Was hat die US-Regierung mit den Goldreserven vor? Trump-Berater Elon Musk will das Gold der Vereinigten Staaten jetzt prüfen lassen.
US-Goldreserven
Regierungskritiker in den USA fordern seit langer Zeit eine unabhängige und vollständige Prüfung der US-Goldreserven, die in Fort Knox sowie auf dem Militärstützpunkt West Point gelagert sind. Offiziell verfügen die Vereinigten Staaten über Goldreserven im Umfang von 8.133,50 Tonnen. Zuletzt war das Gold der USA 2012 gezählt worden. Aber nur Stichproben wurden eingehend geprüft.
Das Prüfpersonal bestand aus regierungsnahen Kreisen, nämlich Personen aus der Belegschaft von U.S. Mint, aus dem Büro des Generalinspektors des Schatzsamtes und der New York Fed. Als Beobachter fungierten Angestellte des Government Accountability Office, dem Prüfungsamt des US-Kongresses (Goldreserven der USA: Prüfergebnis bekanntgegeben).
Eine genaue Prüfung der amerikanischen Goldreserven kann sehr lange dauern. Nimmt man an, jeder Barren bestünde aus 400 Unzen Feingold, dann wären es mehr als 650.000 Barren. Die US-Goldreserven setzen sich aber aus Goldbarren sehr unterschiedlicher Form und Größe zusammen und auch der Feingehalt variiert.
Elon Musk will es wissen
Nun will Elon Musk der Sache noch einmal richtig auf den Grund gehen. US-Präsident Donald Trump hatte den Multimilliardär nach seiner Amtseinführung zum Leiter des neu geschaffenen „Department of Government Efficiency“ (DOGE) ernannt. Musks Aufgabe besteht darin, den Staatsapparat zu verschlanken und ineffiziente Ausgaben zu reduzieren.
Auf seinem Nachrichtendienst X postete Musk heute: „Wer bestätigt, dass aus Fort Knox kein Gold gestohlen wurde? Vielleicht ist es da, vielleicht auch nicht. Dieses Gold ist Eigentum der amerikanischen Öffentlichkeit! Wir möchten wissen, ob es noch da ist.“
Who is confirming that gold wasn’t stolen from Fort Knox?
Maybe it’s there, maybe it’s not.
That gold is owned by the American public! We want to know if it’s still there. https://t.co/aEBXK1CfD6
Neben der bloßen Existenz der Barren, interessiert Skeptiker natürlich auch deren Zustand. Sprich: bestehen die Goldbarren tatsächlich aus Feingold und repräsentieren damit tatsächlich den erwarteten Marktwert?
Um dies zu prüfen, müsste man die Barren mit gängigen physikalischen Methoden testen und das kann dauern. Etwa dann, wenn man mit einer Leitfähigkeits- und Ultraschall-prüfung unter anderem den Einschluss von Fremdmaterial wie Wolfram ausschließen will.
Über die Anzahl der Goldbarren gibt es keine genauen Angaben, da sie aus unterschiedlichen Zeiten stammen und deren Form, Gewicht und Feingehalt variiert. Grob geschätzt: Würden alle Barren ein Feingewicht von 400 Unzen besitzen, das Gewicht moderner Investmentbarren, dann käme man auf 653.745 Barren. Denn die Gesamtbestände von 8.133,5 Tonnen entsprechen 261,49 Millionen Feinunzen.
Vor allem die neue US-Politik bestimmt derzeit die Entwicklung von Goldpreis und Aktienmärkten. In Europa stiegen die Renditen und der Euro-Kurs.
Goldpreis
Am heutigen Dienstagvormittag um 9:00 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 2.911 US-Dollar pro Unze, was 2.783 Euro entsprach. Damit verteuerte sich das Edelmetall gegenüber Vorwoche um 0,2 Prozent. Allerdings nur auf Dollar-Basis. Denn in Euro gerechnet kam der Goldpreis um 1,5 Prozent zurück.
Zuletzt war die allgemeine Marktentwicklung stark geprägt von den Initiativen der neuen US-Regierung. Dazu gehören auch die Anstrengungen zur Befriedung der aktuellen geopolitischen Konflikte in Ukraine/Russland und Nahost. Währenddessen fielen US-Wirtschaftsdaten etwas schwächer aus als erwartet (u.a. Einzelhandel) während die US-Inflation stärker stieg als prognostiziert.
Die US-Geldpolitik ist in der Schwebe, der Euro wertet gegenüber dem US-Dollar auf, der Euro-Goldpreis kam im Vorwochenvergleich um 1,5 Prozent zurück.
Für die Vertreter der US-Geldpolitik ist dies eine schwierige Gemengelage, sodass man an den Märkten vorläufig keine Veränderungen der Zinsen erwartet.
Marktzinsen
Wie entwickeln sich die Marktzinsen in diesem Umfeld? Am Dienstag rentierten 10-jährige US-Staatsanleihen mit 4,52 Prozent. Damit sanken diese gegenüber der Vorwoche nur minimal. Dagegen verzeichnen die Renditen im Euroraum einen deutlicheren Anstieg. Denn deutsche Staatspapiere mit entsprechender Laufzeit rentierten mit 2,51 Prozent – nach 2,39 Prozent in der Vorwoche. Und auch die Marktzinsen in den anderen Euroländern zogen ähnlich stark an.
Während die nächste US-Zinsentscheidung Mitte März ansteht, findet die kommende EZB-Sitzung am 5./6. März statt. Eine erneute Zinssenkung in Europa könnte den Euro gegenüber dem US-Dollar wieder schwächen, nachdem dieser im Februar deutlich aufwertete. So stieg der Euro-Dollar-Kurs innerhalb eines Monats um fast 2 Prozent auf zuletzt 1,0459 US-Dollar, was den Euro-Goldpreis entsprechend dämpfte.
Berichtstermine
In dieser Woche wird noch das Protokoll der letzten Fed-Sitzung veröffentlicht (Mittwochabend), außerdem erscheinen der Phili-Fed-Index und die wöchentlichen US-Arbeitsmarktzahlen (jeweils Donnerstag) sowie das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan und Zahlen vom US-Immobilienmarkt (Freitag).
Renditen und Gold
Welchen Einfluss haben die Anleiherenditen auf den Goldpreis? Generell gilt: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, steigt ihre Attraktivität bei defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dadurch wirkt das zinslose Gold in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert.
Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme. Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Gold-Nachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gesucht werden, steigen Edelmetalle oft, während die Anleiherenditen sinken (steigende Anleihekurse).
Derzeit wird die mögliche Neubewertung der US-Goldreserven als Geldquelle für die US-Regierung diskutiert. Wie funktioniert das und welche Folgen hätte es?
Gold der USA
Die USA besitzen offiziell Goldreserven im Umfang von 8.133 Tonnen. Der offizielle Wert dieser Reserven liegt seit Jahrzehnten bei nur 42,22 Dollar pro Unze – ein Relikt aus den 1970er-Jahren. Dagegen stieg der Goldpreis an den Börsen zuletzt auf über 2.900 Dollar pro Unze. Nun nehmen Diskussionen über eine mögliche Neubewertung der US-Goldreserven Fahrt auf. Was würde das dem US-Staat bringen und welche Folgen hätte das für die Finanzmärkte und für Goldanleger?
Gold als verborgene Milliardenreserve? Die Diskussion über eine mögliche Neubewertung der US-Goldreserven nimmt Fahrt auf – könnte dieses glänzende Metall die Finanzstrategie der USA revolutionieren?
Neubewertung der Goldreserven
Zunächst sind 8.133 Tonnen Gold umgerechnet 261.482.021 Unzen. Beim aktuellen Goldpreis von 2.900 US-Dollar pro Unze besitzen die Goldreserven einen Marktwert von rund 785,30 Milliarden US-Dollar. Bilanziert ist das Gold aber mit einem Wert von lediglich 11,04 Milliarden US-Dollar. Das heißt, eine Neubewertung zum aktuellen Goldpreis würde das bilanzierte Vermögen des US-Schatzamtes um 774,26 Milliarden US-Dollar erhöhen.
Dieser Prozess wäre rein buchhalterisch, hätte aber reale Folgen. Denn das Gold ist Eigentum des US-Staates, dennoch wird das Gold auch bei der US-Notenbank verbucht. Wie und warum?
Hintergrund: Gold Reserve Act von 1934
Vor 1934 war die Federal Reserve im Besitz von physischem Gold, das sie als Deckung für die im Umlauf befindliche Währung hielt. Aber die US-Regierung unter Präsident Franklin D. Roosevelt wollte mehr Kontrolle über die Geldmenge erhalten und die Wirtschaft aus der Großen Depression führen. Deshalb verabschiedete man den Gold Reserve Act. Dieser sah vor, dass alles monetäre Gold an das US-Schatzamt übertragen wird.
Dafür erhielt die Federal Reserve Goldzertifikate als buchhalterischen Ersatz für das physische Gold. Denn die Fed benötigte weiterhin eine „Reservebasis“, um Geld auszugeben. Diese Zertifikate wurden mit dem damals offiziellen Goldpreis bewertet, also zunächst 35 US-Dollar pro Unze. Später erhöhte man die Bewertung erst auf 38 US-Dollar, dann auf 42,22 US-Dollar, dem bis heute bilanzierten Kurs.
Neubewertung der Goldreserven
Nun könnte das Finanzministerium neue Goldzertifikate zu einem entsprechend höheren Goldpreis ausstellen und diese bei der Federal Reserve einreichen. Im Gegenzug würde das Schatzamt einen entsprechenden Betrag auf seinem Konto (Treasury General Account/TGA) gutgeschrieben bekommen – ohne eine einzige Unze Gold zu verkaufen.
Ein solcher Schritt hätte weitreichende Konsequenzen. So könnte diese Neubewertung an den Märkten als Signal verstanden werden, dass Gold als monetärer Vermögenswert gestärkt wird. Als Konsequenz wäre ein Goldpreis-Anstieg denkbar. Gleichzeitig könnte der US-Dollar unter Druck geraten. Denn Investoren spekulieren dann womöglich darauf, dass eine solche Maßnahme die USA näher an einen goldbasierten Währungsstandard bringen.
Die Vorteile für die US-Regierung
Am 3. Februar 2025 unterzeichnete Präsident Trump eine Anordnung zur Schaffung eines Staatsfonds. Finanzminister Scott Bessent kündigte an, dass die Regierung „die Vermögenswerte der US-Bilanz für das amerikanische Volk monetarisieren“ werde. Beobachter vermuten, dass die Goldreserven ein zentraler Bestandteil dieser Strategie sein könnten.
Die Financial Times berichtete am 7. Februar, dass sich Hedgefonds bereits auf eine mögliche Neubewertung des Goldes vorbereiten. Sollte das Schatzamt den Goldpreis anpassen und damit sein Guthaben bei der Federal Reserve erhöhen, könnte dieses Geld in den Staatsfonds fließen. So würden Milliarden mobilisiert, ohne neue Schulden aufzunehmen.
