Sonntag, 29. November 2009 - 12:50 Uhr
Ted Butler: „Run auf Silber steht bevor“

Während die großen Hedge Fonds sich nun aufs Gold stürzen, ist dies bei Silber offensichtlich noch nicht im gleichen Maße der Fall. In einem Interview mit KingWorldNews hat der angesehene Silbermarkt-Spezialist Ted Butler hierzu seine Meinung abgegeben. Er geht davon aus, dass uns der richtige Run auf Silber noch bevorsteht.
"Ich glaube, dass die richtig großen Hedge-Fonds-Betreiber den entscheidenden Schritt in den Silbermarkt noch nicht vollzogen haben. Sie sind in den Goldmarkt eingestiegen. Wir sehen das Ergebnis, den Preisanstieg. Ihr Eintritt in den Silbermarkt steht noch bevor. Und das ist vielleicht der größte bullische Aspekt. Die Erwartung, dass sich jemand dieser Größenordnung auf einen Einstieg vorbereitet. Die Preiswirkung einer solch antizipierten Kaufkraft steht uns noch bevor. So groß, wie der Investment Boom bei Silber jetzt schon sein mag, er wird noch deutlich größer werden", so Butler im Interview mit KingWorldNews.
Audio-Interview mit Ted Butler im Original. (Ladezeit abwarten; sie benötigen Apple Quicktime).
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Goldreporter
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Freitag, 27. November 2009 - 12:01 Uhr
Dubai-Krise lässt Aktien und Edelmetallpreise fallen

Die Meldung über Zahlungsschwierigkeiten des Emirats Dubai haben am gestrigen Donnerstag die Aktienkurse einbrechen lassen. Die Edelmetallpreise notierten am Abend dagegen deutlich fester. Heute fallen auch Gold und Silber stark zurück.
Dubai droht die Pleite. Mit dieser Meldung schockte das Emirat gestern die Märkte (wir berichteten). Nachdem die europäischen Börsen gestern starke Verluste verzeichneten, konnten Gold und Silber nach einem leichten Rückgang im späten Handel wieder deutlich zulegen. Die Edelmetallkurse koppelten sich dabei von der Abwärtsbewegung der Finanzmärkte sowie von der traditionell negativen Kurskorrelation zum US-Dollar deutlich ab.
Am heutigen Handelstag geben schließlich auch Gold und Silber deutlich nach. Der Goldpreis gab am frühen Morgen fast 60 Dollar von seinem Rekordhoch am Vortag ab und notierte zeitweise bei 1.136 Dollar. Der Kurs für die Feinunze Silber knickte von 18,66 Dollar am Vorabend auf 17,72 Dollar ein.
Im späteren Handelsverlauf erholten sich die Edelmetallpreise jedoch von den Tiefstständen. Am Mittag stand der Goldpreis wieder über 1.160 Dollar. Silber konnte die Marke von 18 Dollar zwischenzeitlich zurückerobern. Gegenüber dem Vortag stand für beide Metalle dennoch jeweils ein Minus um 3 Prozent zu Buche.
Ausblick
Auch wenn es am Vorabend noch anders aussah, letztlich ist eine deutliche Korrektur des Goldpreises in dieser Phase nicht verwunderlich. Schließlich markierte das Edelmetall zuletzt fast täglich neue Höchstkurse, die auch durch Spekulation getrieben wurden. 
Aktueller Goldchart
Im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld sind die Aussichten für Gold und Silber jedoch weiter überaus positiv. Eine erneute Zuspitzung der Krise dürfte die Frage nach wirklich werthaltigen Vermögensgegenständen wieder verstärkt aufkommen lassen. Die Notenbanken akkumulieren Gold. Auch große Hedge Fonds sind mittlerweile im Markt engagiert. Gold und Silber werden mittel- und langfristig weiter in ihrer Funktion als Vermögensschutz profitieren. Entsprechend orientierte Anleger sollten sich deshalb von kurzen Rückschlägen beim Goldpreis nicht verunsichern lassen.
Goldreporter
Foto: Rand Refinery
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Freitag, 27. November 2009 - 10:51 Uhr
Sri Lanka verdreifacht Goldreserven mit IWF-Gold
Sri Lanka hat 10 Tonnen Gold aus den Beständen des Internationalen Währungsfonds gekauft. Das Land verdreifacht damit seine Goldreserven.
Mit dem Kauf von 10 Tonnen Gold aus den Beständen des Internationalen Währungsfonds (IWF) erhöht Sri Lanka seine Goldreserven auf insgesamt 15,3 Tonnen. Laut dem Bericht des World Gold Council verfügte die Zentralbank von Sri Lanka zuletzt über 5,3 Tonnen Gold. Das Land hat seine Goldbestände mit dem IWF-Deal nun verdreifacht.
Dies zeigt erneut, wie stark asiatische Länder derzeit auf die Diversifizierung ihrer finanziellen Reserven bedacht sind und drückt gleichzeitig das Misstrauen gegenüber dem US-Dollar aus.
Die aktuelle Transaktion wurde zu Preisen vom vergangenen Montag abgewickelt und entsprach einem Gegenwert von 375 Millionen US-Dollar.
Die Verkäufe sind Bestandteil des 403,3 Tonnen umfassenden Goldverkaufsprogramms des IWF. Von dem Angebot hatten bislang Indien (200 t) und Mauritius (2 t) Gebrauch gemacht.
Indien ist Presseberichten zufolge angeblich an weiteren Käufen aus den verbleibenden IWF-Beständen interessiert.
Goldreporter
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Donnerstag, 26. November 2009 - 14:08 Uhr
Neue Krisenwelle aus Dubai – Was geschieht mit dem Goldpreis?

