Nach Informationen von Spiegel-Online gibt es am Abend ein Krisentreffen der EU-Finanzminister in Luxemburg, bei dem auch Bundesfinanzminister Schäuble anwesend sein soll.
Man will den Griechen ihr Vorhaben offensichtlich ausreden, nach dem diese angeblich einen Austritt aus der Euro-Zone erwägen und darüber nachdenken, wieder eine eigene Währung einzuführen.
Silbermünze Wiener Philharmoniker (Foto: Goldreporter)
Der Silberpreis-Crash hat auch die deutschen Edelmetall-Händler wie ein Blitz getroffen. Wer jetzt Silbermünzen kaufen will, sollte einiges beachten.
Edelmetallhändler, die Sie bisher für günstig hielten, können derzeit besonders teurer sein. Das gilt für den Fall, wenn Sie jetzt Silbermünzen kaufen. Denn der Silberpreis-Sturz hat auch einige Anbieter auf dem falschen Fuß erwischt.
Beim Kauf von Silbermünzen und Silberbarren sollte man deshalb die Preise genau prüfen. Der der ein oder andere Händler hat offensichtlich selbst zu hohen Preisen Ware eingekauft und gibt den Kursvorteil jetzt nicht voll an seine Kunden weiter.
Zu sehen ist dies an den im Goldreporter-Newsletter jeden Freitag erhobenen Preisindikatoren. In der aktuellen Marktbeobachtung haben wir deutlich erhöhte Werte beim Aufgeld (Preis der Silberprodukte über den reinen Silberwert hinaus) und beim Spread (Verkaufspreis minus Ankaufpreis) festgestellt. Siehe Tabelle unten.
Bei den Angaben handelt es sich um Durchschnittspreise vier großer deutscher Edelmetall-Händler und deren Differenz zur Vorwoche (Quelle: Goldreporter-Newsletter).
Das Aufgeld für den Wiener Silber Philharmoniker ist im Schnitt um 29 Prozent gegenüber der Vorwoche gestiegen. Der durchschnittliche Spread immerhin um knapp 17 Prozent.
Einen guten Preis für übliche Silber-Anlagemünzen (Wiener Philharmoniker, Maple Leaf) erhalten Sie derzeit bei einem Aufgeld von 15 bis 16 Prozent (Verkaufspreis der Münze geteilt durch Spotpreis). Beachten Sie, dass die Maple Leafs aufgrund der geringeren Verfügbarkeit derzeit oft teurer sind, als der Philharmoniker.
Eine große Auswahl an renommierten Edelmetallhändlern finden Sie nach wie vor in unserer Rubrik „Gold kaufen“. Hier können Sie die Preise der Anbieter vergleichen.
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Innerhalb einer Woche hat der weltweit größte Silber-ETF iShares Silver Trust (SLV) seine Silber-Bestände eigenen Angaben zufolge um 7 Prozent reduziert.
Der Einbruch des Silberpreises innerhalb der vergangenen fünf Handelstage war begleitet von großen Mittelabflüssen im weltweit größten Silber-ETF iShares Silver Trust (SLV).
Zwischen dem 29. April und 5. Mai meldete der Betreiber des mit Silber gedeckten Exchange Traded Funds eine Reduzierung der Silberbestände im Fonds um 7,09 Prozent oder 784 Tonnen. Die Gesamtbestände wurden per gestern mit 10.268,92 Tonnen angegeben. Gegenüber Jahresbeginn ein Minus von 5,82 Prozent.
Die größte Bestandsminderung der letzten Tage erfolgte den offiziellen Zahlen nach am vergangenen Mittwoch (04.05.). Gegenüber dem Vortag wurden 521,80 Tonnen Silber weniger in den SLV-Beständen ausgewiesen. Am gestrigen Donnerstag sank die Zahl noch einmal um 118 Tonnen.
Der Silber-ETF iShares Silver Trust wurde im Jahr 2006 an den Markt gebracht.
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Dollar im Feuer und alles was mit dem Greenback bezahlt wird (Foto: Fotolia.com)
Woran mag es liegen, dass die Finanzmärkte immer im Mai durchdrehen? Genau vor einem Jahr brach der Dow Jones innerhalb von Minuten um 1.000 Punkte ein. Und gestern wanderte so ziemlich alles in den Keller, was in Dollar gehandelt wurde.
Der Silberpreis wurde gestern noch einmal um 10 Prozent in den Keller gehämmert. Bereits an den drei Handelstagen zuvor, war der Unzenkurs um gut 15 Prozent gefallen. Dass eine Silberpreis-Konsolidierung kommen würde, war vielerorts erwartet worden. Auch Goldreporter hatte gewarnt (Silberpreis: Achtung Fahnenstange!). Dass daraus eine solch deftige Korrektur wurde, hat viele – auch uns – überrascht. Aber nicht nur Silber brach ein. So ziemlich alles, was in Dollar gehandelt wird, erlitt gestern empfindliche Kursverluste: Rohstoffe, Devisen, Dollar-Index. Man muss also davon ausgehen, dass es sich um eine konzertierte Rettungsaktion für den US-Dollar handelte. Denn was zeigt die Schwäche einer Währung besonders deutlich an? Deren Relation zu realen Werten!
