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Eagle-Gold- und Silbermünzen: Schwacher Absatz im März

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Die U.S. Mint meldet gemäß ihrer aktuellen Zahlen einen deutlichen Rückgang beim Gold- und Silberabsatz im März.

Gold-Eagle-Absatz

Laut den aktuellen Angaben auf der Internetseite der U.S. Mint hat die amerikanische Prägeanstalt im vergangenen Monat 10.000 Unzen der Goldanlagemünze American Eagle abgesetzt. Damit waren die Verkäufe gegenüber dem Vormonat um 17 Prozent rückläufig. Im Vorjahresvergleich wurde 56 Prozent weniger Gold in Form von Eagle-Münzen abgesetzt. Der Absatz der ersten drei Monate beläuft sich auf 85.500 Unzen und liegt damit 48 Prozent unter Vorjahresniveau.

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Goldmünzen American Eagle: Monatlicher Absatz in Unzen seit 2013 (Quelle: U.S. Mint)

Außerdem setzte man im vergangenen Monat 8.000 Unzen der Goldanlagemünze American Buffalo ab. Damit waren es ein Viertel mehr als im Vormonat, aber 72 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Dreimonatszahlen liegen hier 52 Prozent unter Vorjahr.

Der hohe Goldpreis und das boomende Ankaufgeschäft mit einem florierendem Zweitmarkt sind sicher die wesentlichen Gründe, warum der Absatz an prägefrischen Anlageprodukten zuletzt deutlich unter den Vorjahren liegt. Auch bei der Perth Mint war diese Entwicklung festzustellen.

Silber-Eagles

Währenddessen läuft auch das Silbergeschäft vergleichsweise schwach. Denn die U.S. Mint meldet für März den Verkauf von 509.500 Unzen in Form der Anlagemünze American Silver Eagle. Damit lieferte man laut den aktuellen Zahlen 45 Prozent weniger Silber aus als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich hat die U.S. Mint im März 70 Prozent weniger Silber-Eagles abgesetzt. Der Absatz von Januar bis März summiert sich auf 5.000.500 Unzen, was 40 Prozent unter Vorjahr liegt.

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Silbermünzen American Eagle: Monatlicher Absatz in Unzen seit 2013 (Quelle: U.S. Mint)

Hintergrund Gold-Eagles

Die Goldmünzen der Sorte American Eagle gehören zu den beliebtesten Goldanlage-Objekten unter Privatinvestoren. Gemäß dem Gold Bullion Coin Act aus dem Jahr 1985 muss die U.S. Mint Eagle-Goldmünzen stets nach Bedarf produzieren. 2021 gab es erstmals nach 35 Jahren einen Motiv-Wechsel. Mehr dazu hier: Goldmünzen American Eagle – Gold fürs Volk.

Eigentlich aktualisiert die U.S. Mint ihre Absatzzahlen täglich. Es kam in den vergangenen Jahren aber immer wieder zu Nachmeldungen. Die Produktion von Silbermünzen musste in der Vergangenheit des Öfteren gedeckelt werden, weil nicht genügend Rohlinge für die Münzproduktion verfügbar waren.

Goldpreis-Rekord: So sind die Banken jetzt positioniert

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Während der Goldpreis neue Rekordstände verzeichnete, stiegen nun auch die Verkaufspositionen der Banken im US-Futures-Handel auf einen Höchstwert.

Goldpreis-Entwicklung

Der Goldpreis verzeichnete im vergangenen Monat einen Kursanstieg von 10 Prozent. Im Monatsdurchschnitt wurden laut LBMA-Kurs (P.M.) 2.983 US-Dollar je Unze erreicht, ein neuer Rekord. Am vergangenen Freitag gab es mit 3.230 US-Dollar eine neue Bestmarke.

Die vergangenen Monate waren fundamental geprägt von massiven Goldtransfers in die USA. Dabei stiegen die Goldbestände an der US-Warenterminbörse sowie die physische Deckung des US-Futures-Handels auf Rekordwerte.

Gold, Goldbanken, Goldmünzen, Bullionbanken, Banken (Bild: Goldreporter)
Anfang April standen die in den amerikansischen Gold-Futures-Handel involvierten Banken unter dem Strich mit umgerechnet 702 Tonnen auf der Verkaufsseite. Das ist der höchste Wert in unserer seit 2009 geführten Datenbank.

Vergangene Woche meldeten die verantwortlichen Lagerbetreiber Gesamtbestände von 44,75 Millionen Unzen. Das entspricht 1.391 Tonnen Gold. Diese Entwicklung katapultierte die physische Deckung des US-Futures-Handels zuletzt auf bis zu ungewöhnlich hohe 98 Prozent (Goldreporter berichtete).

Gold-Futures-Positionen der Banken

In diesem Zusammenhang ist der Blick auf die in den amerikanischen Goldhandel involvierten Banken interessant. Im Rahmen des sogenannten Bank Particiaption Reports veröffentlicht die US-Börsenaufsicht jeweils am Monatsanfang die von US-Banken und Nicht-US-Banken gehaltenen Gold-Futures-Positionen.

Und diese Zahlen zeigen, dass insgesamt 23 (nicht namentlich genannte) Nicht-US-Banken per 8. April 2025 bei Gold mit 127.926 Kontrakten netto-short positioniert waren. Sie müssen also am Monatsende umgerechnet rund 397 Tonnen Gold liefern – sofern entsprechende Anträge vorliegen, ansonsten erfolgt die Abwicklung per Barausgleich. Gegenüber Vormonat stieg deren Netto-Short-Position um 7 Prozent auf den höchsten Stand seit August 2019 (damals 132.469 Kontrakte netto-short).

Dagegen nahm die Netto-Verkaufs-Position der (fünf) US-Banken gegenüber dem Vormonat um 1 Prozent auf 97.959 Kontrakte.

Das heißt: In Summe stieg die Netto-Short-Position aller 28 Banken um 5 Prozent auf 225.885 Kontrakte (umgerechnet 702 Tonnen). Das ist der höchste, jemals im Rahmen unserer monatlichen Erfassung festgestellte Wert. Wir führen diese Statistik seit September 2009.

Dabei repräsentierten die Short-Positionen der Banken Anfang April 51,3 Prozent des gesamten Open Interest im US-Gold-Futures-Handel. Das ist der höchste Wert seit Dezember 2012 und er verdeutlicht die starke Marktkonzentration der Banken auf der Short-Seite.

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Der Goldpreis erreichte im März neue Rekordstände. Nun ist auch die Netto-Short-Position der im Gold-Futures-Handel tätigen Banken auf eine Höchstmarke gestiegen (Quelle: CFTC; Grafik/Berechnung: Goldreporter).

Banken, Goldmarkt und Goldpreis

Zwar lassen sich aus den Veränderungen der Bankenpositionen keine unmittelbaren Schlüsse auf Ursachen und Wirkungen für den Goldpreis ableiten. Aber die Banken agieren aber als Market Maker, handeln Gold auch auf eigene Rechnung.

In der Vergangenheit bauten die Banken bei steigendem Goldpreis regelmäßig parallel zu den Long-Positionen der Spekulanten ihre Netto-Short-Position auf, während sie bei fallenden Kursen Terminverkäufe glattstellten. Mit dem Abbau ihrer Short-Positionen reduzieren die Banken auch finanzielle Risiken im Zusammenhang mit einem stark steigenden Goldpreis.

Aktuelle Einordnung

Allerdings haben wir im Zeitraum von 2023 bis Mitte 2024 erlebt, dass die Netto-Short-Position der Banken nicht der starken Goldpreis-Entwicklung nach oben folgte. Das war der Zeitraum, in dem der internationale Goldpreis massiv vom chinesischen Markt dominiert wurde. Der Einfluss amerikanischer Banken auf dem Goldmarkt sank deutlich.

Nun sehen wir seit mehreren Monaten eine Rückkehr dieses US-Einflusses, mit einem starken Anstieg der Aktivitäten im US-Gold-Futures-Handel und der oben erwähnten Zunahme der COMEX-Lagerbestände sowie der Anträge auf physische Lieferung.

Nun ist zunächst einmal unklar, was mit den großen Mengen an Gold geschieht, die die Banken in die USA holten. Der ursprüngliche Grund für die starke Nachfrage waren Sorgen um die Einführung von Zöllen auf Goldimporte. Das hat die Trump-Administration am 2. April aber ausgeschlossen (Gold von US-Zöllen verschont: Sinkt jetzt der Goldpreis?)

Währenddessen stiegen im US-Futures-Handel die Anträge auf physische Lieferung. Mit 60.909 „Delivery Notices“ (umgerechnet 189 Tonnen) näherte sich die Zahl dem bisherigen Rekord vom Januar 2025 mit damals 76.567 Anträgen (238 Tonnen).

Goldpreis-Explosion: Darum hat China die Finger im Spiel

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Im Wochenverlauf stieg der Goldpreis um 9 Prozent auf ein neues Rekordhoch.  Ein starker Anstieg der chinesischen Goldnachfrage im Zuge des Zollstreits dürfte dazu beigetragen haben.

Goldpreis steigt weiter an

Der US-Dollar wertet mehr und mehr ab, der Goldpreis steigt von einem Rekordhoch zum nächsten. Vergangene Woche kostete die Feinunze Gold erstmals mehr als 3.200 US-Dollar. Die Hintergründe der jüngsten Gold-Rally haben wir in einem ausführlichen Beitrag thematisiert: Goldpreis schießt auf über 3.200 Dollar – Was steckt dahinter?

Gold, Goldbarren, China, Goldpreis (Bild: Goldreporter)
Starke Goldpreis-Aufschläge in China, fallender US-Dollar, steigende US-Anleiherenditen: Vieles spricht dafür, dass China im Zollkrieg mit den USA im großen Stil US-Staatsanleihen abgestoßen und Gold gekauft hat.

Wir analysieren zunächst einmal, was vergangene Woche am US-Terminmarkt geschehen ist. Denn in den letzten Monaten kam es hier zu ungewöhnlichen Entwicklungen, weil Händler die Einführung von US-Zöllen auf Goldimporte befürchtet hatten. Große Mengen an Gold wurden in die USA befördert und füllten die Tresore der COMEX.

CoT-Daten

Zunächst einmal betrachten wir die aktuellen CoT-Daten mit den Positionen der größten Händlergruppen im Geschäft mit Gold-Futures per 8. April 2025. Hier sank die Netto-Short-Position der „Commercials“ in der dritten Woche in Folge – zuletzt noch einmal um 12 Prozent auf 232.182 Kontrakte. Auf der Gegenseite nahm die Netto-Long-Position der „Großen Spekulanten“ um fast 16 Prozent ab auf 200.715 Kontrakte.

Open Interest weiter gesunken

Auch der Open Interest ging gegenüber Vorwoche stark zurück, um 10 Prozent auf 445.468 Kontrakte. Bis zum Handelsschluss am Freitag nahm die Summe aller offenen Gold-Kontrakte aber wieder um 3 Prozent zu auf 457.800 Kontrakte. Im Vorwochenvergleich (Freitag bis Freitag) ergibt sich damit ein Rückgang um 1,75 Prozent.

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Gold-Optionen

Im Gold-Optionshandel ist der Open Interest gegenüber der Vorwoche um 10 Prozent gestiegen auf 1.107.635 Optionen. Dabei stieg die Put/Call-Ratio auf 0,680 (Vorwoche: 0,657). Das bedeutet, dass auf 100 Put-Optionen zuletzt 147 Call-Optionen entfielen, gegenüber 152 in der Vorwoche. Damit hat sich der übergeordnete Goldpreis-Optimismus in diesem Handelssegment leicht abgeschwächt.