Warum wird dadurch Geld geschaffen?
Da das TGA nach der Neubewertung ein viel höheres Guthaben aufweist, kann das US-Schatzamt damit direkt Ausgaben tätigen, ohne sich neu zu verschulden. Sobald dieses Geld ausgegeben wird, fließt es in den Wirtschaftskreislauf. Dadurch steigt die Geldmenge in der Wirtschaft, weil diese neuen Zahlungen als Guthaben auf Bankkonten auftauchen.
Vereinfacht gesagt: Das Schatzamt hat durch die Neubewertung auf einmal „mehr Geld auf dem Konto“, das es nun ausgeben kann – ohne neue Steuern oder neue Kredite.
Die Problematik der Neubewertung
Doch nicht jeder würde von dieser Maßnahme profitieren. Die Federal Reserve könnte gezwungen sein, gegenzusteuern. Denn die plötzliche Geldmengenerhöhung durch das Schatzamt könnte inflationäre Tendenzen verstärken. Eine Reaktion der Fed könnte darin bestehen, Anleihen zu verkaufen, um Liquidität aus dem Markt zu ziehen. Das würde jedoch die Zinsen erhöhen – ein unerwünschter Nebeneffekt für Trump, der niedrige Zinsen und einen schwächeren Dollar bevorzugt.
Historisches Beispiel
Ein solcher Mechanismus wurde bereits einmal genutzt. Denn 1972 hob die US-Regierung den offiziellen Goldpreis von 35 auf 38 Dollar pro Unze an. Dies erlaubte es dem Schatzamt, neue Goldzertifikate auszustellen und 800 Millionen Dollar zusätzlich auszugeben, ohne neues Gold zu verkaufen.
Warum wurde später keine weitere Anpassung vorgenommen? Weil Gold nach der Aufgabe des Goldstandards vollständig demonetarisiert wurde. Sprich: Gold sollte jegliche Bindung zur Geldschöpfung verlieren.
Würde Trump einen ähnlichen Schritt gehen, könnte er eine beachtliche Geldquelle anzapfen. Ob die Märkte dies als positives Signal für den Goldpreis oder als Bedrohung für den Dollar werten, bliebe abzuwarten.
Was passiert in einem neuen Goldstandard?
Goldreporter-Ratgeber: „Wenn Gold wieder Geld wird“
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Wir skizzieren verschiedene Szenarien, die zu einem neuen Goldstandard führen können und welche wirtschaftlichen und politischen Voraussetzungen dafür notwendig wären. Wie könnte der Währungsübergang aussehen? Wer wird die Vormachtstellung bei der Gestaltung eines neuen Finanzsystems haben? Was wird auf Goldbesitzer zukommen, wenn Gold auch offiziell wieder Geld wird? Wie kann man sich jetzt schon auf diese Veränderungen vorbereiten? Hier können Sie „Wenn Gold wieder Geld wird“ bestellen.
Die Gold-Importe der Türkei sind im Januar um ein Drittel gesunken, die Silber-Importe gingen um 45 Prozent zurück.
Gold-Importe der Türkei
Laut den Angaben der Borsa Istanbul hat die Türkei im vergangenen Monat 9,65 Tonnen Gold ins Land geholt. Damit sank die Liefermenge gegenüber dem Vormonat um 33 Prozent. Im Vorjahresvergleich gingen die Goldimporte um 16 Prozent zurück.
Goldimporte weiter limitiert?
Bereits im April vergangenen Jahres berichteten wir über eine staatliche Importquote für Gold. Der Zweck lag darin, die Handelsbilanz der Türkei zu stabilisieren und die Lira zu stützen. Denn um Gold (und Silber) an internationalen (westlichen) Märkten zu kaufen, benötigt man US-Dollar. 2024 importierte die Türkei durchschnittlich 10 Tonnen. Dagegen waren es im Jahr davor noch 26 Tonnen. Allerdings ist der Goldpreis im vergangenen Jahr auch um 28 Prozent gestiegen.
Ob die tatsächliche türkische Goldnachfrage aktuell höher ist als das durch die Einfuhr bereitgestellte Angebot, lässt sich nicht mit Sicherheit feststellen. Aber die Kauflaune in der Türkei bleibt vom starken Goldpreis-Anstieg der letzten Jahre sicher nicht unberührt.
Monatliche Gold-Importe der Türkei seit 2017 in Kilogramm (Quelle: Borsa Istanbul)
Silber-Importe
Währenddessen gingen auch Silber-Importe der Türkei zurück. Denn laut der Einfuhr-Statistik der Borsa Istanbul gelangten im Januar 31,5 Tonnen Silber ins Land. Damit sank die Liefermenge gegenüber Vormonat um 45 Prozent und im Vorjahresvergleich um 25 Prozent.
Zum Vergleich: Im Durchschnitt führte die Türkei im vergangenen Jahr 33 Tonnen Silber ein. Dagegen waren es im Jahr 2023 noch durchschnittlich 92 Tonnen.
Hintergrund
Angesichts der wirtschaftlichen Probleme und der hohen Inflation gab es in der Türkei bis zuletzt eine große private Gold- und Silbernachfrage (Schmuck). Diese ist aber auch preissensibel. Denn auch in Lira gerechnet markierte der Goldpreis zuletzt mehrfach neue Rekordhochs.
Die Inflation in der Türkei bleibt hoch, ist aber zuletzt gesunken. Denn die Inflationsrate im Dezember wurde mit 42 Prozent festgestellt. Dagegen waren es ein Jahr zuvor noch 64 Prozent.
Schwache Währung, Gold und Silber stark gestiegen
Währenddessen bleibt die Türkische Lira schwach gegenüber dem US-Dollar. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate wertete die Landeswährung um 15 Prozent gegenüber dem „Greenback“ auf neue Rekordtiefs ab. Dagegen stieg der Goldpreis in Türkische Lira innerhalb eines Jahres um 67 Prozent. Silber verteuerte sich um 64 Prozent.
Nach dem jüngsten Rekordhoch kam der Goldpreis stärker zurück. An der US-Terminbörse steigen die Gold-Bestände sowie die Anträge auf physische Lieferung weiter stark an.
Goldpreis-Entwicklung
Der Goldpreis hat eine sehr volatile Handelswoche absolviert. Nachdem Gold am Dienstag im US-Gold-Futures-Handel sein jüngstes Rekordhoch bei 2.945 US-Dollar erzielte, begab sich das Edelmetall auf eine Achterbahnfahrt. Begleitet war die Kursentwicklung von steigenden US-Inflationsdaten, den Turbulenzen rund um die US-Zollpolitik und konkreten Hinweisen auf Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg.
Wir betrachten die Entwicklungen auf dem amerikanischen Goldmarkt, mit den jüngsten CoT-Daten der US-Aufsichtsbehörden CFTC. Darin enthalten sind die Positionen der größten Händlergruppen im Geschäft mit Gold-Futures an der US-Warenterminbörse COMEX per 11. Februar 2025.
Wer ruft so viel Gold ab? Die Gold-Deckung im US-Gold-Futures-Handel ist auf erstaunliche 72 Prozent gestiegen. Schon jetzt liegen an der COMEX 26 Prozent mehr Anträge auf physische Gold-Lieferung vor als im gesamten Rekordmonat Juni 2020.
CoT-Daten
Hier sank die Netto-Short-Position der „Commercials“ gegenüber der Vorwoche um 5,5 Prozent auf 309.888 Kontrakte. Auf der Gegenseite verringerte sich die Netto-Long-Position der „Großen Spekulanten“ um knapp 6 Prozent auf 284.504 Kontrakte.
Open Interest
Währenddessen verzeichnete der Open Interest per 4. Februar 2025 gegenüber der Vorwoche einen Rückgang um 2,4 Prozent auf 528.719. Bis zum Handelsschluss am Freitag sank diese Summe aller offenen Gold-Kontrakte an der COMEX um ein weiteres Prozent auf 522.932 Kontrakte. Im Vorwochenvergleich (Freitag bis Freitag) ging es um 1,9 Prozent nach unten.
Gold-Optionen
Dagegen ist der Open Interest im Gold-Optionshandel noch einmal deutlich gestiegen. Denn hier sehen wir per 14. Februar 2025 eine Zunahme um knapp 8 Prozent auf 975.394 Optionen. Dabei sind die Wetten auf einen fallenden Goldpreis stark gestiegen.
Denn die Put/Call-Ratio nahm zu auf 0,609 (Vorwoche: 0,496). Das bedeutet, auf 100 Put-Optionen kamen zuletzt nur noch 164 Call-Optionen (Vorwoche: 202). Damit besteht zwar weiterhin ein übergeordneter Goldpreis-Optimismus im Optionshandel an der COMEX, aber mit deutlich rückläufiger Tendenz.
Goldpreis-Entwicklung
Der Goldpreis beendete die Woche im amerikanischen Gold-Futures-Handel (April-Kontrakt) mit 2.900,70 US-Dollar pro Unze (2.764,94 Euro) und damit 1,5 Prozent unter dem Rekordhoch vom Dienstag. Auf Euro-Basis kam Gold 2,9 Prozent von der Bestmarke vom 10. Februar 2025 zurück (2.848,65 Euro).
Im Vorwochenvergleich verzeichnete der Goldpreis zumindest auf Dollar-Basis einen weiteren Kursanstieg um 0,4 Prozent. Aufgrund der jüngsten Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar kam der Euro-Goldpreis gegenüber der Vorwoche um 1,1 Prozent zurück.
Werfen wir einen Blick auf die Goldlagerbestände an der COMEX. Hier kam es in den letzten Wochen zu einem ungewöhnlich starken Anstieg des Inventars. Und auch vergangene Woche setzte sich diese Entwicklung fort. Denn die CME Group meldet per 14. Februar 2025 Gesamtbestände von 37,44 Millionen Unzen. Damit ergibt sich ein Anstieg von 2,85 Millionen Unzen (Vorwoche: +3,28 Mio. Unzen).
Dabei stiegen die zur sofortigen Auslieferung an Kunden verfügbaren Gold-Bestände der Kategorie „eligible“ um 2,41 Millionen Unzen auf 20,70 Millionen Unzen (alle Zahlen gerundet). Dieses Gold gehört Händlern, nicht etwa den Bullionbanken. Das heißt, es kann jederzeit abgezogen werden.
Golddeckung stark gestiegen
Bei einem Open Interest von 522.932 Kontrakten handelten Futures-Trader Ende der vergangenen Handelswoche insgesamt 52.293.200 Unzen Gold in Form von Standard-Futures (100 Unzen pro Vertrag). Das heißt, der Gold-Futures-Handel an der COMEX war am Freitag zu erstaunlichen 72 Prozent durch entsprechende Lagerbestände gedeckt, nach 65 Prozent in der Vorwoche.