Am Donnerstag kam es zu deutlichen Rückschlägen an den europäischen Aktienmärkten. Dubai hat ein Verschuldungsproblem. Das ist seit geraumer Zeit bekannt. Der Aufschwung im persischen Gold wurde über Jahre hinweg mit Krediten finanziert. Nun droht dem Emirat die Pleite. Westliche Banken haben damit jetzt schon ein Problem. Aber welche Auswirkungen hat das Ereignis auf den Goldpreis?
Dubai droht der Bankrott
Am gestrigen Mittwochnachmittag wurde bekannt, dass die Gläubiger zweier Staatskonzerne Dubais (Dubai World und Nakheel) um einen Aufschub für die Rückzahlung von Krediten gebeten werden. Die Geldgeber sollen bis zum 30. Mai 2010 auf alle fälligen Zahlungen verzichten. Die Verbindlichkeiten von Dubai World werden auf 59 Milliarden US-Dollar geschätzt. Sie machen damit rund 73 Prozent der Staatsschulden Dubais aus.
Im Zuge der Meldung schossen die Kosten für Kreditausfallpapiere auf Dubai-Staatsanleihen um gut 30 Prozent nach oben. Die Kurse der Staatspapiere selbst tauchten um zweistellige Prozentzahlen ab. Bei einem Zahlungsausfall in Dubai bekommen auch westliche Banken ein ernstes Problem. Bank-Aktien gehörten am Donnerstag entsprechend zu den großen Verlierern an der Börse.
Domino-Effekt?
Wie die Schweizer Nachrichten-Portal 20 Minuten berichtet, ist ein nicht genannter Investor aus dem arabischen Raum mit nicht unerheblichem Aktienkapital bei der Schweizer Großbank UBS investiert. Das gleiche gilt für Credit Suisse. Hier ist das Emirat Katar seit gut einem Jahr gewichtiger Anteilseigner. Es wird nun befürchtet, dass die arabischen Investoren gezwungen sind, Aktienpakte der Banken auf den Markt zu werfen, um sich Liquidität zu verschaffen. Ein erneuter Kursverfall im Bankensektor würde schnell alte Wunden aufreißen, die man durch den Börsenboom der vergangenen Monate und die Möglichkeit zu Kapitalerhöhungen vorerst als geheilt ansah.
„Die Weltenretter sind offenbar selbst in Nöten, wer soll dann da noch als zukünftiger Retter auftreten?“, bringt es ein von 20 Minuten zitierter Börsenhändler auf den Punkt.
Denn es wird zudem befürchtet, dass weitere arabische Staaten in den Abwärtstrudel geraten. Die Emirate sind durch Staatsbeteiligungen (Anleihen) selbst finanziell stark miteinander verwoben. Banken des Nachbar-Emirats Abu Dhabi griffen Dubai jetzt noch einmal mit 5 Milliarden Dollar unter die Arme.
Zwar meldet die Deutsche Bank, man sei in Dubai nicht nennenswert engagiert. Der staatseigene Investmentfonds DIFC aus Dubai ist jedoch mit einem Milliarden-Investment beim Deutschen Bankhaus ein bedeutender Gesellschafter. Arabische Staaten sind zudem große Anteilseigner deutscher Großunternehmen wie Daimler und VW.
Was geschieht mit dem Goldpreis?
Wie reagierten die Edelmetalle auf das Ereignis? Die Kurse gaben zunächst etwas nach. Der Goldpreis kam von seinem gestrigen Hoch bei 1.191 Dollar leicht auf 1.181 Dollar zurück (-0,5%), stieg dann später aber wieder über diese Marke. Bei Silber sah der Kursverlauf ähnlich aus. Der Preis für das Edelmetall gab um 13 Uhr etwa 1 Prozent gegenüber dem Vortag auf 18,50 Dollar nach. 
Goldpreis, Intraday (26.11.09) in USD: Leichter Kursrutsch, aber stabil über 1.180 Dollar. Aktuelle technische Chartansicht!
Für den Goldpreis sehen wir in dieser Situation keine direkte Gefahr. Der Fall Dubai könnte aber sehr wohl Auslöser für eine deutliche Korrektur der Aktienmärkte sein, die im Grunde schon seit Wochen erwartet wird. Das könnte zu einer Stärkung des US-Dollars führen und zu einer kurzfristigen Belastung für die Edelmetallpreise werden. Da die amerikanischen Leitbörsen am heutigen Donnerstag wegen Thanksgiving geschlossen sind, dürfte sich ein möglicher großer Abschwung bis Freitag verzögern. In den USA wird am "Black Friday" auch nur bis 19 Uhr (MEZ) gehandelt.
Im Zuge der Finanzkrise könnten die arabischen Staaten – ähnlich wie Russland - auf die Idee kommen, Teile Ihrer Goldreserven abzubauen, um das Schuldenproblem zu mildern. Der World Gold Council hat zuletzt keine Gesamtdaten zu den Goldreserven der Vereinigten Arabischen Emirate veröffentlicht. Auch für Dubai gibt es keine Zahlen. Aufgeführt werden lediglich folgende Emirate und deren Goldreserven (per Juni 2009):
Saudi-Arabien 143 t
Kuwait 79 t
Katar 12,4 t
Jemen 1,6 t
Nach den Erfahrungen mit den Goldverkäufen des IWF droht hier bei einem Gesamtvolumen von 230 Tonnen arabischen Goldes kaum eine Gefahr für den Goldpreis. Als bekannt wurde, das Indien 200 Tonnen IWF-Gold aufgekauft hat, begann der Goldkurs erst richtig abzuheben. Es ist ohnehin unwahrscheinlich, dass in den ölreichen arabischen Staaten die Goldreserven zur Disposition stehen. Aber selbst wenn diese Länder in der Not Gold veräußern müssten, stünden aktuell zahlreiche asiatische Zentralbanken als Käufer bereit.
Eine drastische Verschärfung der Bankenkrise könnte die Edelmetall-Preise dagegen mittelfristig in eine neue, noch höhere Dimension katapultieren. Kommt es tatsächlich zu einem Domino-Effekt durch Kredit- und Anleihen-Ausfälle, dann haben nicht nur die Banken ein Problem. Den Staatshaushalten rund um den Globus würde ein weiterer Schlag versetzt, den die Währungen der Länder möglicherweise nicht schadlos überstehen. Gold und Silber als sicherer Hafen wären mehr gefragt denn je.
Goldreporter
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Mittwoch, 25. November 2009 - 17:43 Uhr
Deutsche Bank: Insider verkaufen erneut Aktien

Bereits im August und September hatten wir über massive Verkäufe eigener Aktien von internationalen Top-Managern der Deutschen Bank berichtet. Wie aus der gerade veröffentlichten Pflichtmitteilung gemäß §15a Wertpapierhandelsgesetz hervor geht, kam es nun erneut zu Insiderverkäufen.
Drei Manager, darunter Betriebsratsvorsitzende Martina Klee, haben im November zusammen Deutsche-Bank-Aktien im Wert von 1,96 Millionen Euro verkauft.
Eine aktuelle Aufstellung der letzten Insiderverkäufe erhalten Sie in der folgenden Übersicht.
Wie die Verkäufe zu interpretieren sind bleibt offen. Häufig werden sie als Misstrauensvotum für das eigene Unternehmen gewertet, gerade bei großem Volumen. Die Deutsche-Bank-Aktie hat im laufenden Jahr allerdings fast 80 Prozent zugelegt. Gewinnmitnahmen als Grund für die Insiderverkäufe wären somit durchaus plausibel.
Goldreporter
Foto: Goldreporter.de
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Mittwoch, 25. November 2009 - 13:34 Uhr
Zentralbanken sorgen weiter für Goldnachfrage

