Start Blog Seite 47

Goldpreis: Das sind die neuen Prognosen der Banken

16

Auch nach dem jüngsten Goldpreis-Rücksetzer bleiben Bankanalysten für Gold optimistisch. Diese Kursziele werden jetzt genannt. 

Goldpreis

Der Goldpreis legte nach der fulminanten Rekord-Rally zuletzt eine kleine Verschnaufpause ein. Am Dienstagnachmittag um 15:30 Uhr kostete eine Feinunze Gold am europäischen Spotmarkt 2.916 US-Dollar bzw. 2.768 Euro. Damit notierten die Kurse 1,2 Prozent (in USD) bzw. 1,9 Prozent (in EUR) unter den Rekordhochs vom Februar. Wie beurteilen Bank-Analysten die jüngste Kursentwicklung und welche Goldpreis-Prognosen werden nun kommuniziert?

Gold, Goldpreis, Goldbarren (Bild: Goldreporter)
Es gibt einen anhaltenden Run auf physisches Gold. Der Goldpreis bleibt im Fokus der Investoren und Analysten. Kursziele von 3.000 US-Dollar sind Standard, darüber hinaus tun sich Bankanalysten mit ihren Prognosen aber noch schwer.

Saxo Bank: Eine gesunde Korrektur?

Laut einer Analyse von Ole Hansen, Leiter der Rohstoffstrategie bei Saxo Bank, hat Gold in der vergangenen Woche eine überfällige Korrektur verzeichnet. Nach einer neunjährigen Gewinnserie sei der Rückgang vor allem auf erhöhte Volatilität an den Märkten und Gewinnmitnahmen durch Investoren zurückzuführen. Die Kursverluste hätten sich vor dem Wochenende verstärkt, da Hebelfonds ihre Positionen über verschiedene Anlageklassen hinweg reduziert hätten.

Dennoch sieht Hansen den langfristigen Ausblick positiv. Die Unterstützung für Gold liege bei 2.813 Dollar, mit einer wichtigen Marke bei 2.790 Dollar, dem bisherigen Rekordhoch aus Oktober. Die aktuelle Korrektur könne als gesunde Marktbereinigung gelten, bevor Gold erneut Richtung 3.000 Dollar und darüber hinaus steige.

Langfristig blieben strukturelle Faktoren wie geopolitische Unsicherheiten, Zentralbankkäufe und die wachsende Nachfrage aus der Investmentbranche die treibenden Kräfte hinter dem Goldpreis. Trotz kurzfristiger Schwankungen rechne Hansen mit weiterem Aufwärtspotenzial für Edelmetalle.

Gold: ANZ sieht Einfluss der US-Zölle

Laut einer Analyse der ANZ verzeichnete Gold in der vergangenen Woche einen Rückgang, da Investoren nach der jüngsten Rekordrallye Gewinne realisierten. Die von den USA angedrohten neuen Zölle belasteten die Marktstimmung und reduzierten die Attraktivität des Edelmetalls als sichere Anlage. Zudem deuteten aktuelle Wirtschaftsdaten darauf hin, dass der Inflationsdruck nachlassen könne. Dies könnte laut ANZ dazu führen, dass die US-Notenbank ihre Zinssenkungen später als erwartet einleitet. Dennoch bleibe die Nachfrage nach Gold langfristig stabil, da geopolitische Risiken und geldpolitische Unsicherheiten weiterhin das Marktgeschehen beeinflussen könnten.

UBS bleibt bei 3.000-Dollar-Prognose

UBS erwartet einen Anstieg des Silberpreises auf 38 Dollar pro Unze innerhalb der nächsten 12 Monate. Die Prognose basiert auf der positiven Entwicklung von Gold und einer Erholung der Industrieproduktion. Gleichzeitig hält die Schweizer Bank an ihrer Goldprognose von 3.000 Dollar pro Unze bis Jahresende fest, sieht aber in einem Risikoszenario sogar 3.200 Dollar als möglich an. Die steigende Nachfrage nach sicheren Anlagen treibe Gold, während Silber sowohl von seinem Status als Edelmetall als auch von industrieller Nutzung profitiere. Inflationssorgen und Zentralbankkäufe stützten den Aufwärtstrend.

J.P. Morgan: Gold ein sicherer Hafen

Während die Kapitalverwalter der US-Investmentbank sich kürzlich kritisch zu Gold äußerten, haben sich jetzt Analysten von J.P. Morgan bullisch geäußert. Denn man prognostiziert einen Goldpreis von bis zu 3.000 Dollar pro Unze im vierten Quartal 2025. Die Bank bleibt langfristig optimistisch für das Edelmetall und erwartet anhaltende Nachfrage als Absicherung gegen Inflation, geopolitische Unsicherheiten und geldpolitische Veränderungen. Zudem stützten steigende Goldreserven der Zentralbanken und günstige Marktbedingungen den Aufwärtstrend. Angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten werde Gold weiterhin als sicherer Hafen gefragt bleiben.

Goldman Sachs hebt Goldpreis-Prognose an

Goldman Sachs hat seine Goldpreis-Prognose für 2025 auf 3.300 Dollar pro Unze angehoben. Zuvor hatte die Bank einen Anstieg auf 3.000 Dollar erwartet, zeigt sich nun aber noch optimistischer. Hauptgrund sei die hohe Nachfrage der Zentralbanken, die ihre Goldreserven weiter ausbauen dürften. Zudem könnten Zinssenkungen der Fed Gold als Anlage attraktiver machen. Gleichzeitig bestehe aber das Risiko, dass spekulative Investoren ihre Long-Positionen abbauen, was den Preis kurzfristig belasten könnte. Falls die US-Notenbank die Zinsen nicht senke, könnte der Goldpreis laut Prognose lediglich auf 3.060 Dollar steigen.

Goldpreis auf Erholungskurs: Neue Impulse erwartet!

12

Der Goldpreis erholte sich zum Wochenstart von den Verlusten der Vorwoche. In den kommenden Tagen stehen einige potenziell marktbewegende Termine an.

Goldpreis

Am Dienstagvormittag um 9:45 Uhr notierte der Goldpreis am europäischen Spotmarkt mit 2.911 US-Dollar pro Unze, was 2.766 Euro entsprach. Damit verbilligte sich das Edelmetall gegenüber Vorwoche um 1,3 Prozent (in USD) bzw. 1,7 Prozent (in EUR).

Dabei erholt sich der Goldpreis zu Wochenbeginn bereits leicht vom Kursrückgang der vergangenen Woche. Denn am Freitag hatte Gold auf dem Tagestief von 2.727 Euro notiert.

Gold, Goldbarren, Goldpreis (Bild: Goldreporter)
In der vergangenen Woche kam der Goldpreis im Zuge der Verfallstermine um mehr als 3 Prozent zurück. In dieser Woche können die Trumps Rede zur Lage der Nation, die EZB-Sitzung und neue Wirtschaftsdaten aus den USA die Märkte bewegen.

Nach wie vor herrschen Unsicherheiten über die wirtschaftlichen Aussichten in den USA und Europa. Während die Trump-Regierung versucht, hohe Staatsausgaben mit einer wahren Entlassungswelle zu begegnen und man jetzt mit den Importzöllen ernst macht, denken die designierten Regierungsparteien in Deutschland über eine gigantische Neuverschuldung nach, um die strukturellen Probleme zu lösen.

Anleihe-Renditen

An den Aktienmärkten zeigten Technologie-Aktien nach dem langen Boom Schwäche, und offensichtlich sind nun defensive Anlageklassen wieder stärker gefragt.

So verzeichnen die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen einen weiteren Rückgang. US-Papiere mit dieser Laufzeit rentierten am Dienstag mit 4,18 Prozent, nach 4,34 Prozent in der Vorwoche. Gleichzeitig ist das im Rahmen unserer wöchentlichen Beobachtung der niedrigste Stand seit dem 15. Oktober 2014. Dabei sind die amerikanischen Marktzinsen acht Wochen in Folge nicht mehr gestiegen.

Anleihen, Renditen, Staatsanleihen, Marktzinsen, Zinsen

Währenddessen sank die Rendite deutscher 10-jähriger auf 2,43 Prozent und auch bei den Papieren der anderen Euroländer ging es in diese Richtung.

Goldpreis-Ausblick

Auf dem Goldmarkt hielten die massiven physischen Goldtransfers in die USA bis zuletzt an. Dies äußerte sich auch in Rekordbeständen an Gold in den Tresoren der US-Warenterminbörse COMEX (Goldpreis sinkt, ungewöhnliche Lage am US-Goldmarkt).

Was steht in dieser Woche noch an bedeutenden Terminen an? Zunächst einmal hält US-Präsident Donald Trump am Dienstagabend eine Rede zur Lage der Nation. Immer wieder sorgte Trump in der Vergangenheit mit öffentlichen Äußerungen für spontane Marktbewegungen.

Hinweise auf die Entwicklung der US-Wirtschaft gibt es am Mittwoch mit dem ADP-Arbeitsmarktbericht, dem ISM-Einkaufsmanager-Index und den Auftragseingängen im Januar. Am Donnerstag gibt die EZB das Ergebnis ihrer aktuellen geldpolitischen Sitzung bekannt. Und am Freitag erscheinen die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für den Monat Februar. Außerdem hält Fed-Präsident Jerome Powell am Abend eine Rede zur wirtschaftlichen Entwicklung an der University of Chicago.

So entwickelt sich der Goldpreis im März

32

Statistisch ist der März zwar der zweitschwächste Gold-Monat des Jahres. In den vergangenen Jahren verzeichnete der Monat aber wiederholt einen starken Goldpreis-Anstieg.

Goldpreis-Entwicklung

Am letzten Handelstag im Februar schloss der Goldpreis auf Basis des Londoner Referenzkurses (P.M.) mit 2.834,55 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 2.721,17 Euro. Nach dem starken Januar stiegen die Gold-Notierungen damit gegenüber Vormonat noch einmal leicht um 0,8 Prozent (in USD) beziehungsweise 0,3 Prozent (in EUR).

Gold, Goldbarren (Bild: Goldreporter)
Frühlingserwachen beim Goldpreis? Nach einem starken Januar stieg Gold im vergangenen Monat „nur“ um 0,3 Prozent. Gegenüber Vorjahr verteuerte sich das Edelmetall um 44 Prozent.

Deutlich mehr als Inflationsausgleich

Kräftig ging es im Vorjahresvergleich nach oben. Denn Ende Februar 2024 lag der Goldpreis noch bei 2.048,04 US-Dollar oder 1.886,66 Euro. Somit verteuerte sich Gold innerhalb eines Jahres um 38 Prozent (in USD) bzw. 44 Prozent (in EUR). Damit erzielte man mit dem Besitz von Gold deutlich mehr als einen Inflationsausgleich. Denn die offizielle deutsche Inflationsrate lag im Februar bei 2,3 Prozent.

Obwohl die Kursentwicklung im Februar am Ende gedämpft blieb, ereigneten sich zumindest auf Dollar-Basis in diesem Zeitraum neun Rekordhochs. In Euro gerechnet waren es immerhin fünf.

Goldpreis im März

Wir betrachten an dieser Stelle die saisonalen Vorgaben für den Monat März. Statistisch gesehen handelt es sich zwar um den zweitschwächsten Goldmonat des Jahres – knapp vor dem Juni. Denn für den Zeitraum von 1970 bis 2024 ergibt sich hier ein durchschnittlicher März-Verlust von 0,25 Prozent. Dabei schloss der Goldpreis hier in 28 von 55 Jahren mit roten Vorzeichen (Quote: 51 %). Allerdings holte der März in den vergangenen Jahren deutlich auf.

Denn seit 2021 stieg der Kursgewinn kontinuierlich an, und im letzten Jahr ging der Goldpreis mit einem Plus von 8,7 Prozent aus dem März hervor. Damit schaffte es 2024 in die Top-3 der März-Charts (siehe Übersicht unten). Aber hinter den Kursbewegungen standen wiederholt auch besondere Ereignisse.

