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Inflation in Deutschland leicht rückläufig

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Die Inflation in Deutschland ist leicht rückläufig. Laut der ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes wird die offizielle Inflationsrate im März bei 2,2 Prozent liegen – nach 2,3 Prozent im Vormonat. Das aktuelle Ergebnis lag im Rahmen der Analysten-Schätzungen. Die jüngste Abschwächung ist in erster Linie auf eine deutliche Verlangsamung der Inflation bei den Dienstleistungen zurückzuführen, die von 3,8 Prozent im Februar auf 3,4 Prozent zurückging. Außerdem verzeichneten die Energiekosten einen Rückgang von 2,8 Prozent, verglichen mit einem Rückgang um 1,6 Prozent im Vormonat. Dagegen stiegen die Lebensmittelpreise mit 2,9 Prozent, stärker als im Vormonat (+2,4 %). Die Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie (Kerninflation) für März wird von Destatis mit (voraussichtlich) +2,5 Prozent beziffert. Mehr

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ZukunftsForum Edelmetalle: Neues Branchenevent überzeugt

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Das erste ZukunftsForum Edelmetalle brachte führende Experten nach Frankfurt. Diskutiert wurden Risiken, Perspektiven – und ein Goldpreis von 4.800 Dollar.

Branchentreffen in Frankfurt

Drei Tage lang stand Frankfurt im Zeichen der Edelmetalle. Vom 23. bis 25. März 2025 fand erstmals das ZukunftsForum Edelmetalle statt. Organisiert wurde das Branchenevent von der Fragold Connect GmbH unter Leitung des Geschäftsführers Wolfgang Wrzesniok-Roßbach. Ziel: der Austausch über wirtschaftliche, geopolitische und technologische Entwicklungen rund um Gold, Silber und Platin.

ZukunftsForum, Edelmetalle, Gold (Foto: Goldreporter)
ZukunftsForum Edelmetalle: Rund zwei Dutzend interessanter Vorträge bildete den Rahmen für das neue Branchenevent. Am letzten Veranstaltungstag fand auch eine Vortragsreihe für Privatanleger statt.   

Vorträge von Branchenprofis

Den Rahmen für die Veranstaltung bildete rund zwei Dutzend informativer Vorträge von renommierten Referenten sowie mehrere Diskussions-Panels. In der Eröffnungsrede beschrieb der Chefvolkswirt der Berenberg Bank, Dr. Holger Schmieding, die wachsenden geopolitischen Risiken. Die Rückkehr Donald Trumps ins Weiße Haus habe laut ihm eine Phase der globalen Instabilität eingeläutet. Neue Handelskonflikte, ein Erstarken des Protektionismus und demografische Probleme in China könnten laut Schmieding das Wirtschaftswachstum belasten – sowohl in den USA als auch in Europa.

Gold als sicherer Hafen in der Krise

Ein zentrales Thema war die Rolle von Gold in einem von Krisen geprägten Umfeld. Ronald-Peter Stöferle von der Incrementum AG verwies auf zunehmende Käufe durch Notenbanken. Diese sähen Gold immer mehr als strategisches Gegengewicht zu US-Staatsanleihen. Für private Anleger sei das Edelmetall ebenfalls wieder interessant – als Schutz vor Inflation und Währungsrisiken. Stöferle stellte sogar einen langfristigen Goldpreis von 4.800 US-Dollar bis zum Jahr 2030 in Aussicht.

Stöferle (Foto: financial relations gmbh)
Der Keynote-Vortrag von Ronald-Peter Stöferle (Incrementum AG) lautete „Was heißt die neue Weltordnung für die Edelmetallmärkte“. Er erläuterte sein langfristiges Kursziel für Gold. 

Doch wie lange bleibt Gold überhaupt verfügbar? Christoph Wild, Präsident der Schweizer Edelmetallvereinigung ASFCMP, verwies auf sinkende Fördermengen. Zwar sei die Produktion aktuell noch hoch, doch viele Lagerstätten stießen an ihre Grenzen. In rund 15 Jahren könnte die Primärförderung stark zurückgehen. Das steigere die Bedeutung von Recycling – könne aber den Rückgang nicht vollständig ausgleichen.

Europa unter Druck

Der geopolitische Analyst Ralf Schuster skizzierte die Herausforderungen für Europa. Angesichts eines erstarkenden Chinas, der unberechenbaren US-Politik und global nur begrenzt mitgetragener Russland-Sanktionen müsse Europa neue Strategien entwickeln. Mehr technologische Eigenständigkeit und stärkere Allianzen seien laut Schuster der Schlüssel, um geopolitisch nicht den Anschluss zu verlieren.

Der Kongress machte deutlich: In Zeiten politischer und wirtschaftlicher Spannungen dürften Edelmetalle weiter an Relevanz gewinnen. Der Branchendialog soll 2026 fortgesetzt werden – erneut in Frankfurt. Und die von Goldreporter befragten Teilnehmer äußerten sich durchweg positiv über die Inhalte und den Verlauf dieses Events.

Edlemetalle, ZukunftsForum (Foto: Fragold Connect)
Die Pausen zwischen den Vorträgen nutzte die insgesamt rund 250 Branchenfachleute für Gespräche und Networking.

Teilnehmer über die Veranstaltung

York Alexander Tetzlaff, Geschäftsführer der Fachvereinigung Edelmetalle: „Jede Konferenz ist nur so gut wie ihre Teilnehmer. Und die Referenten und Teilnehmer des ZukunftsForum Edelmetalle waren wirklich außergewöhnlich. Zudem boten die beiden Konferenztage viele Gelegenheiten für den so wichtigen Austausch zwischen den Branchenvertretern. Mit dem ZunkunftsForum gibt es nun einen Edelmetall-Kongresses für alle Stakeholder im deutschsprachigen Raum. Und dazu beglückwünsche ich die Organisatoren und Unterstützer sehr! Ich denke, die meisten Teilnehmer freuen sich schon auf eine Fortsetzung.“ 

Tim Schieferstein, Geschäftsführer SOLIT Management GmbH: „Meiner Meinung nach war das ZukunftsForum Edelmetalle ein sehr guter Auftakt für eine hoffentlich neue, langjährige Veranstaltungsreihe. Das Ambiente war klasse und die Vorträge fand ich sehr spannend. Ich wünsche mir, dass im kommenden Jahr auch Privatanleger die Möglichkeit haben, an diesen Präsentationen teilzunehmen. Ich glaube, dass sich das Forum in Deutschland langfristig etablieren kann – als Veranstaltung, die ein Bindeglied schafft, zwischen den Vertretern der Edelmetall-Handelsbranche, Banken und Vermögensverwaltern, aber auch ambitionierte Privatanleger adressiert.“

Wolfgang Wzresniok-Roßbach, Ophirum, Bayern LB (Foto: financial relations)
Neben den Vorträgen gab es auf der Bühne im Kap Europa auch mehrere Panel-Diskussionen, hier (v.l.n.r.) mit Michael Eubel (Bayern LB), Önder Çiftçi (Ophirum), Wolfgang Wzresniok-Roßbach (Fragold GmbH) und Philipp Götzl-Mamba (Tradium GmbH).

Henry Schwarz, GfM GmbH: „Das ZukunftsForum Edelmetalle war eine äußerst gelungene Veranstaltung. Perfekt organisiert vom Veranstalter Wolfgang Wrzesniok-Roßbach, haben diese drei Tage weit mehr gebracht als vorher angekündigt. Es waren Händler, Prägestätten, Organisationen, Verbände und Verarbeiter vertreten. Interessant ist wie die Branche Edelmetalle weltweit immer mehr zusammenwächst. Normalerweise trifft sich die Branche einmal im Jahr in Berlin bei der World Money Fair, nur hier reiht sich oft Termin an Termin, dass keine Zeit mehr ist an Informationsveranstaltungen teilzunehmen. Das ist hier anders. Neben interessanten Analysen gab es hier auch die Möglichkeit, Termine mit den Prägestätten, Barrenherstellern und weiteren Marktteilnehmern zu machen. Obwohl ich seit mehr als 30 Jahren in der Branche arbeite, habe ich für mich neue Eindrücke, Erfahrungen und Analysen mitgenommen. Ich hoffe, dass dieses Zukunftsforum Edelmetalle jetzt einmal im Jahr stattfindet und die Branche jetzt einen weiteren Termin hat sich auszutauschen“.

Senckenberg-Museum (Foto: financial relations gmbh)
Zu dem Branchenforum gehörte auch ein interessantes und unterhaltsames Rahmenprogramm. Dazu gehörte auch ein Konferenz-Dinner im Frankfurter Senckenberg-Museum.

Walter Hell-Höflinger, Geschäftsführer Gold & Co in Wien: „Zum ZukunftsForum Edelmetalle kann ich nur sagen, dass ich mich sehr gefreut habe als ich von Wolfgangs Initiative gehört habe, weil es wirklich wichtig ist, dass die Branche sich hinsichtlich immer mehr werdenden Herausforderungen Informiert, austauscht, vernetzt und hierzu eine Plattform hat. Die Wahl des Veranstaltungsortes war genauso gelungen wie die hervorragende Organisation durch Wolfgang und sein Team! Amüsant für mich ist es, dass das ZukunftsForum Edelmetall die erweiterte Idee von meiner Veranstaltung Goldconnected ist, die ich dieses Jahr zum dritten Mal in Wien veranstalten werde, bei dem sich die Branche treffen, austauschen und Beziehungen pflegen kann, ohne die unser Geschäft nicht funktioniert. Ich wünsche Wolfgang mit seinen Ambitionen für nächstes Jahr weiterhin so viel Erfolg und werde ihn gerne unterstützen.“

Goldpreis: Nach neuem Rekordhoch jetzt ein Rücksetzer?

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Der Goldpreis hat ein weiteres Rekordhoch erreicht. Im US-Futures-Handel wurden bereits mehr als 3.100 US-Dollar gezahlt. Technisch ist Gold kurzfristig überkauft.

Goldpreis mit neuem Rekordhoch

Der Goldpreis hat die vergangene Handelswoche mit einem erneuten Rekordhoch abgeschlossen. Das gilt für Dollar- und Euro-Notierung gleichermaßen. Weiterhin treiben die bekannten Faktoren den Goldpreis an. Dazu gehört auch die anhaltend große Nachfrage aus den USA angesichts der weiterhin befürchteten Zölle auf Edelmetalle.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist die starke Nachfrage von Zentralbanken, die Gold als unabhängige Währungsreserve aufbauen. Kurzfristig stützen Erwartungen an sinkende US-Zinsen den Goldpreis-Anstieg – genährt von schwächeren Konjunkturzahlen und Inflationsdaten aus den USA, die zuletzt im Rahmen der Erwartungen lagen.

Gold, Goldpreis, Rekordhoch, Goldbarren (Bild: Goldreporter)
Gipfelstürmer: Der Goldpreis hat ein weiteres Top erreicht. Nach dem starken Anstieg könnte ein technischer Rücksetzer kommen. Währenddessen ist die physische Deckung des US-Gold-Futures-Handels auf erstaunliche 82 Prozent gestiegen (Bild: Goldreporter) .