Nach kürzlichen Meldungen über bedeutende Käufe durch Indien und Mauritius häufen sich nun die Nachrichten über verstärke Gold-Engagements seitens verschiedener Notenbanken. Wie nun bekannt wurde, hat Vietnam die Importquote für Gold erhöht und Russland im Oktober seine Goldbestände um 15,6 Tonnen aufgestockt.
Die russische Zentralbank hat ihre Goldreserven im Oktober um 15,6 Tonnen auf nun 606,5 Tonnen erhöht. Von offizieller Seite hieß es, das Gold habe man nicht aus den russischen Staatsbeständen erworben. Davon wurden erst vor kurzem Teile zur Veräußerung im Rahmen der Staatshaushaltssanierung angeboten. Wir berichteten.
Laut Aussage von Finanzminister Alexei Kudrin will das russische Staatsdepot Gokhran in diesem Jahr aber noch 30 Tonnen an die russische Notenbank verkaufen.
Die Zentralbank Vietnams hat unterdessen das seit Mitte 2008 bestehende Importverbot für Gold aufgehoben. Ausgesuchten Banken und Goldhändlern wird nun gestattet, Edelmetall im Umfang von 10 Tonnen in das Land einzuführen. 6,8 Tonnen Gold wurden nach Berichten des vietnamesischen Staatsfernsehens VTV seither bereits importiert.
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Mittwoch, 25. November 2009 - 12:56 Uhr
Video: "Deutsche Bank und Allianz - Gewinne auf Kosten der Steuerzahler"
Wer sind die Gewinner der Wirtschaftskrise? Die Steuerzahler gehören mit Sicherheit nicht dazu. Der folgende Beitrag des ARD-Magazins Monitor beleuchtet die Hintergründe, die zur Rettung der verstaatlichten Hypo Real Estate geführt haben. Darin wird noch einmal deutlich, dass deutsche Finanzinstitute wie Deutsche Bank und Allianz ordentlich von den Steuermilliarden zur Bankenrettung profitiert haben und dafür auch mit erheblichen Druck auf die Bundesregierung eingewirkten.
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Dienstag, 24. November 2009 - 17:58 Uhr
Goldtransport: Riesiger Convoy in Manhattan gesichtet
Einem aktuellen Bericht des Wall Street Journal zufolge haben Werttransporter in großem Stil Goldbarren und Goldmünzen der Bullion Bank HSBC aus der New Yorker Finanzmetropole gebracht. Angeblich soll Platz geschaffen werden für die Lagerung großer Edelmetallbestände institutioneller Anleger.
Von einer Flotte gepanzerter Sicherheitsfahrzeuge auf der 5th Avenue ist die Rede. Beladen mit Goldmünzen und Goldbarren verließen die Transporter am heutigen Dienstag den New Yorker Stadtteil Manhattan. Das Gold stammt von der britischen Bullion Bank HSBC.
Nach Informationen des Wall Street Journal (WSJ) reichen bei HSBC die Lagerkapazitäten in der Finanzmetropole nicht mehr aus, um alles an physischem Gold unterzubringen, was Anleger dort in den vergangenen Monaten auf die hohe Kante gelegt oder gehandelt haben. Ein Teil des Goldes wurde nun angeblich ausgelagert. So etwas lässt sich natürlich nicht wie ein dezenter Buchungsvorgang am Computer geheim halten.
"Ich habe noch nie eine Auslagerung wie diese gesehen", sagt Jonathan Potts, Geschäftsführer von FideliTrade, einem Lagerunternehmen aus Delaware, gegenüber WSJ.
Einer der Gründe für das Logistikproblem: Viele Kunden, die Gold in Verträgen gehandelt haben, bestehen jetzt auf die physische Lieferung des Edelmetalls. Außerdem heißt es, "Quellen" hätten dem WSJ berichtet, HSBC müsse Platz schaffen für Bestände großer institutioneller Anleger. HSBC habe aus Sicherheitsgründen weitere Angaben zum Goldtransport gegenüber der Zeitung abgelehnt, heißt es.
Ein Manager der Firma GoldStar Trust Co. erklärt in dem Artikel, seine Firma sei im Juli von HSBC aufgefordert worden, keine Goldmünzen mehr zur Lagerung einzuliefern. GoldStar organisiert für seine Kunden die Lagerung von Edelmetall und muss sich nun auch nach neuen Lagerstätten umsehen.
Interessierten Goldkennern dürfte schnell die Frage nach der wahren Größenordnung dieser Transporte in den Sinn kommen. Nicht zu Unrecht könnte man behaupten, dass sich doch große Goldwerte auf kleinstem Raum verstauen lassen. Welche ungeheuren Goldreserven müssen dort also abtransportiert worden sein?
Nun, die reine Ladekapazität sagt hier wenig über die tatsächliche Transportmenge aus. Denn aus Versicherungsgründen dürfen bei solchen Transporten bestimmte Wertgrenzen pro Transporter nicht überschritten werden. Da kommt in einem solchen Fall schnell eine ganze Wagenflotte zusammen.
Goldreporter
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Dienstag, 24. November 2009 - 14:22 Uhr
Pressespiegel: Goldanleger ernst genommen und lächerlich gemacht
Seit der Goldpreis dauerhaft vierstellig notiert und kontinuierlich neue Allzeithochs erreicht, hat der Umfang der Gold-Berichterstattung in den Medien zugenommen. Mittlerweile erscheinen fast täglich neue Artikel in den reichweitenstarken Publikationen. Somit ist es wieder einmal Zeit, die Edelmetall-Affinität der Meinungsmacher zu analysieren. Um es vorweg zu nehmen: Von der totalen Gold-Euphorie sind wir noch immer weit entfernt.
„Die nicht an den Aufschwung glauben“
Stern.de, 18.11.2009
Inhalt: Ein wunderbarer Artikel. Allerdings in ganz spezieller Hinsicht. Selten liest man Beiträge, die mit solch unverhohlener Arroganz die Motive sicherheitsorientierter Investoren (Edelmetall-Käufer) in Frage stellen. Auch wenn die Autoren in einzelnen Zeilen die Richtigkeit ihrer Vorhersagen attestieren, sie haben sichtlich Spaß daran, die „Weltuntergangspropheten“ und „die Gemeinde der Ungläubigen“ (gemeint sind insbesondere die Referenten und Besucher der vergangenen Edelmetall- & Rohstoffmesse in München) auf die Schippe zu nehmen – auch wenn die Schreiber versuchen, im letzten Drittel in Sachen Objektivität noch die Kurve zu kriegen. Fazit: Sollte man unbedingt einmal lesen. Im Anschluss suchen Sie am besten den Edelmetallhändler Ihres Vertrauens auf und warten dann in Ruhe ab, wer in ein paar Monaten tatsächlich zu den „Ungläubigen“ zu zählen ist. Zum Artikel
Tendenz: negativ 
„Rekordhoch für Gold - Ganz großer Auftritt für das gelbe Metall“
Welt Online, 23.11.2009
Inhalt: Bericht über der aktuellen Rekordpreise bei Gold. Thematisiert wird die Edelmetall-Nachfrage privater Investoren (Absatzsteigerung bei Goldmünzen, Gold-ETFs) und die neue Kauflust der Notenbanken. Kritische Anmerkungen und Hinweise auf ein mögliches Rückschlagpotenzial bleiben aus. Kein Hinweis auf Silber. Zum Artikel
Tendenz: positiv 
„Der Goldpreis im Höhenrausch“
NZZ Online, 24.11.2009
Inhalt: Die Neue Züricher Zeitung analysiert das Aufwärtspotenzial des Goldpreises auf der Grundlage der Deckung des US-Dollar durch das Edelmetall und kommt auf ein Kurspotenzial von 6.300 Dollar pro Unze. Im Artikel aber auch auf die Gefahr von Rückschlägen verwiesen, weil derzeit ein „exzessiver“ Optimismus bezüglich der weiteren Kursentwicklung bestehe und dies auf Basis der Sentiment-Analyse ein Contra-Indikator sei. Auch fundamentale Aspekte der Goldpreis-Steigerung werden erörtert, insbesondere der Rohstoff-Hunger Chinas. Ausgewogener und lesenswerter Artikel. Zum Artikel
Tendenz: neutral 
„Rekordhoch am Goldmarkt - Misstrauensvotum gegen den Dollar“
Zeit Online, 17.11.2009
Inhalt: Recht „übersichtlicher“ Artikel mit folgenden Schwerpunkten: Rückläufiges Goldangebot aus Minenproduktion, Zentralbank-Käufe, ETFs, Saisonalität. Konkrete Kursziele werden nicht genannt, Preisrisiken der Vollständigkeit halber in einem Nebensatz erwähnt.Keine neuen Erkenntnisse. Zum Artikel
Tendenz: neutral 
„Anleger stürzen sich auf Silber“
FTD Deutschland, 20.11.2009
Inhalt: Ein Artikel, der sich explizit mit der Investitionsnachfrage nach Silber beschäftigt – bislang eine echte Seltenheit. Allerdings schwenkt man schon nach der Hälfte der Zeilen wieder zum Goldmarkt über. In Sachen Silber thematisiert der Autor die Nachfrage großer ETFs und jene nach Anlagemünzen. Es wird aber vor einem erneuten Einbrechen des Preises, nach einem möglichen Anstieg der Silberunze auf bis zu 20 US-Dollar gewarnt. Ein hypothetisches Silber-Überangebot zum Jahresende und eine mögliche Dollar-Erholung werden als Argumente ins Feld geführt. Hierzu wird Marktforscher GFMS zitiert.
Zum Artikel
Tendenz: neutral/negativ
Goldreporter
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Montag, 23. November 2009 - 10:29 Uhr
Warum der Goldpreis weiter steigt

Der Goldpreis schoss am heutigen Montagmorgen erneut auf einen historischen Höchststand. Gold zur sofortigen Lieferung kostete im asiatischen Handel bereits 1.167 US-Dollar. Mit umgerechnet 776 Euro machte die Feinunze Gold auch in der europäischen Gemeinschaftswährung nur kurz vor ihrem Rekordniveau vom 17. Februar 2009 halt. Damals standen 781 Euro zu Buche. Warum erleben wir derzeit so stark anziehende Edelmetallkurse?
Dollar-Schwäche: Der Greenback erholt sich nicht. Der Euro strebt nach einigen kleinen Rücksetzern wieder Richtung 1,50 Dollar. Der US-Regierung kann das nur Recht sein. Schließlich macht ein schwacher Dollar US-Waren im Ausland attraktiver, und die Amerikaner müssen die schwache Inlandsnachfrage dringend mit steigenden Exportzahlen kompensieren. Carry-Trades (Verschuldung in US-Dollar, Anlage in Investments mit höherer Rendite) schwächen die Dollar-Nachfrage zusätzlich. Wenn der Dollar schwächelt, steigen die Edelmetallkurse. Diese empirisch gefestigte Systematik hält derzeit weiter an.
Liquidität: Die (Fast-)Nullzinspolitik der Notenbanken sorgt weiter für eine ungeheuere Geldschwemme. Die Banken investieren aber kaum in die Realwirtschaft (Kreditvergabe), sondern stecken das Geld in Anleihen, parken es bei den Zentralbanken und setzen auf derzeit aussichtsreiche Assets: Aktien und Edelmetalle!
Konjunktur-Aussichten: Jede Meldung, die auf eine Konjunkturerholung hinweist, ist derzeit gut für die Preise von Gold und Silber. Der Grund: Sobald der Aufschwung einsetzt, kommt die Inflation. Und von diesem Umfeld profitieren die Edelmetalle besonders stark. Schlechte Nachrichten bringen Gold- und Silber-Preise deshalb derzeit tendenziell unter Druck.
Zentralbanken: Die Notenbanken, vor allem im asiatischen Raum, akkumulieren Gold. Ziel: Den Wertverfall der eigenen Reserven stoppen. Dazu muss man die Gewichtung von US-Dollar und anderer Papierwährungen in den Reserven zu Gunsten wirklich werthaltiger Assets verringern.
Spekulation/Charttechnik: Gold und Silber sind im Aufwärtstrend. Das zieht natürlich Spekulanten an. In Sachen Charttechnik stehen die Ampeln weiter auf Grün. Für den Goldpreis gibt es nach oben praktisch keine Widerstände mehr. Wenn sich das Marktumfeld nicht fundamental ändert, dann dürfte auch Silber bald neue Höchstkurse in der Region von 20 US-Dollar markieren.
Goldangebot: Langfristig gibt noch weitere wichtige Argumente. Die Goldproduktion wird in diesem Jahr, ausgelöst durch den hohen Goldpreis, gegenüber dem Vorjahr steigen. Die Goldvorkommen gehen insgesamt aber zur Neige. Ein Beispiel hierfür ist Südafrika. Das Land war 1970 noch der weltweit größte Goldproduzent und steuerte mit jährlich fast 1.000 Tonnen gut zwei Drittel des weltweiten Gold-Angebots bei. Heute liefert Südafrika gerade mal noch ein Fünftel dieser Menge.
Ausblick
Gold- und Silberpreise werden in den nächsten Jahren weiter steigen, daran kann es kaum Zweifel geben. Kurzfristig glänzt Gold durch enorme relative Stärke. Der Preis kam nach kleinen Rückschlägen bis in die Nähe von 1.130 US-Dollar in der vergangenen Woche immer wieder zurück.
Am Terminmarkt setzen kommerzielle Händler und kapitalstarker Banken weiter mit großen Short-Positionen auf eine Korrektur des Goldpreises. Bislang ohne Erfolg. Im Gegenteil: Nach dem kontinuierlichen Preisanstieg müssen sich diese Markteilnehmer immer wieder auf die kostspielige Glattstellung ihrer Shorts einstellen und Sicherheitsleistungen für ihre Vorwärtsverkäufe nachschießen.
Die Aussichten für Gold und Silber bleiben also auch kurzfristig weiter freundlich.
Goldreporter
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Sonntag, 22. November 2009 - 17:47 Uhr
Anleger in Deutschland kaufen weniger Gold

