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Mittwoch, 10. März 2010 - 18:05 Uhr

Reflektieren Gold-ETFs noch die physische Goldnachfrage?

Im Internet kursieren derzeit Spekulationen, ein möglicher Ausverkauf von ETF-Gold könnte zu einem Goldpreisrutsch führen. Dabei korreliert die physisch hinterlegte Goldmenge beim größten Gold-ETF SPDR Gold Trust seit Mitte vergangenen Jahres nicht mehr mit der Goldpreisentwicklung.

Gold-ETFs sind Fonds, deren Anteilsscheine zu einem hohen, möglichst 100%-igen Anteil mit physischem Gold hinterlegt sind. SPDR Gold Trust (Börsenkürzel: GLD) ist der weltweit größte ETF dieser Art. Derzeit lagert die Bullion Bank HSBC offiziellen Zahlen zufolge 1.116 Tonnen Gold für SPDR in ihren Vaults. Durch entsprechende Geldzuflüsse haben sich diese offiziellen Gold-Bestände des Fonds seit Mitte 2007 verdoppelt. SPDR repräsentiert somit eine Goldmenge, die den Zentralbankbeständen Chinas entspricht.

Einige Marktbeobachter befürchten, dass Mittelabflüsse bei SPDR, im Zuge eines verbesserten Weltwirtschaftsklimas und abebbenden Krisenängsten, den Goldpreis unter Druck setzen könnten, weil dann eine Menge Gold auf den freien Markt käme.
"Wir glauben, dass ein massives Problem am Horizont auftaucht, sollte die Investment-Nachfrage gedämpft bleiben oder sollte die Investment-Nachfrage in den nächsten drei oder fünf Monaten sogar wegbrechen", zitiert die Webseite Miningmx David Cavis, Edelmetallanalyst bei der Credit Suisse, in diesem Zusammenhang.

Tatsache ist aber, dass die Goldbestände von SPDR seit April 2009 nicht mehr gestiegen, sondern tendenziell eher gefallen sind. Der Goldpreis legte dagegen seither um mehr als 20 Prozent zu. Die Korrelation zwischen beiden Größen war bis zum Jahr 2008 noch vorhanden. Im Herbst 2008 explodierten die Fonds-Zuflüsse nach der Lehman-Pleite förmlich. Die SPDR-Goldbestände stagnierten danach aber und folgten nicht der Tendenz eines weiter steigenden Goldpreises.

Die folgenden Grafiken veranschaulichen dies.



Abb. 1: Entwicklung Goldpreis und SPDR-Goldbestände seit April 2009 (indexiert)




Abb. 2.: Entwicklung Goldpreis und SPDR-Goldbestände seit 2007 (indexiert)

Die Entwicklung der Lagerbestände in Gold-ETFs wird von Analysten gerne als Indikator für die generelle Investmentnachfrage auf dem Goldmarkt herangezogen. In diesem Zusammenhang wirft die zuletzt schwache Entwicklung der SPDR-Goldbestände zumindest einige Fragen auch.

Denn neben dem Goldpreis ist auch die private Nachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen in den USA im Zeitraum zwischen (einem bereits sehr umsatzstarken) Q4 2008 und Q4 2009 um gut 2 Prozent gestiegen. Dies geht aus dem aktuellen Marktbericht des World Gold Councils hervor.

Die amerikanische Prägeanstalt US Mint konnte die Nachfrage nach Anlagegoldmünzen zuletzt kaum mehr befriedigen. Es kam mehrfach zu Lieferstopps.

Wie passt das alles zusammen?

Kritiker vermuten, dass die amerikanischen Gold-ETFs das Anlegergeld mittlerweile gar nicht mehr in vollem Umfang in echtes Gold investieren, sondern Teile davon in alternative Investments fließen. Die Stagnation der Goldbestände werten sie als ein Zeichen für eine solche Fehlentwicklung.

US-Rohstoffanalyst Ted Butler gehört seit langem zu den Skeptikern. Er wertete die Kluft zwischen der starken Goldpreisentwicklung und den stagnierenden ETF-Beständen zuletzt als generelles Misstrauensvotum gegenüber „Papiergold“ und Befürchtungen, hier könnte bald ein riesiger Schwindel als Licht kommen.

Wie auch immer: Alles andere als Gold in den eigenen Händen, ist lediglich ein in Gold denominiertes Zahlungsversprechen. Dieses kann sich jederzeit in Luft auflösen. Daran sollte man immer denken.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie auch in unserem Spezialreport „Schieflagen und Manipulation auf dem Goldmarkt“, den Abonnenten des kostenlosen Goldreporter-Newsletters zum Vorzugspreis von 30 Euro erhalten.

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Dienstag, 9. März 2010 - 16:55 Uhr

China will kein Gold kaufen: Glaube einer diesen Chinesen!

Der Leiter des staatlich-chinesischen Devisenamtes, Yi Gang, hat sich auf einer Konferenz wohlwollend gegenüber US-Staatsanleihen geäußert und geradezu ablehnend in Bezug auf Gold. Was ist von den aktuellen Aussagen des chinesischen Reserven-Verwalters zu halten?

„Der US-Treasury-Markt ist der weltweit größte Markt für Staatsanleihen. Unsere Fremdwährungsreserven sind riesig, also können sie sich vorstellen, dass der US Treasury Markt ein für uns wichtiger Markt ist“, sagte Yi Gang, Leiter des State Administration of Foreign Exchange (SAFE), in dieser Woche auf einer Pressekonferenz.

Seine Behörde verwaltet die Währungsreserven der chinesischen Zentralbank. Trotz des fallenden Dollars spricht seiner Meinung nach nichts gegen den weiteren Ankauf von amerikanischen Staatspapieren. „Wir sind ein vernünftiger Investor und wir können im Investmentprozess sicherlich eine Win-Win-Situation herstellen“, erzählt Gang recht geheimnisvoll.

Die genaue Zusammensetzung der chinesischen Währungsreserven ist ein Staatsgeheimnis. Ihr Wert ist bekannt: zirka 2,4 Billionen US-Dollar. Mit einer solchen Finanzmacht kann das Land jeden Markt, in den es investiert, ordentlich in Bewegung bringen.

Auf der Konferenz dämpfte Yi Gang Erwartungen, China könnte seine Goldreserven über die aktuellen Bestände hinaus weiter aufstocken. Derzeit besitzt die People‘s Bank of China offiziell 1.054 Tonnen Gold. „Über einen Zeitraum von 30 Jahren gesehen, war Gold kein großartiges Investment“, zitiert der Nachrichtendienst Reuters den Chinesen. Im Falle eines bedeutenden Investments im Goldmarkt, würde China lediglich den Goldpreis nach oben treiben.

„Es ist tatsächlich unmöglich, dass Gold ein bedeutender Investmentbestandteil in Chinas Währungsreserven wird“, so Gang weiter. „Ich habe derzeit 1.000 Tonnen und selbst wenn ich den Bestand verdopple, wären das zu aktuellen Preisen ungefähr 30 Milliarden Dollar“, erklärt er.

Was ist von diesen Äußerungen zu halten?

Gang sagt, Gold sei in den letzten 30 Jahren kein großartiges Investment gewesen. Der Betrachtungszeitraum ist natürlich nicht zufällig gewählt. Denn er reflektiert die Kursentwicklung seit dem Höhepunkt der letzten Goldhausse im Jahr 1980. Seither legte der Goldpreis 29 Prozent zu. US-Staatsanleihen stiegen in diesem Zeitraum allerdings um etwa 1.000 Prozent.

Geht man aber nur 10 Jahre weiter zurück, ins Jahr 1970, dann ergibt sich für Goldinvestoren bis heute ein Kursgewinn von beachtlichen 3.100 Prozent. Und eine Bonitätsgarantie gab es kostenlos dazu.

Der wichtigste Grund für die positive Haltung Chinas gegenüber Dollar-Anleihen und für die zurückhaltende Einschätzung zu Gold, ist aber sicherlich die bekannte Abhängigkeit zwischen China und den USA. Die Vereinigten Staaten benötigen China als Gläubiger mehr denn je. Und China ist bereits so dick in Dollar investiert, dass ein Ausstieg sich als verlustreiche Desinvestition inklusive amerikanischem Staatsbankrott herausstellen könnte.

Chinesen sind Schlitzohren, Meister der Täuschung, die ihr Handwerk bereits in der Schule erlernen. Und das ist durchaus positiv gemeint. Uns würde es deshalb nicht wundern, wenn die chinesischen Goldreserven schon bald wieder deutlich höher stehen. Ganz still und heimlich aufgestockt. Denn über den "Schuldgeld-Wertmesser" Gold redet man auf Staatsebene nicht gern.

