Der Goldpreis kam in den vergangenen fünf Handelstage erneut von den Rekordständen zurück. ETF-Investoren nutzten die Gelegenheit zu Käufen.
Silber- und Goldpreis
Die ausgeprägte Seitwärtsbewegung bei Gold setzt sich fort. Am Mittwoch schloss der Goldpreis im US-Futures-Handel (August-Kontrakt) mit 3.355 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 2.865 Euro. Damit verbilligte sich das Edelmetall innerhalb einer Woche um 0,5 Prozent (USD) bzw. 0,9 Prozent (EUR). Währenddessen stieg der Silberpreis gegenüber der Vorwoche um 1,6 Prozent auf 38,50 US-Dollar pro Unze bzw. um 1,2 Prozent auf 32,87 Euro.

Damit bleibt die Kursentwicklung bei den Edelmetallen volatil. Und kurzfristig orientierte Investoren nehmen immer wieder Gewinne mit, sobald sich der Goldpreis den Rekordständen nähert. Auf der anderen Seite finden sich nach Rücksetzern immer wieder Käufer. Das gilt auch für den ETF-Bereich.
Größter Gold-ETF mit hohem Bestandszugang
Denn der größte Gold-ETF verzeichnete innerhalb der vergangenen fünf Handelstage erhebliche Mittelabflüsse. So meldet der Betreiber des SPDR Gold Shares (GLD) per 13. August 2025 Lagerbestände von 964,22 Tonnen – ein neues Jahreshoch. Das entspricht einer Zunahme von 11,43 Tonnen gegenüber der Vorwoche. Dabei flossen diesem ETF netto 949 Millionen US-Dollar an Kapital zu.
Hinweis: Pro ausgegebenem Anteilsschein muss der Betreiber dieses ETFs eine Zehntel Unze Gold physisch einlagern. Aber bei der Meldung von Kapitalflüssen und Fondsbeständen gibt es in der Regel eine zeitliche Verzögerung. Denn auf dem Goldmarkt besteht üblicherweise eine Zwei-Tage-Frist, innerhalb derer physische Bestände nach einem Vertragsabschluss geliefert werden.
Größter Silber-ETF mit Bestandsabgang
Gleichzeitig verzeichnete der iShares Silver Trust (SLV) Metallabgänge. Denn die Lagerbestände des weltweit größten Silber-ETFs werden aktuell mit 15.099,56 Tonnen beziffert. Damit waren es 12,72 Tonnen weniger als vor einer Woche. Dabei ergibt sich aus den Fondsberichten ein Netto-Kapitalzufluss von 64 Millionen US-Dollar. Pro ausgegebenem Anteilsschein ist dieser ETF offiziell mit einer Unze Silber physisch gedeckt.
Seit Jahresbeginn sind die Bestände der beiden großen Edelmetall-ETFs deutlich angestiegen. Das Goldinventar des SPDR Gold Shares stieg um rund 92 Tonnen. Dabei flossen netto 9,4 Milliarden US-Dollar an Kapital in den Fonds. Währenddessen stieg die Silberlagermenge des iShares Silber Trust um rund 725 Tonnen, mit Nettozuflüssen in Höhe von 945 Millionen US-Dollar.
Edelmetall-ETFs und Goldpreis
Bullenmärkte bei Silber und Gold werden regelmäßig von deutlich steigenden Beständen in den entsprechenden Edelmetall-ETFs begleitet. Generell gelten die Fondsbestände aber als Nachläufer, denen ein steigender Silber- und Goldpreis mit wachsendem Inventar vorausgeht. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren. In den vergangenen Jahren stieg die Beliebtheit dieser ETFs bei jungen US-Anlegern, die sie zunehmend über Discount-Broker erwerben.




