Der ehemalige “Goldweltmeister” Deutschland stellte im dritten Quartal 2008 nur noch Europas größten Absatzmarkt für Goldbarren und Goldmünzen zur Kapitalanlage dar. Gegenüber dem Vorjahr (Q4) ging die Goldnachfrage zu Anlagezwecken im dritten Quartal 2009 laut World Gold Council hierzulande um 70 Prozent zurück.
21,3 Tonnen Gold in Form von Goldbarren und Goldmünzen wurden in Deutschland im dritten Quartal 2009 netto verkauft. Damit ist hierzulande so viel Gold zu Anlagezwecken abgesetzt worden, wie in keinem anderen Land in Europa. Deutschland verlor allerdings die weltweite Spitzenposition, die es zuvor drei Quartale lang innehatte. Im vierten Quartal 2008 wurden bei uns noch 330 Prozent mehr an Anlagegold, nämlich netto 71 Tonnen abgesetzt.
Dennoch liegt die aktuelle deutsche Nachfrage in diesem Segment weiter auf historisch hohem Niveau. Der Absatz von Anlagegold lag vor zwei Jahren noch bei weniger als 10 Tonnen pro Quartal. Das vierte Quartal 2008 war mit dem damaligen Höhepunkt der Finanzmarktkrise eine außergewöhnlich absatzstarke Periode.
Die größten Absatzmärkte für Anlagegold (Goldbarren und Goldmünzen) im dritten Quartal 2009 (soweit vom Marktforscher GFMS identifizierbar):
1. VR China 26,8t
2. Indien 26,0t
3. Deutschland 21,3t
4. USA 17,8t
5. Thailand 17,5t
6. Schweiz 16,4t
7. Türkei 5,7t
8. Saudi-Arabien 4,5t
9. Taiwan 2,1t
10. VA Emirate 1,3t
Resteuropa: 11t; Mittlerer Osten: 6,4t; Russland: keine Angaben.
Goldreporter
Quelle: World Gold Council/GFMS
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Samstag, 21. November 2009 - 10:06 Uhr
Marc Faber: "Gold heute besseres Investment als 2001"

Der Schweizer Investment-Profi Marc Faber ist der Meinung, dass Gold auf dem aktuellen Level möglicherweise ein besseres Investment ist, als vor Jahren, als sich Goldpreis auf einem Niveau von 300 US-Dollar bewegte.
"Der Goldpreis ist zuletzt über den Zeitraum von zwei Jahren immer wieder zwischen 800 und 1.000 Dollar fluktuiert, jetzt erfolgte der überzeugende Durchbruch des 1.000-Dollar-Levels bei hohem Handelsvolumen. Während dieser Level in der Vergangenheit einen Widerstand darstellte, wird dieser nun zur Unterstützung", so Faber in einem Interview mit CNBC. Bereits früher äußerte er die Meinung, dass Gold möglicherweise nie wieder unter 1.000 US-Dollar fallen wird.
Der Goldpreis schloss am Freitag im späten New Yorker Handel bei 1.150,90 US-Dollar pro Feinunze.
Goldreporter
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Freitag, 20. November 2009 - 11:55 Uhr
Video: Wie bankenhörig sind unsere „Volksvertreter“?
Im Wahlkampf spuckten die Regierungsparteien noch große Töne. Angela Merkel: „Banken dürfen nie wieder in der Lage sein, Staaten zu erpressen … Das ist mein Hauptziel“. Guido Westerwelle: „Ein Blankoscheck zu Lasten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler kann es nicht geben“.
Kosten der Krise fair verteilen? Vermögensabgabe für Banken? Finanzmarkttransaktionssteuer? Fehlanzeige! Im nun verabschiedeten Koalitionsvertrag wird eine Beteiligung der Banken an den Kosten des Finanzmarkt-Desasters trotz des riesigen Haushaltsdefizits nicht mehr thematisiert.
Der Betrag des TV-Magazins Monitor vom 5. November 2009 entlarvt eine weitere Wahlkampflüge der Politiker.
Unser Kommentar: Wie bankenhörig sind unsere „Volksvertreter“? Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die nächste Krise kommt bestimmt!
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Freitag, 20. November 2009 - 10:36 Uhr
Bundesbank: Keine Entwarnung für Bankensektor

Der Vizepräsident der Deutschen Bundesbank, Prof. Dr. Franz-Christoph Zeitler, erwartet trotz der scheinbaren Entspannung an den Finanzmärkten schwierige Monate für die Banken.
Die andauernde Belastung durch strukturierte Wertpapiere, steigende Insolvenzzahlen gefolgt von Kreditausfällen sowie höhere Eigenkapitalanforderungen an die Institute, so umschreibt Prof. Dr. Franz-Christoph Zeitler, Vizepräsident der Deutschen Bundesbank, die Gefahren für den Finanzsektor im kommenden Jahr. Anlässlich eines Vortrags im Rahmen der 12. Euro Finance Week in Frankfurt am vergangenen Montag mahnt er trotz der zuletzt positiven Entwicklungen zur Vorsicht.
Die Milliarden-Gewinne, die große Institute wie die Deutsche Bank zuletzt meldeten, sieht Zeitler mit Skepsis. Sie hätten sich in wichtigen Teilen auf volatile Handelserträge und Wertaufholungen gestützt. „Die Nachhaltigkeit dieser Entwicklung bleibt abzuwarten“, so Zeitler. Er beschreibt folgende Risiken.
Toxische Wertpapiere
Das Problem der strukturierten Wertpapiere in den Bilanzen sei durch Abschreibungen, Markterholung, aber auch durch Umklassifizierung gemildert, aber noch keineswegs gelöst.
Faule Kredite
Der Schwerpunkt der Banken-Probleme verschiebe sich nun zunehmend auf das Kreditbuch und die Kreditvorsorge, die den „fallout“ des Konjunktureinbruchs zu spüren bekomme. „Steigende Insolvenzzahlen sind klassische ‚Nachläufer‘ eines starken Abschwungs“, erklärt Zeitler.
Höhere Eigenkapitalunterlegung
Die abnehmende Bonität vieler Kreditnehmer zwinge die Institute zu höherer Eigenkapitalunterlegung. Zeitler warnt vor zu hohen Kapitalanforderungen an die Institute, wie sie auf dem Finanzgipfel von Pittsburgh beschlossen wurden. Er sieht die Gefahr einer Kreditverknappung, obwohl davon derzeit noch keine Rede sein könne. Sie sei in den kommenden Monaten nicht das wahrscheinlichste Szenario. Das Risiko größerer Angebotsrestriktionen lasse sich aber auch nicht ausschließen.
Konjunkturentwicklung
„Die Frage, inwieweit die Erholung der Finanzmärkte nachhaltig und der realwirtschaftliche Aufschwung endogen ist, wird sich beantworten, wenn die Wirkung der Konjunkturprogramme - weltweit insgesamt ca. 3 Billionen US-Dollar - ausläuft und die Notenbanken ihre außerordentlichen Liquiditätshilfen schrittweise reduzieren (phasing out)“, so Zeitler.
Alarmierend ist in diesem Zusammenhang die heutige Meldung der Ratingagentur Moody’s. Sie prüft derzeit eine Herabstufung des Ratings der Deutschen Bank in mehreren Kategorien. Die Begründung: Im Zuge der Wirtschaftskrise werde sich die Qualität der Assets in den kommenden Quartalen wahrscheinlich verschlechtern. Dies könne zu höheren Abschreibungen führen, als bislang erwartet.
Goldreporter
Foto: Goldreporter.de
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Donnerstag, 19. November 2009 - 17:22 Uhr
Fed verharmlost Dollar-Schwäche

