Haufenweise: Vietnamesische Firmen exportierten in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 73 Tonnen Gold (Foto: Zentilia-Fotolia.com)
Das vietnamesische Finanzministerium will Gold-Exporte drosseln. Ab dem 1. Januar werden bei der Ausfuhr von Gold 10 Prozent Steuern fällig.
Im Jahr 2008 hatte Vietnam die Export-Steuer für Gold abgeschafft. Damals trat das Land der Welthandels-organisation WTO bei. Nun soll die Abgabe Anfang kommenden Jahres wieder eingeführt werden. Nach der Entscheidung des vietnamesischen Finanzministeriums wird sie 10 Prozent betragen. Vor einigen Wochen hatte man im Land noch mit Abgaben in Höhe von bis zu 20 Prozent gerechnet (wir berichteten).
Hintergrund: Die Vietnamesen haben zuletzt sehr viel Gold erworben, weil sie zunehmend der Landeswährung Dong misstrauen. Die große Nachfrage und der schwache Dong führten zu einem überproportional steigenden Goldpreis im Inland.
Die Regierung hofft, dass weniger Goldexporte die Preisfluktuationen auf dem Inlandsmarkt verringern.
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China hat in den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres 209 Tonnen Gold eingeführt.
Die Chinesen sind heiß auf Goldbarren und Goldschmuck. Nachdem die Zentralregierung es den Bürgern wieder gestattet Gold zu kaufen, steigt die Gold-Nachfrage im Reich der Mitte enorm an.
Wie der Geschäftsführer der Börse in Shanghai heute berichtete, hat China in den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres 209 Tonnen Gold importiert. Im gleichen Betrachtungszeitraum 2009 waren es lediglich 45 Tonnen. Somit ergibt sich eine Steigerung um 464 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
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Im November legte der Goldpreis erneut um 2,8 Prozent zu. Der Goldpreis in Euro stieg zuletzt auf neue Rekord-Höhen. Wie wird Gold im Dezember laufen? Unsere statistische Goldpreis-Prognose.
Der Dezember war immer wieder ein Monat mit großen Goldpreis-Sprüngen. Über die vergangenen Jahre hinweg brachte der letzte Monat des Jahres dem Goldkurs aber zu gleichen Teilen Gewinne und Verluste ein. Eine Analyse der Kursentwicklung seit 1972 auf Basis des Londoner Fixings (A.M.) ergab folgendes Ergebnis.
Im Zeitraum von 1972 bis 2009 ist der Goldpreis im Monat Dezember um durchschnittlich 1,52 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. In 19 der letzten 38 Jahre stieg der Goldpreis im Dezember, 19-mal fiel er gegenüber Ende November.
Der beste Dezember in dieser Betrachtung war jener im Jahr 1979. Damals, kurz vor dem Höhepunkt der letzten großen Goldhausse, zog der Goldpreis um 25,6 Prozent gegenüber dem November desselben Jahres an. Den historisch schlechtesten Dezember verzeichneten wir 1983 mit einem Minus von 5,98 Prozent. Im vergangenen Jahr gab es mit -5,80 Prozent einen ähnlichen Monatsverlust.
Dreimal fiel das Jahrestief auf einen Dezember (1984, 1996, 1997). Achtmal erreichte der Goldpreis im Dezember sein Jahreshoch (1974, 1979, 1987, 2002-2004 und 2009).
Die beste Dezember-Performance seit 1972 (Top-5)
1979: +25,60%
1978: +15,90%
1973: +11,97%
2002: +7,70%
2008: +6,33%
Die schlechteste Dezember-Performance seit 1972 (Top-5)
1983: -5,98%
1984: -5,96%
2009: -5,80%
1980: -5,15%
1986: -4,94%
Eine komplette Übersicht über die Goldpreisentwicklung im Dezember seit 1972 erhalten Sie in der folgenden Grafik.
Zum Vergleich: Unsere Betrachtung im vergangenen Monat ergab für den November ein statistisches Plus von 1,59 Prozent. Tatsächlich herausgesprungen ist in diesem Jahr ein November-Gewinn von 2,80 Prozent.
Hinweis: Alle Angaben beziehen sich auf das Goldpreis-Fixing London A.M.
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Die Wartburg im thüringischen Eisennach ist das Motiv der 100-Euro-Goldmünze 2011 (Foto: Crusius - Fotolia.com)
Das Bundesfinanzministerium hat die Ausgabe der 100-Euro-Goldmünze Motiv “Wartburg” in der Reihe “UNESCO-Welterbe” bekannt gegeben.
Im Oktober 2011 will das Bundesfinanzministerium (BMF) eine neue 100-Euro-Goldmünze mit dem Motiv “Wartburg” herausgeben. Dies geht aus einer aktuellen Pressemitteilung hervor.
Die Goldmünze ist Teil der “UNESCO”-Serie. Das BMF veröffentlich seit 2003 jedes Jahr ein neues Motiv dieser Gedenkmünzen-Reihe (100-Euro-Goldmünzen), die bei Sammlern und Goldanlegern gleichermaßen beliebt ist.
„UNESCO-Welterbe – Röm. Baudenkmäler Dom und Liebfrauenkirche in Trier“ (2009)
„UNESCO-Welterbe – Würzburger Residenz und Hofgarten“ (2010)
Die Details zur neuen 100-Euro-Goldmünze:
Motiv: “UNESCO-Welterbe – Wartburg“:
Gestaltung: Die Wertseite zeigt einen Adler, den Schriftzug „BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND“, die zwölf Europasterne, die Wertziffer mit der Euro-Bezeichnung sowie die Jahreszahl „2011“ und – je nach Münzstätte – die Münzzeichen „A“, „D“,“F“, “G“ oder „J“.
