaßen. Begründung: Der steigende Goldpreis.

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat bekanntgegeben, dass der Ausgabezuschlag für alle deutschen Euro-Goldmünzen künftig 50 Euro, statt bislang 25 Euro betragen wird.

„Das BMF wird den seit 2002 unveränderten Zuschlag für die deutschen Euro-Goldmünzen, der in den Ausgabepreis einfließt, angesichts des Anstiegs des Goldpreises ab 2011 von 25 auf 50 Euro je Münze anheben“, heißt es in der aktuellen Ausgabe des Informationsblattes Prägefrisch.de, das vom BMF mehrmals im Jahr herausgegeben wird.

Die 20-Euro-Goldmünze „Buche“ aus der Serie „Deutscher Wald“ wird die erste Goldmünze sein, die von dieser Preiserhöhung betroffen ist. Ihre Ausgabe ist für den 23. Juni geplant. Am 1. Oktober soll die neue 100-Euro-Goldmünze „Wartburg“ in der Reihe „UNESCO Weltwerbe“ folgen.

Da der Ausgabeaufschlag für 20-Euro-Goldmünzen und 100-Euro-Goldmünzen um den gleichen Nominalbetrag steigen wird, dürfte die 20-Euro-Goldmünzen-Serie für Anleger selbst zum Ausgabepreis unattraktiv werden und damit endgültig zum reinen Sammelobjekt „verkommen“. Der Grund:  Das hohe Gesamtaufgeld und die relativ zum Münzwert geringe Auflage (200.000 Exemplare).

Bereits im vergangenen Oktober hatte das Finanzministerium die Ausgabe der letzten beiden 10-Euro-Silbermünzen aufgrund des gestiegenen Silberpreises vorgezogen. Außerdem wurde entschieden, die künftigen 10-Euro-Silber-Gedenkmünzen mit geringerem Silbergehalt auszugeben (625er statt 925er).

Goldreporter

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China: “Aufstockung der Goldreserven zu gegebener Zeit”

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Goldkäufe Chinas stützen den Goldpreis, fragt sich nur wann (Foto: thongsee - Fotolia.com)

In einem aktuellen Interview empfiehlt ein Berater der Zentralbank Chinas den Ausbau der chinesischen Goldreserven, um den Yuan zu “internationalisieren”. Ein Zeichen für die Märkte?

Wir haben es in der Vergangenheit häufig erlebt. Zur chinesischen Währungs- und Wirtschaftpolitik gibt es selten offizielle Stellungnahmen der politischen Führung. Oft äußern sich dagegen Personen, die dem unmittelbaren Umfeld der Mächtigen zugeordnet werden. Ihre Aussagen haben Signalcharakter für die Märkte, die politische Führung kann die Äußerungen aber jederzeit dementieren.

Diese Kommunikations-Strategie erleben wir seit geraumer Zeit auch im Zusammenhang mit den Goldreserven des Landes. Die chinesische Zentralbank unterscheidet sich in diesem Punkt gar nicht mal so sehr von den westlichen Kollegen. Über Gold verliert man nicht viele Worte. Und dennoch hat es im Land der Mitte andere Gründe.

Chinas Goldanteil an den gesamten Währungsreserven beträgt geradezu verschwindende 1,5 Prozent. Die größte Portion wird in der US-Währung gehalten, mittlerweile mehr als 2 Billionen Dollar. Alle Aussagen über Goldkäufe seitens der chinesischen Regierung haben unmittelbaren Einfluss auf den Goldpreis. Und den wollen sich die Chinesen nicht selbst kaputt machen.

In diesen Kontext sind die Äußerungen einzuordnen, die ein Mann namens Xia Bin gegenüber der chinesischen Finanzzeitung Economic Information Daily getätigt hat. Der als Berater der chinesischen Zentralbank deklarierte Interviewpartner erklärte gegenüber dem Blatt, dass der Ausbau der chinesischen Goldreserven “zu gegebener Zeit”  der Strategie des Landes entspreche, den Yuan zu internationalisieren.

“Zuständige Abteilungen sollten über einen sehr langen Zeitraum die Strategie `Kauf bei Kursrücksetzern´ [`Buy the Dips´] verfolgen”, so Xia Bin.

Nachdem der Goldpreis im laufenden Jahr bereits gut 5 Prozent eingebüßt hat, stellt sich nun die Frage, welchen Zeitpunkt die People’s Bank of China für neue Goldkäufe als angemessen betrachtet. Vielleicht gibt schon der nächste Bericht des World Gold Council über die weltweiten Goldreserven Aufschluss darüber.

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Kapitalschnitt, Währungsreform und dann Goldstandard (Video)

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Ein TV-Beitrag beleuchtet die Historie des Goldstandards und fragt, was man tun müsste, um die Welt nach der Finanz- und Schuldenkrise wieder grundlegend zu gesunden.

Prof. Thorsten Polleit, Chef-Volkswirt der Barclays Bank ist der Meinung, dass Geldvermehrung keinen volkswirtschaftlichen Nutzen bringt. Nach der Ansicht von Edgar Most, dem ehemaligen Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, müsste das globale Kapitalvermögen um zwei Drittel abgewertet werden, um die Welt zu gesunden. Ein bemerkenswerter ARD-Beitrag beschäftigt sich mit Vergangenheit und möglicher Zukunft des Goldstandards.