Kursanstieg der letzten Jahre

Die Banken-Turbulenzen in den USA und in der Schweiz spielten vor zwei Jahren eine wesentliche Rolle für die Kursentwicklung (Bankenkrise, weitere Episode der systematischen Geldwertvernichtung). Letztes Jahr stand die positive Goldpreis-Entwicklung unter dem Eindruck steigender Erwartungen an Zinssenkungen. Auch seinerzeit ereignete sich ein Serie neuer Kursrekorde.

Schwere Verluste 2008/2009

Dagegen gab es 2008 und 2009 größere März-Verluste, also im Umfeld der damaligen Finanz- und Wirtschaftskrise. In beiden Jahren brach der Goldpreis in diesem Zeitraum von rund 8 Prozent ein. Einerseits war es die Zeit, in der einzelne Großbanken-Vertreter die Edelmetall-Kurse nachweislich massiv manipulierten. Andererseits gab es nach der Lehman-Pleite immer wieder auch Liquiditätsprobleme im Finanzsektor, so dass viele Assets schonungslos auf den Markt geworfen wurden.

Gold, Goldpreis, Gold-Statistik, Goldpreis im März
Goldpreis im März: Immer stärkere Monatsgewinne in den letzten Jahren. 2024 stand die Kursentwicklung unter dem Eindruck steigender Erwartungen an sinkende Zinsen (Grafik/Berechnung: Goldreporter; Quelle: LBMA).

März-Highlights

Hier die besten und schwächsten Goldpreis-Ergebnisse im März seit 1970:

Beste März-Performance seit 1970 (Top-5)

  • 1991: +10,03 %
  • 2004: +8,83 %
  • 2024: +8,70 %
  • 1986:  +6,68 %
  • 1973:  +6,59 %

Schwächste März-Performance seit 1970 (Top-5)

  • 1980: -15,03 %
  • 1982: -10,51 %
  • 1990: -8,98 %
  • 2009: -8,48 %
  • 2008: -7,89 %

Hinweis: Alle Angaben basieren auf dem Londoner Nachmittags-Fixing und dem Goldpreis am Monatsende laut Bundesbank-Statistik; bei einem Umrechnungskurs von 1,95583 DM / Euro.

Goldpreis sinkt, ungewöhnliche Lage am US-Goldmarkt

9

Während der Goldpreis vergangene Woche deutlicher sank, deckten sich Händler an der US-Warenterminbörse weiter mit physischem Gold ein.

Goldpreis

Der Goldpreis beendete den Monat Februar mit einem kleinen Plus. Denn auf Basis der US-Futures (April-Kontakt) ging Gold am Freitag mit 2.848,50 US-Dollar pro Unze aus dem Handel. Damit verteuerte sich das Edelmetall gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent. In Euro gerechnet beträgt der Kursgewinn mit 2.745,28 Euro 0,3 Prozent. Die im Februar erreichten Rekorde liegen bei 2.963 US-Dollar bzw. 2.848 Euro.  

Das heißt, von diesen Marken kam der Goldpreis zuletzt um 3,9 Prozent (in USD) bzw. 3,6 Prozent zurück. Die Kursentwicklung im Februar wurde vor allem durch eine starke institutionelle physische Goldnachfrage, große Metallbewegungen in die Vereinigten Staaten und stärkere Preisdifferenzen auf den internationalen Märkten geprägt.

Gold, Goldbarren, Goldpreis (Bild: Goldreporter)
Der Goldpreis fiel in der vergangenen Woche um fast 4 Prozent vom Rekordhoch am Montag. Viele Händler schlossen ihre Futures-Positionen, dabei erreichten die physischen Goldbestände an der COMEX neue Rekordwerte.

CoT-Daten

Was hat sich zuletzt auf dem US-Terminmarkt getan? Dazu betrachten wir zunächst die aktuellen CoT-Daten (Commitments-of-Traders-Report) der US-Aufsichtsbehörden CFTC. Darin enthalten sind die Positionen der größten Händlergruppen im Geschäft mit Gold-Futures an der US-Warenterminbörse COMEX per 25. Februar 2025.

Hier sank die Netto-Short-Position der „Commercials“ im Zuge des jüngsten Verfallstermins gegenüber der Vorwoche um 2,7 Prozent auf 288.100 Kontrakte. Auf der Gegenseite verringerte sich die Netto-Long-Position der „Großen Spekulanten“ um 2,6 Prozent auf 261.625 Kontrakte.

Open Interest

Währenddessen verzeichnete der Open Interest gegenüber der Vorwoche einen weiteren Rückgang um knapp 2 Prozent auf 512.179 Kontrakte. Und bis zum Handelsschluss am Freitag sank diese Summe aller offenen Gold-Kontrakte an der COMEX um weitere 4 Prozent auf nur noch 491.036 Kontrakte. Im Vorwochenvergleich (Freitag bis Freitag) ging es um kräftige 7 Prozent nach unten.

Gold, Gold-Futures, COT

Gold, Gold-Futures, CoT-Daten, Gold-Positionen, Commercials, Spekulanten, Open Interest, Gold-Optionen

Gold-Optionen

Währenddessen ist der Open Interest im Gold-Optionshandel wie üblich mit Ablauf des monatlichen Verfallstermins zurückgekommen. Denn hier sehen wir per 28. Februar 2025 eine Abnahme um 20 Prozent auf 843.078 Optionen.

Dabei sank die Put/Call-Ratio auf 0,639 (Vorwoche: 0,729). Das bedeutet, dass auf 100 Put-Optionen zuletzt wieder 156 Call-Optionen entfielen. Dagegen waren es in der Vorwoche nur 137. Damit verzeichnete der Gold-Optionshandel wieder einen stärkeren übergeordneter Goldpreis-Optimismus.

Goldpreis-Entwicklung

Der Goldpreis kam vergangenen Woche kontinuierlich zurück. Das heißt, bei Kursrücksetzern fanden sich nicht mehr genügend Käufer, um den Kurs erneut anzuheben. Ins Wochenende ging es dann nahe am Wochentief.

Gold, Goldpreis, Gold-Futures, Goldchart
Goldpreis in US-Dollar, US-Futures (April-Kontrakt), elektronischer Handel, Wochenchart: Nach dem Rekordhoch am Montag wurden Rücksetzer nicht mehr in ausreichendem Maße gekauft (Quelle: CME Group).

COMEX-Gold-Lager wächst weiter

Werfen wir einen Blick auf die Goldlagerbestände an der COMEX. Hier kam es in den letzten Wochen zu einem ungewöhnlich starken Anstieg des Inventars. Und auch vergangene Woche setzte sich diese Entwicklung fort, allerdings in sinkendem Ausmaß. Denn die CME Group meldet per 27. Februar 2025 Gesamtbestände von 39,26 Millionen Unzen. Damit kamen 670.000 Unzen hinzu (Vorwoche: +1,15 Millionen; vor zwei Wochen: +2,85 Mio. Unzen).  

Dabei sanken die zur sofortigen Auslieferung an Kunden verfügbaren Gold-Bestände der Kategorie „eligible“ erneut, um 330.000 Unzen (Vorwoche: -100.000 Unzen) auf 20,27 Millionen Unzen (alle Zahlen gerundet). Dieses Gold gehört Händlern, nicht etwa den Bullionbanken. Das heißt, es kann jederzeit abgezogen werden, was auch zwei Wochen in Folge geschah.

Golddeckung weiter gestiegen

Bei einem Open Interest von 491.036 Kontrakten handelten Futures-Trader Ende der vergangenen Handelswoche insgesamt 49.103.600 Unzen Gold in Form von Standard-Futures (100 Unzen pro Vertrag). Das heißt, der Gold-Futures-Handel an der COMEX war am Freitag zu erstaunlichen 80 Prozent durch entsprechende Lagerbestände gedeckt, nach 73 Prozent in der Vorwoche.

In den vergangenen Jahren war die physische Deckung der US-Gold-Futures-Handels deutlich geringer – teilweise nur 30 Prozent. Vom Börsenbetreiber wird diese Unterdeckung damit gerechtfertigt, dass nur ein Bruchteil der Futures-Verträge tatsächlich physisch abgewickelt wird. Das heißt, am Ende des Kontrakt-Monats schließen die Parteien ihre Positionen hauptsächlich per Barausgleich. Der Anteil kann ebenfalls aus einer wöchentlichen Pflichtmitteilung entnommen werden.

Lieferanträge mit neuem Rekord

Und auch hier sehen wir weiter steigende Zahlen. So meldet die Börsenaufsicht CFTC für den ausgelaufenen Kontraktmonat nun 76.567 „Delivery Notices“, also Anträge auf physische Auslieferung von Gold. Damit kamen in einer Woche noch einmal 2.049 hinzu (Vorwoche: +5.041). Das heißt, es stehen nun unmittelbar 238 Tonnen Gold (7,65 Millionen Unzen) zur Auslieferung an – ein neuer Rekord.

Währenddessen liegen für den neuen Kontraktmonat März bereits 10.375 „Delivery Notices“ vor.

Gold-Aufschläge in China

Auch von China gehen weiterhin Goldpreis-Impulse aus. Denn am Donnerstagnachmittag um 14:30 Uhr (8:30 Uhr MEZ Berlin; 3:30 Uhr New York) notierte Gold an der Shanghai Gold Exchange mit 676,54 Yuan pro Gramm. Zu diesem Zeitpunkt entsprach der Goldpreis in Shanghai umgerechnet 94,44 US-Dollar bzw. 2.937 US-Dollar pro Unze.

Gleichzeitig kostete die Feinunze Gold am europäischen Spotmarkt (FOREX) 2.886 US-Dollar. Das bedeutet, dass Gold in China in der elften Woche in Folge über dem internationalen Goldpreis gehandelt wurde. Gemäß unserer Berechnung waren es noch 51 US-Dollar, nach 45 US-Dollar in der Vorwoche. Damit lag der Kurs 1,8 Prozent über dem europäischen Goldpreis. In den 2024er Hochphasen sahen wir beim Goldpreis in Shanghai allerdings Aufschläge von bis zu 90 US-Dollar auf die westlichen Kurse.

Goldpreis-Ausblick

Der durch die starke physische Goldnachfrage erzeugte Sog hat die Bestände an der COMEX zu neuen Rekordhöhen anwachsen lassen. Bislang gibt es jedoch keine Hinweise darauf, dass die Trump-Administration tatsächlich Importzölle auf Waren aus Großbritannien einführen wird, insbesondere auf die dort gelagerten Goldbestände. Auch die Schweiz, als größter weltweiter Umschlagsplatz für verarbeitetes Gold, ist bislang nicht betroffen. Hingegen liegt eine Ankündigung für Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Einfuhren aus der EU vor – ab April.

Zuletzt kamen an der COMEX Goldpreis und Open Interest gemeinsam zurück. Dies ist in der Regel ein Hinweis auf eine nachlassende Marktschwäche, bzw. auf eine kurzfristige Bodenbildung. Nun muss sich zeigen, wie sich die Goldnachfrage unter dem jüngsten Narrativ weiterentwickelt. Aus technischer Sicht ist die Unterstützung bei 2.800 US-Dollar von erheblicher Bedeutung.

Gold kaufen: Aktuelle Lage und Preise im Edelmetall-Handel

23

Jetzt Gold kaufen oder verkaufen? Im Edelmetall-Handel ist weiterhin günstige Zweitmarktware erhältlich. Die Goldnachfrage bleibt hoch.

Goldpreis mit Rücksetzer

Nachdem der Goldpreis zu Wochenbeginn ein weiteres Rekordhoch erreichte, gaben die Goldnotierungen im Wochenverlauf deutlicher nach. Am europäischen Spotmarkt kostet die Feinunze Gold am Freitagvormittag um 11:30 Uhr 2.862 US-Dollar, was 2.753 Euro entsprach. Damit sank der Goldpreis gegenüber Vorwoche um 2,3 Prozent bzw. 1,6 Prozent in Euro. Parallel ging der Silberpreis um 5,6 Prozent bzw. 4,9 Prozent zurück auf 31,11 US-Dollar beziehungsweise 29,91 Euro. Zu diesem Zeitpunkt führten wir unsere wöchentliche Preisanalyse im deutschen Edelmetall-Handel durch. Hier meldeten Anbieter eine anhaltend große Nachfrage nach Anlageprodukten.