Goldpreis-Entwicklung

Einen solch starken wöchentlichen Goldpreis-Anstieg haben wir lange Zeit nicht gesehen. Allerdings begann die Rally erst am Mittwoch. Der Montag brachte zunächst einmal einen starken Kursrückgang. Wie am Tag davor, gab der Goldpreis um rund 2 Prozent nach, auf ein Wochentief von 2.973 US-Dollar.

Im Wochenverlauf ging dann um satte 9 Prozent nach oben auf 3.236 US-Dollar (Juni-Kontrakt). Damit verteuerte sich Gold gegenüber der Vorwoche um 6,5 Prozent. In Euro gerechnet ging es um 2,8 Prozent nach oben auf 2.849 Euro. Während Gold auf Dollar-Basis auf Rekordhoch ins Wochenende ging, besteht in Euro noch die Bestmarke vom 1. April mit 2.889 Euro.

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Goldpreis in US-Dollar, US-Futures (Juni-Kontrakt), elektronischer Handel, Wochenchart: Ab Mittwoch ging es stark nach oben, dabei stiegen die Goldpreis-Aufschläge in Shanghai stark an. Das ist ein deutliches Zeichen für eine Zunahme der chinesischen Nachfrage (Quelle: CME Group).

COMEX-Gold-Lager

Werfen wir einen Blick auf die Goldlagerbestände an der COMEX. Hier ist das Inventar erstmal seit langer Zeit wieder geschrumpft. Denn die CME Group meldet per 10. April 2025 Gesamtbestände von 44,75 Millionen Unzen. Damit waren es 320.000 Unzen weniger als vor einer Woche (Vorwoche: +1,73 Mio. Unzen).

Aber dabei stiegen die zur sofortigen Auslieferung an Kunden verfügbaren Gold-Bestände der Kategorie „eligible“ um 1,36 Millionen Unzen auf 22,26 Millionen Unzen (Alle Zahlen gerundet). Dieses Gold gehört Händlern, nicht etwa den Bullionbanken. Das bedeutet, es kann jederzeit abgezogen werden. Es kommt jetzt offensichtlich zu einer starken Verlagerung von Gold aus den Tresoren der Bullionbanken in Kundenbesitz.

Hohe Golddeckung bleibt

Bei einem Open Interest von 457.800 Kontrakten handelten Futures-Trader Ende der vergangenen Handelswoche insgesamt 45.780.000 Unzen Gold in Form von Standard-Futures (100 Unzen pro Vertrag). Das heißt, der Gold-Futures-Handel an der COMEX war am Freitag zu 98 Prozent durch Lagerbestände gedeckt (Rekord), nach 97 Prozent in der Vorwoche.

In den vergangenen Jahren war die physische Deckung der US-Gold-Futures-Handels deutlich geringer – teilweise nur 30 Prozent. Vom Börsenbetreiber wird diese Unterdeckung damit gerechtfertigt, dass nur ein Bruchteil der Futures-Verträge tatsächlich physisch abgewickelt wird. Das heißt, am Ende des Kontraktmonats schließen die Parteien ihre Positionen hauptsächlich per Barausgleich. Der Anteil kann ebenfalls aus einer wöchentlichen Pflichtmitteilung entnommen werden.

Lieferanträge

So meldet die Börsenaufsicht CFTC für den angelaufenen Kontraktmonat April nun bereits 60.909 „Delivery Notices“, also Anträge auf physische Auslieferung von Gold. In einer Woche kamen damit 8.475 hinzu.

Das heißt, es stehen zum Monatsende bereits 189 Tonnen Gold (6,09 Millionen Unzen) zur Auslieferung an. Im März waren es nur 19.398 Anträge. Dagegen gab es im Rekordmonat Januar 2025 Auslieferungsanträge über umgerechnet 238 Tonnen Gold (76.567 Vorgänge).

Gestiegene Goldpreis-Aufschläge in China

Von China gehen zuletzt geringere Impulse auf den Goldpreis aus. Wie entwickelte sich der dortige Kurs vergangene Woche?

Am Donnerstagnachmittag um 14:30 Uhr (8:30 Uhr MEZ Berlin; 2:30 Uhr New York) notierte Gold an der Shanghai Gold Exchange mit 742,95 Yuan pro Gramm. Das waren umgerechnet 102,84 US-Dollar je Gramm bzw. 3.198 US-Dollar pro Unze.

Gleichzeitig kostete die Feinunze Gold am europäischen Spotmarkt (FOREX) 3.120 US-Dollar. Das bedeutet, dass Gold in China in der siebzehnten Woche in Folge über dem internationalen Goldpreis gehandelt wurde. Dabei hat sich der Abstand unseren Berechnungen zufolge vergrößert auf 78 US-Dollar (Vorwoche: 42 US-Dollar). Damit lag der Kurs wie in der Vorwoche 2,5 Prozent über dem europäischen Goldpreis. In den Hochphasen des Jahres 2024 erreichten die Goldpreis-Aufschläge in Shanghai bis zu 90 US-Dollar gegenüber den westlichen Kursen.

Hat China den Goldpreis-Sprung ausgelöst?

Wie gezeigt, sind in China deutlich steigende Aufschläge auf den Goldpreis zu verzeichnen. Dies deutet darauf hin, dass die chinesische Goldnachfrage in kurzer Zeit stark angestiegen ist. Wie ist das einzuordnen? Hier eine Theorie, die uns plausibel erscheint: China hat im jüngsten Zollstreit womöglich in großem Stil US-Staatsanleihen verkauft und dieses Kapital dürfte zu Teilen in Gold geflossen sein. Der starke Rückgang des US-Dollar, bei gleichzeitigem Anstieg der US-Renditen würde zu diesem Szenario passen. In diesem Kontext beobachten wir die weitere Goldpreis-Entwicklung in den kommenden Tagen.

Gold kaufen: Aktuelle Lage und Preise im Handel

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Jetzt Gold kaufen? Der Goldpreis schwankte zuletzt deutlich, schoss aber erneut in die Höhe. Wir analysieren die aktuelle Lage im deutschen Edelmetall-Handel.

Goldpreis stark gestiegen

Am Freitagmittag um 12:30 Uhr kostete Gold am europäischen Spotmarkt 3.227 US-Dollar pro Unze, was 2.835 Euro entsprach. Damit erreichte der Goldpreis vor dem Wochenschluss ein weiteres Rekordhoch, aber zunächst einmal nur in US-Dollar. Hintergründe dazu gibt es hier: Goldpreis schießt auf über 3.200 Dollar – Was steckt dahinter?

Gold, Gold kaufen, Goldmünzen (Bild: Goldreporter)
Die Geschäfte im deutschen Edelmetall-Handel laufen gut. Die Goldpreis-Rücksetzer Ende vergangener Woche und zu Wochenbeginn wurden von Anlegern zu Käufen genutzt. Schon im Wochenverlauf behielten sie mit ihrer Strategie recht.

Dabei zeigte Gold eine hohe Volatilität, mit einem starken Kursrückgang am Ende vergangener Woche und noch zu Wochenbeginn. Und diese Entwicklung hielt auch den deutschen Edelmetall-Handel auf Trab.

Lage im Edelmetall-Handel

„Den kurzfristigen Rücksetzer nutzten sehr viele Kunden für Nachkäufe im klassischen Bullionbereich. Sowohl bei Gold als auch bei Silber. Bei dem danach erneuten Überschreiten der 91€/g Marke normalisierte sich die Nachfrage wieder“, erklärte Dominik Lochmann, Geschäftsführer ESG Edelmetall-Service am Freitag gegenüber Goldreporter.

„Bei dem Kursrücksetzer letzten Donnerstag sind wir zunächst von einer weit schwächeren Nachfrage ausgegangen. Aber das Gegenteil war der Fall. Normalerweise warten die Kunden nach einen solchen dramatischen Kursrückgang erst einmal ab, ob der Kurs nicht noch weiter fällt, was ja auch tatsächlich Anfang dieser Woche passiert ist, doch die Nachfrage war ungebremst. Gekauft wurde schlichtweg alles, ob Goldunzen, Goldbarren, Silberunzen und Silberbarren – aber auch Platin“, sagt Henry Schwarz, Geschäftsführer der GfM GmbH (Anlagegold24).

Während Dominik Lochmann auch im Ankaufsgeschäft von hohem Niveau spricht, berichtet Henry Schwarz von einem Austrocknen des Zweitwarenmarktes.

„Günstige Zweitmarktware ist so ziemlich ausverkauft und nur in kleinen Mengen zu bekommen. Die Prägestätten können bisher noch liefern, nur auch hier wird die Ware schon knapp. Einzelne Barrengrößen haben mittlerweile längere Lieferzeiten, da sich die Barrenhersteller auf die gängigen Größen konzentrieren. Insofern hat der Kursrücksetzer dem Markt nicht geschadet. Die meisten Edelmetall-Käufer sind einfach so überzeugt von den Edelmetallen, dass sie kurzfristige Kursrücksetzer zum Nachkaufen nutzen“, so Schwarz.

Gold kaufen

Jetzt Gold kaufen oder verkaufen? Wir analysieren, wie sich diese Berichte mit den Zahlen unserer wöchentlich Preiserhebung aus dem deutschen Edelmetall-Handel decken.

Wer am Freitagvormittag in Form von prägefrischen Krügerrand-Münzen Gold kaufen wollte (aktueller Jahrgang), zahlte gemäß unserer Zahlen durchschnittlich 2.940 Euro – und damit 30 Euro mehr als vor einer Woche.

Dabei stieg das von uns ermittelte Aufgeld für Krügerrand-Neuware nach dem starken Anstieg in der Vorwoche auf 3,72 Prozent (Vorwoche: 3,93 %). Die Abschläge für ältere Jahrgänge lagen unserer Analyse zufolge unverändert bei durchschnittlich 36 Euro.

Währenddessen blieb das durchschnittliche Aufgeld für 100-Gramm-Goldbarren unverändert bei erhöhten 2,08 Prozent. Das ist ein möglicher Hinweis auf gewisse Angebotsbeschränkungen. Ein Exemplar kostete in unserer Datenerfassung im Mittel 9.306. Damit waren es 114 Euro mehr als vor einer Woche.

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Silber kaufen

Wie entwickelten sich die Preise für die von uns beobachteten Silber-Produkte? Eine Unze Maple Leaf des aktuellen Jahrgangs kostete am Freitag durchschnittlich 37,14 Euro.

Das Aufgeld für Silber-Maples ging dabei auf 34,36 Prozent zurück (Vorwoche: 37,65 Prozent). Der durchschnittliche Aufschlag bei 1-Kilogramm-Silberbarren stieg leicht auf 29,18 Prozent.

Auffällig ist, dass die Abschläge für Silbermünzen älterer Jahrgänge deutlich gesunken sind. Vergangene Woche kam man angekaufte Stücke nach unserer Analyse noch durchschnittlich rund 3 Euro günstiger. Am heutigen Freitag waren es nur noch 1,9 Euro.

Silber und Gold kaufen

Hinweis: Mit den von uns erhobenen Daten beobachten wir die allgemeine Marktpreis-Entwicklung und sondieren Hinweise auf die Veränderung von Angebot und Nachfrage im deutschen Edelmetall-Handel. Allerdings können die Preisangaben bei einzelnen Händlern deutlich variieren. Unsere wöchentlichen Durchschnittspreise erheben wir bereits seit dem Jahr 2010.

