Dienstag,03.März 2026
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Bernanke live: Erste Fed-Pressekonferenz als Stream (Update)

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Der Präsident des Federal Reserve Systems, Ben Bernanke, wird erstmals in der Geschichte der Fed eine Pressekonferenz abhalten. Per Live-Stream können Interessenten dieses Ereignis am Bildschirm verfolgen.

Wann hebt die Fed die Zinsen an? Wird es eine Verlängerung des Quantitative Easing (Ankauf von US-Staatsanleihen) geben? Wie beurteilt die Fed ihre Leistung bei der Bekämpfung der US-Arbeitslosigkeit? Wie groß sieht man die Inflationsgefahren in den USA?

Am heutigen Mittwoch um 20:15 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit hält Fed-Präsident Ben Bernanke erstmals eine Pressekonferenz, bei der Journalisten Fragen zur Geldpolitik der Federal Reserve stellen dürfen.

Wer die Veranstaltung live im Internet verfolgen möchte, hier ist der Link zum Live Stream der Fed-PK.

Update: Unsere Nachberichterstattung zur Fed-Pressekonferenz mit Bernanke

Die PK-Aufzeichnung (Achtung, Video-Beginn ab Minute 10!):

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Goldpreis in Euro hüpft im Dreieck

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Der Euro-Goldkurs bestimmt die Kosten für Goldanlageprodukte hierzulande. Die Aussichten auf steigende Preise sind aus der Sicht von Goldbesitzern weiter positiv.

Der Goldpreis stieg in den vergangenen Wochen wieder deutlich an und notierte am Mittwochvormittag weiter knapp oberhalb der Marke von 1.500 US-Dollar. Allerdings waren die Kursgewinne zuletzt von einem stärkeren Euro begleitet, so dass Goldanleger hierzulande kaum von den Rekorden des Goldkurses profitierten. Der Goldpreis in Euro stand zum gleichen Zeitpunkt bei rund 1.026 Euro.

 

Goldpreis in Euro, 1 Jahr (BullionVault)

Ein Blick auf den Euro-Gold-Chart (1 Jahr) zeigt, dass die Notierung nach dem Euro-Goldpreis-Hoch um 1.070 Euro pro Feinunze Ende 2010 und dem folgenden starken Rücksetzer zu Jahresbeginn sich nun in einer Seitwärtsbewegung befindet. Der 9-monatige Aufwärtstrend ist aber weiter intakt.

Erkennbar ist das Muster eines symmetrischen Dreiecks innerhalb dessen der Kurs aktuell verläuft. Ein Ausbruch Richtung Norden würde den Aufwärtstrend des Goldpreises in Euro aus charttechnischer Sicht bestätigen. Fiele der Kurs nach unten aus dem Dreieck heraus, dann könnte sich hieraus eine kurzfristige Trendumkehr entwickeln.

Goldpreis in Euro, 5 Jahre (Bullionvault)

Wie das zweite Chartbild  (5 Jahre) offenbart, ist der Langfristtrend beim Euro-Goldpreis nicht gefährdet. Hierzu müsste der Kurs schon signifikant bis unterhalb von 880 Euro oder gar 700 Euro fallen, um die Gold-Hausse auf Euro-Basis zu beenden.

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IWF: Das amerikanische Zeitalter wird 2016 enden

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Nur noch 5 Jahre ökonomische US-Weltherrschaft?

Die Ökonomen des Internationalen Währungsfonds machen den USA Druck. Sie behaupten, dass China die Vereinigten Staaten innerhalb der kommenden fünf Jahre als größte Volkswirtschaft der Erde ablösen wird.

Kaufkraft-Parität (Purchase Price Parity) lautet das Stichwort, an dem der Internationale Währungsfonds (IWF) seine These festmacht. Zwar erwartet der IWF, dass die US-Volkswirtschaft gegenüber der chinesischen Ökonomie ein um 70 Prozent höheres Bruttoinlandsprodukt aufweisen wird. Gemessen an der Kaufkraft des Dollar werde China die USA bis zum Jahr 2016 aber überflügeln.

In absoluten Zahlen gemessen weisen die Vereinigten Staaten derzeit eine fast dreimal höhere Wirtschaftsleistung auf als China (nominales BIP; $14 Billionen vs. $ 5 Billionen). In Kaufkraftparität gerechnet ist sie nur etwa doppelt so groß.

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Neue 20-Euro-Goldmünze „Buche“: Kapitalanleger, Finger weg!

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Ausgabe am 23. Juni: 20-Euro-Goldmünze "Buche" (Foto: BMF /VfS)

Bis Ende April kann man die neue Ausgabe „Buche“ der Goldmünzen-Reihe „Deutscher Wald“ bei der VfS noch vorbestellen. Aber sie ist alles andere als ein Schnäppchen.

Der Ausgabepreis der „Eiche“ lag im vergangenen Jahr bei 151 Euro. Zum Ausgabetermin boten Münzhändler die erste Variante der 20-Euro-Goldmünzen-Serie „Deutscher Wald“ für bis zu 450 Euro an und verkauften das Angebot unwissenden Kunden vor dem Hintergrund des steigenden Goldpreises auch noch als Schnäppchen.