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Dienstag, 9. März 2010 - 14:34 Uhr

Fondsmanager: Verkauf von IWF-Gold kann Goldpreis beflügeln

Weiterhin ist unklar, wann der Internationale Währungsfonds die Restbestände aus seinem Goldverkaufsprogramm veräußern wird und ob sie tatsächlich auf den freien Markt gelangen. Der kanadische Fondsmanager Kevin MacLean rechnet in jedem Fall mit weiter steigenden Goldpreisen.

Man wolle die restlichen 191 Tonnen Gold aus dem 403,3 Tonnen umfassenden Goldverkaufsprogramm am offenen Markt verkaufen, hieß es von Seiten des Internationalen Währungsfonds Mitte Februar. „Marktschonend“ solle die Transaktion erfolgen.

Derzeit ist weiterhin unklar, wann das IWF-Gold auf den Markt gelangt. Und weiterhin gibt es Spekulationen, das Kontingent könnte doch an eine einzelne oder wenige Notenbanken abfließen und entgegen der IWF-Willensbekundung nicht in den freien Verkauf gelangen.

Marktkenner Kevin MacLean, Vice-President und Senior Portfolio Manager der kanadischen Investmentgesellschaft Sentry Select Capital Corp., rechnet in diesem Fall mit einem deutlichen Preisschub. Seinen Aussagen zufolge sind Russland und Indien an dem IWF-Gold interessiert, obwohl bislang kein Land ein offizielles Angebot abgegeben hat.

„Beide Länder nehmen bereits die gesamte landeseigene Produktion in ihre Reserven auf. China hat nur wenig mehr als ein Prozent seiner Reserven in Gold angelegt und plant, den Anteil auf 15 Prozent aufzustocken. Russland häuft ebenfalls Gold an, um seine Reservepolitik fortzusetzen, weg vom US-Dollar“, erklärte Kevin MacLean in dieser Woche gegenüber dem Newsservice Emirates Business.

Der mehrfach mit Performance-Preisen ausgezeichnete Fondsmanager ist auf Goldexplorations-Sektor spezialisiert. Auch für den angekündigten Fall von IWF-Marktverkäufen sieht MacLean keine Gefahr für den Goldpreis. „Der Durchschnittspreis für Gold sollte mindestens 20 Prozent über den Durchschnittspreis des vergangenen Jahres (1.073 Dollar) steigen, selbst wenn der IWF seine Reserven im Stillen und in Raten von einigen Tonnen pro Monat am Markt absetzt“, so MacLean.

Er ist der Meinung, dass auch aus den USA eine steigende Gold-Nachfrage zu erwarten ist, weil das Land möglicherweise zum Gold-Standard zurückkehren müsse. „Die US-Staatsverschuldung steigt jedes Jahr um 2,2 Billionen Dollar. In fünf Jahren kann es große Probleme mit den Kosten der Staatsfinanzierung geben, wenn man die Anleihen nicht mit Gold besichert“, orakelt MacLean.

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Dienstag, 9. März 2010 - 12:26 Uhr

Silbermünzen: Rekordnachfrage in den USA

Im Januar setzte die amerikanische Prägeanstalt U.S. Mint so viele Silbermünzen ab, wie noch nie zuvor in ihrer Agentur-Geschichte.

5,643 Millionen Unzen Silber verkaufte die amerikanische Prägeanstalt U.S. Mint laut Unternehmensangaben in den ersten beiden Monaten des Jahres. Das waren 40,2 Prozent mehr, als während des gleichen Zeitraums des Vorjahres. Alleine im Januar wurden 3,59 Millionen Silber-Unzen abgesetzt. Auf einen einzigen Monat bezogen, ist das Firmenrekord.

„Einer der wesentlichen Gründe, warum Silber so gefragt ist, ist die Tatsache, dass es derzeit sicherlich sehr viel günstiger ist als Gold“, sagt David Beahm, Vice President of Economic Research des großen amerikanischen Edelmetallhändlers Blanchard & Co gegenüber US-Medien. Weiteres Argument: Silber wird in der Industrie stärker benötigt als Gold. In einem wirtschaftlichen Aufschwung könnte dieser Aspekt dem weißen Metall - neben dem Nutzen als Inflationsschutz - eine zusätzliche Wertsteigerung bescheren.

Die U.S. Mint gibt die populären American-Eagle-Münzen in Silber, Gold und Platin heraus. Im vergangenen Jahr gab es aufgrund der großen Nachfrage einen Lieferengpass bei den Gold-Eagle-Münzen, der bis in den Januar hinein anhielt. Einige Wochen lang waren nur noch 1-Unzen-Münzen erhältlich. Kleinere Größen galten aufgrund fehlender Rohlinge als ausverkauft. Aus diesem Grund sanken die Verkäufe von amerikanischen Goldanlagemünzen im Januar und Februar im Vergleich zum Vorjahr um 17,8 Prozent von 205.500 auf 169.000 Unzen.

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Montag, 8. März 2010 - 09:59 Uhr

JP Morgan reduziert erneut Verkäufe: Heben Silber- und Goldpreis nun ab?

Die aktuellen Terminmarkt-Reports zeigen, dass sich die großen US-Banken dem kürzlichen Preisanstieg bei Gold und Silber nicht mit dem Aufbau neuer Short-Positionen entgegengestellt haben. Ein bullisches Zeichen!

Vor einem Monat lautete unsere Schlagzeile nach der Veröffentlichung des Bank Participation Reports der US-Terminmarktaufsicht CFTC: „US-Banken reduzieren ihre Short-Positionen: Steigt nun der Goldpreis?“. Das war am 9. Februar. Damals stand Gold bei 1.070 Dollar. Silber kostete 15,20 Dollar pro Feinunze. Seitdem ist Gold um 6 Prozent gestiegen. Silber rauschte sogar 13 Prozent nach oben. Und heute haben wir erneut gute Nachrichten für Edelmetallbesitzer.

Shorts weiter reduziert
Die neuesten Zahlen des Bank Participation Reports vom Futures-Markt zeigen, dass sich die Netto-Short-Positionen der Banken trotz des starken Aufwärtstrends in den letzten Wochen noch einmal verringert haben. Bei Gold sank die Anzahl der durch US-Banken gehaltenen Short-Futures um 7,4 Prozent. Noch deutlicher die Situation bei den Silber-Futures. Gegenüber dem Vormonat verringerte sich die Nettoposition aller durch US-Banken gehaltenen Silber-Shorts um 18,6 Prozent auf 30.431 Kontrakte.



Abb.: Banken reduzierten Gold-Vorverkäufe
Entwicklung der Short-Kontrakt-Mengen an der Warenterminbörse COMEX, gehalten von US-Banken. Quelle: Bank Participation Report der CFTC vom 02.03.2010; Grafik: Goldreporter.de


Was sagen diese Zahlen aus?
Zunächst einmal spielen US-Banken am Warenterminmarkt eine dominante Rolle. Mit großvolumigen Vorwärtsverkäufen (Short-Futures und -Optionen) besteht für sie die Möglichkeit, Kurse an der Warenterminbörse kurzfristig stark zu drücken. Durch Arbitrage-Geschäfte zwischen Spot- und Terminmarkt korrespondieren die Kurse auf beiden Märkten eng miteinander. Terminmarktgeschäfte haben also auch entscheidenden Einfluss auf den Preis für Gold zur sofortigen Lieferung (Spot Price).

Banken betreiben mit Warentermingeschäften Eigenhandel, bauen damit aber auch Gegenpositionen zu anderen Derivate-Geschäften auf, bei denen sie als Kontrahenten ihrer Kunden auftreten. Man spricht in diesem Zusammenhang von so genannten Bullion Banken.

Die starke Short-Konzentration bei Gold und Silber, dominiert von diesen wenigen Banken, wird von Kritikern seit langem als marktbeherrschend und manipulativ angesehen. Man geht davon aus, dass weniger große US-Häuser die Vormachtstellung am Terminmarkt nutzen, um den Goldpreis zu drücken. Man hätte demnach erwarten können, dass nach dem kürzlichen Preisanstieg - vor allem bei Silber – erneut eine „Intervention“ erfolgt, die im Zweifel zu erneut fallenden Edelmetallkursen führt. Dies ist nicht geschehen.