Die französische Großbank sieht ein breitangelegtes Interesse in Gold und gibt auch für 2012 eine Prognose über einen weiter steigenden Gold-Kurs ab.
Die französische Großbank BNP Paribas hat ihre Prognose für den Goldpreis erhöht. Im kommenden Jahr erwarten die Analysten des Hauses einen durchschnittlichen Goldpreis von 1.500 US-Dollar pro Feinunze. Im Folgejahr geht die Bank von einem weiter steigenden Goldpreis aus, der im Mittel 1.600 Dollar betragen soll.
Das Interesse in das Metall ruhe auf einer breiten Basis und institutionelle Stellen agierten weiter als aktive Käufer am Markt, heißt es in einem aktuellen BNP-Marktreport.
Und weiter: “Trotz der kürzlichen Preiskorrektur bleibt das Markt-Sentiment über die kommenden zwei Jahre hinweg positiv. Eine Reihe von Faktoren unterstützen den Aufwärtstrend des Goldpreises. Dazu gehören die zunehmende Unsicherheit über die Rolle des US-Dollars innerhalb des internationalen Währungssystems, die Sorge über die Stabilität von Ländern im Umfeld der Euro-Zone und der wachsende Inflationsdruck in den aufstrebenden asiatischen Ländern, allen voran China”.
Die Bank äußert sich in dem Bericht auch über die Vorschläge zur Rückkehr des Weltwährungssystems zu einem Goldstandard:
“Während wie Zentralbanken wahrscheinlich weiter Gold kaufen, wird der Umfang der Käufe vermutlich weiter nur dazu dienen, den Goldanteil der Reserven dieser Länder aufrecht zu halten. Der Goldmarkt ist zu klein für eine vollständige Umwandlung.”
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Für Inder bedeutet Gold Glück und Reichtum (Foto: Flucas - Fotolia.com)
Im November stiegen die Goldimporte des Landes um 10 Prozent. Trotz des Preisanstieg, kaufen die Inder in der aktuellen Festival-Saison mehr Gold als im Vorjahr.
In November hat Indien ersten Schätzungen nach 34 Tonnen Gold eingeführt. Indische Händler kauften damit rund 10 Prozent mehr Gold im Ausland ein, als im gleichen Monat des Vorjahres.
Am 3. November ereignete sich mit Dhanteras das traditionell umsatzstärkste Festival des Jahres. An diesem Tag kaufen die Inder mit Anstand das meiste Gold.
Marktbeobachter gehen davon aus, dass Indien zwischen Januar und November 310,3 Tonnen Gold importiert hat. Damit hätten die Inder 3,4 Prozent mehr Gold eingeführt, als in der gleichen Vorjahresperiode.
Da sich die indischen Konsumenten offensichtlich an das höhere Goldpreis-Niveau gewöhnt haben, geht man davon aus, dass die Inder auch im Dezember mehr Gold kaufen als im Vorjahr.
Die indischen Goldimporte der vergangenen Jahre:
2007: 759 Tonnen
2008: 420 Tonnen
2009: 339,8 Tonnen
Die schwache Konjunktur und die ungünstige Monsun-Zeit im vergangenen Jahr hatten die Goldeinfuhr Indiens seit 2007 stark einbrechen lassen.
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Goldbarren: Steigender Preis dank schwachem Euro (Foto: Goldreporter)
Wer hierzulande Gold kaufen will, muss immer tiefer in die Tasche greifen. Mit Gold-Kursen oberhalb von 1.060 Euro pro Feinunze sind Goldmünzen und Goldbarren nominal so teuer wie noch nie.
Der Goldpreis hat am Dienstag neue Höchstkurse in Euro markiert. Die Feinunze wurde im Londoner Nachmittags-Fixing auf 1.383,50 Dollar (1.063,82 Euro) festgelegt. Das bedeutet gleichzeitig, dass Goldbarren und Goldmünzen zur Geldanlage hierzulande nominal noch nie so teuer (besser: wertvoll) waren.
Warnzeichen der Märkte Ähnliches gilt für Silber. Hier kommt es jetzt offensichtlich zu dem Ausbruch-Szenario, dass wir in der letzten Charttechnik-Analyse beschrieben haben. Im heutigen Abendhandel wurden bereits 28,32 Dollar (21,73 Euro) erreicht. Das politische Umfeld spricht für weiter ansteigende Edelmetallkurse.
Die Unsicherheit an den Finanzmärkten nimmt weiter zu. Die Anleihe-Renditen der schwachen Euro-Länder gehen nach wie vor steil nach oben. Spanien muss an den Märkten bereits mehr als 5,5 Prozent Zinsen auf 10-jährige Schuldverschreibungen zahlen. Die Euro-Schulden-Krise ist ungeklärt.
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Der Dollar auf Tauchfahrt (Foto: Alex - Fotolia.com)
Die japanische Niederlassung des US-Bankenriesen rechnet mit neuen Tiefstkursen des US-Dollar im kommenden Jahr.
Nach Angaben des Nachrichtendienstes Bloomberg hat der US-Dollar in diesem Jahr gegenüber 12 der 16 am meisten gehandelten Währungen an Wert verloren. Besonders stark büßte der Greenback gegenüber dem japanischen Yen ein. Anfang November wurde ein 15-Jahrestief bei 80,22 Yen erreicht.