Wir analysieren an dieser Stelle die jüngsten Entwicklungen am US-Terminmarkt. Vergangene Woche ereigneten sich bei Gold und Silber auch die Verfallstermine an der COMEX.

COT-Daten

Zunächst werfen wir einen Blick auf die aktuellen CoT-Daten mit den Positionen der größten Händlergruppen im Geschäft mit Gold-Futures per 25. März 2025. Hier sank die Netto-Short-Position der „Commercials“ gegenüber der Vorwoche um 2,3 Prozent auf 278.598 Kontrakte. Auf der Gegenseite nahm die Netto-Long-Position der „Großen Spekulanten“ um 3 Prozent ab auf 249.796 Kontrakte.

Dabei sank der Open Interest gegenüber Vorwoche um 4 Prozent auf 511.482 Kontrakte. Bis zum Handelsschluss am Freitag stieg die Summe aller offenen Gold-Kontrakte dann wieder um 2 Prozent auf 526.195 Kontrakte. Damit ergibt sich im Vorwochenvergleich (Freitag bis Freitag) ein Rückgang um 0,9 Prozent.

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Gold-Optionen

Im Gold-Optionshandel ist der Open Interest gegenüber der Vorwoche um knapp 16 Prozent gesunken auf 822.990 Optionen. Ein solcher Rückgang ist nach einem Verfallstermin üblich. Dabei sank die Put/Call-Ratio auf 0,632 (Vorwoche: 0,686). Das bedeutet, dass auf 100 Put-Optionen zuletzt 158 Call-Optionen entfielen, gegenüber 146 in der Vorwoche. Damit hat sich der übergeordnete Goldpreis-Optimismus in diesem Handelssegment wieder verstärkt.

Goldpreis-Entwicklung

Als US-Futures-Preis wird üblicherweise der Kurs des meistgehandelten Kontraktes herangezogen. Das ist nun der Preis für eine Lieferung im Juni. Und dieser Kurs schoss zum Handelsschluss am Freitag hoch auf 3.114.30 US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg um 3,1 Prozent gegenüber der Vorwoche.

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Goldpreis in US-Dollar, US-Futures (Juni-Kontrakt), elektronischer Handel, Wochenchart: Nach einem volatzilen Donnerstag rauf auf ein neues Rekordhoch oberhalb von 3.100 US-Dollar (Quelle: CME Group).

Zwar gab es am Donnerstag bei hohem Volumen größerer Schwankungen von bis zu 30 US-Dollar. Am Ende führte das Momentum den Goldpreis aber auf ein eindrucksvolles neues Rekordhoch.  

COMEX-Gold-Lager mit weiterem Zuwachs

Werfen wir einen Blick auf die Goldlagerbestände an der COMEX. Hier kam es in den letzten Wochen zu einem ungewöhnlich starken Anstieg des Inventars. Und auch vergangene Woche kam weiteres Gold hinzu.

Denn die CME Group meldet per 27. März 2025 Gesamtbestände von 43,34 Millionen Unzen. Damit kamen noch einmal 1,45 Millionen Unzen hinzu (Vorwoche: +1,46 Mio. Unzen). Dabei stiegen die zur sofortigen Auslieferung an Kunden verfügbaren Gold-Bestände der Kategorie „eligible“ um 140.000 Unzen (Vorwoche: +590.000 Unzen) auf 20,59 Millionen Unzen (Alle Zahlen gerundet). Dieses Gold gehört Händlern, nicht etwa den Bullionbanken. Das bedeutet, es kann jederzeit abgezogen werden.

Weiter gestiegene Golddeckung

Bei einem Open Interest von 526.195 Kontrakten handelten Futures-Trader Ende der vergangenen Handelswoche insgesamt 52.619.500 Unzen Gold in Form von Standard-Futures (100 Unzen pro Vertrag). Das heißt, der Gold-Futures-Handel an der COMEX war am Freitag weiterhin zu hohen 82 Prozent durch Lagerbestände gedeckt, nach 80 Prozent in der Vorwoche.

In den vergangenen Jahren war die physische Deckung der US-Gold-Futures-Handels deutlich geringer – teilweise nur 30 Prozent. Vom Börsenbetreiber wird diese Unterdeckung damit gerechtfertigt, dass nur ein Bruchteil der Futures-Verträge tatsächlich physisch abgewickelt wird. Das heißt, am Ende des Kontraktmonats schließen die Parteien ihre Positionen hauptsächlich per Barausgleich. Der Anteil kann ebenfalls aus einer wöchentlichen Pflichtmitteilung entnommen werden.

Lieferanträge

So meldet die Börsenaufsicht CFTC für den angelaufenen Kontraktmonat März nun 19.398 „Delivery Notices“, also Anträge auf physische Auslieferung von Gold. Damit kamen in einer Woche noch 1.051 hinzu (Vorwoche: +1.212). Das heißt, es stehen jetzt zum Monatsende 60 Tonnen Gold (1,94 Millionen Unzen) zur Auslieferung an.

Aber: Für den neuen Kontraktmonat April gibt es bereits 34.865 „Delivery Notices“, was 108 Tonnen Gold entspricht. Zum Vergleich: Im Rekordmonat Januar 2025 gab es Auslieferungsanträge über umgerechnet 238 Tonnen Gold (76.567 Vorgänge).

Gold-Aufschläge in China

Von China gehen zuletzt geringere Impulse auf den Goldpreis aus. Wie entwickelte sich der dortige Kurs vergangene Woche?

Am Donnerstagnachmittag um 14:30 Uhr (7:30 Uhr MEZ Berlin; 2:30 Uhr New York) notierte Gold an der Shanghai Gold Exchange mit 708,80 Yuan pro Gramm. Zu diesem Zeitpunkt lag der Goldpreis in Shanghai bei umgerechnet 98,80 US-Dollar bzw. 3.073 US-Dollar pro Unze.

Gleichzeitig kostete die Feinunze Gold am europäischen Spotmarkt (FOREX) 3.035 US-Dollar. Das bedeutet, dass Gold in China in der fünfzehnten Woche in Folge über dem internationalen Goldpreis gehandelt wurde. Dabei hat sich der Abstand nur geringfügig vergrößert auf 38 US-Dollar (Vorwoche: 31 US-Dollar). Damit lag der Kurs 1,3 Prozent über dem europäischen Goldpreis. In den Hochphasen des Jahres 2024 erreichten die Goldpreis-Aufschläge in Shanghai bis zu 90 US-Dollar gegenüber den westlichen Kursen.

Goldpreis-Ausblick

Kurzfristig könnte der Goldpreis etwas von seinem jüngsten Hoch zurückkommen. Dafür sprechen zumindest einige technische Indikatoren. Zum einen ist Gold nun leicht überkauft. Auf der anderen Seite signalisiert ein rückläufiger Open Interest bei gleichzeitig (stark) steigendem Goldpreis ebenfalls eine kurzfristige Top-Bildung.

Aus fundamentaler Sicht können vor allem neuen US-Wirtschaftsdaten in der kommenden Woche die Zinserwartungen verändern. Dazu gehören die ISM-Einkaufsmanagerindizes (Di. und Mi.) und vor allem die am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktzahlen für den Monat März. Außerdem erscheinen gleich am Montag neue deutsche Inflationsdaten. Auch eine Entscheidung über mögliche Gold-Zölle in den USA kann den Goldpreis kurzfristig bewegen. 

Gold kaufen: Aktuelle Lage und Preise im Handel

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Jetzt Gold kaufen? Der Goldpreis hat das nächste Rekordhoch erreicht. Wir analysieren die Preisentwicklung im deutschen Edelmetall-Handel.  

Silber- und Goldpreis

Der Goldpreis hat oberhalb von 3.000 US-Dollar pro Unze neue Bestmarken erzielt. Und auch auf Euro-Basis geht es mit Gold weiter nach oben. Am Freitagvormittag um 10:30 Uhr kostete Gold am Spotmarkt 3.072 US-Dollar. Das entsprach 2.853 Euro. Das war der Zeitpunkt unserer wöchentlichen Datenerhebung im deutschen Edelmetall-Handel.

Gold, Gold kaufen, Goldmünzen, Gold verkaufen (Bild: Goldreporter)
Der Goldpreis hat neue Rekordhochs erreicht. Nun scheinen vermehrt wieder Anleger bei Gold zuzugreifen, die vergeblich auf günstigere Einstiegskurse gewartet hatten.

Damit verteuerte sich Gold gegenüber der Vorwoche um 1,3 Prozent bzw. knapp 2 Prozent (in Euro). Damit verzeichnet der Goldpreis auch im Rahmen unserer Freitagsanalyse einen neuen Rekordkurs. Im Vorwochenvergleich stieg auch der Silberpreis – um 3,8 Prozent bzw. 4,5 Prozent auf 34,41 US-Dollar oder 31,93 Euro.

Goldkäufe ziehen wieder an

Der Edelmetall-Handel meldete zuletzt einen deutlichen Anstieg der Goldverkäufe. Nachdem viele Anleger in den vergangenen Monaten aufgrund der hohen Kurse Gold veräußerten, wurden Hoffnungen auf günstige Widereinstiegskurse enttäuscht. Denn der Goldpreis kam nicht wesentlich zurück und setzte seine Rekordrally praktisch ungebremst fort. Einige Händler äußerten gegenüber Goldreporter die Auffassung, dass Kunden nun vermehrt zugreifen, aus Angst, weitere Kursgewinne zu verpassen.

Gold kaufen

Jetzt Gold kaufen oder verkaufen? Wir werfen einen Blick auf die Ergebnisse unserer aktuellen Datenauswertung bei sechs deutschen Anbietern. Wer am Freitagvormittag in Form von prägefrischen Krügerrand-Münzen Gold kaufen wollte (aktueller Jahrgang), zahlte gemäß unserer Zahlen durchschnittlich 2.953 Euro – und damit 54 Euro mehr als vor einer Woche.

Dabei sank das von uns ermittelte Aufgeld für Krügerrand-Neuware noch einmal auf 3,50 Prozent (Vorwoche: 3,59 Prozent). Die Abschläge für ältere Jahrgänge lagen unserer Analyse zufolge bei durchschnittlich 36 Euro und kamen damit deutlicher zurück (Vorwoche: 56 Euro). Dazu trugen zuletzt auch die Prägestätten bei. So berichtete Henry Schwarz, Geschäftsführer der GfM GmbH (Anlagegold24) gegenüber Goldreporter, dass die Hersteller ihre Margen leicht reduziert hätten.

Währenddessen stieg das durchschnittliche Aufgeld für 100-Gramm-Goldbarren von 1,67 Prozent in der Vorwoche auf 1,78 Prozent. Ein Exemplar kostete in unserer Datenerfassung im Mittel 9.328 Euro. Damit waren es 175 Euro mehr als vor einer Woche.

Silber kaufen

Wie entwickelten sich die Preise für die von uns beobachteten Silber-Produkte? Eine Unze Maple Leaf des aktuellen Jahrgangs kostete am Freitag durchschnittlich 43,12.