Die Rolle von JP Morgan
Die Daten zur Bankenbeteiligung am Futures-Markt werden nur einmal im Monat von der CFTC veröffentlicht. Seit Dezember 2009 wird die Anzahl der an den Termingeschäften beteiligten Banken in den Reports nur noch genannt, wenn weniger als vier Institute beteiligt sind. Anfang März wurden somit erneut keine entsprechenden Zahlen im Silber-Handel veröffentlicht.

Trotz des Verschleierungsversuches der CFTC ist klar, dass JP Morgan der größte kommerzielle Händler auf dem Terminmarkt ist. Denn entsprechende Daten lassen sich aus einem anderen Bericht entnehmen, dem „OCC’s Quarterly Report on Bank Trading and Derivatives Activities“ der Comptroller of Currency Administrator of National Banks. Er erscheint nur viermal im Jahr und weist JP Morgan jedes Mal als den mit Abstand größten Akteur im Derivatehandel mit Gold und Silber aus.

Die Prognose von Ted Butler
Ein intimer Kenner des Marktes ist der US-Rohstoffanalyst Ted Butler. In einem Interview mit KingWorldNews sagte er am vergangenen Freitag folgendes: "Die aktuellen Berichte, der Commitment of Traders Report und der Bank Participation Report bestätigen, dass JP Morgan zu diesem Zeitpunkt trotz der Rally keine zusätzlichen Kontrakt auf der Short-Seite in Silber eingeht. Das ist die bestmögliche Nachricht. Wenn diese Bank nicht einschreitet und diese Rally nicht mit zusätzlichen Short-Verkäufen kappt, dann dürfte der Silberpreis abheben."

Auch bei Gold, wenn auch in etwas geringerem Maße, sieht Butler eine ähnliche Entwicklung: "Für den Goldpreis gibt es weiterhin viel Platz nach oben, vor allem wenn JP Morgan nicht als Verkäufer auftritt."

Bahn frei für steigende Kurse
Klar ist also, dass JP Morgan auf dem Edelmetallmarkt das größte Rad dreht, dieses zuletzt aber sozusagen kaum mehr bewegte. Die Preise für Gold, und vor allem für Silber, könnten nun theoretisch ungehindert von größeren negativen Einflüssen des Terminmarktes weiter deutlich steigen.


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Sonntag, 7. März 2010 - 12:06 Uhr

Venezuela will Goldreserven ausbauen

Die Zentralbank Venezuelas verfolgt die gleiche Strategie wie zuletzt Russland und China. Sie plant, den Goldanteil der Währungsreserven auszubauen und kauft dazu Output der landeseigenen Produktion auf.

Gold ist Geld. Diese Gleichung geht in der aktuellen Krise wieder sichtbar auf. Über Jahrzehnte hinweg bemühten sich die Notenbanken, - allen voran die amerikanische – Gold als wichtiger Bestandteil des internationalen Währungssystem zu diskreditieren. Die Tatsache, dass die Zentralbanken im vergangenen Jahr sich von Nettoverkäufern zu Nettokäufern entwickelt haben, unterstreicht nun die tatsächliche Bedeutung von Gold als Währungsreserve. Denn Gold wird immer akzeptiert werden, wenn man mit nichts anderem mehr zahlen kann.

Dieser Logik folgt nun auch die Zentralbank von Venezuela. „Wir werden unsere Goldreserven vergrößern und mehr Gold aus der eigenen Produktion aufkaufen“, erklärte Jose Khan, Director der Banco Central de Venezuela laut Wirtschaftsdienst Bloomberg. Auch die Zentralbanken Chinas und Russlands hatten zuletzt angekündigt, Gold vor allem aus dem eigenen Land zu erwerben.

Neben dem Aufbau der Goldreserven, will Venezuela auch gezielt die landeseigene Goldproduktion fördern. 250 Millionen Dollar sollen als Investment in diese Industrie fließen. Unter anderem soll eine eigene Gold-Raffinerie gebaut werden.

Rund 20 Tonnen Gold will man in Venezuela in diesem Jahr zu Tage fördern. 1,08 Tonnen Gold hat die Zentralbank der Südamerikaner 2010 schon aus der eigenen Produktion aufgekauft. Laut Bloomberg, liegt diese Erwerbsmenge bereits rund 50 Prozent über dem Wert des gesamten vergangenen Jahres.

Etwa die Hälfte seiner 30,6 Milliarden Dollar umfassenden Währungsreserven hält Venezuela in Gold. Im internationalen Vergleich liegt das Land damit unter den Top-Nationen.

Der nationale Aufkauf von Gold aus eigener Landesproduktion verringert zwar die Nachfrage auf dem internationalen Goldmarkt, wenn die gleiche Menge ansonsten zu Marktpreisen erworben würde. Gleichzeitig fällt dadurch jedoch das entsprechende internationale Goldangebot aus der Minenproduktion geringer aus.

Link: Übersicht der aktuellen, weltweiten Goldreserven.

Goldreporter


Foto: Banca Central de Venezuela

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Donnerstag, 4. März 2010 - 22:06 Uhr

Griechenland leiht sich 5 Mrd. Euro und macht damit 3 Mrd. neue Schulden

Die erfolgreiche Platzierung der 5-Milliarden-Anleihe Griechenlands hat die Finanzmärkte beruhigt. Wer aber glaubt, jetzt sei alles in Butter mit dem Schuldenstaat am Mittelmeer, der sollte einmal nachrechnen, was die neuerliche Kreditaufnahme das Land zusätzlich kostet.

Fünf Milliarden Euro. Das ist eine Zahl mit neun Nullen. 6,37 Prozent, das ist der Zinssatz, den Griechenland den Investoren jedes Jahr über den Zeitraum von zehn Jahren zahlen muss, damit man andere Gläubiger in diesem Jahr auszahlen kann.

Abgesehen davon, dass sich Griechenland mit der Anleihe lediglich Zeit erkauft: Wir haben kurz den Schuldenrechner angeworfen und die finanzielle Belastung ausgerechnet, die mit dem Anleihe-Darlehen auf das Land zusätzlich hereinbricht.

Wer sich 5 Milliarden Euro leiht und dafür jährlich 6,37 Prozent abdrücken muss, legt bei zehn Jahren Laufzeit insgesamt 3,18 Milliarden Euro auf den Tisch (318 Millionen pro Jahr). Gesamtbelastung durch den Anleihen-Deal: 8,15 Milliarden Euro.

Fazit: Die Griechen dürfen den Gürtel nach dem heutigen Tag noch ein Stückchen enger schnallen.

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Donnerstag, 4. März 2010 - 16:36 Uhr

Griechische Schulden dreimal so hoch, wie offiziell angenommen

Ein aktueller Beitrag des ARD-Magazins FAKT deckt die Manipulations-Tricks der griechischen Behörden auf. Er zeigt, dass die griechischen Schulden eigentlich noch deutlich höher sind, als bislang angenommen. Und er verdeutlicht, dass die europäischen Regierungen schon seit 2004 von den Betrügereien der Griechen gewusst haben müssen.

5 Milliarden Euro konnte die griechische Regierung am heutigen Donnerstag durch die Auktion von Staatspapieren bei Investoren einsammeln. Man rechnet in diesem Jahr mit einem griechischen Finanzierungsbedarf in Höhe 50 Milliarden Euro. Offiziell ist von einer Staatsverschuldung im Umfang von 300 Milliarden Euro die Rede.

Doch die Griechen stehen weit tiefer in der Kreide, wenn man den Ausführungen des griechischen Wirtschaftsjournalisten Tassos Teloglu Glauben schenkt, den das ARD-Magazin FAKT zur Schuldenkrise des Landes befragt hat.

Er rechnet vor, dass sich die griechischen Schulden auf insgesamt 900 Milliarden Euro addieren: „300 Milliarden Euro schuldet der Staat hauptsächlich dem Ausland. 170 Milliarden Euro werden geschuldet von Unternehmen und Privatpersonen an griechische Banken. Und 420 Milliarden Euro werden von unseren Krankenkassen beziehungsweise Rentenkassen geschuldet. Wir kommen insgesamt auf 900 Milliarden Euro. Gegenüber dem steht ein Bruttosozialprodukt von 260 Milliarden Euro im Jahr und Steuereinnahmen von nur 50 Milliarden Euro letztes Jahr“, so Teloglu.

Im unten verlinkten Videobeitrag verrät er auch die skurrilen Manipulations-Tricks der griechischen Behörden. So wurde seinen Angaben zufolge ab 2006 die Prostitution als ein Zweig der dortigen Volkswirtschaft auf das Bruttosozialprodukt (BSP) addiert. Dadurch sei das BSP um mehrere Milliarden gestiegen und das Staatsdefizit kleiner darstellt worden.