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Bankenbeteiligung an der Krise: Was läuft hier eigentlich schief? (Video)

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Lobby-Gruppen in Berlin nehmen bedeutenden Einfluss auf die Entscheidung der deutschen Politik. Zwei TV-Beiträge beleuchten die Verflechtungen von Politik und (Finanz-)Wirtschaft in Deutschland.

“Diejenigen die entscheiden, wurden nicht gewählt. Und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden”, sagt der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer in einem TV-Interview.

Ist das der Grund, warum man seit Anbeginn der Krise alle Rettungsmaßnahmen am Wohl der Banken ausrichtet und bis heute keine vernünftigen Maßnahmen getroffen wurden, um die Finanzinstitute angemessen an den Kosten zu beteiligen, die sie zum großen Teil selbst verursacht haben? Zwei TV-Beiträge beschäftigen sich mit dem Lobbyismus.

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Einzelner Hedgefonds für Goldpreis-Absturz verantwortlich?

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Der Hedgefonds SHK Asset Management löste am vergangenen Montag eine riesige Gold-Position am US-Terminmarkt im Wert von 850 Millionen Dollar auf. Nachdem der Goldpreis an den Folgetagen stark gefallen war, erholte sich der Kurs des Edelmetalls am Freitag wieder deutlich.

Wie das Wall Street Journal am Freitag berichtete, wurde vergangenen Montag am amerikanischen Terminmarkt eine riesige Gold-Position aufgelöst.

Der Hedgefonds SHK Asset Management soll Gold- Futures im Wert von 850 Millionen US-Dollar verkauft haben. Dies entspräche knapp 10 Prozent des gesamten an der Warenterminbörse COMEX gehandelten Goldes.
Die Glattstellung der Longposition führte dazu, dass der Open Interest (die Gesamtheit aller Futures Kontrakte auf Gold) an diesem Tag um 81.000 auf rund 500.000 Kontrakte fiel. Laut Wall Street Journal handelt es sich dabei um den größten Tagesrückgang aller Zeiten.

Der Manager des Fonds, Daniel Shak, erklärte gegenüber dem Nachrichtenportal, die Position sei für ihn jahrelang profitabel gelaufen. Nachdem der COMEX-Betreiber CME Group jedoch ein weiteres Mal die Margins (Sicherheitsleistung) für den Futures-Handel erhöhte (am vergangenen Montag um 25 Prozent) und er nachschusspflichtig wurde, habe er sich von der Position trennen müssen.

Auch wenn der Handel nicht für den starken Goldpreis-Rückgang seit Anfang Januar verantwortlich war, so hatte er mit Sicherheit Einfluss auf die Goldpreis-Entwicklung der vergangenen Woche.

Nachdem der Kurs des Edelmetalls am Donnerstag mit 1.314,40 Dollar aus dem New Yorker Handel ging und bis dahin im Verlauf der Woche gut 2,5 Prozent nachgab, erholte sich der Goldpreis am Freitagnachmittag wieder deutlich. Er schloss am Abend bei 1.338,40 US-Dollar.

In jedem Fall zeigt dieses Beispiel deutlich, wie sehr die Preise über den Terminhandel beeinflusst, ja manipuliert werden können, wenn man ohne Vorankündigung Sicherheitsleistungen für bestehende Verträge erhöht. Die CME Group hat dies in den vergangen Monaten mehrfach getan – auch bei anderen Rohstoffen.

Mit der möglichen Begründung, dass mit einem steigendem Goldpreis auch der Handelswert zunimmt und deshalb höhere Sicherheitsleistungen erforderlich sind, kann die Margin-Erhöhung vom Montag kaum gerechtfertigt werden. Der Goldpreis war ja seit Beginn des Jahres im Rückzug begriffen.

Kritiker sehen einen Zusammenhang mit aktiven Markteingriffen durch die Working Group on Financial Markets, die landläufig auch Plunge Protection Team (PPT) genannt wird. Sie hat die gesetzlich legitimierte Möglichkeit, Einfluss auf die Finanzmärkte zu nehmen, um in Krisenphasen „das Vertrauen der Marktteilnehmer wiederherzustellen“.

Dem illustren Team gehört neben dem US-Finanzminister, dem Fed-Präsidenten und dem Chef der US-Börsenaufsicht auch der Vorsitzende der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) an, der die Geschäfte am amerikanischen Warenterminmarkt kontrolliert.

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China fördert Rekord-Goldmenge und dennoch reicht es nicht aus

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Im Gesamtjahr 2010 haben chinesische Bergbaufirmen 340,8 Tonnen Gold gefördert. Es reicht jedoch weiterhin nicht aus, um die Inlandsnachfrage zu befriedigen. China muss weiter Gold im Ausland kaufen.

Nach den Angaben der China Gold Association (CGA) haben chinesische Bergbauunternehmen im vergangenen Jahr 340,8 Tonnen Gold aus den Minen des Landes geholt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Plus von 8,57 Prozent. Damit bleibt China Goldproduzent Nummer 1 in der Welt.