Das Aufgeld für Silber-Maples sank damit leicht auf 35,06 Prozent (Vorwoche: 35,6 Prozent). Und auch der durchschnittliche Aufschlag bei 1-Kilogramm-Silberbarren kam marginal zurück auf 27,42 Prozent. Das heißt, auf das Gramm gerechnet, sind die Barren die preislich bessere Alternative zu neuen Silber-Maples.

Allerdings bekommt man Silbermünzen älterer Jahrgänge (soweit verfügbar) weiterhin deutlich günstiger als prägefrische Stücke. Hier kann man 3 bis 4 Euro pro Unze sparen, was dann einem Aufgeld von rund 20 Prozent entsprechen kann. Allerdings ist diese Zweitmarktware nicht in beliebigen Stückzahlen verfügbar.

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Silber und Gold kaufen

Hinweis: Mit den von uns erhobenen Daten beobachten wir die allgemeine Marktpreis-Entwicklung und sondieren Hinweise auf die Veränderung von Angebot und Nachfrage im deutschen Edelmetall-Handel. Allerdings können die Preisangaben bei einzelnen Händlern deutlich variieren. Unsere wöchentlichen Durchschnittspreise erheben wir bereits seit dem Jahr 2010.

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Entwicklung des von uns wöchentlich ermittelten Aufgelds für prägefrische Krügerrand-Goldmünzen zu einer Unze seit 2020. Preiserhebung bei sechs deutschen Anbietern.

Wer Silber oder Gold kaufen möchte, sollte beachten: Kleinere Veränderungen beim Aufgeld sind nicht als Beurteilungsgrundlage für kurzfristige Kaufentscheidungen geeignet, da Silber- und Goldpreis ohnehin ständigen Schwankungen unterworfen sind. Aber das von uns berechnete durchschnittliche Aufgeld gibt einen Anhaltspunkt über das Preisniveau bei verschiedenen Anbietern.

Goldman Sachs erhöht Goldpreis-Prognose

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Goldman Sachs erwartet bis Ende 2025 einen Goldpreis von 3.300 Dollar. Im Fokus der Gold-Prognose stehen Zentralbanken, Privatanleger und China.

Goldpreis-Prognosen

Der Goldpreis notierte zuletzt deutlich über der Schwelle 3.000 US-Dollar. Am Donnerstag Nachmittag wurden am europäischen Spotmarkt 3.054 US-Dollar gezahlt. Das entsprach 2.829 Euro. Zuletzt hat eine ganze Reihe von Banken ihre Goldpreis-Forecasts aktualisiert (Goldreporter berichtete). Nun passt auch Goldman Sachs seine Prognose an.

Gold, Goldpreis, Goldbarren, Goldman Sachs (Bild: Goldreporter)
Goldman Sachs rechnet mit einem weiter steigenden Goldpreis bis Jahresende. Vor allem Notenbanken und Anleger sollen die Nachfrage nach Gold antreiben.

Bis Jahresende erwartet man einen Anstieg auf bis zu 3.300 US-Dollar je Unze. Zuvor war man von 3.100 US-Dollar ausgegangen. Ausgehend vom aktuellen Kurs entspräche der neue Forecast einem Kursanstieg von rund 8 Prozent.

Entscheidende Faktoren

Die Analysten Lina Thomas und Daan Struyven erklärten, die Nachfrage von Zentralbanken sei stärker als erwartet. Auch der Zufluss in goldgedeckte ETFs nehme wieder zu. Dabei sei laut Goldman vor allem die Nachfrage der offiziellen Sektoren entscheidend. Diese könne im Jahresdurchschnitt rund 70 Tonnen pro Monat betragen. Zuvor sei nur mit 50 Tonnen gerechnet worden. Besonders auffällig sei der Kaufanstieg zwischen November und Januar: In dieser Zeit hätten Zentralbanken monatlich rund 190 Tonnen erworben.

Chinas Goldnachfrage

Außerdem bestehe die Erwartung, dass China weiter massiv Gold anhäufen werde – möglicherweise noch für mindestens drei Jahre. Damit könne sich ein struktureller Wandel im globalen Reserveverhalten abzeichnen. Dies sei durch die westliche Blockade russischer Devisenreserven nach Kriegsbeginn ausgelöst worden.

Deshalb könnten besonders Schwellenländer gezielt auf Gold setzen. Laut Thomas und Struyven hätten diese Länder ihre Goldkäufe seit 2022 etwa verfünffacht. Eine rasche Umkehr dieses Trends sei laut Einschätzung der Analysten nicht zu erwarten.

Privatanleger kehren zu Gold zurück

Auch bei privaten Investoren sei ein Umschwung zu spüren. Dabei überraschten vor allem die positiven Zuflüsse in goldgedeckte ETFs. Diese würden als Absicherung gegen geopolitische Risiken und geldpolitische Unsicherheit gesehen.

Zudem habe die US-Notenbank jüngst ihren Kurs geändert. Wegen der erwarteten zwei Zinssenkungen sei Gold als zinsloser Vermögenswert attraktiver geworden. Wenn sich die ETF-Zuflüsse wie während der Pandemie verstärkten, könne der Goldpreis sogar auf 3.680 Dollar steigen.

Geopolitik und Unsicherheit stützen Goldpreis

Dabei spiele auch die globale Unsicherheit unter Donald Trump eine Rolle. Dessen außenpolitische Agenda lasse viele Investoren Schutz im Gold suchen. Außerdem sei der Preis in diesem Monat erstmals über die psychologisch wichtige Marke von 3.000 Dollar geklettert.

Der Goldpreis sei seit Jahresbeginn bereits um 15 Prozent gestiegen. Dieser Trend könnte sich laut Goldman fortsetzen, wenn die beschriebenen Faktoren Bestand hätten.

Goldpreis: Größter Gold-ETF verzeichnet Milliarden-Zufluss

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Innerhalb von fünf Handelstagen wuchsen die Goldbestände des SPDR Gold Shares um 20 Tonnen. Netto flossen 1,96 Milliarden US-Dollar in den ETF.

Silber- und Goldpreis

Am gestrigen Mittwoch ging der Goldpreis mit 3.019 US-Dollar pro Unze aus dem US-Gold-Futures-Handel (April-Kontrakt), was 2.811 Euro entsprach. Damit verbilligte sich Gold in US-Dollar gegenüber Vorwoche zwar um 0,7 Prozent. Dagegen stieg der Euro-Goldpreis im gleichen Zeitraum um 0,9 Prozent. Damit notierte Gold auf Eurobasis nur noch 0,7 Prozent unter dem Rekordhoch vom 10. Februar 2025.

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Der SPDR Gold Shares (GLD) erhielt in unserer Analyse den größten wöchentlichen Nettokapitalzufluss seit rund drei Jahren.

Währenddessen sank der Silberpreis innerhalb einer Woche um 1,7 Prozent auf 33,59 US-Dollar bzw. stieg um 0,1 Prozent auf 31,28 Euro.

Größter Gold-ETF

Und wie in der Vorwoche kam es erneut zu starken Zuflüssen in den größten Gold-ETF. Denn der Betreiber des SPDR Gold Shares (US-Börsenkürzel: GLD) meldet per 26. März 2025 physische Bestände von 929,36 Tonnen. Damit wurden innerhalb einer Woche zusätzlich 20,08 Tonnen Gold eingebucht, was einer Steigerung um 2,2 Prozent entspricht. Im Rahmen unserer wöchentlichen Analyse war dies der größte Zugang innerhalb von fünf Handelstagen seit einem Jahr (20.03.24).

Begleitet wurde die jüngste Zunahme von einem Netto-Kapitalzufluss in Höhe von 1,96 Milliarden US-Dollar. So viel Kapital in einer solchen Zeit floss zuletzt im Januar 2022 in diesen ETF.

Hinweis: Pro ausgegebenem Anteilsschein muss der Betreiber dieses ETFs eine Zehntel Unze Gold physisch einlagern. Aber bei der Meldung von Kapitalflüssen und Fondsbeständen gibt es in der Regel eine zeitliche Verzögerung. Denn auf dem Goldmarkt besteht üblicherweise eine Zwei-Tages-Frist, in der physische Bestände nach einem Vertragsabschluss geliefert werden.

Größter Silber-ETF

Währenddessen meldet auch der größte Silber-ETF, der iShares Silver Trust (SLV), eine Bestandszunahme in den vergangenen fünf Handelstagen. Denn zuletzt summierte sich das Silber-Inventar des größten Silber-ETFs auf 13.950,35 Tonnen. Damit stieg das Inventar um 1 Prozent oder 138,70 Tonnen.

In diesem Zeitraum gab es laut Angaben des Emittenten einen Nettokapitalzufluss von 358 Millionen US-Dollar. Pro ausgegebenem Anteilsschein ist dieser ETF offiziell mit einer Unze Silber physisch gedeckt.

Gold, Silber, Gold-ETF, GLD, SLV

Edelmetall-ETFs und Goldpreis

Frühere Bullenmärkte bei Silber- und Goldpreis waren regelmäßig von deutlich steigenden Beständen in den entsprechenden Edelmetall-ETFs begleitet. Generell gelten die Fondsbestände als Nachläufer, die einem steigenden Silber- und Goldpreis mit wachsendem Inventar folgen. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren. In den vergangenen Jahren stieg die Beliebtheit dieser ETFs bei jungen US-Anlegern, die sie zunehmend über Discount-Broker erwerben.

Gold auf 4.000 Dollar? Das sind die neuen Banken-Prognosen!

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Zieht der Goldpreis nach dem schnellen Anstieg über 3.000 US-Dollar weiter an? Die Einschätzungen von Bank-Analysten beginnen zu differieren.

Goldpreis

Der Goldpreis am europäischen Spotmarkt notierte am frühen Mittwochnachmittag bei 3.028 US-Dollar. Das entsprach 2.807 Euro. Damit legten die Kurse nach einem kurzen Rücksetzer Mitte März wieder zu. Dabei liegen die Notierungen nur wenige Prozentpunkte unter den jüngsten Rekordpreisen. Wie geht es in den kommenden Wochen weiter? Dazu betrachten wir aktuelle Einschätzungen verschiedener Bank-Analysten.

Gold, Goldpreis, Goldbarren (Bild: Goldreporter)
Der Goldpreis stieg im März erstmals über 3.000 US-Dollar pro Unze und hielt sich seither über diesem Niveau. Trumps Zollpolitik, Zentralbankkäufe und geopolitische Unsicherheiten stehen im Mittelpunkt der Banken-Prognosen.

Citi sieht Gold-Bullenmarkt intakt

Citi rechnet mit weiter steigenden Goldpreisen. Im Basisszenario werde ein Anstieg auf 3.200 Dollar je Unze erwartet. Bei wachsender Unsicherheit in den USA sei sogar ein Sprung auf 3.500 Dollar möglich. Laut Citi stützten Zölle und geopolitische Risiken die Nachfrage nach Gold. Gold habe allein in diesem Jahr bereits sechs Rekorde erreicht. Dabei spiele der Status als sicherer Hafen eine zentrale Rolle. Citi sieht den Bullenmarkt daher weiterhin intakt.