Dank an: Hagen H.

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Donnerstag, 4. März 2010 - 09:24 Uhr

Video: Sind unsere Staaten bald bankrott?

Was genau sind Staatsschulden? Ab wann werden diese Schulden zum Problem? Mit welchen Mitteln kann man die Überschuldung bekämpfen? Eine arte-Dokumentation beschäftigte sich bereits 2007 mit dem hochaktuellen Thema und liefert interessante Einblicke in das Thema Staatsverschuldung und Staatsbankrott.

„Vor 1789 entledigte sich der Staat seiner Schulden einfach, indem er sie annullierte. Der Finanzminister warnte allenfalls ein paar Freunde, indem er sagte: `Seht zu, dass ihr ein paar Schuldescheine los werdet, es gibt ein Drama´. So wurden natürlich eine ganze Menge Leute ruiniert“. Das erzählt der französische Wirtschaftsprofessor Jean-Mar Daniel in diesem interessanten TV-Beitrag aus dem Jahr 2007.

Ist es denkbar, dass der Staat heuzutage wieder zu solch drastischen Maßnahmen greift? Wie gehen die Staaten mit ihren Schulden um? Gibt es überhaupt einen legalen Weg zur Bekämpfung der explodierenden Staatsdefizite?

Der TV-Sender arte beleuchtet anschaulich die Problematik der öffentlichen Verschuldung. Die Dokumentation ist in fünf Episoden unterteilt und befasst sich - durch die Betrachtung der Verhältnisse in Frankreich, Schweden, Belgien und Italien - umfassend und verständlich mit dem hochaktuellen Thema.

Teil 1


Teil 2


Teil 3


Teil 4


Teil 5


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Mittwoch, 3. März 2010 - 15:39 Uhr

Goldpreis: Haben wir das Jahrestief bereits gesehen?

In Jahren steigender Edelmetallpreise tendiert der Goldpreis dazu, sein Jahrestief bereits in den ersten beiden Monaten zu markieren. Wie wird sich der Goldpreis in diesem Jahr entwickeln? Goldreporter hat nach einer Kurssystematik innerhalb der letzten 38 Jahre gesucht und ist auf interessante Ergebnisse gestoßen.

Betrachtet man die Kursschwankungen des Goldpreises innerhalb eines Jahres, so fällt auf, dass in Hausse-Phasen eine hohe Volatilität vorherrscht. Die Differenz zwischen dem Jahreshöchstkurs und dem Jahrestiefstkurs nimmt zu. Wir haben die Goldpreisentwicklung seit 1972 analysiert (jeweils London Fix A.M.). Die folgenden Grafiken veranschaulichen diesen Zusammenhang.



Abb. 1 und 2: Die Differenz zwischen dem Jahreshöchstkurs und dem Jahrestiefstkurs ist in Phasen des Goldbooms am größten.

Die größte Schwankungsbreite innerhalb eines Jahres sahen wir Ende der Siebzigerjahre. Seit dem Jahr 2000 ist die Volatilität erneut signifikant steigend.

Die besten und schlechtesten Monate
In Dekaden mit tendenziell steigenden Goldpreisen (Gold-Hausse) tendiert der Goldpreis dazu, sein Jahreshoch bereits am Jahresanfang zu markieren und Jahreshöchststände im letzten Quartal zu erreichen.

Das war zwischen 1972 und 1980 der Fall (Freigabe des Goldpreises/Ende des Gold-Dollar-Standards; letzte große Goldhausse). In diesen neun Jahren wurde sechsmal der Jahrestiefststand des Goldpreises bereits im Januar festgestellt. Die höchste Kursfeststellung des Jahres erfolgte fünf von neun mal zwischen August und Dezember.

Die aktuelle Lage
Wie hat sich der Goldpreis seit 2000 in dieser Hinsicht verhalten? Ganz ähnlich. Sechsmal mal wurde das Jahrestief im Januar oder Februar erreicht. Das Jahreshoch kam sieben von zehn mal zwischen Oktober und Dezember zustande.

Generell kann man sagen, die größte Kursdynamik erlebt man in den Wintermonaten. Auf den Zeitraum von Dezember bis März fielen in den letzten 38 Jahren jeweils 21 mal das Jahrestief und 21 mal das Jahreshoch. Im Januar wurden die meisten Jahrestiefs erreicht, im Dezember die meisten Jahreshöchststände. Einzelheiten entnehmen Sie den folgenden Listen.

Jahrestiefs
Januar: 12x (1972-1974, 1977-1979, 1986, 1995, 2002, 2006, 2007, 2009)
Februar: 4x (1985, 1987, 2001, 2005)
August: 4x (1976, 1981, 1982, 1998)
September: 4x (1975, 1988, 1989, 1991)
Dezember: 3x (1984, 1996, 1997)
März: 2x (1980, 1993)
April: 2x (1994, 2003)
Oktober: 2x (2000, 2008)
November: 2x (1983, 1992)
Mai: 1x (2004)
Juni: 1x (1990)
Juli: 1x (1999)

Jahreshochs
Dezember: 8x (1974, 1979, 1987, 2002-2005, 2009)
Januar: 6x (1976, 1980, 1981, 1988, 1991, 1997)
Februar: 5x (1975, 1983, 1990, 1996, 2000)
August: 3x (1972, 1985, 1993)
September: 3x (1982, 1986, 1994)
Oktober: 3x (1978, 1999, 2001)
November: 3x (1977, 1989, 2007)
März: 2x (1984, 2008)
April: 2x (1995, 1998)
Mai: 1x (2006)
Juli: 2x (1973, 1992)
Juni: 0x

Was bedeutet dies für 2010?
Wir befinden uns seit dem Jahr 2000 in einem intakten, langfristigen Aufwärtstrend (Edelmetallhausse). Demnach könnte das Goldpreishoch erneut auf das Jahresende fallen. Das Jahrestief wurde möglicherweise bereits im Februar erreicht. Ein erneutes Tief in der Mitte des Jahres wäre statistisch gesehen eher unwahrscheinlich.


Abb. 3: Das aktuelle Jahrestief liegt bei 1.052,50 Dollar, erreicht am 18. Februar.

Ob das historische Zahlenmaterial zur Kursprognose taugt, wird die Realität uns in den kommenden Monaten zeigen.

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Dienstag, 2. März 2010 - 19:19 Uhr

Goldkauf wird für Europäer immer teurer

Stell Dir vor, Gold geht durch die Decke und niemand merkt es. Der Goldpreis, in der europäischen Gemeinschaftswährung gemessen, hat am Dienstag erneut ein Allzeithoch erreicht. Die Edelmetallkurse stiegen auf breiter Front.

Die Europäer müssen beim Kauf von Gold immer mehr Papiergeld auf den Tisch legen. Im Londoner Nachmittagsfixing wurden am Dienstag 831,24 Euro für den Preis einer Feinunze Gold festgestellt. Seit dem 31.12.2009 ist der Euro-Goldpreis damit bereits um 8,4 Prozent gestiegen.

Mit dem anhaltenden Verfall des britischen Pfundes, hat sich auch der Goldkauf in Großbritannien seit Jahresbeginn merklich verteuert. Mit 752,86 Pfund müssen die Briten aktuell 10 Prozent mehr für die Feinunze Gold berappen, als Ende vergangenen Jahres.

In der Handelswährung US-Dollar taxiert, stieg Gold im gleichen Zeitraum auf Basis des London Fix lediglich um 2 Prozent. Im späten Handel zog der Kurs am Dienstagabend allerdings auch auf Dollar-Basis kräftig an. Gegen 19 Uhr notierte Gold am Spotmarkt bei 1.136 Dollar. Im Vergleich zum Vortag entsprach dies einem Plus von 1,6 Prozent.

Dieser Preissprung wurde von Silber noch getoppt. Mit einem Anstieg um 3,4 Prozent, eroberte das weiße Metall im Sturm die Marke von 17 US-Dollar zurück.

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Dienstag, 2. März 2010 - 12:53 Uhr

Webfundstück: Der gläserne Parlamentarier

Spiegel Online hat ein interessantes Flash-Feature veröffentlicht. Die Abgeordneten des Deutschen Bundestags können damit bequem nach Demografie, Nebeneinkünften und Wahlverhalten gefiltert werden.

Welche Frauen im Bundestag sind ledig, unter 40 Jahre alt und haben für die Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes gestimmt? Mit dem Bundestagsradar von Spiegel Online und abgeordnetenwatch erfahren Sie dies und vieles mehr mit ein paar Mausklicks.