Wer Silber oder Gold kaufen möchte, sollte beachten: Kleinere Veränderungen beim Aufgeld sind nicht als Beurteilungsgrundlage für kurzfristige Kaufentscheidungen geeignet, da Silber- und Goldpreis ohnehin ständigen Schwankungen unterworfen sind. Aber das von uns berechnete durchschnittliche Aufgeld gibt einen Anhaltspunkt über das Preisniveau bei verschiedenen Anbietern.

Goldpreis schießt auf über 3.200 Dollar – Was steckt dahinter?

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Im Zuge eines sinkenden US-Dollars bei gleichzeitig steigenden Anleiherenditen hat der Goldpreis neue Bestmarken erreicht. Es gibt Sorge um die Finanzmarkt-Stabilität

Neuer Goldpreis-Rekord

Der Goldpreis am europäischen Spotmarkt hat am Freitagvormittag erstmals die Marke von 3.200 US-Dollar passiert. Am gestrigen Donnerstag erreichte Gold im US-Futures-Handel (Juni-Kontrakt) mit 3.178,39 US-Dollar ein neues Rekordhoch und überbot damit die alte Bestmarke vom 2. April 2025.

Begleitet wird die neue Goldpreis-Rally von einer starken Abwertung des US-Dollars. Das hemmte den Anstieg des Euro-Goldpreises. Denn der Euro-Dollar-Kurs stieg zuletzt mit mehr als 1,1260 US-Dollar auf den höchsten Stand seit Februar 2022.

Gold, Goldpreis, Banken, Goldbarren (Bild: Goldreporter)
Der Goldpreis erreichte mit mehr als 3.200 US-Dollar ein neues Rekordhoch. Steigende US-Renditen bei gleichzeitig fallendem US-Dollar sorgen unter Banken mitunter für Unbehagen.

Um 8:30 Uhr am Freitag kostete Gold zur sofortigen Lieferung (FOREX) 3.200 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 2.838 Euro. Damit blieb der Kurs noch rund 2,7 Prozent vom Rekordhoch am 1. April 2025 entfernt (2.916 Euro).

US-Dollar fällt, Flucht aus US-Staatsanleihen

Die Kursentwicklung steht deutlich unter dem Eindruck des von US-Präsident Trump vorangetriebenen Zollkriegs. Die offensichtliche Absicht, den US-Dollar nach unten zu treiben führt derzeit auch zu einer Flucht aus US-Staatsanleihen, so dass die Renditen in diesem Umfeld untypischerweise steigen.

So lag die Rendite 10-jähriger US-Papiere am Freitag bei 4,45 Prozent. Anfang April waren es noch 3,88 Prozent. Wenn Staatsanleihen als „sicherer Hafen“ ausfallen, dann wird Gold als defensive Anlageform und Reserve-Asset für institutionelle und staatliche Investoren umso attraktiver. Damit ist sicher ein Teil der neuen Goldpreis-Rally zu erklären. Zuletzt stockten diverse Länder ihre Goldreserven deutlich auf.

Sorge um Finanzmarkt-Stabilität

Ein fallender US-Dollar bei gleichzeitig steigenden US-Renditen ist immer ein Warnsignal. Es bedeutet: Investoren fordern höhere Zinsen, obwohl der Dollar schwächelt – ein Zeichen für sinkendes Vertrauen in die US-Finanzen.

In diesem Zusammenhang steht derzeit eine beliebte Handelsstrategie im Fokus, mit der Banken eigentlich eine risikoarme Rendite erzielen. Sie wird als Basis-Trade bezeichnet und wird in den Finanzmedien derzeit diskutiert.

Dabei kaufen Investoren reale US-Staatsanleihen und verkaufen gleichzeitig Futures auf vergleichbare Anleihen. Sie versuchen, von kleinen Preisunterschieden zwischen beiden Märkten zu profitieren. Oft wird dafür Fremdkapital eingesetzt. Das kann stabil wirken, wird aber riskant, wenn Marktbedingungen sich abrupt ändern.

Basis-Trade, US-Staatsanleihen
Im Bereich der Basis-Trades kann es zu Schieflagen kommen, je nachdem, wie stark der Währungsverlust gegen die Kursverluste aufgewogen wird bzw. wie stark die Spreads zwischen den Bonds-Kursen und Bond-Futures steigen. Und diese Geschäfte der Banken sind oft stark gehebelt.

Zuletzt sind die Credit Spreads bei US-amerikanischen Banken wieder etwas stärker gestiegen (siehe Tabelle unten). Sie sind ein Indikator für die wahrgenommene Bonität und das vorhandene Vertrauen in der Finanzbranche. Höhere CDS-Prämien bedeuten, dass es teurer wird, sich gegen den Ausfall des betroffenen Instituts zu versichern. 

Credit Spreads, Banken, CDS
Credit Spread gestiegen: Dabei stellen die angegebenen Basispunkte die Versicherungsprämie dar, die der Versicherungsnehmer zu entrichten hat, um sich gegen einen Ausfall der Schuldverschreibungen des jeweiligen Unternehmens abzusichern.

Zur Einordnung: Im Umfeld der Finanzkrise von 2008, 2017 (Bankenkrise in Spanien, Italien) und auch während der Corona-Krise stiegen die Credit Spreads der Banken deutlich an, teilweise auf Werte von 400 und höher. 

Warum schreitet die Fed nicht ein?

Normalerweise würde man erwarten, dass die US-Notenbank interveniert, um die Märkte zu beruhigen – etwa in dem sie Staatsanleihen in großem Stil aufkauft. Es gibt jedoch mehrere Gründe, warum sie dies derzeit nicht will oder kann:

  • Inflation ist immer noch ein Thema – sie will keine zu lockere Geldpolitik riskieren.
  • Höhere Renditen helfen sogar ein wenig, um die Inflation zu bremsen.
  • Die Fed will zeigen, dass sie nicht reflexhaft rettet – Stichwort: Marktdisziplin.
  • Ein Eingreifen (z. B. durch Anleihekäufe) wäre ein Signal, dass etwas ernsthaft nicht stimmt. Das will die Fed vermeiden, solange es nicht unbedingt nötig ist.

Goldpreis profitiert

Wenn weniger internationale Käufer US-Staatsanleihen kaufen (z. B. wegen geopolitischer Risiken wie Trump-Zölle), dann steigen die Renditen. Im derzeitigen Umfeld ist es sogar denkbar, dass China gezielt US-Staatsanleihen verkauft.

Wenn die Fed das nicht ausgleicht, weil sie Inflation fürchtet oder nicht als Retter auftreten will, dann kann genau das passieren, was wir derzeit erleben:

  • Fallender Dollar
  • Steigende Renditen
  • Druck auf Basis-Trader
  • Und ein möglicher Stress am Markt

Diese Marktunsicherheit und die Tatsache, dass Staatsanleihen als „sicherer Hafen“ im Moment wenig gefragt sind und sogar abgestoßen werden, treibt institutionelle und staatliche Käufer stärker ins Gold. Der Goldpreis steigt. 

US-Inflation geringer als erwartet

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Am heutigen Mittwoch erschienen neue Inflationsdaten aus den USA. Demnach ergab sich im vergangenen Monat ein Anstieg des US-Verbraucherpreis-Index um 2,4 Prozent gegenüber Vorjahr. Der Wert lag unter den Analysten-Schätzungen, die bei 2,6 Prozent gelegen hatten. Im Februar war die Inflationsrate noch mit 2,8 Prozent angegeben worden. Währenddessen ist die Kerninflationsrate im März auf 2,8 Prozent gesunken. Die Erwartungen hatten bei 3,0 Prozent gelegen. Im Vormonat waren es 3,1 Prozent. Mehr

Inflation, Inflationsrate, US-Inflation

Goldpreis steigt nach turbulentem Handel

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Der Goldpreis wies in den vergangenen Handelstagen starke Schwankungen auf. Der US-Zollkrieg ließ zuletzt wieder mehr Investoren Gold kaufen.

Goldpreis steigt wieder

Der Goldpreis vollzog in den vergangenen fünf Handelstagen eine wilde Berg-und-Tal-Fahrt, genau wie die Aktienmärkte. Der von US-Präsident Donald Trump angezettelte Zollkrieg, insbesondere mit China, dominierte zuletzt das Marktgeschehen.

Nach einem Rücksetzer unter die Marke von 3.000 US-Dollar ging es für Gold zuletzt wieder deutlich aufwärts. Am gestrigen Mittwoch schloss der Kurs im US-Futures-Handel mit 3.090 US-Dollar pro Unze, was 2.821 Euro entsprach.

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Die Goldbestände des SPDR Gold Shares (GLD) sind nun vier Wochen in Folge gestiegen. Zwischenzeitlich gab es jedoch hohe Fluktuationen, ähnlich wie beim Goldpreis.

Zuletzt stiegen offensichtlich wieder mehr institutionelle Investoren in den Goldmarkt ein, auch weil im Zuge der Marktturbulenzen US-Staatsanleihen gemieden, ja sogar abverkauft  wurden. Entsprechend stiegen die amerikanischen Anleiherenditen.

Größter Gold-ETF

Auch die Bestände des größten Gold-ETFs verzeichneten in den vergangenen Handelstagen eine dynamische Entwicklung. Denn der Betreiber des SPDR Gold Shares (US-Börsenkürzel: GLD) meldet per 9. April 2025 physische Bestände von 937,09 Tonnen. Damit wurden innerhalb einer Woche zusätzlich 5,15 Tonnen Gold netto eingebucht.

Begleitet wurde die jüngste Zunahme aber von einem Netto-Kapitalabfluss in Höhe von 588 Millionen US-Dollar. Allerdings flossen allein am vergangenen Montag 591 Millionen US-Dollar aus dem Fonds ab. An diesem Tag sank der Goldpreis um 2 Prozent, nachdem sich bereits am Vortag ein ähnlicher Kursverlust ereignet hatte.

Hinweis: Pro ausgegebenem Anteilsschein muss der Betreiber dieses ETFs eine Zehntel Unze Gold physisch einlagern. Aber bei der Meldung von Kapitalflüssen und Fondsbeständen gibt es in der Regel eine zeitliche Verzögerung. Denn auf dem Goldmarkt besteht üblicherweise eine Zwei-Tages-Frist, in der physische Bestände nach einem Vertragsabschluss geliefert werden.

Größter Silber-ETF

Währenddessen verlief die Entwicklung beim größten Silber-ETF ähnlich, dem iShares Silver Trust (SLV). Innerhalb der vergangenen fünf Handelstage wird hier eine Bestandszunahme von 24,05 Tonnen auf zuletzt 13.922,04 Tonnen gemeldet.

In diesem Zeitraum gab es laut Angaben des Emittenten aber einen Nettokapitalzufluss von 36 Millionen US-Dollar. Pro ausgegebenem Anteilsschein ist dieser ETF offiziell mit einer Unze Silber physisch gedeckt.

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Edelmetall-ETFs und Goldpreis

Frühere Bullenmärkte bei Silber- und Goldpreis waren regelmäßig von deutlich steigenden Beständen in den entsprechenden Edelmetall-ETFs begleitet. Generell gelten die Fondsbestände als Nachläufer, die einem steigenden Silber- und Goldpreis mit wachsendem Inventar folgen. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren. In den vergangenen Jahren stieg die Beliebtheit dieser ETFs bei jungen US-Anlegern, die sie zunehmend über Discount-Broker erwerben. 

Goldpreis aktuell: So ist die technische Lage!

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Der Goldpreis hat innerhalb einer Woche auf Euro-Basis 6 Prozent nachgegeben. Kommt es jetzt zu einer technischen Erholung?  