Morgan Stanley mit verhaltenem Ausblick

Morgan Stanley sieht die Goldpreis-Rally noch nicht am Ende. Laut einem aktuellen Bericht der Bank stützt sich der Anstieg auf starke physische Nachfrage durch Zentralbanken sowie auf Zuflüsse in börsengehandelte Indexfonds. Auch die Unsicherheit über mögliche Zölle fördert die Rolle von Gold als sicheren Hafen.

Seit Jahresbeginn habe Gold bereits um 14 Prozent zugelegt, so Morgan Stanley. Der rasche Anstieg von 2.500 auf 3.000 US-Dollar je Unze sei laut dem World Gold Council der schnellste Sprung über eine solche Marke in der bisherigen Geschichte.

Allerdings warnt Morgan Stanley auch vor einer möglichen Verlangsamung: Infolge der hohen Preise zeige die Nachfrage im Schmuckmarkt erste Schwächesignale. Daher sei eine Phase der Konsolidierung wahrscheinlich, bevor Gold in eine nächste Aufwärtsbewegung übergehe. Trotzdem bleibe Gold ein gefragtes Anlagegut in einem global von Unsicherheiten geprägten Umfeld.

Commerzbank warnt vor Korrektur beim Goldpreis

Die Commerzbank sieht Risiken durch das hohe Goldpreisniveau. Analyst Carsten Fritsch verweist auf stark gesunkene Exporte in wichtige asiatische Märkte. In Indien beginne die Bevölkerung, Goldschmuck zu verkaufen, um Gewinne mitzunehmen. Die Preise dort stiegen zuletzt auf fast 90.000 Rupien je 10 Gramm. Trotz Hochzeitssaison sei der Absatz stark eingebrochen. Die Nachfrage in Indien könne laut Branchenschätzungen um über 30 Prozent sinken. Fritsch warnt: Lässt das Investoreninteresse nach, drohe eine spürbare Preis-Korrektur.

Société Générale betont Einfluss der Geopolitik

Die Société Générale sieht Gold als zentrales Absicherungsinstrument in einem von geopolitischen Spannungen geprägten Umfeld. In ihrem aktuellen Bericht empfiehlt die Bank Anlegern ausdrücklich, Gold zu halten, da es sich als sicherer Hafen bewährt habe. Mit einem Anteil von sieben Prozent bleibt Gold die größte Rohstoffposition im Multi-Asset-Portfolio der Bank für das zweite Quartal.

Besonders aufmerksam beobachtet SocGen mögliche politische Maßnahmen gegen Russland. Sollte das eingefrorene russische Zentralbankvermögen von 210 Milliarden Euro zugunsten der Ukraine beschlagnahmt werden, könnte der Goldpreis laut Prognose der Bank auf bis zu 4.000 US-Dollar je Unze steigen. Diese geopolitische Unsicherheit, so die Analyse, treibe nicht nur Zentralbanken, sondern auch private Investoren verstärkt in Goldanlagen. Die Einschätzung der Société Générale unterstreicht damit die strategische Bedeutung von Gold als Schutz gegen politische Risiken und wirtschaftliche Verwerfungen.

Euro-Goldpreis: Neues Rekordhoch in Reichweite

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Der Euro-Goldpreis hat zuletzt wieder aufgeholt. Für ein neues Rekordhoch fehlte zuletzt nur ein Kursschub von etwas mehr als einem Prozent.

Goldpreis-Entwicklung

Am gestrigen Dienstag schloss der Goldpreis im US-Futures-Handel mit 3.020 US-Dollar pro Unze (April-Kontrakt). Das entsprach 2.799 Euro.

Damit gab Gold in US-Dollar im Vorwochenvergleich um 0,7 Prozent nach, während der Euro-Goldpreis im gleichen Zeitraum um 0,7 Prozent anstieg. Vergangene Woche stellten wir an dieser Stelle die Frage: Goldpreis auf Rekordjagd: Wann zieht der Euro-Kurs nach?

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Goldpreis in US-Dollar, 6 Monate, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (April-Kontrakt), per 25. März 2025.

Das heißt, die Euro-Notierung holte tatsächlich auf. Allerdings wurde das Rekordhoch vom 10. Februar 2025 noch nicht wieder erreicht. Davon war der Kurs zuletzt noch 1,2 Prozent entfernt. Wir skizzieren die aktuelle charttechnische Lage bei Gold auf Basis der US-Futures per 25. März 2025.

Charttechnik

Der Goldpreis festigte seine Position über der Schwelle von 3.000 US-Dollar. Seit das Edelmetall am 18. März über dieser Marke schloss, kam der Kurs nicht mehr unter dieses Niveau zurück. Damit liegt hier auch die wichtigste kurzfristige Unterstützung. Weitere Supports befinden sich in den Bereichen 2.980 US-Dollar und 2.950 US-Dollar.

Richtung Norden bleibt als Widerstand nur noch das Allzeithoch bei 3.049 US-Dollar vom 19. März 2025.

Sentiment

Mit dem kleinen Rücksetzer in den vergangenen fünf Handelstagen hat sich auch das Sentiment etwas entspannt. Denn mit einem RSI (Relative-Stärke-Index) von 64 (Vorwoche: 70) befindet sich Gold aus der Sicht von 14 Tagen nicht mehr im „überkauften“ Bereich. Das ist definitionsgemäß bei Werten oberhalb von 70 der Fall.

Währenddessen beträgt der Abstand zur 200-Tage-Linie nun 15 Prozent (Vorwoche: 16 Prozent). Parallel verringerte sich die Entfernung zum 50-Tage-Schnitt auf 5 Prozent. In beiden Fällen unterstreicht dies weiterhin das starke Goldpreis-Momentum.

Goldpreis in Euro

Auf Euro-Basis muss der Goldpreis nun den Widerstand von 2.800 Euro nachhaltig überwinden. Dann wäre ein neues Rekordhoch unmittelbar in Reichweite. Kurzfristige Unterstützung bieten die Schwellen von 2.780 Euro und 2.750 Euro.

Mit einem RSI von 60 gibt es hier aus Sicht des Sentiments noch Spielraum für eine entsprechende Aufholbewegung.

Euro-Goldpreis, Goldpreis., Gold , Goldchart
Goldpreis in Euro, 6 Monate, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (April-Kontrakt), per 25. März 2025.

Hinweis Goldpreis-Chartanalyse

Die obige Darstellung ist eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Gold. Wie immer gilt der Hinweis: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen weder eine Anlageberatung noch eine Anlagevermittlung dar.  

Goldpreis in Euro holt auf: Marktzinsen uneinheitlich

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Der Euro-Goldpreis holte zuletzt gegenüber der Dollar-Notierung auf. Die Marktzinsen im Euroraum kamen wieder etwas zurück.

Goldpreis

Am Dienstagvormittag um 9:30 Uhr notierte der Goldpreis am europäischen Spotmarkt bei 3.019 US-Dollar. Das entsprach 2.797 Euro. Damit verbilligte sich Gold auf Dollar-Basis gegenüber Vorwoche um 0,1 Prozent, während es in Euro um 1,3 Prozent nach oben ging.

Nachdem der Euro in den vergangenen Wochen deutlich gegenüber dem US-Dollar aufwertete, kam nun eine Gegenbewegung, die sich in der Kursentwicklung der Gold-Notierungen widerspiegelt. Zuletzt rutschte der Euro wieder unter die Schwelle von 1,08 US-Dollar. 

Gold, Goldpreis, Goldbarren (Bild: Goldreporter)
Der Goldpreis notierte zuletzt weiter über der Marke von 3.000 US-Dollar. In dieser Woche gibt es noch Verfallstermine an der COMEX und neue Inflationsdaten aus den USA.

Marktzinsen

Nachdem die Anleihe-Renditen in der Eurozone deutlich anstiegen waren, kamen die Marktzinsen hierzulande etwas zurück. Die Pläne für eine massive Schuldenaufnahme, insbesondere in Deutschland, hatten kurzfristig zu steigenden Zinsen geführt.

Am heutigen Dienstag rentierten 10-jährige deutsche Staatsanleihen mit 2,79 Prozent. Vor einer Woche waren es im Rahmen unserer Analyse 2,84 Prozent. Dagegen rentierte US-Anleihen mit entsprechender Laufzeit mit 4,35 Prozent etwas höher als vor einer Woche.

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Ausblick

Was steht in dieser Woche noch an wichtigen Wirtschaftsterminen an? Am Mittwoch laufen die Gold- und Silber-Optionen des Monats April aus, und am Donnerstag ist der letzte Handelstag der März-Kontrakte im Handel mit Gold- und Silber Futures.

Der Mittwoch bringt aus den USA noch die Auftragseingänge für langlebige Gebrauchsgüter für Februar und am Donnerstag erscheinen die finalen Daten zum US-Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 2024. Am Freitag erscheinen dann der PCE-Preisindex, an dem die Fed primär die Inflationsentwicklung bemisst. Außerdem erscheint vor dem Wochenende noch das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan.

Außerdem finden in Saudi-Arabien weiterhin Friedensgespräche zur Eindämmung des Ukraine-Krieges statt. Ausgang ist ungewiss.

Renditen und Gold

Welchen Einfluss haben die Anleiherenditen auf den Goldpreis? Generell gilt: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, steigt ihre Attraktivität bei defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dadurch wirkt das zinslose Gold in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert.

Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme. Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Gold-Nachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gesucht werden, steigen Edelmetalle oft, während die Anleiherenditen sinken – also die Anleihekurse steigen.

Türkei importiert wieder mehr Gold und Silber

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Die Gold-Importe der Türkei sind im Februar um 20 Prozent gegenüber Vormonat gestiegen. Noch stärker nahm die Silber-Einfuhr zu.

Gold-Importe der Türkei

Laut den Angaben der Borsa Istanbul hat die Türkei im vergangenen Monat 11,6 Tonnen Gold ins Land geholt. Damit stieg die Liefermenge gegenüber dem Vormonat um 20 Prozent. Im Vorjahresvergleich nahmen die türkischen Goldimporte um 4 Prozent zu.

Allerdings reiht sich das Ergebnis in eine Phase relativ schwacher Importzahlen ein. Das zeigt auch der Blick auf den Verkauf seit 2017. Der Mittelwert der vergangenen zwölf Monate lag bei 10,3 Tonnen.

Goldimporte weiter limitiert?

Bereits im April vergangenen Jahres berichteten wir über eine staatliche Importquote für Gold. Der Zweck lag darin, die Handelsbilanz der Türkei zu stabilisieren und die Lira zu stützen. Denn um Gold (und Silber) an internationalen (westlichen) Märkten zu kaufen, benötigt man US-Dollar. 2024 importierte die Türkei durchschnittlich 10 Tonnen. Dagegen waren es im Jahr davor noch 26 Tonnen. Allerdings ist der Goldpreis im vergangenen Jahr auch um 28 Prozent gestiegen.