Kommentar: Sehr nettes Feature, mit dem man einige Minuten begeistert herumspielen oder ernsthaft nach persönlichen Daten und den Meinungen unserer Volksvertreter recherchieren kann.

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Dienstag, 2. März 2010 - 11:55 Uhr

Deutsche Bank: Weitere Insiderverkäufe durch Risikomanager

Wie aus der gerade veröffentlichten Pflichtmitteilung gemäß §15a Wertpapierhandelsgesetz hervor geht, hat ein führender Deutsche-Bank-Manager am 22. Februar erneut Aktien des eigenen Unternehmens in bedeutendem Umfang verkauft.

Bereits im vergangenen Jahr berichteten wir über massive Insiderverkäufe bei der Deutschen Bank. Internationale Top-Manager des Finanzinstituts hatten Aktien des eigenen Unternehmens in Millionenhöhe abgestoßen. Wie aus der gerade veröffentlichten Pflichtmitteilung gemäß §15a Wertpapierhandelsgesetz hervorgeht, kam es am 22. Februar erneut zu Insiderverkäufen. Deputy Chief Risk Officer Stuart Lewis trennte sich von 5.400 Deutsche-Bank-Aktien zum Kurs von 47,89 Euro. Gesamterlös: 258.606 Euro.

Bereits im vergangenen Jahr stieß er Deutsche-Bank-Anteile im Gegenwert von 737.275,23 Euro ab. Aus den Pflichtveröffentlichungen geht nicht hervor, ob die Verkäufe im Zusammenhang mit Options-Rechten oder Bonus-Zahlungen erfolgt sind. Fakt ist, der seit 1996 bei der Deutschen Bank beschäftigte Bankier für hat zuletzt ordentlich Kasse gemacht.

Als ehemaliger Global Head of Loan Exposure Management Group, einstiger Chief Credit Officer und amtierender stellvertretender Risikomanager war und ist seine Aufgabe unter anderem, das Risiko von möglichen Schäden für das Unternehmen abzuschätzen. Chief Risk Officer bekleiden in Banken meist hohe Positionen. Sie sind oft Mitglied des Vorstandes. Lewis hat es immerhin zum Stellvertreter geschafft.

Ob der Aktienverkauf zur Reduzierung seines persönlichen finanziellen Risikos diente? Darüber kann nur spekuliert werden. Insiderverkäufe werden oft als Misstrauensvotum gegen das eigene Unternehmen gewertet, gerade bei großen Volumina. Als Motiv kommt aber auch Gewinnerzielungsstreben in Betracht. Schließlich hat die Deutsche-Bank-Aktie seit den Tiefstständen im Januar 2009 gut 150 Prozent an Wert zugelegt.

Alle Insider-Verkäufe bei der Deutschen Bank seit 2009, entnehmen Sie der folgenden Tabelle.



Der Vollständigkeit halber: Insiderkäufe bei der Deutschen Bank gab es im gleichen Zeitraum drei. Die Käufer waren Pierre de Weck (Wert: €667.434) sowie die Aufsichtsratsmitglieder Martina Klee (€12.967,97) und Sir Peter Job (€39.708,11).

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Montag, 1. März 2010 - 12:59 Uhr

So entwickelt sich der Goldpreis im März

Im Februar stieg der Goldpreis um 2,8 Prozent. In Euro legte er sogar 5,4 Prozent zu. Wie geht es in diesem Monat mit den Edelmetallkursen weiter? Goldreporter wirft einen Blick auf die 38-jährige Goldpreis-Statistik für den Monat März.

Der März hat statistisch gesehen einen leicht negativen Touch. Im Durchschnitt endete der Monat in den vergangenen 38 Jahren mit einem Minus von 0,63 Prozent.

Seit 1972 schloss der März 23 von 38 mal mit einem niedrigeren Goldpreis. 15 mal stand er am Ende höher als im Vormonat.

Nur zweimal seit 1972 – in den Jahren 1984 und 2008 - markierte der Goldpreis im März sein Jahreshoch.

Den besten März erlebte Gold 1985. Gegenüber dem Vormonat legte der Preis für die Feinunze damals 13,53 Prozent zu. Am schlechtesten erging es dem Goldpreis im März 1980. In dem Jahr brach der Kurs des Edelmetalls im März um 21,37 Prozent ein. Es war die Zeit direkt nach dem Peak der letzten großen Goldhausse.

In den vergangenen drei Jahren schloss der Goldpreis im März jeweils mit deutlichen Verlusten (2007: -1,99%; 2008: -3,28%; 2009: -2,68%).

Der Februar folgte in diesem Jahr übrigens der Tendenz der drei Vorjahre, mit einem Gewinn von 2,8 Prozent (2007: +4,84%; 2008: 4,90%; 2009: +2,75%).

Eine komplette Übersicht über die Goldpreisentwicklung im März seit 1972 erhalten Sie in der folgenden Grafik.



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Freitag, 26. Februar 2010 - 12:17 Uhr

Versicherung gegen den Euro-Crash: Nur physisches Gold kaufen!

Der Goldpreis in Euro markierte zuletzt immer neue Höchststände. Dank Griechenland schwindet zunehmend das Vertrauen in die europäische Gemeinschafts-währung. Doch nur wenn Sie echtes Gold kaufen, sichern Sie sich gegen den Geldwertverfall ab und profitieren in vollem Umfang vom steigenden Euro-Goldpreis.

Die Nachrichten-Seiten sind voll von kritischen Berichten über den Euro und das überschuldete Griechenland. Während der Goldpreis, in seiner Handelswährung gemessen, seit geraumer Zeit um 1.100 US-Dollar herumschwänzelt, konnten sich Goldbesitzer hierzulande zuletzt fast täglich über neue Rekordgoldkurse in Euro freuen. Gold in US-Dollar legte seit Jahresbeginn etwas mehr als 1 Prozent zu. Der Euro-Goldpreis verbuchte dagegen bereits ein sattes Plus von 7 Prozent.

Diesen Umstand haben wir dem schwachen Euro zu verdanken, der vor dem Hintergrund der Griechenland-Misere gegenüber dem US-Dollar stark an Wert einbüßte.

Anleger, die Gold mit Euro kaufen, profitieren derzeit quasi von einer doppelten Wahrscheinlichkeit anziehender Kurse: Der Euro-Goldkurs steigt tendenziell bei einem steigenden Dollar-Goldpreis und gleichzeitig konstanten Euro. Bei stabilem Dollar-Goldpreis und einem fallenden Euro steigt der Wert des Euro-Goldes auf alle Fälle.

Richtig partizipieren an dieser Preisentwicklung, kann man als Anleger aber nur durch den Kauf echten Goldes. Wer auf Derivate setzt (z.B. Zertifikate, Optionsscheine), schaut meist in die Röhre. Als Basiswert dieses Papiergoldes dient in den überwiegenden Fällen der Goldpreis in US-Dollar. Währungsgesicherte Derivate (z.B. Quanto-Zertifikate) bringen den Vorteil des Euro-Goldpreises ebenfalls nicht voll zur Geltung.

Abgesehen davon, unterliegt Papiergold in vollem Umfang der Abgeltungssteuer. Und das Wichtigste: Es besteht das Emittentenrisiko. Wenn die Bank pleitegeht, ist auch das schöne Goldzertifikat im Eimer.

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Freitag, 26. Februar 2010 - 10:59 Uhr

Pressespiegel: „Die Deutschen haben unser Gold gestohlen“

Interessante Stories und Links zum Thema Gold

Die Wahrheit über das Gold der Griechen, Handelsblatt
Der griechische Vizepremier Theodoros Pangalos behauptet, die Deutschen besäßen immer noch Gold, das die Deutschen den Griechen im Zweiten Weltkrieg gestohlen und nie zurückgegeben hätten. Das Handelsblatt widerlegt die Behauptungen.

Kommentar: Weitere Ablenkungsmanöver und Verschleierungstaktik. Griechenland wird nicht mehr lange mit Euro zahlen. Wir möglicherweise auch nicht.


Star-Investor sieht Gold auf 2000 Dollar steigen, Focus
Die lebende Rohstoff-Legende Jim Rogers will sein Gold in Erwartung weiter steigender Kurse für lange Zeit nicht verkaufen. Ob die Konjunktur nun anziehe oder nicht, spiele für die positive Goldpreisentwicklung keine Rolle.

Kommentar: Der Mann weiß, wovon er spricht!


Gold-Spruch des BGH, Börse Online
Zitat: „Anleger können unter Umständen Schadenersatz bei Gold-Knock-outs fordern. Denn Bezugsverhältnisse von Optionsscheinen dürfen nicht nachträglich korrigiert werden, entschied der Bundesgerichtshof (BGH).“

Kommentar: Echtes Gold kaufen, dann gibt’s auch kein Emittentenrisiko. Derivate sind Teufelszeug!