Gold kaufen, Goldmünzen, Gold verkaufen, Gold (Bild: Goldreporter)
Gold kaufen oder verkaufen? Beim Kauf von klassischen Goldanlagemünzen kann man rund 60 Euro pro Unze sparen, wenn man Zweitmarktware anstelle von Neuware erwirbt.

Hohe Nachfrage im Edelmetall-Handel

„Die Nachfrage nach Edelmetallen ist weiterhin ungebremst. Der Februar hat den schon sehr erfolgreichen Januar noch übertrumpft“, sagte Henry Schwarz, Geschäftsführer der GfM GmbH (Anlagegold24) am Freitag gegenüber Goldreporter.

Währenddessen erklärte Dominik Lochmann, Geschäftsführer ESG Edelmetall-Service: „Sowohl auf Ankauf- wie Verkaufsseite ist die Auftragslage momentan sehr hoch. Dass trotz des hohen Preisniveaus viele Investoren weiterhin Gold kaufen, liegt sicherlich an den ungewissen Weltwirtschaftsaussichten, die der von Trump angestoßene Zollkrieg ausgelöst hat“.

Angebotslage

Anders als im Zuge der angespannten Versorgungslage im Londoner Bullionhandel, gibt es derzeit keine wirkliche Angebotsknappheit bei Retailware. „Die großen Auslieferungen nach USA und Asien laufen ja in der Regel über 400-oz-Standardbarren und nicht über ausgeprägte Investmentprodukte“, so Lochmann.  

Allerdings sagt Henry Schwarz: „Während im Januar Gold- und Silberunzen und auch Barren meist sofort bei den Prägestätten oder Barrenherstellern lieferbar waren, ist die Lieferung im Februar mit Wartezeit verbunden, es sind nicht alle Barrengrößen sofort lieferbar, bei bestimmten Größen hat sich die Wartezeit auf vier bis sechs Wochen erhöht. Auch die Prägestätten vergeben Bestellslots für Ihre Bestellungen“.

Gebrauchtware stark gefragt

Was immer noch gut funktioniere, sei der Ankauf von Gebrauchtware. Die Nachfrage sei bei weitem höher als das Angebot. „Hier hatten wir uns in der Vergangenheit zusätzlich von amerikanischen Händlern eingedeckt. Doch die Befürchtung von Zöllen auf Edelmetalle treibt die Aufgelder in den USA in die Höhe, sodass der Einkauf dort im Moment nicht wirtschaftlich ist. Es fehlt also im Moment Gebrauchtware vor allem Silber- und Goldunzen und Neuware ist nicht einfach nachzubeschaffen. Was im Moment ein Luxusproblem darstellt“, so Schwarz.

Gold kaufen

Jetzt Gold kaufen oder verkaufen? Wir werfen einen Blick auf die Ergebnisse unserer aktuellen Datenauswertung bei sechs deutschen Anbietern. Wer am Freitagvormittag in Form von prägefrischen Krügerrand-Münzen Gold kaufen wollte (aktueller Jahrgang), zahlte gemäß unserer Zahlen durchschnittlich 2.851 Euro – und damit 44 Euro weniger als vor einer Woche.

Dabei erhöhte sich das von uns ermittelte Aufgeld für Krügerrand-Neuware leicht auf 3,57 Prozent (Vorwoche: 3,53 Prozent). Ältere Jahrgänge erhält weiter mit deutlichen Abschlägen gehandelt. Der Durchschnitt in unserer Analyse lag bei 57 Euro (Vorwoche: 66 Euro).

Dagegen ist das durchschnittliche Aufgeld für 100-Gramm-Goldbarren marginal zurückgegangen auf 1,72 Prozent. Denn ein Exemplar kostete in unserer Datenerfassung im Mittel 9.005 Euro. Damit waren es 147 Euro weniger als vor einer Woche.

Silber kaufen

Wie entwickelten sich die Preise für die von uns beobachteten Silber-Produkte? Eine Unze Maple Leaf des aktuellen Jahrgangs kostete am Freitag durchschnittlich 40,62 Euro. Das Aufgeld für Silber-Maples stieg leicht auf 35,79 Prozent (Vorwoche: 35,38 Prozent). Auch bei 1-Kilogramm-Silberbarren nahm das von uns berechnete Aufschlag minimal zu auf 27,66 Prozent. Silbermünzen älterer Jahrgänge bekommt man weiterhin deutlich günstiger als prägefrische Stücke. Hier kann man etwa 4 Euro pro Unze sparen.

Gold, Gold kaufen, Gold verkaufen, Goldpreis, Goldmünzen, Krügerrand, Goldbarren, Aufgeld

Silber und Gold kaufen

Hinweis: Mit den von uns erhobenen Daten beobachten wir die allgemeine Marktpreis-Entwicklung und sondieren Hinweise auf die Veränderung von Angebot und Nachfrage im deutschen Edelmetall-Handel. Allerdings können die Preisangaben bei einzelnen Händlern deutlich variieren. Unsere wöchentlichen Durchschnittspreise erheben wir bereits seit dem Jahr 2010.

Wer Silber oder Gold kaufen möchte, sollte beachten: Kleinere Veränderungen beim Aufgeld sind nicht als Beurteilungsgrundlage für kurzfristige Kaufentscheidungen gedacht, da Silber- und Goldpreis ohnehin ständigen Schwankungen unterworfen sind. Aber das von uns berechnete durchschnittliche Aufgeld gibt einen Anhaltspunkt über das Preisniveau bei verschiedenen Anbietern.

Goldbestände der BIZ im Januar stark gesunken

8

Die Gold-Positionen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) sind im Januar um rund 80 Tonnen gesunken. Ein Zusammenhang mit der US-Goldnachfrage scheint nahezuliegen. 

Goldpreis und US-Goldnachfrage

Der Goldpreis ist in den ersten beiden Monaten des neuen Jahres gut gelaufen. Mit Kursen von 2.863 US-Dollar bzw. 2.752 Euro verteuerte sich Gold um 9 Prozent bzw. 10 Prozent. Die jüngste Kursentwicklung war begleitet vom Einfluss der neuen US-Regierung und einer massiven Bewegung an physischem Edelmetall in die Vereinigten Staaten. Dabei kam es im europäischen Großhandels- und Bankensektor zu langen Lieferzeiten, und große Teile des auch international frei verfügbaren Goldes wurden für den Transport in die USA eingesammelt (Goldreporter berichtete wiederholt).

Die Rolle der BIZ

In diesem Zusammenhang sind auch die jüngsten Berichtszahlen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich interessant. Denn die „Zentralbank der Zentralbanken“ gilt als einer der größten Akteure auf dem europäischen Goldmarkt. Es wäre also verwunderlich, wenn sich in den Büchern dieser Bank keine Auffälligkeiten gezeigt hätten.

Gold, BIZ, Goldposition, Goldpreis
Bis zum Jahr 2022 gab es eine (stark) positive Korrelation zwischen dem Goldpreis und der Gold-Position der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Diese ist nun plötzlich negativ (Quelle: BIZ; Berechnung/Grafik: Goldreporter).

Dazu betrachten wir den aktuellen Rechnungsbericht der BIZ mit den Vermögenspositionen per Ende Januar 2025. So weist das in der Schweiz ansässige Institut in seinem jüngsten Monatsbericht unter „Gold und Goldforderungen“ (Assets) einen Wert von umgerechnet 48,7 Milliarden US-Dollar aus. Bewertet mit dem Goldpreis am Monatsende (London P.M.) und den im Bericht hinterlegten Wechselkursen korrespondiert dies mit einer Goldposition im Umfang von 538,86 Tonnen. Und damit sank dieser Bestand gegenüber Vormonat gemäß unserer Berechnungen um 71,92 Tonnen. Dabei handelt es sich um den größten Rückgang seit Juni 2023.

Welche Art von Gold?

Die zweite in der Bilanz aufgeführte Gold-Position unter „Goldeinlagen“ („Liability/Equity“) belief sich Ende Januar auf 38,06 Milliarden US-Dollar, was zum Zeitpunkt der Berichterstellung unserer Berechnung zufolge 421,01 Tonnen entsprach. Das entspricht einem Rückgang um 9 Tonnen gegenüber Vormonat.

Die BIZ macht keinerlei Angaben dazu, was sich hinter den beiden genannten Gold-Positionen verbirgt (Derivate, echte Goldbarren, eigenes Gold, Fremdverwahrung). Wir gehen aber davon aus, dass die BIZ das unter „Gold und Goldforderungen“ aufgeführte Edelmetall aktiv am Markt handelt. Dagegen sind die „Goldeinlagen“ vermutlich physische Bestände, die das Institut selbst oder im Fremdauftrag verwahrt.

Hintergrund

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich gilt als „Zentralbank der Zentralbanken“. Einmal im Monat veröffentlicht die BIZ einen Rechnungsbericht. Darin enthalten sind die Goldbestände der Bank in einer Bewertung in SDR (Sonderziehungsrechte) aufgeführt. Goldreporter rechnet diese Beträge in Goldeinheiten (Tonnen) um. Ob und bei welchen Positionen es sich um echtes physisches Edelmetall oder um Goldderivate handelt (Futures, Optionen, Swaps) geht aus den Zahlen nicht hervor. Das ist in Zentralbank-Kreisen üblich. Daher bleibt nur Raum für Spekulationen.

Gold-ETF-Bestände schießen hoch – größter Zuwachs seit drei Jahren!

19

Innerhalb einer Woche stiegen die Bestände des SPDR Gold Shares um fast 29 Tonnen. Dabei flossen 2,8 Milliarden US-Dollar in diesen ETF.

Silber- und Goldpreis

Am gestrigen Mittwoch ging der Goldpreis mit 2.930 US-Dollar pro Unze aus dem US-Gold-Futures-Handel (April-Kontrakt), was 2.794 Euro entsprach. Damit verbilligte sich Gold gegenüber Vorwoche um 0,2 Prozent (in USD) bzw. 0,8 Prozent (in EUR).

Parallel sank der Silberpreis im Vorwochenvergleich um 1,4 Prozent bzw. 2 Prozent auf 32,58 US-Dollar bzw. 31,06 Euro.

Gold, Goldbarren, ETF-Gold, Gold-ETF, SPDR Gold Shares, GLD
Erstmals seit August 2023 meldet der Betreiber des SPDR Gold Shares (GLD) Goldbestände von mehr als 900 Tonnen. Innerhalb einer Woche kamen fast 29 Tonnen hinzu. Wird jetzt auch der größte Gold-ETF als physischer Goldhort genutzt?

Größter Gold-ETF

Während sich der Goldpreis also von seinen jüngsten Rekordmarken entfernte, verzeichnete der größte Gold-ETF innerhalb der vergangenen fünf Handelstage überraschend hohe Kapitalzuflüsse.

Denn der Betreiber des SPDR Gold Shares (US-Börsenkürzel: GLD) meldet per 26. Februar 2025 physische Bestände von 906,96 Tonnen. Damit kamen innerhalb einer Woche 28,98 Tonnen Gold hinzu. Dabei handelt es sich im Rahmen unserer wöchentlichen Analyse um die größte Bestandzunahme seit drei Jahren – konkret: seit dem 26. Januar 2022 (damals 32 Tonnen). Gleichzeitig verbucht der GLD erstmals seit August 2023 wieder Goldbestände von mehr als 900 Tonnen.