Diese Tatsache veranlasste nun den japanischen Chef-Devisen-Analyst der US-Großbank JP Morgan Chase & Co. zu noch düsteren Prognosen. Tohru Sasaki sagte auf einem Finanzforum in Tokio, der US-Dollar werde im kommenden Jahr zur weltweit schwächsten Währung werden. Als Grund nennt er die anhaltend lockere Geldpolitik der US-Notenbank. Der Dollar könne laut Sasaki weiter bis auf 75 Yen fallen. Das wäre eine erneute Abwertung der amerikanischen gegenüber der japanischen Währung um 10 Prozent. Derzeit liegt der Wechselkurs bei rund 84 Yen für einen US-Dollar.
“Die Vereinigten Staaten weisen das weltweit größte Leistungsbilanzdefizit auf, halten die Zinsen aber quasi bei null Prozent. Für den Dollar ist der Status der schwächsten Währung unvermeidlich”, so Sasaki.
Gegenüber dem Euro hat der US-Dollar in diesem Jahr knapp 10 Prozent gewonnen. Am 4. Januar kostete 1 Euro noch 1,44 Dollar. Aktuell sind es nur noch etwas mehr als 1,30 Dollar.
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Gold für Kredite: Die zweifelhafte IWF-Strategie (Foto: Rand Refinery)
Der Internationale Währungsfonds hat im Oktober sein Ende 2009 angekündigtes Goldverkaufsprogramm fortgesetzt.
Ende Oktober betrugen die Goldbestände des Internationalen Währungsfonds (IWF) noch 2.846,7 Tonnen. Daraus ergibt sich eine Bestandsminderung gegenüber dem Vormonat im Umfang von 19,5 Tonnen. Das teilte IWF-Sprecher Alistair Thomson am Montag mit.
Die Veränderung der Bestände steht im Zusammenhang mit dem Verkaufsprogramm, dass der IWF im September 2009 ankündigte. In dessen Rahmen will das Institut insgesamt 403,3 Tonnen Gold veräußern. Mit den Erlösen sollen eigenen Angaben zufolge zinsgünstige Kredite an finanzschwache Länder vergeben werden.
Die bisherigen Transaktionen:
200 Tonnen Gold kaufte Indien im vergangenen Jahr. Weitere Direktabnehmer waren Mauritius (3 Tonnen) und Sri Lanka (10 Tonnen). Der IWF hatte danach angekündigt, die verbleibende Menge am offenen Markt zu verkaufen. 2010 wurden in diesem Zusammenhang folgende Bestandsminderungen bei IWF registriert, die außer im Fall von Bangladesch (10 Tonnen im vergangenen September) Goldverkäufe am offenen Markt repräsentieren:
Februar: 5,6 t
März: 18,4 t
April: 14,4 t
Mai: 15,25
Juni: 17,7 t
Juli: 16,85 t
August: 18,5 t
September: 32,3 t
Oktober: 19,5 t
Unserer Rechnung nach verbleiben damit noch 31,8 Tonnen Gold, die der IWF seinen Plänen entsprechend in den kommenden Monaten veräußern kann.
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Irland wird mit 85 Milliarden Euro gerettet. Zur Beruhigung der Märkte hat das jedoch in keinster Weise beigetragen. Kommt es zum gefürchteten Domino-Effekt in der EU-Schuldenkrise? Der Goldpreis in Euro nähert sich seinem Allzeithoch.
Die Hilfe für Irland aus dem gemeinsamen Rettungstopf von Internationalem Währungsfonds und EU umfasst nun 85 Milliarden Euro. Damit wurde nicht nur die grüne Insel gerettet. Einer ganzen Reihe von Banken, nicht nur irischen, kommt die nun verabschiedete Kapitalspritze zugute. Während Aktien, Euro und Staatsanleihen nach der Griechenland-Stütze im vergangenen Mai unmittelbar profitierten, sind die Märkte nach der Irland-Rettung alles andere als entspannt. Wir machen folgende Beobachtungen.
1) Die Renditen europäischer Staatsanleihen
Die Renditen europäischer Staatsanleihen fallen nicht etwa, sie steigen weiter! Hier zeichnen sich vor allem für Spanien ernste Probleme ab. Spanische Banken sind mit rund 60 Milliarden Euro in Portugal engagiert. Wenn Portugal fällt, ist das ebenfalls angeschlagene Spanien direkt davon betroffen. Die Märkte nehmen dies bereits vorweg. Das verdeutlicht auch die folgende Grafik mit der Rendite-Entwicklung spanischer 10-Jahres-Anleihen. Aus Spanien könnte somit deutlich früher ein Hilferuf nach Brüssel erfolgen, als viele erwarten. Spanien muss im kommenden Jahr immerhin knapp 180 Milliarden Euro an Staatsschulden refinanzieren. Zu den aktuellen Marktpreisen von deutlich über 5 Prozent ist das für Spanien kaum mehr machbar.
2) Euro / Euro-Goldpreis
Er steigt nicht, er fällt weiter kräftig (wie von uns auf Basis der Charttechnik prognostiziert). Am Montagnachmittag rutschte der Euro sogar bis auf 1,30 Dollar. Davon profitiert der Goldpreis in Euro. Um 19 Uhr kostete die Feinunze Gold bereits wieder 1.043 Euro. Das ist nahe am Allzeithoch von 1.048 Euro (London A.M. am 08.06.2010). Für eine Krügerrand-Münze (1 Unze) muss man vielerorts bereits mehr als 1.100 Euro bezahlen.
Erkenntnis:Im Grunde genommen warten nun alle darauf, dass die nächsten Länder Finanzhilfe beantragen. Was aber nun kommen könnte, ist eine gemeinschaftliche Euro-Anleihe. Dies wurde von der deutschen Politik bislang strikt abgelehnt. Es wäre ein weiterer Schritt in Richtung Transfer-Union. Denn dann müssten auch die wirtschaftlich stärkeren Länder, allen voran Deutschland, höhere Zinsen für ihre Staatsfinanzierung zahlen.