Der chinesische Goldnachfrage übersteigt aber das Binnenangebot, so dass China weiter Gold im Ausland kaufen muss. Für das Gesamtjahr 2010 werden Goldimporte im Umfang von 260 Tonnen erwartet.

Mehr als 510 Tonnen Gold wurden laut CGA im Jahr 2010 in China von der Schmuck- und Fertigungsindustrie sowie von Investoren physisch nachgefragt.

Das Gold-Transaktions-Volumen an der Shanghai Gold Exchange betrug mit 6.064,06 Tonnen ein Vielfaches davon. Im Vergleich zum Vorjahr wurde an dieser Börse 28,48 Prozent mehr Gold gehandelt.

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Weltweite Schuldenkrise – Rekordzahlen wo man auch hinschaut

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Die Politik verkauft uns jede kleine Begrenzung der Neuschuldenaufnahme schon als Riesenerfolg. Dabei steigt die weltweite Gesamtschuldenlast weiter kontinuierlich an. Goldreporter hat dazu aktuelle Zahlen und Links gesammelt.

Über 30 Jahre haben die westlichen Gesellschaften ihr Wachstum über Kredite finanziert“, sagt Allianz-Finanzvorstand Paul Achleitner gegenüber dem Nachrichten-Magazin Der Spiegel. „Es wird eine neue Zeitrechnung geben – wenn auch nicht kalendarisch. Aber enorme Kräfte wirken auf die Welt ein, deren Bedeutung wir gar nicht genug überschätzen können“, so Achleitner weiter.

Griechenland ist laut den aktuellen Daten des Marktforschers CMA mit einer Wahrscheinlichkeit von 52,91 Prozent der öffentliche Schuldner mit dem derzeit größten Ausfallrisiko. Die CMA-Daten (Top-10 der Schuldner mit dem größten Ausfallrisiko) vom 27. Januar:

Die Rating-Agentur hat die Bonitätsnote Japans von AA auf AA- gesenkt (nur noch viertbestes Rating). Japans Schuldenquote (Verhältnis der Gesamtschulden zum Bruttoinlandsprodukt) soll laut japanischem Finanzministerium in diesem Jahr 204 Prozent erreichen. Damit wäre sie fast doppelt so hoch wie jene Griechenlands.

Laut dem Städtetag waren die deutschen Kommunen per Ende 2010 mit etwa 11 Milliarden Euro Schulden belastet, so viel wie noch nie nach dem Zweiten Weltkrieg.

Das Land Berlin hat 63 Milliarden Euro Altschulden. „Seine Verschuldung kann Berlin nicht selbst in den Griff bekommen“, sagt Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB). Er fordert, dass die Berliner Regierung bis 2016 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegt. Berlin erhält vom Bund schon eine Konsolidierungshilfe von 80 Millionen Euro jährlich. Nun gibt es Vorschläge, neun Jahresraten auf einen Schlag auszuzahlen. Die Geber unter den deutschen Bundesländern klagen derzeit allerdings gegen den Länderfinanzausgleich.

Das US-Haushaltsdefizit wird nach ersten Schätzungen des Congressional Budget Office in diesem Jahr rund 1,5 Billionen US-Dollar betragen. Das wären annähernd 40 Prozent mehr als die Planungen des Vorjahres und ein neuer Rekord.

Laut einem aktuellen Bericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich betrugen die ausstehenden Kredite europäischer Geldinstitute gegenüber privaten und öffentlichen Gläubigern in Portugal, Irland, Griechenland und Spanien 1,66 Billionen US-Dollar.

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Wann endet der Silberpreis-Rutsch?

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Seit seinem Kurshoch Ende Dezember hat der Silberpreis um mehr als 12 Prozent nachgegeben. Noch ist der kurzfristige Abwärtstrend intakt, aber es gibt aus charttechnischer Sicht Hoffnung auf ein baldiges Ende der Kurskonsolidierung.

Der Silberpreis setzte gleich zu Beginn des neuen Jahres zu einer Kurskonsolidierung an. Am 3. Januar kostete die Feinunze Silber noch 30,67 US-Dollar. Dreieinhalb Wochen später war der Silberpreis mit 26,84 Dollar auf das Niveau von Ende November zurückgekehrt. 12,5 Prozent büßte der Kurs in diesem Zeitraum ein. Der aktuelle Silberchart zeigt, dass der kurzfristige Abwärtstrend weiterhin intakt ist.

Silberpreis in US-Dollar, 6 Monate (Deutsche-Bank-Indikation)

Die wichtige Unterstützung auf dem Niveau von 27,43 Dollar wurde aber zuletzt im Tagesverlauf wieder zurückerobert. Eine Bestätigung dieser Marke auf Tagesschlussbasis würde nun die Chancen auf eine Trendumkehr erhöhen. Insbesondere dann, wenn das Niveau des gleitenden 50-Tages-Durchschnitts bei aktuell 27,92 Dollar überboten werden kann.

Als nächsten charttechnische Barrieren folgen dann $ 28,19 und $28,81. Die letzte große Hürde auf dem Weg zu neuen 30-Jahres-Hochs folgt dann bei $ 29,75.

Mit 26,84 Dollar scheint die Silberpreis-Konsolidierung einen Boden gefunden zu haben. Diese Haltestation war ungemein wichtig. Ein Unterschreiten hätte Silber vermutlich weiter bis auf 25,26 Dollar gedrückt. Denn zwischen diesen Marken verlaufen im Chart keine Unterstützungslinien.