Rekordzufluss

Begleitet wurde das jüngste Lagermengenwachstum von einem Netto-Kapitalzufluss in Höhe von 2,8 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: In dem genannten Berichtszeitraum vor drei Jahren waren es 2,1 Milliarden Euro an Nettozuflüssen. Einen größeren Betrag an GLD-Nettoinvestitionen innerhalb einer Woche haben wir nicht in unserer seit 2010 geführten Statistik.

Hinweis: Pro ausgegebenem Anteilsschein muss der Betreiber dieses ETFs eine Zehntel Unze Gold physisch einlagern. Bei der Meldung von Kapitalflüssen und Fondsbeständen gibt es in der Regel eine zeitliche Verzögerung. Auf dem Goldmarkt besteht üblicherweise eine Zwei-Tages-Frist, in der physische Bestände nach einem Vertragsabschluss geliefert werden.

Nun stellt sich die Frage nach den Gründen. Handelt es sich um rein spekulative Käufe, weil der Goldpreis etwas gefallen ist, oder wird nun auch der größte Gold-ETF als Goldhort genutzt? Über die enormen Goldströme in die Vereinigten Staaten haben wir zuletzt mehrfach berichtet. Allerdings lagert das Gold des GLD offiziell in London – bei der Bank of England und der HSBC.

Größter Silber-ETF

Währenddessen meldet auch der größte Silber-ETF, der iShares Silver Trust (SLV), eine Bestandszunahme innerhalb der vergangenen fünf Handelstage. Denn zuletzt summierte sich das Silber-Inventar des größten Silber-ETFs auf 13.658,51 Tonnen. Damit sind es 123,17 Tonnen mehr als vor einer Woche.

In diesem Zeitraum gab es laut Angaben des Emittenten einen Nettokapitalzufluss von 128 Millionen US-Dollar. Pro ausgegebenem Anteilsschein ist dieser ETF offiziell mit einer Unze Silber pro ausgegebenem Anteilsschein physisch gedeckt.

Gold, Gold-ETF, SPDR, GLD, Silber-ETF, Goldbestände

Edelmetall-ETFs und Goldpreis

Frühere Bullenmärkte bei Silber- und Goldpreis waren regelmäßig von deutlich steigenden Beständen in den entsprechenden Edelmetall-ETFs begleitet.

Generell gelten die Fondsbestände als Nachläufer, die einem steigenden Silber- und Goldpreis mit wachsendem Inventar folgen. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren. In den vergangenen Jahren stieg die Beliebtheit dieser ETFs bei jungen US-Anlegern, die sie zunehmend über Discount-Broker erwerben.

Trotz Goldpreis-Rally: J.P. Morgan warnt Privatanleger vor Gold

28

Trotz der starken Goldpreis-Entwicklung warnt J.P. Morgan vor überzogenen Erwartungen in Gold und sieht bessere Alternativen zur Portfolio-Diversifikation. Zurecht? 

Goldpreis-Rally

Am Mittwochnachmittag notierte der Goldpreis am europäischen Spotmarkt mit 2.912 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 2.770 Euro. Damit hat sich Gold seit Jahresbeginn jeweils um rund 11 Prozent verteuert.  

Bereits im Vorjahr war der Goldpreis um 27 Prozent bzw. 34 Prozent (in EUR) gestiegen. Damit toppte das Edelmetall auch die Performance des marktbreiten US-Aktienindex S&P 500. Trotz dieser Entwicklung sehen Asset-Manager der US-Investmentbank J.P. Morgan den Anstieg kritisch und warnen vor überzogenen Erwartungen an das Edelmetall.

Gold, Goldbarren, Goldpreis (Bild: Goldreporter)
Banken verkaufen an Kunden lieber (die eigenen) Wertpapiere anstatt Gold, weil damit ihre eigene Rendite um ein Vielfaches höher ist. Aber dass der Goldpreis im Durchschnitt 8 Prozent pro Jahr steigt und die Gewinne danach steuerfrei sind, darf man nicht ignorieren.

J.P. Morgan hinterfragt das Edelmetall

Im aktuellen Wochenbericht der Bank heißt es, dass die Goldnachfrage in den letzten Jahren zwar gestiegen sei, die treibende Kraft hinter der Entwicklung aber vor allem Zentralbanken seien. Während höhere Realzinsen die Goldnachfrage anderer Marktteilnehmer gebremst hätten, hätten Zentralbanken ihre Käufe seit 2019 jährlich um 11,5 Prozent erhöht. Insbesondere nach dem Einfrieren russischer Auslandsguthaben im Jahr 2022 habe sich diese Entwicklung beschleunigt.

„Mit einem Anteil von fast einem Viertel der Gesamtnachfrage sind Zentralbanken inzwischen eine dominante Marktmacht. Darüber hinaus sind sie im Gegensatz zu privaten Investoren preisunempfindliche Käufer. Sie erwerben Gold trotz Rekordhöhen, da sie vor allem geopolitische Risiken absichern und nicht primär auf Renditeoptimierung aus sind“, so die Einschätzung der Bank. J.P. Morgan sieht hierin eine einseitige Marktverzerrung. Diese Preisunempfindlichkeit könne zu unnatürlichen Preisblasen führen.

Gold für private Investoren unattraktiv?

Für private Anleger bewertet J.P. Morgan Gold sogar als unattraktiv. Und hier liest man das Standard-Argument aus der Papiergeldwelt. Denn das Edelmetall generiere keine laufenden Erträge und sei angesichts des aktuellen Zinsniveaus mit hohen Opportunitätskosten belastet.

Zwar habe sich Gold in Krisenzeiten als stabilisierend erwiesen, langfristig jedoch keine überdurchschnittlichen Erträge geliefert. Seit 1988 habe die Wertentwicklung von Gold lediglich rund die Hälfte der Rendite eines „60/40-Portfolios“ erreicht, dabei jedoch mit 50 Prozent höherer Volatilität.

Bessere Alternativen zur Diversifikation?

Im Bericht heißt es abschließend: „Heute stehen Anlegern, die Diversifikation suchen, bessere Alternativen zur Verfügung – etwa Investitionen in Transport- und Infrastruktur. Diese bieten nicht nur eine Risikostreuung für das Portfolio, sondern liefern auch laufende Erträge – ein Vorteil, den Gold von Natur aus nicht besitzt.“

Gold, Altersvorsorge, Goldanlage
Goldreporter-Ratgeber „Altersvorsorge mit Gold“: Bankenunabhängige Informationen zur Goldanlage!

Altersvorsorge mit Gold

Unsere Einschätzung: Der Goldpreis ist seit 1970 pro Jahr um durchschnittlich 8 Prozent angestiegen. Hinzu kommt: Während Kapitalanlagen in Deutschland der Abgeltungssteuer von 25 Prozent unterliegen, sind Gewinne aus physischer Goldanlage nach einem Jahr steuerfrei. Einzig die entstehenden Lager- und Versicherungskosten wären Gold negativ anzulasten.

Warum Gold nicht nur ein guter Krisenschutz, sondern sehr wohl auch eine gute Kapitalanlage ist, und wie viel Gold man zur Vorsorge besitzen sollte, lesen Sie in unserer Sonderpublikation „Altersvorsorge mit Gold“.

Goldpreis mit Rücksetzer: Bleibt der steile Aufwärtstrend intakt?

3

Nach dem Erreichen eines weiteren Rekordhochs am Montag kam der Goldpreis zurück. Wie wirkt sich der Kursrückgang auf die Charttechnik aus?

Goldpreis-Entwicklung

Am gestrigen Dienstag schloss der Goldpreis im US-Futures-Handel mit 2.918,80 US-Dollar pro Unze (April-Kontrakt). Das entsprach 2.744,52 Euro. Damit verbilligte sich das Edelmetall im Vorwochenvergleich um 1 Prozent bzw. 2,8 Prozent (in EUR). Am Montag hatte der Goldpreis auf Dollar-Basis mit 2.963,20 US-Dollar noch ein Rekordhoch erreicht. Das war die neunte Bestmarke in diesem Jahr, acht alleine im Februar. Auf Euro-Basis hatte bis zuletzt die Bestmarke vom 10. Februar bei 2.848,65 Euro Bestand.

Gold, Goldchart, Goldpreis
Goldpreis in US-Dollar, 6 Monate, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (April-Kontrakt), per 25. Februar 2025.

Wie hat sich der Rücksetzer vom Dienstag auf die technischen Rahmenbedingungen ausgewirkt? Dazu betrachten wir zunächst den Dollar-Goldchart per 25. Februar 2025.

Charttechnik

Mit dem jüngsten Kursrückgang fiel die kurzfristige Unterstützung bei 2.930 US-Dollar. Damit liegt der nächste Support bei 2.900 US-Dollar. Sollte diese wichtige Kursschwelle nicht halten lägen die nächsten Anlaufstellen in den Bereichen von 2.880 US-Dollar und 2.840 US-Dollar.

Sentiment

Währenddessen sorgte die vorübergehende Kursschwäche für ein Abbau der kurzfristigen Kursüberhitzung. Denn mit einem RSI (Relative-Stärke-Index) von 58 befindet sich das Sentiment aus der Sicht von 14 Tagen nicht mehr im „überkauften“ Bereich. Denn das ist definitionsgemäß bei Werten oberhalb von 70 der Fall.

Derweil verringerte sich der Abstand zur 200-Tage-Linie auf 13 Prozent, und der aktuelle Kurs befindet sich 5 Prozent über dem 50-Tage-Schnitt. In beiden Fällen signalisiert das anhaltend positive Goldpreis-Momentum.

Goldpreis in Euro

Durch die jüngste Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar geriet der Euro-Goldpreis noch stärker unter Druck. Hier fiel der Goldchart bereits nah auf die wichtige Unterstützung von 2.770 Euro zurück. Sollte dieser Support nicht halten, dann wäre ein Kursrückgang bis in den Bereich von 2.700 Euro als kurzfristiges Ziel ableitbar.

Gold, Goldpreis, Goldchart, Euro-Goldpreis
Goldpreis in Euro, 6 Monate, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (April-Kontrakt), per 25. Februar 2025.

Ausblick

Im Rahmen des starken, bereits seit Ende 2024 beschleunigten Aufwärtstrends ist der jüngste Kursrücksetzer keine ungewöhnliche Erscheinung. Zuletzt wurden Rücksetzer immer wieder als Kaufgelegenheit angesehen. Eine übermäßige Kursübertreibung mit einer ausgeprägten Kursspitze (Fahnenstange) haben wir bei Gold bislang nicht gesehen. Denn auf eine solche Formation folgt oft eine stärkere Kurskorrektur. Somit spricht vorläufig nichts gegen eine Fortsetzung der Kursrally im steigenden 12-Monats-Trend, auch wenn vorübergehend weitere kurzfristige Unterstützungen fallen sollten.

Hinweis Goldpreis-Chartanalyse

Die obige Darstellung ist eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Gold. Wie immer gilt der Hinweis: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung dar. 

Goldpreis nach Rekordhoch schwächer: Was passiert jetzt?

30

Nach dem neuen Rekordhoch zum Wochenauftakt kam der Goldpreis am Dienstag etwas zurück. Warum diese Handelswoche spannend werden kann!

Goldpreis

Am Dienstagvormittag um 11:00 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 2.940 US-Dollar pro Unze, was 2.807 Euro entsprach. Damit verteuerte sich das Edelmetall gegenüber Vorwoche um 1 Prozent (in USD) bzw. 0,9 Prozent (in EUR).

Zu Wochenanfang hatte Gold auf Dollar-Basis ein weiteres Rekordhoch bei 2.950 US-Dollar markiert. Dagegen blieb die Euro-Bestmarke vom 19. Februar 2025 bestehen. Sie lautet 2.814 Euro.

Gold, Goldpreis, Goldbarren (Bild: Goldreporter)
Am europäischen Spotmarkt erreichte der Goldpreis am Montag mit 2.950 US-Dollar ein neues Rekordhoch. Am Dienstag kam Gold um ein halbes Prozent zurück. Die Woche könnte noch spannend werden.