Goldpreis gefallen

Am gestrigen Dienstag schloss der Goldpreis im US-Futures-Handel mit 2.979 US-Dollar pro Unze (Juni-Kontrakt). Das entsprach 2.713 Euro. Damit verbilligte sich Gold im Vorwochenvergleich um 4,5 Prozent (in USD) bzw. 6,1 Prozent (in EUR). Vergangene Woche hatte der Goldpreis in beiden Währungen noch Rekordstände erreicht mit 3.124,22 US-Dollar (31.03.25) bzw. 2.889,93 Euro (01.04.25). Wir skizzieren die aktuelle charttechnische Lage bei Gold auf Basis der US-Futures per 8. April 2025.

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Goldpreis in US-Dollar, 6 Monate, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (Juni-Kontrakt), per 8. April 2025.

Charttechnik

Der Rücksetzer erfolgte zügig über die Unterstützung von 3.010 US-Dollar und lief bis zur Kante des Ende Februar etablierten Aufwärtstrends. Für den Rebound müssen zeitnah 2.980 US-Dollar und die oben genannte Schwelle überbrückt werden.

Sentiment

Mit einem RSI (Relative-Stärke-Index) von 45 (Vorwoche: 75) befindet sich Gold aus der Sicht von 14 Tagen nicht mehr im „überkauften“ Bereich. Denn das ist definitionsgemäß bei Werten oberhalb von 70 der Fall. Der Abstand zur 200-Tage-Linie hat sich von den hohen 18 Prozent der Vorwoche auf knapp 12 Prozent verringert.

Als kurzfristige Unterstützung dienen 2.950 US-Dollar. Das entspricht dem aktuellen Niveau der 50-Tage-Linie.

Gold, Goldpreis, Euro-Goldpreis, Goldchart
Goldpreis in Euro, 6 Monate, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (Juni-Kontrakt), per 8. April 2025.

Goldpreis in Euro

Auf Euro-Basis gab der Goldpreis deutlich stärker nach. Hier wurden wichtige Unterstützungen wie die Marke von 2.740 Euro und die Kante des seit Oktober 2023 bestehenden Aufwärtstrends verletzt. Aber die Goldpreis-Entwicklung am heutigen Mittwochvormittag könnte darauf hinweisen, dass es sich um einen Fehlausbruch handelt. Denn am europäischen Spotmarkt stieg Gold bereits wieder über 3.040 US-Dollar bzw. 2.760 Euro. Mit einem RSI von 39 hat sich der Euro-Goldchart dem „überverkauften“ Bereich angenähert.

Ausblick

Eine technische Erholung nach dem deutlichen Rücksetzer erscheint wahrscheinlich. Vor allem beim Euro-Goldpreis zeigt das Sentiment entsprechende Hinweise. Die positive Kursentwicklung am Dienstagvormittag bestätigt zunächst einmal diese Annahme.  

Goldpreis: Kampf um die 3.000-Dollar-Marke eröffnet

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Im Zuge des US-Zollkrieges kam neben den Aktienmärkten auch der Goldpreis deutlicher zurück. Wie stark sind die Gold-Bullen jetzt? 

Aktien und Goldpreis gefallen

Es liegen turbulente Handelstage hinter uns. Der von US-Präsident Donald Trump losgetretene Zollkrieg sorgte für heftige Kurseinbrüche an den Börsen, und auch der Goldpreis kam zuletzt deutlich von seinen Rekorden im März zurück.

Am Dienstagvormittag um 11 Uhr notierte der Preis für eine Unze Gold am europäischen Spotmarkt bei 3.007 US-Dollar, was 2.747 Euro entsprach. Damit verbilligte sich das Edelmetall innerhalb einer Woche um 4 Prozent (in USD) bzw. 5,4 Prozent (in EUR). Seit Jahresbeginn stand der Goldpreis immer noch knapp 15 Prozent (in USD) bzw. 10 Prozent im Plus.

Gold, Goldpreis, Goldbarren (Bild: Goldreporter)
Wer greift jetzt nach dem Gold, nachdem in den vergangenen Monaten tonnenweise Metall preistreibend in die USA geliefert wurde? Die Unsicherheiten über mögliche Gold-Zölle sind zunächst passé.

Stärker gebeutelt hat es Silber. Denn mit 30,22 US-Dollar bzw. 27,63 Euro ging es innerhalb einer Woche um 11 Prozent bzw. 12,4 Prozent nach unten. Währenddessen brach der DAX drei Handelstage in Folge ein und gab gegenüber der Vorwoche um 12 Prozent nach.

Marktzinsen

Bei den Marktzinsen gab es einen volatilen Verlauf. So rentierten 10-jährige US-Staatsanleihen am Dienstag mit 4,16 Prozent. Damit blieb die Rendite gegenüber der Vorwoche fast unverändert. Allerdings ging es am vergangenen Freitag bis auf 3,87 Prozent nach unten, vor allem aufgrund einer erhöhten Anleihen-Nachfrage in einem turbulenten Börsenumfeld.

Unterdessen sehen wir wieder ein differenziertes Bild bei den europäischen Anleihen. Denn während die Renditen der südlichen Euro-Staaten gegenüber der Vorwoche zumeist stiegen, sanken die Marktzinsen in den Euro-Kernländern wie Deutschland, Frankreich, Niederlande oder Österreich. Auch hier scheinen Investoren mittlerweile genauer hinzuschauen.

Staatsanleihen, Renditen, Anleihen, Zinsen, Marktzinsen

Ausblick

Was kann die Märkte in dieser Woche noch bewegen? Nach dem Drei-Tage-Salami-Crash schwenkten die Kurse am Dienstag zunächst einmal auf den Erholungspfad ein. Die weitere Entwicklung im Zollstreit dürfte weiter die Laune der Investoren tangieren, obwohl mittlerweile einiges an Panik aus dem Markt gewichen ist.

Am Mittwochabend veröffentlicht die Fed das Protokoll ihrer letzten geldpolitischen Sitzung („Fed Minutes“). Die US-Inflationsdaten für den Monat März folgen am Donnerstagnachmittag. Und am Freitag steht noch das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan an. Ganz nebenbei startet die neue Berichtssaison. Das heißt, die Konzerne weltweit veröffentlichen Geschäftszahlen für das erste Quartal 2025 und ihren wirtschaftlichen Ausblick.

Im Zuge der jüngsten Finanzmarkt-Turbulenzen und dem für die Wirtschaft schädlichen Zollfaktor sind auch die Erwartungen an schnellere US-Zinsenkungen gestiegen. Allerdings sollte es dafür jetzt keinen stärkeren Anstieg der Inflation geben – denn damit würde die Fed zunehmend in eine Zwickmühle geraten.

Goldpreis-Perspektive

Der Goldpreis kämpft nun um die Marke von 3.000 US-Dollar. Weil die Trump-Administration Zölle auf Gold und andere Metalle ausgeschlossen hat, schwindet nun ein Katalysator, der den Goldpreis im ersten Quartal antrieb. Denn mit der Sorge über mögliche Gold-Importsteuern wanderte bis zuletzt tonnenweise Gold in die USA und das sorgte für deutliche Preisimpulse. Nun wird man abwarten müssen, ob wir den Anfang einer stärkeren Konsolidierung erleben oder ob es genügend Käufer gibt, um den Goldpreis nachhaltig zu stabilisieren.

Weltweite Goldreserven: Polen deckt sich mit Gold ein

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Es gibt neue Zahlen zu den weltweiten Goldreserven. Polen war zuletzt mit 29 Tonnen größter staatlicher Käufer auf dem Goldmarkt.

Weltweite Goldreserven

Der World Gold Council (WGC) hat neue Angaben zu den weltweiten Goldreserven veröffentlicht. Die Rangliste der größten nationalen Goldhalter zeigt in den überwiegenden Fällen die offiziellen Goldbestände der jeweiligen Länder per Ende Februar 2025. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass erneut zahlreiche Zentralbanken Gold zugekauft haben. 

Polen kauft 29 Tonnen

Allen voran trat Polen als großer Käufer auf. Denn die polnische Zentralbank stockte ihre Goldreserven um 29 Tonnen auf und hält nun offiziell 480,3 Tonnen des Edelmetalls. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate hat das Land seine Bestände um 121 Tonnen aufgestockt. 

Gold, Goldbarren, Goldreserven (Bild: Goldreporter)
Zentralbanken weltweit sichern ihre Reserven mit Gold ab. China, Indien, Sri-Lanka und Polen gehörten in den vergangenen Monaten zu den größten Käufern.

Die chinesischen Goldreserven sind im März um 2,8 Tonnen gestiegen (Goldreporter berichtete). In den aktuellen WGC-Zahlen sind noch Zahlen des Vormonats enthalten mit insgesamt 2.289,5 Tonnen.

Aufgestockt hat auch Jordanien, mit einem Zugang von 3,4 Tonnen auf 72,1 Tonnen. Außerdem kaufte Tschechien 1,7 Tonnen Gold und weist damit nun 54,5 Tonnen an Reserven aus. Die Goldbestände der Türkei stiegen um 2,8 Tonnen auf 622,6 Tonnen. Dabei handelt es sich um die rein staatlichen Reserven. Als Gesamtreserven meldete die türkische Zentralbank für Februar umgerechnet 786,07 Tonnen. Darin enthalten ist auch Gold, das von Geschäftsbanken hinterlegt wurde.

Goldreserven
Die gesamten weltweiten Goldreserven beziffert der World Gold Council nun mit 36.194,8 Tonnen.

Laut den WGC-Daten hat Sri-Lanka im Dezember 19,6 Tonnen Gold gekauft. Allerdings taucht das Land in der aktuellen Rangliste gar nicht auf.

Aber es gab zuletzt auch Verkäufer. Die Goldreserven Kasachstan waren in den vergangenen Jahren volatil. Im Februar sanken diese um 11,8 Tonnen auf 279,8 Tonnen. Und auch Russland wird mit 3,1 Tonnen Gold an Verkäufen gemeldet.

Weitere Gold-Bestandsmeldungen

Darüber hinaus gab es eine Reihe zusätzlicher staatlicher Aktivitäten auf dem Goldmarkt. Hier weitere Veränderungen gegenüber der WGC-Liste des Vormonats:

  • Katar: +1,5 t
  • Ägypten: +0,6 t
  • Malta: +0,1 t

Gesamte Goldreserven

Währenddessen werden die gesamten weltweiten Goldbestände vom World Gold Council nun mit 36.194,8 Tonnen angegeben. Das sind 2,5 Tonnen weniger als in der Meldung des Vormonats.

Zu beachten gilt: Einige Länder machen keine regelmäßigen Angaben zu ihrem nationalen Goldbesitz. Dazu gehören unter anderem Staaten wie Iran, Israel und Nordkorea. Grundsätzlich generiert der WGC die Zahlen aus den offiziellen Meldungen der Zentralbanken sowie aus den Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF).

China hat auch im März Gold gekauft

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Die chinesische Zentralbank meldet im vierten Monat in Folge einen Anstieg ihrer Goldreserven. Im März kamen 2,8 Tonnen Gold hinzu.

China kauft erneut Gold

Die chinesische Zentralbank hat den fünften Monat in Folge wieder Gold gekauft. Denn die offiziellen Goldreserven des Landes stiegen im vergangenen Monat auf 73,7 Millionen Unzen an. Das geht aus dem aktuellen Bericht der State Administration of Foreign Exchange (SAFE) hervor, der am heutigen Montag veröffentlicht wurde.

Gold, China, Goldreserven, Goldbarren (Bild: Goldreporter)
China hat erneut Gold zugekauft. Die Menge fiel aber mit 90.000 Unzen deutlich geringer aus als in den Vormonaten.

Damit stieg die gemeldete Goldmenge gegenüber dem Vormonat um 90.000 Unzen, was 2,8 Tonnen entspricht. Die gesamten Bestände der People’s Bank of China (PBOC) belaufen sich nun auf umgerechnet 2.292,33 Tonnen.