Wenn das Bundesfinanzministerium jemals vor hatte, mit einer am Goldwert bemessenen Mini-Auflage von lediglich 200.000 Stück eine Volks-Goldmünze auf den Markt zu bringen, dann ist sie damit vollends gescheitert. 140.000-mal wurde die Nachfolgerin „Buche“ bei der Verkaufsstelle für Sammelmünzen der Bundesrepublik Deutschland (VfS) angeblich schon geordert. Und Sammelmünzen-Anbieter reiben sich bereits die Hände.

Denn Profiteure sind vor allem große Münzhändler, die anders als Privatleute, größere Kontingente zum Wiederverkauf erhalten. Ihnen winken satte Margen, weil die Nachfrage groß, das Angebot extrem begrenzt ist. Mondpreise sind die Folge. Und so wird es auch ab dem 23. Juni sein. An diesem Tag wird die „Buche“ erstmals ausgegeben.

Anlegern kann man jetzt schon raten, die Finger von dieser Goldmünze zu lassen. Denn selbst zum Ausgabepreis ist das kleine Goldstück (1/8 Unze) kein Schnäppchen mehr. Erstmals langt in diesem Jahr nämlich auch der Finanzminister hin. Der Ausgabeaufschlag beträgt nun statte 50 Euro statt vormals 25 Euro. Jede vergleichbare Anlagemünze ist damit günstiger.

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Chinesische Top-Banker beflügeln Kursfantasie bei Gold und Silber

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Silber wertet gegenüber Papiergeld und auch Gold weiter auf (Foto: Fotolia)

Zum wiederholten Male nähren Äußerungen mehrerer regierungsnaher chinesischer Ökonomen die Erwartungen an steigende Preise für Gold und Silber. Der Tenor: Chinas Regierung solle ihre Devisenreserven deutlich abbauen.

Zhou Xiaochuan, der Chef der chinesischen Zentralbank (People’s Bank of China) sorgte am vergangenen Montag mit einigen Äußerungen für Aufsehen an den Kapitalmärkten. Laut Presseberichten (u.a. Xinhua News) erklärte er, Chinas Fremdwährungsreserven überstiegen mittlerweile den „realistischen Bedarf“ des Landes und die chinesische Regierung solle ihr Devisen-Management verbessern und diversifizieren.

Tang Shuangning, Vorstandsvorsitzender der China Everbright Group hatte bereits am Samstag darauf hingewiesen, dass Chinas seine Währungsreserven auf einen Umfang zwischen 800 Milliarden und 1,3 Billionen US-Dollar reduzieren solle, da die Reserven zu hoch seien. Sein Vorschlag: Chinas Firmen-Beteiligungen im In- und Ausland erhöhen, strategische Ressourcen erwerben, Auslands-Investments steigern, Fremdwährungs-Bonds ausgeben und den nationalen Wohlstand mehren.

Xia Bin, Mitglied des Geldpolitikkomittes der People’s Bank fo China, schlug am Dienstagmorgen in die gleiche Kerbe. Er halte 1 Billion Dollar im staatlichen Gelddepot für ausreichend und empfehle Investitionen in Rohstoffe und Technologie.

Ende März waren die gesamten Währungsreserven Chinas offiziellen Zahlen zufolge auf den Rekordwert von 3,04 Billionen Dollar angestiegen.

Goldpreis und Silberpreis sind am Ostermontag im asiatischen Handel und später auch im US-Terminhandel zeitweise stark angestiegen (Goldreporter berichtete). Am Dienstagvormittag bewegten sich die Kurse wieder auf dem Niveau der Vorwoche.

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Silberpreis steigt am Montag zeitweise um 8 Prozent auf fast 50 Dollar

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Der Silberpreis ist kaum mehr zu halten (Foto: Goldreporter)

Rasante Silber-Rally am Ostermontag. Der Silberpreis erreichte im US-Terminhandel 49,84 Dollar und stieg damit gegenüber dem Vortag zwischenzeitlich um fast 4 Dollar pro Feinunze.

Viele Anleger, die am Ostermontag einen Blick auf die Silberhandelspreise in den USA warfen, rieben sich vermutlich ungläubig die Augen.

Der Preis für Silber zur Lieferung im Juli 2011 stieg am US-Terminmarkt zwischenzeitlich auf einen Kurs von 49,84 Dollar pro Unze. Am vorangegangenen Handelstag war für den gleichen Kontrakt ein Schlusskurs von 46,07 notiert worden. Somit verbuchte der Silberpreis zeitweise ein Tagesplus von erstaunlichen 8,1 Prozent. Der Spotpreis stieg ähnlich stark an.

Um 18:30 Uhr deutscher Zeit stand der Juli-Kurs des Edelmetalls allerdings bereits wieder deutlich tiefer bei 47,64 Dollar. Immerhin noch ein Plus von 3,4 Prozent.

Silber kratzte damit an seinem Allzeithoch vom 18. Januar 1980. Am Spotmarkt erreichte der Silberkurs seinerzeit ein Tageshoch von 50,36 Dollar. Er schloss am gleichen Tag bei 46,86 Dollar.

Der Gold-Spotpreis stieg am Montag im Tagesverlauf auf ein neues Allzeithoch von 1.519 Dollar.