In den vergangenen Jahren war die physische Deckung der US-Gold-Futures-Handels deutlich geringer – teilweise nur 30 Prozent. Vom Börsenbetreiber wird diese Unterdeckung damit gerechtfertigt, dass nur ein Bruchteil der Futures-Verträge tatsächlich physisch abgewickelt wird. Das heißt, am Ende des Kontrakt-Monats schließen die Parteien ihre Positionen hauptsächlich per Barausgleich. Der Anteil kann ebenfalls aus einer wöchentlichen Pflichtmitteilung entnommen werden.
Lieferanträge auf Rekordniveau
Und hier sehen wir ebenfalls stark steigende Zahlen. So meldet die Börsenaufsicht CFTC für den laufenden Kontraktmonat nun 69.477 Anträge (Delivery Notices) auf physische Auslieferung von Gold . Damit kamen in einer Woche noch einmal 14.350 hinzu (Vorwoche: +14.478). Zum Vergleich: Im Dezember waren insgesamt 25.856 Anträge gestellt worden. Aber: für eine Februar-Auslieferung liegen nun bereits 26 Prozent mehr Anträge vor als im gesamten Rekordmonat Juni 2020. Damals bestanden Händler insgesamt 55.102-mal auf physische Auslieferung des als Futures gehandelten Goldes.
Hinweis: Jede „Delivery Notice“ entspricht einem Gold-Future á 100 Unzen. Das heißt, aktuell stehen 6.947.700 Unzen bzw. 216 Tonnen Gold für Ende Februar zur Auslieferung an.
Damit sichern sich Goldhändler über den Futures-Handel hohe Bestände an physischem Metall. Die Furcht vor möglichen Importzöllen galten bis zuletzt als Auslöser massiver Goldtransfers vom London Bullion Market an die COMEX. Wer genau diese großen Mengen an Gold abruft und aus welchem Grund, bleibt weitgehend ungeklärt. Zu den Abnehmer könnten vor allem Goldverwender zählen, wie Juweliere und Goldverarbeiter, die sich Bestände sichern. Aber auch das Arbitrage-Geschäft spielte zuletzt eine Rolle, was dieser Beitrag nahelegt: Goldpreis und Goldmarkt: Strategische Goldtransporte der Banken
Gold-Aufschläge in China
Aber auch von China gehen weiterhin Goldpreis-Impulse aus. Denn am Donnerstagnachmittag um 14:30 Uhr (8:30 Uhr MEZ Berlin; 3:30 Uhr New York) notierte Gold an der Shanghai Gold Exchange mit 683,34 Yuan pro Gramm. Zu diesem Zeitpunkt entsprach der Goldpreis in Shanghai umgerechnet 95,59 US-Dollar bzw. 2.973 US-Dollar pro Unze.
Gleichzeitig kostete die Feinunze Gold am europäischen Spotmarkt (FOREX) 2.914 US-Dollar. Das bedeutet, dass Gold in China in der zehnten Woche in Folge erneut über dem internationalen Goldpreis gehandelt wurde. Gemäß unserer Berechnung waren es 59 US-Dollar, nach 56 US-Dollar in der Vorwoche. Damit lag der Kurs weiter 2 Prozent über dem europäischen Goldpreis. In den 2024er Hochphasen sahen wir beim Goldpreis in Shanghai allerdings Aufschläge von bis zu 90 US-Dollar auf die westlichen Kurse.
Goldpreis-Ausblick
Nach der ausgedehnten Goldpreis-Rally zum Jahresbeginn, könnte es durchaus zu einer Kurskonsolidierung kommen. Aus technischer Sicht war Gold zuletzt „überkauft“. Steigende US-Inflation reduziert die Wahrscheinlichkeit für weitere Zinssenkungen. Außerdem kann eine Entspannung der geopolitischen Krisen in der Ukraine und in Nahost zu Gewinnmitnahmen oder Kapitalumschichtungen führen.
Auf der anderen Seite erfuhr Gold bis zuletzt eine starke physische Nachfrage aus Ost und West. Deswegen könnten Rücksetzer schnell als weitere Kaufgelegenheit angesehen werden.
Jetzt Gold kaufen? Der Goldpreis hat weitere Bestmarken erreicht. Auch in unserer wöchentlichen Analyse gibt es Rekorde, sogar bei Silber.
Goldpreis-Entwicklung
In dieser Woche erreichte der Goldpreis ein weiteres Rekordhoch. Im amerikanischen Gold-Futures-Handel (April-Kontrakt) sind nun 2.945 US-Dollar die neue Bestmarke. Am europäischen Spotmarkt kostet die Feinunze Gold am Freitagvormittag um 11:30 Uhr 2.939 US-Dollar. Was 2.806 Euro entsprach. Das war der Zeitpunkt unserer wöchentlichen Preisanalyse im deutschen Edelmetall-Handel. Auch hier gibt es neue Rekorde zu vermelden. Mehr dazu weiter unten.
Jetzt Gold kaufen oder verkaufen? Im deutschen Edelmetall-Handel gibt es derzeit ideale Bedingungen – mit reichlicher Auswahl und niedrigen Aufschlägen auf den Goldpreis.
Lage im Edelmetall-Handel
Die jüngste Goldpreis-Rally hat laut Aussagen von Edelmetall-Händlern auch zu einer Geschäftsbelebung geführt.
„Momentan, beziehungsweise seit der Amtseinführung von Trump und dem erneuten Preisanstieg von Gold und Silber ist sowohl die Ankauf- wie auch die Verkaufsseite stark angestiegen“, sagte Dominik Lochmann, Geschäftsführer von ESG Edelmetall-Service am Freitag gegenüber Goldreporter.
„Die Nachfrage bei den Edelmetallen ist nochmal spürbar gestiegen. Nach dem deutlichen Gold-Schwerpunkt im letzten Jahr werden jetzt auch wieder regelbesteuerte Silberunzen gekauft“, bestätigte Henry Schwarz, Geschäftsführer der GfM GmbH (Anlagegold24).
Gold- und Silber-Angebot
Beide Händler erklärten auch, dass es auf der Angebotsseite praktisch keinerlei Einschränkungen gebe. „Die Versorgungslage ist unproblematisch“, so Lochmann. Da die Händler in den letzten Monaten alle gut mit Sekundärware versorgt waren und weniger Neuprägungen abriefen, habe man bei den Prägeanstalten die Lager gut füllen können. Weiterhin laufe aber auch das Ankaufgeschäft. „Viele nutzen die hohen Kurse für Gewinnmitnahmen“, sagt er.
Henry Schwarz schränkt jedoch ein: „Die Prägestätten haben allerdings die Produktion im letzten Jahr deutlich gedrosselt, sodass häufig wieder Bestell-Slots eingeräumt werden. Günstige differenzbesteuerte Gebrauchtware ist im Silberbereich kaum mehr zu bekommen. Deswegen nähern sich die Preise für Neu- und Gebrauchtware immer mehr an.“ Aber im Goldbereich werde auch wieder häufiger Neuware nachgefragt.
Laut Schwarz liegen die Preisdifferenzen zwischen Neu- und Gebrauchtware immer noch bei circa 60 Euro pro Unze. In der aktuellen Erhebung von Goldreporter betrugen sie durchschnittlich 51 Euro.
Die Prägestätten seien den Distributoren zuletzt häufig entgegengekommen, was die Mindestabnahmemengen und die Deckelung der Premiums betreffe. „Insgesamt blicken wir auf einen sehr erfolgreichen Januar und einen noch erfolgreicheren Februar zurück und die Nachfrage nach Edelmetallen bricht im Moment nicht ein, sondern wächst kontinuierlich“, so der GfM-Chef.
Gold kaufen
Wie haben sich die Preise im Handel entwickelt? Wir werfen einen Blick auf die Ergebnisse unserer aktuellen Datenauswertung bei sechs deutschen Anbietern. Wer am Freitagvormittag in Form von prägefrischen Krügerrand-Münzen Gold kaufen wollte (aktueller Jahrgang), zahlte gemäß unserer Zahlen durchschnittlich 2.904 Euro – und damit 45 Euro mehr als vor einer Woche. Damit erreichte der Preis im Rahmen unserer Freitagsanalyse wie eingangs erwähnt einen weiteren Rekordwert. Sprich: Klassische Goldanlagemünzen waren hierzulande so teuer wie nie zuvor.
Dabei sank das von uns ermittelte Aufgeld für Krügerrand-Neuware auf 3,49 Prozent (Vorwoche: 3,54 Prozent).
Dagegen stieg der durchschnittliche Aufschlag für 100-Gramm-Goldbarren leicht auf 1,69 Prozent (Vorwoche: 1,68 Prozent). Denn ein Exemplar kostete in unserer Datenerfassung im Mittel 9.176 Euro. Damit waren es 149 Euro weniger als vor einer Woche.
Silber kaufen
Wie entwickelten sich die Preise für die von uns beobachteten Silber-Produkte? Eine Unze Maple Leaf des aktuellen Jahrgangs kostete am Freitag durchschnittlich 42,92 Euro. Damit ist auch der Preis für eine Silberunze des aktuellen Jahrgangs so hoch wie noch nie – zumindest seit wir unsere wöchentliche Erhebung durchführen – also seit Juni 2010. Allerdings notiert der Euro-Silberkurs derzeit auch knapp an seinem Rekordhoch seit der Euro-Einführung. Und für noch höhere Silberkurse muss man zurückblicken bis zur Edelmetall-Hausse Anfang der 1980er-Jahre.
Das Aufgeld für Silber-Maples sank aber zuletzt weiter auf 35 Prozent (Vorwoche: 35,18 Prozent). Auch bei 1-Kilogramm-Silberbarren verringerte sich der von uns berechnete Aufschlag minimal auf 27,14 Prozent. Silbermünzen älterer Jahrgänge bekommt man weiterhin deutlich günstiger als prägefrische Stücke. Hier kann man etwa 4 Euro pro Unze sparen.
Goldpreis: Silber und Gold kaufen
Hinweis: Mit den von uns erhobenen Daten beobachten wir die allgemeine Marktpreis-Entwicklung und sondieren Hinweise auf die Veränderung von Angebot und Nachfrage im deutschen Edelmetall-Handel. Allerdings können die Preisangaben bei einzelnen Händlern deutlich variieren. Unsere wöchentlichen Durchschnittspreise ermitteln wir mittlerweile seit fast 15 Jahren.
Wer Silber oder Gold kaufen möchte, sollte beachten: Kleinere Veränderungen beim Aufgeld sind nicht als Beurteilungsgrundlage für kurzfristige Kaufentscheidungen gedacht, da Silber- und Goldpreis ohnehin ständigen Schwankungen unterworfen sind. Aber das von uns berechnete durchschnittliche Aufgeld gibt einen Anhaltspunkt für das Preisniveau bei verschiedenen Anbietern.