Rohstoff-Kurse am 05.05.11 um 20:4o Uhr (MESZ): Verluste bei allem, was in US-Dollar gehandelt wird (Quelle: Godmode-Trader).
Und der Crash fand auch medial einen fruchtbaren Nährboden: Neue Allzeithochs bei Silber und Silber (inklusive Kursüberhitzung /Fahnenstange). Berichte über Gold- und Silberverkäufe großer Fonds, inklusive des Hedgefonds von Milliardär George Soros. Abfällige Bemerkungen des Investment-Oldies Warren Buffet gegenüber Gold. Öffentliche Diskussion über Goldverkäufe Portugals zur Haushaltssanierung. Anhaltend schlechte Wirtschaftsdaten aus den USA. Dollar-Index auf historischem Tief. Vorerst keine weiteren Zinssenkungen im Euro-Raum. Und jede Menge Spekulanten, die mit unendlicher Liquidität, die zuletzt – oft auf Kredit – in Gold, Silber und allem investiert waren, womit man aus dem Dollar fliehen kann.
US-Dollar-Crossrates am 05.05.11 um 21:09 Uhr (MESZ): Der Dollar stieg in fast allen Währungen deutlich (Quelle: Godmode-Trader).
Man könnte meinen, der US-Dollar drohte in dieser Woche zu kollabieren und das Plunge Protection Team musste wirklich alles aufbieten, um den Untergang des Greenback zu verhindern. Zum Einsatz kamen erneut Brandbeschleuniger: Elektronische Handelssysteme; Finanz-Derivate aller Art, die per Knopfdruck gehandelt werden und Kurslawinen erst ermöglichen.
Bereits im vergangenen Mai haben wir solche Chaostage erlebt. Heute vor exakt einem Jahr stürzte der Dow-Jones-Index innerhalb von Minuten um 1.000 Punkte ab. Bis heute ist nicht genaue geklärt, welche Umstände zu diesem Kursdesaster geführt haben. Wie gestern verursachte dies Milliarden-Schäden im Papiergeld-Sektor. Vielleicht hat man ja damals nur geübt. Im Mai 2010 wurde übrigens auch Griechenland gerettet und in Deutschland wurden Gold- und Silbermünzen knapp.
Wer es nicht ohnehin schon verstanden hat: Wenn es hart auf hart kommt, können sich digitale Milliardenbeträge sekundenschnell in Nichts auflösen. Nur reale Werte sind von Dauer. Am Ende ist es egal, mit welchen Preisschildern das Papiergeld-Imperium Gold und Silber auszeichnet. Wichtig ist nur noch, wie viele Waren man für eine Unze Gold oder Silber bekommen kann, wenn uns die gigantische Derivate-Blase mit einem großen Knall um die Ohren fliegt. Genau das lernen wir aus den Chaos-Tagen im Mai.
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Trotz des deutlichen Rücksetzers in den letzten Tagen sind die Perspektiven für den Goldpreis mittel- und langfristig weiter positiv. Erst bei Kursen um 1.420 Dollar wird es kritisch.
Nach Erreichen des aktuellen Allzeithochs von 1.546,50 US-Dollar am vergangenen Montag (London Fix A.M.) und Kursen von bis zu 1.575 Dollar im Intraday-Handel hat der Goldpreis in den letzten Tagen einen deutlichen Rücksetzer vollzogen. Am Donnerstagvormittag kostete die Feinunze Gold nur von rund 1.515 Dollar (1.015 Euro).
Betrachtet man das aktuelle Chartbild, dann hat sich an den mittel- und langfristigen Perspektiven nichts geändert. Der Goldkurs bewegt sich weiter innerhalb eines breiten, leicht geöffneten Aufwärtstrendkanals, dessen Ausgangspunkt auf das Zwischentief im August 2010 zurückgeht. Die 50-Tage-Linie verläuft derzeit 3,6 Prozent unterhalb des aktuellen Kursniveaus.
Goldpreis in US-Dollar, 1 Jahr (Deuba-Indikation)
Unterstützung findet der Goldpreis zunächst bei 1.505 Dollar. Eine anhaltende Konsolidierung könnte den Kurs aber weiter bis auf 1.474 Dollar und sogar bis in den Bereich von 1.430 Dollar führen. In diesem Bereich verläuft eine starke Unterstützungszone. Ende vergangenen Jahres und Februar/März 2011 entstanden hier zahlreiche Kursgipfel. Erst unterhalb von zirka 1.420 Dollar wäre der 9-Monats-Trend gefährdet.
Goldreporter
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Die Zentralbanken kaufen weiter Gold (Foto: Arahan - Fotolia.com).
Wie aus den Daten des Internationalen Währungsfonds hervorgeht, haben einige Länder seit Januar ihre Goldbestände deutlich erhöht. In der letzten Meldung des World Gold Council waren diese Zahlen nicht enthalten.