Fazit: Die Rückeroberung des 50-Tage-Durchschnitts könnte die Januar-Konsolidierung des Silberpreises beenden. Denn auf diesem Niveau verläuft auch die obere Begrenzung des kurzfristigen Abwärtstrends.

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Neue Goldreserve-Zahlen veröffentlicht

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Der World Gold Council hat im Rahmen seines aktuellen Goldmarkt-Berichts (Gold Investment Digest 2010) neue Zahlen zu den weltweiten Goldreserven veröffentlicht. Der erhöhte Goldpreis ließ den Goldanteil der Weltwährungsreserven zuletzt deutlich steigen.

Gegenüber Ende September gab es bei den absoluten Zahlen der weltweiten Goldreserven kaum Veränderungen. Russland hat die Bestände gegenüber September 2010 um 8 Prozent aufgestockt. Venezuela kaufte 1,9 Tonnen hinzu. Kleinere asiatische Zentralbanken trennten sich von Beständen (Philippinen, Kasachstan, Pakistan).

Durch den gestiegenen Goldpreis ist der Gold-Anteil an den gesamten Währungsreserven bei den meisten Staaten aber durchweg deutlich gestiegen. Einen Überblick über die offiziellen Goldreserven per Dezember 2010 erhalten Sie in der folgenden Tabelle.

RangLand/ InstitutionGoldreserven in Tonnen Dezember 2010Goldreserven in Tonnen September 2010Differenz gegenüber SeptemberGoldanteil an den Währungs- Reserven Dez. 2010Differenz gegenüber September
1.USA8.133,508.133,500,00%72,10%4,30%
2.Deutschland3.401,803.402,00-0,01%67,40%5,64%
3.IWF2.827,202.907,00-2,75%k.A.k.A.
4.Italien2.451,802.451,800,00%66,20%5,14%
5.France2.435,402.435,400,00%65,70%2,28%
6.China1.054,101.054,100,00%1,50%20,00%
7.Schweiz1.040,101.040,100,00%15,10%16,56%
8.Japan765,20765,200,00%2,70%14,81%
9.Russland784,10726,008,00%5,70%26,32%
10.Niederlande612,50612,500,00%55,80%6,81%
11.Indien557,70557,700,00%7,40%14,86%
12.EZB501,40501,400,00%25,90%13,13%
13.Taiwan423,60423,600,00%4,10%17,07%
14.Portugal382,50382,500,00%79,60%3,14%
15.Venezuela365,80363,900,52%48,50%13,81%
16.Saudi-Arabien322,90322,900,00%2,70%14,81%
17.Großbritannien310,30310,300,00%15,60%12,18%
18.Libanon286,80286,800,00%25,20%14,29%
19.Spanien281,60281,600,00%35,90%10,31%
20.Österreich280,00280,000,00%54,30%6,45%
21.Belgien227,50227,500,00%33,80%13,02%
22.Algerien173,60173,600,00%4,20%9,52%
23.Philippinen156,50175,90-11,03%13,50%-7,41%
24.Libyen143,80143,800,00%5,10%19,61%
25.Singapur127,40127,400,00%2,30%13,04%
26.Schweden125,70125,700,00%8,70%34,48%
27.Südafrika124,90124,900,00%10,90%17,43%
28.BIZ*120,00120,000,00%k.A.k.A.
29.Türkei116,10116,100,00%5,60%10,71%
30.Griechenland111,70111,700,00%76,50%4,05%
31.Rumänien103,70103,700,00%8,70%11,49%
32.Polen102,90102,900,00%4,20%11,90%
33.Thailand99,5099,500,00%2,50%4,00%
34.Australien79,9079,900,00%7,00%21,43%
35.Kuwait79,0079,000,00%k.A.k.A.
36.Ägypten75,6075,600,00%7,70%22,08%
37.Indonesien73,1073,100,00%3,50%2,86%
38.Kasachstan67,3070,40-4,40%9,50%13,68%
39.Dänemark66,5066,500,00%3,10%12,90%
40.Pakistan64,4064,50-0,16%14,90%12,08%
*Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, Quelle: GFMS / World Gold Council

Goldreporter

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Die Inflation kommt

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Inflation kann sehr plötzlich sehr stark zulegen, zum Beispiel in einer Crack-Up-Boom genannten Kauf-Panik (Foto: dreidesign.com)

Es tauchen nun vermehrt Nachrichten über steigende Inflation in Europa auf. Früher oder später wird sie mit aller Macht zuschlagen und den Geldwert ganz erheblich mindern.

Die deutschen Importpreise sind laut Statistischem Bundesamt im Dezember um 12 Prozent gegenüber Vorjahr gestiegen. Die Fastfoodkette McDonald‘s erwägt weltweit eine Preiserhöhung aufgrund der gestiegenen Lebensmittelpreise. „Experten“ rechnen laut der Bild-Zeitung mit „bis zu 4 Prozent Inflation innerhalb der kommenden drei bis vier Jahre“. Wir halten das für reichlich untertrieben. In Großbritannien hat sie bereits 3,7 Prozent erreicht.