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Mehr Inder kaufen weniger Gold, aber zu höheren Preisen

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Inder kaufen Gold immer häufiger auch in Form von Barren und Münzen

Wie Goldhändler berichten, nimmt die Goldnachfrage in Indien vor den Festtagen im Mai wieder deutlich zu. Die Anzahl der Kunden steigt, während die Goldmenge pro Kopf offensichtlich sinkt.

Ungeachtet des historisch hohen Preises, wird derzeit große Goldnachfrage aus Indien gemeldet. Wie indische Händler gegenüber der lokalen Presse berichten, kaufen sehr viele Inder vor den wichtigsten Festtagen im Mai noch einmal Gold ein. Die pro Kopf verkaufte Goldmenge gehe zwar zurück, nicht aber die getätigten Umsätze.

Offensichtlich profitieren derzeit aber Anbieter von Anlagegold stärker als Schmuckhändler. Rakesh Saraf, von Gold Society of Delhi gegenüber NTD Television: „Es gibt mehr Investoren im Markt und diese kaufen Goldbarren, weniger Schmuck.“

„Der stark steigende Goldpreis hält die Menschen nicht davon ab, Gold zu kaufen“, erklärt Keyur Shah vom World Gold Coucil in einem Interview mit Economic Times. „Über die vergangenen drei Jahre hinweg betrug das durchschnittliche jährliche Investmentvolumen in Gold rund 20 Milliarden US-Dollar. Das ist mehr als für Kapitallebensversicherungen und deutlich mehr als bei aktienbasierten Investment-Fond. Das zeigt das Vertrauen der indischen Investoren in Gold“, so Shah.

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Griechenland ist reif für die Umschuldung (Video)

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Etablieren die Banken mit der Schuldenkrise ein neues Geschäftsmodell? Hält die Bundesregierung wichtige Informationen zurück? Sind die Schulden der Griechen überhaupt rechtmäßig zustande gekommen? Ein aktueller TV-Beitrag beleuchtet die Schuldenkrise Griechenlands.

Ein Beitrag des ZDF-Magazins Frontal 21 beschäftigt sich mit der Schuldenkrise in Griechenland und einem möglichen Hair Cut. Es kommen zahlreiche Interviewpartner zu Wort.

Gerhard Schick, Bundestagsmitglied von Bündnis ‚90 / Grüne fürchtet eine Wiederholung der Bankenkrise von 2008/2009 auf Staatenebene und wittert Vertuschung: „Die Bundesregierung verhindert, dass Informationen an die Öffentlichkeit kommen und schürt dadurch das Misstrauen der Menschen“.

Käme es zu keiner Umschuldung mit Bankenbeteiligung, dann befürchtet FDP-Finanzexperte Frank Scheffler eine Verschlimmerung der Krise.

Seine Meinung: Es käme der Etablierung eines Geschäftsmodells für Finanzinstitute gleich, wenn diese sich weiter billiges Geld bei der Zentralbank besorgten, es zu höheren Zinsen in Staatsanleihen hochverschuldeter Länder steckten und sich am Ende immer wieder vom Steuerzahler die möglichen Verluste bezahlen ließen.

Filmemacherin Katerina Katidi, bezweifelt, dass Griechenlands Schulden überhaupt rechtmäßig zustande gekommen sind.

http://www.youtube.com/watch?v=RPqjwfr3X4U

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Vietnam: Zentralbank bekämpft Zahlungsmittelfunktion des Goldes

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Vietnamesischen Banken dürfen ab Mai keine Goldkonten mehr anbieten und auch keinerlei Gold mehr verleihen.

Bereits seit Oktober 2010 ist es vietnamesischen Banken nicht mehr gestattet, Gold an Produzenten oder Goldhändler zu verleihen (Goldreporter berichtete). Ab Mai sind von diesem Verbot auch Verleihgeschäfte mit Juwelieren untersagt. Zudem sollen keine Goldkonten mehr zulässig sein,

Wie vietnamesische Nachrichtenseiten berichten, zielt die Zentralbank des Landes offiziell darauf ab, die Zahlungsmittelfunktion des Goldes zu unterdrücken. Man betont jedoch, dass kein generelles Goldverbot geplant sei. Die Vietnamesen sollen weiter privat Gold besitzen dürfen.

Vietnams Geschäftsbanken boten bislang 0,5 bis 1 Prozent Zinsen für Goldkonten an. Das eingezahlte Gold wurde zu höheren Zinsen weiterverliehen.

Hintergrund: Die Vietnamesen kaufen seit geraumer Zeit sehr viel Gold, weil sie der Landeswährung Dong misstrauen. Der Goldboom und die daran gekoppelte Dollar-Nachfrage schwächten den Dong zusätzlich und führten zu einem überproportional steigenden Goldpreis im Inland.

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Papiergeld-Crash: Die 5 schönsten Bastel-Tipps (Videos)

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Dollar, Pfund, Euro, Yen: Das Papiergeld der Welt verliert Monat für Monat mehr an Wert. Was also tun mit den maroden Scheinchen, wenn das Haltbarkeitsdatum endgültig abgelaufen ist? Wir haben ein paar wunderschöne Vorschläge für Sie.