Es ist eines der selbstgesteckten Ziele des amerikanischen Federal Reserve Systems (Fed): Währungsstabilität. Doch dass der US-Dollar seit dem Jahr 2002 gegenüber dem Euro nicht weniger als 67 Prozent an Wert verloren hat (rund 7 Prozent seit Januar 2009) und der Kaufkraftverlust des Dollars seit seiner Einführung auf mehr als 90 Prozent geschätzt wird, scheint das Fed nicht sonderlich zu beunruhigen. Wachstum um jeden Preis, ist derzeit die Devise. Goldanlegern kann das nur Recht sein.
„Man beobachtet das“, so Richard Fisher, Präsident der Federal Reserve Bank von Dallas in einem Interview mit Market News International zur aktuellen Dollar-Schwäche. „Auf der anderen Seite, wenn es um den inflationären Einfluss geht, solange die Dollar-Abwertung nicht zügellos wird, ein allmählich abgewerteter Dollar muss nicht unbedingt einen enormen Inflationsbeitrag leisten“, so Fisher. Sein Kollege aus Philadelphia, Charles Plosser sieht das ähnlich. „Es gibt keinen besonderen Grund, warum der Dollar dahin zurückkehren sollte, wo er vor dem Einsetzen der Panik stand – das ist es derzeit aber auch im Wesentlichen. Ich sehe darin keinen besonderen Anlass für Besorgnis.“
Auch Fed-Chairman Ben Bernanke äußerte sich am vergangenen Montag zum Wert des Greenback. Der zweigleisige Auftrag der Fed - die Gewährleistung von Preisstabilität und Wachstum auf dem Arbeitsmarkt – werde dem Dollar zu Stärke verhelfen, so Bernanke.
In dieser Hinsicht ist allerdings ein nicht ganz unproblematischer Kompromiss erforderlich. Extreme Niedrigzinspolitik über einen langen Zeitraum, um Wachstum zu fördern und dabei den Wert des Dollar nicht zu untergraben, das ist ein schwieriges Unterfangen. Vor allem dann, wenn sich der Dollar auf dem aktuellen Zinsniveau besonders gut für Carry-Trades eignet. Investoren leihen sich US-Dollar zu günstigen Konditionen und legen das Geld im Ausland an, wo höhere Renditen winken. Dies schwächt die Dollar-Nachfrage und fördert den Verfall des Greenback. Ein schwindsüchtiger Dollar verbilligt jedoch zugleich amerikanische Waren im Ausland und fördert so den Export. Ergo: Das primäre Ziel des Fed dürfte somit eher eine kompromisslose Wachstumsförderung sein. Der Dollar wird dafür geopfert.
EUR/USD, 1 Jahr Euro weiter im Aufwärtstrend, aber hartnäckiger Widerstand im Bereich von 1,50 US-Dollar.
Welche Konsequenten hat das für Gold?
Nun, ein schwacher Dollar stärkt traditionell den Goldpreis. Begründet wird dies meist mit dem Argument, dass Gold dadurch für Anleger in anderen Währungen günstiger werde und dadurch die Gold-Nachfrage steigt. Weiteres Argument: Gold dient als Absicherung (Hedge) für Depots und Fonds, die ansonsten stark in Dollar denominierten Werten investiert sind. Tatsächlich hat sich diese negative Korrelation mittlerweile quasi verselbstständigt. Nachrichten, die auf eine Schwächung des Dollars hindeuten, werden von vielen Tradern im Wissen über den empirischen Zusammenhang automatisch zum Goldkauf genutzt.
Die Kehrseite für Goldanleger in der aktuellen Situation: Sollten die Zinsen in den USA wieder steigen, dann lohnen sich die genannten Carry Trades nicht mehr im gleichen Maße. Werden Sie auf breiter Front aufgelöst, dann kommt es möglicherweise zu einem fulminanten Dollar-Comeback. In diesem Zuge könnte der Goldpreis vorübergehend deutlich nachgeben. Aber soweit sind wir noch lange nicht!
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Donnerstag, 19. November 2009 - 13:09 Uhr
Investment-Tipp: Das Schweizer Vreneli

Goldreporter präsentiert interessante Gold- und Silber-Investments zum Vermögensschutz.
Heute: das Schweizer Vreneli!
Schweizer Original
Als der Schweizer Bundesrat 1895 beschloss, das 20-Franken-Stück zu verändern, schrieb man einen Wettbewerb für die Gestaltung einer neuen Geldmünze aus. Das Motiv sollte ein nationales Motiv tragen, das die Schweiz sinnbildlich oder in Form eines historischen Symbols darstellt.
Den Zuschlag erhielt der Künstler Fritz Ulisse Landry mit seiner Darstellung der Helvetia. Hierbei handelt es sich einerseits um die vom Volksstamm der Helvetier abgeleitete neulateinische Bezeichnung für die Schweiz. Gleichzeitig bezeichnet Helvetia aber auch eine Frauenfigur, die als Sinnbild für die Schweiz steht.
Auf Briefmarken und Münzen wird "Helvetia" als Landesbezeichnung verwendet. Dadurch bevorzugt man keine der Schweizer Amtssprachen (Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch). Aus dem gleichen Grund lautet das Länderkürzel CH (Confoederatio Helvetica).
Münzbild
Die Schweizer Vreneli Goldmünze trägt auf der Vorderseite also den Kopf von Landrys Helvetia im Profil. Ihre Haare sind zu Zöpfen geflochten, ihr Kleid ist mit Edelweißblüten verziert. Im Hintergrund sieht man eine Gebirgskulisse. Die Rückseite ziert das Schweizer Wappen (Schweizerkreuz), der Nominalwert und das Prägejahr sind aufgebracht.

Vreneli steht in Schweizerdeutsch für die Verniedlichungsform des Frauennamens Verena. Wie die Münzdame ausgerechnet zu diesem Namen kam, ist nicht eindeutig überliefert. Die Bezeichnung bürgerte sich vor dem Zweiten Weltkrieg ein. Eine Bezugnahme zur Heiligen Verena wird nicht ausgeschlossen.
Beschaffenheit/Auflagen
Von der 20-Franken-Vreneli hat man ab 1897 bis ins Jahr 1949 rund 58 Millionen Exemplare ausgegeben. Das 10-Franken-Stück wurde zwischen 1911 und 1922 2,65 Millionen Mal hergestellt. Die 100-Franken-Münze ist in einer Auflage von nur 5.000 Stück erschienen. Alle wurden 1925 geprägt. Lediglich 3.800 Stück davon sind heute noch im Umlauf. Der Rest wurde irgendwann einmal eingeschmolzen.
Alle Münzen bestehen zu 90 Prozent aus Feingold, 10 Prozent Kupfer sind beigemischt.
Vom Zahlungsmittel zum Sammlerstück
Im Zuge der Weltwirtschaftskrise Anfang der Dreißigerjahre werteten viele Staaten ihre Währungen ab, um die eigene Wirtschaft zu stärken.1938 gab es in der Schweiz einen Beschluss, die Goldparität des Franken von 290 mg auf 190 bis 215 mg Feingold zu senken. Dies entsprach einer Abwertung um rund 30 Prozent. Die Schweizer Nationalbank wurde zudem von der Verpflichtung befreit, Banknoten jederzeit in Gold zu wechseln. Dies hatte zur Folge, dass aufgrund des höheren Goldpreises der Kurswert der 20-Franken-Vreneli geringer war, als der Goldwert (20 Franken gegenüber ca. 28 Franken). Und so wurde das Stück später hauptsächlich gehortet und verschwand vollständig aus dem Zahlungsverkehr.
Bedeutung unter Sammlern
Besonderen Sammlerwert hat eine Auflage von nur 29 Exemplaren aus dem Jahr 1897, die als "Gondo-Prägung" bekannt ist (Das Gold stammte aus dem ehemaligen Bergwerk in Gondo, im Kanton Wallis). Die Münze enthält neben einem Kupferzusatz auch Silber und erscheint in ihrer Farbe deshalb etwas heller. Zudem wurde auf die Mitte des Schweizerkreuzes ein kleineres zusätzliches Kreuz eingeprägt.
Bedeutung als Anlagemünze
Die beliebteste Vreneli-Münze, sozusagen das eigentliche Goldvreneli, ist das 20-Franken-Stück. Es hat sich als klassische Anlagemünze mit relativ geringem Aufpreis etabliert. Der halbantike Status des Vreneli ist eine Zusatzeigenschaft, die von Anlegern besonders geschätzt wird. Von den Diskussionen über die Möglichkeit eines erneuten Goldverbotes sehen viele das Vreneli durch ihren Charakter als Sammelmünze unberührt.
Die Münzdaten
Gewicht: 6,452 g
Feingewicht: 5,8068 g (Feingoldgehalt)
Feingehalt: 900/1000
Durchmesser: 21 mm
Der Preis
Derzeit (19.11.09) kostet die 20-Franken-Vreneli zirka 165 Euro. Beispielangebote: Midainvest (Goldreporter-Partnershop): €163,50; EdelmetallHouse: €164,24
Dafür erhält man 5,81g reines Gold. Der aktuelle Goldpreis liegt bei zirka 760 Euro pro Unze. Man zahlt somit ein Aufgeld von etwa 16 Prozent zum Spotpreis. Angesichts der üblichen Aufpreise beim Kauf geringer Goldmengen ist dies ein sehr guter Wert. Er entspricht derzeit dem Aufgeld für 1/4 Philharmoniker (7,78g Feingewicht). Für 1/10 Wiener Philharmoniker (3,11g Feingold) liegt das Aufgeld bereits bei rund 20 Prozent.
Fazit
Das Schweizer Vreneli ist in ihrer Gewichtsklasse als hervorragende Anlagemünze anzusehen. Mit ihr lassen sich physische Goldinvestments in kleinen Schritten bei relativ niedrigem Aufgeld aufbauen. Aufgrund ihrer Doppelbedeutung als Anlage- und Sammlermünze ist das Vreneli in jedem Fall eine Bereicherung für jedes Golddepot.
Goldreporter
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Donnerstag, 19. November 2009 - 12:00 Uhr
Goldnachfrage zieht im 3. Quartal deutlich an