Investec Global Gold sieht langfristigen Goldpreisboden bei 1.000 USD, Rohstoffe-go.de

Zitat: „Allerdings warnte Investec vor Problemen für den Goldpreis, insbesondere auf Grund politischer und fiskalischer Entscheidungen. Nach Ansicht der Experten könnten die Vorschläge zur Neuregelung des Bankensektors von US-Präsident Obama theoretisch einen negativen Einfluss auf den Preis des gelben Metalls haben. Teile der geplanten gesetzlichen Regelungen könnten dazu führen, dass das Volumen des Rohstoffhandels insgesamt sinke.“

Kommentar: Derzeit wird ein Vielfaches des tatsächlich verfügbaren physischen Goldes an den Terminmärkten gehandelt, vor allem initiiert durch Verkäufer (Short-Selling). Eine Einschränkung dieses Handels wird eher zu einem steigenden Goldpreis führen.


Gold: FMA warnt vor unseriösen Anbietern, Nachrichten.at
Zitat: „Schon im Herbst des Vorjahres warnten die AK-Konsumentenschützer nach einer `guten Handvoll´ Beschwerden vor der Firma KB Edelmetall mit Sitz in München und Luzern. Kritikpunkte waren die `viel zu hohen Kosten´, die mangelnde Risiko-Aufklärung und die `dürftigen Vertragsklauseln´.“

Kommentar: Vorsicht bei so genannten Goldsparplänen. Hier muss man genau auf die Kosten und die Abrechnung achten. Wer als Kunde jeden Monat einen 1g-Barren mit einem Aufgeld von 60 Prozent erwirbt und darüberhinaus nicht einmal ein Einzeltestat für die Einlagerung des Goldes erhält, macht etwas falsch!


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Donnerstag, 25. Februar 2010 - 16:44 Uhr

Und, das IWF-Gold geht an ....

In der vergangenen Woche gab der Internationale Währungsfonds bekannt, man wolle die restlichen 191,3 Tonnen Gold aus dem 2009 aufgelegten Verkaufsprogramm am offenen Markt anbieten. Greifen nun doch asiatische Zentralbanken zu?

191,3 Tonnen Gold. Das ist kein Pappenstil. Am London Bullion Market werden täglich rund 30 Tonnen gehandelt, pro Transaktion zuletzt durchschnittlich 2,9 Tonnen. Die vom IWF zur Veräußerung anstehende Goldmenge entspricht somit dem Gesamtvolumen von sechs Londoner Handelstagen.

Je nach dem, zu welchem Preis man bereit ist, das kostbare Edelmetall zu veräußern, könnte der IWF-Verkauf kurzfristig signifikanten Druck auf den Goldpreis ausüben. Doch kommt es tatsächlich dazu?

Wer kauft das IWF-Gold? Das ist derzeit die wahrscheinlich meist gestellte Frage unter Marktbeobachtern. Greifen nun doch Länder aus dem asiatischen Raum zu? Wer käme jetzt als Abnehmer für das kostbare Edelmetall in Frage?

China
Der Goldanteil an den immensen Währungsreserven des Landes ist im internationalen Vergleich mit 1,5 Prozent weiterhin verschwindend gering. Mehr oder minder offizielle Vertreter der People’s Bank of China wurden immer wieder mit der Aussage zitiert, man werde sich mehr Gold aneignen, aber nicht zu jedem Preis. Dass China jetzt von dem IWF-Angebot Gebrauch macht, gilt daher als unwahrscheinlich. Kürzlich hieß es außerdem, China wolle sich verstärkt über die Beteiligung an ausländischen Minenunternehmen Gold verschaffen. Darüber hinaus besteht weiterhin eine große Wertabhängigkeit der chinesischen Reserven vom US-Dollar. Wir vermuten, das Land setzt seine Tarnkappenstrategie fort und tauscht weiter ganz dezent und im Stillen, Greenbacks gegen werthaltigere Assets ein.

Russland
Das Land stockte seine Goldbestände zuletzt kontinuierlich auf und machte auch kein großes Geheimnis daraus. Vor gut einem Jahr wurde berichtet, Russland wolle den Anteil von Gold an den eignen Reserven auf 10 Prozent erhöhen. Derzeit liegt er mit 607,70 Tonnen bei 4,7 Prozent. Das entspricht einem aktuellen Gegenwert von 21,3 Milliarden US-Dollar. Um den Goldanteil der Reserven auf 10 Prozent zu erhöhen, bräuchte Russland zu aktuellen Preisen 685,3 Tonnen des Edelmetalls. 191,3 Tonnen wären ein guter Anfang.

Indien
Mit einem Anteil von 6,4 Prozent sind auch die Währungsreserven Indiens vergleichsweise schwach mit Gold diversifiziert, trotz des Zukaufs von 200 Tonnen im vergangenen Jahr. Für Indien ist Gold nichts Fremdes. Anders als China, kann das Land seine Goldbestände aber nicht über die Inlandsproduktion vergrößern, sondern ist gezwungen, das Edelmetall zu importieren. „Wir beobachten den Goldmarkt genau. Wir kaufen zu Marktpreisen“, zitierte die englische Zeitung The Guardian in dieser Woche einen nicht namentlich genannten, offiziellen Mitarbeiter der Reserve Bank of India. Er machte deutlich, dass Indien vor dem Hintergrund der schwächelnden Reservewährungen Dollar und Euro, sehr wohl beabsichtige, mehr Gold zu kaufen.

JGA - Jemand ganz anderes
Im vergangenen Jahr überraschten Mauritius und Sri Lanka den Markt, mit Käufen im Umfang von 2 beziehungsweise 10 Tonnen Gold. Kleinvieh macht auch Mist. Deswegen könnten diesmal Indonesien (Goldreserveanteil: 3,9%), Thailand (2,1%), Singapur (2,3%) oder gar Japan (2%) die Käufer des IWF-Goldes sein. Wir werden es erfahren, wenn es soweit ist.

Sonst noch eine Idee? Hier eine Tabelle mit den weltweiten Goldreserven.

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Foto: Deutsche Bundesbank

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Donnerstag, 25. Februar 2010 - 13:49 Uhr

US-Wirtschaft: Reiche haben noch Jobs, Arme nicht

Von der aktuellen Wirtschaftskrise sind in den USA vor allem die Einkommensschwachen betroffen. Wie eine aktuelle Studie zeigt, beträgt die Arbeitslosigkeit in dieser Bevölkerungsgruppe bereits bis zu 30 Prozent. Bei den Topverdienern herrscht dagegen geradezu Vollbeschäftigung.

Die öffentliche Diskussion über Milliarden-Boni für Banker reißt nicht ab. Und dennoch scheint sie nichts zu bewirken. Selbst mittlerweile verstaatlichte Institute, wie die Royal Bank of Scotland, können auf die erfolgsabhängigen Sonderzahlungen nicht verzichten.

Während also jene, die die aktuelle Wirtschaftskrise verursacht haben also weiter Topgehälter beziehen – deren Investment-Geschäft läuft ja auch prächtig - kommen alarmierende Daten über die Beschäftigungszahlen der amerikanischen Unter- und Mittelschicht.

Einer Studie des Center for Labor Market Studies der Northeastern University von Boston zufolge, sind Geringverdiener besonders stark von der Arbeitslosigkeit betroffen, während Bezieher höherer Einkommen kaum etwas von der Misere am Arbeitsmarkt zu spüren bekommen.

Die nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den USA innerhalb der verschiedenen Einkommensklassen, gemäß der Studie.



Erläuterung: Die Einkommensbezieher sind in Zehntelklassen im Verhältnis zum jeweiligen Anteil an der Gesamtbevölkerung unterteilt. Das heißt, im einkommensschwächsten Zehntel der US-Bevölkerung herrschte im vierten Quartal 2009 eine Arbeitslosenquote von 30,8 Prozent. Das Top-Zehntel, mit einem Jahres-Einkommen ab 138.700 US-Dollar, war in diesem Zeitraum nur mit 3,2 Prozent von Arbeitslosigkeit betroffen.

Die Studie deutet auch das ganze Ausmaß der Umverteilung von Volksvermögen in Krisenzeiten von unten nach oben an. Und eines kommt bei dieser Betrachtung erschwerend hinzu: Die Abhängigkeit der US-Wirtschaft von der so genannten Finanzindustrie hat in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich zugenommen.