1. Der Dollar-Vogel (US-Dollar)

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2. Das Pfunds-Hemd (Pfund Sterling)

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3. Der Euro-Frosch

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4. Der Yen-Knoten

http://www.youtube.com/watch?v=yq6s6QrReMs

 

5. Der Yuan-Handy-Ständer

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Silberpreis: Achtung Fahnenstange!

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Der enorm steile Kursanstieg bei Silber wird früher oder später zu einer Kurskorrektur führen.

Unser „Kursziel“ von 45 Dollar, das wir Anfang März ausgegeben hatten, wurde deutlich früher erreicht als erwartet: „Silberpreis weiter im Rally-Modus: Nächstes Kursziel 45 Dollar“.

Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass wir demnächst eine mehr oder weniger scharfe Konsolidierung beim Silberpreis sehen werden. Derzeit kommt es zur Bildung einer Fahnenstange, die früher oder später zu einer Kurskorrektur führt.

 

Silberpreis in US-Dollar, 1 Jahr

Wie stark sie ausfallen könnte, ist schwer zu prognostizieren. Das gilt auch für den Zeitpunkt der Korrektur. Man sollte kurzfristig von einem Rücksetzer um 10 bis 15 Prozent ausgehen, ähnlich wie im vergangenen Januar.

Aber: Die Kursdynamik ist groß. Der Markt will das alte Hoch der letzten Hausse ganz offensichtlich sehen. Es liegt bei knapp 50 Dollar (London Fixing, 18.01.1980: $49,45).

Auf keinen Fall sollte man auf die Idee kommen, jetzt seine Silberbestände zu verkaufen, wenn man das Edelmetall langfristig und physisch zu Zwecken des Vermögensschutzes erworben hat. Aber möglicherweise kommt man demnächst noch einmal für kurze Zeit etwas günstiger an das begehrte Edelmetall heran, bevor der nächste Kursturbo gezündet wird.

Ebenfalls zu bedenken: In einer möglichen Kurskorrektur könnte der Dollar gegenüber dem Euro aufwerten und hierzulande die Silberpreise stabilisieren.

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„Keine ungedeckte Währung hat jemals überlebt“

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Gold schlägt Papierwährung: American Gold Eagle und Dollar-Noten (Foto: Goldreporter)

Der amerikanische Börsenbrief-Schreiber Richard Russell warnt die Amerikaner vor einem desaströsen Crash aller Dollar-Werte.

„Die Amerikaner werden nur mit der wichtigen und harten Wahrheit der Geschichte konfrontiert – keine ungedeckte Währung hat jemals überlebt. Diese Tatsache ist mitverantwortlich für die wachsende Panik, aus dem US-Dollar und anderen `Fiat´-Währungen auszusteigen“, sagt Richard Russell, Chefredakteur des Dow Theory Letters.

Der Autor bezweifelt, dass die Lösung des Problems eine Flucht aus Anleihen in Aktien sein kann. „Es ist nichts anderes als eine Flucht aus dem Dollar, in eine andere Form des Dollars“, so Russell.

Was mit dem US-Dollar passieren werde, sei in diesem Ausmaß noch niemals in der Geschichte der Menschheit geschehen. Russell: „Das wir die heutige Generation von Amerikaner wie ein Wirbelsturm treffen. Es wird einzigartig sein, sowohl in der Intensität als auch in Sachen Destruktivität.“

Sein Rat: Physisches Gold und Silber kaufen!

Goldreporter

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IN und OUT: Die Schlagworte der Krise im Wandel

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Finanzkrise ungelöst, Stufe zwei gezündet. Begriffe, die vor einigen Monaten noch permanent durch die Medienwelt geisterten, wurden durch neue Schlagworte abgelöst.  Die Goldreporter-Redaktion präsentiert ihre subjektive In-und-Out-Liste ausgedienter und aktueller Schlagworte der Finanzkrisenberichterstattung.

  1. Deflation
    Sinkende Preise, erlahmende Wirtschaft, sinkende Steuereinnahmen, steigende Arbeitslosigkeit … Das Deflationsgespenst hat aufgehört, durch die Medien zu geistern. Vorerst.
  2. Kreditklemme
    2009 wurden die Banken plötzlich risikoscheu und vergaben kaum mehr Kredite an Mittelständler. Kreditklemme? Was war das nochmal?
  3. Bankenregulierung
    Kurz nach dem vorläufigen Höhepunkt der Finanzkrise versprach Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Die Großbanken dürfen nie wieder so mächtig und marktbeherrschend werden, dass sie die Politik erpressen können“. Nach wie vor ein frommer Wunsch.
  4. Rettungsschirm
    2010 war Griechenland zum ersten Mal pleite. Kleiner Finanzmarktschauer. Schnell mal den Schirm aufgespannt und auf besseres Wetter gewartet.
  5. Hair Cut
    Nach dem ersten Griechenland-Schock verlief keine TV-Talk-Show ohne „Hair Cut“-Diskussion, aber (noch) auf rein hypothetischer Ebene.