Banken nutzen verstärkt Preisunterschiede zwischen London und New York, um durch den strategischen Transport von Gold zusätzliche Gewinne zu erzielen.
Trump-Effekt und Goldpreis
Der Goldpreis steuert auf die Marke von 3.000 US-Dollar zu. Am Freitag um 10 Uhr kostet eine Feinunze Gold am Spotmarkt 2.937 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 2.801 Euro.
Die Furcht vor der Einführung von Handelszöllen durch die Trump-Regierung hat auch den Goldmarkt durcheinandergewirbelt. Nach wie vor ist unklar, ob überhaupt Importzölle für Gold kommen werden. Dennoch hat die Goldbranche in den vergangenen Wochen große Mengen nach New York verlagert, was zu Lieferproblemen in London führt und zu ungewöhnlichen Goldpreis-Differenzen zwischen den Goldmärkten in den USA und Europa. Mehr Informationen dazu gibt es unter anderem im folgenden Beitrag: Rückgang der Gold- und Silberbestände in Londoner Tresoren.
Bullionbanken transportieren Gold per Linienflug von London nach New York, um Goldpreis-Unterschiede zwischen den Märkten auszunutzen (Symbolbild: Goldreporter).
Gold-Geschäfte der Bullionbanken
Große im Goldgeschäft tätige Banken wie JPMorgan und HSBC, die sogenannten Bullionbanken, spielen eine Schlüsselrolle im globalen Goldhandel. Sie lagern erhebliche Goldbestände in London, verleihen diese gewinnbringend und sichern sich durch den Handel mit Futures-Kontrakten an der New Yorker Terminbörse COMEX gegen Preisschwankungen ab.
Durch jüngste Marktentwicklungen ist der Goldpreis in den USA stärker gestiegen als in London. Laut einem Bericht des Wall Street Journal lag der physische Goldpreis in London zuletzt rund 20 US-Dollar niedriger.
Um Verluste aus Short-Positionen in Futures zu vermeiden, verschifften Banken physisches Gold aus ihren Londoner Beständen nach New York. Dadurch können diese Händler Verpflichtungen an der COMEX erfüllen und zusätzlich von den höheren Preisen in den USA profitieren. Angeblich plant JP Morgan, im laufenden Monat Gold im Wert von vier Milliarden US-Dollar nach New York zu liefern.
Logistische Herausforderungen
Allerdings stellt der massive Goldtransport über den Atlantik die Banken auch vor erhebliche logistische Herausforderungen. Dabei gibt es Lieferzeiten von einer Woche, um Gold von der Bank of England (BoA) ausgeliefert zu bekommen. Die Bank ist Hauptlagerstätte für physisches Gold in Europa.
Hinzu kommt, dass an der COMEX vor allem 100- und 1-Kilo-Goldbarren gehandelt werden. Das heißt, 400-Unzen-Barren aus London müssen umgegossen werden, um den Vorgaben des US-Terminmarktes zu entsprechen.
Strategische Gold-Verschiebung
Das Wall Street Journal beschreibt die Prozedur: Die Banken nutzen spezialisierte Sicherheitsfirmen für den Transport. Das Gold wird in gepanzerten Fahrzeugen zu den Londoner Flughäfen gebracht und per Linienflug in die USA befördert.
Diese Strategie erlaube es den Bullionbanken, ihre Positionen abzusichern und von den Preisunterschieden zwischen den beiden Märkten zu profitieren. Dabei zeige die aktuelle Marktdynamik, wie Bullionbanken flexibel auf Preisveränderungen reagierten und logistische Mittel nutzen, um ihre Handelsstrategien zu optimieren.
Diese Dynamik ist auch ein Zeugnis der aktuell stark ausgeprägten institutionellen Goldnachfrage, und sie ist ein wichtiger Grund für den starken Goldpreis.
Südafrika meldet für Dezember einen Rückgang der Goldgeschäfte. Der Umsatz mit Gold brach gegenüber Vormonat um 46 Prozent ein.
Gold-Absatz in Südafrika
Wenn Südafrika viel Gold verkauft, dann ist dies in der Regel auch ein Hinweis auf eine weltweit hohe Goldnachfrage. Allerdings waren die dortigen Geschäft zuletzt stark rückläufig. Denn dem aktuellen Bericht von Statistics South Africa (Stats SA) zufolge erzielten die südafrikanischen Bergbaubetriebe im Dezember mit Gold einen Umsatz von 8,52 Milliarden Rand. Zu aktuellen Kursen entspricht dies einem Wert von 443 Millionen Euro. Damit sank der Umsatz gegenüber Vormonat um 46 Prozent und ging im Vorjahresvergleich um 34 Prozent zurück.
Während der Gold-Absatz Südafrikas im Dezember um 46 Prozent sank, blieben die Platin-Verkäufe in den vergangenen Monaten konstant auf hohem Niveau (Bild: Goldreporter).
Zur Einordnung: Im Juli 2024 verzeichnete das Land mit 20,49 Milliarden Rand (1,04 Mrd. Euro) einen Rekord beim Goldumsatz. Der Sechsmonatsschnitt lag zuletzt bei 12 Milliarden Rand (637 Mio. Euro). Im Oktober und November waren es jeweils mehr als 15 Milliarden Rand.
Platin-Umsatz
Der Absatz von Metallen der Platin-Gruppe (PGM: vor allem Platin und Palladium) blieb in den vergangenen Monaten auf einem hohen Niveau. Denn für Dezember wird hier ein Umsatz von 15,2 Milliarden Rand gemeldet, während der Sechsmonatsschnitt bei 14,7 Milliarden Rand (762 Mio. Euro) lag. Auch im Vorjahresvergleich ergibt sich eine Konstanz, der PGM-Umsatz stieg hier um 0,5 Prozent.
Monatliche Rohstoff-Erlöse Südafrikas in Rand, unterteilt nach Mineralien (Wechselkurs: 1 Rand = 0,052 Euro) Quelle: Stats SAEntwicklung der Rohstoff-Produktion Südafrikas in Prozent gegenüber Vorjahr, unterteilt nach Mineralien (Quelle: Stats SA)
Gold- und Platin-Produktion
Währenddessen produzierten Südafrikas Minen im Vorjahresvergleich erneut weniger Gold. Denn der Output sank in diesem Zeitraum um 8,4 Prozent. Im November hatte das Vorjahres-Minus aber noch 11,5 Prozent betragen.
Parallel ist die Produktion von Platin-Metallen im Vorjahresvergleich um 7,1 Prozent gesunken. Südafrika ist der weltweit größte Platin-Produzent. Allerdings gibt Stats SA in den Monatsberichten keine absoluten Zahlen zur Mineralien-Produktion an, sondern bietet nur Prozentvergleiche.
Hintergrund
Bis zum Jahr 2006 war Südafrika auch der größte Goldproduzent (Sorge in Südafrika: „Goldförderung am Ende“). Dagegen übernahm im Folgejahr China die Rolle des globalen Marktführers. Die rückläufige Mineralisierung im Gestein und das Ausbleiben neuer substanzieller Goldfunde ließen die Produktionszahlen des Landes sinken. Allerdings litt die südafrikanische Minenbranche in den vergangenen Jahren auch unter schwierigen Förderbedingungen wie Bergbau in extremer Tiefe, Streiks, Stromausfällen und Corona. Außerdem stiegen die Kosten der Goldförderung weiter.
Nach drei Wochen in Folge mit einem Rückgang des Gold-Inventars sind die Metallbestände des SPDR Gold Shares erstmals wieder angestiegen.
Silber- und Goldpreis
Am Mittwoch ging der Goldpreis mit 2.928 US-Dollar pro Unze aus dem US-Gold-Futures-Handel (April-Kontrakt), was 2.818 Euro entsprach. Damit stiegen die Gold-Notierungen gegenüber der Vorwoche um 1,2 Prozent (USD) bzw. 1,3 Prozent (EUR).
Dagegen sank der Silberpreis im Vorwochenvergleich leicht um 0,6 Prozent bzw. 0,5 Prozent auf 32,78 US-Dollar bzw. 31,55 Euro.
SPDR Gold Shares: Nach drei Wochen mit sinkenden Goldbeständen sind diese nun erstmals wieder angestiegen. Eine Korrelation mit dem Goldpreis ließ sich zuletzt kaum mehr ableiten.
Größter Gold-ETF
Nachdem in den vergangenen Wochen trotz steigenden Goldpreises drei Wochen in Folge Metallabgänge beim größten Gold-ETF verzeichnet wurden, floss in den letzten fünf Tagen wieder verstärkt Kapital in den Fonds.
Denn der Betreiber des SPDR Gold Shares (GLD) meldete zum 12. Februar 2025 physische Fondsbestände von 866,50 Tonnen Gold. Damit wurden in einer Woche 2,31 Tonnen eingebucht.
Die Zunahme der Lagermenge ging einher mit einem Nettokapitalzufluss in Höhe von 712 Millionen US-Dollar. Pro ausgegebenem Anteilsschein muss der Fondsbetreiber eine Zehntel Unze Gold physisch einlagern. Hinweis: Bei der Meldung von Kapitalflüssen und Fondsbeständen gibt es in der Regel eine zeitliche Verzögerung. Auf dem Goldmarkt besteht üblicherweise eine Zwei-Tages-Frist, in der physische Bestände nach einem Vertragsabschluss geliefert werden.
Größter Silber-ETF
Währenddessen meldet auch der Betreiber des größten Silber-ETF, dem iShares Silver Trust (SLV), eine Bestandszunahme. Denn zuletzt summierte sich das Silber-Inventar des größten Silber-ETFs auf 13.654,26 Tonnen. Das heißt, innerhalb einer Woche wanderten 267,61 Tonnen Silber ab.
Dabei gab es laut den Angaben des Emittenten innerhalb der vergangenen fünf Handelstage einen Netto-Kapitalabfluss von 225 Millionen US-Dollar. Pro ausgegebenem Anteilsschein ist dieser ETF offiziell mit einer Unze Silber pro ausgegebenem Anteilsschein physisch gedeckt.
Edelmetall-ETFs und Goldpreis
Frühere Bullenmärkte bei Silber- und Goldpreis waren regelmäßig von deutlich steigenden Beständen in den entsprechenden Edelmetall-ETFs begleitet. Das war besonders im ersten Halbjahr 2024 nicht mehr in bekanntem Maße der Fall, als der Takt auf dem internationalen Goldmarkt wesentlich von China und deren physischer Goldnachfrage vorgegeben wurde. Allerdings trug die ETF-Nachfrage dann in den Sommermonaten wieder stärker zur folgenden Goldpreis-Rally bei.