Mexiko hat seine Goldreserven zwischen Januar und März 2011 um 93,3 Tonnen erhöht. Dies geht aus einer Bloomberg-Meldung hervor, die sich auf Zahlen der Internetseite des Internationalen Währungsfonds (IWF) beruft. In dem erst kürzlich durch den World Gold Council (WGC) veröffentlichten Goldreserve-Update hatten die Goldreserven Mexikos lediglich 6,9 Tonnen betragen. Das Land tauchte damit nicht in den Top-40 der größten Gold-Nationen auf.
Auch die IWF-Angaben über die Goldbestände Russlands unterscheiden sich von den jüngsten WGC-Daten. Seit Januar hat die Russische Föderation laut IWF zusätzlich 18,8 Tonnen Gold angesammelt und die eigenen Reserven damit auf 811,1 Tonnen erhöht. Der WGC hatte „per März 2011“ nur 789,2 Tonnen gemeldet.
Das Gleiche bei Thailand. Das Land hat den IWF-Zahlen zufolge jetzt 108,9 Tonnen Gold auf Lager, statt der 99,5 Tonnen, die der WGC zuletzt meldete.
Goldreporter
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Gold-ETFs sind eine Form der Verbriefung von Gold (Foto: Rand Refinery)
Die Forward Markets Commission in Indien ist besorgt über den rapiden Geldzufluss in Gold-ETFs und streitet über die Zuständigkeit für die Kontrolle von geplanten Termingeschäften mit diesen physisch hinterlegten Fonds.
Gestern berichteten wir über den Silber-Analysten Ted Butler, der Termin-Geschäfte mit Anteilen des Silber-ETF iShares Silber Trust kritisiert. Nun kommen ähnliche Nachrichten aus Indien.
Die indische Regulierungsbehörde Forward Markets Commission (FMC) ist der enorme Kapitalzufluss in Gold-ETFs nicht geheuer. Die Sorge der FMC geht soweit, dass man sogar vorschlägt, Investoren vor weiteren Investitionen in Gold-ETFs abzuraten. Das meldet der britische Nachrichtendienst ifaonline. Exchange Traded Funds sind börsennotierte Wertpapiere, die physisch hinterlegt werden.
Ein weiterer Stein des Anstoßes für die FMC: Wie in den USA will nun auch die indische Börse National Stock Exchange (NSE) in Mumbai Optionen und Futures auf diese Gold-ETFs an den Markt bringen. Eine Verbriefung von einer Verbriefung von Gold sozusagen.
Die FMC bestreitet dabei die Zuständigkeit des Securities and Exchange Board (SEB), die die Produkte regulieren soll. Laut Medienberichten gab die FMC die eigene Verantwortlichkeit gegenüber der SEB in einem Schreiben zum Ausdruck. Die beiden Behörden sind vergleichbar mit der CFTC (Warenterminmarktaufsicht) und der SEC (Börsenaufsicht) in den USA.
Bis die Sache geklärt ist, will die NSE nun die Einführung der Gold-ETF-Terminpapiere aussetzen.
Unser Kommentar: Sicher ist, dass die Verbriefung von realen Werten immer wildere Ausmaße annimmt. Die Preise für Rohstoffe und andere reale Güter werden immer mehr von Derivaten bestimmt, die keinen Bezug mehr zum wirklichen Nachfrage-Angebots-Verhältnis der ursprünglichen Ware haben.
Eines Tages werden aber möglicherweise alle die echte Ware haben wollen, die in den Papierenfluten verbrieft ist. Wohin der Preis für das physische Metall steigen wird, wenn das echte Zeug nicht ausreicht, um auch nur einen Teil dieser Forderungen zu befriedigen, wagen wir uns kaum vorzustellen.
Goldreporter
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Warren Buffet hat recht: Nur wer physisches Gold besitzt, kann es anstarren, begrabschen und polieren!
Weil Gold keinen Nutzen habe, will der bekannte amerikanische Groß-Investor nach wie vor kein Geld in Gold investieren.
Trotz steigender Inflationsrisiken, trotz der weltweiten Schuldenkrise, trotz deckungslosem Papiergeld und geopolitischer Krisenherde sieht die lebende Investment-Legende Warren Buffett weiterhin keinen Grund in Gold zu investieren.
„Gold hat wirklich keinen Nutzen. Ich setze lieber auf einen guten Produktionsbetrieb, um damit etwas zu übertrumpfen, was nichts tut“, lästerte Buffett in dieser Woche auf der Jahrestagung seiner Investment-Gesellschaft Berkshire Hathaway in Omaha, Nebraska (USA).
Und er lieferte erneut eines seiner blumigen Zitate ab: „Wenn Sie alles Gold der Welt zu einem Würfel formen, dann hätte dieser eine Kantenlänge von etwa 20 Metern. Sie könnten eine Leiter nehmen und drauf steigen. Sie können es begrabschen. Sie können es polieren, sie können es anstarren. Aber es wird nichts tun.“
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Silber-ETFs (Exchange Traded Funds) sind an der Börse gehandelte Wertpapiere, die mit physischem Silber hinterlegt sind (Foto: Fotolia).
Der bekannte Silber-Analyst Ted Butler kritisiert riesige Short-Positionen auf Anteile des weltweit größten Silber-ETFs und wendet sich mit einem offenen Brief an den Verwalter des Trusts.