  1. Aufschwung
    In Deutschland brummt die Wirtschaft. In anderen EU-Ländern nicht? Scheißegal. Wir werden wieder Exportweltmeister. Zur Not finanzieren wird den Konsum des Auslands einfach selbst. Was, das tun wir schon?
  2. Inflation
    Steigende Aktienkurse, steigende Rohstoffpreise, steigende Energiekosten, steigende Inflationsraten …
  3. Permanenter Rettungsmechanismus
    Alter Finne! Aus dem Griechenland-Schirm wird quasi eine staatliche Subventions-Institution, wenn nicht doch noch einige Länderparlamente ausscheren.
  4. Staatsbankrott
    Mittlerweile ein geflügeltes Wort, selbst in den Headlines der Publikumsmedien. Fast schon wieder „out“. Denn das Leserhirn stumpft schnell ab.
  5. Umschuldung
    Man traut sich endlich, Deutsch zu sprechen. Früher hieß es Hair cut. Müssen wir den Griechen wirklich ihre Schulden erlassen?  Es scheint alternativlos!  Mit dem Wörtchen „Umschuldung“ kann man an den Finanzmärkten tatsächlich noch richtig Angst verbreiten.

Was ist Ihr aktuelles Krisenlieblingswort? Über die Feiertage in Ruhe nachdenken und bitte unten eintragen!

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Tipp: Vor Ostern nochmal Gold kaufen

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Goldene Ostern: Über die Feiertage staut sich traditionell Kaufdruck an (Foto: Fotolia)

Am Karfreitag und Ostermontag wird in Europa traditionell nicht gehandelt. Und in den vergangenen 11 Jahren stand der Goldpreis nach Ostern immer höher als davor, mit einer Ausnahme.

Soll ich vor Ostern noch einmal Goldmünzen kaufen? In einigen Internetforen kursieren bereits Gerüchte über die Bekanntgabe von Umschuldungsplänen in Griechenland am kommenden Wochenende.

Dessen völlig ungeachtet, hat man in den vergangenen zehn Jahren tatsächlich keinen Fehler begangen, vor den Feiertagen noch einmal Gold zu kaufen, mit einer Ausnahme. Dazu eine kleine statistische Spielerei.

Seit dem Jahr 2000 stand der Goldpreis in US-Dollar im Londoner Vormittags-Fixing am Dienstag nach Ostern 10-mal von 11-mal höher als zum Nachmittagsfixing des Gründonnerstags.

  • 2000: +0,05 %
  • 2001: +1,11 %
  • 2003: +0,41 %
  • 2004: -0,25 %
  • 2005: +0,42 %
  • 2006: +4,00 %
  • 2007: +0,49 %
  • 2008: +0,53 %
  • 2009: +1,65 %
  • 2010: +0,04 %

Na, wenn das keine kurzfristigen Kauf-Argumente sind. Goldreporter wünscht schon einmal Frohe Ostern!

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Hyperinflation oder Staatsbankrott

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Der Dollar auf Tauchfahrt
Der Dollar auf Tauchfahrt (Foto: Alex - Fotolia.com)

Die USA treten aus dem Schatten der EU-Schuldenkrise. Negativmeldungen aus den Vereinigten Staaten häufen sich, der US-Dollar bricht ein und ein Teufelskreis nimmt seinen Lauf.

Langsam aber sicher kommen die USA mit ihren Schuldenproblemen immer stärker in den Fokus der Medienberichterstattung. Dass die Ratingagentur S&P den Ausblick bei der Bonitätsnote für die Vereinigten Staaten von „stabil“ auf „negativ“ setzte, überraschte die Märkte am vergangenen Montag.

USA plötzlich im Fokus
Nun erscheinen in der Publikumspresse immer häufiger Artikel, die einen möglichen US-Bankrott thematisieren. Die heftigen Diskussionen zwischen Republikanern und Demokraten um die notwendigen Sparpläne gaben der Weltöffentlichkeit ebenfalls zu denken. Quasi in letzter Sekunde konnten sich die Parteien vergangene Woche auf einen Budgetplan für das restliche Fiskaljahr (bis Ende September) einigen.

Objektiv betrachtet sieht die Schuldensituation in den USA wirklich nicht erfreulich aus:

  • Offizielle Gesamtverschuldung: 14,24 Billionen US-Dollar (97 % des Bruttoinlandsproduktes = BIP)
  • Aktuelles Haushaltsdefizit: 1,35 Billionen US-Dollar (9,2 % des BIP)

Zum Vergleich: Im EU-Stabilitätspakt sind für Euro Länder Gesamtschulden von 60 Prozent des BIP und ein Haushaltsdefizit von 3 Prozent des BIP zulässig. Diese Hürden werden derzeit freilich von allen EU-Staaten gerissen.

Dollar-Schwäche
Die Vereinigten Staaten nähern sich immer mehr griechischen Verhältnissen an (Schuldenstandsquote: 115 %; Defizitquote: rund 12 %). Man muss sich tatsächlich fragen, wie lange sich die USA finanziell noch über Wasser halten können. Noch kommen dem Land zwei „glückliche“ Umstände entgegen.

  1. Die Welt braucht US-Dollar, weil die wichtigsten Rohstoffe (vor allem Öl) nach wie vor in US-Dollar gehandelt werden.
  2. Die USA können weiter Schulden in ihrer eigenen Währung machen, solange die Fed die Staatsanleihen des Landes aufkauft und die Zinsen mit weiteren Tricks künstlich niedrig hält.