Inflation während der Ölkrisen
Auf dem Höhepunkt der letzten großen Inflationsphase – ab Mitte der 70er-Jahre – betrug die Inflation (offiziell) in Großbritannien über 22 Prozent, in den USA mehr als 14 Prozent. Hierzulande stiegen die Konsumentenpreise im Winter 1974 um 7,5 Prozent. Seinerzeit waren die Staatshaushalte jedoch nicht ansatzweise so marode wie heute. Die Konsumentennachfrage stand auf einer stabileren Basis, die Banken bewegten sich nicht auf den Abgrund zu und die Preissteigerungen waren stark vom Ölschock geprägt.

Desinformations-Politik
Notenbanken, Politik und deren Berater haben ein natürliches Interesse daran, die Zahlen zur Inflation möglichst klein zu halten. Denn bei steigender Inflation geraten die Zentralbanken unter Zugzwang. Sie sind gezwungen, die Leitzinsen anzuheben und ihre Politik des billigen Geldes zurückzufahren. Viele Staatspapiere, Renten- und Pensionsansprüche sind direkt oder indirekt an die offiziellen Inflationszahlen gebunden.

Steigende Inflation bedeutet also für Währungshüter und Politik schwindendes Ansehen ihrer eigenen Arbeit (geht das überhaupt noch?), Vertrauensverlust und höhere Kosten. Nicht nur die Inflation selbst, vor allem die Inflationserwartung beunruhigt Notenbank-Chefs. Denn sie befeuert zukünftige Inflation.

Der Grund: Die Preiserwartung beeinflusst das Kaufverhalten der Konsumenten und sie bestimmt auch die Lohnpolitik von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden. Mittel- und unmittelbar daran gekoppelt sind Güter- und Verbraucherpreise.

An dieser Stelle noch einmal der wichtige Hinweis: Der Begriff der Inflation wird in Öffentlichkeit oft falsch gebraucht.

Inflations-Definition
Selbst in Lehrbüchern und in den Berichten der Notenbanken liest man oft eine irreführende Definition. Inflation wird als andauernde Steigerung des Preisniveaus bezeichnet. Das ist nur die halbe Wahrheit.

Inflation ist eine Minderung des Geldwertes. Sie kommt zustande, wenn die sich Geldmenge schneller ausdehnt als die Gesamtheit der produzierten Güter und Dienstleistungen. Die Preissteigerung ist somit nur das Ergebnis der Inflation, nicht ihre Ursache!

Wir wollen an dieser Stelle nicht auf die Methoden der Inflationsdatenfälschung eingehen. Wichtig nur: Inflation ist angesichts der gigantischen Geldvermehrung der vergangenen Jahre unvermeidlich! Mit physischem Gold und Silber erhält man die Kaufkraft seines Vermögens, wenn die große Teuerungswelle kommt. Und da sollte man sich auf das Schlimmste gefasst machen.

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Erneuter Gold-Engpass in Indien

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Der fallende Goldpreis hat die Nachfrage in Indien offensichtlich deutlich belebt (Foto: mdi - Fotolia.com).

Das Aufgeld für Goldbarren ist in Indien auf ein 2-Jahres-Hoch gestiegen, weil der Goldpreis stark gefallen und die Goldnachfrage dadurch unerwartet deutlich gestiegen ist.

Pressemeldungen zufolge ist das Aufgeld für Goldbarren in Indien auf ein 2-Jahres-Hoch gestiegen. Der offensichtliche Grund: Große Nachfrage und unzureichendes Angebot.

„Einige Lieferanten verlangen jetzt 2 Dollar pro Unze, weil es einen großen Kampf um die Versorgung mit Ware gibt“, sagt der Händler eines staatlichen Goldimporteurs gegenüber dem Nachrichtendienst Reuters.

„Wenn wir jetzt einen Auftrag abgeben, dann erhalten wir die Lieferung nicht früher als in 3 bis 4 Tagen“, so der Händler.

Laut den Angaben des indischen Nachrichtenmagazins Economic Times sorgte der starke Preisrückgang für eine Nachfragebelebung, mit der die Großhändler nicht gerechnet hatten. „Käufer bestellen jetzt, weil der Markt nicht erwartet hatte, dass der Goldpreis unter 1.340 Dollar fällt. Es könnte zu weiteren Käufen kommen, wenn der Preis 1.280 Dollar unterschreitet“, so ein anderer Händler.

„Die Raffinerien begannen das Jahr mit niedrigen Lagerbeständen und nun gibt es Lieferverzögerungen von 8 bis 10 Tagen“, sagt Pinakin Vyas vom größten indischen Goldimporteur IndusInd Bank. Er spricht gegenüber Economic Times von zusätzlicher asiatischer Nachfrage, vor allem aus China. Das verschärfe die Lage in Indien zusätzlich.

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Die Drogen-Dealer von der Notenbank

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Schulden-Droge: Der Entzug wird schmerzhaft sein (Foto: Thomas Jansa - Fotolia.com)

Schulden sind wie Drogen. Hat man einmal damit angefangen, kommt man nur schwer wieder davon los. Auch den Regierungen beschert das geliehene Geld diesen wunderbaren Kick.