Generell gelten die Fondsbestände als Nachläufer, die einem steigenden Silber- und Goldpreis mit wachsendem Inventar folgen. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren. Zudem stieg die Beliebtheit dieser ETFs bei jungen US-Anlegern, die sie zunehmend über Discount-Broker erwerben.
Am heutigen Mittwoch erschienen neue Inflationsdaten aus den USA. Demnach ergab sich im vergangenen Monat ein Anstieg des US-Verbraucherpreis-Index um 3,0 Prozent gegenüber Vorjahr. Der Wert lag über den Analysten-Schätzungen, die bei 2,9 Prozent Inflation gelegen hatten. Das entsprach auch der Inflationsrate des Vormonats. Es ist der vierte Anstieg der US-Inflation in Folge. Währenddessen ist die Kerninflationsrate auf 3,3 Prozent gestiegen. Die Erwartungen hatten bei lediglich 3,1 Prozent gelegen. Im Vormonat waren es 3,2 Prozent. Mehr
Der Goldpreis setzte im Februar bereits vier weitere Kursrekorde. Kurzfristig ist Gold immer wieder leicht „überkauft“. So ist die aktuelle die technische Lage!
Goldpreis-Entwicklung
Am gestrigen Dienstag schloss der Goldpreis im US-Futures-Handel mit 2.932,60 US-Dollar pro Unze (April-Kontrakt). Das entsprach 2.829,88 Euro. Damit verteuerte sich das Edelmetall im Vorwochenvergleich um 2 Prozent (USD) bzw. 2,1 Prozent (EUR).
Im laufenden Jahr erreichte der Goldpreis bereits fünf neue Rekordhochs, vier davon im Februar. Seit Jahresbeginn stiegen die Gold-Notierungen jeweils um 11 Prozent. Dabei liegen die aktuellen Rekordhochs nun bei 2.934 US-Dollar und 2.848 Euro – jeweils vom 10. Februar 2025.
Goldpreis in US-Dollar, 6 Monate, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (April-Kontrakt), per 11. Februar 2025.
Charttechnik
Wir werfen einen Blick auf die technischen Rahmenbedingungen per 11. Februar 2025. Nach der Kurskonsolidierung zum Jahresende 2024 ging der Goldchart in einen steilen Aufwärtsmechanismus über. Dieser beschleunigte sich zum jüngsten Monatswechsel noch einmal, mit dem Ausbruch aus einem schmalen Trendkanal. Dabei überbrückte der Goldpreis zügig die Schwelle von 2.900 US-Dollar. Während am oberen Ende 2.932 US-Dollar nun als Widerstand fungiert, gibt es kurzfristige Unterstützungen auf der Höhe von 2.900 US-Dollar, 2.880 US-Dollar, 2.840 US-Dollar und 2.800 US-Dollar.
Sentiment
Mit dem starken Kursanstieg der letzten Wochen wanderte der Goldchart nun auch in „überkauftes“ Terrain. Aber bei einem RSI (Relative-Stärke-Index) von 73 ist die Kursüberhitzung beim Goldpreis aus Sicht von 14 Tagen auch noch keine Extremwerte erreicht. Derweil ist der Abstand zur 200-Tage-Linie recht üppige 15 Prozent angestiegen. Allerdings sehen wir noch keine wirkliche „Fahnenstange“, die die Wahrscheinlichkeit einer kräftigen Konsolidierung deutlich erhöhen würde.
Goldpreis in Euro
Währenddessen verläuft die Goldpreis-Entwicklung auf Eurobasis im Gleichklang. Hier lautet der Widerstand 2.848 Euro (Rekordhoch), während die wichtigsten kurzfristigen Unterstützungen bei 2.775 Euro, 2.740 Euro etwas tiefer bei 2.670 Euro zu finden sind. Auch hier sehen wir mit einem RSI von 72 ein bereits „überkauftes“ Sentiment.
Goldpreis in Euro, 6 Monate, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (April-Kontrakt), per 11. Februar 2025.
Ausblick
Kurzfristige Rücksetzer beim Goldpreis wurden in den vergangenen Wochen immer wieder gekauft. Aber die große Kursübertreibung mit einer ausgeprägten Kurspitze blieb bislang aus. Somit könnte es in diesem Modus vorläufig weitergehen.
Hinweis Goldpreis-Chartanalyse
Die obige Darstellung ist eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Gold. Wie immer gilt der Hinweis: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung dar.
Goldpreis-Rally: Die Netto-Verkaufsposition der im US-Gold-Futures-Handel engagierten Banken ist im Januar um ein Drittel gestiegen.
Goldpreis-Entwicklung
Der Goldpreis ist fulminant ins neue Jahr gestartet. Der Januar bescherte Goldbesitzern bereits einen Kursgewinn von 8 Prozent. Und der Februar brachte eine Reihe neuer Rekordmarken.
Auf Basis des Londoner Referenzkurses erzielte Gold im Januar einen Durchschnittskurs von 2.709 US-Dollar. In diesem Umfeld stiegen die Verkaufspositionen der im amerikanischen Gold-Futures-Handel tätigen Banken stark an. Dazu betrachten wir den aktuellen Bank Participation Report der US-Börsenaufsicht CFTC. Der enthält die Gold-Positionen der Institute insgesamt 29 beteiligten, nicht namentlich genannten US-Banken und Nicht-US-Banken per 4. Februar 2025.
Die an der COMEX mit Gold-Futures handelnden Banken waren Anfang Februar mit umgerechnet 627 Tonnen Gold netto short positioniert. Das war im Rahmen des Bank Participation Reports der höchste Wert seit März 2020.
Bankenbeteiligung Gold-Futures-Handel
Während die Netto-Short-Position der fünf US-Banken mit 111.135 Kontrakten gegenüber Vormonat praktisch unverändert blieb (-12 Kontrakte), stiegen die Netto-Verkäufe der Nicht-(24) US-Banken stark an. Denn hier ergibt sich mehr als eine Verdoppelung auf 91.576 Kontrakte. Beide Gruppen zusammengenommen steigerten ihre Netto-Short-Position auf Gold um 32 Prozent auf 201.711 Kontrakte. Das entspricht Terminverkäufen von netto 627 Tonnen Gold. Damit wurde der höchste Wert seit März 2020 erreicht. Denn im Umfeld der Corona-Krise waren die Banken gemeinsam mit umgerechnet 673 Tonnen netto Gold short-positioniert.
Der Goldpreis erreichte zuletzt mehrfach neue Rekordhochs. Nun ist die Netto-Short-Position der Banken im Gold-Futures-Handel stark gestiegen. Gleichzeitig nahm der US-Einfluss auf den internationalen Goldpreis wieder zu (Quelle: CFTC; Grafik/Berechnung: Goldreporter).
Banken, Goldmarkt und Goldpreis
Zwar lassen sich aus den Veränderungen der Banken-Positionen keine unmittelbaren Schlüsse über Ursachen und Wirkungen auf den Goldpreis ableiten. Die Banken agieren aber als Market Maker, handeln Gold auch auf eigene Rechnung.
In der Vergangenheit bauten die Banken bei steigendem Goldpreis regelmäßig parallel zu den Long-Positionen der Spekulanten ihre Netto-Short-Position auf, während sie bei fallenden Kursen Terminverkäufe glattstellten. Mit dem Abbau ihrer Short-Positionen reduzieren die Banken auch finanzielle Risiken im Zusammenhang mit einem stark steigenden Goldpreis.
Einordnung
Allerdings haben wir im Zeitraum von 2023 bis Mitte 2024 erlebt, dass die Netto-Short-Position der Banken nicht der starken Goldpreis-Entwicklung nach oben folgte. Das war der Zeitraum, in dem der internationale Goldpreis massiv vom chinesischen Markt dominiert wurde. Der Einfluss amerikanischer Banken auf dem Goldmarkt sank deutlich.
Nun sehen wir offensichtlich eine Rückkehr dieses US-Einflusses, mit einem starken Anstieg der Aktivitäten im US-Gold-Futures-Handel. Über die enorme physische US-Goldnachfrage mit einem starken Anstieg der COMEX-Lagermengen haben wir berichtet. Und der Open Interest, also die Summe aller offenen Gold-Kontrakte an der COMEX, stieg gegenüber Vormonat um 13 Prozent auf 542.004 Kontrakte.
Der Goldpreis erreichte zu Wochenbeginn ein weiteres Rekordhoch oberhalb von 2.900 US-Dollar. Wir blicken auf ein interessantes Marktgeschehen.
Goldpreis-Rally setzt sich fort
Am heutigen Dienstagvormittag um 10:30 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 2.904 US-Dollar pro Unze, was 2.826 Euro entsprach. Damit verteuerte sich das Edelmetall gegenüber Vorwoche noch einmal um 3,1 Prozent (in USD) bzw. 3,8 Prozent (in Euro). Seit Jahresbeginn steht Gold 11 Prozent (in USD) bzw. 13 Prozent (in EUR) im Plus.
Erst am gestrigen Montag erreichte der Goldpreis mit 2.907 US-Dollar bzw. 2.821 Euro neue Rekordhochs.
Gold ist bereits wieder glänzend gelaufen. Seit Jahresbeginn stieg der Goldpreis um rund 12 Prozent.
Einflussfaktoren für Gold
Die kurzfristigen positiven Einflussfaktoren auf dem Goldmarkt sind vielfältig. Sie lassen sich mit einer außerordentlich starken physischen Nachfrage in Ost und West, sowie starken Preisdifferenzen zwischen den Märkten zusammenfassen. Einzelheiten dazu finden Sie in den folgenden Berichten:
An den Märkten werden die möglichen Folgen eines Handelskrieges diskutiert, ausgelöst durch die Zoll-Offensive der Trump-Administration. Steigende Importpreise könnten die Inflation erneut anheizen.
Marktzinsen
Wie wirkt sich die aktuelle wirtschaftliche und geldpolitische Lage auf dem Anleihemarkt aus? Zunächst einmal sehen wir mehrheitlich leicht rückläufige Marktzinsen. So rentierten 10-jährige US-Staatsanleihen am Dienstag mit 4,53 Prozent, nach 4,57 Prozent in der Vorwoche. Dagegen verzeichnen die Renditen in der Eurozone unterschiedliche Tendenzen. Denn die deutschen Zinsen sind im Vorwochenvergleich leicht gesunken auf 2,39 Prozent. Dagegen sehen wir leichte Aufschläge in Österreich, Irland und Portugal.
Die Marktzinsen sind nicht nur von den allgemeinen Zinserwartungen abhängig. Sie können auch steigen, wenn die Nachfrage nach Anleihen zunimmt – etwa als Folge von Kapitalumschichtungen in defensivere Anlageformen.