Dass die Reputation der USA als guter Schuldner im Ausland immer mehr bröckelt erkennt man zumindest man an zwei Dingen.

  1. Der größte Gläubiger (China) baut langsam aber sicher Dollar-Bestände ab. Siehe dazu: China stößt weiter US-Staatsanleihen ab. Der Artikel zeigt in einer Tabelle auch die größten Auslandsgläubiger der USA.
  2. Der Dollar-Index ist deutlich auf dem Rückzug. Hierbei handelt es sich um einen Preisindikator, der den Dollar einem Korb der wichtigsten Währungen gegenüber stellt. Siehe Grafik unten (US-Dollar-Index, 2 Jahre).
US-Dollar-Index, 2 Jahre

Der Teufelskreis
Zinserhöhungen durch die US-Notenbank, wie sie nun vor dem Hintergrund der Inflationsgefahren eigentlich erforderlich wären, würden die amerikanische Staatsfinanzierung zusätzlich verteuern. Somit drehen sich die USA wir alle anderen Schuldenregionen der Welt im gleichen Teufelskreis:

Hohe Inflationsraten oder gleich der Bankrott? (Lesen Sie dazu unseren aktuellen Artikel: 10 Voraussetzungen für eine Hyperinflation) Viele Alternativen gibt es nicht. Und die Öffentlichkeit scheint dies nun mehr und mehr zu begreifen.

Es dürfte nicht mehr allzu lange dauern, bis diese Erkenntnis auch hierzulande einen erneuten Run auf Gold und Silber auslösen wird. Darauf sollte man vorbereitet sein. Denn für die Euro-Zone gilt das genannte Szenario natürlich gleichermaßen. Man ist sogar schon ein Stück weiter. Hier wird es bald zu einem ersten Schuldenschnitt kommen (Griechenland) und mit ihm die schmerzhafte Erkenntnis, dass Geldwerte endlich sind und am Ende nur reale Werte zählen.

Der Goldpreis hat am gestrigen Mittwoch am Spotmarkt erstmals die Marke 1.500 Dollar erreicht. Die Feinunze Silber kostet mittlerweile mehr als 45 Dollar. Die Edelmetall-Kurse scheinen das drohende Unheil bereits vorwegzunehmen.

Goldreporter

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Goldpreis 1.500 Dollar: Neue 100er-Kursschwelle in 5 Monaten erreicht

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Gold kostete im heutigen Vormittags-Fixing 1.505 US-Dollar pro Feinunze. Ein neues Allzeithoch und der erste Schritt in neue Kursregionen.

Mit 1.505 US-Dollar (1.037,93 Euro) wurde der Goldpreis in London am Mittwochvormittag auf einem neuen Allzeithoch fixiert. Gleichzeitig durchbrach der Goldpreis eine neue 100-Dollar-Kursschwelle. Etwas mehr als fünf Monate hat es gedauert.

Schneller wurde eine neue 100er-Marke in den vergangenen zwei Jahren zwischen Kursen von 1.000 und 1.100 Dollar überschritten. Damals bedurfte es lediglich 6 Wochen.

Goldpreis, 2 Jahre: 100-Dollar-Kursschwellen

 

Die oben stehende Grafik zeigt die Goldpreisentwicklung und die Zeitpunkte des erstmaligen Erreichens der neuen, zumindest „psychologisch wichtigen“, 100er-Kursschwelle innerhalb der vergangenen zwei Jahre.

Goldreporter

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Das ganze Ausmaß der US-Verschuldung auf einen Blick!

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Die US-Schuldenuhr unter usdebtclock.org

Man kennt sie. Schuldenuhren, die die Verbindlichkeiten von Staaten in einem fortlaufenden Display anzeigen. Aber was eine amerikanische Internetseite präsentiert, ist wirklich erstaunlich.

Die offiziellen Gesamtschulden der Vereinigten Staaten belaufen sich auf 14.311.339.905.876 US-Dollar. In den fünf Sekunden, in denen wir die ersten Zeilen dieses Artikels schrieben, ist der Betrag bereits um weitere 100.000 Dollar gestiegen. Genau können wir es nicht einmal sagen, so schnell rasen die Ziffern über den Bildschirm.

Und die Schuldenuhr der Internetseite www.usdebtclock.org zeigt deutlich mehr Daten in Echtzeit an, als man es von gewöhnlichen Schuldenuhren gewohnt ist.

  • Gesamtschuldenstand
  • Schulden pro Kopf
  • Aktuelles Haushaltsdefizit
  • Steuereinnahmen
  • Bruttoinlandsprodukt
  • Schuldzinsen
  • US-Geldmenge
  • und Dutzende weitere Daten, auch für die einzelnen US-Bundesstaaten

Das ganze Ausmaß der amerikanischen Staatsverschuldung auf einen Blick!

Wir wünschen viel Spaß beim Zuschauen!

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Wie Deutschland mit dem Euro seinen Wohlstand verschenkt (Video)

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Ist der Euro für Deutschland wirklich ein Segen? Ein Video-Beitrag skizziert die Problematik der Europäischen Währungsunion für die Wohlstandsverteilung im Euro-Land.