Und nach wie vor gilt: Seit Beginn der Schuldenkrise wurde kein einiger Schulden-Euro abgebaut! Darüber können auch diverse Sparpakete und eine geringere Netto-Schuldenaufnahme (z.B. Deutschland) nicht hinwegtäuschen. Im Gegenteil, die Schulden steigen weiter und weiter an.
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Gold im Internet zu kaufen, hat einen entscheidenden Vorteil: Die Preise sind transparent. Vor dem Kauf von Münzen und Barren in Gold und Silber kann man schnell die Preise einzelner Anbieter vergleichen. Man sollte aber auf die Art der Preisstellung achten.
Wenn man einmal gute Erfahrung mit einem Goldhändler im Internet gemacht hat, dann möchte man in der Regel auch weiterhin dort bestellen. Dagegen ist grundsätzlich auch nichts einzuwenden. Bewährte Liefertreue, Schnelligkeit, Sicherheit und guter Kundenservice sind keinesfalls zu verachten, wenn Sie Gold online kaufen.
Wer jedoch unbedingt Geld sparen möchte, der sollte einen Blick darauf werfen, wie einzelne Händler ihre Preise stellen und wie oft der Goldpreis für Münzen und Barren aktualisiert wird.
Echtzeit-Kurse …
Die Preisstellung in den verschiedenen Edelmetallshops erfolgt mehr oder weniger im Einklang mit dem aktuellen Goldpreis am Spotmarkt. Es gibt Händler wie Pro Aurum oder Gold-Super-Markt, die ihre Preise in sehr kurzen Intervallen aktualisieren. Wer dort bestellt, kann einigermaßen sicher sein, aktuelle Goldpreise zu erhalten. Dies müssen jedoch noch lange nicht die günstigen Preise sein. Denn einerseits schlagen die einzelnen Goldhändler natürlich ganz unterschiedliche Margen auf, andererseits können bei einem schnell ansteigenden Goldpreis „ältere“ Preise deutlich attraktiver sein.
… oder nicht
Da der Goldpreis im Wochenverlauf oft starken Schwankungen unterliegt, kann es sich lohnen, bei einigen kleineren Anbietern vorbeizuschauen. Diese lassen die Preise für Münzen und Barren meist länger stehen. Das führt bei kontinuierlich fallendem Goldkurs oft zu höheren Preisen, in Phasen steigender Spotpreise können sich dort jedoch enorm günstige Kaufgelegenheiten ergeben. Zudem haben Sie dort die Möglichkeit, auch am Wochenende zu Kursen vom Freitag einzukaufen.
Fazit: Gold online zu kaufen, hat den großen Vorteil der Preistransparenz. Nicht immer sind die aktuellsten Preise die günstigsten. Preisvergleich ist somit auch beim Gold kaufen Trumpf. Eine Auswahl unterschiedlicher Online-Händler finden Sie in unserer Rubrik „Gold kaufen“.
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Der hohe Goldpreis erlaubt oft die Reaktivierung älterer Goldminen (Foto: Martin - Fotolia.com)
Das historisch hohe Goldpreis-Niveau führt vielfach dazu, dass ältere Minen wieder in Betrieb genommen werden können und Bergbauunternehmen bekannte Lagerstätten neu bewerten.
Die australischen Goldminen haben im dritten Quartal dieses Jahres 67 Tonnen Gold gefördert. Gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum entsprach dies einem Plus von 12 Tonnen oder 22 Prozent. Die Zahlen stammen von Surbiton Associates, einem Beratungsunternehmen der australischen Goldindustrie.
„Wir erleben nun das Ergebnis einer Periode anhaltend steigender Goldpreise. Die Produzenten haben zunächst bestehende Betriebe optimiert und Lagerstätten mit geringerer Mineralisierung ausgebeutet, somit fiel die Produktion. Jetzt erleben wir die Auswirkungen der Neubewertung bekannter Lagerstätten und die erneute Inbetriebnahme alter Minen, neben einigen neuen Funden. Somit steigt die Produktion“, sagt Sandra Close, Director von Surbiton Associates.
Die australische Goldproduktion ist allerdings seit 1997 rückläufig. Seinerzeit wurden 314 Tonnen Gold gefördert. Im Jahr 2008 waren es nur noch 220 Tonnen.
Der Goldpreis wirkt als natürlicher Regulator des Angebots und umgekehrt. Steigt der Goldpreis, dann lohnt es sich für die Bergbauunternehmen mehr Geld in Exploration und Abbau zu stecken. Das Goldangebot steigt. Fällt der Goldpreis jedoch, dann werden viele Minen unrentabel. Es wird weniger Gold gefördert. Das Angebot fällt. Was gleichzeitig wieder Spielraum für einen steigenden Goldpreis eröffnet.
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Der Silberpreis ging am Freitag bei 26,70 Dollar (20,17 Euro) aus dem späten New Yorker Handel. Die technischen Widerstände werden stärker. Es gibt jedoch gleichzeitig ein deutliches Szenario für den nächsten möglichen Kursschub.
Bei Silber hat sich die charttechnische Situation zuletzt nicht wesentlich verändert. Der Kurs bewegt sich weiter in dem seit Ende August bestehenden steilen Aufwärtstrendkanal. Die untere Begrenzung diente schon einmal als wichtige Kursstütze.