Chinesische Goldreserven

In den vergangenen Jahrzehnten gab es immer wieder Phasen, in denen die chinesische Zentralbank über Monate und Jahre hinweg keine Bestandsmeldungen ihrer Gold-Bestände bekannt gab. Aber darauf folgten oft Zeiträume, in denen regelmäßig monatliche Aufstockungen gemeldet wurden. Das sehen wir jetzt wieder seit vier Monaten.

Denn die PBOC hatte zwischen November 2022 und April 2024 umgerechnet rund 316 Tonnen Gold zugekauft. Dagegen erfolgten im Zeitraum bis Oktober 2024 sechs Monate lang keine Anpassungen der Bestände.

Gold der PBOC

Hier eine Übersicht über die Entwicklung der chinesischen Goldreserven innerhalb der vergangenen zwei Jahre (Quelle: SAFE):

  • November 2022: +32,03 t (1.030.000 Unzen)
  • Dezember 2022: +30,17 t (970.000 Unzen)
  • Januar 2023: +14,93 t (480.000 Unzen)
  • Februar 2023: +24,88 t (800.000 Unzen)
  • März 2023: +18,04 t (580.000 Unzen)
  • April 2023: +8,08 t (260.000 Unzen)
  • Mai 2023: +16,86 t (510.000 Unzen)
  • Juni 2023: +21,15 t (680.000 Unzen)
  • Juli 2023: +23,02 t (740.000 Unzen)
  • August 2023: +28,93 t (930.000 Unzen)
  • September 2023: 26,13 t (840.000 Unzen)
  • Oktober 2023: 23,02 t (740.000 Unzen)
  • November 2023: 11,82 t (380.000 Unzen)
  • Dezember 2023: 9,02 t (290.000 Unzen)
  • Januar 2024: 9,95 t (320.000 Unzen)
  • Februar 2024: 12,13 t (390.000 Unzen)
  • März 2024: 4,97 t (160.000 Unzen)
  • April 2024: 1,87 t (60.000 Unzen)
  • November 2024: 4,97 t (160.000 Unzen)
  • Dezember 2024: 10,26 t (330.000 Unzen)
  • Januar 2025: 4,97 t (160.000 Unzen)
  • Februar 2025: 4,97 t (160.000 Unzen)
  • März 2025: 2,80 t (90.000 Unzen)

Summe: +344 Tonnen (11.060.000 Unzen)

Währungsreserven und Goldanteil

Währenddessen stieg auch der Wert der gesamten chinesischen Währungsreserven gegenüber dem Vormonat um 1 Prozent oder 35,33 Milliarden US-Dollar auf 3.533,89 Milliarden US-Dollar.

Dabei wurde der Wert der Goldreserven per Ende März nun mit 229,59 Milliarden US-Dollar angegeben. Das sind 20,85 Milliarden US-Dollar oder ebenfalls 1 Prozent mehr als im Vormonat – gleichzeitig ein neuer Rekordwert. Der Gold-Anteil an den Gesamtreserven beträgt jetzt 6,5 Prozent. Vor einem Jahr waren es noch 4,3 Prozent.

Dollar-Reserven steigen leicht

Unterdessen ist der Wert der von China gehaltenen US-Staatspapiere im vergangenen Januar leicht auf 780,8 Milliarden US-Dollar gestiegen. Das entspricht einem Plus von 1,8 Milliarden US-Dollar gegenüber dem Vormonat. Dies geht aus dem jüngsten Report des US-Finanzministeriums hervor.

Dagegen waren es ein Jahr zuvor noch 797,7 Milliarden US-Dollar – während China vor fünf Jahren noch US-Staatspapiere im Wert von 1,1 Billionen US-Dollar hielt.

Das heißt, China trennte sich in den vergangenen Jahren sukzessive von Dollar-Reserven und kaufte stattdessen Gold. Aber die Abnahme oder Zunahme der Dollar-Reserven steht auch im Zusammenhang mit Kapitalflüssen nach oder aus China.

Gold und Silber aus Australien: Absatzsprung im März

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Die Perth Mint hatte im vergangenen März eine deutliche Steigerung des Gold- und Silber-Absatzes zu verzeichnen.

Gold aus Australien

Die Perth Mint meldet für den Monat März einen starken Anstieg beim Gold-Absatz, allerdings ausgehend von einem niedrigen Niveau. So lieferte die australische Prägeanstalt im vergangenen Monat 40.537 Unzen Gold in Form von Münzen und Barren aus. Damit stiegen die Verkäufe um 61 Prozent gegenüber dem Vormonat und sogar um 147 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings liegt man mit Drei-Monats-Zahlen von 84.188 Unzen im ersten Quartal 2025 4,5 Prozent unter dem Vorjahr.

Silber-Absatz

Aber auch der Silberabsatz erholte sich zuletzt etwas. So wurden im März 713.306 Unzen Anlagesilber abgesetzt. Damit stieg das Ergebnis gegenüber Vormonat um 48 Prozent. Allerdings lag die Liefermenge 17 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Und im Zeitraum von Januar bis März liegt man mit 1.610.732 Unzen 39 Prozent hinter dem Ergebnis des entsprechenden Vorjahreszeitraums zurück.

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Monatlicher Gold- und Silber-Absatz der Perth Mint in Unzen seit März 2022: Kurzfristige Erholung auf relativ niedrigem Niveau. Deutlicher stieg der Umsatz mit Edelmetall-Produkten (Quelle: Perth Mint).

Edelmetall-Umsatz gesteigert

Gemessen am Umsatz erzielte die Perth Mint bei beiden Metallen deutliche Zuwächse gegenüber den Vergleichsperioden. Bei einem Durchschnittpreis (London P.M.) von 2.983 US-Dollar pro Unze für Gold und 33,18 US-Dollar pro Silberunze steigerte man das Absatzergebnis im März gegenüber dem Vorjahr nominal um 240 Prozent (Gold) bzw. 12 Prozent (Silber).

Edelmetall aus Australien

Die Perth Mint ist Hersteller zahlreicher bekannter und beliebter Anlageprodukte in Gold, Silber und Platin. Dazu gehören unter anderem Münzen der Sorten Känguru, Koala und Kookaburra, zahlreiche andere Anlageprodukte zumeist mit Motiven aus dem australischen Tierreich sowie die erwähnte Lunar-Serie mit jährlich wechselnden Motiven des chinesischen Mondkalenders.

Goldpreis nach Zoll-Schock: Kommt jetzt die Erholung?

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Der Goldpreis kam vergangene Woche deutlicher zurück – was bedeutet das für Anleger? Die Daten der COMEX zeigen: Die nächste Bewegung könnte folgen.

Turbulente Handelswoche

Eine durchaus denkwürdige Handelswoche liegt hinter uns. Die am Donnerstag von US-Präsident Donald Trump präsentierten Zollpläne sorgten für mächtig Turbulenzen an den Finanzmärkten. Der deutsche Leitindex DAX verbuchte zwei Tage in Folge einen Rückgang von mehr als 4 Prozent und folgte den Abverkäufen in den USA. Und auch nach der ausgeprägten Goldpreis-Rally der vergangenen Monate erleben wir nun erstmals Anzeichen einer deutlicheren Konsolidierung.

Gold, Goldpreis, Gold-Futures, Goldbestände, Goldbarren (Bild: Goldreporter)
Die Goldbestände an der COMEX sind auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Mit dem aktuell gemeldeten Inventar ergibt sich eine rechnerische Deckung des US-Futures-Handels von 97 Prozent. Was geschieht jetzt mit diesem Gold und dem Goldpreis, nachdem sich die Unsicherheiten hinsichtlich möglicher Gold-Zölle aufgelöst haben? (Symbolbild: Goldreporter)

Von großer kurzfristiger Bedeutung für den Goldpreis ist die Tatsache, dass Gold und andere Metalle nicht von den US-Zöllen betroffen sind. Nachdem diese Sache nun geklärt ist, wird der massive Gold-Strom in die USA enden. Denn die dortigen Bestände wurden von Händlern deshalb angehäuft, weil man Importsteuern auf Gold (und Silber) befürchtet hatte. Die nun aufgelöste Unsicherheit führte sofort zu einem Rückgang der Aufschläge für physisches Gold in New York.

Man spricht hier vom EFP-Preis: „Exchange for Physical“, wenn Futures-Positionen gegen physisches Gold getauscht werden. EFP-Transaktionen finden zwischen zwei beteiligten Parteien außerhalb der Börsen statt. Dennoch haben diese Transaktionen natürlich einen Einfluss auf den internationalen Goldpreis. Wie Bloomberg berichtete sanken diese New-Yorker-Aufschläge gegenüber dem europäischen Spotmarkt am Donnerstag von über 60 US-Dollar pro Unze auf 23 US-Dollar.

CoT-Daten

An dieser Stelle analysieren wir, was vergangene Woche am US-Terminmarkt mit Gold geschah. Zunächst werfen wir einen Blick auf die aktuellen CoT-Daten mit den Positionen der größten Händlergruppen im Geschäft mit Gold-Futures per 1. April 2025. Hier sank die Netto-Short-Position der „Commercials“ gegenüber der Vorwoche noch einmal um fast 5 Prozent auf 265.061 Kontrakte. Auf der Gegenseite nahm die Netto-Long-Position der „Großen Spekulanten“ um 4,5 Prozent ab auf 238.434 Kontrakte.

Open Interest stark gesunken

Dabei sank der Open Interest gegenüber Vorwoche um 2,5 Prozent auf 498.746 Kontrakte. Bis zum Handelsschluss am Freitag nahm die Summe aller offenen Gold-Kontrakte um weitere 6,5 Prozent ab auf 465.872 Kontrakte. Damit ergibt sich im Vorwochenvergleich (Freitag bis Freitag) ein Rückgang um stattliche 11,5 Prozent.

Gold-Optionen

Im Gold-Optionshandel ist der Open Interest gegenüber der Vorwoche stark gestiegen, um 21 Prozent auf 1.000.324 Optionen. Dabei stieg die Put/Call-Ratio auf 0,657 (Vorwoche: 0,632). Das bedeutet, dass auf 100 Put-Optionen zuletzt 152 Call-Optionen entfielen, gegenüber 158 in der Vorwoche. Damit hat sich der übergeordnete Goldpreis-Optimismus in diesem Handelssegment nur leicht abgeschwächt.

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Goldpreis-Entwicklung

Am Dienstag hatte der Goldpreis im US-Futures-Handel (April-Kontakt) mit 3.119,39 US-Dollar pro Unze seit letztes Rekordhoch markiert. Der Mittwoch folgte mit einem ersten größeren Rücksetzer zu US-Handelsbeginn. Doch der Kurs erholte sich wieder. Am Freitag ging es dann um 2,2 Prozent nach unten auf 3.039,53 US-Dollar. Im Vorwochenvergleich betrug der Kursverlust mit 2,4 Prozent nur wenig mehr.

Damit hielten sich die Kursverluste bei Gold im Umfeld des Zollspektakels insgesamt in Grenzen, vor allem in US-Dollar. Auf Euro-Basis kam der Goldpreis aufgrund der starken Dollar-Abwertung deutlicher zurück. Hier beendete Gold die Woche mit 2.772,28 Euro, was einen Kursrückgang um 2,6 Prozent gegenüber der Vorwoche entsprach.

Gold, Goldpreis, Goldchart, Gold-Futures
Goldpreis in US-Dollar, US-Futures (Juni-Kontrakt), elektronischer Handel, Wochenchart: Volatiler Handel, aber gegenüber der Vorwoche ging es gerade einmal um 2,4 Prozent nach unten (Quelle: CME Group).