Stimmt es, dass Deutschland seit Beginn der Europäischen Währungsunion Wohlstand im Wert von 2,5 Billionen Euro an die strukturschwachen EU-Länder transferiert hat? Ein Video-Beitrag setzt sich kritisch mit der Frage auseinander, ob der Euro tatsächlich einen solchen Segen für Deutschland darstellt, wie die Politik immer wieder behauptet.

Das Fazit des Beitrags: Die am Export verdienenden deutschen Wirtschaftssubjekte profitieren vom Euro, alle anderen verschenken zugunsten der Exportwirtschaft und der schwachen Euro-Länder große Teile ihres Wohlstands.

http://www.youtube.com/watch?v=_DRAn9MrqFA

Das im Video erwähnte FAZ-Interview mit Professor Dieter Spethmann vom 19.01.2011

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10 Voraussetzungen für eine Hyperinflation

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Inflations-Geld der Weimarer Republik: Den Deutschen ist der Begriff Hyperinflation aus den Geschichtsbüchern gut bekannt (Foto: Fotolia)

Wie kommt es zu einer Hyperinflation? Goldreporter beschreibt die wichtigsten Bedingungen für die Entstehung der vernichtenden Geldwert-Dezimierung.

Von Hyperinflation sprechen Ökonomen wenn die monatliche Inflationsrate 50 Prozent und mehr beträgt. Auf das Jahr hochgerechnet entspreche dies einer Inflation von zirka 13.000 Prozent. Deutschland wurde während der Weimarer Republik von einer verheerenden Hyperinflation heimgesucht (Deutsche Inflation 1914 bis 1922: Wikipedia).  Kann das wieder geschehen? Goldreporter hat die wichtigsten Voraussetzungen für das Entstehen einer Hyperinflation gesammelt.

1. Ungedecktes Geld
Wenn der Geldschöpfung der Banken keine natürlichen Grenzen gesetzt sind, dann kann die Geldmenge beliebig ausgedehnt werden. Die Inflation-Definition der österreichischen Nationalökonomie lautet: Inflation = Geldmengenwachstum – Wirtschaftswachstum. Steigt also die Geldmenge schneller als die Wirtschaft wächst, dann kommt es zu einer Kaufkraftminderung des Geldes (Inflation). Gold ist eine natürliche Währungs-Deckung, aber auch Handels-Wechsel von Unternehmen mit guter Bonität (Diskontkredit). In beiden Fällen kann nur so viel Geld erzeugt werden, wie es die wirtschaftliche Entwicklung rechtfertigen würde. Weder das eine noch das andere ist im Fall des Euro – und bei allen anderen Währungen der Welt – heutzutage gegeben.

2. Lockere Geldpolitik
Zinsen auf niedrigstem Niveau, Aussetzen des Bonitätsschwellenwerts bei der Versorgung von Geschäftsbanken mit Zentralbankgeld (Ramschpapiere werden als „Sicherheiten“ akzeptiert), direkter Ankauf von Staats-Anleihen durch die Zentralbank: Dies alles sind Maßnahmen einer inflationsbeschleunigenden Geldpolitik. Die Zentralbanken drucken ungedecktes Geld aus dem Nichts.

3. Staatliche Ausgabenexplosion
Kriege, Finanzkrisen, Naturkatastrophen, soziale Brandherde: In kritischen Zeiten wird die Haushaltsdisziplin über Bord geworfen und zügelloses Geldausgeben (mehr oder weniger) parlamentarisch legitimiert. Hyperinflation entsteht immer aus Krisen heraus, deren Wesen unterschiedlich sein kann. Der Effekt ist aber der Gleiche. Siehe unten.

4. Hohe Staatsverschuldung / Hohes Haushaltsdefizit
Eine hohe Verschuldung lähmt den Staat. Die Zinslast steigt unaufhörlich. Leistungen werden gekürzt, Steuern werden erhöht. Es fallen noch höhere Schulden an, weil alte Schulden zu begleichen sind. Die Bonität des Staates schwindet, was die Finanzierungskosten weiter erhöht. Der Staat lässt gegebenenfalls Inflation zu, um den Wert der Schulden zu verringern und den Bürger versteckt zu besteuern. Eine hohe Staatsverschuldung war immer ein gefährlicher Nährboden für Hyperinflation.

5. Vertrauensverlust
Wenn die Bürger eines Landes der eigenen Währung misstrauen, dann sind viele Menschen gegebenenfalls nur mit hohen Aufschlägen bereit, das Geld beim Handel zu akzeptieren. Das wirkt inflationär.

6. Währungsschwäche
Die Inflation unterliegt immer auch einem Währungseffekt. Wertet die Inlandswährung stark gegenüber wichtigen Exportländern ab (z.B. China), dann steigen die Importpreise. Die daraus folgende Inflation ist umso stärker, je abhängiger das Land von Importen ist. Ist der Staat zudem stark in ausländischer Währung verschuldet, dann steigt das Staatsdefizit zusätzlich an.

7. Lohn-Preis-Spirale
Personalkosten sind in vielen Branchen der größte Kostenfaktor. Steigen die Inflationserwartungen im Land, dann fordern die Gewerkschaften mehr Geld für ihre Mitglieder. Die erhöhten Personalkosten schlagen sich in höheren Preisen nieder. Und so drehen sich beide Größen in einer Lohn-Preis-Spirale zu immer höheren Konsumentenpreisen nach oben.