Nachdem sich der Silberkurs fast bedrohlich weit von der 50-Tage-Linie nach oben entfernt hatte, rückt diese nun wieder zunehmend näher an den aktuellen Kursverlauf heran. Daraus ergibt sich für den Silberpreis wieder etwas Spielraum nach oben, da die Risiken einer kurzfristigen Kursüberhitzung sich verringern.
Silberpreis in US-Dollar, 6 Monate (Deutsche-Bank-Indikation)
Auf dem Niveau von 26,84 Dollar und 27,43 Dollar liegen weiterhin die wichtigsten Kurswiderstände. Dass der Silber-Chart bereits dreimal an der Marke von 27,43 Dollar scheiterte, ist kurzfristig sicher kein sonderlich positives Zeichen.
Sollte dieses Niveau jedoch in den kommenden Tagen nachhaltig nach oben durchbrochen werden, dann ist mit dem nächsten bedeutenden Kursschub zu rechnen.
Verlässt Silber den Trendkanal wider Erwarten nach unten, dann droht allerdings ein Rücksetzer zunächst bis auf 25,26 Dollar.
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Notenbanker schweigen lieber zum Thema Gold (Foto: Scott-Maxwell - Fotolia)
Angenommen, Sie hätten die Möglichkeit, einen Notenbank-Chef vor laufender Kamera zu interviewen. Stellen Sie ihm doch einmal die folgenden Fragen.
1.) Was wiegt mehr, alle in Umlauf befindlichen 100-Dollar-Banknoten oder die Gesamtheit der amerikanischen Goldreserven?
2.) Warum fällt der Goldpreis statistisch jeden Tag ab 14:20 Uhr MEZ und das seit 20 Jahren?
3.) Warum muss Gold heute kein Bestandteil eines auf Geldwertstabilität und Wirtschafts-Prosperität angelegten Währungssystems mehr sein?
4.) Wie groß sind die Goldreserven Chinas?
5.) Was würden Sie Ihren Enkeln zum Geburtstag lieber schenken, US-Staatsanleihen oder physisches Gold?
Nun, man wird vermutlich keine, keine ehrlichen oder zumindest keine eindeutigen Antworten erhalten.
1.) Zugegeben, diese Frage kann aus dem Stand so leicht niemand beantworten. Sie ist eher symbolischer Art. Aber, eine Sache ist zumindest sicher dokumentiert: Die Gesamtheit aller im Jahr 2008 in Umlauf befindlichen 100-Dollar-Noten entsprach einem Gegenwert von 625 Milliarden US-Dollar.10.000 Stück einer 100-Dollar-Note wiegen laut den Angaben des Federal Reserve 22 Pfund (10 Kilogramm, d.h. 1 Banknote = 1 g). Ergo: Die Gesamtheit aller 100-Dollar-Noten ist 6.250 Tonnen schwer. Wie sieht es mit den US-Goldreserven aus? Die offiziellen Bestände umfassen 8.133,50 Tonnen. Wir wissen aber, dass ein großer Teil des Zentralbankgoldes lediglich Forderungen auf dem Papier sind. Damit dürfte es bei einem Wiegewettbewerb ziemlich eng werden für die US-Goldreserven. Link: Schaubild zum Dollar-Bargeld-Umlauf.
2.) Weil um diese Uhrzeit der amerikanische Terminmarkt öffnet und der Goldpreis über diesen Markt gezielt von den Notenbanken manipuliert wird. Mehr dazu im Buch „Geheime Goldpolitik„, von Dimitri Speck.
3.) Weil die Notenbanken dann kein Geld mehr aus dem Nichts produzieren könnten, um unendliche Bankengewinne zu ermöglichen und die Welt zu regieren. Von Geldwertstabilität und dauerhafter Wirtschafts-Prosperität kann im aktuellen Schuldgeldsystem nun wirklich keine Rede sein.
4.) Wer hier die offizielle Reservestatistik des World Gold Councils zitiert, liegt mit Sicherheit falsch. Als China 2009 eine Bestandsänderung bekannt gab, standen plötzlich 450 Tonnen mehr in den offiziellen Büchern. Zuvor waren sechs Jahre lang keine Veränderungen der Goldbestände Chinas ausgewiesen worden. Man muss davon ausgehen, dass China derzeit weiter heimlich Goldreserven ansammelt und den Goldmarkt in ein paar Monaten wieder mit neuen Zahlen überrascht.
5.) Wenn man eine konkrete Antwort bekommt, dann wird sie mit einer geschätzten Wahrscheinlichkeit von etwa 100 Prozent geschwindelt sein.
Fallen Ihnen weitere Fragen ein? Dann veröffentlichen Sie unten einfach einen eigenen Beitrag als Antwort auf diesen Artikel!
Goldreporter
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Der britische Europa-Abgeordnete und EU-Kritiker Nigel Farage hat das Europäische Parlament bereits mehrfach mit seinen schonungslosen und provokanten Reden aufgemischt. Hören (und lesen) Sie, was der Politiker seinen Kollegen im Zusammenhang mit der Irland- und EU-Schulden-Krise in der vergangenen Woche zu sagen hatte.
Übersetzung: Goldreporter
“Guten Morgen, Herr Van Rompuy. Sie sind jetzt seit einem Jahr im Amt. Und seit dieser Zeit beginnt alles zu zerbröseln. Es herrscht Chaos und das Geld geht aus. Ich sollte Ihnen danken. Sie sollten vielleicht der Pin-Up-Boy der Euro-Skeptiker-Bewegung werden.
Schauen Sie sich doch an diesem Morgen einmal hier im Parlament um und sehen Sie in die Gesichter. Sehen Sie sich die Angst und den Zorn an. Man beginnt zu verstehen, dass das Spiel aus ist. Und in Ihrer Verzweiflung, Ihren Traum zu bewahren, wollen Sie jegliche Spur von Demokratie aus dem System entfernen.