Nach den Angaben des bekannten Silber-Analysten Ted Butler halten einige Investoren in den USA gewaltige Short-Positionen auf Anteile des weltweit größten Silber-ETF iShares Silver Trust (SLV). Sie wetten damit in Leerverkäufen auf einen fallenden Handelswert der Aktien des Exchange Traded Funds und gleichsam auf einen fallenden Silberpreis. Denn jeder Anteil des SLV ist offiziell mit einer Unze physischem Silber gedeckt.
Butler spricht von Leerverkäufen im Umfang von mehr als 36 Millionen Anteilen. Einer Menge, die ziemlich genau 10 Prozent aller ausgegebenen SLV-Shares entspricht. Ist dies eine neue Art, den Silberpreis zu drücken?
Ted Butler hat zu diesem Thema einen offenen Brief an den CEO von BlackRock Asset Management, Laurence D. Fink, formuliert und auf seiner Internetseite veröffentlicht. BlackRock ist Sponsor des iShares Silver Trust. Als Sponsor wird das Institut bezeichnet, das den ETF an den Markt bringt und verwaltet.
Wir veröffentlichen an dieser Stelle den offenen Brief von Ted Butler in eigener deutscher Übersetzung:
Sehr geehrter Mr. Fink,
ich wende mich an Sie mit der Warnung über den möglichen Betrug und die Manipulation ihres populären ETFs, SLV, aufgrund exzessiver Leerverkäufe von dessen Anteilen. Aktuelle Berichte weisen darauf hin, dass das Niveau der Leerverkäufe zuletzt 36 Millionen Anteile überstieg. Das entspricht einer Steigerung von mehr als 14 Millionen Anteilen seit der letzten Bestandsmeldung. ShortSqueeze.com.
Für jeden Anteil des SLV muss laut Wertpapierprospekt eine Unze Silber bei der Depotstelle des Trusts hinterlegt sein (minus der akkumulierten Management-Gebühren). Da Short-Seller von Anteilen des SLV kein Metall bei der Depotstelle des Trusts hinterlegen, bedeutet dies, dass die Käufer der mehr als 36 Millionen geshorteten Anteile des SLV über keine Metall-Deckung verfügen, wie laut Prospekt erforderlich.
Ich glaube, dass viele dieser geshorteten Anteile genau aus dem Grund geshortet werden, weil kein physisches Silber zur Hinterlegung verfügbar war. Wenn ich richtig liege, dann stellt dies Betrug und Manipulation dar, möglicherweise auf Seiten der Authorized Participants (APAs), die für die Hinterlegung und Auflösung des im Trust befindlichen Metalls sorgen.
Ich bin ein Silber-Analyst und ein Fan des SLV. Ich habe diese Sache bereits beim früheren Besitzer und Sponsor des Trusts vorgebracht, Barclays Global Investors (BGI). Ich erhielt nie eine befriedigende Antwort von BGI zum Thema der geshorteten Anteile, obwohl man einwilligte, eine Liste mit Seriennummern und dem Gewicht der Barren zu veröffentlichen, die im Trust hinterlegt sind, nachdem ich sie öffentlich dazu gedrängt hatte. Ich hoffe, dass BlackRock in dieser Sache mitteilsamer ist.
Börsennotierte ETFs, die über eine spezifische Metalldeckung verfügen, sind einzigartige Wertpapiere. Vielleicht kann man über eine kleine Short-Position übergangsweise hinwegsehen, solange bis das Metall aufgrund logistischer Erwägungen im Trust hinterlegt ist. Eine Short-Position, die mehr als 10 Prozent aller ausgegebenen Anteile umfasst, bedeutet allerdings, dass viele Käufer der Anteile keine Metall-Deckung besitzen. Dies ist eindeutig nicht im Sinne des Prospektes, wonach jeder ausgegebene Anteil mit einer Unze Silber bei der Depotstelle hinterlegt sein soll.
Ich hoffe, dass Sie sich diesen Umstand prüfen und beheben
Mit freundlichen Grüßen
Im März stieg die Geldmenge M3 nach den offiziellen Zahlen der Europäischen Zentralbank um 2,3 Prozent und damit noch deutlicher als im Februar.
Die Europäische Zentralbank hat neue Zahlen zur Euro-Geldmenge bekanntgegeben. Demnach stieg das Geldmengen-Aggregat M3 im März um 2,3 Prozent, nach plus 2,0 Prozent im Vormonat. Die liquide Geldmenge M1 stieg um 3,0 Prozent (Vormonat 2,9 %). Die Zahlen beziehen sich jeweils auf die Veränderung zum gleichen Vorjahresmonat.
Die Zahlen dokumentieren das größte M3-Wachstum in der Euro-Zone seit Juli 2009.
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Maple Leaf Silbermünzen - Wer regelmäßig kauft, senkt in kurzzeitigen Schwächephasen eines Bullenmarktes den Durchschnittspreis seines Investments (Foto: Goldreporter)
Der Silberpreis-Einbruch am Montagmorgen hat vor allem charttechnische Gründe und ist nicht etwa eine Folge des gemeldeten Todes von Osama Bin Laden. Im Markt ist von einem großen Verkaufs-Trade die Rede.