Zinserwartungen

Im aktuellen konjunkturellen Umfeld, vor allem mit den zuletzt wieder gestiegenen Inflationsindikatoren, sind die Erwartungen an weitere schnelle Zinssenkungen in den USA und Europa gesunken. Am US-Arbeitsmarkt gibt Hinweise auf eine deutliche Verschlechterung der Lage. Auch die Trump-Regierung trägt mit ihrer harschen Einsparpolitik zum Stellenabbau im staatlichen Sektor bei. Für die nächsten Fed-Sitzungen im Mai und Juni zeigen die berechneten Wahrscheinlichkeiten überwiegende Erwartungen an eine Beibehaltung des aktuellen US-Leitzinsniveaus.

Anleihe-Renditen

In diesem Umfeld ist allerdings auch ein weiterer Rückgang der Anleiherenditen festzustellen, was steigende Anleihekurse bedeutet. Dies deutet auf eine steigende Anleihennachfrage und eine rückläufige Risikoneigung unter Investoren hin.

Womöglich schwingen hier Ängste hinsichtlich einer womöglich anstehenden Marktkorrektur mit. So rentierten 10-jährige US-Papiere am Dienstag mit 4,34 Prozent. Dagegen waren es in der Vorwoche noch 4,52 Prozent. Die gleichen Tendenzen verzeichnet der Euroraum. Zum Beispiel sank die Rendite 10-jähriger deutscher Staatsanleihen auf 2,47 Prozent, nach 2,51 Prozent in der Vorwoche.

Goldpreis-Ausblick

Zunächst laufen am heutigen Dienstag die März-Optionen im amerikanischen Goldhandel aus und am Mittwoch ist letzter Handelstag der Februar-Kontrakte bei den Gold-Futures. Am Donnerstag gibt es die zweite Schätzung des US-Bruttoinlandsproduktes im vierten Quartal 2024, die Auftragseingänge für langlebige Gebrauchsgüter und die schwebenden Hausverkäufe im Januar. Zum Wochenabschluss erscheinen am Freitag der PCE-Preisindex, an dem die Fed ihre inflationsabhängige Geldpolitik orientiert. Außerdem werden Zahlen zu den privaten Einkünften und Ausgaben veröffentlicht und es erscheint der Chicago-Einkaufsmanager-Index.

An der Börse sind die Augen auf die Quartalsergebnisse des Chipherstellers NVIDIA gerichtet, die am Mittwochabend erwartet werden. Nachdem die Märkte in den vergangenen Monaten stark vom KI-Hype getrieben waren, könnte das Ergebnis und der Ausblick marktbewegende Auswirkungen haben. Tech-Aktien kamen in den vergangenen Tagen schon etwas zurück. Das Gleiche gilt für den Bitcoin-Kurs, der am Dienstag bei 88.000 US-Dollar stand. Er fiel erstmals seit Dezember wieder unter die 90.000-Dollar-Schwelle. 

Anleihen, Zinsen, Marktzinsen, US-Rendite, Renditen

Renditen und Gold

Welchen Einfluss haben die Anleiherenditen auf den Goldpreis? Generell gilt: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, steigt ihre Attraktivität bei defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dadurch wirkt das zinslose Gold in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert.

Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme. Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Gold-Nachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gesucht werden, steigen Edelmetalle oft, während die Anleiherenditen sinken (steigende Anleihekurse).

Indiens Goldimporte im Februar auf 20-Jahres-Tief

2

Ein rekordhoher Goldpreis drückt die Nachfrage in Indien. Banken exportieren Gold in die USA. Die Hochzeitssaison stützt den Absatz kaum.

Indische Goldimporte

Indien verzeichnet derzeit einen deutlichen Rückgang der Goldnachfrage. Einem Reuters-Bericht zufolge könnten die indischen Goldimporte im Februar im Vorjahresvergleich um 85 Prozent auf etwa 15 Tonnen sinken. Dies hieße, es würde der niedrigste Wert für diesen Monat seit mindestens zwei Jahrzehnten erreicht.

Zum Vergleich: Im Februar 2024 beliefen sich die Einfuhren laut dem Bericht noch auf 103 Tonnen. In den vergangenen zehn Jahren habe Indien im Februar durchschnittlich 76,5 Tonnen Gold importiert. Die schwächeren Importzahlen Indiens waren zuletzt auch in den Schweizer Außenhandelsdaten sichtbar. Denn im Januar gelangten auf dieser Route lediglich 1,6 Tonnen ins Land, was einem Rückgang um 84 Prozent gegenüber Vorjahr entsprach.  

Gold, Goldschmuck, Indien (Bild: Goldreporter)
Gold-Schmuck hat in Indien eine lange Tradition. Vor allem zu Hochzeiten spielen goldene Ketten, Armreifen und Ringe eine wichtige Rolle.

Als Ursache für die Nachfrageschwäche wird in einem Reuters-Artikel der zuletzt stark gestiegene Goldpreis genannt. Gleichzeitig kann das geringere Importvolumen das Handelsbilanzdefizit verringern und die indische Rupie stützen. Indien gilt nach China als der weltweit zweitgrößte Absatzmarkt für Gold.

Goldpreis dämpft die Nachfrage

Der Goldpreis am europäischen Spotmarkt erreichte am Montag ein weiteres Allzeithoch mit 2.950 US-Dollar je Feinunze. Auch in Indien stieg der Goldpreis zeitgleich auf 86.592 Rupien pro zehn Gramm. Ein Regierungsbeamter erklärte gegenüber Reuters, dass Banken und Juweliere bislang nur geringe Mengen eingeführt hätten. Eine Erholung der Einfuhren sei nur bei einem deutlichen Preisrückgang in den nächsten Tagen zu erwarten.

Gold in die USA wegen höherer Margen

Ein in Mumbai ansässiger Leiter der Bullion-Abteilung einer Importbank sagt: „Wir sind auf den im Januar importierten Beständen sitzen geblieben. Weitere Importe lohnen sich im Februar nicht“, erklärte er. Mindestens zwei Banken hätten zudem importiertes Gold aus indischen Zollfreilagern in die USA verschifft, da dort bessere Preise erzielt werden können. Laut einem Händler bot der US-Markt zuletzt eine Prämie von etwa einem Prozent, während in Indien Rabatte von bis zu 35 US-Dollar pro Feinunze notwendig seien, um Gold zu verkaufen. Über die starke Goldnachfrage in den USA hat Goldreporter zuletzt mehrfach berichtet (Goldpreis und Goldmarkt: Strategische Goldtransporte der Banken).

Wenig Impulse aus der Hochzeitssaison

Die Hochzeitssaison im Frühjahr, die in Indien traditionell für eine hohe Goldnachfrage sorgt, kann den Einbruch derzeit nicht ausgleichen. Goldschmuck spielt in indischen Hochzeiten eine wichtige Rolle – sowohl als Bestandteil der Brautausstattung als auch als Geschenk von Familie und Gästen. Dennoch sei die Nachfrage aufgrund der Rekordpreise ungewöhnlich verhalten, erklärte ein Händler aus Kolkata.

Neue Edelmetall-Konferenz soll Branchen-Austausch fördern

6

Mit dem ZukunftsForum Edelmetalle beginnt am 23. März eine neue Fachkonferenz, die sich als jährliche Plattform für Branchenakteure, Expertenaustausch und Markttrends etablieren soll.

ZukunftsForum Edelmetalle

Vom 23. bis 25. März 2025 findet in Frankfurt erstmals das ZukunftsForum Edelmetalle (ZFE) statt. Diese Veranstaltung soll einmal im Jahr Fachleute aus der Branche zusammenbringen. Erklärtes Ziel ist es, den Branchenaustausch zu fördern, das Wissen und Image von Gold, Silber und Platingruppen-Metallen zu stärken und gleichzeitig den Finanz- und Wirtschaftsstandort Deutschland zu unterstützen.

ZukunftsForum, EdelmetalleZielgruppen und Messebereich

Das Forum richtet sich an institutionelle Investoren, Family Offices, Privatbanken, Vermögensverwalter, Fondsmanager, Edelmetall-Händler, Recycling-Unternehmen und Zentralbanken der DACH-Region. Kleinanleger sind nicht Zielgruppe der Veranstaltung. Ein begleitender Messebereich mit bis zu 17 Ständen bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Produkte und Dienstleistungen vorzustellen.

Das Konzept des ZukunftsForums Edelmetalle

Die Konferenz gliedert sich in einen „Gold-Tag“ und einen „Weißmetall-Tag“ mit Fokus auf Silber und Platinmetalle. Neben Vorträgen zu politischen, wirtschaftlichen und marktspezifischen Themen bietet die Veranstaltung auch parallele Sessions zu Spezialthemen wie Regulierung, Besteuerung und ESG.

ZukunftsForum Edelmetalle, Frankfurt, ZFE (Foto: Fragold GmbH)
Das Messe-Kongresshaus Kap Europa in Frankfurt am Main ist der Veranstaltungsort des ZukunftsForum Edelmetalle. Die Konferenz ist als jährliches B2B-Event konzipiert.

Networking-Möglichkeiten soll es bei der Cocktail-Reception in der Frankfurter Skybar am Vorabend sowie dem Konferenzdinner im Senckenberg Museum geben. Zum Begleitprogramm des ZFE gehört auch eine Minenbesichtigung der Grube Fortuna in Solms. Die Konferenz selbst findet im Kap Europa statt, dem Kongresshaus der Messe Frankfurt.

Referenten

Als Referenten und Gastredner werden eine ganze Reihe renommierter Branchenvertreter erwartet. Dazu gehören unter anderem Ruth Crowell, CEO der London Bullion Market Association (LBMA); John Reade, Senior Market Strategist des World Gold Council; Ronald Stöferle, Incrementum AG sowie zahlreiche deutsche und internationale Edelmetall-Experten aus dem Banken- und Verarbeitungs-Sektor.

Tickets und weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des ZukunftsForum Edelmetalle.

Wolfgang Wrzesniok-Roßbach (Foto: Fragold GmbH)
ZFE-Organisator Wolfgang Wrzesniok-Roßbach

Veranstalter und Organisator

Veranstalter ist die Fragold Connect GmbH. Geschäftsführer und ZFE-Organisator Wolfgang Wrzesniok-Roßbach ist einer der führenden Edelmetall-Experte im deutschsprachigen Raum, mit über 30 Jahren Berufserfahrung. Er war in leitenden Funktionen bei zahlreichen Branchen-Institutionen tätig, darunter im Edelmetall-Handel der Dresdner Bank, im Bereich Business Development/Sales und Marketing beim Edelmetall-Verarbeiter Heraeus sowie als Sprecher der Geschäftsführung der Degussa Goldhandel GmbH. Seit 2019 ist er geschäftsführender Gesellschafter der von ihm gegründeten Unternehmensberatung Fragold GmbH, die sich auf Edelmetall-Themen spezialisiert hat.

In English: ZukunftsForum Edelmetalle: New Industry Event in Germany

Goldreserven der Türkei steigen auf Rekordwert

4

Die Goldreserven der Türkei sind im Januar erneut gestiegen. Dabei hat das türkische Währungs-Gold einen neuen Rekordwert erreicht.

Türkische Währungsreserven

Die türkische Zentralbank (TCMB) hat neue Angaben zu den finanziellen Rücklagen ihres Landes gemacht. Demnach beliefen sich die gesamten Währungsreserven der Türkei Ende Januar auf 165,97 Milliarden US-Dollar. Damit stieg dieser Wert gegenüber Vormonat um 7 Prozent oder 10,8 Milliarden US-Dollar. Dabei stiegen die Fremdwährungsreserven um 6,43 Milliarden US-Dollar oder 7,7 Prozent auf 89,96 Milliarden US-Dollar.

Gold, Goldbarren, Türkei (Bild: Goldreporter)
Die Goldreserven der Türkei sind in den vergangenen sechs Monaten in Folge gestiegen, zuletzt um 3,11 Tonnen auf 765,05 Tonnen und erreichten einen Rekordwert von 68,66 Milliarden US-Dollar (Bild: Goldreporter).