Ob die tatsächliche türkische Goldnachfrage aktuell höher ist als das durch die Einfuhr bereitgestellte Angebot, lässt sich nicht mit Sicherheit feststellen. Aber die Kauflaune in der Türkei bleibt vom starken Goldpreis-Anstieg der letzten Jahre sicher nicht unberührt.

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Monatliche Gold-Importe der Türkei seit 2017 in Kilogramm (Quelle: Borsa Istanbul)

Silber-Importe

Dagegen verzeichnete die Türkei im Februar einen kräftigeren Anstieg der Silber-Importe. Denn laut der Einfuhr-Statistik der Borsa Istanbul gelangten im Januar 49,2 Tonnen Silber ins Land. Damit stieg die Liefermenge gegenüber Vormonat um 56 Prozent und im Vorjahresvergleich sogar um 134 Prozent.

Zum Vergleich: Im Durchschnitt führte die Türkei im vergangenen Jahr 33 Tonnen Silber ein. Dagegen waren es im Jahr 2023 noch durchschnittlich 92 Tonnen.

Hintergrund

Angesichts der wirtschaftlichen Probleme und der hohen Inflation gab es in der Türkei bis zuletzt eine große private Gold- und Silbernachfrage (Schmuck). Diese ist aber auch preissensibel. Denn auch in Lira gerechnet markierte der Goldpreis zuletzt mehrfach neue Rekordhochs.

Die Inflation in der Türkei bleibt hoch, ist aber zuletzt gesunken. Denn die Inflationsrate im Dezember wurde mit 39 Prozent festgestellt. Dagegen waren es ein Jahr zuvor noch 67 Prozent.

Schwache Währung, Gold und Silber stark gestiegen

Währenddessen bleibt die türkische Lira schwach gegenüber dem US-Dollar. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate wertete die Landeswährung um 15 Prozent gegenüber dem „Greenback“ auf neue Rekordtiefs ab. Dagegen stieg der Goldpreis in türkische Lira innerhalb eines Jahres um 66 Prozent. Silber verteuerte sich um 61 Prozent.

Goldpreis: Rücksetzer nach Rekordwoche, was passiert jetzt?

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Der Goldpreis hat vergangene Woche eine weitere Bestmarke erzielt. Die Gold-Bestände der US-Terminbörse COMEX sind um weitere 45 Tonnen gestiegen.

Goldpreis

Der Goldpreis hat am vergangenen Mittwoch mit 3.049 US-Dollar pro Unze ein neues Rekordhoch im US-Gold-Futures-Handel erzielt. Auf Euro-Basis steht weiterhin die Bestmarke vom 10. Februar 2025 mit 2.832 Euro.

Die US-Notenbank hielt den Leitzins am Mittwoch stabil bei 4,25 bis 4,50 Prozent. Das war erwartet worden. Damit blieb die Federal Funds Rate zum zweiten Mal in Folge unverändert. In ihrer Stellungnahme verwies die Fed auf wachsende Sorgen über eine abflauende US-Konjunktur. Außerdem könne die Inflation hartnäckig hoch bleiben. 

Gold, Goldpreis, Goldbarren, Goldmünzen (Bild: Goldreporter)
Goldpreis-Rally: Die Aufschläge in China sind rückläufig, dafür füllen sich die Gold-Tresore an der US-Warenterminbörse weiter rasant. Vergangene Woche kamen weitere 1,46 Millionen Unzen hinzu. Das entspricht 45 Tonnen.

Fed-Präsident Jerome Powell versuchte in der Pressekonferenz, die Märkte zu beruhigen. Er betonte, dass keine drastischen geldpolitischen Maßnahmen geplant seien. Auswirkungen der eingeführten Zölle auf die Inflation sieht er nur kurzfristig. Die Aktienmärkte reagierten im Anschluss positiv, die Renditen amerikanischer Anleihen kamen etwas zurück und der Goldpreis legte zu. Während des großen Verfallstags am Freitag („Hexensabbat“) kamen die Kurse dann zurück.

CoT-Daten

Was geschah vergangene Woche im amerikanischen Goldhandel? Dazu betrachten wir zunächst die aktuellen COT-Daten mit den Positionen der größten Händlergruppen im Geschäft mit Gold-Futures per 18. März 2025.

Hier stieg die Netto-Short-Position der „Commercials“ erstmals seit sechs Wochen wieder, und zwar kräftig um 7,5 Prozent auf 285.168 Kontrakte. Auf der Gegenseite nahm die Netto-Long-Position der „Großen Spekulanten“ um 9 Prozent auf 257.932 Kontrakte.

Dabei stieg der Open Interest gegenüber Vorwoche um 4 Prozent auf 533.566 Kontrakte. Bis zum Handelsschluss am Freitag sank der Open Interest dann wieder um 2 Prozent auf 521.630 Kontrakte. Damit ging es auch im Vorwochenvergleich (Freitag bis Freitag) um 2 Prozent nach unten.

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Gold-Optionen

Im Gold-Optionshandel ist der Open Interest gegenüber der Vorwoche um 6,5 Prozent angestiegen auf 978.151 Optionen. Dabei erhöhte sich die Put/Call-Ratio auf 0,686 (Vorwoche: 0,634). Das bedeutet, dass auf 100 Put-Optionen zuletzt 146 Call-Optionen entfielen, gegenüber 158 in der Vorwoche.  

Damit hat sich der übergeordnete Goldpreis-Optimismus in diesem Handelssegment etwas abgeschwächt.

Goldpreis-Entwicklung

Der Goldpreis ging am Freitag mit 3.020 US-Dollar pro Unze aus dem amerikanischen Futures-Handel (April-Kontrakt). Damit verzeichnete Gold einen Kursanstieg von 0,6 Prozent gegenüber Vorwoche. Auf Euro-Basis ging es um 1,3 Prozent rauf auf 2.793 Euro.

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Goldpreis in US-Dollar, US-Futures (April-Kontrakt), elektronischer Handel, Wochenchart: Nach dem Rekordhoch am Mittwoch kam der Kurs kaskadenartig zurück. Allerdings fand der Abverkauf am Freitag schnell wieder Käufer (Quelle: CME Group).

Nach dem Wochen- und Rekordhoch am Mittwoch und einem etwas volatileren Handel am Donnerstag kam es am Freitag direkt nach Börsenbeginn bei hohem Umsatz zu einem schnellen Abverkauf um rund 40 US-Dollar auf 3.004 US-Dollar. Im späteren Handelsverlauf erholte sich der Kurs dann wieder um knapp 25 Dollar.

COMEX-Gold-Lager mit weiterem Zuwachs

Werfen wir einen Blick auf die Goldlagerbestände an der COMEX. Hier kam es in den letzten Wochen zu einem ungewöhnlich starken Anstieg des Inventars. Und auch vergangene Woche kam weiteres Gold hinzu.

Denn die CME Group meldet per 20. März 2025 Gesamtbestände von 41,89 Millionen Unzen. Damit kamen 1,46 Millionen Unzen hinzu (Vorwoche: +670.000). Dabei stiegen die zur sofortigen Auslieferung an Kunden verfügbaren Gold-Bestände der Kategorie „eligible“ um 590.000 Unzen (Vorwoche: +440.000 Unzen) auf 20,45 Millionen Unzen (alle Zahlen gerundet). Dieses Gold gehört Händlern, nicht etwa den Bullionbanken. Das bedeutet, es kann jederzeit abgezogen werden.

Weiter gestiegene Golddeckung

Bei einem Open Interest von 521.630 Kontrakten handelten Futures-Trader Ende der vergangenen Handelswoche insgesamt 52.163.000 Unzen Gold in Form von Standard-Futures (100 Unzen pro Vertrag). Das heißt, der Gold-Futures-Handel an der COMEX war am Freitag weiterhin zu hohen 80 Prozent durch Lagerbestände gedeckt, nach 76 Prozent in der Vorwoche.

In den vergangenen Jahren war die physische Deckung der US-Gold-Futures-Handels deutlich geringer – teilweise nur 30 Prozent. Vom Börsenbetreiber wird diese Unterdeckung damit gerechtfertigt, dass nur ein Bruchteil der Futures-Verträge tatsächlich physisch abgewickelt wird. Das heißt, am Ende des Kontrakt-Monats schließen die Parteien ihre Positionen hauptsächlich per Barausgleich. Der Anteil kann ebenfalls aus einer wöchentlichen Pflichtmitteilung entnommen werden.

Lieferanträge

So meldet die Börsenaufsicht CFTC für den aktuellen Kontraktmonat nun 18.347 „Delivery Notices“, also Anträge auf physische Auslieferung von Gold. Damit kamen in einer Woche 1.212 hinzu (Vorwoche: +3.564). Das heißt, es stehen nun 57 Tonnen Gold (1,83 Millionen Unzen) zur Auslieferung Ende März an. Im vergangenen Monat war mit 76.567 „Delivery Notices“ (entspricht 238 Tonnen) ein neuer Rekord aufgestellt worden.

Gold-Aufschläge in China

Auch von China gehen weiterhin Goldpreis-Impulse aus. Denn am Donnerstagnachmittag um 14:30 Uhr (7:30 Uhr MEZ Berlin; 2:30 Uhr New York) notierte Gold an der Shanghai Gold Exchange mit 709,12 Yuan pro Gramm. Zu diesem Zeitpunkt lag der Goldpreis in Shanghai bei umgerechnet 98,94 US-Dollar bzw. 3.077 US-Dollar pro Unze.

Gleichzeitig kostete die Feinunze Gold am europäischen Spotmarkt (FOREX) 3.046 US-Dollar. Das bedeutet, dass Gold in China in der vierzehnten Woche in Folge über dem internationalen Goldpreis gehandelt wurde. Allerdings hat sich der Abstand verringert auf 31 US-Dollar (Vorwoche: 39 US-Dollar). Damit lag der Kurs noch 1 Prozent über dem europäischen Goldpreis. In den Hochphasen des Jahres 2024 erreichten die Goldpreis-Aufschläge in Shanghai bis zu 90 US-Dollar gegenüber den westlichen Kursen.

Goldpreis-Ausblick

Der Goldpreis hielt sich trotz des spontanen Rücksetzers am Freitag über der Marke von 3.000 US-Dollar. Kursschwächen werden auf dem Goldmarkt weiterhin schnell als Kaufgelegenheit begriffen. In der kommenden Woche stehen am US-Terminmarkt die Verfallstermine an. Am Mittwoch laufen die Gold- und Silber-Optionen des Monats April aus und am Donnerstag ist letzter Handelstag der März-Kontrakte im Handel mit Gold- und Silber Futures.

Im Mittelpunkt der kommenden Berichtswoche stehen erneut US-Wirtschaftsdaten. Am Mittwoch werden die Auftragseingänge für langlebige Gebrauchsgüter für Februar gemeldet und am Donnerstag erscheinen die finalen Daten zum US-Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 2024. Der Freitag bringt dann neue US-Inflationsdaten mit dem PCE-Preisindex, an dem die Fed in der Regel ihre Geldpolitik ausrichtet. Außerdem erscheint das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan.