Am Montagmorgen hat der Silberpreis im asiatischen Handel zeitweise bis zu 14 Prozent nachgegeben. Im späteren Verlauf erholte sich der Kurs etwas. Bei Börseneröffnung hierzulande stand noch ein Minus von rund 6 Prozent an den Kurstafeln. Auch der Goldpreis gab leicht nach. Die Verluste hielten sich mit einem Rückgang um 0,6 Prozent auf 1.553 Dollar um 10 Uhr aber in Grenzen.
Bereits am vergangenen Freitag hatte sich der Silberpreis ungewöhnlicher Weise nachgegeben, während Gold kräftig angestiegen war (Gold wechselt auf die Überholspur). Der Börsenbetreiber CME Group hatte angekündigt, dass die erforderlichen Sicherheitsleistungen (Margins) beim Handel mit Silber-Futures an der Warentermin-Börse COMEX per heute erneut erhöht werden.
Die Gründe für den Silberpreis-Einbruch sind aber in erster Linie charttechnischer Natur. Nach dem steilen Anstieg in den vergangenen Wochen war ein größerer Rücksetzer überfällig. Auch hierauf hatten wir im Vorfeld mehrfach hingewiesen (Silberpreis: Achtung Fahnenstange!)
Im Verlauf der letzten Handelstage wurde immer wieder das Allzeithoch knapp unterhalb von 50 Dollar pro Feinunze erreicht. Ein bedeutender Widerstand, dessen einfaches Überqueren nicht ohne weiteres zu erwarten war.
Einige Medien brachten den Silberpreis-Einbruch am Montag in Zusammenhang mit dem gemeldeten Tod von Osama Bin Laden. Hierfür gibt es jedoch keinerlei logischen Zusammenhang. Die Welt wird dadurch nicht sicherer, möglicherweise ist sogar das Gegenteil der Fall.
Die Stärke der Kursbewegung ist ein Ergebnis der Dynamik im Termin- und Derivate-Handel, wie immer in solchen Fällen. Long-Positionen werden glattgestellt, Stop-Loss-Marken ausgelöst. Gerüchten zufolge kam es hier am Montag zu einem bedeutenden Silber-Verkauf eines einzigen Investors. Die Rede ist von 7.500 Futures-Kontrakten, umgerechnet also 1.166 Tonnen Silber!
Wie ebenfalls berichtet, haben die großen US-Banken in den vergangenen Monaten Silber-Short-Positionen am Terminmarkt deutlich abgebaut (Warum der Silberpreis wirklich so stark steigt). Es wäre nicht verwunderlich, wenn im Rahmen des kommenden CFTC-Report über die Bankenbeteiligung am Terminmarkt nun eine erneute, deutliche Aufstockung von Short-Positionen seitens der Institute gemeldet wird.
Einschätzung: „Gesunde“ Konsolidierung in einem kurzfristig überhitzten Markt. Mittel- und langfristig ist der Aufwärtstrend bei Silber nicht gebrochen, selbst wenn Silber auf Kurse um 35 Dollar zurückfiele. Gute Chance, noch einmal günstiger an das begehrte Metall zu kommen. Anleger, die regelmäßig Gold und Silber kaufen machen weiter alles richtig.
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Silber beendete den April mit einem Kursgewinn von 27 Prozent. Der Silberchart steigt weiterhin steil an, die Fahnenstange wurde zuletzt aber leicht entschärft.
Der Silberchart geht langsam in einen parabolischen Anstieg über. Mit Kursgewinnen von 56 Prozent seit Jahresbeginn und 27 Prozent alleine im April legte Silber zuletzt mächtiges Tempo vor. Eine solch dynamische Kursentwicklung mahnt immer zur Vorsicht, zumindest wenn man einen kurzfristigen Anlagehorizont verfolgt.
Silberpreis in US-Dollar, 1 Jahr
Früher oder später wird es zu einem etwas stärkeren Kurseinbruch kommen müssen. Die zuletzt in unserer Betrachtung beschriebene „Fahnenstange“ (steiler Kursanstieg ohne Rücksetzer) wurde Anfang der Woche allerdings kurzzeitig gekappt. Für den weiteren Kursverlauf sicher eine positive Entwicklung. Die Kursüberhitzung wurde für einen Moment gedämpft. Die wichtigsten Unterstützungen, falls es doch noch zu stärkerem Abwärtsdruck kommen sollte: $46,83 und $45,26 sowie $40,87.
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Ein TV-Beitrag beleuchtet die irreführende Berichterstattung der Bild-Zeitung über die angeblichen Erfolge der Bundesagentur für Arbeit bei der Vermittlung von Harz-IV-Empfängern.