Berichtstermine
In dieser Woche steht noch eine ganze Reihe potenziell marktbewegender Termine an. Zunächst einmal absolviert Fed-Präsident Jerome Powell heute und morgen seinen halbjährlichen Rechenschaftsbericht vor dem US-Kongress.
Am Mittwoch erscheinen zudem US-Inflationsdaten für den Januar und am Donnerstag folgen die US-Erzeugerpreise. Schließlich kommen am Freitag aus den USA noch Daten zu den Einzelhandelsumsätzen und der Industrieproduktion im Januar.
Renditen und Gold
Welchen Einfluss haben die Anleiherenditen auf den Goldpreis? Generell gilt: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, steigt ihre Attraktivität bei defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dadurch wirkt das zinslose Gold in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert.
Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme. Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Gold-Nachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gesucht werden, steigen Edelmetalle oft, während die Anleiherenditen sinken (steigende Anleihekurse).
Im US-Futures-Handel erreichte der Goldpreis gestern bereits 2.934 US-Dollar pro Unze (April-Kontrakt). Aus technischer Sicht stößt das Edelmetall nun deutlich in überkauftes Terrain vor.
China und der Irak gehörten zuletzt zu den größten nationalen Gold-Käufern. Daneben haben zahlreiche weitere Länder ihre Goldreserven aufgestockt.
Weltweite Goldreserven
Der World Gold Council (WGC) hat neue Angaben zu den weltweiten Goldreserven veröffentlicht. Die Rangliste der größten nationalen Goldhalter zeigt in den überwiegenden Fällen die offiziellen Goldbestände der jeweiligen Länder per Ende Dezember 2024. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass erneut zahlreiche Zentralbanken Gold zugekauft haben. Aber es gab auch Verkäufer.
Die Zentralbanken decken sich mit Gold ein. Offensichtlich gibt es in vielen Ländern ein großes Bedürfnis, sich mit einer universellen, währungsunabhängigen Reserve abzusichern.
China, Irak, Kirgisien
Zunächst einmal sind in den aktuellen WGC-Daten der jüngste Zukauf Chinas noch nicht enthalten. Denn die Goldreserven des Landes werden mit 2.279,6 Tonnen beziffert. Damit sind nur die Dezember-Daten berücksichtigt. Inzwischen besitzt China unseren Berechnungen zufolge offiziell 2.284,55 Tonnen. kaufte also im Januar weietre 5 Tonnen (vgl.: Goldreserven: So viel Gold kaufte China im Januar!).
Aber gestiegen sind auch die gemeldeten Bestände des Irak. Denn nun werden 162,7 Tonnen an Reserven genannt, 10 Tonnen mehr als ein Monat zuvor.
Ordentlich Gold aufgestockt hat man auch in Kirgisien. Denn mit 38,1 Tonnen vergrößerten sich die Goldreserven des Landes um 10,6 Tonnen. Außerdem tauchte der Oman in den vergangenen WGC-Meldungen nicht auf. Nun wird das Sultanat mit einem Goldbestand von 6,7 Tonnen aufgeführt.
Weltweite Goldreserven, WGC-Liste 02-2025
Goldverkäufer
Währenddessen sind die Goldreserven Kasachstan um 11,1 Tonnen gesunken auf 284,1 Tonnen. Auch die Zentralbank von Singapur stieß in den vergangenen beiden Monaten Gold ab – insgesamt 7,9 Tonnen.
Weitere Gold-Bestandsmeldungen
Darüber hinaus gab es eine Reihe zusätzlicher staatlicher Aktivitäten auf dem Goldmarkt. Hier weitere Veränderungen gegenüber der WGC-Liste des Vormonats:
Vereinigte Arabische Emirate: +1,5 t
Katar: +1,3 t
Taiwan: +1,2 t
Tschechien: +0,9 t
Ghana: +0,8 t
Usbekistan: +0,4 t
Serbien: +0,3 t
Philippinen: +0,2 t
Belarus: -0,1 t
Griechenland: -0,1 t
Jordanien: -1,3 t
Gesamte Goldreserven
Währenddessen werden die gesamten weltweiten Goldbestände vom World Gold Council nun mit 36.213,4 Tonnen angegeben. Das sind 48,1 Tonnen mehr als in der Meldung des Vormonats.
Zu beachten gilt: Einige Länder machen keine regelmäßigen Angaben zu ihrem nationalen Goldbesitz. Dazu gehören unter anderem Staaten wie Iran, Israel und Nordkorea. Grundsätzlich generiert der WGC die Zahlen über die offiziellen Meldungen der Zentralbanken, aber auch aus dem Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF).
Der Goldpreis zog zum Wochenauftakt stark an, begleitet von der Nachricht, dass chinesische Versicherer jetzt massiv in Gold investieren könnten.
Goldpreis steigt weiter
Am heutigen Montag um 9:30 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 2.894 US-Dollar, was 2.805 Euro entsprach. Damit verteuerte sich Gold gegenüber Vortag um weitere 1,3 Prozent und in beiden Währungen wurden neue Rekordstände angelaufen.
Für den neuerlichen Goldpreis-Schub könnten Nachrichten aus China mitverantwortlich sein. Denn wie Bloomberg berichtet, könnten jetzt zusätzlich zweistellige Milliarden-Beträge in den Goldmarkt fließen.
Goldpreis steigt: Zehn chinesische Versicherungsunternehmen, darunter die Branchengrößen PICC Property & Casualty Co. und China Life Insurance Co., dürfen künftig bis zu ein Prozent ihrer Vermögenswerte in Gold anlegen (Bild: Goldreporter).
Denn zehn chinesische Versicherungsunternehmen dürfen dem Bericht zufolge künftig bis zu ein Prozent ihrer Vermögenswerte in Gold anlegen. Das entsprechende Programm trat am vergangenen Freitag in Kraft. Laut den Analysten von Minsheng Securities Co. könnten damit bis zu 200 Milliarden Yuan (rund 27 Milliarden US-Dollar) in den Goldmarkt fließen.
Anlagenotstand in China
Diese neue Regelung zeige, dass die Behörden den Mangel an attraktiven Investitionsmöglichkeiten in China erkannt hätten. Der Schritt komme inmitten einer Immobilienkrise und einer schwächelnden Konjunktur.
Den Versicherern fehle es an mittelfristigen und langfristigen Anlagemöglichkeiten mit stabilen Renditen. Außerdem hätten die Versicherungsfonds Schwierigkeiten, ihre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Einklang zu bringen. Starke Verkäufe von Sparprodukten hätten die Kosten der Verbindlichkeiten erhöht.
Gold stabile Wertanlage
Mit dieser Entscheidung sei Gold der erste Rohstoff, in den chinesische Versicherer offiziell investieren dürften. Bisher hätten die Regulierungen Versicherungsfonds daran gehindert, in Vermögenswerte ohne laufende Erträge zu investieren.
Zudem sei die Investitionshöhe in Anleihen und Aktien begrenzt worden. Rohstoffe wie Gold reagierten jedoch oft sensibel auf fundamentale Trends, makroökonomische Entwicklungen und geopolitische Risiken.
Im Januar setzte die Perth Mint 41 Prozent weniger Gold in Anlageform ab als im Vormonat. Auch der Silberabsatz brach ein.
Gold aus Australien
Die Perth Mint meldet für den Monat Januar einen starken Rückgang des Gold-Absatzes, bereits ausgehend von einem niedrigen Niveau. So lieferte die australische Prägeanstalt im vergangenen Monat nur 18.548 Unzen Gold in Form von Münzen und Barren aus. Damit sanken die Verkäufe um 42 Prozent gegenüber dem Vormonat und 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Silber-Absatz
Parallel sank auch der Silberabsatz im Januar. So wurde im Vormonatsvergleich 61 Prozent weniger Silber verkauft und gegenüber Januar 2024 ging der Absatz um 46 Prozent zurück.
Monatlicher Gold- und Silber-Absatz der Perth Mint in Unzen seit Januar 2022: Deutlicher Rückgang, aber zumindest der Goldumsatz blieb gegenüber Vorjahr konstant (Quelle: Perth Mint).
Edelmetall-Umsatz
Etwas anders sieht die Entwicklung aus, wenn man den Umsatz betrachtet, also den jeweiligen Silber- bzw. Goldpreis im Umsatzmonat berücksichtigt. Denn legt man beim Goldabsatz den Durchschnittskurs des Monats Januar auf Basis des Londoner Referenzkurses (P.M.) zugrunde ($ 2.709/Uz), so hatte die Absatzmenge von 18.548 Unzen einen Wert von 50,25 Millionen US-Dollar. Das entspricht einer leichten Zunahme von 0,24 Prozent gegenüber Vorjahr, aber einem Minus von 40 Prozent gegenüber dem Vormonat.
Dagegen kommt man beim Silberumsatz im Januar auf 12,6 Millionen US-Dollar (bei $ 30,37/Uz). Das heißt, hier ergibt sich gegenüber Vormonat ein Rückgang um 59 Prozent und im Vorjahresvergleich ein Minus von 29 Prozent.
Wie beurteilt die Perth Mint die Lage? Laut Neil Vance, General Manager Minted Products der Perth Mint, hätten die außergewöhnlich hohen Preise für Gold und Silber die Nachfrage nach Edelmetallen gedämpft. „Kunden neigen derzeit eher dazu, zu verkaufen, um von den aktuell hohen Renditen in diesem Zyklus zu profitieren“, sagte Vance.
Edelmetall aus Australien
Die Perth Mint ist Hersteller zahlreicher bekannter und beliebter Anlageprodukte in Gold, Silber und Platin. Dazu gehören unter anderem Münzen der Sorten Känguru, Koala und Kookaburra, zahlreiche andere Anlageprodukte mit zumeist Motiven aus dem australischen Tierreich sowie die erwähnte Lunar-Serie mit jährlich wechselnden Motiven des chinesischen Mondkalenders.
Der Goldpreis hat weitere Rekordmarken erreicht. Am US-Terminmarkt explodieren die Anträge auf physische Gold-Lieferung – und die Lagerbestände.
Goldpreis-Rally
Auf dem internationalen Goldmarkt ereignen sich derzeit ähnliche Turbulenzen wie im Umfeld der Corona-Krise. Gold ist an bestimmten Handelsplätzen nicht in ausreichender Menge in der gewünschten Form verfügbar.
Dabei erleben wir eine ähnliche Goldpreis-Dynamik wie im vergangenen Jahr, als vor allem die chinesische Goldnachfrage den Kurs anheizte. Auch damals führten Arbitrage-Geschäfte zu einem Anstieg des internationalen Goldpreises, nachdem Gold in Shanghai mit hohen Aufschlägen von bis zu 90 Dollar gehandelt wurden. In diesem Beitrag zeigen wir, welche ungewöhnlichen Entwicklungen sich derzeit an den westlichen Goldbörsen ereignen.