Vor allem vor Wahlen, wenn man sich mit dicken Geldgeschenken Mehrheiten erkaufen kann. Später müssen dann neue Stimulanzien her, um die Folge-erscheinungen zu kaschieren.

Wie jeder Junkie braucht auch der Staat einen potenten Dealer. Einer, der das Zeug in ausreichender Menge und dazu noch günstig beschaffen kann.

Der Dealer ist die Notenbank, die Apotheke der leidenden Staats- und Finanzwirtschaft. Auch sie muss dauerhaft  von etwas  leben. Und mit kleinen Tricks sorgt sie dafür, dass der Staat noch lange Kunde bleibt.

Dafür verpfuscht der Apotheker seine eigenen Preise. Denn möglichst günstig muss die Droge sein. Er stellt das geile Zeug in Unmengen bereit und kauft sich selber alle überschüssigen Reste ab.

Früher waren Schulden noch rezeptpflichtig. Banken erhielten Finanzspritzen, wenn sie Drogenbezugsscheine halbwegs gesunder Gläubiger als Sicherheit nachweisen konnten. Heutzutage reicht ein wenig Flaschenpfand. Aus Irland, Belgien oder Griechenland.

Die Folge: Der Markt ist mit billigen Drogen überschwemmt. Die Junkies werden zur gesellschaftlichen Gefahr. Sie ersticken irgendwann an ihrem eigenen Erbrochenen oder setzen sich den goldenen Schuss.

Für die Folgeschäden haftet der gemeine Bürger, über Vermögensabgabe, Inflation oder Währungsschnitt. Es sei denn, er hat sich rechtzeitig geschützt. Die Immunisierung erfolgt mit Naturpräperaten. Sie heißen Silber und Gold. Man kann sie derzeit wieder günstig kaufen. Kopfschmerzen am Tag danach ausgeschlossen. Und rezeptfrei sind sie auch.

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Rückkaufwert von 100-Euro-Goldmünzen

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100-Euro-Goldmünze ("Trier") im Etui und mit Echtheitszertifikat

Irgendwann wird jeder auf die Idee kommen, einmal gekauftes Gold wieder zu veräußern. Wie sieht es beim Verkauf mit der Akzeptanz von 100-Euro-Goldmünzen im Vergleich zu den gängigsten Anlagemünzen (Krügerrand, Maple Leaf) aus?

Zunächst einmal ist es beim Vermögensschutz wichtig, echtes Anlagegold zu besitzen. Das heißt, die Goldmünzen sollten hohe Reinheit aufweisen, möglichst 999er Gold. In echten Krisenzeiten zählt nur der reine Goldwert. Exotische Münzen, solche mit Farb- oder Mehrmetall-Applikationen oder Goldmünzen in sehr geringer Auflage und Sammlerqualität (Spiegelglanz) bringen dann nicht mehr den Zusatzwert, den man beim Kauf gegebenenfalls investiert hat.

Was die 100-Euro-Goldmünzen angeht, stellen wir folgendes fest: Die Goldmünzen werden von der Bundesrepublik Deutschland herausgegeben, besitzen höchste Reinheit, gelten hierzulande als offizielles Zahlungsmittel und werden jeweils mit Zertifikat ausgeliefert, das alle Münz-Eigenschaften schriftlich dokumentiert. Die Münzen besitzen aufgrund ihrer Eigenschaften und Herkunft große Reputation.

Dass Krügerrand oder Maple Leaf als Anlagemünzen außerhalb von Europa bekannter sind, dürfte klar sein. Ein weiterer Vorteil dieser Münzen ist die Tatsache, dass die Goldmenge direkt auf der Münze genannt wird (1 Unze).

Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass es sich bei den 100-Euro-Stücken um gute Anlagemünzen handelt, noch dazu, wenn man sie günstig bekommen kann. Sie eignen sich sehr gut zur Diversifizierung des privaten Edelmetall-Depots. Ihr Preis entwickelt sich – wie alle anderen guten Anlagemünzen – analog zum Goldkurs an den Märkten. Die 100-Euro-Münzen werden deshalb jederzeit nahe dem aktuellen Goldwert von Händlern, Goldschmieden und Scheideanstalten angekauft. Und das ist das Wichtigste.

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Länderfinanzausgleich: Das könnte uns in Europa drohen (Video)

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In Deutschland sind vier Bundesländer die „Zahlmeister“ für den Rest der Republik. Auch die EU bewegt sich langsam aber sicher in eine Art Transferunion. Ein TV-Beitrag zeigt die Probleme einer solchen Umverteilung auf.

Der Länderfinanzausgleich sorgt in  Deutschland für eine riesige Geld-Umverteilung. Nur vier wirtschaftlich stärkere Gebiete (Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Hamburg) überweisen regelmäßig Milliarden-Beträge, um die Haushalte der restlichen Länder zu stärken. Das schafft Abhängigkeiten, führt zu mangelnder Haushalts-Disziplin bei den Nehmern und hemmt die wirtschaftliche Entwicklung der Geber.

Erinnert uns das nicht sehr an die aktuelle Situation in der Europäischen Union? Sie droht sich, angesichts der bestehenden Schuldenkrise und der diskutierten Rettungsmechanismen immer mehr in Richtung dieses hierzulande umstrittenen Modells zu entwickeln. Ein ZDF-Beitrag skizziert die Probleme des Länderfinanzausgleichs in Deutschland.