Goldreserven erreichen Rekordwert

Dabei nahm der Wert der türkischen Goldreserven um knapp 7 Prozent zu auf 68,66 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem neuen Rekordhoch. Der bisherige Bestwert stammte aus dem Oktober 2024 und lag bei 67,37 Milliarden US-Dollar.

Die Goldbestände werden nun mit 24,597 Millionen Unzen angegeben, was 765,05 Tonnen entspricht. Damit kamen innerhalb eines Monats 3,11 Tonnen (100.000 Unzen) hinzu. Innerhalb eines Jahres sind die Goldreserven um 38 Tonnen oder 7 Prozent gestiegen.

Gold, Türkei, Goldreserven
Entwicklung Goldreserven der Türkei seit 2010 in Tonnen (Quelle: TCMB; Grafik: Goldreporter).

Die bislang größte Menge an Gold hatte die TCMB im Februar 2023 gehalten. Damals waren es umgerechnet 836,65 Tonnen – also rund 72 Tonnen mehr als zuletzt. Dabei blieb der Goldanteil an den gesamten Währungsreserven der Türkei nun konstant bei 41 Prozent. Im September 2020 wurde hier der bisherige Rekord mit 52 Prozent erreicht.

Gold, Goldreserven, türkische Goldreserven
Entwicklung Goldreserven der Türkei seit 2010 in US-Dollar (Quelle: TCMB; Grafik: Goldreporter).

Gold der Türkei

In den oben genannten Zahlen ist auch Gold enthalten, das von Geschäftsbanken bei der TCMB (z.B. als Sicherheiten für Zentralbankgeld) hinterlegt wurde. Die rein staatlichen türkischen Goldreserven bezifferte der World Gold Council zuletzt auf 615 Tonnen.

Die Türkei verzeichnet seit Jahren einen sinkenden Außenwert ihrer Landeswährung. Hohe Goldimporte trugen dazu bei, da dafür in der Regel US-Dollar erforderlich sind. Deshalb haben die türkischen Behörden laut Medienberichten bereits vor einem Jahr Beschränkungen für die Goldeinfuhr erlassen (Goldreporter berichtete). Die Gold-Einfuhrmengen der Türkei sind in den vergangenen Monaten deutlich gesunken.

Goldpreis setzt Rekord-Rally fort: Goldmarkt in Aufruhr!

13

Der Goldpreis markierte ein neues Rekordhoch. Dabei stiegen die Goldbestände und Anträge auf physische Lieferung an der US-Terminbörse COMEX weiter an.

Goldmarkt und Goldpreis

Auf dem internationalen Goldmarkt gibt es andauernde Metallverschiebungen zwischen Ost und West. Derzeit wandert ein Großteil der im europäischen Bankenbereich verfügbaren Goldinvestmentbarren in die USA ab. Entsprechende Zahlen sind aus diversen Statistiken abzulesen.  

Die Bank of England ist der größte europäische Versorger im europäischen Goldgroßhandel. Deren Goldbestände sind stark gesunken. Hier gibt es nach wie vor Meldungen über lange Lieferzeiten für Kunden, die Gold aus den Beständen dieser Zentralbank abrufen. Schon Ende Januar haben wir darüber berichtet. 

Gold, Goldpreis, Goldbarren (Bild: Goldreporter)
Goldpreis-Explosion: Gold wird tonnenweise in die USA verschifft, dazu muss die Bank of England ihre Goldtresore weit öffnen. Die neuen Daten vom US-Terminmarkt dokumentieren die anhaltende physische Goldnachfrage in den Vereinigten Staaten (Bild: Goldreporter).

In dieser Woche erschienen die Januar-Zahlen der Schweizer Außenhandelsstatistik. Darin ist die Lieferung von 192 Tonnen Gold in die USA festgehalten. Das entsprach 85 Prozent der gesamten Schweizer Goldexporte im Januar. Mehr Informationen erhalten Sie hier:
Gold tonnenweise in die USA: Schweizer Goldexporte explodieren

Unter diesem Eindruck ist der Goldpreis weiter angestiegen. 3.000 US-Dollar pro Unze scheinen nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

CoT-Daten

Aufmerksam beobachten muss man in diesem Zusammenhang, was im Goldhandel an der US-Warenterminbörse COMEX geschieht. Dazu betrachten wir zunächst die aktuellen CoT-Daten (Commitments-of-Traders-Report) der US-Aufsichtsbehörden CFTC. Darin enthalten sind die Positionen der größten Händlergruppen im Geschäft mit Gold-Futures an der US-Warenterminbörse COMEX per 18. Februar 2025.

Hier sank die Netto-Short-Position der „Commercials“ gegenüber der Vorwoche um 4,5 Prozent auf 296.071 Kontrakte. Auf der Gegenseite verringerte sich die Netto-Long-Position der „Großen Spekulanten“ um 5,6 Prozent auf 268.674 Kontrakte.

Open Interest

Währenddessen verzeichnete der Open Interest gegenüber der Vorwoche einen Rückgang um 1,2 Prozent auf 522.330 Kontrakte. Bis zum Handelsschluss am Freitag stieg diese Summe aller offenen Gold-Kontrakte an der COMEX dann um 1,3 Prozent auf 529.007 Kontrakte. Im Vorwochenvergleich (Freitag bis Freitag) ging es um 1,2 Prozent nach oben.

Gold, CoT, Gold-Futures, Positionen

Gold, CoT-Daten, Gold-Futures, Positionen, Open Interest, Gold-Optionen

Gold-Optionen

Währenddessen ist der Open Interest im Gold-Optionshandel noch einmal deutlich gestiegen. Denn hier sehen wir per 21. Februar 2025 eine Zunahme um fast 9 Prozent auf 1.061.161 Optionen. Dabei sind die Wetten auf einen fallenden Goldpreis weiter gestiegen.

Denn die Put/Call-Ratio nahm zu auf 0,729 (Vorwoche: 0,609). Das bedeutet, auf 100 Put-Optionen kamen zuletzt nur noch 137 Call-Optionen. Dagegen waren es in der Vorwoche 164 und vor zwei Wochen lag der Wert noch bei 202. Damit besteht zwar weiterhin ein übergeordneter Goldpreis-Optimismus im Optionshandel an der COMEX, aber mit stark rückläufiger Tendenz.

Goldpreis-Entwicklung

Der Goldpreis beendete die Woche im amerikanischen Gold-Futures-Handel (April-Kontrakt) mit 2.953,20 US-Dollar pro Unze (2.823,06 Euro). Damit verteuerte sich das Edelmetall gegenüber Vorwoche um 1,8 Prozent (USD) bzw. 2,1 Prozent (EUR). Das Wochenhoch ereignete sich am Donnerstag bei 2.972 US-Dollar. Im Tagesverlauf gab es wiederholt stärkere Volatilität. Das aktuelle Rekordhoch im US-Futures-Handel liegt bei 2.956,10 US-Dollar. Es wurde am Donnerstag erreicht. Auf Euro-Basis erzielte der Goldpreis seine Bestmarke am 10. Februar bei 2.848,65 Euro.

Gold, Goldpreis, Goldchart
Goldpreis in US-Dollar, US-Futures (April-Kontrakt), elektronischer Handel, Wochenchart: Neues Rekordhoch am Donnerstag, Rücksetzer werden gekauft (Quelle: CME Group).

COMEX-Gold-Lager wächst weiter

Werfen wir einen Blick auf die Goldlagerbestände an der COMEX. Hier kam es in den letzten Wochen zu einem ungewöhnlich starken Anstieg des Inventars. Und auch vergangene Woche setzte sich diese Entwicklung fort. Denn die CME Group meldet per 20. Februar 2025 Gesamtbestände von 38,59 Millionen Unzen. Damit kamen 1,15 Millionen Unzen hinzu (Vorwoche: +2,85 Mio. Unzen).  

Allerdings sanken die zur sofortigen Auslieferung an Kunden verfügbaren Gold-Bestände der Kategorie „eligible“ um 100.000 Unzen auf 20,60 Millionen Unzen (alle Zahlen gerundet). Dieses Gold gehört Händlern, nicht etwa den Bullionbanken. Das heißt, es kann jederzeit abgezogen werden.

Golddeckung weiter gestiegen

Bei einem Open Interest von 529.007 Kontrakten handelten Futures-Trader Ende der vergangenen Handelswoche insgesamt 52.900.700 Unzen Gold in Form von Standard-Futures (100 Unzen pro Vertrag). Das heißt, der Gold-Futures-Handel an der COMEX war am Freitag zu erstaunlichen 73 Prozent durch entsprechende Lagerbestände gedeckt, nach 72 Prozent in der Vorwoche.

In den vergangenen Jahren war die physische Deckung der US-Gold-Futures-Handels deutlich geringer – teilweise nur 30 Prozent. Vom Börsenbetreiber wird diese Unterdeckung damit gerechtfertigt, dass nur ein Bruchteil der Futures-Verträge tatsächlich physisch abgewickelt wird. Das heißt, am Ende des Kontrakt-Monats schließen die Parteien ihre Positionen hauptsächlich per Barausgleich. Der Anteil kann ebenfalls aus einer wöchentlichen Pflichtmitteilung entnommen werden.

Lieferanträge mit neuem Rekord

Und auch hier sehen wir weiter steigende Zahlen. So meldet die Börsenaufsicht CFTC für den laufenden Kontraktmonat nun 74.518 „Delivery Notices“, also Anträge auf physische Auslieferung von Gold. Damit kamen in einer Woche noch einmal 5.041 hinzu (Vorwoche: +14.350). Zum Vergleich: Im Dezember waren insgesamt 25.856 Anträge gestellt worden. Aber: für eine Februar-Auslieferung liegen nun bereits 35 Prozent mehr Anträge vor als im gesamten Rekordmonat Juni 2020. Damals bestanden Händler insgesamt 55.102-mal auf physische Auslieferung des als Futures gehandelten Goldes.

Hinweis: Jede „Delivery Notice“ entspricht einem Gold-Future á 100 Unzen. Das heißt, aktuell stehen 7.451.800 Unzen bzw. 232 Tonnen Gold für Ende Februar zur Auslieferung an. Damit sind es 14 Prozent der aktuell in US-Futures gehandelten Goldes.

Run auf physisches Gold

Damit sichern sich Goldhändler über den Futures-Handel hohe Bestände an physischem Metall. Warum sind die Werte so ungewöhnlich hoch?

Die Furcht vor möglichen Importzöllen galten bis zuletzt als Auslöser massiver Goldtransfers vom London Bullion Market an die COMEX. Wer genau diese großen Mengen an Gold abruft und aus welchem Grund, bleibt weitgehend ungeklärt. Zu den Abnehmern könnten vor allem Goldverwender zählen, wie Juweliere und Goldverarbeiter, die sich Bestände sichern. Aber auch das Arbitrage-Geschäft spielte zuletzt eine Rolle, was dieser Beitrag nahelegt: Goldpreis und Goldmarkt: Strategische Goldtransporte der Banken

Gold-Aufschläge in China

Auch von China gehen weiterhin Goldpreis-Impulse aus. Denn am Donnerstagnachmittag um 14:30 Uhr (8:30 Uhr MEZ Berlin; 3:30 Uhr New York) notierte Gold an der Shanghai Gold Exchange mit 688,76 Yuan pro Gramm. Zu diesem Zeitpunkt entsprach der Goldpreis in Shanghai umgerechnet 96,25 US-Dollar bzw. 2.993 US-Dollar pro Unze.

Gleichzeitig kostete die Feinunze Gold am europäischen Spotmarkt (FOREX) 2.948 US-Dollar. Das bedeutet, dass Gold in China in der elften Woche in Folge über dem internationalen Goldpreis gehandelt wurde. Gemäß unserer Berechnung waren es noch 45 US-Dollar, nach 59 US-Dollar in der Vorwoche. Damit lag der Kurs 1,5 Prozent über dem europäischen Goldpreis (Vorwoche: +2 %). In den 2024er Hochphasen sahen wir beim Goldpreis in Shanghai allerdings Aufschläge von bis zu 90 US-Dollar auf die westlichen Kurse.