In den COMEX-Tresoren stapeln sich die Goldbarren (Symbolbild). Nicht nur der Goldpreis, auch die gemeldete Golddeckung des amerikanischen Gold-Futures-Handel und die Anträge auf physische Lieferung sind auf einen Rekordwert gestiegen.
CoT-Daten
Dazu analysieren wir zunächst, was vergangene Woche am US-Terminmarkt geschehen ist. Zunächst erfolgt eine Übersicht über die aktuellen CoT-Daten mit den Positionen der größten Händlergruppen im Geschäft mit Gold-Futures an der COMEX per 4. Februar 2025.
Hier stieg die Netto-Short-Position der „Commercials“ gegenüber der Vorwoche leicht auf 328.175 Kontrakte. Auffällig ist aber, dass die eigentlichen Goldverwender (Prod/Merch/Proc/User) massiv ihre Vorwärtsverkäufe zurückgefahren haben. Denn deren Netto-Short-Position sank um 21 Prozent auf 63.444 Kontrakte. Das entspricht dem niedrigsten Stand seit dem 10. Dezember 2024.
Auf der Gegenseite stieg auch die Netto-Long-Position der „Großen Spekulanten“ um 1 Prozent auf 302.508 Kontrakte.
Open Interest
Währenddessen verzeichnete der Open Interest per 4. Februar 2025 gegenüber der Vorwoche einen Rückgang um 6 Prozent auf 542.004. Bis zum Handelsschluss am Freitag sank diese Summe aller offenen Gold-Kontrakte an der COMEX noch einmal um 1,7 Prozent auf 532.884 Kontrakte. Im Vorwochenvergleich (Freitag bis Freitag) ging es um 3 Prozent nach unten.
Gold-Optionen
Dagegen ist der Open Interest im Gold-Optionshandel deutlich gestiegen. Denn hier sehen wir per 7. Februar 2025 eine Zunahme um knapp 13 Prozent auf 904.959 Optionen. Dabei stieg die Put/Call-Ratio auf 0,496 (Vorwoche: 0,489). Das bedeutet, auf 100 Put-Optionen kamen zuletzt 202 Call-Optionen (Vorwoche: 205). Damit besteht weiterhin ein ausgeprägter Goldpreis-Optimismus im Optionshandel an der COMEX, der gegenüber Vorwoche nur leicht gesunken ist.
Goldpreis-Entwicklung
Der Goldpreis beendete die Woche im amerikanischen Gold-Futures-Handel (April-Kontrakt) mit 2.887,60 US-Dollar. Das entsprach einem Wert von 2.795,89 Euro. Damit schloss der Goldkurs auf Dollar-Basis leicht unter dem Rekordhoch vom vergangenen Mittwoch (2.893,00 US-Dollar). Dagegen ging der Goldpreis auf Eurobasis mit einer neuen Bestmarke ins Wochenende.
Werfen wir einen Blick auf die Goldlagerbestände an der COMEX. Hier war es in den vergangenen Wochen zu einem ungewöhnlich starken Anstieg des Inventars gekommen.
Und vergangene Woche setzte sich diese Entwicklung fort. Denn die CME Group meldet per 6. Februar 2025 Gesamtbestände von 34,59 Millionen Unzen. Damit ergibt sich ein Anstieg von 3,28 Millionen Unzen (Vorwoche: +3,24 Mio. Unzen).
Dabei stiegen die zur sofortigen Auslieferung an Kunden verfügbaren Gold-Bestände der Kategorie „eligible“ um 1,12 Millionen Unzen auf 18,29 Millionen Unzen (alle Zahlen gerundet). Dieses Gold gehört Händlern, nicht etwa den Bullionbanken. Das heißt, es kann jederzeit abgezogen werden.
Golddeckung stark gestiegen
Bei einem Open Interest von 532.884 Kontrakten handelten Futures-Trader Ende der vergangenen Handelswoche insgesamt 53.288.400 Unzen Gold in Form von Standard-Futures (100 Unzen pro Vertrag). Das heißt, der Gold-Futures-Handel an der COMEX war am Freitag zu 65 Prozent durch entsprechende Lagerbestände gedeckt, nach 57 Prozent in der Vorwoche.
In den vergangenen Jahren war die physische Deckung der US-Gold-Futures-Handels deutlich geringer – teilweise nur 30 Prozent. Vom Börsenbetreiber wird diese Unterdeckung damit gerechtfertigt, dass nur ein Bruchteil der Futures-Verträge tatsächlich physisch abgewickelt wird. Das heißt, am Ende des Kontrakt-Monats schließen die Parteien ihre Positionen hauptsächlich per Barausgleich. Der Anteil kann ebenfalls aus einer wöchentlichen Pflichtmitteilung entnommen werden.
Lieferanträge auf Rekordniveau
Und hier sehen wir ebenfalls stark steigende Zahlen. So meldet die Börsenaufsicht CFTC für den laufenden Kontraktmonat nun 55.127 Anträge auf physische Auslieferung von Gold. Damit kamen in einer Woche noch einmal 14.478 hinzu (Vorwoche: +40.649). Zum Vergleich: Im Dezember waren insgesamt 25.856 Anträge gestellt worden. Aber: für eine Februar-Auslieferung liegen nun bereits mehr Anträge vor als im gesamten Rekordmonat Juni 2020. Damals bestanden Händler insgesamt 55.102-mal auf physische Auslieferung des als Futures gehandelten Goldes.
Das heißt, derzeit sichern sich zahlreiche Goldhändler über den Futures-Handel hohe Bestände an physischem Gold. Der starke Rückgang der Short-Positionen in der Gruppe der eigentlichen Goldverwender (Prod/Merch/Proc/User) legt nahe, dass sich Goldverarbeiter wie zum Beispiel Juweliere und Prägeanstalten mit Gold eindecken. Hintergrund sind weiterhin Befürchtungen, Trump könnte Importsteuern auch auf Gold erheben.
Gold-Aufschläge in China
Aber auch von China gehen weiterhin Goldpreis-Impulse aus. Denn am Donnerstagnachmittag um 14:30 Uhr (8:30 Uhr MEZ Berlin; 3:30 Uhr New York) notierte Gold an der Shanghai Gold Exchange mit 670,01 Yuan pro Gramm. Zu diesem Zeitpunkt entsprach der Goldpreis in Shanghai umgerechnet 93,60 US-Dollar bzw. 2.911 US-Dollar pro Unze.
Gleichzeitig kostete die Feinunze Gold am europäischen Spotmarkt (FOREX) 2.855 US-Dollar. Das bedeutet, dass Gold in China in der zehnten Woche in Folge erneut über dem internationalen Goldpreis gehandelt wurde. Gemäß unserer Berechnung waren es 56 US-Dollar. Damit lag der Kurs 2 Prozent über dem internationalen Goldpreis. In den 2024er Hochphasen sahen wir beim Goldpreis in Shanghai allerdings Aufschläge von bis zu 90 US-Dollar auf die westlichen Kurse.
Goldpreis-Ausblick
Der Goldpreis wurde zuletzt von zwei geografischen Seiten befeuert. Während in China Aufschläge auf den internationalen Goldkurs Arbitragehändler locken, finden ähnliche Aktivitäten im Warenausgleich zwischen Europa und den USA statt. Als übergeordneter Goldpreis-Faktor wirkt die generell starke institutionelle und gewerbliche Nachfrage auf dem Goldmarkt.
Derzeit ist schwer einzuschätzen, wann und unter welchen Umständen diese Kursdynamik nachlassen könnte. Sollten sich die Ängste um USA-Importzolle auf dem Goldmarkt legen oder die Transfers nach einer tatsächlichen Einführung abbrechen, dann wird dieser Goldpreis-Faktor schwinden.
Nebenbei verstärkt jeder weitere Rekordtag auch die aus technischer Sicht zunehmend überkaufte Lage auf dem Goldmarkt. Das heißt, kurzfristig könnte es zu deutlichen Rücksetzern bei Gold kommen, oder gar zu einer Korrektur. Allerdings ist eine Ende der beschleunigten Goldhausse, wie wir sie seit der Corona-Krise erleben, aufgrund der anhaltend kritischen Rahmenbedingungen (Verschuldungsorgie, Geldwertvernichtung) nicht abzusehen.
Die LBMA meldet sinkende Gold- und Silberbestände in London. Trotz des Metallabgangs bleibe der Markt aber robust.
Physisches Gold in London
Die London Bullion Market Association (LBMA) hat neue Daten zu den in London gelagerten Gold- und Silberbeständen veröffentlicht. Demnach belief sich die Menge des in London gelagerten Goldes per Ende Januar 2025 auf 8.535 Tonnen (274.406.621 Unzen). Das entsprach einem Rückgang von 1,77 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Der Wert des Goldes wurde auf 771,6 Milliarden US-Dollar geschätzt, was ungefähr 682.772 Goldbarren entspreche.
Am London Bullion Market werden in der Regel 400-Unzen-Barren gehandelt. Dagegen benötigt man an der US-Warenterminbörse COMEX 100-Unzen- oder Kilo-Barren. Dass heißt, bevor das Gold in die USA verschifft wird, muss es in der Regel umgegossen werden – oft in Schweizer Rafinerien.
Auch die Silberbestände verzeichneten einen deutlichen Rückgang. Mit 23.528 Tonnen lag das Minus bei 8,6 Prozent gegenüber dem Vormonat. Der Wert des Silbers blieb jedoch unverändert bei 23,9 Milliarden US-Dollar, was etwa 784.282 Silberbarren entspricht.
Der Abfluss von Metall von London nach New York erkläre den Rückgang von 151 Tonnen im Januar. Diese Entwicklung werde als nicht überraschend angesehen und spiegele die Funktionsweise des Marktes wider, auch wenn es zu Verzögerungen komme.
Deutlicher Rückgang der Gold- und SIlberbestände in Londoner Tresoren seit 2022. Zuletzt wurden große Goldmengen in New York nachgefragt (Quelle: LBMA).
Die Goldbestände in London bewegten sich im Jahr 2024 laut LBMA zwischen 8.540 und 8.775 Tonnen. Die Zahlen von Ende Januar 2025 mit 8.535 Tonnen seien damit nahe an diesen Werten. Trotz des Abflusses deute die Datenlage darauf hin, dass der Londoner Markt robust sei. Das durchschnittliche tägliche OTC-Volumen im Januar wurde mit 127,85 Milliarden US-Dollar beziffert. Darüber hinaus trage das primäre Minenangebot weiterhin rund 305 Tonnen neues Metall pro Monat bei und unterstütze damit die Liquidität des Marktes.