Mit einer Gesamtmenge von 800,3 Tonnen ist die weltweite Goldnachfrage ist im dritten Quartal 2009 um 15 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Nachfrage jedoch um 34 Prozent (in US-Dollar-Wert: -27 Prozent). Das meldet der World Gold Council (WGC).
Die Goldnachfrage
Weitere Erkenntnisse (jeweils Q3 2009 gegenüber Q3 2008 auf Mengenbasis):
- Barren-Hortung: -41% auf 81,2 Tonnen
- Retail-Nachfrage privater Investoren: -6%
- ETF-Nachfrage (Exchange Traded Funds): -72% von 149,5 Tonnen auf 41,4 Tonnen
- Schmucknachfrage: -30% (Indien: -42%)
- Industrienachfrage: -11%
Auffällig ist laut WGC die Erholung der Gold-Nachfrage im asiatischen Raum gegenüber den Tiefs des ersten Quartals im Zusammenhang mit Schmuckkäufen und Anlage-Investments.
Dennoch, im Jahresvergleich sind die Minuszahlen deutlich. Das dritte Quartal 2008 war aufgrund der großen Investmentnachfrage im Umfeld der Lehman-Pleite und dem gleichzeitig fallenden Goldpreis allerdings auch außerordentlich stark. Darauf weist auch der WGC in seinem Bericht hin.
Das Goldangebot
Das weltweite Goldangebot ging im dritten Quartal gegenüber den drei Vergleichsmonaten im Jahr 2008 um 5 Prozent zurück (-8% gegenüber Vorquartal). Den größten Einfluss auf diesen Rückgang hatten die Zentralbanken. Im dritten Quartal 2008 veräußerten diese netto noch 77 Tonnen Gold. In Q3 2009 waren es lediglich 15 Tonnen. Dies entspricht einem Minus von 80,5 Prozent
Laut WGC trug auch die Reduzierung von Vorwärtsverkäufen durch Goldproduzenten (De-Hedging) signifikant zum Rückgang des Goldangebots bei. Über Gold-Recycling kam im Vergleich zum Vorquartal trotz des höheren Goldpreises weniger Gold auf den Markt.
Weitere Detail-Analysen folgen in Kürze.
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Dienstag, 17. November 2009 - 16:10 Uhr
Video: "USA, reich auf Pump"
Die folgende 60-minütige arte-Dokumentation stammt aus dem Jahr 2007. Sie thematisierte frühzeitig, was heute als einer der wesentlichen Gründe für die aktuelle Wirtschafts- und Finanzmarktkrise gilt: die zügellose Verschuldungspolitik der Vereinigten Staaten und der Kreditwahn ihrer Konsumenten.
Keine 12 Monate nach der Veröffentlichung des Films kam es zur großen Krise, die hierin bereits prognostiziert wird.
Die Themen:
- US-Staatsverschuldung
- Konsum auf Kredit
- US-Dollar vs. Gold
- Bedeutung und Fluch der Börse für Wirtschaft und Wohlstand
- Niedergang der US-Autoindustrie
- Wirtsch. Abhängigkeit zwischen USA und China ("Bei Wall-Mart stammen 70 Prozent der angebotenen Waren aus China")
- Währungskonflikt zwischen USA und China
- USA als Risiko für die Weltwirtschaft
Bekannte Ökonomen wie Nouriel Roubini, Paul Krugman und Josef E. Stiglitz kommen zu Wort, sowie "der gemeine US-Bürger von der Straße".
Die Dokumentation ist in sechs Abschnitte à 10 Minuten geteilt. Sie hilft zu verstehen, in welch fundamentalen Schwierigkeiten die amerikanische Wirtschaft steckt.
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5
Teil 6
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Dienstag, 17. November 2009 - 11:39 Uhr
Mauritius kauft zwei Tonnen IWF-Gold

Der Inselstaat Mauritius hat zwei Tonnen Gold aus den Beständen des Internationalen Währungsfonds (IWF) gekauft. Der Preis von rund 71,7 Millionen US-Dollar basierte auf Kursen vom 11. November 2009.
Der Goldkauf durch die Bank of Mauritius zeigt einerseits, dass die Zentralbanken der Schwellenländer es für geboten erachten, ihre Reserven mit Gold absichern. Man traut den großen Reserve-Währungen nicht mehr. Zudem erfolgte der Kauf auf historisch hohem Preisniveau. Am 11. November wurde Gold zu Kursen zwischen 1.105 und 1.137 US-Dollar gehandelt. Das Preisniveau spielt für die Zentralbanken somit kaum eine Rolle. Hier besteht ganz offensichtlich akuter Handlungsbedarf.
Die Transaktion ist Teil der vom IWF angekündigten Goldverkäufe im Umfang von 403,3 Tonnen. Anfang des Monats wurde bekannt, dass die Reserve Bank of India bereits im Oktober 200 Tonnen IWF-Gold für rund 6,7 Milliarden US-Dollar erworben hat.
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Montag, 16. November 2009 - 20:46 Uhr
Gold- und Silberpreise heben gewaltig ab

Die Preise für Gold und Silber sind am heutigen Montag förmlich explodiert. Der Goldkurs markierte ein neues Allzeithoch, Silber legte um satte 6 Prozent zu.
Der Goldpreis markierte am Montag bereits im frühen asiatischen Handel neue Rekordstände, gab aber am Nachmittag wieder etwas bis unterhalb von 1.130 US-Dollar pro Feinunze nach. Richtig Tempo machte der Kurs dann am Abend. Um 20.30 Uhr standen in New York Goldpreise über 1.042 US-Dollar an den Kurstafeln, ein Plus von etwas mehr als 2 Prozent.
Silber vollzog im gleichen Zeitraum einen noch rasanteren Anstieg um beeindruckende 6 Prozent auf das 16-Monatshoch von 18,42 Dollar. Als einer der Gründe für die fulminante Preisexplosion wird unter anderem die Nachfrage amerikanischer Silber-ETFs genannt. Zudem mussten sich Short-Seller massiv mit Silber eindecken, was den Kursanstieg noch beschleunigte.
Silber in USD, 6 Monate Kursexplosion auf 16-Monatshoch
Insgesamt wurden die Edelmetallpreise durch positive Konjunkturmeldungen aus den USA beflügelt, die das Inflationsszenario in den kommenden Monaten wieder ins Bewusstsein der Anleger manövrierte. Die Niedrigzinspolitik der Notenbanken sorgt seit Monaten für enorme Liquidität im Markt, die nun zunehmend auch in Gold- und Silber-Anlagen fließt.
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Montag, 16. November 2009 - 20:09 Uhr
Russische Zentralbank ist scharf auf Gold