Nicht alles glauben, was in der Zeitung steht. Dies gilt einmal mehr für die Berichterstattung der Mainstream-Presse über die Erfolge der Arbeitslosenvermittlung in Deutschland. So war Anfang April in der Bild-Zeitung über 1 Million Hartz-IV-Empfänger zu lesen, die von der Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2010 angeblich in Jobs untergebracht wurden. Das Magazin Report Mainz deckte den Medienschwindel auf, an dem die Agentur selbst offensichtlich nicht ganz schuldlos war.
http://www.youtube.com/watch?v=MAGQXE4Wcrc
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Nachdem im Edelmetallsektor zuletzt vor allem Silber am Drücker war, holte der Goldpreis am Freitag kräftig auf. Ist das der Beginn eines Trendwechsels?
Das Bild war ungewöhnlich. Gold- und Silberpreis bewegen sich selten in verschiedene Richtungen. Sicher, das eine Metall prescht manchmal etwas schneller vor oder zurück als das andere. Zuletzt dominierte in dieser Hinsicht ganz klar Silber, und das mit enormen Kursprüngen. Doch am letzten Handelstag des Aprils, also gestern, entzweiten sich die Wege kurzzeitig.
Nach 18 Uhr stieg der Goldpreis steil an, während Silber bis zum Handelsschluss stetig Terrain abgab. Gold ging mit 1.565,70 Dollar ins Wochenende. Ein Tagesgewinn von 30 Dollar und gleichzeitig ein neuer Allzeitkursrekord. Sogar der Euro-Goldpreis schloss mit 1.056,69 Dollar auf Jahreshöchstniveau.
Gold vs Silber: Intraday-Verlauf am 29.04.2011
Der Silberpreis dagegen, drehte im Tagesverlauf nach unten und ging mit einem Minus von 1,1 Prozent aus dem späten Freitagshandel.
Man sollte meinen, dass Silber sich eine kleine Ruhepause verdient hat. Schließlich muss der gewaltige Kursanstieg der vergangenen Monate erst einmal verdaut werden. Die Feinunze verteuert sich seit Jahresbeginn um 56 Prozent. Alleine im April kletterte der Silberpreis um 27 Prozent nach oben.
Auch die Gold-Silber-Ratio ist zuletzt kontinuierlich gesunken. Vergangene Woche bekam man 1 Gramm Gold schon für eine Unze Silber. Das entspricht einem Verhältnis von 1:31. Vor genau einem Jahr musste man noch doppelt so viel auf den Tisch legen. Die Gold-Silber-Ratio betrug 1:63.
Nach dem steilen Silberpreis-Anstieg der letzten Wochen könnte bei einigen Investoren nun die Erkenntnis reifen, dass Gold gegenüber Silber Aufholpotenzial besitzt. Die kommenden Handelstage werden zeigen, ob die Entwicklung am Freitag nur eine Übergangserscheinung war oder ob der Goldpreis nun mächtig Terrain zurückerobert.
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Der World Gold Council hat neue Zahlen zu den offiziellen Goldbeständen der Nationen bekanntgegeben. Der Goldanteil an den gesamten Reserven stieg zuletzt aufgrund des höheren Goldpreises.
Per April 2011 hat sich an den offiziellen Zahlen zu den weltweiten Goldreserven nicht viel verändert. Gegenüber dem Vormonat baute Russland seine Bestände leicht aus, die Philippinen und Griechenland gaben Gold ab. Der erhöhte Goldpreis ließ den Goldanteil an den gesamten Top-40-Weltreserven aber zuletzt leicht ansteigen, um durchschnittlich 0,9 Prozent.
Die aktuellen Goldreservezahlen in der Übersicht. Wichtig: Bei den Daten handelt es sich um offizielle Zahlen, die auch bloße Goldforderungen enthalten.
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Kilo-Goldmünze zur Royal Wedding, mit 1-Unzen-Goldmünze im Vergleich (Foto: Royal Mint)
Anlässlich der Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton bringt die britische Münzprägeanstalt Royal Mint eine 1 Kilogramm schwere Goldmünze heraus, natürlich strengstens limitiert.
Am heutigen Freitag heiraten Prinz William und die künftige Herzogin von Cambridge, Catherine „Kate“ Middelton in der Westminster Abbey in London. Der königlichen Hochzeit widmet die Royal Mint eine besondere Goldmünze, für die nun Vorbestellungen angenommen werden.
Die 1-Kilo-Feingoldmünze mit den Portraits von William und Kate auf der Rückseite trägt ein Nominal von 1.000 Pfund. Verkauft wird sie allerdings zum Preis von 40.000 Pfund (44.900 Euro). Das entspricht aktuell einem fürstlichen Aufgeld von 39 Prozent. In den Besitz der Münze wird aber nur ein exklusiver Kreis von Sammlern kommen. Das goldene Stück wird nur in einer Auflage von 40 Exemplaren gefertigt. Für das „gemeine Volk“ gibt es allerdings eine ganze Reihe von kleineren Goldmünzen, die – wie das Kilo-Exemplar – aufgrund ihres hohen Aufgeldes natürlich nicht als Anlagemünzen geeignet sind.
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Gold schlägt Papierwährung: American Gold Eagle und Dollar-Noten (Foto: Goldreporter)
Die Analysten von Barclays Capital, Credit Agricole und HSBC sehen weiter ein ideales Umfeld für steigende Edelmetallpreise.