In den USA wird immer weniger produziert. Ein immer größerer Anteil der Wirtschaftsleistung entsteht durch unproduktives Kapitaleinkommen.

Aus dieser Erkenntnis lässt sich auch ableiten, welche Macht die Bankenlobby in Washington mittlerweile haben muss und wie unwahrscheinlich deshalb die Durchsetzung grundlegender Finanzmarktreformen erscheint. Diese sind aber notwendig, um Krisen gleicher Art künftig zu verhindern.

Solange dies nicht geschieht, wird die wundersame Papier-/Schuldgeld-Vermehrung anhalten. In diesem Umfeld werden Gold und Silber in Sachen Vermögensschutz eine immer größere Rolle spielen.

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Mittwoch, 24. Februar 2010 - 13:13 Uhr

Deutschland bleibt Europas größter Markt für Anlagegold

Im vierten Quartal 2009 wurden hierzulande 25 Tonnen Gold in Form von Münzen und Barren abgesetzt. Trotz eines deutlichen Rückgangs zum Vorjahr und dem Verlust der Weltmarktführer-schaft, sind die Deutschen damit weiter europäische Spitze.

Die Deutschen sind Europameister im Goldkaufen. Mit einer Nettonachfrage von 25 Tonnen repräsentierte Deutschland im vierten Quartal 2009 den größten europäischen Absatzmarkt für Anlagegold. Der Anteil an der gesamten weltweiten Netto-Einzelhandelsnachfrage lag damit bei 3,63 Prozent. Dies geht aus den aktuellen Marktzahlen des vom World Gold Council veröffentlichen Jahresbericht 2009 hervor. Die Daten stammen vom Marktforscher GFMS und weisen die jeweils identifizierbaren Nachfrage- und Angebotsmengen aus.

Im Vergleich zum vierten Quartal 2008 ging der Gold-Absatz in Deutschland unter dem Strich aber deutlich zurück. In Q4 2008 war Deutschland mit einer Netto-Nachfrage von 71 Tonnen (7,95% der globalen Nachfrage) noch der weltweit größte Markt für privates Anlagegold. In Q4 2009 entsprach die deutsche Nachfrage nur noch etwas mehr als einem Drittel dieser Menge.



Tab.: Gold-Einzelhandelsnachfrage
Vergleich der weltweiten Netto-Einzelhandelsnachfrage nach Gold; 4. Quartal 2009 vs. 4. Quartal 2008. Quelle: GFMS, World Gold Council. Alle Angaben ohne Gewähr.

Stark aufgeholt haben die USA. Mit einem Netto-Absatz von 37,3 Tonnen lag die Nettonachfrage sogar 1,9 Prozent über dem Wert des gleichen Vorjahreszeitraums. Gegenüber dem dritten Quartal 2009 stieg der US-Einzelhandelsabsatz bei Anlagegold in Q4 2009 sogar um 104 Prozent.

Die Top-Retail-Investmentnachfrage im vierten Quartal 2009 kam aus Indien, mit einem Netto-Absatz von 42,9 Tonnen (-15,8 % zu Q4 2008).

Bemerkenswert ist auch die private Investment-Nachfrage in der Türkei. Innerhalb eines Jahres stieg der Netto-Absatz dort um 470 Prozent.

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Mittwoch, 24. Februar 2010 - 10:45 Uhr

Zustand des US-Bankensektors weiter bedrohlich

Die Kreditvergabe im amerikanischen Bankensektor sank im vierten Quartal 2009 so stark, wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Die Anzahl der als problematisch angesehenen US-Banken ist von 552 auf 702 gestiegen. Der Zustand des US-Bankensektors ist weiterhin bedenklich.

Die Zahlen die die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) für das vierte Quartal 2009 veröffentlich hat, sind ernüchternd. Während einige US-Großbanken wieder Milliardengewinne ausweisen, leidet ein Großteil der mittleren und kleineren Banken weiter unter den Folgen der Wirtschaftskrise.

Die Zahl der von der FDIC als Problembanken eingestuften Institute, stieg von 552 im dritten auf 702 im vierten Quartal 2009. Diese repräsentieren gemeinsam Aktiva in Höhe von 402,8 Milliarden US-Dollar. 53 Milliarden Dollar an vergebenen Kreditzahlungen gelten bereits als uneinbringlich. Im Jahr zuvor lag diese Zahl noch bei 38,6 Milliarden Dollar.

Man rechnet in den Vereinigten Staaten deshalb mit einer anhaltenden Bankenpleitewelle, nachdem in diesem Jahr bereits 20 Banken geschlossen wurden und im vergangenen Jahr insgesamt 140 Geldhäuser dicht machen mussten.

Vor allem Kreditausfälle im gewerblichen Sektor stellen sich nun zunehmend als enormer Belastungsfaktor heraus. Amerikanische Regionalbanken sind besonders anfällig für Verluste aus der Kreditvergabe für Bauträger von Einzelhandelsgeschäften und Bürokomplexen. Das Business hat für diese Finanzinstitute existenzielle Bedeutung. Geschäftsaufgaben und Firmenpleiten führen hier zu steigenden Kreditausfällen, die sich entsprechend schwer auf die Finanzlage dieser Banken auswirkt.

Das führt auf der anderen Seite dazu, dass der Finanzsektor die Kreditvergabe stark einschränkt und so die wirtschaftliche Entwicklung zusätzlich hemmt.

Das vom Bankensektor zwischen Oktober und Dezember 2009 zur Verfügung gestellte Kreditvolumen sank gegenüber dem Vorjahr um 587,3 Milliarden US-Dollar oder 7,5 Prozent. Laut FDIC entspricht dies dem größten Rückgang der US-Kreditvergabe seit 1942.

Immerhin: Unter dem Stich verdiente die US-Bankenbranche im vierten Quartal 2009 914 Millionen US-Dollar. Im gleichen Vorjahreszeitraum stand noch ein sektorübergreifendes Minus von 37,8 Milliarden Dollar zu Buche.

Und dennoch: Zu dem Gewinn trugen in erster Linie die Großbanken mit ihren Profiten aus Investment Banking und Eigenhandel bei. Annähernd ein Drittel der rund 8.000 über die FDIC versicherten US-Banken – also rund 2.600 Banken - meldeten im dritten Quartal 2009 einen Nettoverlust.

Fazit: Zig Milliarden wurden in den Sektor gepumpt, die Institute können sich so günstig refinanzieren, wie noch nie, dennoch ist der Zustand der US-Banken-Branche weiter bedenklich. Die aktuelle Lage reflektiert zudem das nach wie vor düstere Bild der amerikanischen Wirtschaft. Die Gefahr einer stärkeren Deflation in den USA ist noch nicht vom Tisch.

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Dienstag, 23. Februar 2010 - 19:11 Uhr

Olympisches Gold

Auch bei den aktuellen Olympischen Winterspielen in Vancouver übt Gold eine besondere Faszination auf die Menschen aus. Zwei Videos zeigen die Philosophie hinter den begehrten Trophäen und deren aufwendige Herstellung.

The Royal Canadian Mint ist Edelmetall-Anlegern als Produzent der Maple-Leaf-Münzen bekannt. Die kanadische Münzprägeanstalt stellte auch die aktuellen Olympia-Medaillen her. Die folgenden (englischen) Video-Beiträge enthalten Gold-Informationen, einmal völlig abseits der privaten Geldanlage.

Olympia-Medaillen-Facts:
- Insgesamt wurden 1.014 Medaillen hergestellt (615 für Olympia, 399 für die Paralympics)
- 2,05 Kilogramm Gold, 902 Kilogramm Kupfer und 1.950 Kilogramm Silber wurden zur Herstellung aller Medaillen verarbeitet
- Die Herstellung erforderte 30 Arbeitsschritte
- Jede Medaille ist ein Einzelstück
- Alle Medaillen zusammengelegt, ergeben ein Gesamtmotiv
- Jede Medaille wiegt zwischen 500 und 576 Gramm
- Herstellungskosten pro Medaille: ca 1.200 Euro



Offizielles Making-of der Olympia-Medaillen

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Dienstag, 23. Februar 2010 - 10:46 Uhr

Wann kommt die Stunde des Silbers?

Der Silberpreis schwankte in den vergangenen Jahren immer deutlich stärker als der Goldkurs. Das Verhältnis zwischen beiden Notierungen lässt weiter den Schluss zu, dass das weiße Metall gegenüber dem großen gelben Bruder deutlich unterbewertet ist. Wie lange noch?