Dennoch, alles in allem entspricht dieser Rückgang bislang nur einer normalen Kurskonsolidierung, nach einer ausgeprägten Rally.

COMEX-Gold-Lager nimmt weiter zu

Werfen wir einen Blick auf die Goldlagerbestände an der COMEX. Hier kam es in den letzten Wochen zu einem ungewöhnlich starken Anstieg des Inventars. Und auch vergangene Woche stoppten diese Zuflüsse noch nicht.

Denn die CME Group meldet per 3. April 2025 Gesamtbestände von 45,07 Millionen Unzen Gold. Damit kamen noch einmal 1,73 Millionen Unzen hinzu (Vorwoche: +1,45 Mio. Unzen). Dabei stiegen die zur sofortigen Auslieferung an Kunden verfügbaren Gold-Bestände der Kategorie „eligible“ um 310.000 Unzen (Vorwoche: +140.000 Unzen) auf 20,90 Millionen Unzen (Alle Zahlen gerundet). Dieses Gold gehört Händlern, nicht etwa den Bullionbanken. Das bedeutet, es kann jederzeit abgezogen werden.

Weiter gestiegene Golddeckung

Bei einem Open Interest von 465.872 Kontrakten handelten Futures-Trader Ende der vergangenen Handelswoche insgesamt 46.587.200 Unzen Gold in Form von Standard-Futures (100 Unzen pro Vertrag). Das heißt, der Gold-Futures-Handel an der COMEX war am Freitag weiterhin zu „unglaublichen“ 97 Prozent durch Lagerbestände gedeckt, nach 82 Prozent in der Vorwoche.

In den vergangenen Jahren war die physische Deckung der US-Gold-Futures-Handels deutlich geringer – teilweise nur 30 Prozent. Vom Börsenbetreiber wird diese Unterdeckung damit gerechtfertigt, dass nur ein Bruchteil der Futures-Verträge tatsächlich physisch abgewickelt wird. Das heißt, am Ende des Kontraktmonats schließen die Parteien ihre Positionen hauptsächlich per Barausgleich. Der Anteil kann ebenfalls aus einer wöchentlichen Pflichtmitteilung entnommen werden.

Lieferanträge

So meldet die Börsenaufsicht CFTC für den angelaufenen Kontraktmonat April nun bereits 52.434 „Delivery Notices“, also Anträge auf physische Auslieferung von Gold.

Das heißt, es stehen jetzt zum Monatsende bereits 163 Tonnen Gold (5,24 Millionen Unzen) zur Auslieferung an. Im März waren es nur 19.398 Anträge. Dagegen gab es im Rekordmonat Januar 2025 Auslieferungsanträge über umgerechnet 238 Tonnen Gold (76.567 Vorgänge).

Gold-Aufschläge in China

Von China gehen zuletzt geringere Impulse auf den Goldpreis aus. Wie entwickelte sich der dortige Kurs vergangene Woche?

Am Donnerstagnachmittag um 14:30 Uhr (8:30 Uhr MEZ Berlin; 2:30 Uhr New York) notierte Gold an der Shanghai Gold Exchange mit 732,66 Yuan pro Gramm. Zu diesem Zeitpunkt lag der Goldpreis in Shanghai bei umgerechnet 102,01 US-Dollar je Gramm bzw. 3.173 US-Dollar pro Unze.

Gleichzeitig kostete die Feinunze Gold am europäischen Spotmarkt (FOREX) 3.131 US-Dollar. Das bedeutet, dass Gold in China in der sechszehnten Woche in Folge über dem internationalen Goldpreis gehandelt wurde. Dabei hat sich der Abstand nur geringfügig vergrößert auf 42 US-Dollar (Vorwoche: 38 US-Dollar). Damit lag der Kurs wie in der Vorwoche 1,3 Prozent über dem europäischen Goldpreis. In den Hochphasen des Jahres 2024 erreichten die Goldpreis-Aufschläge in Shanghai bis zu 90 US-Dollar gegenüber den westlichen Kursen.

Goldpreis-Ausblick

Noch ist nicht viel passiert. Der Goldpreis-Rückgang in der vergangenen Woche war geradezu moderat, wenn man die Gesamtentwicklung seit vielen Monaten betrachtet. Die US-Börsenaufsicht CFTC erhöht ab Montag die erforderlichen Sicherheitsleistung beim Handel mit Gold- und Silber-Futures. Im aktuellen Umfeld kann dies weitere Gewinnmitnahmen begünstigen.

Allerdings kamen nun Goldpreis und Open Interest gemeinsam deutlich zurück, was bereits eine kurzfristige Bodenbildung andeutet. Viele Händler haben sich von „Papiergold“ getrennt. Mit dem jüngsten Rücksetzer hat sich Gold auch aus dem kurzfristig „überkauften“ Sentiment gelöst.

Nun wird abzuwarten sein, wie schnell sich wieder Käufer finden und wie lange die Liquidierungswelle an den Aktienmärkten anhält. Das dürfte auch davon abhängig sein, wie sehr der ausgelöste Handelskrieg noch eskaliert und welche Assets als „sichere Häfen“ angesteuert werden.

US-Präsident Donald Trump sorgte mit seinen Dekreten zuletzt immer wieder kurzfristig für Kursreaktionen. Das macht die Entwicklungen an den Finanzmärkten noch schwerer vorhersehbar. Und zu guter Letzt darf man mit Spannung darauf gefasst sein, was jetzt mit dem an der COMEX kumulierten Gold passiert. Wer wird das abrufen? Wohin wird es geliefert? Und werden dadurch erneute Goldpreis-Impulse ausgelöst?

Gold kaufen: Aktuelle Lage und Preise im Handel

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Jetzt Gold kaufen? Der Euro-Goldpreis ist zuletzt deutlicher gefallen. Edelmetall-Händler gingen die Preise nicht voll nach unten mit. Die Folge: steigendes Aufgeld bei Gold-Anlageprodukten.

Silber- und Goldpreis

Am Freitagnachmittag um 14 Uhr kostete die Feinunze Gold am europäischen Spotmarkt 3.100 US-Dollar. Das entsprach 2.800 Euro. Gegenüber Vorwoche sank der Goldpreis um 0,9 Prozent (USD) bzw. 1,9 Prozent (in EUR).

Richtig hart getroffen hat es Silber. Denn gegenüber vergangenem Freitag verbilligte sich das Metall um 11 Prozent bzw. 12 Prozent auf 30,95 US-Dollar bzw. 27,95 Euro. Vor allem der Donnerstag brachte für beide Edelmetalle auf Euro-Basis starke Verluste, nachdem US-Präsident der Welt seinen Zollkatalog vorlegte (Goldpreis gibt in Euro kräftig nach – Folgen der US-Zollpolitik!).

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Das Aufgeld für Gold- und Silber-Produkte ist mit dem Goldpreis-Rückgang deutlicher gestiegen. Händler gingen die rückläufigen Kurse nicht vollständig mit.

Edelmetall-Handel

Sicherlich wurden auch viele Edelmetall-Händler kalt erwischt von dem Kursrückgang. Der Goldpreis gab am Donnerstag teilweise um 4 Prozent nach. Die Daten unserer wöchentlichen Preiserhebung bei sechs deutschen Anbietern ergab einen deutlichen Anstieg des durchschnittlichen Aufgelds sowohl bei Silber- als auch bei Gold-Anlageprodukten. Das heißt, die Händler gingen die Kursrückgänge bei den Edelmetallen bei der eigenen Preisgestaltung nicht voll mit.

Dabei meldeten Händler in dieser Woche noch einen starken Anstieg der Goldnachfrage. „Gegenüber letzter Woche ist die Nachfrage um über 30 Prozent gestiegen“, erklärte Bars Özdemir, Head of Trade bei SOLIT Management GmbH (GoldSilberShop.de) am Donnerstag gegenüber Goldreporter. Er vermutet, dass das Kaufinteresse auch durch das Motiv getrieben war, weitere Kursanstiege bei Gold zu verpassen.

„Es ist immer wieder interessant zu sehen, dass bei Kursanstiegen, die Nachfrage auch steigt. Grund dafür ist eine Betrachtung auf den Kurs, bei der man das technische eher vernachlässigt. Man ist getrieben von den News vor allem aus den USA“, so Özdemir.

Am Donnerstag habe verglichen mit den Vortage sogar noch stärker begonnen, stagnierte aber später. „Grund dafür mag wohl der Kursrückgang sein, der am starken Dollar liegen könnte. Der Kurs ist seit heute Nacht um 3,8 Prozent in Euro gesunken und das kriegt der Kunde selbstverständlich mit. 

Aber auch das Ankaufgeschäft sei erneut gestiegen. „Wir haben diese Woche jeden Tag Edelmetalle im Wert von dem Drittel des täglichen Umsatzes von Kunden zurückgekauft. Diese Zahl scheint aber seit dem Kursrückgang nur noch zaghaft zu steigen“, erklärt er.

Gold kaufen

Jetzt Gold kaufen oder verkaufen? Wir werfen einen Blick auf die Ergebnisse unserer aktuellen Datenauswertung aus dem Edelmetall-Handel. Wer am Freitagvormittag in Form von prägefrischen Krügerrand-Münzen Gold kaufen wollte (aktueller Jahrgang), zahlte gemäß unserer Zahlen durchschnittlich 2.910 Euro – und damit 43 Euro weniger als vor einer Woche.

Dabei stieg das von uns ermittelte Aufgeld für Krügerrand-Neuware deutlich auf 3,93 Prozent (Vorwoche: 3,50 %). Die Abschläge für ältere Jahrgänge lagen unserer Analyse zufolge unverändert bei durchschnittlich 36 Euro.

Währenddessen stieg das durchschnittliche Aufgeld für 100-Gramm-Goldbarren von 1,78 Prozent in der Vorwoche auf 2,08 Prozent. Ein Exemplar kostete in unserer Datenerfassung im Mittel 9.192 Euro. Damit waren es 136 Euro mehr als vor einer Woche.

Silber kaufen

Wie entwickelten sich die Preise für die von uns beobachteten Silber-Produkte? Eine Unze Maple Leaf des aktuellen Jahrgangs kostete am Freitag durchschnittlich 38,47 Euro und damit  4,65 Euro weniger als vor einer Woche.

Das Aufgeld für Silber-Maples stieg dabei auf 37,65 Prozent (Vorwoche: 35,06 Prozent). Und auch der durchschnittliche Aufschlag bei 1-Kilogramm-Silberbarren stieg deutlich auf 29,07 Prozent (Vorwoche: 27,42 Prozent).

Silbermünzen älterer Jahrgänge bekommt man (soweit verfügbar) weiterhin deutlich günstiger als prägefrische Stücke. Hier kann man rund drei Euro pro Unze sparen. Allerdings ist diese Zweitmarktware nicht in beliebigen Stückzahlen verfügbar.

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Silber und Gold kaufen

Hinweis: Mit den von uns erhobenen Daten beobachten wir die allgemeine Marktpreis-Entwicklung und sondieren Hinweise auf die Veränderung von Angebot und Nachfrage im deutschen Edelmetall-Handel. Allerdings können die Preisangaben bei einzelnen Händlern deutlich variieren. Unsere wöchentlichen Durchschnittspreise erheben wir bereits seit dem Jahr 2010.

Wer Silber oder Gold kaufen möchte, sollte beachten: Kleinere Veränderungen beim Aufgeld sind nicht als Beurteilungsgrundlage für kurzfristige Kaufentscheidungen geeignet, da Silber- und Goldpreis ohnehin ständigen Schwankungen unterworfen sind. Aber das von uns berechnete durchschnittliche Aufgeld gibt einen Anhaltspunkt über das Preisniveau bei verschiedenen Anbietern.