Gold kaufen: Aktuelle Preise im Edelmetall-Handel

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Jetzt Gold kaufen? Der Goldpreis hat sich wieder an die Schwelle von 2.800 Euro angenähert. Wir analysieren die Preisentwicklung im deutschen Edelmetall-Handel.  

Silber- und Goldpreis

Der Goldpreis hielt sich bis zuletzt über der Marke von 3.000 US-Dollar. Auf Euro-Basis hatte der Kurs zeitweise die 2.800er-Schwelle zurückerobert. Am Freitagvormittag um 11:30 Uhr kostete Gold am Spotmarkt 3.032 US-Dollar. Das entsprach 2.798 Euro. Das war der Zeitpunkt unserer wöchentlichen Datenerhebung im deutschen Edelmetall-Handel.

Damit verteuerte sich Gold gegenüber der Vorwoche um 1 Prozent bzw. 1,3 Prozent (in Euro). Im gleichen Zeitraum sank der Silberpreis um 2,5 Prozent bzw. 2,2 Prozent auf 33,09 US-Dollar oder 30,55 Euro.

Gold Goldpreis, Gold kaufen, Goldmünzen (Bild: Goldreporter)
Der Goldpreis lag auf Euro-Basis zuletzt noch rund 1,7 Prozent hinter seinem Rekordhoch vom 10. Februar zurück. Allerdings sind Goldanlageprodukte weiter sehr nah am aktuellen Goldkurs zu bekommen.

Gold kaufen

Jetzt Gold kaufen oder verkaufen? Wir werfen einen Blick auf die Ergebnisse unserer aktuellen Datenauswertung bei sechs deutschen Anbietern. Wer am Freitagvormittag in Form von prägefrischen Krügerrand-Münzen Gold kaufen wollte (aktueller Jahrgang), zahlte gemäß unserer Zahlen durchschnittlich 2.899 Euro – und damit 37 Euro mehr als vor einer Woche.

Dabei sank das von uns ermittelte Aufgeld für Krügerrand-Neuware auf 3,59 Prozent (Vorwoche: 3,64 Prozent). Die Abschläge für ältere Jahrgänge lagen unserer Analyse zufolge bei durchschnittlich 56 Euro und zogen damit wieder an (Vorwoche: 40 Euro).

Währenddessen sank das durchschnittliche Aufgeld für 100-Gramm-Goldbarren von 1,78 Prozent in der Vorwoche auf 1,71 Prozent. Ein Exemplar kostete in unserer Datenerfassung im Mittel 9.039 Euro. Damit waren es 114 Euro mehr als vor einer Woche.

Silber kaufen

Wie entwickelten sich die Preise für die von uns beobachteten Silber-Produkte? Eine Unze Maple Leaf des aktuellen Jahrgangs kostete am Freitag durchschnittlich 41,43.

Das Aufgeld für Silber-Maples stieg damit auf 35,6 Prozent (Vorwoche: 34,01 Prozent). Dagegen sank der Aufschlag bei 1-Kilogramm-Silberbarren nur minimal auf 27,59 Prozent. Das heißt, auf das Gramm gerechnet sind die Barren die preislich bessere Alternative zu neuen Silber-Maples.

Allerdings bekommt man Silbermünzen älterer Jahrgänge (soweit verfügbar) weiterhin deutlich günstiger als prägefrische Stücke. Hier kann man etwa 4 Euro pro Unze sparen, was dann gerade einmal einem Aufgeld von rund 18 Prozent entspricht. Allerdings ist diese Zweitmarktware nicht in beliebigen Stückzahlen verfügbar.

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Silber und Gold kaufen

Hinweis: Mit den von uns erhobenen Daten beobachten wir die allgemeine Marktpreis-Entwicklung und sondieren Hinweise auf die Veränderung von Angebot und Nachfrage im deutschen Edelmetall-Handel. Allerdings können die Preisangaben bei einzelnen Händlern deutlich variieren. Unsere wöchentlichen Durchschnittspreise erheben wir bereits seit dem Jahr 2010.

Wer Silber oder Gold kaufen möchte, sollte beachten: Kleinere Veränderungen beim Aufgeld sind nicht als Beurteilungsgrundlage für kurzfristige Kaufentscheidungen geeignet, da Silber- und Goldpreis ohnehin ständigen Schwankungen unterworfen sind. Aber das von uns berechnete durchschnittliche Aufgeld gibt einen Anhaltspunkt über das Preisniveau bei verschiedenen Anbietern.

Goldreserven der Türkei steigen auf neuen Rekordwert

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Die Goldreserven der Türkei sind im Februar erneut gestiegen. Dabei hat das türkische Währungsgold einen neuen Rekordwert erreicht.

Türkische Währungsreserven

Die türkische Zentralbank (TCMB) hat neue Angaben zu den finanziellen Rücklagen ihres Landes gemacht. Demnach beliefen sich die gesamten Währungsreserven der Türkei Ende Februar auf 165,42 Milliarden US-Dollar. Damit sank dieser Wert gegenüber Vormonat um 0,3 Prozent oder 557 Millionen US-Dollar. Dabei sanken die Fremdwährungsreserven um 2,6 Milliarden US-Dollar oder 2,9 Prozent auf 87,36 Milliarden US-Dollar.

Gold, Goldbarren, Goldreserven, türkische (Bild: Goldreporter)
Die Goldreserven der Türkei sind sieben Monate in Folge gestiegen, zuletzt um 3 Tonnen auf 768 Tonnen und erreichten einen Rekordwert von 70,66 Milliarden US-Dollar (Bild: Goldreporter).

Goldreserven mit neuem Rekordwert

Dabei nahm der Wert der türkischen Goldreserven um 3 Prozent zu auf 70,66 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einem neuen Rekordhoch.

Die Goldbestände werden nun mit 24,694 Millionen Unzen angegeben, was 768,07 Tonnen entspricht. Damit kamen innerhalb eines Monats 3 Tonnen (97.000 Unzen) hinzu. Innerhalb eines Jahres sind die Goldreserven um 42 Tonnen oder 7 Prozent gestiegen.

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Entwicklung Goldreserven der Türkei seit 2010 in Tonnen (Quelle: TCMB; Grafik: Goldreporter).

Die bislang größte Menge an Gold hatte die TCMB im Februar 2023 gehalten. Damals waren es umgerechnet 836,65 Tonnen – also rund 69 Tonnen mehr als zuletzt. Dabei stieg der Goldanteil an den gesamten Währungsreserven der Türkei zuletzt leicht auf 43 Prozent. Im September 2020 wurde hier der bisherige Rekord mit 52 Prozent erreicht.

Gold, Türkei, Goldreserven
Entwicklung Goldreserven der Türkei seit 2010 in US-Dollar (Quelle: TCMB; Grafik: Goldreporter).

Gold der Türkei

In den oben genannten Zahlen ist auch Gold enthalten, das von Geschäftsbanken bei der TCMB (z.B. als Sicherheiten für Zentralbankgeld) hinterlegt wurde. Die rein staatlichen türkischen Goldreserven bezifferte der World Gold Council zuletzt auf 619,9 Tonnen.

Die Türkei verzeichnet seit Jahren einen sinkenden Außenwert ihrer Landeswährung. Hohe Goldimporte trugen dazu bei, da dafür in der Regel US-Dollar erforderlich sind. Deshalb haben die türkischen Behörden laut Medienberichten bereits vor einem Jahr Beschränkungen für die Goldeinfuhr erlassen (Goldreporter berichtete). Die Gold-Einfuhrmengen der Türkei sind in den vergangenen Monaten deutlich gesunken.

Gold tonnenweise in die USA, China geht leer aus!

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Seit Dezember lieferte die Schweiz 400 Tonnen Gold in die USA, im Februar allein 147 Tonnen. Für China ist scheinbar kein europäisches Gold übrig.

Gold-Drehkreuz Schweiz

Die Eidgenössische Zollverwaltung hat die Schweizer Außenhandelszahlen für den Monat Februar veröffentlicht. Darin enthalten sind auch Angaben über das im vergangenen Monat exportierte und importierte Gold. Zur Erinnerung: Schweizer Raffinerien bedienen bis zu zwei Drittel der weltweiten Nachfrage nach Feingold. Das heißt, die Zahlen geben relativ zeitnah Auskunft über die internationale Goldnachfrage und große Goldtransfers. Wir haben die aktuellen Daten aufbereitet.

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Seit Dezember hat die Schweiz 400 Tonnen Gold in die USA geliefert. Gleichzeitig stiegen die Goldbestände in den Tresoren der US-Warenterminbörse COMEX auf über 40 Millionen Unzen bzw. rund 1.240 Tonnen (Symbolbild: Goldreporter).

Weitere 147 Tonnen Gold in die USA

Seit Monaten gibt es Berichte über erhebliche physische Goldtransfers in die USA. Das Narrative lautet: US-Händler befürchten Importzölle auf Gold, außerdem boomt das Arbitragegeschäft (Goldpreis steigt: Gold-Engpässe in London gemeldet).

Diese Entwicklung spiegelt sich nun erneut in den Schweizer Exportdaten für Februar wider. Denn für diesen Zeitraum wird die Lieferung von weiteren 147 Tonnen Gold in die Vereinigten Staaten gemeldet. Der Wert: 12,3 Milliarden CHF, aktuell umgerechnet 12,8 Milliarden Euro. Seit Dezember wanderten laut der Statistik bereits 404 Tonnen Gold von der Schweiz in die USA – allein im Januar 192 Tonnen.

Weiter Goldabnehmer

Auch Großbritannien gehörte im Februar zu den größten Goldempfängern, mit 26 Tonnen im Wert von mehr als 2 Milliarden CHF. Auf dieser Wegstrecke wurden seit Dezember knapp 50 Tonnen Gold geliefert. Außerdem erhielt die Türkei mit 8 Tonnen im vergangenen Monat eine substanzielle Goldmenge.

Kein Gold für China

Erstaunlicherweise taucht China gar nicht mehr in den Top-20 der größten Goldabnehmer im Februar auf. Auch Indien erhielt nur 1,3 Tonnen. Offensichtlich gibt es derzeit eine klare Präferenz bei den internationalen Goldtransfers Richtung Westen.  

Die gesamten Schweizer Goldexporte im Februar beliefen sich auf 202,18 Tonnen im Wert von 16,9 Milliarden CHF (17,6 Mrd. Euro). Damit sank die Liefermenge gegenüber Vormonat um 5 Prozent, während sie im Vorjahresvergleich um 88 Prozent zunahm. Zuletzt gingen 73 Prozent der Schweizer Goldlieferungen in die USA.

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Schweizer Goldimporte

Auf der anderen Seite lieferten die Vereinigten Arabischen Emirate zuletzt mit 28,8 Tonnen das meiste Edelmetall in die Schweiz, gefolgt von Hongkong (14 t), Kanada (14 t) und auch aus der USA kamen 11 Tonnen. Auch Deutschland war mit knapp 9,5 Tonnen unter den fünf Top-Lieferanten im Februar.