Und es ist ziemlich offensichtlich, dass niemand von Ihnen irgendetwas gelernt hat. Sie selbst, Herr Van Rompuy, haben gesagt, der Euro habe uns Stabilität gebracht. In sollte Ihnen applaudieren, für Ihren Sinn für Humor. Aber ist das nicht schlichtweg Banker-Mentalität? Ihr Fanatismus kommt nun als Licht.
Sie sprachen darüber, dass es eine Lüge sei, zu glauben, ein Nationalstaat könne in der globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts existieren. Nun, das ist vielleicht wahr im Fall von Belgien. Die haben seit sechs Monaten keine Regierung. Aber der Rest von uns, in jedem der Mitgliedsstaaten in dieser Union – und deswegen sehen wir die Angst in den Gesichtern – sagen immer mehr Menschen `Wir wollen diese Flagge nicht, wir wollen die Hymne nicht, wir wollen diese politische Gruppe nicht. Wir wollen, dass die ganze Sache dem Abfalleimer der Geschichte zugeführt wird.´
Wir hatten die griechische Tragödie Anfang des Jahres und jetzt haben wir ein Problem in Irland. Ich weiß, dass die dumme Gier irischer Politiker eine Menge damit zu tun hat. Die hätten dem Euro nie beitreten dürfen. Sie büßen für niedrige Zinsen, einen idiotischen Boom und einen massiven Crash.
Aber schauen Sie sich ihre Antwort an das Land an. Wurde ihnen nicht gesagt – als die Regierung sich auflöste – dass es für Irland unangebracht sei, Neuwahlen durchzuführen, bevor deren Zustimmung zum EU-Haushalt erfolgt ist?
Hier, EU-Kommisar Rehn. Er sagte, das Land müsse erst dem Budget zustimmen, bevor ihm erlaubt werde, Neuwahlen durchzuführen.
Wer zur Hölle, glaubt Ihr wer Ihr seid? Ihr seid sehr, sehr gefährliche Leute.
Ihre Besessenheit, diesen Euro-Staat schaffen zu wollen, bedeutet, dass Sie glücklich darüber sind, Demokratie zu zerstören. Sie sind offensichtlich glücklich, dass Millionen von Menschen keine Arbeit haben und arm sind. Unzählige werden leiden, damit sich Ihr Euro-Traum fortsetzt.
Aber das wird nicht funktionieren. Weil als nächstes kommt Portugal. Mit einem Schuldenstand von 325 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Die sind die nächsten auf der Liste. Und danach, nehme ich an, wird Spanien dran sein. Ein Bail-Out Spaniens wird sieben-mal so groß wie bei Irland. Und von diesem Moment an wird das ganze Rettungsgeld verschwunden sein. Dann wird nichts mehr übrig sein.
Aber es gibt noch etwas ernsteres als die Ökonomie. Denn wenn Sie die Menschen ihrer Identität berauben, wenn Sie ihnen die Demokratie stehlen, dann bleibt ihnen nichts anderes als Nationalismus und Gewalt. Ich kann nur hoffen und beten, dass das Euro-Projekt durch die Märkte zerstört wird, bevor das tatsächlich geschieht.”
Goldreporter
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Schwarzes Loch Geldsystem (Foto: Mike Kiev - Fotolia.com)
Warum die Banken immer noch nicht reguliert sind, die politische Diskussion um die Schuldenkrise meilenweit am Kernproblem vorbeigeht und Systemgläubige am Ende die großen Verlierer sind.
Der Wahnsinn nimmt seinen Lauf. Nachdem im Mai ein Rettungsschirm im Umfang von 700 Milliarden Euro für notleidende EU-Staaten aufgespannt wurde, dachten einige Politiker offensichtlich, die Sache mit der Euro-Krise habe sich erledigt. Zumindest wollte man das der Öffentlichkeit gerne glauben machen. Jetzt, wo das europäische Schuldendebakel erneut auf den Tisch kommt, wieder auch schon wieder dummes Zeug geredet. Wenn sich das Schuldenproblem nicht mit viel Geld lösen lässt, dann muss man es eben mit viel mehr Geld versuchen!
Schulden über Schulden
Denn das Hamburgische Welt-Wirtschafts-Institut (HWWI) hat nun vorgeschlagen, das Rettungspaket auf 1,25 Billionen Euro aufzustocken, um „die Finanzmärkte zu beruhigen“. Dabei zieht dessen „Finanzexperte“ Hening Vöpel nicht einmal das höchste Gebot. Klaus Zimmermann, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), schlägt sogar eine Verdoppelung der aktuellen Bürgschaften auf 1,5 Billionen Euro vor.
Mehr und mehr scheint dagegen die Altersweisheit unseres Finanzministers Wolfgang Schäuble zu reifen. Er sieht in einer Ausdehnung des Rettungsschirmes keinen Sinn. Das sehen wir genauso. Man darf allerdings gespannt sein, ob Schäubles Überzeugung in den kommenden Wochen nicht doch noch seiner Alterssenilität (Vergesslichkeit) zum Opfer fällt.
Die Herren im europäischen Haus
Nachdem im aktuellen Fall der Republik Irland erneut nichts anderes als ein Bankenrettungspaket angefordert wurde, sollte mittlerweile mehr als deutlich sein, wer die Hosen in der europäischen Zwangsgemeinschaft an hat. Denn seit dem ersten Höhepunkt der Krise, Ende 2008, hat sich in Sachen Bankenregulierung und Bankenhaftung rein gar nichts getan.