Goldpreis-Ausblick

Zuletzt verging kaum eine Woche ohne neues Rekordhoch beim Goldpreis. Die massive physische Goldnachfrage auf institutioneller Ebene trieb den Kurs zuletzt weiter an. Preisrücksetzer werden auf dem Goldmarkt schnell aus Kaufgelegenheit erachtet.

Gleichzeitig sehen wir, dass im US-Optionshandel sehr viel stärker auf einen fallenden Goldpreis gewettet wird. Dies kann auch in Zusammenhang mit Absicherungsgeschäften stehen. In der kommenden Woche stehen an der COMEX die Verfallstermine an. Am Dienstag laufen bei Gold die März-Optionen aus und am Mittwoch ist letzter Handelstag der Februar-Kontrakte bei den Gold-Futures. In diesem Umfeld kann es noch einmal zu kräftigen Kursbewegungen kommen.

Gold kaufen: Aktuelle Lage und Preise im Handel

9

Jetzt Gold kaufen? Der Goldpreis hält sich auf hohem Niveau, aber die Edelmetall-Preise im Handel kamen von den Rekorden der Vorwoche zurück.

Goldpreis-Entwicklung

In dieser Woche erreichte der Goldpreis ein weiteres Rekordhoch. Allerdings nur auf Dollar-Basis. Zum Wochenausklang kamen die Kurse dann etwas zurück. Am europäischen Spotmarkt kostet die Feinunze Gold am Freitagvormittag um 11:30 Uhr 2.929 US-Dollar, was 2.797 Euro entsprach. Das war der Zeitpunkt unserer wöchentlichen Preisanalyse im deutschen Edelmetall-Handel.

Damit sank der Goldpreis gegenüber Vorwoche jeweils um rund 0,3 Prozent. Parallel ging der Silberpreis um 1,1 Prozent zurück auf 32,94 US-Dollar beziehungsweise 31,44 Euro.

Gold kaufen, Goldmünzen, Gold verkaufen
Jetzt Gold kaufen? Klassische Goldanlagemünzen sind weiterhin deutlich günstiger als prägefrische Ware. Pro Unze kann man bis zu 70 Euro sparen (Bild: Goldreporter).

Und während die Lieferzeiten für Goldbarren auf dem Londoner Goldmarkt aufgrund starker institutioneller US-Nachfrage stiegen, meldeten Edelmetall-Händler zuletzt keine Probleme bei der Versorgung mit Gold- und Silberprodukten.  

Gold kaufen

Jetzt Gold kaufen oder verkaufen? Wir werfen einen Blick auf die Ergebnisse unserer aktuellen Datenauswertung bei sechs deutschen Anbietern. Wer am Freitagvormittag in Form von prägefrischen Krügerrand-Münzen Gold kaufen wollte (aktueller Jahrgang), zahlte gemäß unserer Zahlen durchschnittlich 2.896 Euro – und damit 8 Euro weniger als vor einer Woche.

Dabei stieg das von uns ermittelte Aufgeld für Krügerrand-Neuware auf 3,53 Prozent (Vorwoche: 3,49 Prozent). Ältere Jahrgänge erhält man mit Abschlägen von bis zu 70 Euro pro Unze. Der Durchschnitt in unserer Analyse lag bei 66 Euro, also immerhin 15 Euro mehr als vergangene Woche.

Auch das durchschnittliche Aufgeld für 100-Gramm-Goldbarren nahm leicht zu auf 1,73 Prozent (Vorwoche: 1,67 Prozent). Denn ein Exemplar kostete in unserer Datenerfassung im Mittel 9.152 Euro. Damit waren es 24 Euro weniger als vor einer Woche.

Gold kaufen, Gold, Silber kaufen, Goldbarren, Goldpreis, Gold verkaufen, Aufgeld, Silbermünzen, Goldmünzen

Silber kaufen

Wie entwickelten sich die Preise für die von uns beobachteten Silber-Produkte? Eine Unze Maple Leaf des aktuellen Jahrgangs kostete am Freitag durchschnittlich 42,57 Euro. In der vergangenen Woche war der Preis für eine prägefrische Silberunze im deutschen Handel auf Rekordniveau gestiegen – zumindest seit wir unsere wöchentliche Erhebung durchführen – also seit Juni 2010. Allerdings notierte der Euro-Silberkurs zuletzt auch knapp an seinem Rekordhoch seit der Euro-Einführung. Und für noch höhere Silberkurse muss man zurückblicken bis zur Edelmetall-Hausse Anfang der 1980er-Jahre.

Das Aufgeld für Silber-Maples stieg nun leicht auf 35,38 Prozent (Vorwoche: 35,00 Prozent). Auch bei 1-Kilogramm-Silberbarren nahm das von uns berechnete Aufschlag minimal zu 27,39 Prozent. Silbermünzen älterer Jahrgänge bekommt man weiterhin deutlich günstiger als prägefrische Stücke. Hier kann man etwa 4 Euro pro Unze sparen.

Gold-Flut in die USA – doch die heimische Produktion bricht ein

8

Während derzeit große Mengen an Gold in die USA geliefert werden, ist die Goldproduktion in den Vereinigten Staaten weiter gesunken.

Goldpreis steigt

Gold bleibt international stark gefragt. Zuletzt machten die enormen Goldtransfers in die USA Schlagzeilen (Gold tonnenweise in die USA: Schweizer Goldexporte explodieren). Aber die Vereinigten Staaten selbst fördern immer weniger Gold.

Laut den aktuellen Zahlen des U.S. Geological Survey (USGS) produzierten die US-Minen im vergangenen November 13,5 Tonnen Gold. Damit lag die Goldproduktion 2 Prozent unter dem Output der drei vorangegangenen Monate, in denen jeweils 13,8 Tonnen produziert wurden. Gegenüber dem Vorjahr sank die Produktionsmenge um 10 Prozent. Denn im November 2023 förderten die US-Goldminen noch 15,1 Tonnen Gold. Die 11-Monats-Zahlen liegen mit 145 Tonnen 6 Prozent unter Vorjahr.

Gold, Goldmine, USA (Bild: Goldreporter)
Der Goldpreis stieg zuletzt auf immer neue Rekordhochs, dagegen ist die US-Goldproduktion weiter stark rückläufig. Im November förderten die US-Minen 10 Prozent weniger Gold als im Vorjahresmonat.

Goldpreis-Rally hilft nicht

Selbst der starke Goldpreis-Anstieg verhalf der US-Minenbranche zu keiner Erhöhung der Produktionszahlen, auch wenn natürlich pro Unze deutlich mehr Erlös erwirtschaftet wurde. Höhere Preise für Gold eröffnen theoretisch Möglichkeiten, schwerer zugängliche Lagerstätten auszubeuten.

Gold, Goldproduktion, USA, Goldminen

Fallender Trend

Zuletzt sank die US-Goldproduktion sechs Jahre in Folge. Für 2023 meldet der USGS 170 Tonnen an Ausbeute. Dabei verzeichnete die amerikanische Goldindustrie seit 1991 einen jährlichen Produktionsrückgang von durchschnittlich 1,5 Prozent. Dagegen erreichte der Gold-Output 1998 mit 366 Tonnen seinen Gipfel. Somit hat sich die jährliche Produktionsmenge seither halbiert.

Gold, Goldproduktion, US-Goldproduktion
Immer weniger Gold: Seit dem Förderhoch im Jahr 1998 hat sich die jährliche Goldproduktion in den USA mehr als halbiert. Für das Jahr 2024 ist mit einem weiteren Rückgang auf rund 160 Tonnen zu rechnen (Quelle: USGS; Grafik: Goldreporter).

Goldaktien

Aber der starke Goldpreis-Anstieg hatte sich zunächst positiv auf die Börsen-Performance der amerikanischen Minengesellschaften ausgewirkt. Bis Ende Oktober war der Dow Jones US Gold Mining Index im Jahresverlauf noch um fast 50 Prozent gestiegen.

Allerdings legte der Index danach erst einmal den Rückwärtsgang ein. Ausgehend vom Jahreshoch sank der Wert des Aktienkorbs um 25 Prozent. Dagegen sehen wir seit Jahresbeginn wieder einen deutlichen Indexanstieg um rund 29 Prozent.

Insgesamt strahlte die Minenbranche für institutionelle Anleger trotz des starken Goldpreis-Anstiegs in den vergangenen Jahren nur wenig Attraktivität aus. Dieser Umstand trug immer wieder den problematischen Finanzierungsbedingungen für Gold- und Rohstoff-Betriebe bei. Dabei zahlen die großen börsennotierten Goldproduzenten nach wie vor Dividenden. Beim Branchenprimus Newmont lag die Rendite noch bei 2 Prozent.

Goldpreis steigt: Größter Gold-ETF legt deutlich zu

6

Im Zuge des jüngsten Goldpreis-Anstiegs ist wieder mehr Geld in den größten Gold-ETF geflossen. Die GLD-Bestände stiegen um 11 Tonnen.

Silber- und Goldpreis

Am gestrigen Mittwoch ging der Goldpreis mit 2.936 US-Dollar pro Unze aus dem US-Gold-Futures-Handel (April-Kontrakt), was 2.817 Euro entsprach. Damit verteuerte sich Gold gegenüber Vorwoche um 0,3 Prozent, allerdings nur auf Dollar-Basis. Denn in Euro gerechnet blieb der Goldpreis praktisch unverändert. Dagegen stieg der Silberpreis im Vorwochenvergleich um 0,8 Prozent bzw. 0,5 Prozent auf 33,04 US-Dollar bzw. 31,71 Euro.

Gold, Goldpreis, Goldbarren
Der Goldpreis steigt und physisches Gold ist bei institutionellen Parteien sehr stark gefragt. Nun sind auch die Goldbestände des SPDR Gold Shares (GLD) zwei Wochen in Folge gestiegen.

Größter Gold-ETF

Nachdem in den vergangenen Wochen trotz steigenden Goldpreises drei Wochen in Folge Metallabgänge beim größten Gold-ETF verzeichnet wurden, floss in den letzten zwei Wochen wieder verstärkt Kapital in den Fonds.

Denn der Betreiber des SPDR Gold Shares (GLD) meldete zum 19. Februar 2025 physische Fondsbestände von 877,98 Tonnen Gold. Damit wurden innerhalb der vergangenen fünf Handelstage 11,48 Tonnen eingebucht. Das war im Rahmen unserer regelmäßigen Analyse die größte wöchentliche Bestandszunahme seit dem 20. März 2024.

Die Zunahme der Lagermenge ging einher mit einem Nettokapitalzufluss in Höhe von 325 Millionen US-Dollar. Pro ausgegebenem Anteilsschein muss der Fondsbetreiber eine Zehntel Unze Gold physisch einlagern. Hinweis: Bei der Meldung von Kapitalflüssen und Fondsbeständen gibt es in der Regel eine zeitliche Verzögerung. Auf dem Goldmarkt besteht üblicherweise eine Zwei-Tages-Frist, in der physische Bestände nach einem Vertragsabschluss geliefert werden.

Größter Silber-ETF

Währenddessen meldet der Betreiber des größten Silber-ETF, dem iShares Silver Trust (SLV), eine kräftige Bestandsabnahme. Denn zuletzt summierte sich das Silber-Inventar des größten Silber-ETFs auf 13.535,34 Tonnen. Damit sind es 118,92 Tonnen weniger als vor einer Woche.

Dabei gab es laut Angaben des Emittenten innerhalb der vergangenen fünf Handelstage einen Nettokapitalabfluss von 75 Millionen US-Dollar. Pro ausgegebenem Anteilsschein ist dieser ETF offiziell mit einer Unze Silber pro ausgegebenem Anteilsschein physisch gedeckt.