Ebenso wie die Kollegen in China ist die Zentralbank Russlands derzeit bemüht ihre Währungsreserven mit Edelmetall anzureichern.
Wo immer größere Mengen an Gold zum Verkauf stehen, werden die großen osteuropäischen und asiatischen Exportländer als Top-Interessenten gehandelt. Nun zeigt sich Alexei Ulyukayev, Vorsitzender der Russischen Zentralbank, interessiert an großen Mengen des Edelmetalls aus dem eigenen Land.
Die dem russischen Finanzministerium unterstellte staatliche Verwahrungsstelle für Edelmetalle, Gokhran, will bis zu 25 Tonnen Gold verkaufen, um den russischen Staatshaushalt zu entlasten. „Wenn die Konditionen angemessen sind, sind wir bereit alles aufzukaufen, was die Gokhran zum Verkauf anbietet“, so Ulyukayev.
Russlands Devisenreserven sind im Oktober um 5,1 Prozent auf umgerechnet 434 Milliarden US-Dollar gestiegen. Im September meldete die Russische Zentralbank Goldreserven von 568,4 Tonnen. Der Goldanteil der Reserven betrug zuletzt lediglich 4,3 Prozent. Auch China (1,9 %), Japan (2,3 %) und Indien (4%) verfügen offiziellen Zahlen zufolge nur über einen sehr geringen Goldanteil in ihren Reserven. Vor dem Hintergrund der weltweit ungeheuren Geldmengenausweitung und dem daraus resultierenden Papierwährungsverfall haben diese Länder großen Nachholbedarf bei der Diversifizierung ihrer Reserven mit werthaltigen Assets. Zum Vergleich: Die Reserven Deutschlands, dem weltweit zweitgrößte Goldeigner, bestehen offiziell zu 69,2 Prozent aus Gold.
Die Notenbanken werden deshalb in den kommenden Jahren als Nettokäufer auf dem Goldmarkt gesehen. Goldpreisdruck durch Notenbankverkäufe dürfte nach dem zuletzt erfolgten Verkauf von 200 Tonnen IWF-Gold an Indien (wir berichteten) so mehr schnell nicht aufkommen. Der Kurs des Edelmetalls stieg im Anschluss an die Meldung der Transaktion deutlich an.
Goldreporter
Foto: Goldreporter.de
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Freitag, 13. November 2009 - 12:11 Uhr
EZB-Goldforderungen übersteigen echte Goldbestände um das 20-fache

Aus dem aktuellen Monatsbericht der Europäischen Zentralbank ist bei genauer Analyse ein krasses Missverhältnis zwischen echten Goldbeständen und Papiergold (Goldforderungen) des Instituts ersichtlich.
Der World Gold Council meldete im September 2009 Goldbestände der Europäischen Zentralbank von 501,40 Tonnen. Diese Menge ist aus dem Monatsbericht November der Europäischen Zentralbank selbst bei genauer Zahlenanalyse nicht genau herauszulesen.
Die Goldbilanz der EZB
Die Kapitalbilanz der EZB weist unter der Position „7. Währungsreserven“ und dort unter „Monetäre Goldreserven“ 347,2 Millionen Unzen Gold aus. Das sind umgerechnet 10.797,92 Tonnen des Edelmetalls.
Unter „1. Aktiva“ „Gold und Goldforderungen“ wird per 30. Oktober 2009 ein Wert von 238,169 Milliarden Euro angegeben. Gold kostete an diesem Tag im Londoner AM-Fixing 704,60 Euro. Der Betrag entspricht somit gerundeten 338 Millionen Unzen oder 10.512 Tonnen Gold. 
Subtrahiert man diese beiden Bilanzpositionen, so ergibt sich folgende Rechnung:
10.797,92 Tonnen („Monetäre Goldreserven“) – 10.512 Tonnen („Aktiva“) = 285,92 Tonnen
Diese 285,92 Tonnen korrespondieren am ehesten mit den 501,40 Tonnen die der World Gold Council per Ende September als Goldbestände der EZB meldete. Inhaltlich ergibt dies aber keinen Sinn. Wie ist diese Differenz zu interpretieren? Wir wissen es nicht!
Sicher ist, die EZB hat in ihrer Bilanz "Gold und Goldforderungen" von rund 10.512 Tonnen, aber laut dem letzten Marktbericht des WGC nur echte physische Bestände im Umfang von rund 500 Tonnen. Die Gold-Forderungen übersteigen also die echten physischen Bestände um gut das 20-fache!
Was versteht man unter Goldforderungen?
Nun, es handelt sich dabei um Swap-Geschäfte oder Goldverleih/Goldleasing. Der Goldbesitzer (in diesem Fall die EZB) trifft hierbei mit einem Kontrahenten (meist Geschäftsbanken) Vereinbarungen nach folgendem Schema. EZB überträgt der Bank eine bestimmte Menge an Gold für einen festgelegten Zeitraum zu einem bestimmten Betrag (Gebühr/Leasingrate). Der Kontrahent kann also über einen gewissen Zeitraum über das Gold verfügen, muss es aber am Fälligkeitstermin wieder an die EZB liefern. In der Zwischenzeit kann die Bank das Gold zum Beispiel am Markt verkaufen und den Erlös innerhalb des Zeitraums in alternative Anlagen investieren. Faktisch erfolgt die Transaktion aber in der Regel bar.
Der Clou
Die EZB kann theoretisch mehr Gold verleihen, als es physisch in ihren Tresoren aufbewahrt. Denn bei diesen Transaktionen muss das Gold nicht physisch bewegt werden. Es handelt sich ja nur um verbriefte Forderungen. Dieses Prinzip kennen wir bereits durch die Praktiken der Geschäftsbanken bei der Kreditvergabe. Durch die Möglichkeiten der Mindestreserve-Anforderungen können Banken mehr Geld verleihen, als sie tatsächlich zum Zeitpunkt der Kreditvergabe als Bareinlagen verfügbar haben.
Fazit
Man erkennt an diesem Beispiel einmal mehr: auf Notenbankebene wird mit deutlich mehr Gold gehandelt, als tatsächlich physisch verfügbar ist. Ergo: Der Wert des Goldes, wie er an den Märkten zustande kommt, kann nicht der Knappheit und damit dem wahren Wert des weltweit verfügbaren echten Goldes entsprechen.
Goldreporter
Quelle: Monatsbericht November der Europäischen Zentralbank
Foto: Goldreporter.de
Hinweis: Dieser Artikel wurde am 15. November um 19:30 Uhr aktualisiert.
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Donnerstag, 12. November 2009 - 14:27 Uhr
Goldpreis-Prognose: 1.000 Dollar dauerhaft gesichert
Börsenprofi Marc Faber glaubt, dass der Goldpreis nicht mehr unter 1.000 US-Dollar fällt. Kommt es so, wie das Schweizer Crash-Orakel es prophezeit? Goldreporter hat die historische Goldpreisentwicklung nach dem Überschreiten runder Kursziffern analysiert. Ergebnis: Auch die Statistik spricht für dauerhaft vierstelliges Kursniveau.
„Man muss physisches Gold besitzen“, so der Schweizer Investment-Experte Marc Faber kürzlich auf einer Konferenz in London. Die Notenbanken druckten Unmengen an Geld, um die horrenden Staatsdefizite zu finanzieren. China werde weiter kräftig Rohstoffe kaufen, darunter Gold. Die Nachfrage nach Rohstoffen werde steigen, steigen, steigen und die Schwellenländer sehr schnell wachsen.
„Wir werden den Goldpreis nicht mehr unterhalb des 1.000-Dollar-Levels sehen", so sein Fazit.
Was ist dran an Fabers Goldpreisprognose? Wir bemühen die Statistik und untersuchen, wie sich der Goldpreis in der Vergangenheit verhielt, wenn wichtige Kurs-Schwellen erstmals nach oben überschritten wurden.
Tatsache ist, zuletzt kam der Goldpreis nach der Überwindung eines neuen Hunderter-Niveaus immer wieder kurzzeitig oder über einen längeren Zeitraum zurück. Betrachten wir hierzu den Goldpreisverlauf seit 2001 auf Basis des Londoner AM Fixing. Seither bewegte sich der Kurs ausgehend von 272 US-Dollar kontinuierlich nach oben.
Auffällig: Gold benötigte in den letzten drei Jahren stets einen längeren, aber ähnlich langen Zeitraum, um runde Kursniveaus nachhaltig hinter sich zu lassen (siehe Abb.1, große Ansicht - zurück zum Artikel mit "Back"). 
Abb. 1: Goldpreis in US-Dollar: 1. Januar 2001 bis 11. November 2009
Um die 1.000-Dollar-Marke bei Gold dauerhaft zu bezwingen vergingen zuletzt 19 Monate.
Die drei Hunderter-Niveaus davor wurden in etwa der gleichen Zeit von 13 bis 15 Monaten eingenommen. Rein statistisch gesehen könnte der Level von 1.000 US-Dollar also nun tatsächlich dauerhaft gesichert sein. Aber steht uns jetzt noch einmal gut ein Jahr Wartezeit bevor, bis der Goldpreis dauerhaft über 1.100 Dollar notiert?
Hierzu müssten wir wissen, in welcher Phase der aktuellen Goldhausse wir uns befinden. Zum Vergleich betrachten wir dazu die Kursentwicklung von Ende der 70er- bis Anfang der 80er-Jahre.
Abb 2: Goldpreis in US-Dollar: Januar 1979 bis Januar 1980
Damals überquerte der Goldpreis in der Endphase der letzten großen Rohstoffhausse von Oktober 1979 bis Mitte Januar 1980 innerhalb von nur vier Monaten fünf Hunderter-Niveaus von 400 bis 800 US-Dollar. Für die letzten vier Hunderterschritte wurden lediglich vier Wochen benötigt (siehe Abb. 2). Es war die Zeit der Iranischen Revolution und der zweiten großen Ölkrise mit zweistelligen Teuerungsraten in den USA.
Derzeit kann selbst bei geschönten offiziellen Zahlen von Inflation kaum die Rede sein. Weltweit sinkenden Investitions- und Konsumgüterpreise. Sobald aber die Teuerung wieder an der Kaufkraft frisst, tauchen wir aber in eine neue Phase der Edelmetallhausse ein. Die Statistik dürfte dann für die weitere Goldpreisprognose kein geeignter Maßstab mehr sein.
Goldreporter
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Dienstag, 10. November 2009 - 17:01 Uhr
Zwei US-Banken verkaufen 383 Tonnen Gold auf Termin
Anfang November erhöhten die US-Banken das Volumen ihrer Vorwärtsverkäufe von Gold an der Warenterminbörse COMEX um 5,6 Prozent und nähern sich damit historischen Höchstständen.
An der Warenterminbörse COMEX besteht weiterhin eine hohe Konzentration an Vorwärtsverkäufen von Gold, getätigt von nur zwei US-Banken. Laut aktuellem Bericht der Warenterminbörsenaufsicht U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat das Kontrakt-Volumen der Banken im Gold-Futures-Handel Anfang November noch einmal gegenüber dem Vormonat um 5,6 Prozent zugenommen. Einen Monat zuvor hatten die Banken die Anzahl ihrer Wetten auf einen fallenden Goldkurs bereits um 54 Prozent erhöht.
Die Anzahl aller Future-Kontrakte (Open Interest) ist laut Bank Participation Report der CFTC im Vergleich zu Anfang Oktober von 484.307 auf 493.991 gestiegen. Das heißt, Gold wird so stark auf Termin gehandelt, wie noch nie in diesem Jahr. Die Short-Positionen der beiden Banken repräsentieren dabei alleine 25 Prozent aller Futures-Verträge an der COMEX.
Da mit jedem einzelnen Kontrakt 100 Feinunzen Gold gehandelt werden, haben die beiden Banken Anfang November umgerechnet 383,55 Tonnen Gold auf Termin verkauft. Das entspricht einem aktuellen Zweitwert von zirka 13,5 Milliarden US-Dollar.
Die Entwicklung der Gold-Vorwärtsverkäufe durch US-Banken ist folgenden Grafiken zu entnehmen.
Quelle: Bank Participation Report der CFTC vom 03.11.2009; Grafik: Goldreporter.de
Ebenfalls stark gestiegen sind die Vorwärtsverkäufe von Silber. Zwei US-Banken hielten Anfang November 41.318 Short-Futures auf das weiße Metall, 7,6 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vormonats. Das entspricht einer physischen Silbermenge von erstaunlichen 6.424,95 Tonnen (Kontraktgröße: 5.000 Unzen). Zum Vergleich: Im Jahr 2008 lag die gesamte weltweite Silberförderung bei 21.175 Tonnen.
Hintergrund: Banken betreiben mit Warentermingeschäften Eigenhandel, bauen damit aber auch Gegenpositionen zu anderen Derivate-Geschäften auf, bei denen sie als Kontrahenten ihrer Kunden auftreten. Die starke Konzentration auf der Short-Seite bei Gold und Silber wird von Kritikern jedoch seit langem als marktbeherrschend und manipulativ angesehen.
Short-Positionen auf dem Futures-Markt können im Prinzip täglich mit Gegenpositionen, also entsprechenden Kaufvereinbarungen, glattgestellt werden. Mit großvolumigen Vorwärtsverkäufen besteht aber die Möglichkeit, Kurse an der Warenterminbörse kurzfristig stark zu drücken. Durch Arbitrage-Geschäfte zwischen Spot- und Terminmarkt korrespondieren die Kurse auf beiden Märkten eng miteinander.
Einen durchschlagenden negativen Effekt auf den Goldpreis haben die Short-Engagements der Banken derzeit allerdings nicht. Gold zur Lieferung im Dezember markierte am heutigen Dienstag mit 1.109,70 US-Dollar ein neues Allzeithoch.
Goldreporter
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Dienstag, 10. November 2009 - 13:02 Uhr
Gold ist nicht zu teuer