Gefahr für den Goldpreis? Margins werden angehoben!

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Im Handel mit Gold- und Silber-Futures müssen US-Händler ab Montag höhere Sicherheiten hinterlegen. Das kann Silber- und Goldpreis belasten.

Goldpreis und Margins

Der Betreiber der US-Warenterminbörse COMEX, die CME Group, erhöht die Gold-Margins per Handelsschluss am heutigen Freitag. Das heißt, im Handel mit Gold-Futures müssen ab Montag höhere Sicherheiten nachgewiesen werden.

Wer einen Standard-Futures-Vertrag à 100 Unzen abschließt, muss künftig 15.000 US-Dollar pro Kontrakt hinterlegen (Initial Margin). Werden die Kontrakte länger als einen Tag gehalten (Maintenance Margin), sind ebenfalls 15.000 US-Dollar pro Kontrakt auf dem Margin-Konto nachzuweisen. In beiden Fällen steigt die Margin um 7 Prozent. Wie tangiert das den Goldpreis?

Gold, Goldbarren, Gold-Margins, Goldpreis (Bild: Goldreporter)
Im Handel mit Gold-Futures müssen am Montag höhere Sicherheitsleistungen auf den Margin-Konten nachgewiesen werden. Das kann zum vermehrten Glattstellen von Positionen führen und im aktuellen Umfeld den Goldpreis belasten.

Gewinn-Mitnahmen möglich

Dies bedeutet: Alle Gold-Futures-Händler, die derzeit eine Position halten, müssen Kapital nachschießen. Dies könnte im aktuellen Marktumfeld Gewinnmitnahmen begünstigen und den Goldpreis unter Druck bringen. Das Gleiche gilt für Silber. Auch die Silber-Margins werden angehoben. Sie steigen gleich um jeweils 15 Prozent – von 13.000 US-Dollar auf 15.000 US-Dollar pro 5.000-Unzen-Kontrakt.

Goldpreis unter Druck

Am gestrigen Donnerstag kam der Goldpreis nach Bekanntgabe der von US-Präsident Donald Trump ausgerufenen Zolltarife zurück. Durch die starke Abwertung des US-Dollars kam vor allem der Euro-Goldpreis stark zurück. Hier ging es im Tagesverlauf teilweise um mehr als 4 Prozent nach unten.

Hintergrund

Die Margins werden in der Regel erhöht, wenn die Volatilität (Kursschwankung) zunimmt oder ein Basiswert stark gestiegen ist. Denn dadurch steigt nach Einschätzung der Börsenbetreiber auch das Risiko im Futures-Handel. Investoren, die Kontrakte halten, müssen dadurch mehr Liquidität vorhalten. Dies führt mitunter zur Auflösung von Verträgen, wenn Händler nicht bereit oder nicht in der Lage sind, diese zusätzlichen Mittel aufzubringen.

Dies kann im aktuellen Umfeld Gewinnmitnahmen auf dem Goldmarkt forcieren, nachdem der Goldpreis im Jahresverlauf so stark angestiegen ist. Am heutigen Freitagvormittag kostete Gold am europäischen Spotmarkt (FOREX) 3.101 US-Dollar pro Unze (-0,4 % gegenüber Vortag) bzw. 2.804 Euro (-0,5 %). Seit Jahresbeginn stand der Goldpreis damit weiterhin 18 Prozent (in USD) bzw. 12 Prozent im Plus.

Goldpreis gibt in Euro kräftig nach – Folgen der US-Zollpolitik!

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Nachdem Unsicherheiten über mögliche US-Zölle auf Gold beseitigt waren, gab der Goldpreis am Donnerstag nach – aber besonders in Euro.

Goldpreis fällt

Der Goldpreis geriet am heutigen Donnerstag stark unter Druck. Vor allem der Euro-Goldkurs brach aufgrund der Dollar-Abwertung ein. Um 16 Uhr kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 3.090 US-Dollar. Das entsprach 2.784 Euro. Damit gab der Goldpreis gegenüber Vortag um 1,5 Prozent (in USD) bzw. 4 Prozent nach.

Gold, Goldpreis, Goldbarren (Bild: Goldreporter)
Nach den wiederholten Goldpreis-Rekorden taucht Gold nun erstmal ab. Am Donnerstagnachmittag notierte der Euro-Goldpreis 4 Prozent unter Vortag – auch ausgelöst durch eine starke Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar. Auf-Dollar-Basis gab Gold zu dem Zeitpunkt nur 1,5 Prozent ab.

Trump-Effekt

Die Kursentwicklung ist eine Folge des von Donald Trump am Mittwochabend präsentieren Zollprogramms, bei dem die wichtigsten internationalen Handelspartner mit zweistelligen prozentual „Gegenzöllen“ belegt wurden. Nicht betroffen sind allerdings Gold und andere Metalle (Gold von US-Zöllen verschont: Sinkt jetzt der Goldpreis?).

Unsicherheiten aufgelöst

Immer wieder berichtete Goldreporter über die starken Goldtransfers aus Europa in die Vereinigten Staaten, weil man Zölle auf Goldimporte befürchtete. Wir wiesen auch darauf hin, dass der dadurch angeheizte Goldpreis zurückkommen könnte, sollte sich dieser Aspekt einmal auflösen – etwa mit der Einführung oder mit dem Ausschluss von Gold-Zöllen (Goldpreis: Nach neuem Rekordhoch jetzt ein Rücksetzer?). Letzteres trat nun ein. Wie nachhaltig dieser Effekt ist, bleibt abzuwarten – insbesondere, was die Euro-Dollar-Entwicklung angeht. 

Gold-ETF

In den vergangenen Wochen waren die Gold-Investments im Rahmen der Goldpreis-Hausse wieder stark gestiegen. Auch noch bis zum gestrigen Mittwoch stiegen die Zuflüsse in den weltgrößten Gold-ETF. Denn der Betreiber meldete zuletzt Goldbestände im Umfang von 931,94 Tonnen. Damit wuchs das Inventar gegenüber der Vorwoche um 2,58 Tonnen. 

Begleitet wurde die Bestandszunahme von einem Netto-Kapitalzufluss in Höhe von 193 Millionen US-Dollar. Innerhalb der vergangenen drei Wochen waren dem Fonds gemäß unserer Zahlen netto knapp 3 Milliarden US-Dollar zugeflossen.

Hinweis: Pro ausgegebenem Anteilsschein muss der Betreiber dieses ETFs eine Zehntel Unze Gold physisch einlagern. Aber bei der Meldung von Kapitalflüssen und Fondsbeständen gibt es in der Regel eine zeitliche Verzögerung. Denn auf dem Goldmarkt besteht üblicherweise eine Zwei-Tages-Frist, in der physische Bestände nach einem Vertragsabschluss geliefert werden.

Größter Silber-ETF

Währenddessen meldete der größte Silber-ETF, der iShares Silver Trust (SLV), innerhalb der vergangenen fünf Handelstage eine Bestandsabnahme. Denn zuletzt summierte sich das Silber-Inventar des größten Silber-ETFs auf 13.897,99 Tonnen. Damit sank das Inventar um 52,36 Tonnen.

In diesem Zeitraum gab es laut Angaben des Emittenten einen Nettokapitalabfluss von 18 Millionen US-Dollar. Pro ausgegebenem Anteilsschein ist dieser ETF offiziell mit einer Unze Silber physisch gedeckt.

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Edelmetall-ETFs und Goldpreis

Frühere Bullenmärkte bei Silber- und Goldpreis waren regelmäßig von deutlich steigenden Beständen in den entsprechenden Edelmetall-ETFs begleitet. Generell gelten die Fondsbestände als Nachläufer, die einem steigenden Silber- und Goldpreis mit wachsendem Inventar folgen. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren. In den vergangenen Jahren stieg die Beliebtheit dieser ETFs bei jungen US-Anlegern, die sie zunehmend über Discount-Broker erwerben. 

Gold von US-Zöllen verschont: Sinkt jetzt der Goldpreis?

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Die US-Regierung schließt Gold von den neuen reziproken Importzöllen aus. Was kann das für den Goldpreis bedeuten?

Trumps Zollpolitik

Am gestrigen Mittwochabend präsentierte US-Präsident Donald Trump in Washington sein  neues Zollpaket, mit konkreten Tarifen („Gegenzöllen“) für alle wichtigen Handelspartner der USA. So verhängen die Vereinigten Staaten beispielsweise ab sofort Importsteuern von 20 Prozent auf alle Waren aus der EU. Schweizer Importe werden mit 31 Prozent Zoll belegt, Chinas Zolltarif wird mit 34 Prozent angegeben, und britische Importe werden mit 10 Prozent belastet (vollständige Liste). 

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In Sorge um die Einführung von US-Zöllen wurde in den vergangenen Monaten tonnenweise Gold von Europa in die USA transportiert und es kam zu größeren Preisdifferenzen zwischen den Handelsplätzen. Dieser Goldpreis-Effekt dürfte sich nun abschwächen.

Gold nicht von Zöllen betroffen

Wichtig für Gold- und Metallmärkte: Laut einem Bloomberg-Bericht sollen Importe von Stahl, Aluminium, Gold und Kupfer von den angekündigten reziproken Zöllen ausgenommen bleiben. Aber die bereits bestehenden Tarife auf Stahl und Aluminium blieben unangetastet.

Die explizite Ausnahme von Gold wurde laut Berichten in einem offiziellen Faktenblatt bestätigt. Damit bleibt das Edelmetall von zusätzlichen Abgaben verschont. Analysten deuteten dies als bewusstes politisches Signal. Gold könne aufgrund seiner Funktion als Wertspeicher und Krisenwährung eine Sonderrolle erhalten haben.

Aktienmärkte reagieren deutlich

Kurz nach der Bekanntgabe brachen Aktien in den USA nachbörslich stark ein. Der Kursrückgang weitete sich am heutigen Donnerstag auf die asiatischen und europäischen Märkte aus. Der Nasdaq-Futures rutschte 3,5 Prozent ins Minus, der S&P-Future notierte 3 Prozent niedriger. Auch der Goldpreis kam am Vormittag zurück.

Goldpreis-Effekt

Denn am europäischen Spotmarkt notierte die Feinunze Gold um 9 Uhr bei 3.129 US-Dollar. Das entsprach 2.848 Euro. Durch den starken Rückgang des US-Dollar gegenüber dem Euro um 1,5 Prozent, gab der Goldpreis gegenüber Vortag um 0,3 Prozent nach, während Gold auf Euro-Basis um 1,8 Prozent sank. 

Mit der Entscheidung, Gold von den Zöllen auszunehmen, müssten die in den vergangenen Monaten förmlich explodierten Goldtranfers in die USA nachlassen. Das heißt womöglich auch, dass sich der damit verbundene Preiseffekt abschwächt.

Zur Erinnerung: Seit Dezember hat die Schweiz 400 Tonnen Gold in die USA geliefert. Gleichzeitig haben sich Goldbestände in den Tresoren der US-Warenterminbörse COMEX auf zuletzt über 43 Millionen Unzen (1.348 Tonnen) verdoppelt.

Beobachter vermuteten, dass die US-Regierung mit der Ausnahme von Gold bewusst eine Eskalation auf den Finanzmärkten vermeiden wolle. Auch geopolitische Erwägungen könnten eine Rolle gespielt haben. Gold ist schließlich ein politisches Metall und besitzt als Reserveasset einen ausgeprägten Währungscharakter. 