Der Silberpreis, in Euro gerechnet, ist im vergangenen Jahr um 52 Prozent gestiegen (in Dollar: +57%). Gold konnte im Jahr 2009 dagegen „nur“ 25 Prozent zulegen (in Dollar: +27%). Beide Edelmetalle werden derzeit aus den gleichen Gründen gekauft. Der Besitz von Gold und Silber ist in erster Linie eine Versicherung gegen Geldentwertung durch Inflation oder Währungscrash. Und dennoch gibt es große Unterschiede in der Kursentwicklung der beiden Metalle.

Dass Silber, stärker als Gold, auch in der Industrie Verwendung findet, ist in der aktuellen Marktsituation eher nebensächlich. Der Silberpreis ist deutlich volatiler, das heißt, die Kurse schwanken stärker als bei Gold. Auch das Wertverhältnis zueinander verändert sich kontinuierlich.

Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Euro-Preise für Gold und Silber seit Anfang 2009 (04.01.2009 = 100). Nach dem stärkeren Anstieg im vergangenen Jahr, hat sich Silber zuletzt wieder etwas schlechter entwickelt als Gold.



Abb. 1.: Entwicklung von Gold- und Silberpreis seit 2009, indexbasiert (4.1.09 = 100)

Um auf eine Unter- oder Überbewertung des einen Metalls gegenüber dem anderen zu schließen, untersucht man das so genannte Gold-Silber-Ratio. Es handelt sich hierbei um einen einfachen Quotienten: Goldpreis geteilt durch Silberpreis. Das Gold-Silber-Ratio gibt damit an, wie viele Unzen Silber man mit einer Unze Gold kaufen kann. Derzeit erhält man für eine Einheit Gold zirka 70 Einheiten Silber (Gold-Silber-Ratio = 70).

Ist Silber gegenüber Gold damit als eher teuer oder billig einzustufen?

Hierzu muss man die Geschichte bemühen und die geologischen Voraussetzungen vergleichen. Geologischen Schätzungen zufolge, ist rund 17 Mal mehr Silber als Gold in der Erdkruste eingelagert. Das alleine deutet schon ein Missverhältnis zwischen den aktuellen Edelmetallkursen an.

Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass Silber industriell verbraucht wird. Die einmal geförderten Erzmengen nehmen also kontinuierlich ab. Dagegen ist alles jemals geschürfte Gold auch heute noch so gut wie vollständig vorhanden ist.



Abb. 2: Entwicklung Gold-Silber-Ratio von 4.1.2009 bis 18.02.2010 (Quelle: LBMA, London Fix A.M.). Zuletzt konnte man mit einer Einheit Gold wieder so viel Silber kaufen, wie zuletzt im August 2009.

Aussagekräftiger ist der historische Vergleich. Das Gold-Silber-Ratio lag über Jahrhunderte hinweg zwischen 10 und 20. Hochphasen erlebte der Quotient Ende der 20er-Jahre und Anfang der Neunziger, mit Werten von über 100.

Der starke Anstieg im 20 Jahrhundert ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass Silber vollständig seiner Zahlungsmittelfunktion beraubt wurde und es heute vorwiegend als Industriemetall angesehen wird. Die Notenbanken verfügen über große Edelmetallbestände, Silber gehört allerdings nicht dazu!

Der Silbermarkt gilt zudem als noch deutlich stärker von spekulativen Interessen beeinflusst, als der Goldmarkt.

Experten, wie die US-Ökonomen James Turk und Ted Butler, erwarten seit langem ein großes Comeback des Silberpreises. Man geht davon aus, dass der aktuelle Preis die wahre Knappheit des Edelmetalls nicht annähernd ausdrückt. Früher oder später wird ein starker Preissprung erwartet - auch in Relation zu Gold.

Wann genau eine solche Kursanpassung zu erwarten ist, kann niemand sagen.

Vielleicht erleben wir ja bald eine neue, auch in Teilen durch Silber gedeckte Währung. Spätestens dann würde das weiße Metall aus dem Schatten des Goldes heraustreten und erschiene der breiten Öffentlichkeit in einem ganz neuen Licht.

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Montag, 22. Februar 2010 - 11:20 Uhr

Goldverkäufe: Die seltsame Strategie des IWF

In der vergangenen Woche kündigte der Internationale Währungsfonds (IWF) den Verkauf von 191,3 Tonnen Gold am offenen Markt an (wir berichteten). In der IWF-Erklärung hieß es, Marktstörungen zu vermeiden, sei die Top-Priorität. Eine solche Äußerung kann nicht unkommentiert bleiben, denn sie wirft wichtige Fragen auf.

Schon in der Vergangenheit wählten die großen Finanzinstitutionen (IWF, EZB) immer wieder die gleiche unsinnige „PR-Strategie“. Goldverkäufe werden im Vorfeld vollmundig angekündigt. Immer wurde dabei Wert auf die Feststellung gelegt, dass man den Goldmarkt aber schonen wolle.

Da es stets um signifikante Goldverkäufe geht, haben die angekündigten Transaktionen in der Tat das Potenzial, den Goldpreis kurzzeitig zu drücken.

Warum aber - um alles in der Welt - geht der IWF mit einer Absichtserklärung an die Öffentlichkeit?

Will er keinen vernünftigen Preis für das Gold erzielen?

Warum sucht der IWF nicht einfach still und leise einen Käufer, wenn dessen Vertreter so großen Wert darauf legen, den Goldpreis nicht zu belasten?

Haben IWF oder EZB jemals Käufe von Gold in gleicher Weise angekündigt? Vielleicht noch mit dem Hinweis, man werde das Edelmetall im mehreren Schritten marktschonend erwerben?

Warum also macht der IWF beim Absatz seiner restlichen 191,3 Tonnen aus dem „Goldverkauf-für-bedürftige-Länder-Programm“ so ein Fass auf?

Entweder sind die Leute beim IWF so dumm wie ein Stück Feldweg oder sie verfolgen eine verborgene Strategie.

Der Internationale Währungsfonds ist eine Sonderorganisation der Vereinigten Nationen. Der IWF ist eine Schwesterorganisation der Weltbank-Gruppe. Die Institution vertritt damit die Interessen der Zentralbanken und deren Geldpolitik.

Ein hoher Goldpreis weist auf die Schwäche der Währung hin, in der der Wert des Edelmetalls gemessen wird. Könnte der wahre Grund für die seltsame PR-Aktion des IWF etwa jener sein, den Goldpreis zu drücken?

Professor Anatal E. Fekete von der San Francisco School of Economics packte sein Bild über die Einstellung von Regierungen und Notenbanken gegenüber dem Edelmetall in treffende Worte: „Gold ist wie ein ungezogenes Kind, das unangenehme Wahrheiten ausplaudert. Es muss unter allen Umständen geknebelt und ruhig gestellt werden“.

Und dieser Bengel war zuletzt sehr, sehr ungezogen!

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Samstag, 20. Februar 2010 - 08:41 Uhr

Bankenkrise: Neue Milliardenpleite in den USA

Am Wochenende mussten in den Vereinigten Staaten erneut vier Banken geschlossen werden. Die größte: La Jolla Bank, FSB in Kalifornien.

Mit Aktiva im Volumen von 3,6 Milliarden US-Dollar und Einlagen in Höhe von 2,8 Milliarden Dollar ging am Freitag die La Jolla Bank, FSB aus Kalifornien pleite. Ihr folgten drei weitere Banken in den Bankrott.

Es handelt sich um die George Washington Savings Bank aus Illinois (Aktiva: $412,8 Mio., Einlagen: $397 Mio.), die Marco Community Bank aus Florida ($119,6 Mio./$117,1 Mio.) sowie die La Coste National Bank aus Texas ($53,9 Mio./$49,3 Mio.). Der amerikanische Einlagensicherungsfonds wird durch die vier Pleiten mit 1,06 Milliarden Dollar belastet.

In diesem Jahr sind bereits 20 US-Banken von der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) geschlossen worden.

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Freitag, 19. Februar 2010 - 17:14 Uhr

Hier ist ihr Gold sicher: Geheimnisse des Tresorbaus

Was macht den einfachen Schrank zum bombensicheren Safe? Eine TV-Dokumentation gewährt interessante Einblicke in den Tresorbau.

"Prinzipiell kriegen sie jeden Tresor auf. Die entscheidende Frage ist nur, wie lange brauchen Sie dafür und welches Werkzeug müssen sie mitbringen", erklärt Ingenieur Harald Wähner. Der interessante TV-Beitrag zeigt, wie sich potenzielle Safe-Knacker an modernen Wertschränken die Zähne ausbeißen.



Mehr Informationen über Tresore gibt es hier!

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