Insgesamt wird den Monat eine Einfuhr von 200 Tonnen Gold im Wert von 12,6 Milliarden CHF gemeldet (13,1 Mrd. Euro). Daraus ergibt sich für Februar ein Rückgang gegenüber Vormonat um 27 Prozent aber ein Anstieg um 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Hinweis: Bei dem oben genannten Metall handelt es sich gemäß der Eidgenössischen Zollverwaltung um „Gold, einschl. platiertes Gold, in Rohform, zu anderen als zu monetären Zwecken (ausg. als Pulver)“.

Goldpreis-Rally: Größter Gold-ETF erhält 800 Millionen Dollar

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Der Goldpreis hat fünf Tage in Folge ein neues Rekordhoch markiert. Dabei stiegen die Goldbestände des SPDR Gold Shares um 10 Tonnen.

Silber- und Goldpreis

Am gestrigen Mittwoch ging der Goldpreis mit 3.041 US-Dollar pro Unze aus dem US-Gold-Futures-Handel (April-Kontrakt), was 2.787 Euro entsprach. Damit verteuerte sich Gold gegenüber Vorwoche um 3,2 Prozent (in USD) bzw. 3,0 Prozent (in EUR). Auf Dollar-Basis hat der Goldpreis erneut fünf Tage in Folge ein neues Rekordhoch erreicht – bereits 14 Rekordtage in diesem Jahr. Dagegen notierte Gold in Euro noch 2 Prozent unter der Bestmarke vom 20. Februar 2025.

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Während der Goldpreis in diesem Jahr sein 14. Rekordhoch markierte, stiegen die Bestände des SPDR Gold Shares (GLD) auf den höchsten Stand seit Juli 2023.

Währenddessen stieg der Silberpreis innerhalb einer Woche um 1,4 Prozent bzw. 1,2 Prozent auf 34,20 US-Dollar bzw. 31,25 Euro.

Größter Gold-ETF

Der jüngste Kursaufschwung sorgte für eine Steigerung der ETF-Nachfrage in diesem Sektor. Denn der Betreiber des SPDR Gold Shares (US-Börsenkürzel: GLD) meldet per 19. März 2025 physische Bestände von 909,28 Tonnen. Damit wurden innerhalb einer Woche 10,64 Tonnen Gold eingebucht.

Begleitet wurde der Lagerzugang von einem Netto-Kapitalzufluss in Höhe von 839 Millionen US-Dollar. Hinweis: Pro ausgegebenem Anteilsschein muss der Betreiber dieses ETFs eine Zehntel Unze Gold physisch einlagern. Aber bei der Meldung von Kapitalflüssen und Fondsbeständen gibt es in der Regel eine zeitliche Verzögerung. Denn auf dem Goldmarkt besteht üblicherweise eine Zwei-Tages-Frist, in der physische Bestände nach einem Vertragsabschluss geliefert werden.

Größter Silber-ETF

Währenddessen meldet auch der größte Silber-ETF, der iShares Silver Trust (SLV), eine Bestandszunahme in den vergangenen fünf Handelstagen. Denn zuletzt summierte sich das Silber-Inventar des größten Silber-ETFs auf 13.811,65 Tonnen. Damit stieg das Inventar um 2 Prozent oder 295,80 Tonnen.

In diesem Zeitraum gab es laut Angaben des Emittenten einen Nettokapitalzufluss von 318 Millionen US-Dollar. Pro ausgegebenem Anteilsschein ist dieser ETF offiziell mit einer Unze Silber pro ausgegebenem Anteilsschein physisch gedeckt.

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Edelmetall-ETFs und Goldpreis

Frühere Bullenmärkte bei Silber- und Goldpreis waren regelmäßig von deutlich steigenden Beständen in den entsprechenden Edelmetall-ETFs begleitet. Generell gelten die Fondsbestände als Nachläufer, die einem steigenden Silber- und Goldpreis mit wachsendem Inventar folgen. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren. In den vergangenen Jahren stieg die Beliebtheit dieser ETFs bei jungen US-Anlegern, die sie zunehmend über Discount-Broker erwerben.

Goldpreis auf Rekordjagd: Wann zieht der Euro-Kurs nach?

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Der Goldpreis stieg zügig über die Marke von 3.000 US-Dollar und erreichte weitere Bestmarken. Wann ist es auf Euro-Basis soweit?

Goldpreis-Entwicklung

Am gestrigen Dienstag schloss der Goldpreis im US-Futures-Handel mit 3.040 US-Dollar pro Unze (April-Kontrakt). Das entsprach 2.779 Euro.

Damit verteuerte sich Gold im Vorwochenvergleich um 4,1 Prozent (in USD) bzw. 3,9 Prozent (in EUR). Auf Dollar-Basis wurde ein neues Rekordhoch erreicht. Dagegen notierte der Goldpreis in Euro noch 2,4 Prozent unter seiner Bestmarke vom 10. Februar 2025. Nach wie vor sorgt die Abwertung des US-Dollars für Unterscheide in der Entwicklung der beiden Gold-Notierungen. Wir betrachten die aktuellen charttechnischen Rahmenbedingungen auf Basis der US-Gold-Futures per 18. März 2025.

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Goldpreis in US-Dollar, 6 Monate, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (April-Kontrakt), per 18. März 2025.

Charttechnik

Der Goldpreis erreichte das neue Rekordhoch oberhalb von 3.000 US-Dollar innerhalb einer Woche geradezu mühelos, mit dem Sprung über die Widerstände von 2.930 US-Dollar und 2.960 US-Dollar. Dabei bildete sich ein neuer steiler Aufwärtstrend.

Sentiment

Nach dem raschen Anstieg sehen wir die ersten Ansätze einer Kursübertreibung. Denn mit einem RSI (Relative-Stärke-Index) von 70 (Vorwoche: 55) befindet sich das Sentiment aus der Sicht von 14 Tagen im „überkauften“ Bereich. Das ist definitionsgemäß bei Werten oberhalb von 70 der Fall. Allerdings gab es auch in der Vergangenheit immer wieder längere Phasen einer technisch überhitzten Marktstimmung.  

Gefährlich würde es bei der Entstehung einer sogenannten Fahnenstange, also wenn im Rahmen eines starken Kursanstiegs RSI-Werte oberhalb von 90 erreicht würden. Damit stiege die Gefahr einer scharfen Kurskorrektur deutlich.

Währenddessen beträgt der Abstand zur 200-Tage-Linie nun fast 16 Prozent (Vorwoche: 12 Prozent). Parallel stieg Gold auf eine Entfernung von 6,5 Prozent zum 50-Tage-Schnitt. In beiden Fällen unterstreicht dies das starke Goldpreis-Momentum.

Goldpreis in Euro

Auf Euro-Basis hat der Goldpreis den bedeutenden Widerstand von 2.770 Euro überbrückt. Die nächsten Barrieren befinden sich in den Bereichen von 2.800 Euro, 2.820 und 2.848 (Rekordhoch). Mit einem RSI von 57 gibt es hier aus Sicht des Sentiments genügend Spielraum für eine entsprechende Aufholbewegung. Kurzfristige Unterstützungen liegen nun bei 2.770 Euro, 2750 Euro und 2.740 Euro.

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Goldpreis in Euro, 6 Monate, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (April-Kontrakt), per 18. März 2025.

Hinweis Goldpreis-Chartanalyse

Die obige Darstellung ist eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Gold. Wie immer gilt der Hinweis: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen weder eine Anlageberatung noch eine Anlagevermittlung dar.  

ZukunftsForum Edelmetalle: Informationsabend für Privatanleger

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Zum Abschluss der Fachkonferenz ZukunftsForum Edelmetalle in Frankfurt gibt es am 25. März einen kostenlosen Informationsabend für Privatanleger.

ZukunftsForum Edelmetalle

Vom 23. bis 25. März 2025 findet in Frankfurt erstmals das ZukunftsForum Edelmetalle (ZFE) statt. Die Fachkonferenz richtet sich an institutionelle Investoren und soll den Austausch von Fachleuten der Branche fördern, wie Goldreporter berichtete.  

ZukunftsForum Edelmetalle, Edelmetalle, Messe, Frankfurt (Bild: Fragold Connect)
In Frankfurt findet erstmals die Fachtagung ZukunftsForum Edelmetalle statt. Veranstalter ist die Fragold Connect GmbH. Für Privatanleger gibt es am 25. März einen kostenlosen Informationsabend.

Informationsabend für Privatleute

Zum Ausklang der Veranstaltung am 25. März sind aber auch Privatanlegerinnen und Privatanleger zu einem kostenlosen Informationsabend eingeladen. Im Zeitraum von 19 Uhr bis ca. 20:30 Uhr gibt es folgende Vorträge:

  • 19:00 – 19:25 Uhr: Mit der 3.000er Marke in Sicht – Die aktuelle Lage bei Gold,
    Stephanie Gerber und Falkmar Butgereit, Helaba
  • 19:25 – 19:50 Uhr: Geld anlegen in Gold und Co. – Welches sind die verschiedenen Anlagemöglichkeiten und die optimalen Produkte für welchen Zweck?
    Tim Schieferstein, Solit Management/GoldSilberShop.de
  • 19:50 – 20:10 Uhr: Eigentlich mit Luft nach oben, aber …. wie geht es weiter? Eine Rück- und ein Ausblick für Silber und die Platinmetalle,
    Wolfgang Wrzesniok-Roßbach, Fragold Connect GmbH
  • 20:10 – 20:30 Uhr: Kritische Rohstoffe – Möglichkeiten und Potential eines Investments bei Strategischen Metallen,
    Maximilian Vogler, Tradium GmbH
  • 20:15 – 21:30 Uhr: Networking mit Drinks

Veranstaltungsort ist das Hotel „nhow“ in der Brüsseler Straße 1-3 in 60327 Frankfurt. 
Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Registrierung ist aber erforderlich. Weitere Informationen und das Registrierungsformular finden Sie auf der Internetseite des ZukunftsForum Edelmetalle.

Goldpreis über 3.000 US-Dollar: Jetzt wird es spannend!

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Der Goldpreis ist innerhalb einer Woche um mehr als 4 Prozent auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Nun steht das Ergebnis der Fed-Sitzung an.

Goldpreis über 3.000 US-Dollar

Am Dienstagvormittag um 10:30 Uhr notierte der Goldpreis am europäischen Spotmarkt bei 3.023 US-Dollar pro Unze, was 2.762 Euro entsprach. Damit verteuerte sich das Edelmetall gegenüber Vorwoche um 4,3 Prozent und markierte zum Wochenauftakt auf Dollar-Basis ein neues Rekordhoch. In Euro lag der Goldpreis am Dienstag noch 2 Prozent hinter der Bestmarke vom 20. Februar 2025 zurück (2.821 Euro).

Gold, Goldpreis, Goldbarren (Bild: Goldreporter)
Der Goldpreis steigt weiter: Die Erwartungen an weitere US-Zinssenkungen sind ein Argument. Dass die Welt sich weiter heillos verschuldet, ist ein anderes.