Technisch war Gold zuletzt „überkauft“ (Goldpreis: So stark ist der aktuelle Aufwärtstrend!). Eine vorübergehende Kursschwäche wäre also nicht verwunderlich nach dem starken Kursanstieg der vergangenen Monate.

Goldpreis: So stark ist der aktuelle Aufwärtstrend!

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Der Goldpreis ist mit einem weiteren Rekordhoch in den neuen Monat gestartet. Kurzfristig ist Gold technisch „überkauft“.

Rasante Goldpreis-Entwicklung

Am gestrigen Dienstag schloss der Goldpreis im US-Futures-Handel mit 3.119 US-Dollar pro Unze (Juni-Kontrakt). Das entsprach 2.889 Euro. Damit verteuerte sich Gold im Vorwochenvergleich jeweils um rund 3,3 Prozent. Damit hat der Goldpreis in beiden Fällen ein neues Rekordhoch erreicht. Wir skizzieren die aktuelle charttechnische Lage bei Gold auf Basis der US-Futures per 1. April 2025.

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Goldpreis in US-Dollar, 6 Monate, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (Juni-Kontrakt), per 1. April 2025.

Charttechnik

Der Goldchart bewegt sich seit Anfang März in einem schmalen Aufwärtstrendkanal, dessen obere Kante bis zum Jahresstart zurückführt. Nach dem Überschreiten der 3.000er-Marke zog der Goldpreis schnell weiter an, so dass auch 3.100 US-Dollar in einem Schwung überbrückt wurde. Die kurzfristige Unterstützungen liegen bei 3.050 US-Dollar und im Bereich von 3.000 US-Dollar. Nach oben ist der Weg mit dem jüngsten Höchststand zunächst weiter offen. Dennoch wäre ein Rücksetzer in Richtung der unteren Kante des beschriebenen Aufwärtstrendkanals keine Überraschung. Hier muss man das Sentiment im Auge behalten.

Sentiment

Mit einem RSI (Relative-Stärke-Index) von 75 (Vorwoche: 64) befindet sich Gold aus der Sicht von 14 Tagen im „überkauften“ Bereich. Das ist definitionsgemäß bei Werten oberhalb von 70 der Fall. Daraus lässt sich aber noch keine extreme spekulative Übertreibung ableiten. Der Abstand zur 200-Tage-Linie ist auf hohe 18 Prozent angestiegen und die Distanz zum 50-Tage-Schnitt liegt bei 7 Prozent. Auch das verdeutlicht das ausgeprägte, bullische Momentum bei Gold.

Goldpreis in Euro

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Goldpreis in Euro, 6 Monate, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (Juni-Kontrakt), per 1. April 2025.

Auf Euro-Basis hat der Goldpreis nun nachgezogen, nachdem die Rekordserie im März vor der Dollar-Notierung vorbehalten war. Immerhin hat sich auch hier seit Anfang März ein dynamischer Aufwärtstrend etabliert. Allerdings gelang es bislang nicht, die Schwelle von 2.900 Euro auf Tagesschlussbasis zu überspringen. Kurzfristige Unterstützung bietet vor allem die Schwelle von 2.820 Euro und 2.750 Euro. Mit einem RSI von 72 ist auch der Euro-Goldchart in den „überkauften“ Bereich übergegangen.

Ausblick

Nach wie vor finden sich bei kurzzeitigen Kursrücksetzern immer wieder schnell Goldkäufer. Mit dem Sprung über die 3.000er-Schwelle ist die Kursdynamik noch einmal gestiegen. Eine extreme Kursüberhitzung ist jedoch weiterhin nicht erkennbar – etwas in Form einer Fahnenstange, wenn der Kurs in kürzester Zeit fast senkrecht in die Höhe schießt. Dies wäre ein deutliches Warnzeichen und der mögliche Auftakt für eine kräftigere Kurskorrektur. 

Gold steigt auf 3.100 Dollar, Marktzinsen sinken: Was steckt dahinter?

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Der Goldpreis hat die Marken von 3.100 US-Dollar bzw. 2.900 Euro überschritten. Parallel sanken zuletzt die Anleiherenditen. 

Goldpreis auf Rekordstand

Am Dienstagnachmittag um 15 Uhr notierte der Goldpreis am europäischen Spotmarkt bei 3.134 US-Dollar pro Unze, was 2.905 Euro entsprach. Nachdem das Edelmetall am Montag in beiden Währungen neue Rekordpreise erzielte, ging es auch am Folgetag weiter nach oben. Gegenüber Vorwoche kletterte der Goldpreis jeweils um 3,8 Prozent.  

Gold, Goldpreis, Goldmünzen (Bild: Goldreporter)
Bei Goldanlegern türmen sich die Gewinne auf. Der Goldpreis ist gleich mit einem neuen Rekordhoch in den Monat April gestartet. Die Renditen sinken, gleichzeitig steigen die Erwartungen auf sinkende Marktzinsen.

Marktzinsen

Im gleichen Zeitraum kamen die Marktzinsen teilweise stark zurück. So rentierten 10-jährige US-Staatsanleihen am Dienstag mit 4,17 Prozent. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 4,35 Prozent gelegen. Die Entwicklung reflektiert einerseits eine steigende Nachfrage nach Staatsanleihen, auch nachdem es zu Wochenbeginn an den Aktienmärkten bergab ging und defensive Anlageformen (auch Gold) stärker gesucht waren. Zum anderen gibt es weiterhin Zeichen von konjunktureller Schwäche in den USA. Dazu trug einmal mehr auch die rigide Zollpolitik der Trump-Administration bei, die zuletzt kaum ein Land bei den Plänen für neue Einfuhrsteuern aussparte. Nun steigt erneut die Rezessions-Gefahr, ohne dass die Inflationsindikatoren spürbar nachgeben.

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Damit steigen einmal die Erwartungen an bevorstehende Zinssenkungen, wovon auch der Goldpreis profitiert. Derzeit geht man an den Märkten von einem zumindest kleinen US-Zinsschritt im Juni aus.

Aber auch die Renditen in der Eurozone kamen zurück. 10-jährige deutsche Staatspapiere rentierten zuletzt mit 2,67 Prozent (Vorwoche: 2,79 Prozent). Letztlich dienen neue Zölle und Gegenzölle keiner Volkswirtschaft, sie fördern dagegen den Preisanstieg.

Anstehende Termine

In dieser Woche stehen die neuen US-Arbeitsmarktdaten im Fokus des Anlegerinteresses. Am Dienstag erscheinen Zahlen zu den offenen Stellen im Februar (JOLTs Job Openings), am Mittwoch folgt der ADP-Arbeitsmarktbericht (Privatwirtschaft) und am Freitag erscheint der offizielle US-Jobreport für den Monat März (Non-farm Payrolls). Außerdem hält Fed-Präsident am Freitagabend einen Vortrag in Arlington, Virginia mit einem ökonomischen Ausblick. 

Am Ende lässt sich der kontinuierliche Goldpreis-Anstieg auf einen einfachen Zusammenhang reduzieren: Schwache Währungen, starkes Gold!

So entwickelt sich der Goldpreis im April

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Der Goldpreis beendete den März mit einem neuen Rekordhoch. Wir werfen einen Blick auf die bewegte Gold-Statistik für den Monat April. 

Goldpreis schließt auf Rekordhoch

Auf Basis des Londoner Referenzkurses (P.M.) notierte der Goldpreis am letzten Handelstag im März bei 3.115,10 US-Dollar. Das entsprach 2.882,71 Euro. Damit erreichte Gold zum Monatsende jeweils ein neues Rekordhoch. Gegenüber Vormonat stieg der Euro-Goldpreis um knapp 6 Prozent. Und seit Jahresbeginn verteuerte sich das Edelmetall hierzulande bereits um 15 Prozent.

Gold, Goldpreis, Goldbarren (Bild: Goldreporter)
Gold im April: In den vergangenen Jahrzehnten brachte der Monat eine bunte Mischung aus Gewinnen und Verlusten. Im April 2013 ereignete sich ein historischer Crash auf dem Goldmarkt. Dagegen heizte China im letzten Jahr eine Gold-Rally an.

Im Zentrum der Gold-Rally stand die enorme US-Goldnachfrage im Zusammenhang mit der Sorge um die Einführung von Zöllen auf Gold. So haben sich die Goldbestände an der US-Warenterminbörse COMEX seit Jahresbeginn verdoppelt auf umgerechnet 1.342 Tonnen. Und auch die Zentralbanken treten weiterhin als Käufer auf.

Saisonale Aspekte

Zuletzt spielten saisonale Aspekte bei der Kursentwicklung praktisch keine Rolle. Das verdeutlicht auch die Kursentwicklung im März, der statistisch eigentlich auf dem vorletzten Platz in der Rangliste der besten Goldmonate steht. Dennoch werfen wir einen Blick auf unsere bis 1970 zurückreichende Goldpreis-Statistik, um den Monat April auf Euro-Basis einzuordnen.

Goldpreis im April

Dabei ist festzuhalten, dass der April sich in den vergangenen Jahren ähnlich launisch verhielt wie das Wetter zu dieser Jahreszeit. Zunächst einmal schafft es der April nur auf Platz acht unter den besten Monates des Jahres – mit einem durchschnittlichen Monatsgewinn von 0,31 Prozent. Dabei endete der April in den vergangenen 55 Jahren 29-mal mit grünen Vorzeichen (Quote: 53 Prozent).

Im vergangenen Jahr stieg der Kurs im Monatsverlauf um 5 Prozent. Seinerzeit wurde der Goldpreis vor allem von der chinesischen Nachfrage getrieben.

41 Prozent Kursanstieg in einem Jahr

Vor genau einem Jahr hatte der Goldpreis frisch die Marke von 2.000 Euro überquert und stand vor genau zwölf Monate bei 2.050 Euro pro Unze. Das heißt, Gold hat sich innerhalb eines Jahres um satte 41 Prozent verteuert. Währenddessen lag die offizielle deutsche Inflationsrate im März bei 2,2 Prozent. Damit erzielte an mit Gold deutlich mehr als nur einen Inflationsausgleich.  

Historischer Crashmonat

Aber in einem April ereignete sich auch einer der größten Monatsverluste überhaupt. Denn 2013 brach der Goldpreis um mehr als 10 Prozent ein. Seinerzeit sorgte ein gewaltiger „Flash-Crash“ am US-Terminmarkt für Wirbel. Denn allein am 15. April 2013 rauschte der Kurs um 9 Prozent nach unten – von seinerzeit 1.173 Euro auf 1.066 Euro. Dabei handelte es sich um den größten Tagesverlust seit Einführung des Euro.

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Im April gibt es eine Tendenz zu starken Kursbewegungen. Auch im vergangenen Jahr schlug der Goldpreis aus, und zwar kräftig nach oben. Dagegen ereignete sich 2013 in diesem Monat ein historischer Crash.

Goldpreis-Statistik

Hier eine Übersicht über die besten und schwächsten Kursentwicklungen im April seit 1970.

Die beste April-Performance seit 1970 (Top 5)

  • 1982:  +7,59 %
  • 2010:  +7,55 %
  • 1987:  +7,44 %
  • 2020: +6,82 %
  • 2006:  +6,67 %

Die schlechteste April-Performance seit 1970 (Top 5)

  • 2013: -10,38 %
  • 2004:   -6,22 %
  • 1986:   -5,93 %
  • 2008:   -5,02 %
  • 1974:   -4,60 %

Hinweis: Alle Angaben basieren auf dem Londoner Nachmittags-Fixing und dem Goldpreis am Monatsende laut Bundesbank-Statistik; bei einem Umrechnungskurs von 1,95583 DM / Euro für den Zeitraum vor 1999.