Weil die Politik nichts verstanden hat oder schlichtweg (im wahrsten Sinne) ohnmächtig ist, wird wieder und wieder versucht die Schuldenkrise mit neuen Schulden zu bekämpfen. Auch das ist reinste Bankenphilosophie. Der IWF und die Zentralbanken gehören dabei zu den größten Schuldentreibern. Denn das ist ihr Geschäft und sie bilden die Spitze des Systems.
Schulden als Lebenselixier
Nur mit immer neuen Schulden kann das Finanzsystem am Leben gehalten werden. Nur so kommt immer neues Geld in Umlauf. Schuldenstopp bedeutet für die Banken Stagnation. Die Geldpolitik hat sich von der realen Wirtschaft vollends entkoppelt, seit es für die Geldflut keine natürliche Begrenzung (Deckung) mehr gibt. So wird eine Spekulationsblase nach der anderen aufgetrieben und der Knall des Platzens wird bei jeder neuen Blase lauter.
Dass dieses System nur eine begrenzte Haltbarkeitsdauer hat, wird immer noch von den wenigsten begriffen. Unser Schuldgeldsystem stößt unwiderruflich an seine mathematischen Grenzen. Dafür sorgt das Zinses-Zins-System. Die Schuldenmenge wächst exponentiell. Privatleute, Unternehmen und Staaten werden durch die Last der Zinsen in den Bankrott getrieben. Denn die Finanzwirtschaft bringt nur die Kredite ins System, nicht die Zinsen, die der Schuldner für die Leihe zahlt.
Ein endliches System
So muss zur Aufbringung des Schuldendienstes gespart und gekürzt werden. Es wird konkurriert um das Geld jener, die mit realen Gütern und Dienstleistungen noch einen Mehrwert schöpfen. Und nur für die Zahlung der Zinsen ist ständiges Wachstum bei immer niedrigeren Kosten nötig. Damit die Finanzwirtschaft daran verdient.
Aus diesem Grund hat auch niemand in der Politik ein wirklich brauchbares Konzept. Weil das echte Problem viel tiefer liegt und unsere Volksvertreter in ihrer begrenzten Amtszeit schon aus rein praktischen Gründen zu nicht mehr in der Lage sind, als an den Symptomen herumzudoktern.
Banken haben kein Interesse an Schuldenabbau. Im Gegenteil, es kann aus Bankensicht nie genug Schulden geben. Wenn alte Schulden mit neuen überschüttet werden, wunderbar! Wenn es Staaten sind, umso besser. Sie machen die meisten Schulden und das Gläubigerdasein ist hier geradezu risikolos. Denn geht der Staat bankrott, dann zahlen einfach dessen Bürger.
Fazit
Zinses-Zins und das Geldschöpfungsmonopol der Banken sind das Grundproblem unseres kaputten Weltfinanzsystems. Dessen Fehler schwelen jahrzehntelang im Verborgenen, bis es sich selbst alle fünfzig bis sechzig Jahre von allein erledigt. Der Exitus erfolgt stets in einer Explosion der Schulden und in einer Enteignung all jener, die bis zum Schluss an das Gute in Geld und Banker geglaubt haben.
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Die alten Höchstkurse oberhalb von 1.400 Dollar wurden zuletzt nicht mehr erreicht. Welche kurzfristigen Aussichten ergeben sich jetzt für den Goldpreis?
Einige Chartanalysten reden bereits von der möglichen Ausbildung einer Kopf-Schulter-Formation („W“-Formation) beim Goldpreis und einem potenziellen Rücksetzer, der daraus resultieren könnte. Das Kursziel eines solchen Negativ-Szenarios läge bei rund 1.256 Dollar. Soweit sind wir in unserer Betrachtung allerdings noch nicht.
Goldchart in US-Dollar, 6 Monate (Deutsche-Bank-Indikation)
Als hartnäckiger kurzfristiger Widerstand erwiesen sich aber zuletzt 1.374 Dollar. Nach unten ist der Goldpreis weiter auf dem Niveau von 1.340 Dollar abgesichert. Hier verläuft sowohl die untere Begrenzung des leicht nach unten geneigten Dreiecks (schwarz), als auch die 50-Tage-Linie.
Solange dieser Kursbereich nicht verletzt wird, besteht für Goldbugs kein Grund zur Panik. Und zuvor müsste der Goldchart ohnehin erst einmal durch die Kreuz-Unterstützung um 1.354 Dollar fallen (grünes Feld).
Dagegen könnte der Goldpreis bei einem Ausbruch aus dem schwarzen Dreieck nach oben neue Aufwärtsdynamik entwickeln. Ein erneuter Anstieg über 1.365 Dollar auf Tagesschluss-Basis wäre hier hilfreich.
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Am vergangenen Dienstag ging es in der ARD-Sendung „Menschen bei Maischberger“ um die EU-Schuldenkrise. Das Thema der Sendung lautete „Monopoly Deutschland. Gewinnen nur die Reichen?“ Die Diskussion liegt jetzt als Videodownload vor.