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Russland will jährlich 100 Tonnen Gold von Inlands-Banken kaufen

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Die russische Zentralbank hat ihre in der vergangenen Woche geäußerten Goldkauf-Absichten konkretisiert.

Die Bank of Russia hat weitere Informationen zu ihren Plänen über den kontinuierlichen Ausbau der eigenen Goldreserven bekanntgegeben. Demnach will man laut den Angaben des ersten Zentralbank-Vize (First Deputy Chairman) Georgy I. Luntovsky pro Jahr 100 Tonnen Gold von heimischen Banken kaufen, um die Währungsreserven des Landes zu diversifizieren.

Eigenen Angaben zufolge hat Russland seine Goldreserven im vergangenen Jahr um 23,9 Prozent auf 790 Tonnen aufgestockt. Die gesamten Währungsreserven des Landes beliefen sich per 7. Januar 2011 auf 480,7 Milliarden US-Dollar. Die Informationen stammen von der Internetseite der russischen Zentralbank.

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Goldpreis: Gefährliche „Großwetterlage“

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Bei einem weiteren Kursrückgang könnte dem Goldpreis der Bruch des 2-Jahres-Trends drohen.

Am Montagvormittag wurde der Goldpreis in London bei 1.347,50 Dollar fixiert. Der Spotpreis notierte gegen Mittag etwas leichter, um 1.345 Dollar.

Auf dem Niveau von 1.325 Dollar verläuft beim Goldpreis die untere Begrenzung des Aufwärtstrends, dessen Ursprung auf Anfang November 2008 zurückgeht. Auf dieser Höhe droht gleichzeitig die Vollendung einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation.

Goldpreis in US-Dollar, 10 Jahre (Deutsche-Bank-Indikation)

Bricht der Goldpreis aus der steigenden Dreiecksformation nach unten aus, dann könnte aus charttechnischer Sicht eine Kurskorrektur folgen, die den Goldpreis bis zu 290 Dollar oder gut 28 Prozent einbrechen lassen könnte. Das implizierte Kursziel ausgehend vom letzten Rekordhoch bei 1.426 Dollar läge bei zirka 1.140 Dollar.

Korrekturen mit Kursrückgängen von 20 Prozent und mehr haben wir seit 2006 bereits zweimal erlebt. Der darauf folgende Anstieg war dafür umso stärker.

2006 fiel der Goldpreis von 720 Dollar auf 564 Dollar. Ein Rückgang um 21,6 Prozent. Danach kletterte der Goldpreis bis März 2008 um 79 Prozent auf ein neues Zwischenhoch bei 1009 Dollar.

Darauf folgte eine erneute Korrektur um 28 Prozent auf 721 Dollar und ein nachfolgender Wiederanstieg um 98 Prozent bis zu den letzten Rekordkursen um 1.426 Dollar (Deutsche-Bank-Indikation).

Goldpreis in US-Dollar, 6 Monate (Deutsche-Bank-Indikation)

Obwohl ein solch drastischer Goldpreisrückgang im aktuellen finanz- und geldpolitischen Umfeld als höchst unwahrscheinlich anzusehen ist, weisen wir auf die brisante Chartsituation hin.

Das Negativ-Szenario kann sich noch ohne Weiteres umkehren. Hierzu wäre auf Tagesschlussbasis ein Wiederanstieg des Goldpreises auf mehr als 1.360 Dollar erforderlich. Damit könnte der kurzfristige Abwärtstrend aufgehoben werden und neuer Schwung für einen deutlicheren Rebound entstehen.

Goldanleger, die regelmäßig Gold kaufen, haben ohnehin wenig zu befürchten. Sie reduzieren bei fallendem Goldpreis die Durchschnittskosten ihres Investments und profitieren bei steigendem Goldpreis umso stärker. Denn an den fundamentalen und charttechnischen Gründen für einen langfristigen Goldpreis-Anstieg hat sich nichts geändert.

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Goldshop-Betrüger hacken deutsche Internetseite

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Die Internetseite eines deutschen Goldanbieters wurde von Kriminellen gehackt. Mit den gestohlenen Inhalten sollten Kunden übers Ohr gehauen werden, die Gold und Silber online kaufen. Die URLs der Gauner sind bereits als Betrugsseiten bekannt.

Der hohe Goldpreis zieht zunehmend Gauner an. Ausgestattet mit hoher krimineller Energie und guten Programmier-Kenntnissen stellen sie gefälschte Online-Shops ins Netz. Sie locken Kunden, die Gold online kaufen wollen, mit fingierten Niedrigpreisen und liefern niemals Ware aus. Das per Vorkasse überwiesene Geld ist weg. Ein aktueller Fall zeigt, mit welchen hinterlistigen Tricks diese Leute mittlerweile ihr böses Spiel treiben.

Angriff auf Edelmetallshop
Anfang des Jahres wurde die Firma WDK in Finsterwalde bei Dresden Opfer der Internet-Piraten. Das Unternehmen betreibt eine Internetseite mit integriertem Edelmetallshop, der von einem Partner zur Verfügung gestellt wird. WDK-Mitarbeiter Peter Semmler wendete sich an Goldreporter, um über den Fall publik zu machen. Der Betrug steht im Zusammenhang mit der Internetseite gold-barron-fiwa, vor der wir vor einigen Wochen bereits gewarnt hatten.