Besonderheiten auf dem Goldmarkt
Der Goldmarkt weise laut LBMA viele Besonderheiten auf. Vorübergehende Engpässe und Ungleichgewichte bei Angebot und Nachfrage seien keine Seltenheit. Prämien oder Abschläge konnen auftreten, wenn nicht die richtige Form von Metall zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar ist. Dies sei für den New Yorker Markt eher ungewöhnlich, da dort Gold-Futures in der Regel „gerollt“ oder bar abgerechnet würden. Die LBMA erwartet, dass das physische Metall zu einem späteren Zeitpunkt nach London zurückkehrt.
Rekordrückgang bei Silber-Beständen
Der Rückgang der Silberbestände wurde von der LBMA als der größte monatliche Rückgang seit Beginn ihrer Aufzeichnungen im Juli 2016 beschrieben. Auffällig sei, dass der USD-Wert von Silber im Vergleich zum Vormonat unverändert blieb. Ähnlich wie beim Gold sei der Abfluss von Silber direkt mit der Verlagerung von Metall von London nach New York aufgrund von Zollbedenken verbunden. Marktteilnehmer würden die US-Zolldrohungen gegenüber wichtigen Produktionsländern weiterhin mit Sorge beobachten.
Jetzt Gold kaufen? Der Goldpreis hat neue Rekordmarken in Euro und US-Dollar erreicht. Damit sind auch Goldbarren und -münzen zu Anlagezwecken so teuer wie nie.
Neue Rekorde beim Goldpreis
Am Freitagmittag um 12 Uhr kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 2.866 US-Dollar (FOREX), was 2.761 Euro entsprach. Im Vorwochenvergleich verteuerte sich Gold um 2,5 Prozent (in USD) bzw. um 2,3 Prozent (in EUR).
Jetzt Gold kaufen oder verkaufen? Goldmünzen zur Geldanlage sind so teuer wie nie zuvor. Man könnte auch sagen, der Euro hat gegenüber Gold auf Rekordtief abgewertet.
Währenddessen verteuerte sich Silber innerhalb einer Woche um 3,1 Prozent (in EUR) bzw. 3,3 Prozent (in USD) auf 32,27 US-Dollar bzw. 31,09 Euro.
Gold kaufen
Auch im Rahmen unserer wöchentlichen Preisanalyse im deutschen Edelmetall-Handel gab es neue Rekorde. Hier die Ergebnisse der Datenauswertung bei sechs deutschen Anbietern.
Wer zum Wochenschluss in Form von prägefrischen Krügerrand-Münzen Gold kaufen wollte (aktueller Jahrgang), zahlte gemäß unserer Zahlen durchschnittlich 2.859 Euro und damit 61 Euro mehr als vor einer Woche. Wie eingangs erwähnt, erreichte der Preis im Rahmen unserer Freitagsanalyse einen weiteren Rekordwert. Sprich: Klassische Goldanlagemünzen waren hierzulande so teuer wie nie zuvor.
Dabei halten sich die Abschläge für angekaufte Krügerrand-Goldmünzen auf hohem Niveau, sind aber leicht rückläufig. Laut unserer Erhebung waren diese durchschnittlich 56 Euro günstiger als prägefrische Stücke (Vorwoche: 51 Euro). Dabei sank das von uns ermittelte Aufgeld für Neuware auf 3,54 Prozent (Vorwoche: 3,65 Prozent).
Parallel verringerte sich das durchschnittliche Aufgeld für 100-Gramm-Goldbarren auf nur noch 1,68 Prozent (Vorwoche: 1,76 Prozent). Aber erstmals kostete ein Exemplar in unserer Datenerfassung mehr als 9.000 Euro. Mit 9.027 Euro waren es 385 Euro mehr als vor einer Woche.
Silber kaufen
Wie entwickelten sich die Preise für die von uns beobachteten Silber-Produkte? Eine Unze Maple Leaf des aktuellen Jahrgangs kostete am Freitag durchschnittlich 42,03 Euro. Nach wie vor gibt es auf dem Markt aktuelle Silbermünzen die differenzbesteuert angeboten werden, obwohl zum Jahreswechsel die Anwendbarkeit der Steuervergünstigung bei Neuware auslief. Allerdings gibt es noch Bestände, die im vergangenen Jahr von Händlern differenzbesteuert eingekauft wurden. Diese dürfen weiter entsprechend günstiger verkauft werden.
So sank das Aufgeld für Silber-Maples sogar leicht auf 36,18 Prozent (Vorwoche: 36,53 Prozent). Auch bei 1-Kilogramm-Silberbarren verringerte sich der von uns berechnete Aufschlag auf 27,19 Prozent (Vorwoche: 28,18 Prozent). Silbermünzen älterer Jahrgänge bekommt man weiterhin deutlich günstiger als prägefrische Stücke. Weiterhin kann man etwa bis zu 4 Euro pro Unze sparen.
Goldpreis: Silber und Gold kaufen
Hinweis: Mit den von uns erhobenen Daten beobachten wir die allgemeine Marktpreis-Entwicklung und sondieren Hinweise auf die Veränderung von Angebot und Nachfrage im deutschen Edelmetall-Handel. Allerdings können die Preisangaben bei einzelnen Händlern deutlich variieren. Unsere wöchentlichen Durchschnittspreise ermitteln wir bereits seit dem Jahr 2010.
Wer Silber oder Gold kaufen möchte, sollte beachten: Kleinere Veränderungen beim Aufgeld sind nicht als Beurteilungsgrundlage für kurzfristige Kaufentscheidungen gedacht, da Silber- und Goldpreis ohnehin ständigen Schwankungen unterworfen sind. Aber das von uns berechnete durchschnittliche Aufgeld gibt einen Anhaltspunkt über das Preisniveau bei verschiedenen Anbietern.
Die chinesische Zentralbank meldet im dritten Monat in Folge einen Anstieg ihrer Goldreserven. Im Januar kamen knapp 5 Tonnen Gold hinzu.
China kauft erneut Gold
Die chinesische Zentralbank hat den dritten Monat in Folge wieder Gold gekauft. Denn die offiziellen Goldreserven des Landes stiegen im vergangenen Monat auf 73,45 Millionen Unzen an. Das geht aus dem aktuellen Bericht der State Administration of Foreign Exchange (SAFE) hervor, der am heutigen Freitag veröffentlicht wurde.
Damit stieg die gemeldete Goldmenge gegenüber dem Vormonat um 160.000 Unzen. Dieses Gewicht entspricht 4,97 Tonnen. Die gesamten Bestände der People’s Bank of China (PBOC) belaufen sich nun auf umgerechnet 2.284,55 Tonnen.
Der Wert der chinesischen Goldreserven ist im Januar auf ein neues Rekordhoch von 206 Milliarden US-Dollar gestiegen. Die Bestände summieren sich nun auf rund 2.284 Tonnen Gold (Bild: Goldreporter).
Chinesische Goldreserven
In den vergangenen Jahrzehnten gab es immer wieder Phasen, in denen die chinesische Zentralbank über Monate und Jahre hinweg keine Bestandmeldungen ihrer Gold-Bestände bekanntgab. Aber darauf folgten oft Zeiträume, in denen regelmäßig monatliche Aufstockungen gemeldet wurden. Das sehen wir offenbar jetzt.
Denn die PBOC hatte zwischen November 2022 und April 2024 umgerechnet rund 316 Tonnen Gold zugekauft. Dagegen erfolgten im Zeitraum bis Oktober 2024 sechs Monate lang keine Bestandsanpassungen.
Goldpreis-Effekte?
Was kann das für den Goldpreis bedeuten? Schon die Gold-Rally im vergangenen Jahr war wesentlich von einer starken chinesischen Goldnachfrage getrieben. Die erneuten Zentralbankkäufe sowie die anhaltenden Kursaufschläge in Shanghai auf den internationalen Goldpreis sind auch ein Faktor für die erneute Kursrally zu Jahresbeginn.
Gold der PBOC
Hier eine Übersicht über die Entwicklung der chinesischen Goldreserven innerhalb der vergangenen zwei Jahre (Quelle: SAFE):
November 2022: +32,03 t (1.030.000 Unzen)
Dezember 2022: +30,17 t (970.000 Unzen)
Januar 2023: +14,93 t (480.000 Unzen)
Februar 2023: +24,88 t (800.000 Unzen)
März 2023: +18,04 t (580.000 Unzen)
April 2023: +8,08 t (260.000 Unzen)
Mai 2023: +16,86 t (510.000 Unzen)
Juni 2023: +21,15 t (680.000 Unzen)
Juli 2023: +23,02 t(740.000 Unzen)
August 2023: +28,93 t (930.000 Unzen)
September 2023: 26,13 t (840.000 Unzen)
Oktober 2023: 23,02 t (740.000 Unzen)
November 2023: 11,82 t(380.000 Unzen)
Dezember 2023: 9,02 t (290.000 Unzen)
Januar 2024: 9,95 t (320.000 Unzen)
Februar 2024: 12,13 t (390.000 Unzen)
März 2024: 4,97 t (160.000 Unzen)
April 2024: 1,87 t (60.000 Unzen)
November 2024: 4,97 t (160.000 Unzen)
Dezember 2024: 10,26 t (330.00 Unzen)
Januar 2025: 4,97 t (160.000 Unzen)
Summe: +336,23 Tonnen (10.810.000 Unzen)
Währungsreserven und Goldanteil
Währenddessen stieg auch der Wert der gesamten chinesischen Währungsreserven gegenüber Vormonat um 0,7 Prozent oder 22,45 Milliarden US-Dollar auf 3.478,00 Milliarden US-Dollar. Dabei wurde der Wert der Goldreserven per Ende Januar nun mit 206,53 Milliarden US-Dollar angegeben. Das sind 15,2 Milliarden US-Dollar mehr (+7,9 Prozent) als im Vormonat und gleichzeitig ein neuer Rekordwert.
Der bisherige Rekordmonat war der Oktober 2024 mit damals 199,05 Milliarden US-Dollar. Der Gold-Anteil an den Gesamtreserven jetzt 5,9 Prozent (Vormonat: 5,5 Prozent). Vor einem Jahr waren es noch 4,3 Prozent.
Dollar-Reserven steigen leicht
Währenddessen ist der Wert der von China gehaltenen US-Staatspapiere im vergangenen November erstmals seit fünf Monaten wieder gestiegen – auf 768,6 Milliarden US-Dollar gesunken. Gegenüber Vormonat sank der Wert um 8,5 Milliarden US-Dollar oder 1,1 Prozent. Das geht aus dem jüngsten Report des US-Finanzministeriums hervor.
Dagegen waren es ein Jahr zuvor noch 782,0 Milliarden US-Dollar – während China vor fünf Jahren hielt noch US-Staatspapiere im Wert von 1,1 Billionen US-Dollar hielt.
Das heißt, China trennte sich in den vergangenen Jahren sukzessive von Dollar-Reserven und kaufte stattdessen Gold. Aber die Abnahme oder Zunahme an Dollar-Reserven steht auch im Zusammenhang mit Kapitalflüssen nach oder aus China.