Moderatorin Sandra Maischberger leitet die Diskussion am vergangenen Dienstag mit folgenden Fragen ein: „Ein Staats muss gerettet werden, weil die Banken schwanken. Aber Gott sei Dank gibt es ja den Rettungsschirm der EU für Irland. Ist das wirklich eine gute Nachricht? Also, heißt das, dass wir in Zukunft für alle bürgen werden in Europa, die mit ihrem eigenen Geld nicht gut umgehen können? Zahlen wir am Ende als Steuerzahler irgendwann tatsächlich die Zeche? Wird unsere Währung weicher? Und vor allem, gibt es eigentlich in dieser Krise auch Gewinner? Und wenn ja, wo stecken die?“
Die Gäste der Sendung mit ausgewählten Zitaten:
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle („Wir haben keine Transfer-Union vereinbart. Es muss ein neuer Mechanismus mit Beteiligung der Banken, dem so genannten Haircut entwickelt werden.“)
Susanne Neumann, „Deutschlands bekannteste Putzfrau“ („Wenn wir beim Monopoly-Spiel sind. Wer geht denn jetzt für diese Misere ins Gefängnis. Wer darf jetzt eine Runde aussetzen und wer zahlt die Rechnung dafür?“)
Eckhard Cordes, Chef der Metro AG („Wenn wir in Süddeutschland qualifizierte Arbeitsplätze suchen, seit einem halben Jahr finden wir dort kaum jemanden mehr“.)
Hans-Hermann Tiedje, Journalist und Medienunternehmer („Es gibt einen Satz von Friedrich Nietzsche: `Je tiefer und länger sie in den Abgrund blicken, desto mehr blickt der Abgrund zurück“)
Dirk Müller, „Mister Dax“ („Wir haben einen Stresstest der europäischen Banken durchgeführt. Daraus ging hervor, dass die irischen Banken keine Probleme haben. Keine vier Monate später sind diese in solchen Problemen, dass der irische Staat und die Europäische Union vor dem Platzen steht.“)
Diether Dehm, Die Linke („Wenn die Banken wirklich staatsrelevant sind, warum verstaatlichen wir sie dann nicht? Wenn die Finanzen das Blut der Wirtschaft sind, dann kann ich doch nicht die Blutbahn den Vampiren überlassen“)
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Flagge von Vietnam. Das Land gehört in Sachen Gold zu den größten Pro-Kopf-Konsumenten der Welt (Bild: Jürgen Priewe - Fotolia.com)
Die Zentralbank Vietnams verlängert die Import-Erlaubnis. Händler dürfen noch bis zum Jahresende Gold im Ausland kaufen.
Nach Berichten der Vietnam Gold Association soll den vietnamesischen Händlern gestattet werden, noch bis zum Jahresende Gold im Ausland zu kaufen. Das kürzlich für 14 Tage ausgesetzte Importverbot für Gold soll entsprechend verlängert werden.
Offizielles Ziel der Regierung Vietnams ist es, die Goldpreise des Landes an den internationalen Goldpreis anzunähern. Die mehrfache Abwertung der Landeswährung Dong und die steigende Inflation (9,66 Prozent im Oktober) haben die Binnennachfrage für Gold und damit die Goldpreise stark steigen lassen.
Konkret heißt es nun, etwa zehn Händler des Landes sollen ab dem 24. November und bis zum 31. Dezember die Möglichkeit bekommen, jeweils zwischen 300 Kilogramm und 1 Tonne Gold auf dem internationalen Markt zu kaufen.
Das Importverbot für Gold war im Juni 2008 eingeführt worden, weil die State Bank of Vietnam das Handelsdefizit des Landes durch zunehmende Goldeinfuhr beeinträchtigt sah.
In den ersten neun Monaten dieses Jahres hat das Land nach den Angaben der Zentralbank Vietnams 6,86 Tonnen Gold eingeführt.
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Wie viel Gold liegt überhaupt noch in Fort Knox? (Foto: Arahan - Fotolia.com)
Die Regierung der Vereinigten Staaten erhält Kritik und finanzpolitische Ratschläge von einem Berater der chinesischen Zentralbank.
Xia Bin, Mitglied des Monetary Policy Committee der People’s Bank of China wird in einem Exklusiv-Interview mit der Tageszeitung People’s Daily wie folgt zitiert.
“Die Vereinigten Staaten haben mehr als 8.000 Tonnen an Goldreserven, warum können sie nicht einiges davon verkaufen, da das Land Mittel für die wirtschaftliche Erholung aufnehmen will, aber ihr Haushaltsdefizit nicht zusätzlich belasten will.”
Die USA müssten ihr Doppel-Defizit (Staatshaushalt und Zahlungsbilanz) ausgleichen. Das könne das Land mit Hilfe dreier Initiativen erreichen, so Xia: Reduzierung der Militärausgaben, Verkauf eines Teils der Goldreserven und Lockerung der Exportbeschränkungen für Technologie.
“Die USA können dem Problem nicht auf den Grund gehen, wenn sie sich die Regierung weiter auf das Drucken von Geld verlässt. Den Finanzmärkten fehlt es nicht an Liquidität und das Geld kommt nicht in der Realwirtschaft an”, sagt der chinesische Zentralbank-Berater. Die Ausdehnung des Geldangebots könne in den USA nicht die Antwort sein, da die Arbeitslosigkeit strukturelle Gründe hat und nicht auf einem Liquiditätsmangel basiere.
Die Frage, ob China der USA gerne Gold abkaufen möchte, ließ Xia Bin offen.
Unser Kommentar: Selbst wenn die USA wirklich noch 8.000 Tonnen Gold besäßen, und komplett verkaufen würden, dann entspräche dies einem theoretischen Gegenwert von derzeit rund 352 Milliarden Dollar (Den Erlös würde man aufgrund des Preiseffekts der Verkäufe nie erzielen). Dennoch, mit dem hypothetischen Betrag ließe sich für ein einziges Jahr ein Drittel des US-Haushaltsdefizits finanzieren. Und danach stünden den Vereinigten Staaten mit herunter gelassenen Hosen da. Denn sollte der US-Dollar eines Tages nicht mehr als Handelswährung akzeptiert werden, dann wäre das Land komplett illiquide. Gold wird nicht zu Unrecht als Währungsreserve definiert.
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