„Am Morgen des 4.1.2011 stellte ich als Verantwortlicher der Website www.wdk-fiwa.de ungewöhnlich hohe Zugriffszahlen auf den integrierten Edelmetallshop unseres Partners ‚Aureas‘ fest. Weitere Recherchen ergaben, dass diese Zugriffe über ein bis dato unbekannte Verweisseite erfolgten, besagtem gold-barron-fiwa.com. Bei der Linkverfolgung stellte ich zu meinem Erstaunen fest, dass damit unsere eigene Website dort mit allen konfigurierten Funktionen und identischen Inhalten aufgerufen werden konnte“, erzählt uns Peter Semmler.

Neue Betrugs-Dimension
Tiefer gehende Ermittlungen hätten dann ergeben, dass  der Edelmetall-Shop der WDK gehackt, die ID umgeschrieben und die Inhalte auf der Betrugsseite eingebundene wurden. „Unsere Seite www.wdk-fiwa.de wurde komplett als iFrame auf die Domäne gold-barron-fiwa.com aufgeschaltet“, so Semmler. Er nimmt an, dass die Betrüger Inhalte von wdk-fiwa nutzen wollten, um eigene Angebote aufzuspielen und Kunden über den Tisch zu ziehen. Zum Glück wurde der Missbrauch schnell entdeckt und abgewehrt. „Der Angriff erfolgte in einer selbst für die Kripo neuen Dimension“, so Semmler.

Chronologie
Die Recherchen von Peter Semmler ergaben, dass die besagte Domain am 2.1.2011 um 16:33 Uhr über eine Firma in Moskau in Panama registriert worden war. Die Seiteninhalte von wdk-fiwa.de seien am 3.1.2011 als iFrame aufgeschaltet worden. Am 4.1.2011 um 8:30 Uhr wurde der Sachverhalt festgestellt, der Shop aus dem Angebot der WDK entfernt, Strafanzeige  gestellt und der Shopanbieter (Partner Aureas) informiert. Als weitere Maßnahme hat WDK die fremde Domain mit einem Skript sperren lassen, so dass der Zugriff unmöglich wurde.

Schwierige Ermittlung
„Diese neue und bisher, zumindest in unserem Raum, unbekannte „Qualität“ des Angriffs kann alle Websitebetreiber, nicht nur Edelmetallshops betreffen“, erklärt Peter Semmler. Und den  Tätern das Handwerk zu legen, ist äußert schwierig, wenn nicht sogar unmöglich. Sie betreiben ihre Geschäfte über Server im fernen Ausland und wechseln häufig ihr Auftreten. So ist die Internetseite gold-barron-fiwa.com weiter online und tritt alternativ auch unter der URL gold-sofort-kaufen.com auf. Derzeit befasst sich das Landeskriminalamt Brandenburg mit dem Fall.

Goldreporter kann weiterhin nur davor warnen, aufgrund scheinbar ungewöhnlich günstiger Preise wahllos Gold und Silber im Internet zu kaufen. Wir verweisen weiterhin auf die von uns empfohlenen Händler in der Rubrik Gold kaufen und halten Sie weiter über mögliche Goldbetrüger im Internet auf dem Laufenden.

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De-Hedging: Produzenten kaufen 67 Tonnen Gold zurück

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Im dritten Quartal 2010 haben Goldproduzenten Vorwärtsverkäufe im Umfang von 2,16 Millionen Unzen Gold rückgängig gemacht. Sie rechnen also weiter mit einem steigenden Goldpreis.

Goldproduzenten haben im dritten Quartal 2010 De-Hedging im Volumen von 2,16 Millionen Unzen Gold (67,17 Tonnen) betrieben. Dabei werden Goldverkäufe auf Termin vorzeitig aufgelöst, indem die Firmen Gold am Markt kaufen.

Die Vorwärtsverkäufe von Gold (Hedging) tätigen Goldproduzenten, um sich gegen einen fallenden Goldpreis abzusichern. Erträge kommender Goldförderung werden damit garantiert. Der Nachteil: Die Goldförderer profitieren nicht vom steigenden Goldpreis.

Laut einem Bericht von Société Générale, die die Daten zum weltweiten Gold-Hedging gemeinsam mit dem Marktforscher GFMS erfassen, besaßen Goldproduzenten per Ende September weltweit noch Gold-Hedging-Positionen im Umfang von 5,11 Millionen Unzen (158 Tonnen).

Im Jahr 2000 verzeichnete das Global Hedge Book (die Gesamtheit aller Hedging-Positionen) seinen bisherigen Höchststand mit Terminverkäufen im Umfang von 3.064 Tonnen. Seither fallen die Hedging-Positionen kontinuierlich.

Hedging hat tendenziell negativen Einfluss auf den Goldpreis. Beim De-Hedging ist es umgekehrt.

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Gold ist besser als Cash (Video)

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Gut gemachter Kurzfilm in englischer Sprache über die Vorteile von Gold als Inflationsschutz und dauerhafter Wertspeicher.

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