8. Crack-Up-Boom / „Katastrophen-Hausse“
Hohe überschüssige Liquidität gepaart mit Vertrauensverlust in die eigene Währung. Es wird ein scheinbarer Wirtschaftsaufschwung erzeugt, weil die Menschen ihr Geld ausgeben „solange es noch etwas wert ist“ (Flucht in Sachwerte). Dadurch erhöht sich auch die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes, eine wichtige Voraussetzung für Hyperinflation.

9. Entstehung von Alternativ-Währungen
Der zunehmende Vertrauensverlust in Staat und Währung lässt Alternativ-Währungen zum schlechten Geld entstehen. Gold und Silber könnten diese Funktion übernehmen. So passierte es auch zuletzt während der Hyperinflation in Simbabwe (Video: Wenn Gold wieder zu Geld wird).

10. Versorgungsengpässe
Zu Warenknappheit kann es nach einem starken wirtschaftlichen Einbruch oder in einer Depression kommen. Die Industriebetriebe fahren ihre Produktion zurück, weil die Nachfrage stark rückläufig ist oder die Preise so stark gesunken sind, dass die Rentabilität der Unternehmen nicht gegeben ist. Folgt in einer solchen Situation ein plötzlicher Nachfrageschub (Crack-Up-Boom), dann kann es aufgrund des Angebotsengpasses in kurzer Zeit zu massiv steigenden Preisen kommen.

Fazit: Wenn man die 10 Punkte mit der aktuellen Situation in den wichtigsten Volkswirtschaften vergleicht (u.a. Euro-Zone), dann muss man erkennen, dass viele Voraussetzungen für eine mögliche Hyperinflation leider bereits gegeben sind. Die Frage ist lediglich, ob die Politik frühzeitig die Notbremse zieht und der desaströsen Geldentwertung mit Schuldenschnitt und Währungsreform zuvorkommt.

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Gold oder Silber?

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Gold oder Silber? Wiener Philharmoniker, Goldmünze und Silbermünze (Foto: Goldreporter)

Auch wenn man zum Vermögensschutz grundsätzlich beides im Portfolio haben sollte, Goldpreis und Silberpreis könnten sich in den kommenden Monaten weiter unterschiedlich stark entwickeln.

Worin sollte man derzeit eher sein Geld investieren, in Gold oder Silber? Diese Frage wird von erfahrenen wie neuen Edelmetall-Anlegern jetzt immer wieder gestellt.

Grundsätzlich ist es sinnvoll beide Metalle im Vermögensschutz-Portfolio zu haben. Goldpreis und Silberpreis können aber auf verschiedene ökonomische und geldpolitische Signale unterschiedlich reagieren.

Gold
Gold ist die althergebrachte alternative Währung zu allem Papiergeld. Die Stärke des Goldpreises ist nichts anderes als die Schwäche von Dollar, Euro und Co. Solange also Zentralbanken Staatsanleihen frisch vom Emittenten beziehen und die Zinsen über einen langen Zeitraum künstlich niedrig halten, wird auch der Goldpreis auf einem hohen Preisniveau verbleiben und weiter ansteigen. Niedriger oder negativer Realzins ist das Fundament eines hohen Goldpreises. Solange sich also keine stabilen Währungen in Sicht sind, lohnt es sich Gold regelmäßig zuzukaufen.

Silber
Über Jahrzehnte hinweg als reines Industriemetall gehandelt, entfaltet Silber nun wie Gold seine vergessenen Eigenschaften als Währungsmetall. Wie andere Edelmetalle ist es nicht beliebig zu vervielfältigen. Das Gut ist knapp und wertet somit ebenso gegen die inflationierte Papierwährung auf. Im Gegensatz zu Gold ist Silber aber auch ein wichtiges Industriemetall. Wenn der (Crack-up-)Boom einsetzt wird der Silberpreis also weiter stärker davon profizieren als Gold.

 

Gold oder Silber: Die Entwicklung von Goldpreis und Silberpreis im Vergleich (jeweils 1 Jahr).

 

Gold oder Silber
Vergleicht man die beiden Edelmetalle aus rein spekulativer Sicht, dann hat Silber gegenüber Gold weiterhin Aufholpotenzial. Im historischen Durchschnitt musste man in den vergangenen 500 Jahren zirka 17 Unzen Silber für eine Unze Gold bezahlen. Heute sind wir bei einem Verhältnis von knapp 35 angelangt. Der Goldpreis hat das historische Hoch der letzten Edelmetallhausse (Anfang der 80er-Jahre) schon 2008 wieder erreicht. Silber ist immer noch gut 14 Prozent davon entfernt. Lesen Sie dazu unseren Artikel Warum der Silberpreis wirklich so stark steigt.

Fazit
Die Frage Gold oder Silber stellt sich eigentlich nur Spekulanten. Der langfristig orientierte Edelmetallinvestor sollte als Vermögensschutz beides im Depot haben und regelmäßig nachkaufen. Kurzfristig betrachtet stehen die Kurs-Chancen bei Silber aber weiterhin besser, solange die Weltkonjunktur nicht den nächsten schweren Schock erleidet … kurzfristiges Korrektur-Potenzial gibt es dann allemal.

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