Gold, Silber, Gold-ETF, GLD, SPDR, SLV, GLD-Bestände

Edelmetall-ETFs und Goldpreis

Frühere Bullenmärkte bei Silber- und Goldpreis waren regelmäßig von deutlich steigenden Beständen in den entsprechenden Edelmetall-ETFs begleitet. Das war besonders im ersten Halbjahr 2024 nicht mehr in bekanntem Maße der Fall, als der Takt auf dem internationalen Goldmarkt wesentlich von China und deren physischer Goldnachfrage vorgegeben wurde. Allerdings trug die ETF-Nachfrage dann in den Sommermonaten wieder stärker zur folgenden Goldpreis-Rally bei.

Generell gelten die Fondsbestände als Nachläufer, die einem steigenden Silber- und Goldpreis mit wachsendem Inventar folgen. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren. Zudem stieg die Beliebtheit dieser ETFs bei jungen US-Anlegern, die sie zunehmend über Discount-Broker erwerben.

Gold tonnenweise in die USA: Schweizer Goldexporte explodieren

14

Im Januar lieferte die Schweiz erstaunliche 192 Tonnen Gold in die Vereinigten Staaten. Dagegen kollabierte die Liefermenge nach China.

Gold-Drehkreuz Schweiz

Die Eidgenössische Zollverwaltung hat die Schweizer Außenhandelszahlen für den Monat Januar veröffentlicht. Darin enthalten sind auch Angaben über das im vergangenen Monat exportierte und importierte Gold. Zur Erinnerung: Schweizer Raffinerien bedienen bis zu zwei Drittel der weltweiten Nachfrage nach Feingold. Das heißt, die Zahlen geben relativ zeitnah Auskunft über die internationale Goldnachfrage und große Goldtransfers. Wir haben die aktuellen Daten aufbereitet.

Gold, Goldbarren, USA, Schweiz, Goldexporte (Bild: Goldreporter)
85 Prozent der Schweizer Goldexporte gingen im Januar in die USA: 192,93 Tonnen im Wert von umgerechnet 17 Milliarden US-Dollar (Symbolbild).

192 Tonnen Gold in die USA

Zuletzt berichtete Goldreporter wiederholt, über erhebliche physische Goldtransfers in die USA, da US-Händler Importzölle befürchten und das Arbitragegeschäft boomt (Goldpreis steigt: Gold-Engpässe in London gemeldet).

Diese Entwicklung spiegelt sich nun erneut in den Schweizer Exportdaten für Januar wider. Denn für diesen Zeitraum wird die Lieferung von 192,93 Tonnen Gold in die Vereinigten Staaten gemeldet. Der Wert: 15,3 Milliarden CHF, umgerechnet 16,2 Milliarden Euro oder 17 Milliarden US-Dollar. Im Dezember waren bereits 64 Tonnen auf dieser Lieferstrecke transportiert worden.

Für China nur 200 Kilo

Und während überall auf der Welt das Gold förmlich für eine Lieferung in die USA zusammengekratzt wird, sind die Schweizer Goldexporte nach China praktisch zum Erliegen gekommen. Denn während im vergangenen Jahr pro Monat noch durchschnittlich 28 Tonnen Gold nach China wanderten, meldet die Schweiz für Januar nur noch 200 Kilo an Fracht in dieses Land. Auch nach Indien gingen im vergangenen Monat lediglich 1,6 Tonnen. Für dieses Ziel betrug die durchschnittliche monatliche Liefermenge der Schweiz im vergangenen Jahr immerhin 22 Tonnen.

Die gesamten Schweizer Goldexporte im Januar beliefen sich auf 225,42 Tonnen im Wert von 17,93 Milliarden CHF (19 Mrd. Euro). Damit gingen in dem Monat 86 Prozent der Goldlieferungen in die USA.  

Schweizer Goldimporte

Auf der anderen Seite verzeichnete die Schweiz auch stark steigende Goldimporte. Insgesamt wird für Januar eine Einfuhr von 286 Tonnen Gold im Wert von 17,35 Milliarden CHF gemeldet (18,4 Mrd. Euro). Dabei lieferten die Vereinigten Arabischen Emirate mit knapp 32 Tonnen das meiste Metall. Außerdem waren Usbekistan, Großbritannien und Kanada mit jeweils 14 Tonnen große Lieferanten. Auch die USA verschifften 12 Tonnen Gold in die Schweiz. Außerdem kamen jeweils rund 9 Tonne Gold aus Kasachstan, Südafrika und Deutschland.

Gold, Goldimporte, Schweiz

Gold, Goldexporte, Schweiz

Darüber hinaus lieferte Australien fast 28 Tonnen Gold mit insgesamt geringerem Feingehalt. Dabei handelt es sich mutmaßlich zu Teilen um unverarbeitetes Gold aus der Minenproduktion.

An den Zahlen lässt sich einschätzen, welcher Hochbetrieb in den eidgenössischen Raffinerien herrschen muss.

Hinweis: Bei dem oben genannten Metall handelt es sich gemäß der Eidgenössischen Zollverwaltung um „Gold, einschl. platiniertes Gold, in Rohform, zu anderen als zu monetären Zwecken (ausg. als Pulver)“.

Goldpreis: Jeder Rücksetzer eine Kaufgelegenheit

31

Der Goldpreis hat am Dienstag eine weitere Rekordmarke erreicht. Rücksetzer werden auf dem Goldmarkt weiterhin als Kaufgelegenheit wahrgenommen.

Goldpreis-Entwicklung

Am gestrigen Dienstag schloss der Goldpreis im US-Futures-Handel mit 2.949,00 US-Dollar pro Unze (April-Kontrakt). Das entsprach 2.822,55 Euro. Auf Dollar-Basis verteuerte sich das Edelmetall im Vorwochenvergleich um 0,6 Prozent und erreichte gleichzeitig ein neues Rekordhoch. Dagegen sank der Euro-Goldpreis im gleichen Zeitraum um 0,9 Prozent. Hier hat die Bestmarke vom 10. Februar bei 2.848,65 Euro weiter Bestand.

Gold, Goldpreis, Goldchart
Goldpreis in US-Dollar, 6 Monate, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (April-Kontrakt), per 18. Februar 2025.

Charttechnik

Wir werfen einen Blick auf die technischen Rahmenbedingungen per 19. Februar 2025. Nach der Kurskonsolidierung zum Jahresende 2024 ging der Goldchart in einen steilen Aufwärtsmechanismus über. Und dieser Aufwärtstrend ist weiter sehr stabil, denn Rücksetzer von maximal 2 bis 3 Prozent sorgten immer wieder für eine Rückkehr des Kaufinteresses. Kurzfristige Unterstützung bieten nun die Marken von 2.940 USD und 2.900 USD.  

Sentiment

Mit dem Kursrücksetzer Ende vergangener Woche entspannte sich die zuvor „überkaufte“ Lage bei Gold etwas. Denn der RSI (Relative-Stärke-Index) kam von 73 auf 68 zurück. Werte über 70 zeigen aus der Sicht von 14 Tagen eine Kursüberhitzung an. Derweil verringerte sich Abstand zur 200-Tage-Linie leicht auf 14 Prozent. Weiterhin sehen wir keine „Fahnenstange“, die die Wahrscheinlichkeit einer kräftigen Konsolidierung erhöhen würde.

Goldpreis in Euro

Durch die jüngste Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar zeigt sich der Euro-Goldchart als Nachzügler. Denn in dieser Währung erreichte der Goldpreis noch kein weiteres Rekordhoch. Der Abstand betrug zuletzt noch 0,9 Prozent.

Derweil sichern die kurzfristigen Unterstützungen bei 2.775 EUR und 2.740 EUR den Goldchart nach unten ab. Mit einem RSI von 64 gibt es in Sachen kurzfristiger Marktstimmung Spielraum nach oben.

Goldpreis, Goldchart, Euro-Goldpreis
Goldpreis in Euro, 6 Monate, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (April-Kontrakt), per 18. Februar 2025.

Ausblick

Der Goldpreis weist in beiden Währungen weiterhin einen stabilen Trend auf. Kurzfristige Rücksetzer werden immer wieder gekauft. Eine übermäßige Kursübertreibung mit einer ausgeprägten Kurspitze blieb bislang aus. Somit könnte es in dieser Dynamik für Gold langsam weiter nach oben gehen.

Hinweis Goldpreis-Chartanalyse

Die obige Darstellung ist eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Gold. Wie immer gilt der Hinweis: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung dar. 

Gold der USA: Elon Musk will Goldreserven prüfen!

13

Was hat die US-Regierung mit den Goldreserven vor? Trump-Berater Elon Musk will das Gold der Vereinigten Staaten jetzt prüfen lassen.

US-Goldreserven

Regierungskritiker in den USA fordern seit langer Zeit eine unabhängige und vollständige Prüfung der US-Goldreserven, die in Fort Knox sowie auf dem Militärstützpunkt West Point gelagert sind. Offiziell verfügen die Vereinigten Staaten über Goldreserven im Umfang von 8.133,50 Tonnen. Zuletzt war das Gold der USA 2012 gezählt worden. Aber nur Stichproben wurden eingehend geprüft.

Das Prüfpersonal bestand aus regierungsnahen Kreisen, nämlich Personen aus der Belegschaft von U.S. Mint, aus dem Büro des Generalinspektors des Schatzsamtes und der New York Fed. Als Beobachter fungierten Angestellte des Government Accountability Office, dem Prüfungsamt des US-Kongresses (Goldreserven der USA: Prüfergebnis bekanntgegeben).

Gold, Goldreserven, US-Goldreserven, Goldbarren (Bild: Goldreporter)
Eine genaue Prüfung der amerikanischen Goldreserven kann sehr lange dauern. Nimmt man an, jeder Barren bestünde aus 400 Unzen Feingold, dann wären es mehr als 650.000 Barren. Die US-Goldreserven setzen sich aber aus Goldbarren sehr unterschiedlicher Form und Größe zusammen und auch der Feingehalt variiert.

Elon Musk will es wissen

Nun will Elon Musk der Sache noch einmal richtig auf den Grund gehen. US-Präsident Donald Trump hatte den Multimilliardär nach seiner Amtseinführung zum Leiter des neu geschaffenen „Department of Government Efficiency“ (DOGE) ernannt. Musks Aufgabe besteht darin, den Staatsapparat zu verschlanken und ineffiziente Ausgaben zu reduzieren.

Auf seinem Nachrichtendienst X postete Musk heute: „Wer bestätigt, dass aus Fort Knox kein Gold gestohlen wurde? Vielleicht ist es da, vielleicht auch nicht. Dieses Gold ist Eigentum der amerikanischen Öffentlichkeit! Wir möchten wissen, ob es noch da ist.“

Gold-Prüfung kann dauern

Neben der bloßen Existenz der Barren, interessiert Skeptiker natürlich auch deren Zustand. Sprich: bestehen die Goldbarren tatsächlich aus Feingold und repräsentieren damit tatsächlich den erwarteten Marktwert?

Um dies zu prüfen, müsste man die Barren mit gängigen physikalischen Methoden testen und das kann dauern. Etwa dann, wenn man mit einer Leitfähigkeits- und Ultraschall-prüfung unter anderem den Einschluss von Fremdmaterial wie Wolfram ausschließen will. 

Über die Anzahl der Goldbarren gibt es keine genauen Angaben, da sie aus unterschiedlichen Zeiten stammen und deren Form, Gewicht und Feingehalt variiert. Grob geschätzt: Würden alle Barren ein Feingewicht von 400 Unzen besitzen, das Gewicht moderner Investmentbarren, dann käme man auf 653.745 Barren. Denn die Gesamtbestände von 8.133,5 Tonnen entsprechen 261,49 Millionen Feinunzen. 

Warum das Ganze? Zuletzt gab es Spekulationen, die US-Regierung könnte sich durch eine Neubewertung der Goldreserven finanziellen Spielraum verschaffen. Goldreporter berichtete: Gold statt Schulden: Überrascht Trump jetzt mit diesem Plan?