„Unsere Ökonomen erwarten keine Erhöhung des US-Leitzinses bis Juli 2012, was gut für Gold ist, mit dem man gut gegen anhaltende geopolitische Unsicherheiten, Probleme der Staatsverschuldung und einen schwächeren Dollar aufgestellt ist“, heißt es in einem aktuellen Marktbericht des Investmenthauses Barclays Capital.
Der gleichen Ansicht sind die Analysten des französischen Bankhauses Credit Agricole CIB. „Gold ist auf dem Weg weiterer Zugewinne und es ist schwer einen Grund zu finden, warum man es verkaufen sollte“, teilt das Institut seinen Kunden mit.
Und auch die britische HSBC schlägt in diese Kerbe: „Wir glauben, dass die Gold-Rally im Kern auf den Befürchtungen vieler Investoren basiert, die davon ausgehen, dass die lockere Geldpolitik in jedem Fall zu höheren Konsumentenpreisen führen wird, obwohl die Fed versichert, dass der inflationäre Druck relativ gedämpft bleibe“.
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Wiener Silber Philharmoniker: Für die Silberunze musste man am Donnerstag vielerorts bereits mehr als 37 Euro auf den Tisch legen (Foto: Goldreporter).
Unterschätze nie die Macht unbegrenzter Liquidität. Viele Analysten sahen in den vergangenen Monaten bereits mehrfach den Aktien-Crash kommen. Und auch die Silberpreis-Rally könnte deutlich länger andauern, als viele es für möglich halten.
Kommt jetzt der große Silber-Crash? Gehen wir einmal davon aus, dass die Papierwährungen vorher an der Reihe sind.
In den USA werden die Leitzinsen weiterhin über einen ausgedehnten Zeitraum hinweg sehr niedrig bleiben. Dies ließ FED-Präsident Ben Bernanke am gestrigen Mittwoch mehrfach durchblicken. Auch weitere Maßnahmen des Quantitative Easing wurden nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Dass heißt gleichzeitig, dass die Märkte weiterhin mit enormer Liquidität überschüttet werden.
Wohin mit all dem ungedeckten Papiergeld, das nunmehr seit vielen Jahren wie selbstverständlich aus dem Nichts entsteht? Es fließt jetzt zunehmend in jene Asset-Klassen, von denen sich Investoren Schutz vor der aufkommenden Inflation erwarten. Derzeit sind dies vor allem Aktien und natürlich Gold und Silber.
Schaut man sich insbesondere den Silberchart an, so sind die Anzeichen einer kurzfristigen Überhitzung tatsächlich unverkennbar. Aber muss es hier unweigerlich zum großen Crash kommen, wir immer mehr Marktbeobachter ihn erwarten?
Seit Monaten werden auch für die Weltbörsen immer wieder Korrektur-Warnungen ausgegeben. Doch nach kleinen Rücksetzern, wie im Zuge der Japan-Krise, erholten sich die Aktien stets im Handumdrehen. Und sie kennen im Grunde nur eine Richtung, nämlich Norden.
Der einstige Börsen-Guru André Kostolany sagte einmal: „Wenn alle Spieler auf eine angeblich todsichere Sache spekulieren, dann geht es fast immer schief“. So könnte es nun auch im Silbermarkt kommen. Kleinere Rücksetzer jederzeit, aber auf den großen Crash können Anleger möglicherweise noch lange warten.
Denn der physische Silbermarkt ist winzig gegenüber dem enormen Kapital, das dort zunehmend investiert werden will. Der kontinuierliche Rückzug großer Banken aus dem Geschäft mit fallenden Silbernotierungen beflügelt die Kurse zusätzlich. Silber ist Inflationsschutz und Wachstumsprofiteur gleichermaßen. Und Silber ist wieder Geld, das mit dem Liquiditätsüberfluss der Papierwährungen weiter gegenüber diesen aufwertet.
Fazit: Die Silber-Rally mag immer wieder Pausen einlegen, zu Ende sie ist aber noch lange nicht. Denn vor dem Silber- kommt ganz sicher der Währungs-Crash!
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Eine Bank in der Türkei will ihre Geldautomaten zusätzlich um die Ausgabe von Mini-Goldbarren erweitern. Sie bringt ihre Kunden damit gleichzeitig in die teuflische Versuchung, häuslich gelagertes Gold aus der Hand zu geben.
Die Gold-to-go-Goldautomaten der deutschen Firma Ex Oriente Lux aus Reutlingen kennt man mittlerweile. An verschiedenen Orten der Welt, kann man hier Goldmünzen und Goldbarren aus dem Automaten kaufen.
Das Kuwait Finance House (KFH) in der Türkei geht jetzt noch einen Schritt weiter. Die regulären Geldautomaten der Bankenkette soll schon bald zusätzlich um die Ausgabe von kleinen Goldbarren erweitert werden.
Wie KFH-Chef Ufuk Iwan gegenüber CPI Financial erklärt, werden Kunden des Geldhauses künftig die möglich erhalten, Mini-Goldbarren in Größen von 1 bis 1,5 Gramm abzuheben. Die Abrechnung erfolgt wie bei der Bargeldentnahme über das Girokonto.