Darin spiegelt sich die weiter steigende Entwicklung des Euro gegenüber dem US-Dollar wider. Seit Anfang März ist der Euro-Dollar-Kurs um 5,5 Prozent gestiegen auf zuletzt 1,094 US-Dollar.

Marktstimmung

Noch vor einer Woche kamen praktisch alle Vermögensklassen unter Druck. Allerdings hat sich die Stimmung an den Aktienmärkten mittlerweile wieder etwas aufgehellt. Zuletzt befeuerten mildere Inflationsdaten die Hoffnungen auf weitere Zinssenkungen in den USA.

Währenddessen stiegen die Anleiherenditen im Euroraum. Die steigenden Marktzinsen sind auch eine Folge der geplanten Schuldenaufnahme, insbesondere in Deutschland. Am heutigen Dienstag musste die designierte neue Bundesregierung um eine Zwei-Drittel-Mehrheit für die gigantischen Kreditpläne kämpfen.  

Marktzinsen

Am Dienstagvormittag rentierten 10-jährige deutsche Staatsanleihen mit 2,84 Prozent. Damit lag der Wert nur wenig unter der Rendite der Vorwoche. Auch die Zinsen der anderen europäischen Staatspapiere kamen nur leicht zurück.

Anleihen, Zinsen, Marktzinsen, Renditen, US-Rendite

Währenddessen stieg die US-Rendite auf 4,68 Prozent. Dies ist in unserer wöchentlichen Analyse der höchste Wert seit dem 14. Januar 2025.

Fed-Sitzung

Was kann Aktienmärkte und Goldpreis in den kommenden Tagen noch bewegen? Im Mittelpunkt der Berichtswoche steht das Ergebnis der Fed-Sitzung am Mittwochabend (19 Uhr MEZ). Mit einer Zinssenkung wird derzeit erst im Juni gerechnet. Dieses Szenario wird am US-Terminmarkt mit einer Wahrscheinlichkeit von 68,6 Prozent gehandelt (FedWatch Tool).

Darüberhinaus blicken Investoren auch mit großem Interesse auf das Ergebnis des für Dienstag angekündigten Telefonats zwischen Donald Trump und Wladimir Putin. Es geht wohl zunächst um eine mögliche Waffenruhe im Ukraine-Krieg.

Renditen und Gold

Welchen Einfluss haben die Anleiherenditen auf den Goldpreis? Generell gilt: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, steigt ihre Attraktivität bei defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dadurch wirkt das zinslose Gold in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert.

Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme. Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Gold-Nachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gesucht werden, steigen Edelmetalle oft, während die Anleiherenditen sinken – also die Anleihekurse steigen.

Preisschock für Edelmetalle aus den USA? EU plant Gegenzölle

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Die EU-Kommission bereitet Gegenzölle für US-Produkte vor. Auch Edelmetalle aus den USA könnten betroffen sein.

US-Importzölle

Die US-Regierung erhebt seit dem 10. Februar 2025 eine Abgabe von 25 Prozent auf Stahl- und Aluminiumimporte aus der Europäischen Union. Dabei sind EU-Exporte im Wert von 26 Milliarden Euro betroffen. Die Europäische Kommission bereitet nun Gegenmaßnahmen vor, da sie die Entscheidung für ungerechtfertigt hält.

Gold, Silber, Edelmetalle (Bild: Goldreporter)
EU-Importzölle für Edelmetalle aus den USA? Die EU-Kommission plant Gegenzölle für die US-Steuern auf Stahl und Aluminium. Ob auch Anlagemünzen aus den USA betroffen sein könnten, ist derzeit noch unklar.

Gegenmaßnahmen der EU

In einem ersten Schritt hat die EU-Kommission eine öffentliche Konsultation eingeleitet, die Interessenträger einbindet. Danach will man einen Vorschlag für neue Zölle vorlegen, der dann mit den Mitgliedstaaten abgestimmt wird. Sobald das Verfahren abgeschlossen ist, sollen die Maßnahmen bis Mitte April gelten.

Auch Edelmetalle betroffen

Von den geplanten Gegenzöllen könnten auch Edelmetall-Produkte aus den USA betroffen sein. Dazu hat die Fachvereinigung Edelmetalle ein Rundschreiben an ihre Mitglieder versendet. Darin listet sie Produkte auf, die Gegenstand dieser handelspolitischen Maßnahmen sein könnten. Außerdem bittet man um Auskunft, ob und wie die adressierten Unternehmen von den geplanten „EU-Strafzöllen“ betroffen sind und ob eine Abhängigkeit vom US-Markt besteht.

Gold, Silber, Platin

Hier die abgefragten Produkte mit Zolltarifnummern (übersetzt):

  • 71069100 – Silber, einschließlich mit Gold oder Platin plattiert, unbearbeitet (ausgenommen Pulverform)
  • 71069200 – Silber, einschließlich mit Gold oder Platin plattiert, halbfertig
  • 71102100 – Palladium, unbearbeitet oder in Pulverform
  • 71102900 – Palladium in halbfertigen Formen
  • 71101100 – Platin, unbearbeitet oder in Pulverform
  • 71101910 – Barren, Stäbe, Draht und Profile; Platten; Bleche und Bänder mit einer Dicke (ohne Trägermaterial) von > 0,15 mm, aus Platin
  • 71101980 – Platin in halbfertigen Formen (ausgenommen Bleche und Bänder mit einer Dicke von > 0,15 mm ohne Trägermaterial sowie Platten, Barren, Stäbe, Draht und Profile)
  • 71159000 – Waren aus Edelmetall oder mit Edelmetall plattierte Metalle, a.n.g. (anders nicht genannt)
  • 71171900 – Modeschmuck aus unedlem Metall, auch plattiert mit Edelmetallen (ausgenommen Manschettenknöpfe und Kragenknöpfe)
  • 71181900 – Münze mit gesetzlichem Zahlungsmittelstatus
  • 82151020/30/80 – Besteck, mit Edelmetallen plattiert

Welche Edelmetalle?

Tim Schieferstein, Geschäftsführer der SOLIT Management GmbH (GoldSilberShop), hat sich zu diesem Thema geäußert. Er weist darauf hin, dass gemäß der Liste nicht nur American-Eagle-Münzen von diesen Zöllen betroffen sein könnten, sondern auch der Silber-Krügerrand. Er wird in den USA hergestellt. 

Gold, Zoll, Mit Gold durch den Zoll
Goldreporter-Ratgeber „Mit Gold durch den Zoll“

In beiden Fällen könnte Zolltarifnummer 71171900 greifen, also „Münze mit gesetzlichem Zahlungsmittelstatus“. Darunter würden theoretisch auch Eagle-Goldmünzen fallen. Eigentlich ist der Import von Anlagegold in die EU von der Einfuhrsteuer befreit. Mehr zum Thema Einfuhr von Edelmetallen erhalten Sie in unserem Ratgeber „Mit Gold durch den Zoll“.

Laut SOLIT-Informationen haben die Hersteller in den USA bislang keine Benachrichtigungen über Änderungen seitens der deutschen Zollbehörden erhalten. Die Zolltarifnummer für Silbermünzen zu Anlagezwecken laute 7118 9000 009.

Wie geht es weiter?

Zunächst läuft die Konsultation mit Interessenträgern bis zum 26. März 2025. Danach finalisiert die Kommission ihren Vorschlag für die neuen Zölle. Schließlich wird dieser mit den Mitgliedstaaten abgestimmt. Sobald das Verfahren abgeschlossen ist, sollen die Maßnahmen bis Mitte April gelten.

Hintergrund

Die EU-Kommission arbeitet mit einem Zwei-Stufen-Plan. Erstens lässt man die die bereits beschlossenen, aber ausgesetzten Gegenmaßnahmen wieder aufleben. Dabei gelten ab dem 1. April wieder Zölle auf US-Produkte im Umfang von 8 Milliarden Euro.

Zweitens plant die Kommission neue Zölle als direkte Antwort auf die aktuellen US-Maßnahmen. Deshalb sollen weitere 18 Milliarden Euro an US-Waren mit zusätzlichen Abgaben belegt werden. Danach treten diese Zölle Mitte April in Kraft. Damit summieren sich die EU-Gegenmaßnahmen auf insgesamt 26 Milliarden Euro. 

EU bleibt zu Verhandlungen bereit

Allerdings betont Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, dass Zölle Lieferketten behindern. Zudem könnten Preise steigen und Arbeitsplätze gefährdet werden. Deshalb bleibt die EU gesprächsbereit, um eine Lösung mit den USA zu finden. Falls eine Einigung gelingt, könnten die Maßnahmen sofort zurückgenommen werden.

Eagle-Goldmünzen: Schwache Absatzzahlen zu Jahresbeginn

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Der Absatz an Goldmünzen der Sorte American Eagle hat sich in den ersten beiden Monaten gegenüber Vorjahr fast halbiert.

Gold-Eagle-Absatz

Laut den aktuellen Angaben auf der Internetseite der U.S. Mint hat die amerikanische Prägeanstalt im vergangenen Monat 12.500 Unzen der Goldanlagemünze American Eagle abgesetzt. Damit waren die Verkäufe gegenüber dem Vormonat um 81 Prozent rückläufig. Im Vorjahresvergleich wurde 38 Prozent weniger Gold in Form von Eagle-Münzen abgesetzt. Der Absatz der ersten beiden Monate beläuft sich auf 75.500 Unzen und liegt damit 47 Prozent unter Vorjahresniveau.

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Goldmünzen American Eagle: Monatlicher Absatz in Unzen seit 2013 (Quelle: U.S. Mint)

Silber-Eagles

Währenddessen meldet die U.S. Mint für Februar einen Absatz von 928.000 Unzen Münzen der Sorte American Silver Eagle. Damit lieferte man laut den aktuellen Zahlen 74 Prozent weniger Silber aus als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich hat die U.S. Mint im Februar 45 Prozent weniger Silber-Eagles abgesetzt. Der Absatz für Januar und Februar summiert sich auf 4.491.000 Unzen, was 32 Prozent unter Vorjahr liegt.

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Silbermünzen American Eagle: Monatlicher Absatz in Unzen seit 2013 (Quelle: U.S. Mint)

Hintergrund Gold-Eagles

Die Goldmünzen der Sorte American Eagle gehören zu den beliebtesten Goldanlage-Objekten unter Privatinvestoren. Gemäß dem Gold Bullion Coin Act aus dem Jahr 1985 muss die U.S. Mint Eagle-Goldmünzen stets nach Bedarf produzieren. 2021 gab es erstmals nach 35 Jahren einen Motiv-Wechsel. Mehr dazu hier: Goldmünzen American Eagle – Gold fürs Volk.

Eigentlich aktualisiert die U.S. Mint ihre Absatzzahlen täglich. Es kam in den vergangenen Jahren aber immer wieder zu Nachmeldungen. Auch bei den März-Zahlen. Die Produktion von Silbermünzen musste in der Vergangenheit des Öfteren gedeckelt werden, weil nicht genügend Rohlinge zur Münzproduktion verfügbar waren.