Der Goldpreis bewegt sich weiter auf Rekord-Niveau. Soll man jetzt noch einsteigen? Eine Frage, die nur kurzfristige Spekulanten stellen können. Aber auch für diese Anlegergruppe ist noch einiges drin.
Und wieder ein neues Allzeithoch: Im London notierte Gold am gestrigen Vormittag bei 1.108,50 US-Dollar. Damit legte der Preis für eine Feinunze seit Jahresbeginn um 28 Prozent zu.
Soll man jetzt noch Gold kaufen? Angesichts des fulminanten Kursanstiegs der letzten Wochen wird diese Frage nun erneut gerne gestellt. Das gleiche galt jedoch schon bei Preisen von 800, 900 und 1.000. Die Frage steht im Grunde seit Beginn des neuen Jahrtausends permanent im Raum. Für spekulativ ausgerichtete Anleger ist sie durchaus berechtigt. Vor dem Hintergrund eines langfristig ausgerichteten Vermögensschutzplans ist diese Frage aber nach wie vor irrelevant.
Die aktuelle Edelmetallhausse nahm bei Kursen um 250 Dollar pro Unze Fahrt auf und verläuft seither parallel zur Entwicklung des staatlichen Verschuldungsgrads.
Immer mehr wird deutlich, dass die aktuelle Phase unseres Schuldgeldsystems sich ihrem Ende nähert. Eine Reform des Weltfinanzsystems, wie sie die führenden Industriestaaten anstreben, wird eine erneute Währungsreform auch für Europa bedeuten. Man wird sehen, wie weitreichend diese letztlich ausgeprägt sein wird – Stichwort: neue Welt(leit)währung!
Bevor dies geschieht dürften die Volkswirtschaften eine heftige Inflationsphase durchlaufen. Die neuerliche Basis dafür legten die Beteiligten am G20-Treffen vom Wochenende. Es kamen keinerlei Maßnahmen zur Sprache, den schwachen Greenback zu stützen. Der Euro bewegt sich aktuell weiter um 1,50 US-Dollar und markierte gerade erst ein neues 15-Monats-Tief. So lässt man die Carry-Trades weiter laufen. Zocker verschulden sich billig in Dollar und legen das Geld spekulativ an. Die Dollar-Nachfrage sinkt dadurch und heizt den Abwärtstrend weiter an.
Einig sind sich die G20-Staaten über die Beibehaltung der aktuellen Schulden- und Liquiditäts-Politik. Bis zur wirtschaftlichen Gesundung sollen die Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur und Finanzmärkte fortgesetzt werden, heißt es in der Abschlusserklärung.
Die Märkte werden also weiter mit ungedecktem Geld geflutet, die maroden Staatshaushalte durch anhaltendes Deficit Spending weiter ruiniert. So oder so wird es zu einer dauerhaften Entwertung des Geldvermögens kommen. Echtes Gold und Silber sind der geeignete Schutz.
Was die aktuelle Goldpreis-Situation für kurzfristig interessierte Investoren angeht, so gibt es auch hier Spielraum nach oben (siehe Chart). Während der Goldpreis seit Wochen neue Hochs markiert, ist Gold in Euro gemessen derzeit nicht teurer als vor neun Monaten. Für die Feinunze Gold zahlt man jetzt etwas mehr als 730 Euro. Das Allzeithoch lag am 20. Februar 2009 bei 782,43 Euro. So betrachtet, gibt es auch für Silber weiter deutliches Aufwärtspotenzial. Sein Preis in Euro gemessen ist vom Rekordstand im März 2008 immer noch gute 20 Prozent entfernt.
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