Im ersten Schritt sollen ab Mai 2011 zunächst Automaten in den 150 bestehenden türkischen KFH-Filialen mit dieser Funktion ausgestattet werden. Die Goldplättchen werden speziell im Auftrag und Design der Bank angefertigt. KFH Turkey will das eigene Filialnetz bis Ende 2018 auf bis zu 500 Niederlassungen ausbauen. Auch diese sollen dann vor Ort Gold über Geldautomaten ausgeben.
Irfan Yalmaz, der stellvertretende CEO von KFH Turkey erläutert das Vorhaben. Seinen Angaben zufolge eröffnet die Goldausgabe an den Automaten zahlreiche Vorteile für die Kunden und die türkische Wirtschaft. Die Bank ermutige die Kunden, in Gold zu investieren, anstatt ihr Geld zu Hause aufzubewahren. Man gehe davon aus, dass in türkischen Haushalten rund 5.000 Tonnen Gold befänden. Wenn das Gold bei Banken lagere, kämen diese Vermögenswerte der Wirtschaft zugute.
Unser Kommentar: Das ist die konsequente Ausweitung des Mindestreserve-Systems auf den Goldsektor. Das „eingezahlte“ Gold – das Ziel ist ja, dass die Türken ihr Gold an die Bank verkaufen – kann mehrfach vom Geldhaus verliehen werden. Denn man geht davon aus, dass nie das gesamte Gold auf einmal von den Kunden zurückverlangt wird. Wundersame Goldvermehrung zum Wohle des Bankenprofits. Das Gold des Kunden, das derzeit zu Hause lagert, wird gleichzeitig einer wichtigen Eigenschaft beraubt. Es verliert seine Unabhängigkeit von der Zahlungsfähigkeit Dritter.
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Goldpreis und Silberpreis: Kursverlauf am Mittwoch
Der Goldpreis stieg am Mittwoch um 1,75 Prozent. Silber legte am Abend um mehr als 6 Prozent gegenüber Vortag zu. Fed-Sitzungsergebnis und Ben Bernankes Pressekonferenz machten Gold und Silber ordentlich Dampf.
Die amerikanische Notenbank Fed hat am Mittwochabend das Ende des Aufkaufprogramms für US-Staatsanleihen per Ende Juni in Aussicht gestellt, belässt den Leitzins aber unverändert (0-0,25%).
Lockere PK
In einer erstmals nach einer Entscheidung des US-Offenmarkt-Ausschusses veranstalteten Pressekonferenz ließ sich Fed-Präsident Ben Bernanke nicht aus dem Konzept bringen. Die Fragen, die von Journalisten der großen Nachrichtendienste in der 45-minütigen Sitzung gestellt wurden, taugten auch nicht dazu. Fast familiär wirkte die Veranstaltung. Bernanke bedankte sich stets mit der Nennung des Vornamens bei den vertrauten Pressevertretern für die vorgetragenen Informationswünsche.
Ob nun Fragen zur den Folgen der Einstellung des Quantitative Easing, dessen scheinbarer Erfolglosigkeit, zur Fähigkeit der Fed die langfristige Arbeitslosigkeit oder die hohen Ölpreise zu bekämpfen, Ben Bernanke kam in seinen Antworten immer wieder mühelos auf zwei seiner wesentlichen Kernpunkte zurück. Im Mittelpunkt der Geldpolitik stünden Maßnahmen zur Stabilisierung der US-Wirtschaft und Sicherstellung von Preisstabilität. Für beides sorge die Fed. Rückfragen zu seinen Antworten gab es keine. Alles im Griff also.
Was gab es Besonderes?
Bernanke hob auffällig kritisch die Bedeutung der US-Staatsverschuldung hervor, für die es keine kurzfristige Lösung gebe. In diesem Zusammenhang äußerte er auch Verständnis für die negative US-Bonitäts-Einschätzung der Rating-Agentur S&P. Bernankes Äußerungen bestätigten die Einschätzung, dass man (S&P und die Fed) mit den Kommentaren der US-Regierung in die Hände spielt, damit diese die geplanten Sparpakete leichter gegenüber dem oppositionellen Widerstand durchsetzen kann.
Bernanke ließ zudem die Möglichkeit offen, zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu Maßnahmen des Quantitative Easing zurückzugreifen, „wenn die Lage es erfordert“. Das Thema Gold kam während der Pressekonferenz in keinem Wort zur Sprache.
Wie reagierten Gold und Silber? Die Preise für Gold und Silber stiegen bereits direkt nach Bekanntgabe des Fed-Sitzungsergebnisses und zogen später während der Pressekonferenz weiter stark an.
Um 21:30 Uhr MESZ stand der Goldpreis bei 1.528 Dollar (1.033 Euro) und damit 1,75 Prozent höher als am Ende des Vortages. Noch steiler stieg der Silberpreis an. Zur gleichen Uhrzeit notierte das weiße Edelmetall bei 48,08 Dollar (32,52 Euro). Zu diesem Zeitpunkt ein sattes Plus von 6,5 Prozent.
Goldreporter
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